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Zahlreiche Besucher informierten sich am Tag der offenen Tür im TLLV über moderne Untersuchungsverfahren sowie aktuelle Fragen der Lebensmittelsicherheit und des Verbraucherschutzes.
Manche Frage haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Thüringer Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV) am Tag der offenen Tür mehrfach gehört:
„Was kann man bedenkenlos essen?“
„Steht auf der Packung auch das drauf, was drin ist?“
„Kommt EHEC vielleicht wieder?“
„Wie kommt Dioxin in die Lebensmittel?“
„Was, so viele Farbstoffe werden in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt?“ …
Beim diesjährigen Tag der offenen Tür im TLLV war neben dem allgemeinen Staunen über eine der modernsten Laboreinrichtungen aber auch deutlich zu bemerken, dass sich Verbraucher zunehmend genauer darüber informieren, was in den Lebensmitteln drin ist, die sie kaufen und essen. Konsumenten von heute lesen nicht nur die Angaben auf der Verpackung, sondern informieren sich auch im Internet und nutzen Informationsangebote der Verbraucherschutzverbände und -behörden. Der bewusste Konsument möchte noch mehr wissen, denn Herkunfts- und Nährwertangaben sagen ihm zu wenig über Qualität und Herstellungspraxis. Und der interessierte Bürger möchte auch einmal hinter die Kulissen der Lebensmittelbehörden schauen.
Am Samstag, dem 12. Mai 2012, bestand in Bad Langensalza dazu die Möglichkeit: Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens waren die Labore eben jener Einrichtung geöffnet, die in Thüringen bei Trinkwasser, Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Kosmetika und Nutztieren genauer hinschaut, wenn es um die Gesundheit von Mensch und Tier geht. Etwa 400 Besucher kamen ins Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz, um zu erfahren, auf welche Stoffe und Zutaten Lebensmittel untersucht werden, wie häufig verbotene Rückstände gefunden werden, warum Hygiene so wichtig ist, wie das Zusammenspiel von Betriebskontrollen und Überwachungsbehörden funktioniert, welche Analysetechnik in den Laboren verwendet wird oder wie man einem Tierseuchenerreger auf die Spur kommt.
Und so traf das Angebot, in der Abteilung Lebensmitteluntersuchung zu demonstrieren, welche natürlichen und synthetischen Farbstoffe in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden, auf ebenso großen Zuspruch wie z. B. die Untersuchung von Spielzeugen und Handschuhen auf Weichmacher oder andere gesundheitsschädigende Stoffe. Erstaunen herrschte aber auch über die Vielzahl an Untersuchungen, die an Tieren, Tierorganen oder Tiersekreten durchgeführt werden. In der Abteilung Veterinäruntersuchung erfuhren die Besucher außerdem, welche Parasiten unsere Nutz- oder Haustiere befallen können und wie eine Untersuchung befallener Organe durchgeführt wird. Die meisten Gäste hatten eine Sektionshalle noch nie von innen gesehen. Fragen wie:
„Welche Gefahr geht vom Fuchsbandwurm aus?“
„Gibt es in Thüringen noch Tollwut?“
„Werden noch positive BSE-Fälle registriert?“ oder
„Was war das größte bzw. exotischste Tier in der Sektionshalle?“
verdeutlichen die Wissbegier der Besucher im Alter zwischen 6 und 76 Jahren.
Nicht zuletzt konnten sich die Gäste im Trinkwasserlabor erläutern lassen, auf welche Parameter das Lebensmittel Nr. 1 untersucht wird, wie krankheitserregende Keime ins Wasser gelangen können, für welche Abnehmer die novellierte Trinkwasserverordnung anzuwenden ist und warum diese eine Untersuchung auf Legionellen vorschreibt.
Das Fazit der Besucher über den Einblick ins TLLV: Viel Unerwartetes, Interessantes und Spannendes wurde entdeckt! Man gewann einen guten Überblick über das breite Aufgabenspektrum des Untersuchungsamtes. Dank der rege genutzten Kinderbetreuung konnten sich auch junge Eltern einen Eindruck vom Laboralltag verschaffen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TLLV ist dies ein gutes Omen. Endlich einmal ohne das Wort „Krise“ in den Medien. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle für den gelungenen Tag der offenen Tür herzlich gedankt!