Freistaat Thüringen Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Jena

Inhalt

Rind

Rinder sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere in Deutschland. Aufgrund ihres mehrhöhligen Magens sind sie in der Lage, auch die in den Nutzpflanzen vorhandene Zellulose zu verwerten. Daraus ergeben sich aber auch spezielle Anforderungen an die Fütterung.
Mit Rindern wird sowohl Milch als auch Fleisch produziert. Beide sind wertvolle Eiweißlieferanten.
Bezüglich der Produktionsrichtung werden die Rassen  zwischen Milchrindern, Fleischrindern und Zweinutzungsrindern unterschieden


Milchproduktion

Bedeutung der Milchproduktion

Die Milch stellt mit einem Anteil von 21,6 %  an der gesamten landwirtschaftlichen Produktion das wichtigste Produkt der deutschen Landwirtschaft dar.  Da es sich bei der Milcherzeugung um eine vergleichsweise arbeitsintensive Produktion handelt, bestehen hier die meisten Arbeitsplätze in der deutschen Landwirtschaft.

Statistik

2,8 % der in der BRD gehaltenen Milchkühe (116.226) stehen in Thüringens Ställen. Aufgrund der hohen Milchleistung erbrachten diese Kühe 3,4 % der gesamten deutschen Milcherzeugung.
Seit 1989 erfolgte ein kontinuierlicher Rückgang der Milchkuhbestände, der sich aus den gestiegenen Leistungen erklären lässt.
Die mittlere Jahresleistung der geprüften Kühe ist seit 1990 von 4.190  kg je Kuh auf 8.633 kg gestiegen.

Weitere Ergebnisse finden Sie unter:
Thüringer Verband  für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e. V. (TVL)
 

Der Milchkuhbesatz/100 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche sank im gleichen Zeitraum von 20,1 auf 14,7 Milchkühe (   Thüringer Agrarbericht 2009 (Berichtsjahr 2007/2008)).

Rund 92 % der in Thüringen geprüften Milchkühe (103.371) gehören der Rasse Schwarzbunt an. Daneben werden in geringem Umfang, meist in kleineren Herden, noch Kühe der Rassen Rotbunte, Fleckvieh, Jersey und Braunvieh gehalten (   Entwicklung der Tierzucht in Thüringen).
 

Zucht

Die Milchviehbetriebe sind überwiegend im  Thüringer Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Tierzucht e.V.  organisiert. Die Mitgliedsbetriebe halten rund 97 % der Milchkühe in Thüringen. Der Ergebnisbericht eines Prüfjahres beinhaltet Auswertungen zu:

  • Milchleistungsprüfung
  • Milchgüteprüfung
  • Harnstoff- und Acetonuntersuchungen
  • Milcherzeugerberatung
  • Fruchtbarkeits- und Reproduktionsparametern

Weitere Ergebnisse finden Sie unter:
Thüringer Verband  für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e. V. (TVL)

Die gewonnenen Daten werden an das VIT (Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung) weitergeleitet  und zur deutschlandweiten Zuchtwertschätzung genutzt.

Moderne populationsgenetische Verfahren ermöglichen aber auch eine internationale Rangierung der Zuchtwerte für Vatertiere (International Bull Evaluation Service).

Die züchterische Betreuung der Milch- und Fleischrinder im Freistaat obliegt dem Landesverband Thüringer Rinderzüchter, Zucht- und Absatzgenossenschaft e. G.
In 360 Betrieben wurden 87 % des Gesamtkuhbestandes als Herdbuchkühe registriert.
Die Zuchtwerte werden im Landesverband Thüringer Rinderzüchter (LTR) für Selektionsentscheide und Anpaarungsempfehlungen genutzt.


Fütterung

Aufgabe der Milchkuhfütterung ist es, den Nährstoff-, Mineralstoff- und Vitaminbedarf der Kuh in Abhängigkeit  von ihrem Leistungsvermögen abzudecken. Die Gesamtration muss dabei  den spezifischen Bedürfnissen der Kuh als Wiederkäuer entsprechen, nach wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten erstellt und von der Milchkuh aufgenommen werden. Durch die optimale Futterrationszusammensetzung lassen sich fütterungsbedingte Stoffwechselerkrankungen (z.B. Ketose, Pansenacidose, Gebärparese) und Fruchtbarkeitsstörungen vermeiden (   Leitlinie Milch)


Haltung

In der Milchviehhaltung ist die Laufstallhaltung mit getrennten Funktionsbereichen (Liegen, Fressen, Melken) der Anbindehaltung arbeitswirtschaftlich überlegen. Die Laufstallhaltung ist bei Einhaltung der Funktionsmaße auch dem Verhalten des Rindes in einer Herde angepasst.
Grundsätzlich müssen die Begrenzungen der Liegeflächen so gestaltet sein, dass die natürlichen Schwingbewegungen des Niederlegens und Aufstehens nicht behindert werden (Bügelhöhe). Die Liegefläche muss weich sein, um einem Aufliegen der Gelenke vorzubeugen. Komfortmatten mit geringen Einstreumengen oder Einstreu sind zu bevorzugen. Je kürzer die Einstreu umso besser! Eine ausreichende Wärmeisolation ist notwendig, um die Durchblutung des aufliegenden Euters nicht zu beeinträchtigen. Jeder Kuh muss ein Liegeplatz zur Verfügung stehen. Der ständige freie Zugang zur Krippe ist zu gewährleisten. Alle Driftwege und Standflächen sind rutschsicher zu gestalten (Gussasphalt oder strukturiert).
Die Grundforderungen an die Belüftung von Kuhställen ergeben sich aus der enormen Stoffwechselleistung, bei denen erhebliche Mengen an Abwärme anfallen. Mit steigender Leistung fällt die optimale Umgebungstemperatur. Temperaturen über 20° C stellen eine zusätzliche Belastung für laktierende Kühe dar (   Leitlinie Milch).
 

Milchgewinnung

Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen hat sich die Laufstallhaltung in Kombination mit einem Melkstand durchgesetzt. Damit verbunden sind hygienische Vorteile.
Die Konzipierung der Melkanlagen muss einen ausreichenden und konstanten Unterdruck im Melkzeug sichern. Bei der Einrichtung von Melkständen sind Kapital- und Gesamtarbeitsaufwand abzuwägen.
Die Melkanlage hat hinsichtlich Konstruktion, Leistung und Installation der DIN/ISO 5707 zu entsprechen. Dies ist bei Neuinstallation und im laufenden Betrieb ein- bis zweimal jährlich zu überprüfen (Mitglieder des Thüringer Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. können sich an die Milchqualitätsberatung des TVL wenden.).


Entmistung

Die arbeitswirtschaftlichen Vorteile der Flüssigmistverfahren gegenüber Festmistverfahren favorisieren eindeutig Gülleentmistung.
Investitionen zur Umstellung auf Güllewirtschaft verlangen immer eine betriebliche Kalkulation. Sie können nur bei langfristiger Nutzung der Anlagen sinnvoll sein.
Je nach Bedingungen sind nach KTBL-Norm 8,5 bis 10,5 m3 Güllelagerraum je Milchkuh notwendig, um die geforderten 6 Monate Lagerkapazität zu sichern. Grundsätzlich sollte Abwasser nicht in die Gülle oder Jauche eingeleitet werden.
Unter derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen ist eine Nutzung der Gülle in Biogasanlagen einer direkten Ausbringung oft vorzuziehen.

Biogasanlagen:
Dies gilt umso mehr, je besser es gelingt, mit der anfallenden Dünngülle mineralischen Dünger einzusparen oder ansonsten nicht erzielbare Effekte durch N-Gaben über die Dünngülle zu späteren Vegetationszeitpunkten zu erreichen.
 

Witschaftliche Situation

Ökonomie und Markt


Mutterkuhhaltung

Bedeutung

Eine wichtige Form der Grünlandnutzung stellt die Mutterkuhhaltung dar. Sie spielt als extensive Haltungsform in Thüringen eine wichtige Rolle für eine flächendeckende Nutzung des Grünlandes. Hierbei werden Absetzer erzeugt, die in der intensiven Endmast zur Schlachtreife gebracht werden.
Den höchsten Besatz an Mutterkühen gibt es in den Kreisen Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen und im Wartburgkreis.


Zucht

Zu den im Freistaat am häufigsten anzutreffenden Fleischrindrassen gehören Fleisch- Fleckvieh, Charolais, Angus, Limousin und Salers. Insgesamt werden 18 Fleischrinderrassen durch den Landesverband Thüringer Rinderzüchter züchterisch betreut.
Die Fleischrinderzucht umfasst 216 Betriebe.
Fleischrinderrassen teilt man nach Rahmengröße (groß-, mittel- und kleinrahmig) ein. Die Rassewahl sollte entsprechend der natürlichen Standortbedingungen und des darauf abgestimmten Produktionszieles erfolgen. Bei der standortbezogenen Rassewahl ist folgender Grundsatz zu berücksichtigen: Je extensiver die Weideverhältnisse, je geringer die Nährstoffkonzentration des Futters und je unsicherer der Futteraufwuchs, umso kleiner wird die optimale Körpergröße der Mutterkuh, die in standortbezogenen Produktionsverfahren eine unbeeinträchtigte Fortpflanzung sicherstellt.
Eine zentrale Zuchtwertschätzung erfolgt in Deutschland auf Basis der Absetzergewichte und Bemuskelungsnoten.
 

Haltung

Neben der praxisüblichen Winterstallhaltung erfreut sich in den letzten Jahren die ganzjährige Freilandhaltung einer steigenden Beliebtheit. Es sind im Wesentlichen zwei Gründe, die für die Freilandhaltung sprechen. Zum einen sind es die geringeren Kosten, die die Freilandhaltung wirtschaftlich interessant machen, und zum anderen sind es die positiven Effekte auf die Gesundheit der Tiere.  Allerdings sind Vorgaben bezüglich der tiergerechten und umweltverträglichen Gestaltung einzuhalten (vgl : KTBL Schrift 409, ISBN 3-7843-2136-4).
Die Laufställe für Mutterkühe sollten hell, luftig, trocken und mechanisierbar sein. Altbauställe, Scheunen oder Schuppen sind geeignet. In der Praxis haben sich Offen- bzw. Außenklimaställe durchgesetzt.
Der Flächenbedarf je Kuh beträgt 6 bis 8 m2 und mindestens 1,5 m2 je Kalb im Kälberabteil. In Verbindung mit einem befestigten Laufhof können die Tiere ihrem Bewegungsdrang nachkommen und sind durch die Abhärtung an der frischen Luft gesünder (   Leitlinie Mutterkuhhaltung).

Fütterung

Um Mutterkühe gesund, fruchtbar und leistungsfähig zu erhalten, sollten sie wie folgt gefüttert werden:

  • satt, d. h. 2 kg Trockenmasse aus dem Grundfutter je 100 kg Lebendgewicht;
  • wiederkäuergerecht, d. h. > 25 % Rohfaser in der Trockensubstanz für die Erhaltung günstiger Pansenfunktionen;
  • leistungsbezogen - ausgewogene Versorgung mit Rohprotein und Energie entsprechend dem Status trockenstehend, hochtragend, säugend;
  • vollwertig - Ergänzung des Grundfutters mit Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen sowie
  • kostengünstig - die geringsten Futterkosten fallen während der Weideperiode an, preiswerte Futtermittel im Winter sind Gras- und Maissilage sowie Getreide- und Grassamenstroh, verursacht hohe Kosten.


Eine Überversorgung führt zur Verfettung der Tiere und es muss mit einer höheren Schwergeburtsrate und mit Nachgeburtsverhaltungen gerechnet werden. Eine Energieunterversorgung ist dagegen vor allem im 1. Laktationsdrittel zu vermeiden, da dadurch die Fruchtbarkeitsergebnisse infolge verspäteter Brunst negativ beeinflusst werden und sich die Milchleistung und Absetzgewichte der Kälber verringern können (   Leitlinie Mutterkuhhaltung).
 

Weidesystem

Bei dem am häufigsten angewandten Produktionsrhythmus der Frühjahrs- und Frühsommerabkalbung nimmt der Futterbedarf mit dem Wachstum der Kälber zum Herbst hin zu, während der Futteranfall abnimmt. Durch eine gut geplante Weideführung, wie Nachdüngen der Flächen, Mähnutzung eines Teils der Fläche zur Winterfutterwerbung, lässt sich der Weideertrag so steuern, dass bis zum Herbst ausreichend Futter vorhanden ist. Als Weideverfahren kommen die Umtriebs- und die Standweide in Betracht. Die Größe und die Anzahl der Koppeln bei der Umtriebsweide richten sich nach den natürlichen Gegebenheiten der Weideflächen und der Herdengröße. Die Standweide zeichnet sich durch einen geringeren Arbeitsaufwand in der Weideführung aus (weniger Zaunbau, kein Umtrieb) und lässt sich durch Mähnutzung von einem Drittel bis zur Hälfte der Fläche (je nach Ertragsleistung) im ersten Aufwuchs gut dem Futterbedarf anpassen.
Ziel der Weideführung muss es sein, das Grünland in einem pflegegerechten Zustand, entsprechend den Erwartungen an die Kulturlandschaft, zu halten und vertretbare tierische
Zuwachsleistungen ohne Konzentratzufütterung zu erreichen.

  Leitlinie Mutterkuhhaltung
  Entwicklung der Tierzucht in Thüringen (Tierbestände nach Rassen)

Deck- und Kalbeperiode

Die Kalbeperiode ist aufgrund der notwendigen Tierkontrollen und Geburtshilfen die arbeitsintensivste Zeit. Daher sollte sie relativ kurz gehalten werden (ca. sechs bis neun Wochen). Außerdem ist die Notwendigkeit der Geburtshilfen durch die Selektion leichtkalbender Kühe und den Einsatz der entsprechenden Bullen zu verringern. Weiterhin steht das Erreichen kurzer Kalbeperioden im Vordergrund, da mit längerer Zeitdauer die Heterogenität der Kälbergruppe in einer Herde steigt und das durchschnittliche Absetzgewicht sinkt.

In der Praxis sind folgende Kalbezeiträume etabliert:

  • Winterabkalbung (Mitte November bis Ende Februar)
  • Frühjahrsabkalbung (März bis April)
  • Frühsommerabkalbung (Mai bis Juli)
  • Herbstabkalbung (September bis Mitte November)

Vor und Nachteile der verschiedenen Perioden sind in der Leitlinie zusammengestellt (   Leitlinie Mutterkuhhaltung).


Die Laufstallhaltung ist das praxisübliche Verfahren. Dabei beträgt die Gruppengröße maximal 10 bis 12 Tiere und ein Tierwechsel in der Gruppe findet bis zur Ausstallung nicht statt. Die einstreulose Haltung ist arbeitswirtschaftlich günstiger als ein Tieflaufstall bzw. das Tretmistverfahren. Allerdings erfordert sie relativ hohe Investitionen (Güllekanäle, -becken). Zur Sicherstellung einer ausreichenden Bewegungsfreiheit müssen die entsprechenden Maße eingehalten werden.


Wirtschaftliche Situation

Insgesamt lässt sich aus der Gegenüberstellung von Erlösen und Kosten feststellen, dass Haltungsverfahren der Mutterkuhhaltung ein eindeutig defizitäres Ergebnis ohne staatliche Zuschüsse bzw. Beihilfen erzielen. Die Hauptursache dafür ist das seit Jahren nicht kostenäquivalente Preisniveau für Absetzer und Schlachtvieh. Trotz der von den Betrieben selbst eingeleiteten Lösungen zu kapitalsparenden und kostengünstigen Haltungsformen können finanzielle Verluste nicht verhindert werden (   Leitlinie Mutterkuhhaltung).


Bullenmast

Bedeutung

Der Rindfleischverbrauch betrug im Jahr 2007 12,4 kg Schlachtgewicht pro Kopf und lag damit rund ein Viertel über dem Tiefpunkt von 10 kg SG pro Kopf in 2001, dem Jahr nach dem ersten deutschen BSE-Fall. Er blieb jedoch noch immer mehr als ein Drittel unter dem Verbrauch zu Beginn der 90er Jahre (20 kg SG pro Kopf). Dieser Verbrauchsrückgang beruht zum Teil auf der Substitution von Rindfleisch durch kostengünstigeres Geflügelfleisch.
Etwa die 42 % der in Deutschland geschlachteten Rinder sind Mastbullen (Statistiken des Verbandes der Fleischindustrie e. V.).

Für die Rindermast werden in erster Linie schwarzbunte Bullenkälber aus Milchviehbetrieben genutzt. Daneben kommen aus Bayern importierte Fleckvieh-Bullenkälber oder Absetzer aus der Mutterkuhhaltung zum Einsatz.
Die Mast von Fleckvieh- oder Fleischrassetieren führt zu einer höheren Mastleistung und einem besseren Schlachtkörperwert.
 

Haltung

Die Laufstallhaltung ist das praxisübliche Verfahren. Dabei beträgt die Gruppengröße maximal 10 bis 12 Tiere und ein Tierwechsel in der Gruppe findet bis zur Ausstallung nicht statt. Die einstreulose Haltung ist arbeitswirtschaftlich günstiger als ein Tieflaufstall bzw. das Tretmistverfahren. Allerdings erfordert sie relativ hohe Investitionen (Güllekanäle, -becken, Spaltenboden). Die Buchten sind so zu besetzen, dass ausreichende Bewegungsfreiheit gewährleistet, der anfallende Mist aber vollständig durch die Spalten getreten wird (   Leitlinie Bullenmast).

Fütterung

Die intensive Jungbullenmast ist auf Ackerbaustandorten anzutreffen, da sie auf der Fütterung von Maissilage zur freien Aufnahme und einer Kraftfutterergänzung basiert. Mithin entscheidet die Wettbewerbsfähigkeit des Maisanbaus im Vergleich zum Getreideanbau über die Verbreitung der intensiven Mast von Jungbullen. Typische Bullenmaststandorte weisen eine ausreichende Niederschlagsmenge und Wärmesumme auf, die den Maisanbau ermöglichen.
Die Futterrationen müssen im gesamten Mastabschnitt eine bedarfsgerechte Versorgung entsprechend den Empfehlungen der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie garantieren.

Für die Ration gelten folgende allgemeine Anforderungen:

  • hohe Verdaulichkeit der Energie der Ration,
  • hohe Energiekonzentration der Ration,
  • gute Verzehrseigenschaften der Ration,
  • langfristige Fütterungsabschnitte - konstante Rationsbestandteile sowie
  • ausreichender Gehalt an Rohprotein.

  Leitlinie Bullenmast
 

Wirtschaftliche Situation

Die intensive Bullenmast ist unter den gegebenen Preisverhältnissen zunächst nicht kostendeckend zu gestalten. Seit 2006 hat sich die wirtschaftliche Situation der spezialisierten Rindermäster,  vor allem aufgrund der stark gestiegenen Futterkosten,
dramatisch verschlechtert. Unter den derzeitigen Preis-/Kostenverhältnissen ist eine nachhaltige Rindermast nicht möglich ( Ökonomie und Markt).