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Schafe und Ziegen sind die am weitesten verbreiteten Haustiere - sie kommen in fast allen Ländern der Erde vor. Das Hausschaf (Ovis orientalis aries) ist die domestizierte Form des Mufflons. Die Hausziege stammt im Wesentlichen von der Wildziegenart Bezoar (Capra hircus) ab. Schaf und Ziege spielen in der Geschichte der Menschheit seit Jahrhunderten eine Rolle als Milch-, Fleisch- und Wollelieferant. In der heutigen Zeit haben sie auch eine große Bedeutung bei der Landschaftspflege. Die einzigartig flexible Nutzung durch die Hütehaltung sichert neben der Offenhaltung der Landschaft auch das Fortbestehen geschützter Tiere und Pflanzen.
In Thüringen leben derzeit ca. 200.000 Schafe und 17.500 Ziegen.
Auf stabile Herdbuchbestände kann der Landesverband Thüringer Schafzüchter e. V. mit 11. 611 Mutterschafen in 20 Rassen verweisen. Dabei werden vorwiegend in größeren Beständen die Wirtschaftsrassen mit über 70 % von den Züchtern bearbeitet. Der Rest gehört der Rassegruppe Landschafe an und wird von Züchtern im Hobby- und Nebenerwerbsbereich gehalten. Der Landesverband Thüringer Ziegenzüchter e.V. betreut neun Rassen mit 950 Tieren im Herdbuch.
Der Thüringer Waldziege kommt aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte eine besondere Bedeutung zu. Thüringer Züchter halten mehr als 25 % des Bestandes der Bundesrepublik.
Entwicklung der Tierzucht in Thüringen
Ergebnisse Stationsleistungsprüfung bei Schafen
Schafe und Ziegen werden artgerecht und vergleichsweise naturnah gehalten. Die kalten Monate verbringen Schafe aufgrund des rauen Klimas in Thüringen vorwiegend im Stall. Hier kommen auch 70 % aller Lämmer zur Welt. Von April bis November ist der überwiegende Anteil der großen Herden mit Schäfer und Hunden unterwegs zur Nutzung und Pflege sonst unwirtschaftlicher Flächen.
Merkblatt: Schafhaltung in Kleinstbetrieben
Die Vereinbarung zwischen den Landesanstalten der Freistaaten Thüringen und Sachsen sowie dem Pferdezuchtverband bildet die Grundlage einer intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit in allen züchterischen und tierzuchtrechtlichen Belangen in der Pferdezucht.
Die Schwerpunkte der zuchtleitenden Tätigkeit liegen, neben Stellungnahmen und Gutachten zu verschiedenen fachlichen Aspekten, in der tierzüchterischen Aufsicht über die Besamungsstationen in der Anerkennung von Vatertieren und der Zuchtwertfeststellung der äußeren Erscheinung bei Hengsten und Stuten aller Rassen sowie der Beurteilung der Fohlen anlässlich der Nachzuchtbewertungsveranstaltungen.
Im Rahmen von Stations- und zunehmend auch Feldprüfungen werden die Leistungsveranlagungen der Stuten und Hengste je nach Zuchtrichtung festgestellt.
Die Veröffentlichung einer regelmäßig aktualisierten Zuchtwertschätzung sowie die Information über Ergebnisse der Leistungsprüfung und Zuchtwertfeststellung in der hippologischen Fachpresse sind unterstützende Faktoren einer leistungsorientierten Pferdezucht in Thüringen.
Ergebnisse Leistungsprüfung
Entwicklung der Tierzucht in Thüringen
Die landwirtschaftliche Wildwiederkäuerhaltung ist ein extensiver, nachhaltiger und auf Gewinn zielender landwirtschaftlicher Produktionszweig, in dem Dam-, Rot-, Sika- und Muffelwild mit dem vorrangigen Ziel der Fleischerzeugung und der Landschaftspflege tiergerecht gehalten werden.
Frei werdende Grünlandflächen, ein aufnahmefähiger Wildfleischmarkt und die Bereitschaft der Landwirte für die Erschließung neuer Einkommensquellen sind die Basis für die rasante Entwicklung der Wildhaltung in Thüringen. Der geringe Selbstversorgungsgrad, die naturnahe Haltung sowie Frische und Qualität des erzeugten Wildfleisches sprechen für eine weiteren Zuwachs dieser tier- und umweltgerechten Produktionsrichtung. Viele Wildhalter führen das Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität Thüringen“ für Gehegewildfleisch.
Die von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) herausgegebene „Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Landwirtschaftlichen Wildwiederkäuerhaltung“ ist die Grundlage für die Errichtung, Erweiterung und das Betreiben einer landwirtschaftlichen Wildwiederkäuerhaltung in Thüringen. Sie beschreibt die einzuhaltenden Anforderungen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes sowie der Landwirtschaft.
Der Landesverband Landwirtschaftlicher Wildhalter e.V. Thüringen (LLWTH) ist der Interessenvertreter und Dienstleister aller Thüringer Wildhalter. Er führt gemeinsam mit der TLL die jährliche Fortbildung der Wildhalter durch.
Leitlinie Wildwiederkäuerhaltung