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Der Klimawandel könnte sich auf die Bedingungen für den Pflanzenbau in Thüringen durch erwärmungsbedingt längere Vegetationsperioden und größeren Wassermangel auswirken. Unter heutigen Marktbedingungen ist die Bewässerung in Thüringen wirtschaftlich nicht sinnvoll, weil keine kostendeckenden Preise für den Mehrertrag erzielt werden. Ausnahmen sind der Feldgemüse- und Obstbau sowie Sonderkulturen. Diese Situation kann sich aber durchaus ändern, wenn die Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Produkte steigen. Das ist mit voranschreitender Klimaerwärmung und steigender relativer Vorzüglichkeit der Thüringer Bedingungen (trotz absolut gesehen komplizierter werdenden Nutzungsbedingungen!) eine realistische Annahme.
Die Landwirte brauchen dann für die Anpassung an diese Situation und zur Nutzung der sich ergebenden Chancen eine Planungshilfe, mit der fruchtartbezogener Zusatzwasserbedarf nach Menge und Zeitspanne für betriebliche Lösungen schnell ermittelt werden können. Außerdem muß die Verfügbarkeit des benötigten Wassers gegeben sein. Über die
Info-Plattform „Zusatzwasser“ werden deshalb die
Planungshilfe BERWA und Informationen über die Kleinspeicher mit ehemals landwirtschaftlicher Nutzung (die sogen.
"Herrenlosen Speicher“) angeboten. Mit BERWA kann unmittelbar lagekonkret für die Thüringer InVeKoS-Feldblöcke (jeweils aktueller Stand) gearbeitet werden; die Bodenwasserbereitstellung ist hier als Basisinformation hinterlegt.
Betriebe, die aktuell beregnen, können zur Unterstützung der operativen Steuerung die
Beregnungsberatung der TLL in Anspruch nehmen