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Inhalt

B19 Ortsumgehung Wernshausen/Niederschmalkalden

Ortsumgehung Wernshausen - Niederschmalkalden

1 alte Widerlager an der B 19 (18.05.2009) 2 Blick in nordwestliche Richtung; Standort: Nähe Bauanfang (18.05.2009) 3 Blick in südöstliche Richtung; Standort: alte Widerlager (18.05.2009) 5 Blick in Richtung Nordwesten; Standort: alte Widerlager  (18.05.2009) 07 Grundsteinlegung 08 Grundsteinlegung 09 Grundsteinlegung 10 Grundsteinlegung 12 Grundsteinlegung 15 Grundsteinlegung Vormontage Stahlbaugroßbauteile Kranmontage Stahlverbundträger Einhub Großbauteil Lückenschluss Stahlüberbau Schalwagen für Verbundplatte Schalwagen Fingerübergangskonstruktion Achse 120 (zul. Dehnweg 55 cm) Ansicht Ansicht des Bauwerkes - August 2012 Detailansicht Bauwerk - August 2012 Detailansicht Bauwerk - August 2012 Detailansicht Bauwerk - August 2012

 

     
     
Bauherr:    Bundesrepublik Deutschland
     
Entwurfsaufsteller:    Straßenbauamt Südwestthüringen
     
Entwurfsbearbeiter:    SEIB Ingenieur - Consult GmbH & Co. KG Würzburg
     
Baudurchführung Talbrücke:   ARGE Ed. Züblin AG / MCEStahl- und Maschinenbau GmbH u. Co, Linz
     
Grundsteinlegung:
   23.06.2010 (Talbrücke)
     
Baulänge:    3,93 km
     
Fahrbahnbreite:    8 m (RQ 10,5 mit verbreiterten Randstreifen)
     
Anzahl der Brücken:    2, davon eine ca. 630 m  lange Talbrücke über das Schmalkaldetal und die
    Ortslage Niederschmalkalden
     
geplante Bauzeit:  

2010 bis 2012

     
voraussichtliche Baukosten:    ca. 17 Mio €
     
     

 

 Beschreibung der Baumaßnahme:

Die Ortsumgehung Wernshausen - Niederschmalkalden im Zuge der B 19 ist im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes enthalten. Im Landesentwicklungsprogramm Thüringen und im Regionalen Raumordnungsplan Südthüringen, Teil B, ist die B 19 als überregionale Verkehrsachse Eisenach – Werratalachse mit vordringlichen Entwicklungszielen definiert.

Die B 19 verläuft in Nord-Südrichtung von Eisenach über Meiningen, Landesgrenze Thüringen/Bayern, Mellrichstadt, Bad Neustadt a. d. Saale über Würzburg nach Ulm. Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem thüringischen und dem unterfränkischen bzw. südfränkischen Raum dar. Die Ortsumgehung Wernshausen - Niederschmalkalden ist eingepasst in ein Gesamtkonzept zur großräumigen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für die B 19 im Raum Barchfeld bis Meiningen. Erst mit der Realisierung des gesamten Streckenabschnittes zwischen Waldfisch und Wasungen wird eine ausreichende Streckenleistungsfähigkeit erreicht. Mit dem schrittweisen Neubau der B 19 wird wesentlich dazu beigetragen, eine funktionsfähige verkehrliche Erschließung der Regionen zu erreichen, die zur Förderung der Wirtschaftsstruktur in der Region beiträgt. Die Verkehrsbelastungen der B 19 liegen auf den freien Strecken zwischen 8.000 bis 12.000 Kfz/24h, die Ortsdurchfahrten sind wegen des wachsenden Binnenverkehres um ca. 3.000 bis 5.000 Kfz/24h höher belastet. Aufgrund des Ausbaustandards, der teilweise noch fehlenden Umgehungsstraßen, der oft engen und winklig geführten Ortsdurchfahrten und einer Vielzahl von niveaugleichen Bahnübergängen treten bei diesen Verkehrsmengen erhebliche Defizite im Hinblick auf Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Verkehrsablaufes auf.

Die alte B 19 führt geländenah aus Richtung Süden kommend über den Fluss Schmalkalde und niveaugleich über die Bahnstrecke Wernshausen – Schmalkalden – Zella-Mehlis. Anschließend erfolgt mit Hilfe einer Lichtsignalanlage die Verknüpfung mit der L 1026. Dann steigt die B 19 mit einer hohen Längsneigung geländenah kurvenreich in Richtung Fambach an. Hier erfolgt dann die Weiterführung der B 19 auf der schon Anfang der 1990er Jahre gebauten Ortsumgehung Breitungen.

Die Ortsumgehung Wernshausen - Niederschmalkalden soll den Lückenschluß zwischen der bereits zweistreifig fertiggestellten Ortsumgehung Breitungen und der fertiggestellten Ortsumgehung Schwallungen (RQ 10,5 + Zusatzfahrstreifen) bilden. Die geplante Baulänge beträgt 3,93 km und schließt die Talbrücke Schmalkaldetal mit einer Länge von ca. 630 m ein. Die Trassenführung nutzt zwischen dem Bauanfang und der Schmalkaldetalbrücke den bestehenden Erdkörper der Werratal-Autobahntrasse, die vor dem 2. Weltkrieg geplant und bis 1941 auf einem Teilstück bis einschließlich des Planums gebaut wurde. Das nördliche Widerlager der Schmalkaldetalbrücke bildet das südliche Ende des damaligen Autobahnbaues. Unmittelbar südlich der Talbrücke wird über eine neue Anschlußstelle die L 1026neu planfrei verknüpft. Die Planung zur Umverlegung der Landesstraße im Abschnitt Schmalkalden - Niederschmalkalden (z. Zt. 7 Bauwerke im Bau) wurde in den vorliegenden Unterlagen berücksichtigt.

Die vorhandene Kreuzung der B 19 (alt) mit der L 1026 (alt) im Ortsbereich von Niederschmalkalden (“Zwick” - NK 5228002) gilt als Unfallschwerpunkt bei Ausfall der Lichtsignalregelung. Ursachen hierfür sind die unübersichtliche Zufahrt von Wernshausen sowie die Gefällestrecke aus Richtung Todenwarth. Der Verkehr der B 19 wird diese Kreuzung, wie auch die gefährliche Einmündung der Ernst - Thälmann - Straße nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke nicht mehr frequentieren. Die bereits erwähnte Steigung zwischen Zwick und der Todenwarth führt bei Fahrbahnglätte zwangsläufig zu erheblichen Verkehrsstörungen, verursacht durch ungeeignete Bereifung bei einem Teil des beachtlichen Schwerlastverkehrs. Durch die Verlagerung der B 19 und der L 1026 in Richtung Schmalkalden vereinfachen sich die Verkehrsverhältnisse auch für Fußgänger vornehmlich an der Kreuzung Zwick. Mit dem Bau der Schmalkaldetalbrücke ist der Verkehr auf der B 19 vom Gefahrenpunkt durch die schienengleiche Bahnquerung der B 19 (alt) mit der Strecke Schmalkalden - Wernshausen (Süd-Thüringen-Bahn) befreit. Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse ist der Bau der Ortsumgehung dringend notwendig.

Die Ortsumgehung Wernshausen – Niederschmalkalden im Zuge der B 19 folgt der alten geplanten Trassenführung, da im Bereich der alten Autobahntrasse größtenteils die Grundstücke der Straßenbauverwaltung zur Verfügung stehen. Im Süden wird südlich der Schmalkalde das neue Widerlager der Talbrücke errichtet. In diesem Bereich erfolgt auch die Verknüpfung mit der neutrassierten L 1026 niveaufrei. Die Ortslage Niederschmalkalden und die Bahnstrecke werden komplett mit der Talbrücke überquert. Das vorhandene nördliche Widerlager wird weiterverwendet. Dann bewegt sich die Trasse auf der schon hergestellten Trasse Richtung Fambach. Hier wird die alte B 19 als zukünftige Gemeindeverbindungstraße niveaufrei gequert und anschließend verläuft die neue B 19 auf der vorhandenen Dammlage. Nordwestlich der Ortslage Fambach wird die Anbindung zur vorhandenen Ortsumgehung Breitungen hergestellt. Die vorhandene niveaufreie Verknüpfung zwischen B 19 und L 1024 wird beibehalten.


Die Ausführung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgt zeitnah nach Abschluss der Bauarbeiten. Als Ausgleich und Ersatz für die geplanten Neuversiegelungen wurde ein umfangreiches Maßnahmekonzept erarbeitet. Unter anderem erfolgt die Schaffung eines strukturierten Offenlandbiotopes, die Anlage eines 10 m breiten Pufferstreifens an bestehenden Ufergehölzen entlang der Werra und landschaftstypisch strukturierte lineare Bepflanzungen.

 Bautenstand November 2011:

- Pfeiler, Widerlager und Stahlverbundüberbau einschließlich Kappen sind fertig gestellt.

- Die Fingerübergangskonstruktionen sind eingebaut und in Funktion
   (zulässige Dehnwege Achse 10 = 66,5 cm /   Achse 120 = 55 cm )

- Es erfolgten die Komplettierung der Bauwerksentwässerung und die Sanierung des Bestandswiderlagers

 Bautenstand August 2012:

 - Die Bauwerksgeländer sind montiert und die Ausstattung der Widerlager sind fertiggestellt.

-  Zur Zeit erfolgen die Abdichtungsarbeiten des Überbaus und der Geländeregulierungen
    sowie der Rückbau der Baustraße.