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Sanierung, Umbau und Erweiterung
Bauwerksart: Polizeidienstgebäude Verwaltungsgebäude
Hauptnutzfläche: 1.869
m²
Gesamtbaukosten: 5,62 Mio.
zuständiges Bauamt: Staatsbauamt
Erfurt
Architekt: H. Gunkel, Worbis Am Woog, Darmstadt
Foto: Michael Miltzow, Weimar (www.bildwerk-weimar.de)
Baubeschreibung Anfang der 90er Jahre wurde die ehemals von der
Volkspolizei Kreisamt und des Liegenschaftsdienstes der ehemaligen DDR genutzte
Liegenschaft in der Petristraße dem Land zugeordnet. Seitdem wurde sie
von der Polizeiinspektion und dem Katasteramt Heiligenstadt genutzt, war aber
sanierungsbedürftig und entsprach nicht den Anforderungen an eine
funktionsgerechte Nutzung. In den Jahren 2001 und 2002 wurde die Liegenschaft
für die zwei Dienststellen mit ihren rund 100 Bediensteten hergerichtet.
Das Raumprogramm umfasst insgesamt 1.870 m² Hauptnutzfläche. Im Zuge
der Baumaßnahme wurde das 1969 in Stahlbeton-Montagebauweise errichtete
fünfgeschossige Hauptgebäude saniert, umgebaut und durch einen Anbau
erweitert. Dabei wurden die gesamten Außenanlagen des rund 7.800 m²
großen Grundstücks neu gestaltet.
Maßnahmenschwerpunkt
war zum einen der auf Grund des Raumbedarfs beider Nutzer mit einer neuen
Belegungsplanung verbundene fünfgeschossige Anbau. Dieser wurde mit einer
Fuge, in der die Vertikalerschließung des Katasteramts liegt und ein
separater Zugang für das Katasteramt angeordnet ist, zum Bestand
abgesetzt. Polizei und Katasteramt bilden nach der neuen Konzeption getrennte
Funktionsbereiche. Im Bestand erfolgte eine Sanierung des gesamten
Innenbereichs einschließlich der Heizungs-, Lüftungs-, Elektro- und
Sanitärinstallation. Bei der Neugestaltung der Fassaden wurde ein
Wärmedämm-Verbundsystem auf die vorgehängten
Stahlbeton-Wandplatten aufgebracht. Die vorhandenen PKW-Garagen der Polizei
wurden mit entsprechenden Dämmaßnahmen und Installationen
nachgerüstet um eine Beheizung zu gewährleisten. Das Katasteramt
erhielt im rückwärtigen Grundstücksbereich eine Garage für
vier Kleinbusse. Hier entstand ein neuer Parkplatz für Bedienstete, der
über den benachbarten städtischen Parkplatzbereich erschlossen wird.
Zur Erschließung des Polizeihofs und der neuen Parkierungsflächen
wurden die Zufahrtsstraßen und Gehwege entsprechend dem
Geländeprofil neu terrassiert.
Verfahren Das Projekt
wurde nachträglich in das Programm der alternativen Finanzierung
aufgenommen und entsprechend der Verfahrensweise nach dem Thüringer Modell
abgewickelt. Nach Genehmigung der optimierten Entwurfsplanung im März 2000
wurden die Verdingungsunterlagen erarbeitet und die Bau- und
Finanzierungsleistungen im Juli 2000 EWR-weit öffentlich ausgeschrieben.
Finanzier ist die DIL Deutsche Immobilien Leasing GmbH, Düsseldorf, als
Bieter mit dem annehmbarsten Finanzierungsangebot, mit deren für diese
Maßnahme gegründete Objektgesellschaft, der TACET
Grundstücks-Vermietungsgesellschaft nach Zustimmung durch den Haushalts-
und Finanzausschuss im Dezember 2000 ein Nutzungsrechts- und
Nutzungsüberlassungsvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen
wurde. Die Beauftragung erfolgte dabei im Zusammenhang mit der Vergabe der
Finanzierungsleistungen für die vier weiteren Polizeibauprojekte
Verkehrspolizeiinspektion Gotha Standort Waltershausen, Polizeiinspektion
Erfurt-Süd und Verkehrspolizeiinspektion Erfurt sowie der
Polizeiinspektionen Apolda und Gera-Süd. Als Bieter mit dem annehmbarsten
Bauangebot für die schlüsselfertige Ausführung wurde von der
Objektgesellschaft TACET, die mit ihrem Finanzierungsmodell die Bauherrenschaft
übernommen hatte, für das Projekt in Heiligenstadt die
Bauunternehmung Walterbau AG vereint mit Dywidag, Bereichsleitung Erfurt,
als Generalunternehmer beauftragt. Für die Qualitätskontrolle
während der Bauausführung war die DIL-Baumanagement GmbH Leipzig
zuständig, die diese Leistungen im Zusammenarbeit mit den Planern und der
Bauverwaltung erbrachte.
Zeitablauf 09/1995 Bedarfsanforderung
genehmigt 08/1996 - 02/2000 HU-Bau mit Ergänzungen 03/2000
12/2000 AFU-Bau / Verdingung 12/2000 Auftrag Bauen und
Finanzierung 02/2001 05/2002 Ausführung |