
Landesbau | Hochschulbau | Alternative Finanzierung | Zuwendungsbau | Bundesbau
Als "Landesbau" werden alle diejenigen Maßnahmen bezeichnet, die von der Staatlichen Hochbauverwaltung selbst in Auftrag gegeben werden und baubegleitend aus dem Landeshaushalt finanziert werden. Das auf diesem Weg realisierte Investitionsvolumen beträgt seit 1991 umgerechnet rund 2 Milliarden Euro. Um gute Arbeits-, Lehr- und Forschungsbedingungen zu schaffen, wurden zum Beispiel Hochschulen und Kliniken, Polizeidienststellen, Ministerien, Forst- und Finanzämter und nicht zuletzt Gerichte neu gebaut oder instandgesetzt.
Thüringer Institut für Lehrerfortbildung
Thüringer Landessternwarte Tautenburg
Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau
Umbau/Sanierung Staatliches Sportgymnasium Oberhof
Materialforschungs- und -prüfanstalt Weimar, Neubau Büro- und Laborgebäude, Coudraystraße 7-9
Neubau Polizeiinspektion Erfurt-Nord
Christliches Jugenddorf Hohenleuben - Umbau/Sanierung und Erweiterung
Erweiterung der Justizvollzugsanstalt Tonna
Ein besonderer Schwerpunkt des Staatshochbaus lag in der Entwicklung eines leistungsfähigen Hochschulwesens mit der Angleichung auf ein mit den alten Bundesländern vergleichbares Niveau. Für den Ausbau der vier Universitäten, vier Fachhochschulen, der Musikhochschule Weimar sowie des Universitätsklinikums in Jena wurden seit der Wiedervereinigung Bauprojekte mit einem Gesamtvolumen von insgesamt umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro geplant und bis heute bereits gut zu einem Drittel realisiert. Diese Projekte werden im Rahmen des Hochschulbauförderungsgesetzes zu knapp der Hälfte durch den Bund mitfinanziert. Das Land hat sich im "Hochschulpakt" mit den Hochschulen verpflichtet, diese Ausgaben trotz der angespannten Haushaltssituation bei jährlich 105 Millionen Euro festzuschreiben. Zusätzliche Mittel werden außerdem für forschungsnahe Hochschulbauprojekte aus dem Europäischen Fond EFRE eingesetzt.
Technische Universität Ilmenau
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek
FH Erfurt
Neubau Laborhalle
Klinikum der FSU Jena
Institut für Virologie-Neubau Laborgebäude
Klinikum der FSU Jena
Neubau Zentrales Forschunhsgebäude-Theoretikum
Studentenwerk Jena-Weimar
Sanierung Kindertagesstätte Fuchsgrund
Studentenwerk Jena - Weimar
Umbau/Sanierung Kindertagesstätte Seidelstraße, Jena
Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität; Zentrum für Molekulare Biomedizin
Umbau und Sanierung
Friedrich-Schiller-Universität Jena; Institut für Ernährungswissenschaften, Dornburger Straße 24
Innensanierung
Gesamtausbau der Fachschule Jena an der Carl-Zeiss-Promenade 2
Zweiter Bauabschnitt: Umbau/Sanierung
Fachhochschule Erfurt, Altonaer Straße 25a
Neubau Hörsaal- und Laborgebäude
Auf Grund des hohen Bedarfs an öffentlichen Baumaßnahmen des Landes, des verstärkten Einsatzes privater Dritter, sowie dem Gebot des sparsamen Umgangs mit Landesmitteln wurde das „Thüringer Modell“ zur Realisierung staatlicher Hochbaumaßnahmen entwickelt. Zielsetzung ist dabei die alternative Finanzierung von Baumaßnahmen, bei denen der Landeshaushalt nicht in der Bauphase, sondern erst mit der Nutzung des Gebäudes über einen längerfristigen Zeitraum von rund 20 Jahren belastet wird. Dabei wurden von 1996 bis 2001 1,03 Milliarden Mark in Landes- und Hochschulbaumaßnahmen investiert.
Erweiterung Fachhochschule Schmalkalden
Polizeiinspektion Erfurt-Süd und Verkehrsinspektion Erfurt
Polizeiinspektion Eichsfeld und Katasteramt in Heiligenstadt
Verkehrspolizeiinspektion Gotha, Standort Waltershausen
Regierungsviertel "Am alten Steiger", zweiter Bauabschnitt
Finanzamt und Katasteramt Pößneck
Erweiterung Thüringer Landtag, zweiter Bauabschnitt
Der weitaus größte Anteil an öffentlichen Bauinvestitionen, nämlich im Schnitt über 800 Millionen Euro jährlich, wird für sogenannte „Zuwendungsbauten“ verwendet. Das Land gibt wegen des besonderen Interesses an einem Bauvorhaben Zuschüsse an den Bauherrn, beispielsweise eine karitative Organisation. Der privatrechtlich organisierte Bauherr darf unter bestimmten, von der Landesregierung festgelegten Auflagen die freigegebenen Gelder zur Realisierung genehmigter Projekte (z.B. Krankenhausbauten, Pflegeheime, Forschungszentren, Schwimmbäder, Berufsschulen, Sportanlagen, Theater) nutzen. Die Staatsbauämter beraten die Zuwendungsempfänger, sie ermitteln die angemessenen und förderfähigen Kosten und überwachen die zweckgemäße Verwendung der Mittel.
Applikationszentrum in Ilmenau
Anwendungszentrum Mikrosystemtechnik Erfurt-Südost
Berufsschulzentrum Unstrut-Hainich-Kreis
Fleischerei-Berufsgenossenschaft
Wohn-und Übergangsheim in Eisenach
Predigerkirche und Predigerkloster Erfurt
Deutsches Nationaltheater Weimar
Südharz-Krankenhaus Nordhausen
Auch die Bundesministerien treten in Thüringen als Bauherren auf. Bestimmte Projekte von gesamtdeutscher Bedeutung, wie beispielsweise der Neubau des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt, werden aus Mitteln des Bundeshaushaltes finanziert. Die Planung und Bauausführung vor Ort werden allerdings von den landeseigenen Staatsbauämtern bzw. der Oberfinanzdirektion Erfurt beauftragt und überwacht. Sie unterliegen dabei den fachlichen Weisungen der Bundesministerien für Verkehr-, Bau- und Wohnwesen bzw. Verteidigung. Die Investitionssumme beträgt von 1991 bis 2002 umgerechnet 826 Millionen Euro.
Bundesarbeitsgericht in Erfurt