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L2287 Ortsumgehung Heldrungen
| Bauherr: | | Freistaat Thüringen |
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| Entwurfsaufsteller: | | Freistaat Thüringen, Straßenbauamt Nordthüringen |
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| Entwurfsbearbeiter: | | INVER - Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen GmbH Beratende Ingenieure 99064 Erfurt |
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| Baudurchführung: | | Mütze & Rätzel – Bauunternehmen GmbH & Co KG Wohlmirstedt |
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| Baulänge: | | 1.965 m Hauptstrecke L 2287 410 m Oldislebener Weg |
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| Fahrbahnbreite: | | RQ 10,5 ; 2- streifige Landesstraße Fahrbahnbreite = 8,00 m 1 Kreisverkehrsplatz, Durchmesser = 45 m |
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| Anzahl der Brücken: | | 2 Brückenbauwerke Bauwerk 1 (21,96 m) über Oldislebener Weg Bauwerk 2 (31,54 m) über Helderbach, Unstrutradweg |
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| Bauzeit: | | 10/ 2008 - 08/ 2010 |
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| Kosten: | | ca. 8,50 Mio € für das Gesamtbauvorhaben |
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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.
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Bau der Ortsumgehung Heldrungen in Bildern
Beschreibung der Baumaßnahme:
Durch den Neubau der Bundesautobahn A 71 Erfurt- Sömmerda- Artern- Sangerhausen(A 38) werden Verkehrsverlagerungen im Raum Heldrungen - Oldisleben erwartet. Die Verlegung der L 2287 als Ortsumgehung (OU) Heldrungen ist damit von entscheidender Bedeutung für die verkehrliche und raumordnerische Wirkung der A 71.
Eine hohe Verkehrsbelastung innerhalb der Ortsdurchfahrt Heldrungen, die ungünstige Linienführung und der zu geringe Querschnitt im Bereich der Knotenpunkte, genügte nicht den Anforderungen einer Straße mit hoher Verbindungsfunktion. Engstellen, fehlende Haltesichtweiten und die Tatsache, dass der Begegnungsfall LKW – LKW sowie PKW – PKW nicht möglich waren, beeinträchtigten die Verkehrssicherheit.
Durch den Bau der OU Heldrungen konnten:
- vorhandene Sicherheits- und Leistungsfähigkeitsdefizite im Zuge der B 86/ L 2287
abgebaut werden
- die Erreichbarkeit und Erschließung der gesamten Region verbessert werden
- bestehende und potenzielle Gewerbestandorte im Einzugsgebiet optional an die
A 71 angebunden werden
- die Ortslage vom Durchgangsverkehr wirksam entlastet werden, womit eine
deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht wurde.
Die Baumaßnahme begann an der bestehenden Bundesstraße B 86, westlich von Heldrungen, mit dem Neubau eines Kreisverkehrsplatzes und endete nördlich von Heldrungen in einer vorhandenen Kreisverkehrsanlage. Die Ortsumgehungstrasse kreuzt den Oldislebener Weg sowie den Helderbach mit dem Unstrutradweg.
Es erfolgte ein Straßenaufbau von insgesamt 80 cm Gesamtdicke bestehend aus:
- 4 cm Deckschicht
- 8 cm Binderschicht
- 14 cm bituminöser Tragschicht
- 54 cm Frostschutzschicht.
Innerhalb des Baufeldes galt es, zwei archäologische Fundstätten als Bodendenkmale zu sichern und zu dokumentieren. Die zwischen April und Oktober 2008 durchgeführten Ausgrabungen brachten Funde von der Jungsteinzeit (um 5000 v. Chr.) bis in die Völkerwanderungszeit (5./ 6. Jh. n.Chr.) zu Tage. Zu den herausragenden Funden gehört ein Friedhof der Schnurkeramik (spätere Jungsteinzeit um 2200 v. Chr.) mit Hockerbestattungen, denen Keramigefäße und Schmuckgegenstände begegeben waren.
Insgesamt wurden für die OU Heldrungen 8,50 Mio € ausgegeben. Dabei waren Aufwendungen für die archäologische Sondierung des Baufeldes, die Sicherung und Umverlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen und die sehr umfangreichen Arbeiten zur Stabilisierung des Baugrundes bzw. zur Schaffung der Tragfähigkeit des Straßenkörpers von entscheidendem Einfluss auf die Kosten. Der wesentliche Teil der Finanzierung (70 %) erfolgte über den Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), der Rest aus Mitteln des Freistaates Thüringen.