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Mitteldeutscher Bildungskongress 2008 in Thüringen

3. Mitteldeutscher Bildungskongress
 „Qualität im Bildungswesen – Mitteldeutsche Profile“

Am 20. November 2008 fand der 3. Mitteldeutsche Bildungskongress in Erfurt statt. Zwei Tage nach der Bekanntgabe der PISA-Länderergebnisse haben die 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über “Qualität im Bildungswesen – Mitteldeutsche Profile“ diskutiert. Ministerpräsident Dieter Althaus eröffnete die hochkarätig besetzte Veranstaltung. Neben den Kultusministern der drei mitteldeutschen Länder Prof. Dr. Roland Wöller (Sachsen), Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz (Sachsen-Anhalt) und Bernward Müller (Thüringen) konnten mit Prof. Dr. Hans Döbert vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung Berlin und Prof. Dr. Peter Fauser vom Institut für Erziehungswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena zwei prominente Wissenschaftler gewonnen werden.

Thüringens Kultusminister Bernward Müller sagte im Vorfeld: „Bilanz des bisher Erreichten ziehen, Erfahrungen austauschen, Impulse und Ideen entwickeln, länderübergreifend in bildungspolitischen Fragen zusammenarbeiten – das sind die Ziele des inzwischen 3. Mitteldeutschen Bildungskongresses. In diesem Jahr steht das Thema ‚Qualität im Bildungswesen – Mitteldeutsche Profile’ im Focus. Wir haben den Ehrgeiz, den mitteldeutschen Raum bundesweit zum Motor für bildungspolitische Innovationen weiterzuentwickeln. Nicht Debatten über Schulstrukturen, sondern über Schulqualität führen zum Erfolg. Nicht die eine Schule für alle, sondern die richtige Schule für jeden, ist das erfolgreiche Modell der Zukunft.“

Dabei sei, so Minister Müller weiter, die Qualität des Unterrichts wichtigster Faktor. Das sei die entscheidende Lehre aus den internationalen Leistungsstudien. Pädagogen und Bildungspolitiker hätten verschiedene Konzepte entwickelt, wie die Qualität im Unterricht gesteigert werden könne. Im Dialog zwischen Wissenschaftlern, Schulpraktikern und den mitteldeutschen Kultusministern wurde auf diesem Kongress ergründet, welche Merkmale von Unterrichtskultur den Lernerfolg besonders fördere.

„Die eigenverantwortliche Schule ermöglicht dabei neue Wege für Unterrichtsqualität auf höchstem Niveau und schafft lernfreundliche Rahmenbedingungen. Wachsende Freiheit und Evaluation, die Einbindung des sozialen Umfelds, die Gestaltung von Schule als Lern- und Lebensraum kennzeichnen diesen Weg. Weg von detaillierten Gestaltungsvorschriften hin zur Ergebniskontrolle, weg von der Input-Orientierung hin zum Outcome-Denken – so lautet der mit PISA eingeleitete Paradigmenwechsel“, so Minister Müller abschließend