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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz - Blog

Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber Innenminister
Prof. Dr. Peter M. Huber

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit der tödlichen Beißattacke von Oldisleben am 21. Mai 2010, bei der ein dreijähriges Mädchen von den vier Kampfhunden ihrer Tante grausam zu Tode gebissen wurde, erreichen das Innenministerium zahlreiche Zuschriften mit unterschiedlichster Zielsetzung. Die Extremposition auf der einen Seite fordert das sofortige Verbot von Kampfhunden, ohne allerdings zu erläutern, was das Verbot bedeuten soll, etwa Einziehung und Tötung der Hunde. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Zuschriften, die neue, über die jetzige Thüringer Gefahrenhundeverordnung hinausgehenden rechtlichen Bestimmungen ablehnen oder allenfalls eine allgemeine Haftpflichtversicherung und/oder einen Hundeführerschein fordern.
 
Das Thüringer Innenministerium hat bereits am 26. Mai 2010 angekündigt, dem Grundprinzip, wonach der Hundehalter die volle Verantwortung für seine Hunde trägt, noch stärker zur Geltung bringen zu wollen. Dazu ist eine Überführung der Bestimmungen der Thüringer Gefahrenhundeverordnung in ein "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren" notwendig. Der Gesetzentwurf liegt nun vor und wurde von der Landesregierung auf der heutigen Kabinettsitzung (22.06.2010) in erster Befassung gebilligt. Regelmäßig werden nach der ersten Beratung im Kabinett die betroffenen Verbände angehört.
 
Um auch den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Meinung in den Gesetzgebungsprozess einbringen zu können, wird der Gesetzentwurf ab heute bis zur zweiten Befassung im Kabinett zur Diskussion gestellt. Sie können ihre Meinung entweder offen durch einen Beitrag im Blog äußern oder - nichtöffentlich - uns durch eine  E-Mail ihre Meinung mitteilen.
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Medieninformation 25/10 vom 22.06.2010 (Audiodatei)

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Landesregierung billigt Referentenentwurf
des „Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren“

© Thüringer Innenministerium

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Die Eckpunkte des Gesetzentwurfs

Das Gesetz definiert, was gefährliche Hunde sind:
a: Hunde aus entsprechender Zucht (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung),
b: Hunde, die auffällig geworden sind, z.B. durch Beißen, Hetzen, übermäßige Kampfbereitschaft (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung). Für die auffälligen Hunde kann wie bislang ein Wesenstest angeordnet werden, um die Gefährlichkeit festzustellen.
c: Neu ist die Aufzählung von mehreren Hunderassen, für die durch das Gesetz die Gefährlichkeit festgestellt wird. Als gefährlich werden exemplarisch im Gesetzentwurf insbesondere folgende Rassen eingestuft: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier (vgl. Oldisleben), Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden.
 
Durch das geplante Gesetz wird eine Erlaubnispflicht für diese gefährlichen Hunde eingeführt. Die Voraussetzungen dafür, dass diese Erlaubnis erteilt wird, sind:
- der Halter muss mindestens 18 Jahre alt sein,
- der Halter muss eine Sachkundeprüfung bestehen (mit dem gefährlichen Hund, nicht auf andere gefährliche Hunde übertragbar),
- es dürfen keine Zweifel über die Zuverlässigkeit des Halters bestehen, d. h. es dürfen z. B. keine Vorstrafen wg. Raub, Zuhälterei, Drogen oder Trunkenheitsfahrten vorliegen,
- der Halter muss den Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung nachweisen.
- Eine wesentliche Neuregelung des Gesetzentwurfs besteht darin, dass Personen, die sich einen gefährlichen Hund anschaffen möchten, den besonderen Bedarf an diesem Hund nachweisen müssen, der nicht durch Hunde anderer Rassen gedeckt werden kann.
Der Gesetzentwurf stellt Regeln für die Haltung gefährlicher Hunde auf. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Hunde so gehalten werden müssen, dass Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet werden. Gefährliche Hunde sind zudem im sicheren Gewahrsam zu halten. Die Halter müssen darüber hinaus ein Warnschild am Zaun oder an der Wohnungstür anbringen, um vor dem gefährlichen Hund zu warnen. Für gefährliche Hunde wird zudem eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, um die Identifizierbarkeit der Hunde zu gewährleisten (z. B. Chip oder Tätowierung).
 
Der Gesetzentwurf enthält auch ein Verbot des Handels mit gefährlichen Hunden. Die Einfuhr der im Gesetzentwurf konkret genannten Rassen ist bereits durch Bundesgesetz verboten. Das Gesetz soll zudem die Zucht von gefährlichen Hunden verbieten. Zur Durchsetzung dieser Vorschrift müssen alle Hunde der konkret genannten Rassen drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes oder spätestens mit Erlangung der Geschlechtsreife der Hunde unfruchtbar gemacht werden. Hunde dürfen außerdem nicht durch Zuchtauswahl, Ausbildung oder Haltung zu gefährlichen Hunden gemacht werden.
 
Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein)
 
Ausnahmen von Warnschild, Kennzeichnung, Haftpflichtversicherung und Unfruchtbarmachung gelten für Hunde von Touristen oder von Personen, die sich nicht länger als vier Wochen in Thüringen aufhalten.
 
Verstöße gegen dieses Gesetz können als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden (bislang 5.000 Euro nach der Gefahrenhundeverordnung). Die Hunde können zudem eingezogen oder auch eingeschläfert werden, wenn der Eigentümer nicht die Erlaubnis erhält bzw. diese entzogen bekommt oder die Hunde entsprechend auffällig geworden sind.
 
Die geplanten Neuregelungen erleichtern vor allem den Vollzug der Vorschriften, da sie den zuständigen Behörden jetzt mehr Anlass bieten, Hundeführer und Hundehalter der konkret genannten Rassen anzusprechen und nach deren Erlaubnis für das Halten der Hunde oder nach Altersnachweisen zu fragen sowie die Zuverlässigkeit der Hundeführer und die Haltungsbedingungen zu überprüfen.

 

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299 Kommentare auf diesen Blog
  
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Der Blog wurde geschlossen

17.06.2011 08:58:00 von Thomas Mau, Pressereferent im Thüringer Innenministerium
Gestern wurde im Landtag das Gesetz verabschiedet. Es ist in der Landtagsdokumentation einsehbar (DS 5/ 2900). Dieser Blog wurde daraufhin geschlossen. Vielen Dank an alle Beteiligten.
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Beschlussempfehlung des Innenausschusses (Drs. 5/2900) zum Entwurf des Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren (Drs. 5/1707)

15.06.2011 09:28:00 von Uwe Albrecht
(1.) Erlaubnispflicht:

Die Antragsfrist bis zum vollendeten 8. Lebensmonats des Hundes nach § 4 Abs. 2 Satz 2 des vom Innenausschuss vorgelegten Gesetzesentwurfs bezieht sich auf § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2, also auf gefährliche Hunde aufgrund ihrer Rasse und auf gefährlich eingestufte Hunde aufgrund eines Wesenstests. Die Antragspflicht nach § 4 Abs. 2 Satz 3 dagegen bezieht sich auch auf als gefährlich eingestufte Hunde im Sinne von § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2. Der Bezug in § 4 Abs. 2 Satz 2 auf § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ist falsch und irreführend. Dieser Mangel findet sich bereits im Gesetzesentwurf der Landesregierung (siehe dort in § 3 Abs. 2 Satz 2 und 3).

(2.) Haftpflichtversicherung:

§ 10 Abs. 1 Satz 1 schreibt für gefährliche Tiere, wozu gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 auch gefährliche Hunde gehören, eine Haftpflichtversicherung vor. Aber schon nach § 2 Abs. 5 Satz 1 ist für Hunde eine solche Haftpflichtversicherung vorgeschrie-ben. Sofern § 10 Abs. 1 Satz 1 nur für gefährliche Tiere im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 1 gelten soll, so sollte dies auch entsprechend kenntlich gemacht werden, so wie es z.B. in § 16 Abs. 6 erfolgt.

(3.) Führen gefährlicher Hunde:

Die Aussage im allgemeinen Teil der Begründung der Landesregierung zum Entwurf des Gesetzes, dass die Person, welche einen gefährlichen Hund führen will, das 18. Lebensjahr vollendet haben muss, entbehrt der rechtlichen Grundlage. Aus § 12 ergibt sich nicht, dass der Führer eines gefährlichen Hundes mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben muss. § 6 Abs. 2, auf den in § 12 Abs. 1 verwiesen wird, benennt in seiner Nr. 3 einen wiederholten Verstoß gegen § 4 Abs. 1, der für Tierhalter ein Mindestalter von 18 Jahren vorschreibt. Andererseits ist das Führen nicht mit der Obhut im Sinne von § 10 Abs. 2 gleichzusetzen (siehe dazu auch die Begründung zu § 9 Abs. 3 und § 11 des Gesetzesentwurfs der Landesregierung). § 12, der das Führen gefährlicher Hunde regelt, verweist auch nicht auf § 10 Abs. 2. Damit darf nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf sowohl der Landesregierung als auch des Innenausschusses ein 10jähriges Kind einen gefährlichen Hund – zumindest einmalig – ausführen.

Fazit:

Sowohl der Entwurf der Landesregierung als auch der Gesetzesentwurf des Innenausschus-ses sind nicht von Anfang bis Ende durchdacht bzw. handwerklich ausgereift. Sollte das Ge-setz so oder so beschlossen werden, dürfte es - im Vollzug, z.B. bei Bußgeldverfahren oder verwaltungsrechtlichen Anordnungen - in einigen Punkten rechtlich nicht belastbar sein.
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Rasseliste wird nun doch Gesetz - Regierungskoalition ignoriert (erneut) Ergebnis der Anhörung

11.06.2011 01:09:00 von Sabine Berninger
Zur Info an Sie alle meine Pressemitteilung vom 10.06.2011: Im Anschluss an die heutige Innenausschusssitzung und nach der Entscheidung durch die Koalitionsmehrheit, an der umstrittenen Rasseliste festhalten zu wollen, erklärt Sabine Berninger, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Innenausschuss:

„Nahezu alle Anzuhörenden haben den Vorschlag als fragwürdig, wissenschaftlich unbegründet und als nicht geeignet sowie wenig zielführend charakterisiert. Vor allem aber äußern die Anzuhörenden, die ein zweites Mal angehört wurden, größtenteils ihr Unverständnis darüber, dass der Änderungsvorschlag die Anhörungsergebnisse vollständig ignoriert.“

Angehört wurden Experten und Sachverständige, deren inhaltlich begründete Stellungnahmen eigentlich im Gesetzgebungsverfahren qualitativ einfließen sollten. „Diese Stellungnahmen einfach vom Tisch zu wischen, ist Ausdruck machtpolitischer Ignoranz und zeigt, welchen Wert parlamentarische Anhörungen für die CDU/SPD-Koalition haben - nämlich keinen“, resümiert Sabine Berninger.

DIE LINKE sieht sich hingegen durch die Ergebnisse der Anhörung bestärkt, an ihrer Position festzuhalten: Die Verantwortung für die Ungefährlichkeit eines Hundes liege beim Halter, und die Gefährlichkeit sei nicht an der Rasse festzumachen, sondern am individuellen Verhalten des Hundes. Dementsprechend wird die Fraktion DIE LINKE auch in der nächsten Woche bei der abschließenden parlamentarischen Beratung des Gesetzentwurfes einen eigenen Gesetzesvorschlag unterbreiten, der die wissenschaftlich und fachlich begründeten Einwände aufnimmt.
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Kommentar 4

14.05.2011 12:38:00 von Edda May
Es gibt so viele (vernünftige)Hundehalter dieser liebenswerten Rassen - auch diese sind Wähler!

SPD, CDU und Grüne stehlen Kindern Freunde und reissen Familien auseinander. Wer braucht sowas?





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Beitrag Ralf B

15.04.2011 10:14:00 von Oskar Graf
Derartige Forderungen auf "alle Hunde" anwenden zu wollen ist schwachsinnig und der Vergleich mit dem Waffenrecht ist völlig überzogen.
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Hundehaltung

08.04.2011 07:20:00 von ralf b.
Wesenstest für Hund und Halter, Chippflicht zur eindeutigen Zuordnug, Sachkundeprüfung, Prüfung der Zuverlässigkeit des Halters wie im Waffenrecht das wären die Eckpunkte über die ich nachdenke in Bezug auf die sich häufenden Unfälle und möglichen Straftaten durch Hundeangriffe. Das gilt für alle Hunde.
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Rassismus auf vier Beinen

06.04.2011 22:54:00 von Stephan Meyer
Man stelle sich vor, Unfallstatistik bundesweit, im Zusammenahng mit Unfällen mit tödlichem Ausgang wurde am häufgsten ein VW genannt = Konsequenz verbieten, oder in Stufe 1 (Maulkkorb) PS Begrenzung? Ich weiß sehr wohl das das absurd ist, aber durchaus eine Variante die einer Rasseliste entspricht. Der Hund kommt nicht als Kampfhund auf die Welt, er hat lediglich Anlagen rein körperlich die ihn in die Lage versetzten entsprechende Stärke zu haben. Mehr nicht. Es nutzt auch nicht viel bestimmte Rassen asurotten zu wollen, denn darauf zielt so etwas ab. Man sollte insgesamt auf allen Ebenen Maßnahmen treffen die eine gewisse Kontrolle ermöglicht. Daran müssen alle Hundehalter aus eigenem Interesse mithelfen. Viele Dinge, wie Kampf gegen unkontrollierte Vermehrung, Kampf gegen Gesetze und Verordnungen die einer Artgerechten Haltung entgegen stehen. Ich frage mich nur ob Deutschland wirklich in jeder Richtung immer einen Max machen muss. Sachliches Herangehen ist beinahe unmöglich. Eine reine Freude für Hundehasser die Wurst mit Rasierklingen gespickt über Zäune werfen, hier werden Argumente für solche geliefert. Jeder Fachmann oder Sachverständige greift sich an den Kopf, weil hier menschliche Fehler auf den Rücken der Tiere ausgetragen werden. Ich habe übrigens keinen Kampfhund im "Klassischen" Sinne, aber ein Hund der schon mal auf Listen zu finden war. Sachlich betrachtet passt diese Diskussion voll und ganz in das übliche Schema ... good luck for good vote ... Populismus erster Güte.
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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz

06.04.2011 19:06:00 von Thomas
Also mich kann es nicht fassen, da wird vor Jahren schon darüber diskutiert und festgelegt, dass Leute die nicht Gesetzteskonform leben solche Hunde nicht halten dürfen. Finde ich auch prima, wenn es nur auch durch die zuständigen Behörden Ordnungsämter der Städte und Gemeinden geprüft und dann auch durchgesetzt würde. Ne die lassen wir mal in Ruhe, das gibt nur Schwierigkeiten. Doch der normale Bürger musste damals schon mit seinem Hund einen Wesentest machen und vom Ordnungsamt nen Schein ausstellen lassen, dass er den Hund führen darf. Hat mich damals richtig Geld gekostet. Habe 12 Jahre nen American Pit Bull Terrier gehabt und der Hund hat nie bösartig auf jemanden reagiert. Es gibt übrigens ein Buch, welches die gnädigen Politiker/innen lesen sollten Die Wahrheit über den American Pit Bull Terrier. Danach sollten Sie mal überlegen an wem es liegt, wenn ein Hund beißt. Es liegt auch nicht an der Rasse. Wollen wir denn jetzt alle Terrier aus Deutschland verbannen ? Dann bitte auch die Jagterrier, denn ein Hund dem das Jagen nochmal beigebracht wurde wird wohl noch eher dem Instinkt folgen und jagen und somit auch beissen.
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Kommentar 9

08.03.2011 11:10:00 von Nancy H.
Ich besitze seit 5 Jahren einen "Kampfhund" (ich hasse dieses Wort!!!) und sie hat noch nie jemanden was getan. Sie verhält sich sehr sozial Menschen und anderen Hunden gegenüber. Sie wurde vor 3 Jahren von 2 anderen Hunden fast zu tode gebissen. Sie hat sich nicht gewehrt!!!! soviel zum Thema gefährliche Kampfhunde!!!! Ich verstehe nicht warum mein Hund über Nacht vom " normalen" Hund zum gefährlichen Hund wird?!?!?Er hat doch nichts gemacht.Das ist alles nur Abzocke!!! Da kostet der Wesenstest Geld, der Hundeführerschein, die Versicherung, der Chip und das Kastrieren auch!!! Und was bringt es dem Volk?????????? Richtig!!!!!! Nämlich nichts..... , weil die anderen Hunde nämlich auch Zähne haben. Laut der Statistik beisst der Schäferhund am häufigsten, gefolgt von Labrador usw.! Aber das interessiert die lieben Politiker nicht. Rottweiler und Co sind ja alles kleine Schmusekatzen. Sorry aber da platzt mir der Hals!!!!!!!! soviel Dummheit auf einen Haufen! ARMES DEUTSCHLAND!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Rassenliste wissenschaftlich unhaltbar

04.03.2011 09:59:00 von Juliane R.
Sehr geehrte Politiker, seit vielen Jahren wird nun schon eine Art Hetztirade auf bestimmte stigmatisierte Rassen gefördert. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rasse festgemacht werden kann. Dazu gibt es verschiedene Dissertationen und durchgeführte Tests von Fachmännern, welche allesamt zu dem Ergebnis gekommen sind, dass eine erhöhte Gefährlichkeit nicht von den sogenannten Kampfhunden ausgeht. Statt Rassen zu verbieten und selbige durch undurchdachte Gesetze in der Öffentlichkeit weiter zu diskriminieren, sollte das Augenmerk endlich auf den Halter gelegt werden. Statt Rassenliste, muss eine sinnvolle Eignungsprüfung des Halters erfolgen und das für jeden Hund, völlig egal welcher Rasse er angehört. Durch die Rassenliste wird ein Bild der Scheinsicherheit gezeichnet. Jeder Hund der nicht auf der Liste steht, wird von vornherein als ungefährlich eingestuft und doch geht immer eine Gefahr von Hunden aus. Diese Gefahr, auch wenn sie nur eine marginale Rolle im alltäglichen Leben darstellt, kann von einem Labrador ebenso ausgehen wie von einem Pitbull. In den falschen Händen, kann jeder Hund zur Waffe werden. Ich appelliere an Ihren Verstand und an Ihr Bestreben wahrhaftig einen erhöhten Schutz für die Bevölkerung erreichen zu wollen. Und das kann nur gelingen, wenn man prinzipiell jeden Hundehalter prüft, unabhängig der Hunderasse.
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Keine Rassenlisten !

25.02.2011 09:58:00 von Ana Springfeldt
Wer noch immer an der irrsinnigen Idee von Rassenlisten anhängt, muss sich doch bitte nur einmal vor Augen führen, was das bedeuten würde. Im Zeitraum von 10 Jahren ist es zu EINEM tragischen Unglück gekommen. Allerdings in den eigenen vier Wänden einer Familie. Wir erkennen, dass gegen einen Unfall im eigenen Haus kein Gesetz schützen kann. Bedenken wir doch bitte, was es heisst, wenn unzählige, völlig integere und sorgfältige Hundehalter mit absolut unschuldigen Familienhunden nun für EINEN einzigen kriminellen Hundehalter büßen müssen. Nur weil diese völlig unschuldigen Hunde "so ähnlich" aussehen, wie die Hunde, die durch die gewissenlose Halterin, selbst zum Opfer wurden. Wir dürfen nicht pauschal und völlig unbegründet diese vielen freundlichen Hunde und ihre Familien verfolgen. Der Schutz der Bevölkerung kann nicht durch unbegründete Verfolgung einzelner Hunderassen erfolgen, sondern durch strenge Durchsetzung der bestehenden Gesetze für Hunde ALLER Rassen. Hunde sind an der Leine zu führen, eine Versicherung muss Pflicht sein, unzuverlässige Hundehalter dürfen keine Hunde mehr halten. Setzen wir das durch, wird kein Mensch mehr durch Hunde gefährdet. mit besten Grüssen A, Springfeldt
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Kommentar 12

23.02.2011 16:23:00 von Andreas Schmidt
Ich bitte darum, die Kampfhundeliste zu erweitern, und zwar um den West Highland Terrier. Er hat seine Gefährlichkeit als zerfleischer erwachsener Menschen erwiesen und gehört einfach nur weg! Siehe folgender LINK: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)
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Ein "Hoch auf die Logik"

21.02.2011 12:31:00 von Kassandra T.
"Hunde fallen Pferd an, Reiterin liegt noch im Koma 21.02.11 Zwei kleine Hunde griffen am Samstag auf dem Paul-Ehrlich-Weg in Allach bei München, ein Pferd an. Das Pferd ging durch, und die gerade mal 17-jährige Reiterin stürzte so schwer, dass sie sich besonders schlimme Kopfverletzungen zuzog. Die Hundehalter kümmerten sich jedoch nicht um das Mädchen, sondern flüchteten feige. Die Senioren konnten ausfindig gemacht werden und müssen sich evtl. wg. gefährlicher Körperverletzung verantworten."

...so, und was schlagen die Herren Politiker in so einem Fall vor? Am besten die Vermehrung aller kleinen Hunde (wobei es klein noch zu definieren gilt) verbieten, Zwangssterilisation sofort einführen... Denn die Hunde sind ja auch Schuld an dem Vorfall, NICHT die feigen verantwortungslosen Besitzer... Klar, und die Erde ist das Zentrum des Weltalls.... Ihr Beschlus ist ein Witz! Es werden wie hier schon oft gesagt, nur die verantwortungsvollen Hundehalter bestraft. Das Gesetz ist in dieser Form so sinnvoll wie eine Maßschneiderei für eine Nudistenkolonie...!
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Abwehr von Gefahren durch Hunde

18.02.2011 15:32:00 von Christian A. Meyer
Nachdem ich in diesem Jahr schon 3 mal von Hunden belästigt / gefährdet wurde, kann ich nur nochmal bekräftigen, dass man diese Liste ganzlich weglassen muss. Alle drei waren keine auf dieser Liste verzeichnete Hunde. Bei den Haltern sah das schon anders aus, da diese weniger von Hunden verstanden, als ich. Dabei bin ich kein Hundehalter und habe mich nur wegen der immer wieder vorkommenden Angriffe / Belästigungen von Hunden informiert.

Deshalb wäre meine Bitte, dass das Gesetz so angepasst wird, dass alle Hundehalter mit ihren Hunden einen Wesenstest und eine Sachkundeprüfung ablegen müssen. Solange nicht eindeutig erklärt wird, dass jeder Hund potentiell gefährlich ist, wird sich in Bezug auf Beissattacken nicht ändern.

Die zunehmende Angst wird nicht durch s.g. Kampfhunde geschürt, sondern durch die immer mehr zunehmenden freilaufenden Hunde von Haltern, die meinen, dass ihr Hund niemals jemanden etwas tun würde.

Nebenbei wird durch eine solche Regelung auch kein Halter benachteiligt.

Weitere Eckpunkte wären für mich eine Leinenpflicht für alle Hunde außerhalb des eigenen umfriedeten Grundstück und ausgewiesener Freilaufflächen,sowie eine sofort erkennbare Kennzeichnung von Hunden sobald man im öffentlichen Raum unterwegs ist.

Das die Vorschriften auch kontrolliert und Verstöße geahndet werden müssen, ist obligatorisch aber leider derzeit nicht Usus.
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So wird das nichts

18.02.2011 11:04:00 von Manuela
Sehr geehrte Politiker, ich würde diese "Fachleute" aus Ihren Reihen gerne mal kennen lernen. Wenn ich in mein Umfeld sehe gibt es keine Kampfhunde dennoch kenne ich kaum Leute die Ihre Hunde wirklich unter Kontrolle haben und sogar teilweise sehr sehr niedrige Beißhemmung haben. Ich bin dafür das die Kontrollen verstärkt werden, damit alle Hunde gemeldet sind und somit auch die Hundehalter den Hundeführerschein und einen Wesenstest abzulegen haben. So kann man die wirklich gefährlichen Hunde ausmachen und die Menschen die ihre Hunde zu diesen machen frühzeitig erkennen. Es bringt nichts einfach ein paar Rassen zusammen zu nehmen und diese auszurotten. Genauso wie mit der Regelung alle Hunde über 40cm als Kampfhunde einzustufen, wie gesagt bei mir im Umfeld gibt es hauptsächlich kleinere Hunde und die sind meißt nicht ohne und die Halter total unwissend was für eine Zeitbombe sie an der Leine haben. Daher bin ich für mehr Kontrollen und für alle Hundehalter (egal was für einen Hund oder wie groß) Prüfungen abzulegen damit man Prüfen kann ob diese Person diesen Hund im Griff hat und ggf. besondere Auflagen zu geben.
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zum Beitrag von Herrn Edelmann vom 13.02.2011

17.02.2011 19:17:00 von Sabine Berninger
Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (die Richter Jaeger, Hömig und Bryde) war bei seiner Entscheidung BVerfG, 1 BvR 492/04 vom 29.3.2004 davon ausgegangen, dass Hunde bestimmter Rassen - hier ging es um American Staffordshire Terrier -gefährlich sind: "Es gibt hinreichend sichere Anhaltspunkte dafür, dass solche Hunde für Leib und Leben von Menschen in besonderer Weise gefährlich sind. Auch die Annahme, dass bei Hunden anderer Rassen wie dem Deutschen Schäferhund eine geringere Gefährlichkeit gegeben ist, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.", aber es hat auch geschrieben:

"Wie der Bundesgesetzgeber (vgl. dazu das genannte Urteil, Umdruck, S. 44, 48 f.) ist allerdings auch der Landesverordnungsgeber verpflichtet, das Beißverhalten von Hunden zu beobachten und gegebenenfalls neu zu bewerten. Sollte sich dabei ergeben, dass Hunde anderer Rassen im Verhältnis zu ihrer Population vergleichbar häufig auffällig sind wie Hunde der vom Beschwerdeführer gehaltenen und unter § 1 Abs. 1 Kampfhundeverordnung fallenden Rasse, könnte diese Vorschrift in ihrer gegenwärtigen Fassung nicht länger aufrechterhalten werden. Sie wäre vielmehr den neuen Erkenntnissen anzupassen."

Bereits am 16. März 2004 hatte aber ebenfalls der erste Senat (Papier, Hömig, Hoffmann-Riem, Jaeger, Steiner, Haas, Hohmann-Dennhardt, Bryde) festgestellt: "Das Bundesverwaltungsgericht hat inzwischen mehrfach entschieden, dass nach dem gegenwärtigen fachwissenschaftlichen Erkenntnisstand aus der Zugehörigkeit eines Hundes zu einer bestimmten Rasse nicht auf dessen Gefährlichkeit geschlossen werden könne." (BVerfG, 1 BvR 1778/01 vom 16.3.2004)
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Sinnloses Handeln - bröckelnde Welt

14.02.2011 22:23:00 von Carlo M.
Diese Gesetz ist das Blödeste, was ich seit langem mitbekommen habe. Nichts als das Forcieren dummdreister Vorurteile steht im Vordergrund, es werden schlechte Scheinlösungen geschaffen und den unwissenden Leuten wird eine Pseudosicherheit, die eben nicht existent ist, vorgegaukelt. Was früher die Indianer und Hexen waren, sind heute die Listis. Ende. An sich genauso unschuldig wie jeder andere Hund auch, aber Hauptsache, der Stimmenfang lohnt sich und die aufgewiegelte, klein gehaltene Masse wird scheinbar beruhigt. Wen interessieren da Wahrheit und Gerechtigkeit? Expertenmeinungen? Die ohnehin nur das widerspiegeln, was einem der gesunde Menschenverstand sagt. Es gibt keine an sich bösartigen Tiere, der Mensch macht sie dazu.

Doch den Verstand haben leider viel zu viele Leute an der Garderobe abgegeben und nicht wieder abgeholt. Ich bin unsäglich wütend angesichts dieses völlig hohlen Beschlusses. Rassismus de luxe, wäre es nicht verboten oder würde es als "unzivilisiert" gelten, wären schon längst Steinigungen an den SoKa samt ihrer Besitzer vorgenommen worden! Der Welt schlimmste Geschehnisse gehen in die nächste Runde... OHNE WORTE!
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Hundeverordnung

14.02.2011 21:11:00 von Sven H.
Es trifft eh nur die Halter die sich ordnungsgemäß verhalten sprich Hundesteuer zahlen, eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung haben. Die Halter die das alles nicht interessiert, interessiert auch eine Verordnung nicht. Aber Hauptsache man kann in Deutschland auf Kosten von Minderheiten Stimmen "erschleimen". Armes Deutschland...
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Appell an Ihre Vernunft

14.02.2011 13:59:00 von Susanne
Sehr geehrte Poltiker, ich zweifle immer mehr am Verstand der verantwortlichen Politiker, welche solche unsinnigen Entscheidungen treffen. Ich selbst bin bereits meiner Hunde zuliebe aus einem Bundesland geflüchtet in dem man rassistisch behandelt wird nur weil man soka hält. Ist das etwa das Ziel? Ich denke/hoffe doch nicht. Wieso, diese Frage brennt mir schon seit Jahren auf dem Herzen, werden keine Fachleute in den Gemeinden eingestellt, welche sich ein Bild der Haltung und Erziehung eines jeden Hundes machen, egal welcher Rasse? Ausserdem wünsche ich mir eine einheitliche Steuer für alle Hundehalter sowie Sachkundenachweis und Wesenstest. Somit würden sie Arbeitsplätze schaffen und die Kassen füllen sich dennoch, allerdings nicht nur von den diskrimminierten s.g. Kampfhundehaltern. Durch die Beißstatistiken sollte selbst Ihnen klar sein, dass die Probleme nicht bei soka zu suchen ist. Sie werden größere Erfolge sehen, wenn sie menschlich, fachmännisch, sozial und weitschauend an die Gesetze rangehen. Möchten sie wirklich Rassen auslöschen nur weil sie es versäumt haben richtig an die Sache ranzugehen? Ich fordere fachmännische Kontrollen, einheitliche Besteuerung und allgemeine Sachkundenachweise für alle Hundehalter, egal welche Rasse sie halten und lieben!! Ich appelliere hiermit an Ihre Vernunft/Verstand und hoffe dass er ankommt!!!
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Bestehende Gesetzte duchsetzen statt neue sinnlose Gesetzte verabschieden

14.02.2011 13:05:00 von Miriam Cremer
Es sollte mehr Wert auf Hundehalterschulungen gelegt werden und wenn ein Hund oder auch Halter auffällig wird, dann müssen die bestehenden Gesetze durchgesetzt werden! Wie oft kommt es vor, dass Nachbarn oder Hundebesitzer sich beim Amt melden, weil Ihnen etwas komisch vorkommt und das Amt macht nichts!? Die Unterteilung in "normale" und gefährliche Rassen ist absoluter Politikerwahnsinn und zeigt nur, dass diese sich entweder nicht neutral mit dem Thema auseinander setzen oder einfach die Bevölkerung zur Ruhe bringen wollen statt aufzuklären!
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Rasseliste

13.02.2011 20:21:00 von Iris Rubbert
Zum Eintrag von Frau Rubbert unten möchte ich noch klarstellen, dass die darin zitiertre Pressemitteilung des OVG Schleswig aus dem Jahr 2001 stammt. Die Entscheidung des OVG bezog sich auf die damals in Schleswig-Holstein geltende Gefahrhundeverordnung. Diese Verordnung wurde 2005 außer Kraft gesetzt. Seitdem gilt in Schleswig-Holstein das "Gesetz zur Vorbeugung und Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (Gefahrhundegesetz - GefHG) vom 28. Januar 2005". In diesem Gesetz wird zwar keine Rasseliste genannt, es werden aber die Hunde als gefährlich bezeichnet, die im Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz des Bundes aus dem Jahr 2001 genannt werden. Dabei handelt es sich um folgende Rassen: * Pitbull-Terrier, * American Staffordshire-Terrier, * Staffordshire-Bullterrier, * Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Diese Auflistung wurde vom Bundesverfassungereicht 2004 bestätigt und ist Grundlage der im vorliegenden Thüringer Gesetzentwurf aufgenommenen Aufzählung.

Bernd Edelmann Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums



Pressemitteilung des Schleswig Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts

Im Anschluss an die heutige mündliche Verhandlung hat der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts seine Entscheidung verkündet: Die von 12 Antragstellern im Wege der sog. Normenkontrollklage angegriffene Landesverordnung zur Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (Gefahrhundeverordnung) vom 28.06.2000 ist teilweise nichtig, nämlich insoweit, als deren Bestimmungen an den Begriff "Rasse" anknüpfen. Die OVG-Richter gaben mit ihrem Urteil den Klagen der Antragsteller, die auf Nichtigerklärung der gesamten Verordnung gerichtet waren, im Ergebnis nur teilweise statt.

Sämtliche Antragsteller halten jeweils mindestens einen Hund, der zu den in § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 11 Gefahrhundeverordnung als "gefährliche Hunde" eingestuften Rassen zählt (u.a. American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier). Die Halter dieser vom Verordnungsgeber generell als "gefährlich" angesehenen Hunde treffen besondere Pflichten (Vorkehrungen gegen die Möglichkeit des Verlassens des befriedeten Besitztums, Aufstellen von Warnschildern, Leinen- und z.T. Maulkorbzwang außerhalb des befriedeten Besitztums des Halters) sowie Sanktionsmöglichkeiten der örtlichen Ordnungsbehörden (wie Untersagung des Haltens oder Einziehung oder Tötung des Hundes u.a. bei fehlender Haltereignung, bei Verstößen gegen die Pflichten aus der Verordnung etc.). Dieselben Pflichten und Sanktionsmöglichkeiten treffen nach § 3 Abs. 2 der Gefahrhundeverordnung solche Halter, deren Hund unter bestimmten Voraussetzungen (insbesondere bei konkret Mensch oder Tier gefährdenden Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen) individuell und unabhängig von seiner Rasse durch die örtliche Ordnungsbehörde als "gefährlich" festgestellt wird.

Der 4. OVG-Senat sieht in dieser Ungleichbehandlung - einerseits unwiderlegliche Gefährlichkeitsvermutung mit allen belastenden Rechtsfolgen bei Zugehörigkeit zu den in § 3 Abs. 1 aufgezählten Rassen ohne Prüfung, ob die angenommene Gefährlichkeit im Einzelfall tatsächlich gegeben ist, andererseits bei allen anderen Hunden Auslösung der belastenden Rechtsfolgen nur dann, wenn die Gefährlichkeit konkret und im Einzelnen individuell unter den Voraussetzungen des § 3 Abs. 2 von der Ordnungsbehörde festgestellt worden ist - einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz. Diese Ungleichbehandlung sei nämlich nicht gerechtfertigt. Das Kriterium der Rassezugehörigkeit sei ungeeignet, So habe die Prüfung der einschlägigen Fachliteratur ergeben, dass dort nahezu einhellig die Auffassung vertreten werde, dass die Zugehörigkeit zu einer Rasse nicht automatisch gleichbedeutend mit der Gefährlichkeit eines Hundes sei. Keine Rasse sei von sich aus gefährlich, sondern allein rasseunabhängige bestimmte Verhaltensweisen des Hundeindividuums. Dabei setze sich das individuelle Verhalten eines Hundes zusammen aus angeborener Verhaltensbereitschaft und erlernten Verhaltensweisen, so dass ein Hund nie gefährlich geboren werde, sondern unabhängig von der Rassezugehörigkeit durch den Menschen dazu manipuliert werde. Es sei also - so die OVG-Richter - wissenschaftlich unhaltbar, alle Individuen einer Rasse aufgrund verallgemeinernder Beurteilung als gefährlich einzustufen, wie in § 3 Abs. 1 der Gefahrhundeverordnung geschehen. Soweit der Verordnungsgeber geltend gemacht habe, für die Auswahl der Rassen seien neben dem Aggressionsverhalten auch äußere Eigenschaften wie Größe, Gewicht und Muskelkraft entscheidend gewesen, so sei dem entgegenzuhalten, dass dann auch der Deutsche Schäferhund, die Deutsche Dogge, der Rottweiler und der Boxer Aufnahme in die Liste hätten finden müssen. Auch das sog. "Kampfhundeimage" stelle kein geeignetes Differenzierungskriterium dar, da es auf wandelbaren subjektiven Einschätzungen beruhe und sich einer objektiven Überprüfbarkeit entziehe.

Die Regelung des § 3 Abs. 1 Gefahrhundeverordnung sowie andere Bestimmungen, soweit diese an den Begriff "Rasse" oder rassespezifische Merkmalen anknüpfen, ist nach dieser OVG-Entscheidung wegen Verstoßes gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz rechtswidrig und daher nichtig. Dies hat zur Folge, dass die in § 3 Abs. 1 Gefahrhundeverordnung aufgeführten Hunde allerdings - wie alle anderen Hunde auch - im individuell festgestellten Einzelfall gefährliche Hunde im Sinne von § 3 Abs. 2 Gefahrhundeverordnung sein können mit allen sich daran anknüpfenden Halterpflichten und Sanktionsmöglichkeiten (s.o.). All diese Bestimmungen der Gefahrhundeverordnung hat der Senat nämlich entgegen der Auffassung der Antragsteller für rechtmäßig erachtet, so dass sie wirksam bleiben.

Der Senat hat die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen, Die Verfahrensbeteiligten haben nunmehr die Möglichkeit, Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Manfred Voswinkel Pressereferent

Soviel dazu !
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Wider besseren Wissens

13.02.2011 18:59:00 von Manuela Bärwald
Auch ich kann mich nur den vielen Vorschreibern anschliessen. Dieses Gesetz zeigt mal wieder, das es unseren Politikern nicht um eine wirkliche Gefahrenabwehr geht, sondern das der schwarze Peter lieber einer unschuldigen Minderheit zu geschoben werden soll, damit sich die Politiker keine Gedanken um das eigentliche Problem, nämlich dem Halter, machen müssen, es reicht doch wenn man populistisch regiert. Die Experten haben sich schon den Mund fusselig geredet und trotzdem wird nicht auf sie gehört! Man erlässt lieber ein Gesetz, das so wenig Arbeit wie möglich bedeutet , nur nicht nachdenken was wirklich sinnvoll sein könnte ( Niedersachsen hat einen neuen sinnvollen Weg eingeschlagen !) und wenn man sich mit der Materie nicht auskennt....was solls. Gesetzt können unsere Politiker trotzdem erlassen, ob gerechtfertigt oder nicht. Die ganze Aufklärung das es ja nachweislich keine gefährlichen Hunderassen gibt, erspare ich mir. Ich kann nur hoffen, das doch noch ein Fünkchen Verstand mit in dieses Gesetz fliessen wird, auch wenn es fast aussichtslos zu sein scheint.....denn die Berechtigung der Rasselisten scheint sich in die Gehirne einiger Politiker eingebrannt zu haben, obwohl jetzt 10 Jahre später, sollten alle langsam zur Vernunft kommen und aufgeklärt worden sein.
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GefahrenHundeVerordnung - Wann gibt es Gefahren- (-Kinder)/(-Menschen)/(-Politiker)Verordnungen

06.02.2011 02:14:00 von Steffi B.
(Kampf)Hunde sind wie Kinder - sie werden zu dem was ihr Umfeld aus ihnen macht!
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Gefahrenhundevordnung

05.02.2011 12:20:00 von Schober, Mandy
Die vorhandenen Regelungen für Hundehalter sind ausreichend, da bei Vorfällen die Ordnungsbehörde und Strafverfahren eingeleitet werden etc. pp. Vorsätzlich werden Verkehrsregeln - wie Geschwindigkeitsreduzierungen - nicht vorgenommen, um die vielen jährlichen Verkehrstoten und Schwerverletzten zu vermeiden. Vorsätzlich regelt und prüft der Bund und die Länder nicht den Konsum von Alkohol, unter dessen Einfluss so viele Unfälle und Tragödien - allzu oft mit tödlichen Ausgang oder Schwerverletztzen. Die Gefahrenhundeverordnung - reiner Popularismus! Denn die o.g. Gefahren für die Bevölkerung wurden und werden vorsätzlich nicht beseitigt oder geregelt. Da müssen wir auch alle mit diesem Risiko jeden Tag leben! und das ist nicht mal unerheblich.
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Kommentar 25

23.01.2011 13:20:00 von Michael
Eine Hunderasseliste ist meiner Ansicht nach nicht notwendig, da es von Natur aus nachweislich keine bösen Hunde gibt. Ich wurde z.B. schon von einem Bernhardiner und von einem DEUTSCHEN Jagdhund gebissen und diese stehen nicht auf irgendeiner Rasseliste für gefährliche Hunde. Zudem kenne ich zwei Dalmatiner, welche ebenfalls die Neigung zu Beißattacken haben und diese stehen ebenfalls auf keiner Liste. Dabei ist immer zu beachten, wer einen Hund führt und durch die Gefahrenhundeverordnung macht man die angeblich gefährlichen Hunde erst recht zu einem Statussymbol für Verantwortungslose Menschen. Und was passiert letztendlich? Viele Unschuldige Tierhalter und Hunde werden bestraft, indem man die Tiere ins Heim bringt und ggf einschläfert. Und eins ist noch dazu zu sagen, wer einen gefährlichen Hund haben will, der bekommt auch einen, da diese sowieso nicht angemeldet sind. Überprüft mehr die Halter und nehmt die Rasseliste für gefährliche Rassen heraus. Seht lieber zu, dass ALLE Hunde in anständigen Verhältnissen groß werden und führt staatlich überprüfte und qualifizierte Hundeschulen ein, wo der Halter lernt mit einem Hund umzugehen. Leider geht das "Kulturgut Hund" in Deutschland verloren. ARMES DEUTSCHLAND
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Mal über den Tellerrand schauen

23.01.2011 11:07:00 von Andrea A.
Es wäre angebracht, wenn die Damen und Herren Politiker endlich mal über den Tellerrand schauen und sich zudem von Menschen beraten lassen, die Ahnung von der Materie haben und nicht kopflos Entscheidungen treffen - weil sie hoffen, so Wählerstimmen zu gewinnen, in dem sie den Bürgern vorgaukeln, dass sie durch Rasselisten geschützt werden. Und vielleicht sollte man auch mal verfolgen, was in den Bundesländern nebenan passiert. So haben in Hessen laut offizieller Beißstatistik Hunde im Jahr 2009 225x Menschen verletzt - weit mehr als vor der Einführung von Rasseliste und Wesensprüfung. Experten fordern nun eine Schulung der Halter!!!

An dieser Stelle möchte ich einfach nur drei Links einstellen, in der Hoffnung, dass sie auch von den Verantwortlichen gelesen werden und sie einfach mal in sich gehen.

(Links wurden entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Das, was im Wiesbadener Manifest gefordert wird, erfüllen heute schon die Hundehalter sogenannter Kampfhunde - allein dieses Wort ist bereits eine Diskriminierung. Und ich, als Halterin eines Nicht-Listenhundes hätte kein Problem mich einem Sachkundehalternachweis zu unterziehen. Und ich finde es mehr als wichtig, dass "alle" Hundehalter an einem Strang ziehen, egal ob sie einen Rottweiler besitzen, einen Dackel, einen Mischling oder sonst eine Rasse!

Wir können nur hoffen, dass all diese Beiträge auch tatsächlich gelesen und nicht einfach vom Tisch gewischt werden.
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Zustände wie anno dazumal

22.01.2011 15:41:00 von Mia Michels
U.a. Dr. Federssen-Petersen, eine deutsche Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde, beweist die Mensch-Hundeproblematik. Hunde sind bei einem Besitzer auffällig und aggressiv, beim nächsten ruhig und unauffällig. Warum? Weil der 2. Besitzer in dem Hund zu lesen vermag und entsprechend agiert. Hunde sind kein Spielzeug, kein Kindesersatz, keine reinen Statussymbole oder Plüschtiere, sie sind Lebewesen, Caniden, die man als solche respektieren muss. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine besonderen Bedürfnisse. Der Hund erkennt die Stimmung seines Herrchens oder Frauchens genau und reagiert entsprechend. Wurden die Hunde nicht ausreichend sozialisiert, zudem oft eingesperrt, in Zwingern gehalten, nicht erzogen oder gar geprügelt, darf man sich nicht wundern, wenn der Hund aggressives Verhalten zeigt. Es gibt einfach keine gefährlichen Rassen, nur gefährliche / explosive Mensch-Hundebeziehungen und schlechte, grobe, oder überforderte Halter. Wer das nicht glauben will, soll einfach mal mit offenen Augen durch die Welt spazieren. Da zeigt sich ganz schnell, welche Eltern welche Kinder haben, welcher Hundehalter welchen Hund hat - nein, damit meine ich nicht die Rasse sondern die Verhaltensweise des Hundes und seines Halters. Ein Hund ist immer nur das Spiegelbild seiner Besitzer. Er kann nichts für deren Dummheit. Man muss ihn davor schützen.
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Öffentliche Anhörung im Landtag am 18.02.

21.01.2011 17:26:00 von Sabine Berninger
Am 18.02.2011 (voraussichtlich 10 Uhr) findet im Innenausschuss des Thüringer Landtags die mündliche Anhörung zum Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren statt. Diese Anhörung ist ÖFFENTLICH.

Folgende Anzuhörende sind eingeladen, am 18. Februar zu dem Gesetzentwurf mündlich Stellung zu nehmen:

- Bayerisches Staatsministerium des Inneren, - Tierheim auf der Weißenburg, Sömmerda, - Landestierärztekammer Thüringen, Weimar, - Landestierschutzverband Thüringen e.V., Eisenach, - Deutscher Doggen-Club 1888 e.V. (DDC), Burthann-Mimberg, - Herr Markus Herwig, - Innenministerium Baden-Württemberg, - Thüringer Gemeinde- und Städtebund, - Thüringischer Landkreistag.

Darüber hinaus wurden vom Ausschuss weitere Anzuhörende eingeladen, sich schriftlich bis zum 11.02.2011 zu äußern.

Der Gesetzentwurf (Landtags-Drucksache 5/1707) war am 11.11.2010 von der Landesregierung in den Landtag eingebracht und im Plenum in erster Lesung beraten worden (das Protokoll der Plenarberatung ist auf der Internetseite des Thüringer Landtags veröffentlicht), die Anhörung hatte der Innenausschuss am 3.12. und den Kreis der Anzuhörenden am 7.12.2010 beschlossen.
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Kommentar 29

19.01.2011 17:01:00 von Jana Wolff
Und nun ist es still geworden...

Aus dem Beitrag von Sabine Berninger ist ja zu entnehmen, auf was für "Experten" man sich angeblich beruft. An diesen habe ich meine erheblichen Zweifel:

* VDH - sicherlich der größte Verband rund um den Hund in Deutschland, aber an der Fachlichkeit und am Fortschritt kann man zweifeln... Anders ließen sich veraltete Trainingsmethoden und Prüfungsordnungen wohl nicht erklären... * DHV - siehe VDH * PETA - was hat das mit dem Thema "Kampfhunde" zu tun? Wo sind da die "Hundeexperten"? * Jagdverband????
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Kommentar Hundeverordnung

19.01.2011 15:42:00 von Caro
Dieser neue Gesetzentwurf ist völliger Schwachsinn! Ich finde es absolut unmöglich bestimmte Rassen als grundsätzlich gefährlich einzustufen!!
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Gefährliche Hunde

18.01.2011 17:59:00 von Roswita Reisinger
Ach ja, der Herr Prof. Dr. Huber hat ja sehr viel geschrieben!!! Und was ist das Ende vom Lied? Man kann zwar seine Meinung äußern, aber bringen wird es absolut nichts! Die kleinen Leute hatten früher nichts zu melden und heute gleich gar nichts. Es sind die Halter, die gefährlich sind und nicht die Hunde! Denn die können wirklich gar nichts dafür, was man aus ihnen macht! Man sollte auch mehr die Amtstierärzte in die Pflicht nehmen, daß sie schneller handeln. Wir hatten erst kürzlich in unserer Umgebung einen Fall, wo vier völlig verwahrloste, verdreckte und verhungerte Hunde eingezogen wurden. Bereits im Nov. wurde die schlechte Haltung festgestellt und nun bei der Nachprüfung war alles noch viel schlimmer. Es ist ein Wunder, daß sich die Hunde vor lauter Hunger nicht gegenseitig zerfleischt haben. Warum dauert so eine Maßnahme so lange und wie wird dieser Tierquäler bestraft? Ach Leute es gibt so viele schlimme Sachen, damit sollten sich die Politiker beschäftigen und nicht mit dem Irrsinn "Kampfhund"! Bitte geben Sie weiterhin Ihre Kommentare ab und kämpfen Sie dagegen - der beste Freund des Menschen, der Hund, wird es Ihnen tausendfach danken!

Außerdem geht es um Gleichheit; entweder alle, oder keiner!!!

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Zu: Vielen Dank für die Blog-Einträge

12.01.2011 14:28:00 von Sabine Berninger
in seinem Eintrag vom 13.10.2010 17:43:00 (Seite 24) schreibt Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums, er werde die Antwort der Landesregierung auf meine mündliche parlamentarische Anfrage an die Landesregierung im Blog veröffentlichen, sobald sie beantwortet ist. Bisher habe ich sie nicht gefunden ... (Natürlich kann es sein, dass mir diese Veröffentlichung entgangen ist.) Deshalb hier meine Frage und die Antwort des Innenministeriums vom 28. Oktober 2010: A n t w o r t der Landesregierung auf die Mündliche Anfrage der Abgeordneten Berninger (DIE LINKE) - Drucksache 5/1581 - gemäß § 91 Abs. 2 Satz 4 GO

Kommentieren erwünscht! Und dann?

Das Thüringer Innenministerium hat die in der 33. Plenarsitzung am 7. Oktober 2010 zur Beantwortung verbliebene Mündliche Anfrage namens der Landesregierung gemäß § 91 Abs. 2 Satz 4 GO mit Schreiben vom 28. Oktober 2010 wie folgt beantwortet:

1. Aus welchen Gründen wurden durch die Moderation dieses Blogs auf wissenschaftliche Studien, Medienveröffentlichungen, Statistiken etc. hinweisende Links gelöscht, wurden diese stattdessen an anderer Stelle veröffentlicht?

Auf der Homepage des Innenministeriums findet man in der Spalte rechts neben dem Blog-Formular die Regeln für die Beteiligung am Blog. Darunter befindet sich auch der Hinweis, dass Links zu externen Webseiten nicht erlaubt sind. Dies entspricht dem Standard vieler anderer Internet-Foren oder Blogs. Der Verzicht auf externe Links soll verhindern, dass die Blog-Moderatoren sonst ständig die Funktionalität dieser externen Links kontrollieren müssten bzw. regelmäßig auf den tatsächlichen Inhalt der externen Webseiten zu achten hätten.

2. Wurden die in den Kommentaren benannten Experten/-innen oder Organisationen (wie zum Beispiel Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Uni Kiel, die Bundestierärztekammer oder die Tierärztliche Hochschule Hannover) aufgrund der Debatte im Blog noch in die Debatte/Anhörung zum Gesetzentwurf einbezogen?

Die Debatte um schärfere Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung vor verantwortungslosen Hundehaltern wird nicht erst seit Veröffentlichung des Referentenentwurfs geführt. Insofern hat die zuständige Fachabteilung des Innenministeriums nicht erst seit Erstellung des vorliegenden Referentenwurfs für ein "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren" Kontakt zu Experten bzw. Kenntnis von deren Stellungnahmen. In die Anhörung des vorliegenden Referentenentwurfs wurden seit der ersten Kabinettsberatung insgesamt 21 Verbände einbezogen. Darunter PETA Deutschland, der Deutsche Hundesportverband, der Landesjagdverband, der VDH-Landesverband Thüringen und auch die Landestierärztekammer Thüringen.

3. Aus welchen Gründen verzichtete die Landesregierung bisher darauf, auf die zum größten Teil sachlich geäußerten Argumente zu erwidern?

Die Antwort auf diese Frage ergibt sich schon fast aus der Fragestellung. Denn wie schon gerade gesagt, hatten wir den Referentenentwurf ins Netz gestellt. Das zwischen dem ersten und zweiten Kabinettsdurchgang zu einem Referentenentwurf durchzuführende Anhörungsverfahren dient der Meinungsbildung der Landesregierung und wird ergebnisoffen durchgeführt. Da die zweite Kabinettsberatung am 13. Oktober 2010 erfolgte, war die Meinungsbildung der Landesregierung folglich noch nicht abgeschlossen. Somit hatten die Internet-Betreuer im Innenministerium keine Grundlage, auf der sie die Einträge im Blog hätten erwidern können. Nicht ohne Grund haben wir auf der Homepage des Ministeriums im Vorspann zu diesem Blog eine Beantwortung der Einträge bewusst nicht in Aussicht gestellt, sondern nur um Meinungsäußerungen gebeten. Und ich bin sehr dankbar für die überaus zahlreichen Einträge im Blog, aber auch für die zahlreichen Zuschriften.

4. Wie werden sowohl die im Blog veröffentlichten Kommentare als auch in E-Mails und Briefen geäußerten Meinungen in die Debatte von Landesregierung und Landtag einfließen (ist die Erstellung einer zusammengefassten Veröffentlichung beispielsweise in Form einer Synopse geplant)?

Die Ergebnisse der schriftlichen Anhörung der Verbände, aber auch die Stellungnahmen in den Blog- Einträgen, E-Mails oder Briefen wurden von der Fachabteilung des Innenministeriums für die Erstellung der Kabinettsvorlage ausgewertet, über die von der Landesregierung am 13. Oktober 2010 abschließend beraten wurde und auf der Internet-Präsentation des Innenministeriums nachgelesen werden kann (siehe www.thueringen.de/tim). Da das Innenministerium die bisherigen Blogeinträge nicht löschen wird, steht es dem Landtag frei, alle Einträge im Rahmen seiner Beratung des Gesetzentwurfs auszuwerten bzw. einzubeziehen.

Prof. Dr. Huber Minister

Sie, sehr geehrte Blog-TeilnehemerInnen, werden sicherlich Ihre eigenen Schlüsse aus dieser Antwort ziehen. Mit freundlichen Grüßen, Sabine Berninger
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Wie Hunde gefährlich werden

10.01.2011 12:29:00 von Franziska Kuhn
Liebe Politiker, Liebe Interessenten, ich finde es ja immer wieder bemerkenswert, wie akribisch man sein Schubladendenken ausführen kann. Der Gesetzesentwurf ist schlichtweg unsinnig und wurde offensichtlich von Menschen erstellt, die sich nicht mit der Thematik Hund auseinander gesetzt haben. Es pauschalisiert und geht absolut nicht auf das Individuum Hund & Halter ein. KEINE Rasse ist gefährlich oder von Geburt an Aggressiv. Ein Hund ist das, was sein jeweiliger Halter aus ihm macht. Wieso also pauschalisieren und sagen, dass nur große Hunde oder bestimmte Rassen, sich eine Prüfung unterziehen sollten? Haben die anderen Hunde etwa keine Zähne? Benötigen die keine Erziehung und artgerechte Führung? Das Problem sitzt doch wohl weniger in den Rassen, sondern vielmehr in der Haltung und Beschäftigung mit den Hunden. Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen sich Hunde anschaffen, sich aber nicht mit ihnen auseinander setzen. Kein Mensch würde sich ein Auto kaufen, wenn er die genauen Daten, PS und Kilometerzahl nicht kennt. Aber jeder fühlt sich berufen sich einen Hund anzuschaffen, ohne dessen Bedürfnisse und Charaktereigenschaften einzuschätzen. Eben dise Unwissenheit und die mangelnde Bereitschaft, sich mit der Thematik zu beschäftigen, verursacht eben solche Vorfälle. Gewalt gegenüber den Tieren und nicht artgerechte Haltung können in den wenigsten Fällen vom Veterinäramt entdeckt und gestoppt werden. Im Gegenteil. Es wird doch auf so einigen Hundeplätzen noch tagtäglich praktiziert. Teletakt, Stachelhalsband, Schläge. Und dann wundert man sich, wieso der Hund nach vorne geht, warum er beißt. Ich hätte absolut kein Problem, mich einem Test, einem Hundeführerschein zu unterziehen. Gerne können entsprechend ausgebildete Veterinäre auch meinen Hund besehen und dessen Verhalten einschätzen. Aber uns pauschal ein Gesetz vor den Latz knallen, das halte ich für fatal. Schauen Sie sich die Hunde an, schauen Sie sich die Halter dazu an und DANN kann man sich ja ein Bild machen, ob der Hund eventuell gefährlich für seinen Halter oder für andere wäre. Und dann könnte man ja auch mal auf die ganzen Hobbyzüchter schauen, die es nicht für nötig halten ihre Welpen entsprechend zu sozialisieren, sie mit fremden Menschen, Autos, Kindern usw vertraut zu machen. Der Welpe wird bestensfalls in unerfahrene Hände gegeben und was passiert? Der Hund entwickelt Ängste vor allen möglichen Situationen, Menschen und Gegenständen. Und was resultiert aus Angst? Oftmals Aggression, Verteidigung, nach vorne gehen.

Ein Gesetz sollte entweder für alle gelten, oder für niemanden.
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Kommentar 34

06.12.2010 22:45:00 von Barbara Telker
...im übrigen warte ich ja noch immer auf den entwurf zu einem gesetz, was die öffentlichkeit vor durchdrehenden kampfPFERDEN schützt...immerhin sind allein in diesem jahr 5 menschen allein bei kutschenunfällen zu tode gekommen (dazu müssen noch weitere reitunfälle gezählt werden, die es SICHER auch gegeben hat, zu denen ich bei meiner recherche leider keine angaben gefunden habe), ganz zu schweigen von vielen verletzten und schwer verletzten. Erst im november kam es in oberbayern wieder zu so einem schrecklichen vorfall, bei dem ein blutrünstiges pferd der erst 10(!)jährigen kutscherin mehrere knochenbrüche zufügte...ich bin für sachkundenachweis von pferdehaltern, ganz zu schweigen natürlich davon, dass niemand unter 18 mit diesen unberechenbaren tieren zu tun haben darf! Wo kämen wir denn hin??im übrigen halte ich es aus sicht des kinderschutzes für absolut nicht vertretbar, dass pferde sich weiter vermehren dürfen, hier sollte die zwangsunfruchtbarmachung greifen!! immerhin stehen diese tiere für kinder frei zugänglich auf koppeln entlang beliebiger wege, ohne maulkorb und leine gesichert!!geschweige denn unter der ständigen aufsicht der halter!

Sie sehen, wozu eine pauschalisierte verurteilung diverser, unglücklicher einzelfälle führt...*kopfschüttel* ich kann nur hoffen, dass thüringen, wie auch immer die entscheidung aussieht, sich an das bereits im dezember 2002 gefällte urteil vom BVerwG hält, welches besagt, dass es NICHT zu vertreten ist, die gefährlichkeit von hunden an der rasse festzumachen. die logische schlussfolgerung: rasselisten sind nicht mit dem bestehenden gesetz konform. wie also ist es möglich, überhaupt über die erwägung einer rasseliste nachzudenken? welche gesetze werden hier fröhlich nach den reden der politiker ausgelegt, umgedeutet oder übergangen?? Die frage ist mein voller ernst, ich warte auf eine antwort.
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Der Fahrstuhl nach Oben ist geölt...

06.12.2010 10:35:00 von Michael
...wenn man als Politiker Populismus auf Kosten von Minderheiten betreibt. Das war bisher so (Barbara Duden [SPD], Volker Bouffier [CDU]) und setzt sich mit der Berufung von Herrn Dr. Huber zum Verfassungsrichter fort. Ich persönlich finde es bedenklich, dass ein Politiker der Bürger aufgrund des Hundes den sie halten zu Bürgern 2. Klasse erklären möchte (Schilder an Wohnungstüren, "Kamphundesteuern" etc.) und Hunderassen ausrotten bzw. Hunde unnötigen operativen Eingriffen (Zwangssterilisation) unterziehen will (ja Tierschutz ist in der BRD eigentlich verfassungsrelevant), jetzt zu einem der Hüter unserer Verfassung ernannt wurde. Bislang war unsere Verfassung und das Gericht in Karlsruhe ja immernoch eine Instanz zum Schutz der Bevölkerung vor möglicher Willkür durch Exekutive und Legislative. Aber die Zeiten ändern sich wohl...
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Kommentar 36

02.12.2010 10:20:00 von Nicole
Sehr merkwürdig die ganze Sache hier, habe mich bereits mehrmals gegen das bescheuerte Gesetz ausgesprochen, aber veröffentlicht wurde es bis jetzt nicht einmal!!! Jaja, Deutschland Deine Politiker!!!
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Völliger Schwachsinn!!!!!!!!!!!!!!!!!!

29.11.2010 10:42:00 von Nicole
Hier werden sinnlose Gesetze von Politikern gemacht die scheinbar keinerlei Erfahrung mit Hunden haben. Fachwissen ist hier gleich null!!! Experten werden gar nicht erst angehört. Es ist seit Jahren wissenschaftlich bewiesen, dass KEINE erhöhte Gefährlichkeit von bestimmten Rassen aus geht!!! Jeder Hund kann bei falscher Erziehung gefährlich werden. Sog. Kampfhunde wurden und werden schon immer auf besondere Menschenfreundlichkeit gezüchtet und diese haben sie bis heute beibehalten! Diese Hunde sind die besten Hunde auf der Welt. Wir werden immer welche halten, egal wem es passt und wem nicht! Notfalss kann man Thüringen ja den Rücken kehren. Wir haben seit über 20 Jahren Amstaffs und nie gab es auch nur einen Vorfall. Würde mir nie wieder eine andere Rasse halten. Einmal Amstaff immer Amstaff. Rassenhass gab es schon einmal in Deutschland, daran scheint sich ja nicht viel geändert zu haben! Sehr traurig eigentlich.Wo bleibt der Schäferhund auf der Liste??? Der führt doch die Beißstatistik an!!! Ach stimmt ja hatte ich vergessen. Ist ja ein Deutscher Hund, der tut ja nix! Eine Rasseliste wird garantiert keine Beißvorfälle verhindern! Gaukelt den Leuten nur Sicherheit vor!!! Es trifft wieder nur die die Ihre Hunde artgerecht und ordnungsgemäß halten. Thüringen, Deine Politiker.... Die nächsten Wahlen kommen auf jeden Fall!!!!
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gefährliche Hunde

26.11.2010 15:07:00 von Henry Szobries
Die vier in der Gesetzesvorlage genannten Hunderassen sind grundsätzlich gefährlich! - und die Erde ist eine Scheibe. Zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit ist leider ein Phänomen der Gegenwart - obwohl ich bei den akademischen Graden des Innenministers anderes erwartet hätte. Schade! Wieviele Hunde über 40 cm Höhe gibt es eigentlich in der Bundesrepublik? Und wie wird "beträchtliche Gefahr" definiert? Auf welche wissenschaftliche Untersuchung stützt sich die Aussage, dass von den aufgeführten Hunderassen eine beträchtliche Gefahr ausgeht? Diesen Teil des Gesetzes betrachte ich als wissenschaftlichen Unsinn und für den angestrebten Schutz der Bevölkerung nutzlos. Den geforderten Sachkundenachweis, das Erfordernis einer Haftpflichtversicherung und sogar die Kenneichnung mittels Mikrochip hingegen halte ich für absolut zielführend. Und zwar für alle Tiere, die eventuell Schaden anrichten können. Nicht zuletzt profitieren auch die Tiere von sachkundigen Besitzern. Ich vertraue darauf, dass auch mein Beitrag die bereits vorgefasste Entscheidung nicht beeinflussen wird, denn die Sonne dreht sich nun mal um die Erde!
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Kampfhunde

22.11.2010 14:01:00 von Bert
Jetzt haben wir den Salat, in Thüringen wird nun endlich auch diskutiert. Welcher Hund ist gefährlich, welcher nicht. Man sagt, dass Hunde die genetisch eine niedrige Hemmschwelle besitzen gefährich sind. Das dürften dann Dackel, Spaniel und dergleichen sein. So oft wie diese Hunde zuschnappen müßte ein Verbot ausgesprochen werden. Der nächste sagt, dass Hunde welche eine hohe Beißkraft an den Tag legen gefährlich sind. Das sind dann Großhunde wie Schäferhund, Retriever, Berner Sennenhunde usw. Irgendwie vermisse ich diese Hunde auf den Rasselisten. ich schreibe hier meine Meinung, weil ich betroffen bin und mich gerade mal wieder aufregen könnte. Wir besitzen einen 6 Monate alten Rottie und dieser wird jetzt von unserer Gemeinde als gefährlich bewertet, warum ? Weil in Thüringen nun irgendwas in den Raum geworfen wird, was sich in anderen Bundesländern schon als Blödsinn erwiesen hat. Mit welcher Grundlage ist ein Rottweiler jetzt gefährlicher als ein anderer ? Paradebeispiel der deutsche Schäferhund, was dieser Hund an Beißangriffen auf sein Konto verbuchen kann ist deutlich, aber gefährlich ist das nicht ? Ganz Schlaue sagen, dass es ja wesentlich mehr Schäferhunde als Rottweiler in Deutschland gehalten werden und dadurch prozentual wieder weniger Angriffe pro 100 erfolgen. zum Einen ist das falsch und zum Anderen eine Frechheit. Wenn mir ein Hund das Bein zerreißt dann ist mir das in dem Moment egal wie groß er ist, geschweige denn wie oft dieser gehalten wird. Da könnte man genauso sagen, dass weiße Hunde ungefährlich und schwarze gefährlich sind. Ein letzter Tipp noch für die Gemeinden, die die Hundesteuer festlegen (bei uns von 15 € auf 400€ im Jahr) : Ihr müsst die giftigen Wadenbeißer und des deutschen Lieblingshund (nachgewiesen mit den meisten Angriffen der deutsche Schäferhund) höher besteuern. Das bewirkt zwei enorme Effekte, 1. mehr Geld und 2. werden diese Halter endlich mal gezwungen ihre Tiere zu erziehen. ich sag nur das Beispiel wo ein angeleinter "Kampfhund" von einem freilaufenden Mischling getötet wurde und der Kampfhundbesitzer dann eine Anzeige bekommen hat, weil sein Hund keinen Maulkorb getragen hat. Verstehe das wer will, ich kanns nicht. Schaut euch die Besitzer an, redet mit den Leuten, veranstaltet Hundetreffen in den Gemeinden, dann wisst ihr welcher Hund gefährlich ist. mfG
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Neues Kampfhundegesetz

03.11.2010 18:09:00 von Roswita Reisinger
Ich kann es nicht verstehen, was Menschen sich für Rechte herausnehmen. Wir dürfen auf diesem Planet für eine begrenzte Zeit leben, aber wir haben nicht das Recht, was uns nicht paßt, einfach auszumerzen; wie z. B. bestimmte Hunderassen! Wir haben die Verpflichtung, Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. Ich selbst habe vor 6 Jahren einen AmStaff aus dem Tierheim geholt. Er ist der beste Schatz, den man sich nur vorstellen kann! Natürlich arbeite ich mit ihm. Er hat den Wesenstest, ist gechipt unf wir beide haben die Begleithundeprüfung erfolgreich absolviert. Das er versichert ist, versteht sich von selbst. Was ich nicht verstehen kann: warum muß ich 400 € Hundesteuer zahlen? Und jetzt noch dieses unsinnige neue Kampfhundegesetz! Leute, diese Rasse "Kampfhunde" gibt es nicht. Wer maßt sich an so etwas festzulegen? Die Gesetze, die wir haben sind völlig ausreichend, es muß einfach nur besser kontrolliert werden, daß "jeder Hund" ordentlich und verantwortungsvoll gehalten wird, dann ist es der beste Freund des Menschen! Bitte bestrafen Sie nicht diese wunderbaren Rassen, es wäre eine Schande, wenn es sie nicht mehr gäbe! Liebe Hundehalter wehrt Euch!
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Typisch Politiker

02.11.2010 16:42:00 von Claudia
Typischer Schnellschuss der Politiker. Genau wie die Flugzeuge jetzt aus dem Jemen. Anstatt wie vorgeschrieben die Flugzeuge zu durchsuchen werden die Flüge einfach verboten. Anstatt die auffälligen Hundehalter aus dem Verkehr zu ziehen, werden diese Hunde halt verboten. Der Bevölkerung wird suggeriert das alle diese Hunde gefährlich sind. Leider sind durch diese Einstellung die Beissattacken durch andere Hunde in die Höhe geschnellt weil die Leute zu unvorsichtig mit den Hunden umgehen weil: Die tun ja nix. Das sind ja nur die bösen bösen Kampfhunde. Das einzige was durch diese vollkommen unsinnigen Rasselisten und Verbote erreicht wird ist das die Bevölkerung in Panik versetzt wird und die Hundehalter werden immer mehr an den Rand gedrängt. Solange bis die Situation mal eskaliert und die Hundehalter gemeinsam gegen angehen.
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Das war es dann wohl

28.10.2010 13:13:00 von Tracy M.
Erschreckend, dass über so ein Gesetz überhaupt diskutiert wird.

Expertenwissen wird von der Politik absichtlich in den Wind geschlagen, die Leute (vor allem Menschen ohne Hund und ohne Hintergrundwissen) offensichtlich unter dem Deckmäntelchen des Volksgedankens und dem Schutz der Bürger auf niederträchtigste Weise an der Nase herumgeführt. Besitzer der Listis werden einfach so gnadenlos an den Rand der Gesellschaft gedrängt, müssen Schilder an ihren Häusern anbringen, als seien sie Schwerverbrecher, ihren Hund unfruchtbar machen - von den hohen Steuern ganz zu schweigen.

Doch es kommt noch viel besser. Es wird auch kein Hundeführerschein für alle Rassen Pflicht, sondern ein Mindestgewicht und eine Mindestgröße des Vierbeiners entscheidet über den Sachkundenachweis. Weil ja ein Hund von 18 kg und 38 cm Widerristhöhe niemandem schaden und schon gar keinen Menschen töten kann. Haha.Das ist der letzte Schrei... Eine rabenschwarze Comedyshow, bei der nur die rechtschaffenen Leute in Thüringen und deren Listenhunde nix zu lachen haben. Nein, ich selbst halte derzeit keinen Listenhund sondern einen Neufundländer-Mix aus dem Tierheim, jedoch hatte ich schon Listenhunde aus Tierheimen und einige meiner Freunde sind Besitzer solcher "killenden Monster", die keiner Fliege etwas zu leide getan haben. Diese wollen samt ihrer Familien in Kürze das Bundesland verlassen, einer davon hat schon einen neuen Job außerhalb Thüringens gefunden und ist heilfroh, diesem ganzen Affenzirkus nicht mehr ausgesetzt zu sein.

Ich verspüre tiefe Fremdscham für die Politiker hier, die es sich nicht nehmen lassen, auf Kosten von guten Besitzern und deren Listenhunden Schindluder zu treiben, während draußen weiter en masse große Hunde unangemeldet und unsachgemäß gehalten werden.
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Ein Wahnsinn der kein Ende nehmen will

27.10.2010 20:03:00 von Nicole Gelfert
Ich frage mich, ob es bei dem geplanten Gesetzentwurf wirklich darum geht, die Bevölkerung zu schützen, oder was der eigentliche Sinn des Ganzen ist.

Weshalb werden erneut wissenschaftliche Erkenntnisse vollkommen außer Acht gelassen, obwohl sich diese Rasselisten schon in anderen Bundesländern als absolut unwirksam erwiesen haben? Schon komisch, dass in Hessen die Beißvorfälle im Jahr 2000 vor Einführung der Rasseliste bei 72 lagen und im letzten Jahr auf 225 gestiegen sind, obwohl sich die Anzahl der Listenhunde um die Hälfte verringert hat. Wie erklären Sie sich das?

Die Wahrheit ist, dass die Hunderassen, die Sie mit Ihrer Verordnung gerne ausrotten möchten, eben besonders menschenfreundlich sind. Nur weil einzelne Hunde einer Rasse tödliche Beißvorfälle verursachen, ist nicht automatisch jeder Hund dieser Rasse eine Bestie. Übertragen Sie derartigen Unsinn auch auf die menschliche Spezies? Es würde doch niemand auf die Idee kommen, sämtliche Schäferhunde einzukassieren und zu töten, nur weil ein einzelner Hund dieser Rasse gebissen hat, oder?

In Bezug auf die Rasselisten finde ich folgendes Zitat von Friedrich Nietsche sehr passend: Gesetze verraten nicht das, was ein Volk ist, sondern das, was ihm fremd ist.

Traurig, dass es hier die Spezies Hund trifft, seit jahrtausenden treue Begleiter des Menschen.
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Wahnsinn de luxe

25.10.2010 18:37:00 von Dr. Annika Steinberg
Wenn Sie sich die Beißstatistik von Thüringen aus dem Jahr 2009, mal genau ansehen, werden Sie feststellen, dass die Liste mit Beißvorfällen nicht vom Am. Staff oder vom Pibull angeführt wird, sondern vom DEUTSCHEN SCHÄFERHUND. Denn der Schäferhund ist hier auf Platz 1 mit 135 (!!) Bissen in 2008. Danach kommt erst der Amer. Staff. mit 24 Bissen. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Und auf Platz 3 ist sogar der Golden Retriever.

Der Pitbull ist mit nur 4 Bissen verzeichnet und der Dogo Argentino mit 2.

Mit welchem Recht verbieten Sie also die Zucht von Staffs und sogar Pit Bulls, der auf den hinteren Plätzen dieser "Rangliste" zu finden ist? Wo steht da der Schutz des Volkes im Mittelpunkt? Sie verkaufen allen Ernstes die Massen für bescheuert und glauben, das merkt kaum jemand. Wieso fällt der Schäfi nur unter "große Hunde"? Auch wenn ich selbst getreu dem Motto lebe, "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast", spricht diese Statistik für sich. Es gibt keinen einzigen Grund, gerade Staffs und Pit Bulls in dieser Form anzuprangern. Ihre Politik ist vollkommen unlogisch, volksfern, verhetzend und nur auf Stärkung Ihrer eigenen Machtposition bedacht. Das fällt inzwischen hoffentlich der Majorität der Bürger auf. Und hat Konsequenzen.
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Anachronistisch und willkürlich

25.10.2010 14:47:00 von Dirk Schmelter
Man kann seinen (Kampf-) Hund gut erziehen, gut sozialisieren, gut im Griff haben, sich so verhalten, dass man niemanden belästigt, sich an alle Regeln halten, auch wenn es bei einigen Regeln wie der Anleinpflicht schwer fällt...



Man hat seinen Hund ordentlich bei der Gemeinde und dem Finanzamt angemeldet, hat eine Versicherung abgeschlossen...



Eine Frau mit 4 Mix-Hunden hat das alles nicht getan, wodurch es zu dem Unfall kam, bei dem ein kleines Mädchen zu Tode kam.



Als ich von dem Vorfall erfuhr, zog sich mir mein Magen zusammen, weil ich zuerst an das arme Mädchen dachte und was ihm widerfahren ist. Daraufhin musste ich aber auch daran denken, was für Folgen sich für Halter dieser Hunde ergeben werden.



Schuldig oder verantwortlich fühle ich mich selbstverständlich nicht, weil zwischen dem Verhalten der Frau und meinem Verhalten Welten liegen.

Wie kann es aber sein, dass ich als Halter demnächst sanktioniert und reglementiert werden soll? Ich kann diese Hexenjagd unc Ungerechtigkeit nicht verstehen.
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Vielen Dank

23.10.2010 20:31:00 von Steve Wunderlich
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber ,

mit Entsetzen stelle ich fest , Sie machen mit diesen Gesetzesentwurf wirklich ernst , dafür wollte ich mich bei Ihnen recht herzlich bedanken !

Es reicht also nicht schon aus , das in den Medien seit dem Vorfall 2000 in Hamburg gegen bestimmte Hunderassen gehetzt wird , es reicht auch nicht aus , das dank dieser Hetze normalen Bürgern vor bestimmten Hunderassen Angst eingeflößt wird und somit auch der Hass auf diese geschürrt wird . Nein es ist auch völlig normal , das ich mich als Halter eines Bullterriers seit 2000 auf der Straße beschimpfen und sogar bespucken lassen muss , es ist natürlich auch normal das nach meinen Hund schon geschlagen und getreten wurde , es ist ja immerhin ein Bullterrier , eine menschenfressende , blutrünstige Bestie .

Zum Glück handeln Sie und das Innenministerium jetzt endlich , um die Bevölkerung vor mir und meinen gefährlichen Kampfhund zu schützen , da wir ja als tickende Zeitbombe bezeichnet werden , die Schläfer der Al Kaida lassen grüßen .

Es ist vollkommen richtig von Ihnen , das wir jetzt in der Öffentlichkeit gekennzeichnet werden , ich schlage dazu hier einen Davidstern vor , denn dieser ist in Deutschland bereits bestens erprobt .

Um den ganzen Spuck eine Ende zu setzen , ist die Zwangskastration natürlich das beste Mittel , aber warum so umständlich , warum errichten wir nicht wieder zentrale Sammelstellen für diese Bestien und schicken sie als Rauch durch die Esse , das hat doch auch schon einmal bestens funktioniert , somit wäre das Problem doch beseitigt , quasi eine Endlösung , oder etwa nicht ?

Schlimm das sich seit 1945 in der Vorgehensweise nichts geändert hat , okay es handelt sich heute glücklicherweise nicht um Menschen , es geht nur um Hunde , nach deutschen Recht sind diese ja nochnichtmal Lebewesen , nein lediglich ein Sachgegenstand .

Glauben Sie wirklich das Sie auch nur einen Vorfall mit Ihren Gesetz verhindern ?

Die Realität wird so aussehen , das es dann schlichtweg andere Rassen sind , mit denen so etwas passieren wird , jeder Vorfall ist schlimm , und ganz klar einer zu viel , aber gänzlich verhindern werden Sie soetwas nicht können .

Dummerweise passieren die meisten der Unfälle im persönlichen Umkreis , wo nie ein Gesetz auch nur ansatzweise greifen wird , leider betrifft es dadurch meistens die Schwächsten die den Schaden davon tragen , wie Kinder .

Wie wollen Sie das bitteschön in den Griff bekommen .

All die jenigen normalen Hundehalter , die jetzt noch lachen können , werden in Zukunft vielleicht dann an unserer Stelle stehen , und die staatliche Willkür spüren , ganz nach dem Motto : `` heute betrifft es nur mich , aber morgen könntest es auch Du sein ´´ .

Außer die Schäferhundlobby , deren Einfluss in Deutschland ja um ein zig faches größer ist , als bei uns kriminellen Kampfhundehaltern , diese werden mit einen blauen Auge davon kommen , obwohl ihr Nationalheiligtum mit an den meisten Beissunfällen beteiligt ist !

Ich bezahle wie jeder ehrliche Mensch meine Steuern , ich bleibe als einer der wenigen Jugendlichen im Osten und helfe unseren Bundesland Thüringen beim weiteren Bestehen . Leider dankt es mir mein Bundesland nicht , obwohl ihm mein Geld , welches ich in Form von Steuern , hier sei besonders die horenden Kampfhundesteuer erwähnt , aber gut genug ist .

Ich habe meine Lehren aus diesen skrupellosen Handeln gezogen , ich werden Thüringen den Rücken kehren und es verlassen , ein Bundesland welches seine Bürger nicht zu schätzen weiss , ich es auch nicht wert für dieses ehrlich zu arbeiten und zu leben .

Sehr geehrter Herr Innenminister , Sie werden sehr viel Leid über diese Hunde und deren Halter bringen , ich hoffe Sie können trotzdem noch beruhigt schlafen , ich kann es nicht und ich bin besonders von Ihnen und natürlich auch Thüringens anderen Politikern enttäuscht .

Seltsam das soetwas Volksvertreter genannt wird .

Abschliessend bleibt mir nichts mehr zu sagen außer : `` Auf zur Hexenjagd , willkommen im Mittelalter , armes Thüringen ´´ .

MfG St. Wunderlich



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Keine Demokratie, weil der Staat schwach ist...

22.10.2010 16:02:00 von Konstantin Darampoucas
In einer Demokratie werden Minderheiten geschützt, in dem sie vor der Justiz gleichgesetzt sind bzw. von der Justiz gleich behandelt werden und sich der Staat von der Gesellschaft nicht zu populistischen Entscheidungen verleiten lässt, die Minderheiten benachteiligt.



Hierfür bedarf es eines starken Staates, der sich gegen Ungleichbahendlung wehrt und einer aufgeklärten Gesellschaft, die mit der nötigen Reife und Aufgeklärtheit schwierige Themen angeht, die nicht im Sinne der Mehrheit sind.

Wenn die Mehrheit mehr Sicherheit im Umgang mit Hunden verlangt, muss der Staat in einer Demokratie dem Willen der Mehrheit folgen, aber ohne dabei Minderheiten zu benachteiligen und ungerecht zu behandeln.

Die Minderheiten sind hier Halter von "Kampfhunden" bzw. Hundehalter allgemein.



Eine starke Regierung widersteht der Versuchung populistische Gesetze zu veranlassen nur um Wählerstimmen zu gewinnen.

Es wäre daher die Pflicht gewesen, vernünftige und sachlich vertretbare Gesetze und Regelungen zu finden, die schützen, sinnvoll sind, aber auch die Minderheit der "Kampfhunde-Halter" nicht auf Kosten des Populismuses benachteiligt.

Ich finde dieses Vorgehen als äußerst beschämend und hoffe, dass sich Politiker finden, die das Spiel auf Kosten der Hundehalter nicht mitmachen.
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Vielen Dank für die Blog-Einträge 13.10.2010 17:43:00 von Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums

22.10.2010 13:47:00 von Markus Herwig
Sehr geehrter Herr Edelmann,

für wie blöd halten sie eigentlich die Bevölkerung!? In dem im Betreff angezeigten Blog Eintrag sagen sie dass es extrem unterschiedliche Äußerungen zum Referentenentwurf gab und alle Beiträge in die Meinungsbildung einbezogen wurden! Wie erklären sie dann dass auf die Forderungen der Gegner dieses Entwurfes in keinster Weise eingegangen wurde und die Forderungen der anscheinend ausschließlich nicht öffentlich eingegangen Befürworter einer Rasseliste und noch härterer Regeln umgesetz werden? Warum werden die von ihnen benannten Zuschriften für Rasselisten und noch schärfere Regelungen nicht anonymisiert und veröffentlicht!? Fragen über Fragen die sie hoffentlich beantworten können oder in einem öffentlichen Anhörungsverfahren geklärt werden können. Sollte sich heraus stellen das es hier nicht mit rechten Dingen zu gegangen ist und die Bevölkerung bewußt für dumm verkauft wird weise ich vorsorglich darauf hin, dass ich, sowie viele andere Bürger sich rechtliche Schritte gegen die Landesregierung vorbehalten. Weiterhin weise ich darauf hin, dass ich diesen Beitrag auch über Andere Foren und Blogs verbreiten werde, für den Fall dass er hier nicht veröffentlicht wird.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Herwig
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Zwischen Mythos und Realität

22.10.2010 09:24:00 von José Fernandez
Mich wundert und ärgert sehr, dass nach wie vor keine Stellungnahme Ihrerseits erfolgte, auf welche Grundlagen Sie das neue Gesetz eigentlich stützen. Das schreit ja förmlich nach Lobbyismus.

(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

..."wie etwa die Bundestierärztekammer argumentieren, dass es keine aggressiven Hunderassen per se gebe, sondern die Gefährlichkeit eines Hundes nur im Einzelfall einzuschätzen sei. Insofern werde durch die Rasselisten der Bevölkerung eine Sicherheit "vorgegaukelt" und es wäre eine "pauschale Maßregelung von Hunden" und Haltern[4]. Sinnvoll sei es vielmehr, von jedem Hundehalter einen Befähigungsnachweis zu verlangen, da gefährliche Hunde nicht geboren, sondern von ihren Haltern erzogen würden. Zudem werden eine Haftpflichtversicherung und eine Kennzeichnung aller Hunde per Mikrochip gefordert. Einen ähnlichen Standpunkt vertreten unter anderem die Kynologen Erik Zimen, Dorit Feddersen-Petersen und Günther Bloch. Auch Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, des Instituts für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Veterinärmedizinischen Universität Wien kommen zu ähnlichen Schlüssen."

Mythos: Der Pit Bull kann durch seine spezifische Kieferform nicht mehr loslassen, man muss ihm den Kiefer auf jeden Fall brechen. Der Pit Bull verfügt zudem über eine Kiefersperre.

WAHRHEIT: Der American Pit Bull Terrier hat wie jeder andere Hund ein normales Gebiss. Er kann jederzeit (auch beim sog. verbeißen) wieder von seinem Gegenüber ablassen.

MYTHOS: Ein Pit Bull beißt mit über 150 kg per cm/2 zu.

WAHRHEIT: Eine grundlegende wissenschaftliche Studie über den Druck von Hundebissen existiert bis heute nicht. Selbstverständlich hat nicht jeder Hund die gleiche Kraft (ist bei Menschen ja ähnlich) - aber Angaben über kg per cm/2 sind eher aus dem mechanischen Bereich und würden in einer solchen Studie anders dargelegt werden. Zudem beißt ein Hund nicht immer mit derselben Kraft. Wenn er wütend ist, beißt er heftiger zu, als wenn er einen Rivalen lediglich in seine Schranken weisen möchte. Schlussendlich fragt keiner "Wie heftig hat er denn gebissen?" - sondern die Frage muss lauten "Hat er gebissen?" und vor allem "Aus welchem Grund hat er gebissen"



Nahezu 150 Jahre waren diese Rassen ganz normale und beliebte Familienhunde, wurden selbst im Krieg wegen ihrer Loyalität zu ihrem Besitzer vielfach ausgezeichnet. Eine Vielzahl dieser Hunde haben im Krieg ihr Leben gelassen, um Menschen zu RETTEN und jetzt sind diese Rassen ganz plötzlich "beißwütige, hochgradig gefährliche Bestien"? Das ist also der Dank von Ihnen und anderen Politikern an diese Hunderassen, dass Sie als böse Killermaschinen dargestellt werden. Das ist ein völlig verzerrtes, falsches Bild der Wirklichkeit. Ich kann derartiges aus meinen langjährigen Beobachtungen nur bestätigen. Sie setzen sich einfach über die Meinung vieler Experten hinweg und sogar noch schlimmer, über die Realität als solche hinweg. Denn die spricht eine ganz ganz andere Sprache als die himmelschreienden Rassenlisten und die Rassenpanikmache. Ich bin empört und ungläubig angesichts dieses denunzierenden rassistischen Gesetzes.
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Der Irrsinn geht in Phase 2

21.10.2010 14:01:00 von Joana Corso
Ich bin erschüttert angesichts dieser haltlosen Richtlinien. In diesem Land gilt Wissen offensichtlich gar nichts mehr. DAS soll Demokratie sein? Wie kommen Sie dazu, sich über die Meinung zahlreicher Hundefachleute, Hundetrainer, Tierärzte Tierheimmitarbeiter, Tierschützer einfach hinwegzusetzen und die Bundesbürger weiter mit dummen Vorurteilen kleinzuhalten? Wollen Sie die Zeit zurück-drehen und Zustände wie anno 1939 schafffen? Als langjährige Tierheimmitarbeiterin und Hundebsitzerin, vorwiegend im Ausland, habe ich selbst gesehen, dass die Unterschiede zwischen den so genannten Rassen viel kleiner sind, als es einige veraltete Rassebücher wahrhaben wollen. Gerade die Bullterrier und Staffordshire, die ich kennengelernt habe, waren, obwohl sie zuvor von Drogenabhängigen und betrunkenen Punkern gehalten und gequält wurden, völlig ruhig, aggressionslos und lieb zu allen Menschen. Dieses Verhalten bei eben diesen Hunden ist nicht die Ausnahme sondern die Regel. Jeder Hund braucht einen fachgemäßen Umgang, warum verteufeln Sie diese Rassen? Warum? Und eine solche Rasse hat kein Recht auf Existenz? Weil einige Leute, wie es bei der Tragödie in Oldisleben der Fall war, die Tiere sogar missbrauchen, nicht erziehen und obendrein fahrlässig mit ihrem eigenen Nachwuchs umgehen? Außerdem greift Ihr Gesetz da überhaupt nicht, die Hunde wurden einfach illegal gehalten. Und solche Leute werden auch weiterhin große Hunde illegal besitzen. Wer will so etwas überprüfen? Warum wird die Unfähigkeit des Menschen auf dem Rücken von Rassen ausgetragen? Was versprechen Sie sich im Endeffekt von dieser Rassenhetze ? Zuchtverbot? Die Nennung triftiger Gründe, warum man sich gerade einen "solchen" Hund halten möchte? Ebenso könnte man Fragen, warum jemand Motorrad fährt, auf Berge steigt, zum Golfen geht oder taucht... "There, I get a monkey"! Diese Hunde sind einfach ganz normale Hunde wie alle anderen auch, natürlich bei angemessener Erziehung. Das Gesetz ist einfach schrecklich und dient weder dem Schutz der Leute, noch dem der Kinder. Warum wird kein Sachkundenachweis für alle Rassen eingeführt?

Bestürzte Grüße

Joana Corso
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Gesetzesentwurf

21.10.2010 11:46:00 von Jana Wolff
Sehr geehrter Herr Prof. Huber, sehr geehrte Landtagsabgeordnete (es fällt mir sehr schwer dies zu schreiben),

ich kann mich meinen Vorrednern nur ansschließen: Ihr Gesetzesentwurf ist ein WITZ!

1. Hunde + Hundehalter mit Bestandsschutz brauchen keinen Sachkundenachweis abzulegen - sämtliche Hundehalter der letzten bekannten Beißvorfälle hätten somit Bestandsschutz da sie alle schon länger als 3 Jahre Hunde gehalten haben.

2. Es werden nur Hundehalter von "großen" Hunden belangt - meiner Erfahrung nach als Hundetrainerin sind dies allerdings die Menschen, die von sich aus meist schon mehr mit ihren Hunden machen (einfach um diese händeln zu können). Hundehalter mit kleineren Hunden sehen das alles meist viiiiiel lockerer...

3. Wo bleibt die Gleichstellung vorm Gesetz wenn ich als Halter großer Hunde Sachkunde nachweisen muss, Halter kleinere Hunde brauchen das nicht? Sind kleinere Hunde per se ungefährlicher oder müssen die Hundehalter nicht geschult werden???

4. Was bei Ihren ganzen Entwürfen usw. einfach absolut fehlt: Wir Hundehalter stellen eine starke Steuer- und Einnahmequelle sowohl für den Staat als auch für den Handel dar - wo wird dies berücksichtigt? Futter, Tierarzt, Zubehör, Versicherung, Steuer...

Einzig sinnvoll wäre ein Hundeführerschein für ALLE Hundehalter sowie eine Versicherungs- und Chippflicht.

Dies wäre richtungsweisend für andere Bundesländer (in der Schweiz z.B. schon längst Gang und Gäbe) und Thüringen hätte eine Vorreiterrolle. Aber stimmt ja - damit macht man sich ja in der breiten Bevölkerung keine Freunde und Durchsetzungsvermögen sowie Fachwissen braucht man ja auch dafür...

MfG Jana Wolff Hundetrainerin
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Kommentar 52

21.10.2010 10:02:00 von Familie Maronn
Sehr geehrtes Innenministerium,

ich bin völlig entsetzt! Zu welchem Zweck wurde dieser Blog eröffnet? Um die "Kampfhundebesitzer" ruhig zu halten? Um sie abzulenken? 25 Seiten lang wurde dieser Blog geführt, ohne eine vernünftige Stellungnahme von Ihnen. Und zu guter letzt kommt für alle engagierten Mitschreiber und Leser der Schlag ins Gesicht: Trotz seitenweise Widerspruch und Erklärung der Sinnlosigkeit dieses Gesetzes wird es exakt genauso durchgeführt, wie es geplant war. Doch zu welchem Zweck? Wie kann dieses Gesetz den Vorfall in Oldisleben oder jetzt in Kindelbrück verhindern? Meiner Meinung nach überhaupt nicht! Es finden sowieso schon kaum Kontrollen statt, nur dort, wo man "verpetzt" wird. Wer soll bitte die neuen Gesetze kontrollieren? Wieder trifft es genau die falschen. Die bestehenden Gesetze sind völlig ausreichend, aber sie werden ja überhaupt nicht umgesetzt.

Ich bin durchaus für eine Kennzeichenpflicht, ich bin ebenso für eine Hundehalterhaftpflicht für ALLE Hundebesitzer, aber was ich überhaupt nicht verstehen kann: Wieso darf ein 15-jähriger Junge mit 1 Schäferhund und 1 Bernhardiner Gassi gehen, nicht jedoch mit einem 20kg schweren Bullterrier? Wo ist da der Sinn?

Wo und wie fanden sicherlich über 90% der Beißvorfälle statt? Auf Privat-Grundstücken, von nicht angemeldeten Hunden, von nicht artgerecht gehaltenen Hunden! Immer wieder werden genau die Personen betraft, die sich liebevoll um ihre Tiere kümmern. Achtung Ironie: Der unangemeldete Labrador im 2qm Zwinger nebenan würde ja niemals zubeißen!

Ich kann über diese Politik nur den Kopf schütteln, es ist einfach nur eine Frechheit, wie versucht wird "andersaussehende" aus der Gesellschaft auszugrenzen. Eine Schande für Thüringen. Ich schäme mich für mein Bundesland.

Enttäuschte Grüße K.Maronn



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Neuer Beißunfall

20.10.2010 15:26:00 von Markus Herwig
Sehr geehrter Herr Innenminister, (das geehrt steht nur der Form halber)

wie ist denn die Stellungnahme zum neuen Beißunfall!? Nach Oldisleben waren sie ja sehr schnell mit Ihren Bekanntmachungen! Sie können froh sein dass sich dieser Unfall ereignet hat bevor Ihr unsachlicher und fachlich vollig unsinniger Gesetzentwurf verabschiedet wurden, ansonsten würde dieses Menschenleben auf Ihr Konto gehen. Um solche Zwischenfälle zu verhindern kommen sie um eine Halterschulung für alle Hunde nicht herum! Vielleicht nehmen Sie ja den neuen Zwischenfall zum Anlass den Gesetzentwurf in neue Bahnen zu leiten, ohne noch größeren Gesichtsverlust als Sie Ihn ohnehin schon erlitten haben. Sollten sie dazu nicht in der Lage sein sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen bevor es andere für Sie tun. Ansonsten bitte ich ALLE Hundehalter sich gegen diesen Irrsinn zur Wehr zu setzten. Mit freundlichen Grüßen

Markus Herwig Hundetrainer
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Der neue Gesetzentwurf taugt nichts

20.10.2010 13:00:00 von Familie Venus
Sehr geehrter Herr Prof. Huber, sehr geehrte Landtagsabgeordnete und Leser/innen,

es hat nun wieder einen tödliche Vorfall mit einem Hund gegeben (19.10.2010, Rottweiler-Schäferhund-Mix tötet Besitzerin bei Fütterung im Zwinger, Ort: Kindelbrück/Thüringen).

Der neue Gesetzentwurf hätte hier keine besseren Eingriffsmöglichkeiten gegenüber der geltenden Gefahrenhundeverordnung gebracht:

1) Es war kein Listenhund beteiligt. 2) Die 20/40-Regelung greift nicht, da der Hund "Bestandsschutz" hat (Regelungen wie Sachkunde betreffen nur Neuanschaffungen von großen Hunden). 3) Der Unfall passierte auf dem eigenen Grundstück.

Der Entwurf ist noch kein Gesetz und schon sieht man, dass er nicht in der Lage ist, diese Vorfälle zu verhindern. Was nun?

Noch einmal: Es gibt keine Rassen, die man per se als Kampfhunde einstufen kann. Es gibt aber sehr wohl gefährliche Hunde, die aber den verschiedensten Rassen angehören bzw. Mischlinge sind. Logisch ist aber auch, dass große Hunde mehr Schaden anrichten können als kleine.

Was ist ein Kampfhund (Quelle: Wikipedia):

Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen oder Ratten gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt. Hundekämpfe sind aktuell in vielen Ländern verboten, finden aber mancherorts im kriminellen Umfeld dennoch statt.

Zu diesen Kampfhunden zählt übrigens auch der Yorkshireterrier, der für den Kampf gegen Ratten gezüchtet wurde. Wer hält diesen heutzutage für gefährlich?

Bei all diesen Kampfhunden geht es um den Kampf gegen andere Tiere. Keine einzige Hunderasse wurde dazu gezüchtet, um Menschen anzugreifen! Ganz im Gegenteil: Gerade bei den Kampfhunden (bleiben wir mal bei diesem beleidigendem Begriff) wurden die Tiere sofort getötet, die auch gegen Menschen aggressiv waren. So schlimm und ekelerregend diese Hundekämpfe sind: Die Besitzer der Hunde mussten diese jederzeit trennen können, ohne dabei verletzt zu werden.

Es gibt auch heute noch Menschen, die Hunde für Hundekämpfe züchten, abrichten und einsetzen. Was wird dagegen getan?

Und um noch einmal auf die Gefährlichkeit gegenüber Menschen (die etwas komplett anderes als Aggressivität gegenüber Artgenossen oder anderen Tieren ist) zurückzukommen:

Der Mensch verursacht diese Unfälle durch seine Unwissenheit, Ignoranz und Grausamkeit. Oldisleben: Die Besitzerin ist durch die Hunde überfordert, lässt diese über lange Zeiträume allein, war auch während des Vorfalles nicht anwesend und tötet unerwünschten Nachwuchs ihrer Hunde, indem sie diesen mit einer Schaufel erschlägt. Eine Anzeige hatte keine Konsequenzen für die Halterin.

Sachsenburg: Eine alte Frau, die mit sich und ihrem Anwesen überfordert ist, so dass sogar Ämter eingeschaltet worden sind und die Mutter mit den Kindern dort herausholten, wird mit zwei großen Hunden und einem der Kinder allein gelassen. Die alte Frau wusste nicht, wie sie bei dem Vorfall reagieren sollte und wäre wohl auch körperlich nicht dazu in der Lage gewesen.

Kindelbrück: Hund fällt Besitzerin beim Füttern im Zwinger an. Mir sind noch keine näheren Details bekannt, aber wenn es sich hier um Zwingerhaltung handelte: Wie soll ein Hund lernen korrekt mit Menschen umzugehen, wenn er durch einen Zwinger von diesen weggeschlossen - aus dem Rudel ausgeschlossen - wird?



Geeignete Gesetze setzen beim Halter an und beinhalten keine unbegründeten Rasselisten. Weiterhin ist es nicht nur dringend notwendig, dass alle Halter Voraussetzungen wie Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzen. Auch Nicht-Hundehalter sollten gezielt über das Thema Hunde und den richtigen Umgang mit diesen Tieren informiert werden. Alte Vorurteile wie das Märchen vom bösen Kampfhund sollten endlich der Vergangenheit angehören. Zuletzt noch die Bemerkung, dass Gesetze nicht nur beschlossen sondern auch umgesetzt werden müssen. Was nützen immer strengere Auflagen, wenn nicht einmal die vollkommen ausreichenden bestehenden Regelungen kontrolliert werden?

Mit traurigen und nachdenklichen Grüßen

Familie Venus und Hund
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Kommentar 55

20.10.2010 09:59:00 von Joachim
Ich kann nahezu sämtliche Aussagen meiner Vorredner nur unterschreiben. Rasselisten? Unfruchbarmachung? Warnschilder an Häusern? What next? Ich bin bestürzt und stinksauer angesichts dieser infamen unhaltbaren Richtlinien. Meinen Sie ernsthaft, dass das neue Gesetz bestimmte Leutchen davon abhält, sich weiter große Hunde (Rotti, Schäfi-Mix, Molosser, Neufundländer usw.) zu halten? Wer zur Hölle will das kontrollieren, ob diese angemeldet sind? Und erst nachdem was passiert ist, heulen alle wieder rum u. fordern noch schärfere, gleichsam schwachsinnige Regelungen. Diese Hunde solcher Menschen werden genauswenig angemeldet wie die Hunde davor. Hier werden mal wieder nur die geseztestreuen verantwortlich handelnden Bersitzer zur Kasse gebeten, doppelt und dreifach, und als Dank endlos ausgegrenzt. Herzlichen Dank dafür, dass meine Hunde von vornerein als beißwütige Kampfmaschinen gelten, und Sie dieses dumme Vorurteil auch noch unterstützen, indem Sie es zum Gesetz machen. Nur so zu Ihrer Info: Ich habe Menschen in meinem Bekanntenkreis, die eigentlich Angst vor allen Hunden hatten, aber weil meine beiden Listenhunde besonders gut erzogene, ruhige Vertreter ihrer Art sind und alle Menschen mögen, haben diese Leute ihre Angst verloren und sind ganz begeistert von ihnen. Wir werden uns gegen diese Regelung zur Wehr setzten, auf jeden Fall und ich denke, wir werden bei weitem nicht die einzigen sein.
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rottweiler-schäferhund mischling

20.10.2010 09:25:00 von E. Goth
zur sinnlosigkeit der rasseliste:

kindelbrück, landkreis sömmerda, 19.10.2010! hund beißt sein frauchen tot!

rasse: rottweiler-schäferhund mischung!

ohne worte!
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Kampfhundeverordung/ Rassenliste

19.10.2010 21:41:00 von Hoffmann; Udo
Wer von Rasselisten spricht und diese fördert hat überhaupt keine Ahnung was er da tut. Es müsste eine Halterliste / Verordung über das halten von Hunden bei seinem künftigen Besitzer geben und nicht eine Rasseliste von Hunden die den Commerz der Städte und Gemeinden zu gute kommt. Jeder Hund ist formbar er muß nur richtig gehaltem werden und das ist bei 80 % der Hundehalter schlichtweg nicht so. Jeder Depp darf einen Hund haben ohne überhaupt eine Ahnung zu haben wie er mit diesem Tier umgehen muß. Und wehr Behauptet der Hund habe ohne Vorwahrung gebissen gibt ja zu die Zeichen (jeder gesunde Hund sende diese) seines Hundes nicht erkannt zu haben weil er keine Ahnung hat. Denn jeder Hund kann eine Waffe sein und darf man Waffen ohne Erlaubnis besitzen soweit ich weis nicht. Also ist der Ansatz bei den Rassen / Hunden doch wohl falsch es muß beim Halter / Besitzer angestzt werden. Darüber sollte mal ernsthaft Nachgedacht werden und nicht über eine Rasseliste was nur die Schwarzhaltung fördert. Wer von den Politikern kann den sagen das die Rasseliste die Beisataken verhindert bzw. abschwächt, ich glaube keiner. Also Hundebesitzer / Hundefreund mit Verantwortung währt euch gegen solchen Unfug der nur den Kommerz fördert aber nicht für sichert von Leuten sorgt die Angst vor Hunden haben.
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Kommentar 58

19.10.2010 18:40:00 von Nancy Schorn
Es gab schon unzählige Gutachten über die Gefährlichkeit von Hunden. Alle Experten sind sich darin einig das es wissenschaftlich unhaltbar ist, die Gefährlichkeit eines Hundes an seiner Rasse abzuleiten! Und dennoch gibt es weiterhin Diskriminierung und Rassenhass frei von sachlichen Begründungen. Die Medien verteufeln vereinzelte Hunderassen und die Politiker steigen mit ein und verunsichern die Öffentlichkeit mit Ihrer, aus Vorurteilen entstandenen, Gefahrenhundeverordnung. Dabei werden Hundebesitzer dem Volk als Täter präsentiert und von der Bevölkerung diskriminiert und öffentlich Angeprangert! Wo soll das noch hin führen? Armes Deutschland!
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Kommentar 59

19.10.2010 14:03:00 von Edmund M.
Das Gesetz ist ein sehr schlechter Scherz! Jeder, der über ein wenig Hirn verfügt, sieht, dass hier nicht die Allgemeinheit geschützt, sondern Augenwischerei der übelsten Sorte betrieben wird. Ein Hundeführerschein für "Kampfhunde"? Hund von vornerein als gefährlich einstufen gegen das Wissen und die Erfahrung vieler Experten? Würde mir das jemand erzählen, würde ich im ersten Moment einen Lachkrampf bekommen. Es ist aber leider bittere Wahrheit. Damit bieten Sie allen Menschen mit entsprechender krimineller Energie eine Plattform für den illegalen Besitz von Hunden. Tja, und die vorbildlichen Hundehalter samt ihrer Listen-Fellnasen werden noch mehr ausgegrenzt und dürfen weiter tief in die Tasche greifen. Da sieht man, was Deutschlands Politiker taugen...
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Kommentar 60

18.10.2010 12:18:00 von Elvira Kolb
Besonders schlimm an diesem kurzsichtigen Gesetzesentwurf ist, dass die ohnehin schon von den Medien verblendeten und sich für blöd verkaufen lassenden Bundesbürger in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass gewisse Rassen kein Recht auf Leben haben und dringend ausgerottet gehören. Dabei werden gerade diese Listen-Hunde in anderen Ländern sogar seit vielen Jahren erfolgreich als Rettungs- und Therapiehunde eingesetzt, weil sie generell ein festes Wesen und eine besonders hohe Reizschwelle haben, selbstverständlich nur bei entsprechender Erziehung, aber die benötigt jeder Hund. Noch Besorgnis erregender ist die Tatsache, dass dadurch keine schlimmen Vorfälle verhindert werden, viele der auffällig gewordenen Hunde werden nämlich, wie Sie sicher wissen, ILLEGAL gehalten. Wer kontrolliert, ob ein Hund legal gehalten wird? Sie, die Polizei, die Nachbarn? Gehen Sie ab jetzt regelmäßig in JEDEN Haushalt und überprüfen, ob die Hunde dort auch angemeldet sind? Inspizieren Sie auch den Keller, jeden Schlupfwinkel, ob man den Hund nicht da versteckt hält?Bestimmt... An Hunde ist ganz leicht ranzukommen, man denke nur an die überfüllten Tierheime im Ausland, an grausame Billigzüchtereien in Osteuropa usw. Inkompetente, kriminelle Leute kommen an ihren Vierbeiner schon ran, den sie dann verkorksen können... Hinterher wird das Geschrei wieder groß sein. Durch dieses Gesetz wird nur ein schon SEHR LANGE BESTEHENDES VÖLLIG FLASCHES VORURTEIL, dass gewisse Rassen nämlich per se gefährlicher sind, als andere, vorangetrieben. Congratulations, Deutschland macht einen Fehler nach dem anderen und vernünftige, vorausdenkende Menschen mit und ohne Hund müssen hilflos zusehen, wie sinnlose Verbote legalisiert werden. Mein Vertrauen in die Politik habe ich jetzt endgültig verloren. Ich sage nur noch: HUNDE ZÄHMEN - LEICHT GEMACHT. Fragen Sie mal wirkliche Hundeexperten. Dadurch, dass ein falsches Voruteil in Form eines Gesetzes erlassen wird, wird es nicht richtiger! Auch ich werde gerade deshalb immer mindestens einen Listenhund aus dem Tierheim halten, um der Welt zu zeigen, dass all diese Panikmache totaler Müll ist. Jetzt erst recht. Stellen Sie sich vor, ich habe ein Diplom und sogar Arbeit, 3 gesunde Kinder, die problemlos mit solchen Hunde aufgewachsen sind, und meinen Mann, der genauso seinen Kopf über diesen populistischen Entwurf schüttelt wie die meisten anderen Hundehalter.
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...eins schlag ins gesicht...

15.10.2010 19:53:00 von E. Goth
schweren herzens, aber ganz bestimmt muss ich heute sagen: ich schäme mich derzeit von grund auf, bürger dieses bundeslandes unter dessen vertretern zu sein!

im blog gab es fast ausschließlich eine einzige meinung, herr edelmann (nimmt man die unqualifizierten blogeinträge heraus). ich brauche wohl nicht näher darauf einzugehen.

auch der dümmste "nicht von grund auf dumme, sondern durch die medien verdummte" mensch wird in einiger zeit zu dem schluß kommen, dass weder rasselisten, noch verbote etwas ändern (an der stelle: bravo niedersachsen!). im gegenteil, der brave und mündige bürger wird sich schweren herzens an die gesetze halten. umso mehr wird es illegale hundehaltungen unter den bekannten zielgruppen geben. die schert ein gesetz einen dreck. und sehr viele tiere werden unermeßlich leiden müssen!

trotzdem ich gegen rasselisten bin noch ein beispiel: im april 2010 wurde in cottbus ein knapp ein jahr altes kind von einem schäferhund-husky mix zu tode gebissen. in den medien war davon kaum etwas zu lesen. ist wohl in einem anderen und fernen bundesland passiert, deswegen stehen diese rassen in thüringen nicht auf der liste?! oder wie erklärt man dem mündigen bürger in thüringen die aufgezählten rassen?? würden die verbände der polizei dann auch noch diesen entwurf begrüßen, wenn schäferhunde gelistet sein würden??!!

es ist alles so einfach und durchschaubar, dass es einem angst macht!

sollte es zu diesem gesetz in dieser form kommen, so muss ich als ehemann und künftiger familienvater sowie beamter einer deutschen behörde ohne eintrag im führungszeugnis, sogar ohne punkte in flensburg zum straftäter werden! denn durch künstlich und von der legislative wider besseren wissens erzeugtem (hunde-)rassenhass kann und will ich mich nicht, und schon gar nicht unter vorspielung falscher tatsachen davon abhalten lassen, einen (listen)-hund zu halten.

willkommen in der vergangenheit! bravo!
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Kommentar 62

15.10.2010 19:13:00 von Uwe
Dies ist wider einmal das typische Beispiel wie auf einfachste (und dazu noch primitive) Art und Weise versucht wird den Bürgern vorzugaugeln das irgentein Politiker im Landtag Sachkunde bei diesem Gesetz hätte. Wo bleiben die Schäferhund, die ja die meißten Beisunfälle herbeiführen (da gibts eine starke Lobby und die Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen). Wird dieses Gesetz verabschiedet haben SIE defenitiv nicht nur meine Stimme verloren.
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Das Letzte

15.10.2010 14:48:00 von Claudia Bühl
Ich kann mich Herrn Herwig nur anschließen. Ohnmächtig bin ich über die Ignoranz, die mit diesem Gesetz forciert wird! Absolut entsetzt. Das ist demütigend, vorsintflutlich und würdelos. Deutschland ist damit dann in Kürze die fortschrittlichste Nation der Welt gewesen. Demoktratisch? Die Demokratie wurde bereits beerdigt, als dieser grenzenlos unsinnige Entwurf verfasst wurde. Willkommen zurück, fast fühle ich mich wie im dritten Reich. Gar nichts wird sich durch dieses Gesetz zum Guten wenden, weil es nicht da ansetzt, wo es nötig ist! Ein ganz besonders erbärmliches Armutszeugnis für die Politik, ein Fausthieb ins Gesicht für jeden guten Hundeliebhaber! Ich freue mich schon, mich weiterhin noch stärker stigmatisieren zu lassen, weil dumme Menschen Dummes tun! Wenn ich könnte, würde ich die Politik eigenhändig zu der Grube führen, die sie anderen gegraben hat. Weil asoziale törichte Individuen nach Belieben Hunde halten dürfen, müssen Menschen mit Hundeverstand darunter leiden! Mein Hund, ein Bullterrier, verträglich und gehorsam, und ich danken Ihnen in besonderem Maße für Ihren Weitblick und Ihre intelligente Vorgehensweise... Danke für die Gerechtigkeit, die damit bewiesen wurde! Ich bin mir ganz sicher, dass sich Deutschlands Hundebesitzer, und ihrer sind viele, erheben werden, um die Gerechtigkeit zurückerlangen. Aufstand der Tierliebhaber, er lebe hoch! Der träge Haufen an Duckmäuser-Politikern muss schwinden.
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Gratulation

15.10.2010 13:42:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte, gewählte Volksvertreter, ich gratuliere ihnen von ganzem Herzen zu diesem Gesetzentwurf! Hiermit haben sie endgültig ihre Inkompetenz und ihren Unwillen die Bevölkerung zu schützen bewiesen. Rassenhass und Unfruchtbarmachung!? Man brauch nicht lange um zu wissen wessen geistiges Kind so etwas ist. Dabei wäre alles so einfach mit einem Hundeführerschein erledigt gewesen aber nein, wenn ich vor etwas Angst habe verbiete ich es einfach. Warum sind sie nicht in der Lage von anderen zu lernen!? Armes Thüringen!! Die nächste Wahl kommt bestimmt. Danke an die Linke und FDP für die Zusammenarbeit! Mit freundlichen Grüßen Markus Herwig p.S. Herr Huber unter den Hundehaltern Thüringens werden die Rufe nach ihrem Rücktritt laut!!!
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Kommentar 65

14.10.2010 15:32:00 von José Fernandez
Allein schon das In-Erwägung-Ziehen eines Vermehrungsverbotes für bestimmte Hunderassen lässt mich laut aufschreien. Das kann doch alles nicht wahr sein, das ist doch der reinste Wahnwitz! Es ist Wahnwitz, dass nicht schon längst ein für alle Hunderassen gültiger Hundeführerschein Pflicht ist. Ohne Ausnahme. Es ist unglaublich, das sich ganz leicht jeder noch so unqualifizierte Mensch sogar eine Vielzahl von Hunden halten kann. Nehmen wir an, die Staffordshire, Pitbulls usw. gibt es nicht mehr. Dann werden eben gewisse Leute auf andere Hunderassen umsteigen, so einfach ist das. Ein vergleichbarer Vorfall wäre mit beispielsweise zwei Doggen, einem Berner Sennenhund oder Bobtail nicht passiert? Wollen Sie das der Bevölkerung tatsächlich weismachen und den Medien neues Futter liefern? Liegt Ihnen die Bevölkerung wirklich am Herzen oder wollen Sie nur Vorurteilen noch mehr Raum bieten? Nun könnte manch schnippischer Hundegegner argumentieren, dass man am besten präventiv alle Hunde beseitigt. Genau, eine Ausrottung wird wahrlich das Problem auf Dauer lösen... Vor allem, da das gewisse nachlässige Klientel alias Gattung schlechte Hundehalter immer noch eine Menge menschlicher Nachkommen zu zeugen vermag, die es dann verderben kann. Es lebe die Jugendkriminalität. Außerdem gibt es ja immer noch das Ausland, da lässt sich ggf. für wenig Geld der passende Hund erwerben und über die Grenze schmuggeln. Mit der Ausrottung würden dann verantwortliche handelnde, vorausdenkende Menschen ihrer vierbeinigen Familienmitglieder (und Hunde sollten das im besten Fall für den Menschen sein), die niemandem schaden, beraubt. Von der Auslöschung der den Menschen das Leben rettenden Therapie- Rettungs- und Polizeihunde ganz zu schweigen. Sinnloser geht es nicht. Ich kann das alles nicht glauben. Da läuft der völlig falsche Film. Das Resultat ist doch stets das Gleiche. Wenn ein Hund nicht richtig behandelt wird, muss sich niemand wundern, wenn etwas passiert. Ein Hund braucht eine auf dessen individuelles Wesen zugeschnittene Förderung, Beschäftigung, Liebe und eine konsequente Führung, der eine Hund mehr, der andere Hund weniger. Aber das an Rassen festzumachen, basiert auf keiner wissenschaftlichen Erkenntnis, das ist einfach Humbug der schlimmsten Sorte. Es stimmt, ich sehe immer wieder Menschen, die ganz offensichtlich mit ihrem Hund überfordert sind. Keine Schande an sich. Wenn sich diese Leute rechtzeitig an einen geeigneten Hundetrainer wenden, (davon gibt es genug und selbst im TV sind regelmäßig Hundeprofis wie z.B. Martin Rütter zu sehen) das Problem so in den Griff kriegen, ist alles wunderbar. Oder, sollte das Problem bestehen bleiben, den Hund zu passenden Besitzern geben. Ich bin jedes Mal wieder schockiert und wütend, wenn auf mich und meine beiden "Listenhunde" wildfremde Hunde unangeleint zuschießen, von deren Besitzer ich mir dann anhören muss, "Der tut nix". Das letzte "Der tut nix" endete für meine Hunde beim Tierarzt... Zum Glück sind meine beiden "Kampfis" kreuzbrave Hunde, die nichts aus der Ruhe bringt. Sie wurden mehr als ein Mal gebissen von nicht ausreichend erzogenen NICHT-Listenhunden (ja, das ist möglich), sogar ohne zurück zu beißen. Die Beißer waren ein Pudel und ein Golden Retriever. Ein allgemein gültiger Hundeführerschein würde dem vorbeugen. Da wüssten die Leute, wie sie mit ihren Hunden umgehen müssen - und würden mal ein gutes Buch über Hundekommunikation u.ä. lesen, zwecks Bestehen der Prüfung. Lesen bildet. Als Besitzer von American Staffordshire Terriern, Vater dreier Kinder und promovierter Sprachwissenschaftler fordere ich, dass allein beim Halter angesetzt wird. Denn dort befindet sich die Wurzel allen Übels. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand.
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Schablonenhaft und populistisch

14.10.2010 13:58:00 von Bischoff S.
Sehr geehrte Damen und Herren,

der geplante Gesetzesentwurf ist nach Schema F erstellt und soll so wenig Leuten wie möglich weh tun. Die Meinung von Fachleuten ist nicht berücksichtigt worden, obwohl sich von dieser Seite engagiert und reichlich Hilfe angeboten wurde.

Es ist offensichtlich, dass die Regierung kein Interesse an sachlich zutreffenden und vernünftigen Regelungen hat.

Welche Experten wurden hier zu Rate gezogen?

Es wird sich bundesweit keine fachkundige Person finden, die Rasselsiten für den richtigen Weg ansieht. Im Gegenteil gibt es bundesweit unzählige Experten, die sich klar gegen Rasselisten aussprechen und andere Lösungen vorschlagen.

Das Gesetzes ist ein Tritt in den Hintern für alle Hundehalter und besonders für Halter bestimmter Hunderassen.

Hier wird mal wieder deutlich, wie achtlos und respektlos über die Köpfe der Bürger entschieden wird.
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Das ist so lächerlich!!!!!!

14.10.2010 12:27:00 von Markus Herwig
So viel zur Demokratie und Bürgerbeteiligung!!

Hier gibt es 233 Kommentare die meisten sprechen sich eindeutig gegen Rasselisten aus und was steht im neuen Gesetzentwurf!???? Ist diese Landesregierung wirklich so unfähig??? Zum Glück liegen die fertigen Klageschriften in der Schublade!
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Vielen Dank für die Blog-Einträge

13.10.2010 17:43:00 von Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen herzlichen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die die Gelegenheit genutzt haben, uns durch einen Eintrag hier im Blog oder schriftlich oder per E-Mail ihre Meinung zum Referentenentwurf mitzuteilen.

Die in den Stellungnahmen zum Ausdruck gebrachten Meinungen könnten gegensätzlicher nicht sein. Das Meinungsspektrum reicht von der Forderung nach der Beibehaltung der Gefahrenhundeverordnung ohne irgendwelche Änderungen oder Verschärfungen bis hin zur Forderung nach der sofortigen Abschaffung aller Kampfhunde.

Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir auf die zahlreichen Blog-Einträge nicht antworten konnten. Dies liegt nicht etwa an der großen Zahl der Stellungnahmen, sondern vielmehr daran, dass wir mit der Bitte um Stellungnahmen die Öffentlichkeit in das offizielle Anhörungsverfahren zum Gesetzentwurf eingebunden haben. Ein auch für uns neuer Weg. Bislang haben wir immer nur die jeweils betroffenen Verbände um schriftliche Stellungnahmen gebeten. Auf Grundlage solcher Stellungnahmen wird der Referentenentwurf ggf. geändert und dann erneut dem Kabinett zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Meinungsbildung der Landesregierung findet somit im Rahmen dieser zweiten Kabinettberatung statt. Für die Mitarbeiter des Innenministeriums war es daher nicht möglich, schon vor der abschließenden Beratung und Meinungsbildung im Kabinett aus Sicht der Landesregierung auf die vorgetragenen Argumente oder Vorschläge einzugehen. Gleichwohl kann ich versichern, dass die Häufigkeit bestimmter Forderungen im Blog bzw. in den Zuschriften und E-Mails und natürlich auch deren Inhalte nicht unberücksichtigt geblieben sind.

Auch wenn wir nicht unmittelbar antworten konnten, so hat sich aus unserer Sicht das Einbeziehen der Öffentlichkeit in das offizielle Anhörungsverfahren zum Referentenentwurf voll und ganz gelohnt. Für uns ist dies eine Bestätigung dafür, dass die Einbeziehung der Öffentlichkeit den richtigen Weg darstellt und daher wird diese Einbeziehung von uns zum Regelfall gemacht. Wir werden zwar nicht zu jedem Gesetzentwurf einen Blog anbieten, weil nicht jedes Gesetz so sehr im Rampenlicht steht wie das zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren. Aber wir haben bereits angefangen, die Referentenentwürfe nach der Billigung im Kabinett in das Internet zu stellen und bitten um Stellungnahmen mittels E-Mail.

Gerne nehmen wir aber auch Anregungen auf, zu bestimmten Gesetzentwürfen doch noch einen Blog einzurichten.

Übrigens hat die Landtagsabgeordnete Berninger sich in einer Mündlichen Anfrage danach erkundigt, warum das TIM die Blog-Einträge nicht unmittelbar kommentiert. Wegen der Vielzahl der Mündlichen Anfragen konnten bei der letzten Landtagssitzung allerdings nicht alle Anfragen beantwortet werden, so dass Frau Berninger die Antworten schriftlich erhalten wird. Sobald die Antwort zur Landtagsdrucksache geworden ist, werde ich die Antwort des TIM auch hier im Blog einstellen.



Nochmals vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Stellungnahmen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Edelmann Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
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das schlimmste ist eigetreten

12.10.2010 18:51:00 von Anna
...ich finde es gleicht einer Ausgrenzung aller Menschen die stefforts und co als liebevolle Familienhunde halten.Die Kennzeichungspflicht an Häusern läd gerade dazu ein das Bürger auf diese Menschen losgehen.Dieses Gesetz verurteilt alle Hunde dieser Rasse dabei wird keiner davon böse geborne wie auch Menschen nicht...Die Leute die diese Hunde zu Kampfmaschienen ausbilden habne sie sowieso nicht angemeldet und kein Mensch kann sich gleichzeitig um 4 Hunde kümmern.Welche statistik belegt die Gefährlichkeit?die Ehrlichen Leute und die Hunde werden bestraft.Warum Tauchen keine Huskys oder andere Rassen auf?Auch bei diesen Rassen gab es tödliche Unfälle .Aber "Kampfhund" das erregt mehr aufsehen und befriedigt die Hetze.Jeder Hund in enge greift an auch ein Malteser eine allegemeine Haftpflicht, ein Hundeführerschein und ein Sachkundenachweis für alle Halter würden die Menschen und Tiere viel mehr schützen.Denn da fallen alle Hunde rein!Nachdenken-Umdenken!
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Rasselisten

12.10.2010 12:51:00 von Eva
Wie wenig diese Gesetze auf sachlichen und wissenschaftlichen Grundlagen enstehen, wird an dem Fall Oldisleben sehr deutlich. Es wird nachdrücklich behauptet, dass es sich hier um Staffordshire Bullterrier gehandelt habe. Wie mir eine Zeitung bestätigt hat, wurden die Angaben über Rasse und Gewicht von der Polizei gegeben. Die Hunde wurden im Presseartikel als"Kolosse mit 30 bis 40 Kilo" angegeben. Wer den Stafforshire Bullterrier und seinen Rassestandard kennt, weiß dass diese Hunde eine Schulterhöhe von 35,5–40,5 cm und ein Gewicht Rüden: 12,7–17 kg, Hündinnen: 11–15,4 kg erreichen. Ein Stafforshire Bullterrier mit 30 Kilogramm Gewicht könnte sich überhaupt nicht mehr bewegen. Also was waren das für Hunde???? Ein Jahr nach dem Fall Volkan in Hamburg, wurde ein Mädchen von dem Schäferhund ihres Vater totgebissen. Wer kann sich an den medialen und politischen Aufschrei erinnern. In diesem Zusammenhang prominente Hundehalter, Helmut Kohl / Schäferhund, Otto Schily(Bundesinnenminister als die Hundegesetze in vielen Bundesländern entstanden) Schäferhund. Dirk Niebel/ Golden Retriever. In diesem Zusammenhang zwei Aussagen von Experten:21.12.2009 (huj) Fichtlmeyer: Zunehmend "gefährliche" Golden Retriever Der bayerische Hundetrainer Anton Fichtlmeier hat als Gutachter vor dem Landgericht Stralsund in einem noch anhängigen Verfahren von seinen "Erfahrungen" berichtet, dass es in der Rasse Golden Retriever "zunehmend gefährliche Hunde" gibt. Martin Rütter in seinem Buch Eine Couch für alle Fälle 2 Seite 75: „Wir hatten im letzten Jahr(2003) 6 Hunde zur Therapie, die so stark gestört waren, dass sie eingeschläfert werden mussten. 3 davon waren Golden Retriever.“ Zum Thema Statistiken: es wird immer angeführt, dass es ja wesentlich mehr Schäferhunde gibt als "Listenhunde". Die Beißstatistieken relativieren sich, wenn man weiß, dass in NRW z.B. Bestände von "Listenhunden" von einigen Städten überhaupt nicht gemeldet wurden. Wenn dagegen die Vorfälle mit "Listenhunden" gemeldet werden, ergibt sich natürlich eine höhere "Auffälligkeitsquote" beim Listenhund. Zudem wird jeder, dessen Hund ein Listenhund-Mischling ist, ihm aber phänotypisch nicht anzusehen ist, diesen, wegen der Auflagen und Hundesteuersätzen bis zu 600 €/Jahr nicht als solchen anmelden. Ein Schäferhundbesitzer hat ja keine Grund seinen Hund nicht anzumelden. Zudem müßte es Pflicht sein(wie in der Schweiz), dass jeder Hundebiss von Ärzten bzw. amtlichen Stellen zentral gemeldet werden müßte. Die Mehrzahl der Kinder wird nämlich vom Familienhund oder Hunde aus dem Bekanntenkreis verletzt. Diese Fälle werden nur öffentlich, wenn bestimmte Rassen involviert sind.Dazu kommt, dass bestimmte Rassen in den Medien nur als zahnfletschende Bestien dargestellt wird. Beißt aber eine Golden Retriever (27.Oktober 2009 Freiburg i. Br. (aho)Lebensgefahr Hund beißt Säugling in den Kopf Ein 10 Monate alter Junge ist von einem Hund angegriffen und in Kopf und Nacken gebissen worden. Das Kind wurde lebensgefährlich verletzt.) wird immer betont, dass Golden Retriever liebste Familienhunde sind und was bloß falsch gelaufen ist oder war das Tier krank? Haben Sie schon einmal in den Medien gehört, dass der American Staffordshire Terrier in den USA gerne als Behindertentherapiehund genommen wird. Ja wegen seiner Menschen-freundlichkeit und hohen Reiszschwelle. Oder das in Großbritannien der Staffordshire-Bullterrier ein beliebter Familienhund ist und sogar Familien mit Kinder von Tierärzten empfohlen wird? Merkwürdig es gibt Hunderassen, die haben nur schlechte und andere Rassen haben nur gute Eigenschaften? Obwohl beide vom Wolf abstammen, beide Beutegreifer sind, beide auf dieseselbe Weise lernen, z.B. American Staffordshire Terrier und Golden Retriever beide ein Scherengebiss besitzen usw. Anstatt ein Innenministerium das Hundegesetz eines anderen Bundeslandes nur kritiklos übernimmt, empfehle ich hier einmal einige Buchtitelund Schriften zur Weiterbildung Burkhart, Stefan : Das Pitbull-Syndrom Bradley, Janis : Hunde können beissen Barth-Muth, Gina: Feindbild Hund und Halter Fleig, dieter Die große Kampfhundlüge Duffé, Thomas : Dogface, Seite 66 – 104 Baumann, Thomas: ...damit wir uns verstehen, Seite 226-228 Diverse Dissertation der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Schriften von Frau Feddersen-Petersen, Prof. Dr. Stur, Günter Bloch usw. Diese Menschen befassen sich seit Jahrzehnten mit dem Lebewesen Hund.
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@ Statistiker

11.10.2010 19:58:00 von Barbara Telker
Vorsicht mit der prozentualen Auslegung von den statistisch ermittelten Zahlen!! Vielleicht ist, auf die Populationsgröße runter gerechnet, tatsächlich der prozentuale Anteil von auffällig gewordenen "Kampf"hunden größer als der von z.b. Dackel, Mischlinge, Schäferhund usw. ABER im reellen Leben sieht es trotzdem so aus: Schäferhund, altdeutscher Schäferhund und Mischlnge dieser: insgesamt 59 verletzte und schwerverletzte Menschen im Jahr 2009, von allen 4 "Kampf"hunden und deren Mischlingen zusammen (!) dem gegenüber "nur" 13 Menschen verletzt, bzw. schwer verletzt. Die Zahlen sind eindeutig, eine prozentuale Auslegung in diesem Fall ist Augenwischerei. Wollen sie denn einem der Opfer von Schäferhunden sagen "Pech gehabt, davon gibt es nun mal deutlich mehr, aber keine Sorge, in der Statistik fallen sie nicht weiter auf!"?? Selbst der allseits als Familienhund beliebte Golden Retriver verzeichnet im Jahr 2009 insgesamt 15 Menschen, leicht- und schwerverletzte, auf sein Konto. Und ich betone noch einmal: ALLE 4 Rassen der "Kampf"hunde (am. Staff, Staff. Bull, Bulli und Pitbull) haben selbst ZUSAMMEN gerechnet nicht so viele Vorfälle zu verzeichnen! Eine Prozentuale Auslegung, nur um zeigen zu können, dass prozentual nun mal doch mehr Listis zubeißen, ist in dieser Sache absolut unangebracht. Auch, wenn der Prozentzahl deutlich mehr Vorfälle mit den ohnehin schon stigmatisierten Rassen als mit anderen Rassen angerechnet werden können, sieht es mit absoluten Zahlen aber nun mal so aus, dass andere Rassen deutlich öfter zubeißen. Warum also überhaupt über eine Liste nachdenken?? Listen sind ein absoluter Rückschritt, sie erlauben KEINE adäquate Beurteilung oder gar Kontrolle der Situation. Das einzige, was hilft, ist ein Sachkundenachweis für ALLE Halter, mehr Kontrolle seitens der Züchter, wen sie ihre Welpen verkaufen, mehr Kontrollen seitens der Tierheime, wem sie ihre Schützlinge anvertrauen, mehr Kontrolle seitens der Ordnungsämter, die bereits bestehenden Gesetze zu kontrollieren. Die bestehenden Gesetze reichen aus, ich wiederhole mich zum x-ten mal, aber ohne ausreichende Kontrollen wird es auch keine Besserung geben. Da bringen die ganzen geplanten Auflagen, Rasselisten und sonstiger Mist einfach absolut nichts. Ich als Hundehalterin bin der festen Meinung: Wer einen Hund halten möchte, MUSS sich mit den arttypischen Verhaltensweisen auseinander setzen. Solange dies nicht in der Gesellschaft ankommt, solange sich weiterhin jeder -auf gut Deutsch gesagt- Idiot nen Hund anschaffen kann, wird es LEIDER auch immer wieder so schlimme Vorfälle geben!
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Kommentar 72

07.10.2010 11:47:00 von Anita
Guten Tag, Herr / Frau Statistiker, bei weitem nicht alle Liebhaber der Listenhunde verweisen auf die Beißstatistiken. Viele Kommentatoren tun dies gar nicht. Für mich sind diese ganzen Statistiken völlig sinnlos, auf die Listen gehören weder der deutsche Schäferhund, noch der Staffi noch sonst irgendein Hund. Hunde sind immer nur die Produkte der Kompetenz der menschlichen Kompetenz oder eben der menschlichen Unzulänglichkeit. Es gibt außerdem keine Kampfhunde, es gibt nur in 16 Bundesländern 16 (!) verschiedene Listen, von denen jede andere Rassen als gefährlich darstellt. Dass das jeglicher Logik entbehrt, ist sicher klar. Leider kann selbst ein Dackel ein kleines Kind leicht tödlich verletzen, weil er mit ihm fast auf Augenhöhe ist, vor allem, wenn das Kind sitzt oder gar liegt. Da sind die Eltern, die Besitzer gefragt, nicht das Kind oder Hund.
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hanebüchener Unsinn

05.10.2010 17:00:00 von Klaus Schlatterer
Was soll dieses doofe Gesetz bezwecken? Wollen Sie wirklich einige Hunderassen beseitigen, um die Menschheit zu "retten"? Mit welchem Recht? Auf wessen Kosten? Ich glaube, es hackt. Dafür müssen, wie immer, nur die ohnehin schon verantwortlich handelnden Hundebesitzer zahlen, in jeglicher Hinsicht. Denn die trifft man mit diesem Gesetz bis ins Mark. Da werden bestimmte Hunde einfach per se unter Verdacht gestellt und andere nicht. Was für ein an das dritte Reich erinnernder Mist. Und was ist der Grund? Weil einige Möchte-gern-Eltern ihre Sorgfaltspflicht nicht Ernst nehmen? Weil gewisse Leute mit ihren Flokatis nicht zurecht kommen und diese trotzdem behalten dürfen? Ein Hundeführerschein für alle, eine praktische wie theoretische Prüfung, das wird die Spreu vom Weizen trennen. So was sollte in einem Land, in dem es sowieso für jeden Krümel ein Verordnung gibt, kein Problem darstellen. Wir leben in einer Zeit, in der man weiß, dass das Universum ständig weiter expandiert, nur scheint der menschliche Horizont in gleichem Maße zu schrumpfen.
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Beisswut

05.10.2010 14:24:00 von Statisiker
Ohne alle 225 bisherigen Beiträge gelesen zu haben, fällt auf, dass die Liebhaber der vom Gesetz betroffenen Rassen auf die Beisstatistiken verweisen, die tatsächlich auf den ersten Blick andere Schlüsse zulassen könnten. Aber es meiner Meinung nach nicht beachtet, dass die "Spitzenreiter" der Liste eine weitaus größere Verbreitung besitzen. Es macht eben schon einen Unterschied, ob von 10000 Dackeln; Schäferhunden 20 zugebissen haben (--> 0,2 %) oder von 100 sog. "Kampfhunden" "nur" 2 (--> 2 %). Außerdem ist der gemeine deutsche Kampfdackel nicht in der Lage den Kopf meines Kindes wie eine Walnuss zu knacken. Grundsätzlich bis ich aber auch der Meinung, dass vielmehr beim Halter (Hundeführerschein etc.) anzusetzen ist.
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Sie haben Recht...

05.10.2010 10:35:00 von Barbara Telker
Herr Christian A. Meyer, ich muss ihnen einmal zustimmen. Solche Hundehalter werden kaum in die Pflicht genommen. Es herrscht -grad in Ballungsräumen, in Städten etc.- fast überall in Deutschland Leinenzwang, spezielle Freilaufflächen sind ausgewiesen. Trotzdem werden Hunde immer wieder von den Leinen gelassen, mit der Begründung "Der tut nix!" Vielleicht tut er 10 Jahre lang wirklich nix - bis einmal eine für den Hund bedrohliche Situation kommt, dann ist es zu spät. Ich kann die Angst und den Zorn von Nichthundehaltern absolut verstehen, bin ich doch selber Halterin eines "Kampf"hundes (American Staffordshire Terrier). Ich selbst hasse es wie die Pest, wenn nicht angeleinte Hunde auf meiner Hündin zurennen und dann hlrt man von weit her "Keine Sorge, der will nur spielen!!" So auch jüngst vor 3 Wochen ein Herr mittleren Alters, einen sehr großen Mischlingsrüden an der Leine. Sein "nur spielen wollen" gipfelte meinerseits bei einem besuch beim Tierarzt, dieser frei laufende Rüde kam ohne Leine angeschossen und flog direkt auf meine Hündin. Wir haben den Rüden erst im letzten Moment bemerkt, da er von hinten angerannt kam. Das in einem Gebiet, in dem absolute Leinenpflicht herrscht. Meine Hündin (die ja ein angeblicher Kampfhund ist, angeblich imstande sein soll, Bären zu töten und angeblich eine Beisskraft von mehreren Tonnen haben soll) hatte gegen den Rüden nichts auszusetzen, sie lag schreiend auf dem Rücken. Trotzt dieser absolut unterwürfigen Geste ließ der fremde Rüde nicht von ihr ab. Sie trug mehrere blutende Macken, ein Riss im Ohr, der geklebt werden musste, eine Zerrung in der Schulter und einen dicken Bluterguss am Hals davon. Kommentar des Halters :"Ach seien sie froh, dass ihrer eine Hündin ist, wärs ein Rüde, wäre meiner erst richtig wild geworden!!" Das SOLCHE hundehalter ihre Hunde in Leinenpflichtigen Gebieten ableinen ist absolut unverständlich. Aber aufgrund des Sparkurses unserer lieben Damen und Herren Politiker hat kaum eine Stadt mehr das verfügbare Personal, verstärkt Kontrollrunden zwecks Beobachtung der Leinenpflicht zu gehen.

Des weiteren habe ich vor Jahren eine Situation beobachtet, in der ein alberner junger Labrador auf ein kleines Kind von etwa 3 Jahren zuhüpfte. Kommentar Halter:"Der spielt nur!!" Das machte dieser Hund wirklich. Er zeigte vergnügte Spielbeugen, sprang vor lauter Übermut mit weit gespreizten Voderpfoten nach vorn - natürlich haute er dabei das kleine Kind voll um. Hätte dies ein Hund anderer Rasse getan - er wäre wahrscheilich an ort und Stelle von der Polizei erschossen worden...

Als Listenhundhalterin muss ich wieder sagen: JA zu Sachkundenachweis für ALLE Halter, JA zur Chippflicht ALLER Hunde, JA zur Haftpflicht für ALLE Hunde.

Aber ich distanziere mich absolut von Zwangskastrationen, der gesellschaftlichen Marginalisierung verantwortlicher Halter durch Schilder an Türen etc.

Ich verstehe absolut, wenn Menschen Angst vor Hunden haben weil zu viele Hundehalter der Meinung sind, die Gesellschaft müsste sich IHNEN anpassen. Das ist irsinn. Es muss ein Mittelweg gefunden werden, der auf Akzeptanz und Tolelranz beider Seiten beruht. Fangen wir als Hundehalter damit an: Ab sofort nehmt eure Hunde an die Leine und haltet sie kurz, wenn Fussgänger, Radfahrer etc. entgegen kommen. Ab sofort lasst eure Hunde nur in entsprechenden Gebieten frei laufen. Ab sofort ruft sie ab und leint sie an, wenn kleine Kinder vorbei kommen. Das ist nicht schwer und tut dem Hund nicht weh. Ich spreche aus täglicher Erfahrung.
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was tun???

02.10.2010 22:49:00 von Christian A. Meyer
In der ganzen Diskussion um gefährliche Hunde, die für mich grundsätzlich erstmal jeder Hund ist, fehlt mir eine Frage.

Inwieweit ist ein Hundehalter verantwortlich? Ich selbst war gestern zum joggen unterwegs und begegnete einem Hundehalter mit zwei großen Hunden (für mich grundsätzlich als gefährlich einzuschätzen). Der Hundehalter hat seinen zwei Hunden zwar hinterher gepfiffen und gerufen, aber die Hunde haben nicht reagiert. Ich konnte mich zusammenreißen und ruhig bleiben, obwohl mir das nicht leicht gefallen ist und der Hundehalter hat in keiner Weise gezeigt, dass er an der Situation etwas ändern möchte.

Klar ist, dass das Problem am menschlichen Ende der Leine liegt. Nun aber das Problem von konkret Geschädigten: Wie soll ich mich denn nun normalerweise verhalten, wenn nicht mal ein Hundehalter seiner Hunde im Griff hat? Warum gibt es nicht dafür eine strafbewehrte Handlung?

Für mich war das ganze eine bedrohliche Situation, da ich die Hunde nicht kannte und ich mich bei zwei Hunden auch überfordert fühle. Sollte man nicht dort beginnen und Handlungen mit Strafe bewehren, wo Halter nicht in sachgerechter Art und Weise mit ihren Hunden umgehen? Damit meinen ich auch das passieren mit Hunden an der langen Leine an Kleinkinden.

Von mir aus kann jeder jeden Hund halten, aber ich bezweifele, dass jeder Halter dazu in der Lage ist. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jeder Hund von klein bis groß gefährlich werden kann. Wenn das jemand anzweifeln will, kann ich gern "Hundangriffsmarken" von kleinen Hunden an meinen Kleidungsstücken nachweisen.
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Kommentar 77

01.10.2010 08:42:00 von Florian R.
So weit sind wir also schon in Deutschland. Weil einige Familien mit asozialem Touch ihrem Nachwuchs nicht gerecht werden und den Tod ihrer Kinder sogar provozieren, schreit man nach der Auslöschung der Kampfhunde. Wäre es nicht so traurig, müsste ich fast lachen. Das Gro der Durchschnittsbürger, die Politik, die Gesetzgebung wollen sich allen Ernstes solchen intellektuell minderbegabten und sozial verwahrlosten Individuen unterordnen. Nicht zu fassen, das ist der Gipfel. Ich dachte eigentlich, die Intelligentesten sollen die Welt vorwärts bringen, sie verbessern, nicht schlimmer machen, als sie es je war? Ich packe dann mal meine Sachen und wandere aus, schlimmer kann es anderswo auch kaum sein.
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Rasselisten

29.09.2010 16:44:00 von Gerd Berg
Als (eigentlich) nicht betroffener Chihuahuahalter kann ich mich der allgemeinen Ablehnung von Rasselisten nur anschließen.

Halter, die ihre Hunde bewusst sozialisieren und rassetypisch beschäftigen, kennen ihre Tiere und werden kritischen Situationen vorausschauend begegnen.

Das Gesetz sollte einen Betrag leisten, dass Hundehaltung verantwortungsbewusster erfolgt, ggf. auch dadurch, dass Halter stärker in die Pflicht genommen werden.

Rasselisten zu festzuschreiben, ist für mich eine populistische Reaktion auf gefühlten Volkszorn. Verantwortungsbewusste Politiker sollten diesem Verlangen widerstehen können.
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Kampf-Hund? Nein, Kampf-Mensch.

29.09.2010 14:30:00 von verena kupsch
Es gibt doch den neuen "schönen" Fall, da ist ein Rottweiler für den Tod eines kleinen Jungen verantwortlich. Und was waren - mal wieder - die äußeren Umstände? Eine 76 Jahre alte Rentnerin!(die Ur-Oma des Kindes) hatte gleich 2 große kräftige Hunde in Pflege! Die Dame wäre schon allein körperlich mit EINEM kräftigen Hund überfordert gewesen, aber egal... Und das "Beste" daran ist: Der Rottweiler gehörte wahrscheinlich der Mutter des armen Kindes. Da muss man sich ganz ehrlich die Frage stellen: Wie klein mag wohl die die aktive Hirnmasse solcher Leute sein, die das eigene Fleisch und Blut, das grade mal 3 Jahre alt ist, in die Obhut einer mit 2 völlig unsozialisierten Hunden überforderten alten Frau geben?! Geht es eigentlich noch?! Und: Haben denn die Nachbarn, Freunde oder Bekannten nichts mitbekommen?

Sollen tatsächlich derartig schlimme wie seltsame Fälle, bei denen sich Eltern nicht mal ansatzweise als solche würdig erweisen, dann maßgeblich für ein "Kampfhundegesetz" sein, bei dem es darum geht, sogar Hunderassen auszurotten? Wo leben wir denn? Was hat ein solcher Vorfall denn bitte mit der RASSE des HUNDES zu tun? Da geht es doch mal wieder allein um die Kompetenz, die geistige Reife und das Verantwortungsbewusstsein des HALTERS. Nein, Hunde sind kein Spielzeug oder Ego-Aufpusher! Bspw. hätte ein Colliemix, oder Neufundländer bei entsprechender Vorgeschichte in einer ähnlichen Situation genauso reagiert. Außerdem haben die so genannten "Eltern" die Aufsichtspflicht total verletzt.

Wenn ich teilweise in diversen Foren Posts lese von Leuten, die schreien, "Hängt die Bestien" "Tod den Kampfhunden" , da verspüre ich jedes Mal spontanen Brechreiz. Das zeigt nur die Eindimensionalität und das grenzenlose Nichtwissen solcher Menschen, die sich durch die Medien blind aufhetzen lassen und ihren alltäglichen Frust auf die Vierbeiner projizieren. Gratulation, das ist doch mal eines homo sapiens würdig!... Wenn ein LKW-Fahrer durch Unachtsamkeit oder mangelndes Können einen Autofahrer schwer verletzt oder tötet, dann ist doch auch niemals der Lastwagen sondern NUR der Fahrer, also der Mensch, Schuld und zur Verantwortung zu ziehen.

Was mir wirklich auffällt: Ausgerechnet Leute, die mit Hunden nicht anständig umzugehen wissen, haben dann zufällig Staffis, Rottweiler oder wenigstens einen Boxer oder Mastiff - da liegt die Vermutung nahe, dass gerade dieser Menschenschlag durch diese Hunde Komplexe wettzumachen sucht. Und fast ausschließlich diesem Menschenschlag haben es alle verantwortungsbewussten Hundebesitzer zu "verdanken", dass sie schief angeschaut werden und um ihre braven Staffis, Rottis etc. fürchten müssen. Wäre ein Hundeführerschein Pflicht (wohlgemerkt für alle Rassen), da hätte sich die Rentnerin von vornerein disqualifiziert, weil die Hunde eben nicht hören usw. Sprich, damit hätte man ihr die Hunde rechtzeitig wegnehmen und der Vorfall hätte verhindert werden können. Das Problem ist nicht der Hund, sondern dass sich jeder Depp einfach einen Hund halten kann! Das Gesetz ist in dieser Form der reinste Schwachsinn.
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Kommentar 80

24.09.2010 10:25:00 von Nancy
Wär echt an der Zeit, dass sich endlich mal ein Politiker hierzu Äußert! Oder ist dieser Blog nur da um sich vorher mal aufzuregen und seine Meinung zu sagen damit dann, wenn das Gesetzt in kraft tritt sich jeder beruhigt hat und den Mund hält? Mir kommt es zumindest so vor! Falls Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen ist das für mich Antwort genug....
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Wer gehört hier bitte auf die Liste?!

21.09.2010 23:14:00 von Barbara Telker
Im Internet ist auf einer gewissen Seite die Beissstatistik 2009 aus Thüringen für Jedermann einsehbar. Da es leider nicht gestattet ist, hier Links zu veröffentlichen, möchte ich mal einige Angaben zitieren: Altdeutscher Schäferhund UND Mischlinge Altdeutscher Schäferhund: schwer verletzte Menschen 5, leicht verletzte 20. Verletzte Tiere 15, getötete Tiere 9. Als gefährlich eingestuft 5. Deutscher Schäferhund UND Mischlinge Deutscher Schäferhund: Leicht verletzte Menschen 26. Schwer verletzte Menschen 8. Verletzte Tiere 33, getötete Tiere 6. Als gefährlich eingestuft 1, eingeschläfert 3. Golden Retriver UND Mischlinge Golden Retriver: Verletzte Menschen 10. Schwer verletzte Menschen 5. Verletzte Tiere 1. Dackel UND Dackelmischlinge: verletzte Menschen 7. Schwer verletzte Menschen 2. Verletzte Tiere 2. Als gefährlich eingestuft 1.

Nun der Vergleich: American Staffordshire Terrier UND Am. Staff Mischlinge: Menschen schwer verletzt 2. Leicht verletzt 3. Andere Tiere getötet 9, verletzt 5. Als gefährlich eingestuft 3. American Pit Bull Terrier UND APBT-Mischlinge: Menschen schwer verletzt 1. Menschen leicht verletzt 3. Tiere verletzt 3. Staffordshire Bullterrier UND Staff. Bull Mischlinge: Menschen schwer verletzt 0 (!) Menschen leicht verletzt 4. Tiere getötet 6, Tiere verletzt 3.

BITTE VERGLEICHEN SIE DOCH EINMAL DIE ZAHLEN!! Selbst dem größten Listenhundgegner dürfte auffallen, dass allein diese Statistiken überhaupt keine Vermutung zulassen, gewisse Rassen als gefährlicher als andere einzustufen!! Um rein nach Statistiken zu gehen, müsste man Schäferhunde und Golden Retriver samt Dackel auf die Listen zerren. Aber wer von den Herren und Damen Politikern würde es wagen, diese in Deutschland allseits beliebte Rassen so an den Pranger zu stellen?? Statt dessen wird mal wieder eine Minderheit für die sozialen Probleme in diesem Land zur Strafe heran gezogen. Was können wir seriösen und verantwortungsvollen Halter bitte dafür, wenn es immer wieder (auf gut Deutsch gesagt) irgend welche Idioten gibt, die die Hunde als "Imageverbesserung" halten?? Statt die Steuergelder in unsinnige Gesetze zu investieren, die der Bevölkerung eine falsche Sicherheit vorgaukeln, sollte das Geld lieber darin investiert werden, ENDLICH gegen die illegale Szene der Dogfights, die auch in Deutschland floriert, anzugehen und auch ENDLICH die bereits vorhandenen Gesetze durchzusetzen und die Einhaltung zu überprüfen!!!!!!!! Die Gesetze sind gut, sie sind ausreichend, aber sie bringen rein GAR NICHTS, wenn sie einfach nur auf dem Papier stehen und im realen Leben nicht annähernd angewandt werden. Die Hunde im Kyffhäuser Kreis waren dem O-Amt bekannt. Die Hunde im jüngsten Fall des 3 jährigen Dustin waren dem O-Amt bekannt. Damals, als in Hamburg 2 Hunde den kleinen Volkan töteten, waren diese Hunde dem O-Amt bekannt usw. WANN werden die bestehenden Gesetze endlich konsequent angewandt?? Wir brauchen keine Rasselisten, wir brauchen endlich einmal Politiker, die dafür sorgen, dass bestehendes auch im Alltag umgesetzt wird.

Eigentlich ALLE "Kampf"hundehalter, die ich kenne, begrüßen Sachkundenachweis und Chippflicht. Endlich wird dafür gesorgt, dass diese Hunde auch in die richtigen Hände geraten. Aber nur Gesetze irgendwo hinschreiben bringt nichts. Das kontrollieren und überprüfen der einzelnen Halter bringt Veränderungen, alles andere ist heiße Luft...
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Kommentar 82

20.09.2010 10:20:00 von Doro
Warum müssen immer alle leiden..... Ihr wollt die Hunde verbieten und denkt aber nicht daran das die am meisten darunter leiden...warum müssen nicht auffällige arme Tiere mit einem maulkorb rum laufen die wissen doch garnicht wie ihnen geschiet..kümmert euch doch mal lieber darum das die schwarze Zucht besser in den griff bekommen wird und warum werden immer nur beißvorfälle von diesen rassen genannt wie oft werden leute von einem dackel oder so gebissen davon steht nicht in der Presse oder vom Schäferhund(achja vergass der ist ja Deutsch)...Hundeführerschein finde ich persönlich gut dann aber auch für alle rassen ob groß oder klein ob reinrassig oder mischling ganz egal...die schlimmsten hunde sind die die besitzer haben die keine ahnung von hunden haben und da seh ich auch die gefahr drin nicht in den rassen sondern in den menschen....die einzigen die immer leiden sind wieder die tiere und die menschen was ist mit denen die verantwortungsbewusst mit ihren tieren umgehen die müssen auch leiden und die die es nicht tun nur weil sie so einen kleinen fiffi an der hand haben denen passiert nichts...ich habe mehr sorge um meine tochter wenn mir ein dackel oder schäferhund engegenkommt als ein sogenannter kampfhund (den es nicht mal giebt)..macht euch mal lieber gedaken was ihr den unschuldigen damit antut....
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Der Großteil der Kommentare...

01.09.2010 16:21:00 von Hannes
... von Hundebesitzern lässt für den Außenstehenden nur einen Schluss zu. Das Gesetz taugt nicht viel. Vielmehr (um den zT wütenden und polemischen, aber auch den hintergründigen Meinungsäußerungen hier gerecht zu werden) muss das Gesetz auf *alle* Hunderassen angewendet werden. Man könnte es auch viel kürzer fassen, indem man die Klassifizierung einfach weg lässt und nur "Hund" schreibt. Gefährlich ist nicht die Waffe, sondern der Mensch, der sie bedient. Sollte diese Argumentation für eine Freigabe von Schusswaffen taugen? Mir geht dieses Gesetz nicht weit genug. jeder Hundebesitzer hat den liebsten und folgsamsten dressierten Hund daheim. Aber wird man damit dem Hund gerecht oder ist er nur Spielzeug und Kompensation? Ich bin für ein viel strengeres Gesetz. Dieses hier geht nicht weit genug.
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Hetze der Medien

31.08.2010 18:31:00 von Kundiger
1. sehe ich das genauso, das nirgends ein Schäferhund aufgeführt wird ist eine Frechheit, da dieser die Beissstatistik seit ewigkeiten anführt !?! Wo bleibt da die Gleichberechtigung der Hundebesitzer ???

2. Sind teilweise die Medien die Anführer im Kampf gegen sogenannte "Kampfhunde" !!! In meiner Stadt in Thüringen hatte im Jahre 2002 ein Beissvorfall mit einem Schäferhund ereignet, der einen Erwachsenen geringe Fleischwunden zufügte !!! Der BILD-Zeitung, die den Polizeifunk abhörten, wollten Stattdessen lieber einen Stafford als Täter nehmen, da das zu dieser Rasse besser Passt, als zu einem Schäferhund !!!

Soviel dazu !!!

NEIN zur RASSENLISTE !!!
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Bauernopfer

30.08.2010 10:16:00 von Hoffmann, Nadine
Mit diesem Gesetzesentwurf wird seitens unserer Politiker wieder genau das gemacht, was sie seit eh und je tuten. Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen wird mit einem Schnellschuss gepaart mit gefährlichem Halbwissen (ignorieren Sachkundiger Stellen) und fehlen jeglichen Blickes für das was ihre Wähler tatsächlich wollen, versucht der Probaganda der Medien gerecht zu werden.

Wie viele meiner Vorredner bereits geschrieben haben, trifft dieses Gesetz die verantwortungsvollen Halter, diejenigen, die ihren Hund anmelden, versichern und mit ihm in die Hundeschule gehen. Die, die Tiere missbrauchen (egal zu was und egal welche Tiere) zahlen keine Steuern oder melden sich nicht bei den Ämtern...

Wie alle anderen verantwortungsvollen Halter habe ich nichts dagegen, das, wenn ich mir ein Haustier anschaffen möchte (egal welcher Art) meine Sachkunde hierfür geprüft wird.

So tragisch die Vorfälle auch sein mögen, es passieren immer Unfälle wenn Menschen mit Menschen und Menschen mit Tieren zusammen leben. Eine totale Sicherheit ist eine Illusion die nicht möglich ist.

Btw. verbieten wir jetzt Ausritte oder Pferde weil schon Reiter abgeworfen wurden oder gar gestorben sind?! Töten wir die Pferde die ihre Reiter abwerfen? Nein, in diesen Fällen sind es tragische Unfälle, die passieren können im Umgang mit den Tieren... Aber bei Hunden ist dies sofort wieder anders oder?! Keine Frage, die Sachkunde sollte geprüft und nachgewiesen werden aber für alle und nicht für ein paar wenige "Sündenböcke".

Ich wünsche mir im Sinne der Politiker das Sie den richtigen Weg mit einem fundierten und durchdachten Gesetz finden werden unter Berücksichtigung der entsprechenden Experten und dem Willen der Mehrheit ihrer Wähler.

soll heissen:

- Sachkundenachweis ja - Versicherungspflicht ja - Prüfung der Haltungsbedingungen ja - Rasselisten und Diskreminierung nein - Zwangskastrationen, töten nein - Zuchtverbot nein (legal gezüchtet sind die "sündenböcke" die schönsten Familienhunde)

Ich hoffe inständig, das ich ausnahmsweise nicht von unserer Politik enttäuscht werde und dadurch meine Politikverdrossenheit (auf Neudeutsch) bestätigt wird.

Kann man nicht ein Veto gegen einen Gesetzesentwurf einlegen?!

Mit freundlichen Grüßen

Nadine Hoffmann
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Wenn ich mir den Entwurf so durchlese...

28.08.2010 16:44:00 von G.Schramm
stellt sich mir eine Frage. Es heißt ja:" [...}Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein).[...]".

Hätte ich jetzt einen dieser gelisteten Hunde, dann könnte es mir durchaus passieren, dass mir dieser weggenommen, verboten, eingeschläfert wird, da ich eine kleine, zarte, nicht gerade kräftige Person bin und nicht nachweisen kann, dass ich diese Hunde im Fall des versuchten Ausbüchsens (bei Sicht anderer Hunde, Wild etc.) festhalten könnte. Ein Ridgeback hingegen oder ne Dogge oder ein irischer Wolfshund (oder ähnlich großes und starkes) wäre mir aber erlaubt. Es wird _p e r_ G e s e t z_ davonon ausgegangen, dass ich diese "nichtgefährlichen" Hunde festhalten kann. Obwohl sie den gleichen Jagdtrieben unterliegen wie jeder andere Hund dieser Welt. Kurz: Einen Rhodesian Ridgeback ist mir erlaubt, aber ein Stafford nicht oder Pitbull, die beide kleiner und leichter sind, hingegen nicht. Und ich darf laut diesem Entwurf auch mit 4 Rottweilern rumlaufen, aber nicht mit einem Pitbull... Macht keinen Sinn.

Ich kann ja verstehen, dass kein Hahn danach kräht, wenn ein Jack Russell Terrier den Nachbarn angefallen und ins Bein gebissen hat. Ist ja nurn kleiner Hund, die Wunde nicht so gefährlich (mal abgesehen von möglichen Blutvergiftungen und Entzündungen), ich kann aber nicht nachvollziehen, warum die generell häufigere Beißwütigkeit eben dieser Fußhupen aussen vor gelassen wird. 14jährige dürfen dann also weiterhin mit nem Jack Russell Terrier aufn Spielplatz gehen? Und mit nem Labrador? Oder gar mit Rottweiler und Dobbermann?

Wo ist da die Logik?

Das ist tatsächlich billigster Populismus und ich hoffe sehr, dass viele Bürger diesen als solchen erkennen.
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Die Rasseliste(n) muss/müssen weg.

25.08.2010 11:27:00 von Kathrin Venus
Sehr geehrte LeserInnen,

ich finde es äussert befremdlich, dass hier von Seiten des Innenministeriums und den Abgeordneten, die über das Wohl und Wehe unsere Familienhunde entscheiden überhaupt kein Feedback kommt. Man kann sich auch nirgendwo informieren, wie denn der aktuelle Stand ist und wo man sich ggf. einbringen kann. Sieht so Demokratie aus?

Übrigens: Auch Niedersachsen hat eine Gesetzesnovelle bez. Hundehaltung in Planung - siehe z.B. auf dem Webauftritt der Niedersächsischen Staatskanzlei unter Presseinformationen (Links darf man ja hier nicht veröffentlichen). Dieses Bundesland hat Rasselisten nicht nötig, weil sie an der vollkommen falschen Stelle ansetzen, da nicht halterbezogen. Im Gesetzesentwurf ist u.a. ein Sachkundenachweis (für Neuhundebesitzer), ein Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde ab 6 Monaten, die Pflicht, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen und die Haltungsuntersagung für Gewalttäter verankert. Alles sehr vernünftige Punkte, die ich definitiv unterstütze und für geeignet halte.

Kann das Thüringen auch?

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Venus
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Das eigentliche Problem

24.08.2010 18:41:00 von Robert
Jede Woche sterben in Deutschland durchschnittlich 2 Kinder an den Folgen schwerer Misshandlungen durch Menschen, das sind hochgerechnet über 100 Kinder pro Jahr! Wer schützt diese armen Kinder? (Zum Vergleich: An Hundebissen sterben laut Statistik im Schnitt 3 Menschen jährlich) Täter: Meist die Eltern oder ein Elternteil. Wann gedenken die Politiker, dagegen etwas zu unternehmen, anstatt die Probleme auf Hunde zu verlagern? Durch Problemverschiebung und Leute-für-doof-verkaufen wird auch in Germany rein gar nichts besser.
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Gut recherchiert??

24.08.2010 14:37:00 von Frau Arndt
Wie kommt es nur, dass hier wieder einmal nur das Symptom und nicht die Ursache ( mangelnde Ausbildung der Hundehalter) bekämpft wird? Alle namhaften Fachleute zweifeln Rasselisten an!!! Ich kann und will kein verständnis dafür aufbringen, dass gewisse Rassen und damit auch Ihre Halten an den Rand der Gesellschaft gestellt werden. In fast allen Zuschriften hier wird ein Hundeführerschein gefortdert- es ist also nicht so, dass verantwortungsvolle Hundehalter die Notwendigkeit der Schulung nicht erkennen! Aud diesem von Ihen eingeschlagenen Wege werde Sie Beißunfälle aus meiner Sicht nicht verhindern......hier muss man wie ich schon sagte bei der Ursache anfangen- und das ist , wie so oft; der Mensch. Mit freundlichen Grüßen Angelique Arndt
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Augenwischerei

23.08.2010 15:19:00 von Dominik K.
Diese ganze Panikmache "aah, hier läuft ein Staffi, haltet den gefährlichen Hund" widersteht mir komplett. Dass ein Kind durch Hunde zu Tode kam, ist schlimm. Doch passierte dies wieder einmal nur durch menschliches Versagen. Welcher vernünftige Mensch gibt sein kleines Kind zu Leuten, bei denen offensichtlich völlig unsozalisierte Hunde einfach so und ohne Maulkorb frei herumlaufen? Wie doof kann man denn sein? Da wurde eindeutig die Aufsichtspflicht verletzt. Ja, und jetzt brüllt die halbe Nation wieder nach Sühne und siehe da, man hat auch einen Schuldigen gefunden und er kommt in Form von Hunderassen daher. So eine Klassifizierung ist total daneben. Es gibt nur gefährliche einzelne Hunde und die gibt es innerhalb jeder Rasse. Diese paar gefährlichen Hunde existieren auch nur wegen der Unzulänglichkeit und Grausamkeit mancher "Besitzer". Stattdessen sollte man sich immer vor Augen halten, wie viel körperliche Gewalt innerhalb von manchen Familien herrscht, was manche Eltern ihren Kindern antun und wie viele Leute an Alkohol, harten Drogen, Magersucht und durch eigentlich vermeidbare Autounfälle sterben und wie gering im Vergleich dazu die Zahl der Toten durch Hundebisse ist. Was möchten die Politiker dagegen tun, bitte? Die Eindämmung von Alkohol zelebrierender Werbung wäre ja mal ein Anfang. Es ist leider viel einfacher, ein kleines Problem, bei dem schnell eine scheinbare Lösung gefunden werden kann (weg mit den Rassen, strenge Auflagen, Stigmatisierung etc.), gnadenlos aufzubauschen, als sich auf sehr schwierige, aber doch viel viel beudetendere Probleme zu konzentrieren. Das ist wirklich arm.
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Übertreibt es bitte nicht

23.08.2010 03:19:00 von Tierfreund
Trotz allem Gegenwindes, ich hab noch nem Hund ein gutes Zuhause gegeben. Jetzt erst recht!!. Nein, ich habe keinen zu kurzen Ilas, ich liebe einfach nur Hunde. Übertreibt es bitte nicht mit mir, denn ich bin Mensch! Ich kann (darf) ausrasten!

maLu
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Hundeführerschein statt Diskriminierung

21.08.2010 11:31:00 von Sandy
Es ist ohne Frage unfassbar schlimm, wenn ein Lebewesen durch den Angriff eines Hundes sein Leben verliert. Falsch ist es meiner Meinung nach jedoch über eine Rasseliste Hunde in gefährlich oder harmlos einzustufen. Jeder Hund kann, besonders dann wenn nicht richtig sozialisiert und vernünftig erzogen, gefährlich werden.

Eine Freundin hat vor Jahren einen American Staff aus dem Tierheim geholt, der schon fast sein ganzes Leben dort gesessen hat (und aufgrund der Panikmache der Medien nur wenig Chancen hatte, je wieder in einer Familie leben zu dürfen). Sie hat mit ihm von Anfang an viel und geduldig gearbeitet und heute ist er ein absolut toller, lieber, friedlicher und glücklicher Familienhund an dem es nichts zu kritisieren gibt!!!

Der American Bulldog eines Bekannten von mir ist auch eher ein Schmusemonster als ein Kampfhund. Er freut sich über alles und jeden, liebt Stöckchenwerfen und Bauchkraulen... Ein ganz normaler Hund eben...

Im Gegensatz dazu wurde vor nicht allzu langer Zeit in der Nachbarschaft meiner Großeltern ein kleiner Hund und dessen Hundeführerin von einem "harmlosen" Labrador angegriffen, die Frau wurde verletzt, der kleine Hund auf ihrem Arm totgebissen! Es war bekannt, dass dieser Hund aggressiv auf Artgenossen reagiert, aber trug er einen Mauli? - Nein!

Besser als eine Rasseliste fände ich einen Eignungstest / Hundeführerschein für Hundebesitzer - und zwar für jeden! Sicherlich ist das mit Aufwand verbunden, aber nur so könnte festgestellt werden, ob der zukünftige Besitzer überhaupt in der Lage ist seinen Hund artgerecht zu erziehen, die Körpersprache seines Tieres richtig zu deuten und sich selber in verschiedenen Situationen richtig zu verhalten. Wie oft hätte ein Beissunfall durch richtiges deuten von Vorzeichen verhindert werden können?

Wer sich wirklich für Hunde interessiert und von ganzem Herzen einen Hund adoptieren will, der wird so einen Test sicher gerne machen. Wer jedoch nur ein Statussymbol zulegen will soll sich besser ein Handy kaufen...

Der Hundeführerschein würde sicherlich auch sehr zur Bindung zwischen dem Tier und seinem Besitzer beitragen. Hunde lieben es, wenn sie arbeiten und lernen dürfen, sie sind von Natur aus unglaublich neugierig und verspielt und finden es klasse einen festen Platz in ihrem Rudel zu haben. Wer einen Hund adoptieren will, muss sich darüber bewusst sein, dass er ihm Beschäftigung bieten muss - ein ausgeglichener Hund ist in der Regel kein aggressiver Hund!



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Kommentar 93

20.08.2010 18:58:00 von Marita
Wenn ich mitkriege, wie man heutzutage noch immer nach der Ausrottung gewisser Rassen schreit, wird mir schlecht. Hat man wie ich lange Zeit für ein ausländisches Tierheim gearbeitet, da weiß man, wer das wahre Monster ist. Der Mensch bringt es fertig, aus einem einst hilflosen Hunden eine wahre Bestie zu machen, indem er sie bis zum geht nicht mehr quält! Darüber hinaus gibt es trotz übelster Misshandlungen immer noch Hunde (ja, darunter auch Hunde der gelisteten Rassen), die trotz der Quälereien ihr freundliches Wesen stets behalten. Einfach nur abartig, zu was manche "Menschen" fähig sind. Und welche Strafe bekommen solche entarteten Tierquäler? Keine oder eine viel zu milde. Nebenbei: Wer Tiere quält, schreckt auch nicht davor zurück, Menschen zu misshandeln! Auch das habe ich schon oft im Alltag mitbekommen. Barbarisch. Diese Kampfhunde sind in Wahrheit keine Täter - sie sind Opfer! Und für die wird ja bekanntlich in Deutschland zu wenig getan. Ich schäme mich für Deutschland, dass solch ein unsinniger Gesetzesentwurf überhaupt in Betracht gezogen wird.
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Kommentar 94

19.08.2010 22:41:00 von Hr. Schnell
Was sind gefährliche Hunde? Den gefährlichen Hund gibt es quer durch alle Rassen und in allen Gesellschaftsschichten. Der Anteil von gefährlichen Hunden an der Gesamthundepopulation ist allerdings verschwindend klein. Weit über 99 % aller Hunde werden niemals in ihrem Leben auffällig. Ich kann mir vorstellen, dass der Gesetzgeber nun vor einem zugegebenermaßen schwierigen Problem steht, dem berechtigten Wunsch der Bürger nach Schutz vor gefährlichen Hunden zu entsprechen. Und damit stellt sich in erster Linie ein Definitionsproblem. Die anscheinend einfachste Lösung ist die Definition bestimmter Hunderassen als “besonders gefährlich“, sozusagen die Erstellung einer “roten Liste“, und die Verhängung von Auflagen für diese Hunde, die von Leinen- und Maulkorbzwang über Halte- und Zuchtverbot bis zu Wegnahme und Euthanasie der Hunde gehen könnte. Ganz abgesehen davon, dass in einem Rechtsstaat die Wegnahme und Euthanasie eines Hundes gegen den Willen des Eigentümers und ohne vernünftigen Grund rechtswidrig ist und ein absoluter Leinenzwang auch aus einem primär ungefährlichen Hund einen gefährlichen machen kann, ist die Definition der Gefährlichkeit allein aufgrund der Rassezugehörigkeit sachlicher Unsinn.
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19.08.2010 22:16:00 von F. Müller
Unter Fachleuten besteht weltweit Übereinstimmung, nicht Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse bestimmt Gefährlichkeit eines Hundes, entscheidend sind Aufzucht beim Züchter und Erziehung und Haltung beim Hundebesitzer. Hierzu kommt eine Vielfalt von Umwelteinflüssen. Ein Hund wird von seinem Umfeld geprägt, lernt täglich hinzu. Je nachdem, welche Einflüsse auf ihn einwirken, entsteht sein Charakter, sein Verhalten gegenüber Menschen und Tieren. Und weil das so ist, kann ein Hund auch missbraucht werden. (jeder Hund egal welcher Rasse!!) Nicht aus seiner Genstruktur, sondern durch Missbrauch und fehlerhafter Erziehung und Haltung kann er sich zu einem gefährlichen Hund entwickeln. Er selbst ist unschuldig!
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Kommentar 96

18.08.2010 09:47:00 von Daniela
Anscheinend hat man aus der Zeit des Nationalsozialismus nichts gelernt. Eine Rasse für schlecht zu befinden, zu knebeln und systematisch auszurotten wird bei den Menschen verurteilt und bei den Tieren gefordert.

Arme Menschheit!
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Kommentar 97

17.08.2010 16:34:00 von Lutz
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal vielen Dank, dass dieser Blog hier eingerichtet wurde!



Ihr Gesetzentwurf enthält einige sinnvolle Ansätze. Dazu unten mehr. Was jedoch wissenschaftlich schon mehrfach widerlegt wurde ist die Gefährlichkeit eines Hundes anhand der Rasse festzumachen!

Meiner Meinung nach bietet eine Rasseliste keinen Schutz vor Beißvor- fällen. Der Bürger soll in Sicherheit gewogen werden, die keine ist. Denn bei Ihrer Rasseliste werden Hunderassen fokusiert, die bei weitem nicht die ersten Plätze der Beißstatistiken anführen. Ich bin der Meinung keine Hunderasse gehört auf eine solche Liste.

Kein Hund wird als aggressiver Beißer geboren. Wenn ein Hund solches Verhalten im Laufe seines Lebens erwirbt, dann ist ganz allein der Mensch daran schuld. Schauen Sie sich um, wie viele Leute sich unbedacht einen Hund anschaffen. Sie wissen nix von artgerechter Haltung, Ernährung, Verhalten und Erziehung. Und wenn es dann Probleme gibt ist natürlich der Hund schuld, die Haltungsbedingungen interessieren gar nicht und werden dabei gar nicht hinterfragt! Lesen Sie die neusten Tierschutzmeldungen. Einige Hunde wurden binnen kurzer Zeit fast verhungert aufgefunden. Wieviele sind in diesem Jahr wieder in brütend heißen Auto gestorben. Wieviele werden tagtäglich physisch und psychisch gequält. Da fragt man sich ersthaft: Wir müssen die Menschen vor den Tieren schützen? Oder ist es vielleicht andersherum?

Mit der geplanten "Ausrottungsliste" sterben zwar Hunderassen aus, das Verantwortungsbewußtsein der unseriösen und inkompetenten Hunde- halter wird sich dadurch wohl kaum ändern.

Darum plädiere ich dafür,dass Hundehalter jedweder Rasse stärker in die Verantwortung genommen werden. Sie tragen die Verantwortung für ihren Hund und sollten bei Vorfällen und Tierschutzverstößen dementsprechend auch empfindlich mit Geld- bzw Gefängnisstrafen belegt werden.

Wie oben schon erwähnt hat Ihr Gesetzesentwurf auch positive Aspekte wie z.B.: Volljährigkeit, umfangreicher theoretischer Test, Chippflicht, Haftplichtversicherung, einwandfreies Führungszeugnis ABER bitteschön für alle Rassen!

Es sollte auch eine Pflicht für Tierheime, Züchter, Hobbyzüchter und andere Personen geben, die einen Hund (egal welcher Rasse) veräußern und zwar dahingehend das die Personalien des Käufers direkt an des Ordnungsamt am Wohnsitz des Käufers übermittelt werden müssen. Dann wäre der illegalen Haltung auch Grenzen gesetzt.

Danke fürs Lesen und Nachdenken!

Mit freundlichen Grüßen Lutz
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Umgang mit der Demokratie

17.08.2010 14:02:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren Volksvertreter,

zum widerholten male frage ich nun, was hat sich schon getan, wer liest diesen Blog und wer endscheidet was veröffentlicht wird und was nicht!? Einige Berichte von denen ich Kenntnis habe, die nicht veröffentlicht sind haben in keinem Punkt gegen die Blogregeln verstoßen und worden trotzdem nicht veröffentlicht, die meisten davon enthielten sehr viele Daten, Fakten und Zahlen. Das grenzt an Zensur und die ist ja bekanntlich in Deutschland verboten, des weiteren besteht in Deutschland das Recht auf freie Meinungsäusserung. Was passiert mit den nicht veröffentlichten Beiträgen, landen die ungelesen im Papierkorb? Fragen über Fragen die diesen Blog leider in Frage stellen. Es scheint als sollte hier eine Bürgerbeteiligung vor gegaukelt werden! Ich weise Vorsorglich darauf hin das es sich hier um meine Meinung handelt und der Beitrag nicht gegen die Blogregeln verstösst, also kein Grund bestehen sollte ihn nicht zu veröffentlichen.
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Wahre Probleme angehen

16.08.2010 12:24:00 von Stepahn B.
Gestern ging der Fall des kleinen Kevin, der vor ca. 3 Jahren von seinem Vater tot geprügelt wurde durch die Presse. Anlass war ein Prozess, der einem Beamten des Jugendamtes gemacht wurde. In dem Zusammenhang wurde erwähnt, dass es immer wieder zu Tötungsdelikten kömmen würde, bei denen Eltern ihre Kinder regelrecht totschlagen. Als Beispiel wurde ein aktueller Todesfall genannt mit einem kleinen Jungen (Lion, 1 jährig), der von Vater so massiv geschlagen wurde, dass er an den Verletzungen gestorben ist.

Was wird hierzu unternommen? Was wird hierzu unternommen, obwohl 3 Kinder die Woche durch erwachsene Menschen zu Tode kommen?

Wieviele Kinder sterben durch Hunde bzw. "Kampfhunde"? Nun, in den letzten 10 Jahren starben 2 Kinder durch Verletzungen, die ihnen durch Hunde der besagten Rassen zugefügt wurden.

Wie sagt man so schön? "Jeder Todesfall ist einer zuviel". Ja, aber im Zusammenhang mit Hunden, egal welcher Rasse, kann nicht die Rede davon sein, dass übermäßig viele Menschen durch Hunde tödlich verletzt werden. Das Gegenteil ist der Fall.

Hundeprobleme sind künstlich geschaffen worden, um von eigentlichen Problemen abzulenken. Es ist gerade zu absurd über Hundeverordnungen zu diskutieren, wenn gleichzeitig jede Woche 3 Kinder durch andere Menschen versterben.
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Populismus

16.08.2010 11:49:00 von Konstantin D.
Ich habe die Hoffnung, dass es doch anders kommen wird, als befürchtet, aber mir fehlt der Glaube an eine vernüftige Herangehensweise von Seiten der Politik.

Experten und Fachleute werden nicht gefragt und berücksichtigt werden, sondern es wird ungeachtet aller Studien, Fakten und Expertenmeinungen zu den üblichen, populistischen Maßnahmen kommen.

Als Begründung wird ein nachweislich falscher Grund vorgelegt werden und zwar, dass bestimmte Hunderassen angeblich aggressiver und dadurch gefährliche sind. Dass diese Begründung an den Haaren herbei gezogen ist, weiß das Ministerium und ist auch ansonsten vielen Menschen bewusst. Trotzdem fällt es der Politik leichter, einpaar wenige Menschen gegen sich aufzubringen, auch wenn diese Recht haben, als eine unpopuläre Wahrheit in der Öffentlichkeit zu verteidigen.

Unsere Argumente werden zwar gehört, aber ignoriert werden.
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*kampfhund*

15.08.2010 01:39:00 von andrea
wann endlich gibt es den sachkundenachweis für "unfähige" eltern, -schwer erziehbarer- kinder, welche die bürger bedrohen? hier besteht ein weitaus grösseres potentielles -gefahrengut- als von irgendeinem hund auch nur entfernt ausgehen könnte. egal welcher rasse. wenn der mensch keine ahnung hat, oder einen hund missbraucht.. ist der hund immer der wehrlose leidtragende, denn er handelt eben wie ein tier, ohne unsere menschlichen gedankengänge. es gibt experten, welche sich mit der thematik genauestens befasst haben. man will sie schienbar nicht beachten. traurig, dass der hund vor einigen jahren noch einen anderen stellenwert als heute hat.. heute wird er verfolgt.. ausgerottet und verdammt. der hundehass nimmtgrenzenlose ausmasse an. den "besten freund des menschen", will man lieber tot als lebendig sehen. soweit sind wir schon. wieviele leute habenbereits einen hund im handtaschen format.. damit man ja nicht sieht, dass überhaupt einen hund haben. mit hund ist man bereits "disqualifiziert" in der breiten (unwissenden) bevölkerung, da die regierungen hier jeden vorschub leisten und durch sinnlose verordnungen vorurteile schüren. bravo!
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Vor wem wollt ihr uns schützen?

13.08.2010 10:01:00 von Nina L.
Vor diesen Hunden - auf schuldig-geboren.de?

Wenn Sie sich die Bilder dort mal anschauen - viele viele hunderte! - von hunderten "Kampfhunden" einträchtig mit Kindern jeden Alters (auch Babies), Katzen, Kleintieren und anderen Hunden, müsste Ihnen die Absurdität der Idee, eine Gefährlichkeit an der Rasse festzumachen von selbst bewusst werden!

Jeder Hund ist das, was der Halter aus ihm macht!
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"Bedarf an einem gefährlichem Hund"

12.08.2010 21:39:00 von Enrico
Sehr geehrte Damen und Herren,

mir wird langsam klar, dass dies hier nur zur vorübergehenden Besänftigung dienen soll. Dieser Blog wird wenig am Gesetz ändern. Da der Entwurf bereits durchgewinkt wurde, frage ich mich, ob sich die Abgeordneten wirklich damit beschäftigt haben oder ob die WM im Hinterkopf evtl. wichtiger war. Oder ob es einfacher ist, dem "leider verdummten" Volk einfach sein Opfer zu geben, einfach nur um der Anzahl der Wählerstimmen. Schade ist nur, dass, wenn die Erkenntnis kommen wird, dass man mit falschen Gesetzen aber auch rein gar nichts ändern wird, manche Rassen vielleicht nicht mehr existieren.

Wir machen einen großen Schritt zurück. Rassenwahn, egal in welcher Hinsicht, sollte, gar in unserem Land endgültig der Vergangenheit angehören!

Durch dieses Gesetz werden die Menschen in Thüringen manipuliert. Es wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt. Jeder Laie wird der Auffassung sein, wenn schon ein Gesetz erlassen wird, dann hat das wohl seine Richtigkeit. Die Leute da oben, die das beschließen, die werden sich ja wohl damit auskennen!!!!! So habe ich auch einmal gedacht.

Sehr geehrter Herr Prof. Huber,

sollte es zu diesem Gesetz kommen, dann werde ich persönlich bei Ihnen vorsprechen und die Haltung unserer angeblich gefährlichen Hündin als besonderen Bedarf an dieser Rasse (Staff-Mischling) beantragen. Nur wird meine Begründung anders lauten. Sie wird lauten: Für meine schwangere Frau (oder dann für unsere kleine Familie) ist die Haltung eines Hundes dieser Rasse außerordentlich vonnöten. Denn keine oder wenige andere Rassen haben eine so hohe Reizschwelle (wie mehrfach im Blog erwähnt, sind die sogenannten "Nanny-Dogs" in England eben wegen ihrer Sozialisierung bei Familien mit Kleinkindern beliebt) und wir fühlen uns und unser Kleinkind bei keinem Hund einer anderen Rasse sicherer. Dazu werde ich Ihnen unzählige und unwiderlegbare Fakten sowie Gutachten von Experten und Beißstatistiken vorlegen. Und dann sagen Sie mir bitte: Wie würden Sie darüber entscheiden? Und wie werden Sie dies begründen?

Ich danke Ihnen dafür, dass Sie die Einträge hier im Blog gründlich studieren und diese bei der Entscheidung mit zur Geltung gelangen lassen!
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Mal sehen

11.08.2010 22:00:00 von H. Stauch
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich will mal sehen und bin gespannt, ob am Ende ein vernünftiges Gesetz ausgearbeitet wird, dass auf wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen aufgebaut ist. Hier wurden bereits wiederholt Experten genannt wie Frau Dr. Dorit Feddersen Petersen, Herr Prof. Dr. Udo Ganßloser, Herr Prof Hackbarth, Herr Bloch, Herr Thomas Baumann etc.

Wurden diese bereits befragt oder werden diese Personen als Expertenteam zur Beratung dazu geholt? Wenn nicht, fragt man sich natürlich, warum man das nicht macht.

Ist man eventuell nicht daran interessiert vernüftige Vorschläge für sinnvolle Gesetze zu erhalten, oder fürchtet man die Kritik dieser Leute?

Ich kann es nicht verstehen, denn mit diesen Fachleuten im Rücken hätte man allen die Möglichkeit auch unpopuläre Gesetze zu entscheiden.

Ich fürchte, dass am Ende irgend welche Pseudo-Experten befragt und sich austoben dürfen. Die Zeche zahlen dann die Hunde und Halter dieser Hunde weltweit.
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So entsteht ein "Kampf"hund

09.08.2010 15:48:00 von Barbara Telker
Da man hier keine Links veröffentlichen darf, versuche ich es mit dem zitieren eines Artikels: "Ein kleiner, sieben Monate alte Staffordshire-Welpe wird von seinem Besitzer, Simeon M. (19), und dessen vier Freunden in Luton (England) fast zu Tode gequält. Weil der Hund sich weigerte, einen der fünf Jugendlichen zu beißen!

20 Minuten dauert die unvorstellbar grausame Tortur des kleinen Hundes. Eine Überwachungskamera nahm alles auf Video auf. Szenen, die fassungslos machen und kaum zu ertragen sind. Man sieht fünf Jugendliche. Sie stehen an einer Mauer, vor ihnen ein kleiner, beigefarbener Hund. Ein Welpe. Er scheint sich sicher zu fühlen. Denn sein Herrchen ist ja bei ihm.

Doch innerhalb weniger Sekunden kippt die Situation: Plötzlich holt das Herrchen aus, tritt seinen Schützling mit unglaublicher Brutalität in die Seite. Der kleine Hund fliegt mehrere Meter durch die Luft und jault vor Schmerzen.

Gleich treibt ihn der Jugendliche mit Tritten zurück zur Gruppe. Immer wieder tritt Simeon M., arbeitsloser Vater eines Kindes, jetzt auf das wehrlose Tier ein.

Der kleine Hund versucht nicht einmal, seinem Peiniger davonzulaufen. Treu kehrt er immer wieder zu seinem Herrchen zurück.

Mittlerweile nur noch ein kleines, zitterndes Häufchen Elend.

Doch das reicht dem grausamen Besitzer noch nicht. Er prügelt und tritt immer weiter auf das Tier ein. Seine Freunde johlen vor Begeisterung.

Bilder, die unglaublich wütend machen. Und unglaublich traurig zugleich. Das Video geht immer weiter.

Bis der brutale Tierquäler zum letzten Schlag ausholt: Er setzt den kleinen Hund, der mittlerweile kaum noch stehen kann, auf die Mauer. Dann schlägt er ihm mit voller Wucht auf den Kopf.

Der Hund kippt von der Mauer. Er ist bewusstlos, gibt keinen Ton mehr von sich. Die Jugendlichen lassen ihn einfach liegen.

Jetzt musste sich der brutale Tierquäler laut der britischen Tageszeitung „The Sun“ vor Gericht für seine Taten verantworten. Unfassbar: Als Simeon M. seine eigenen Taten auf Video sieht, kommen ihm die Tränen! Doch für Reue ist es zu spät. Das Gericht verurteilt den Tierquäler zu acht Wochen Haft. Er darf in den nächsten zehn Jahren keine Tiere mehr halten.“ SO zieht man einen Kampfhund heran. DIESE HUNDE SIND NIEMALS VON GEBURT AN BÖSE!!! Und nun frage ich alle Befürworter und Entwickler des Gesetzesentwurfs: WER ist hier die BESTIE??Es ist niemals der Hund, soviel steht fest...
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Kampfhunde/gefährliche Hunde

08.08.2010 15:34:00 von Caronna
Warum werden eigentlich Wissenschaftlieche Erkenntnisse schlichtweg ignoriert?

Es ist doch bewiesen das es keine gefährliche Hunderasse gibt. Im Grunde beweise alle Zahlen das Hunde ungefährlich sind. Natürlich gibt es Unfälle mit Hunden - wenn die Statistik bei anderen Todesfällen so angewandt würde wie bei Hunden gäbe es keine Autos, Kinder dürften nur im Erdgeschoss aufgezogen werden usw.

Noch was: Der Gesetzgeber wendet den Begriff Kampfhund nicht richtig an, mit Absicht (Kampf = böse, schlecht). Ich denke der Missbrauch geschieht also mit voller Absicht ansonsten müssten auch Yorkies verboten werden, auch das sind (waren) Kampfhunde.

Zum Staffortscher: Dieser gefährliche Hund gehört zu den beliebtesten in England, ist dort ein Allerweltshund (wird auch geflissentlich hier unterschlagen)

Ach, was rege ich mich auf! Politiker scheinen hier jenseit von Vernuft und Logik zu argumentieren...
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Kommentar 107

08.08.2010 10:59:00 von Norbert Weber
Ein populistischer Schnellschuß kann und wird NIE Probleme lösen, schon gar nicht, wenn er sämtlichen kynologischen Erkenntnissen zuwider läuft. Es ist traurig (oder etwa typisch?), dass sich Politiker auf das Niveau der reisserischen Präkariatspresse herablassen. Meines Wissens gibt es keine FCI anerkannte Rasse "Kampfhund". Einige Terrierrassen, die sich bedauernswerterweise Beliebtheit bei menschlichem Abschaum erfreuen, werden hierzu stigamtisiert. Fein raus sind mal wieder die teutonischen Lieblingshunde, im Ärmel ihrer VGH-Lobby verbissen. Irgendwie erinnert das fatal an unselige Zeiten, in denen mit Menschen so umgegangen wurde. Aber vorsicht: heute die Staffs, morgen die Rhodesian Ridgebacks, die Malis, Schäfis, Dobis, Huskys usw...
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Überprüfbarkeit

06.08.2010 03:12:00 von Daniel Kott
Ich halte Regelungen für sinnvoll, die der Polizei und dem Ordnungsamt mehr möglichkeiten geben, um Hundehalter zu überprüfen, damit schwarze Schafe entdeckt werden. Dafür eignen sich allerdings keine Rasselisten, denn damit erreicht man nur Halter bestimmter Rassen und nicht nur die Halter, die ihre Hunde schlecht halten, sondern auch anständige Bürger dieses Landes. Es sei denn, dass man tatsächlich der Meinung ist, dass es nur unter den Haltern von Listenhund-Rassen schlechte Halter gibt bzw. dass nur Listenhunde ein problematisches Verhalten zeigen können.

Ernsthaft kann man dies wohl nicht glauben, denn die Beißstatistiken zeigen ein anderes Bild und zwar, dass jeder Hund beißen kann.

Es würde Sinn machen Hundehalter zu unterstützen, wenn sie Probleme mit ihren Hunden haben und sie nicht statt dessen durch bedrohliche Verordnungen in die Defensive drängt.

Ein ganz neuer, aber vernünftiger Ansatz wäre es, unerfahrenen Haltern bzw, neuen Haltern, die sich einen gr0ßen Hund angeschafft haben, im Rahmen eines machbaren Führerscheines zu sensibilisieren und Menschen, die Probleme mit ihren Hunden haben, Hilfe in Form von Rat und Tat anzubieten, ohne das Halter sofort mit der Einziehung des Hundes rechnen müssen.

Genauso sollte man bei auffälligen Hunden auf die Halter konstruktiv zugehen und ihnen Hilfe anbieten, ohne sie zu bedrohen und zu strafen.

Halter, die bewusst ihre Hunde schlecht Halten und diese mutwillig zur Bedrohung werden lassen, sollten empfindlich bestraft werden. Die Verantwortung sollte deutlich beim Halter liegen und nicht beim Hund.

Rasselisten sind das falsche Signal. Man befreit die Halter von ihrer Verantwortung, in dem man so tut, als ob die Rasse verantwortlich ist. Damit erreicht man höchstens, dass ein völlig verdrehtes Bild und eine gefährliche Einstellung zu Hunden entsteht.

Wie meinte letztens ein Nachbar zu mir? "Ich hole mir eine Rasse, die leicht zu erziehen ist und keine Aggressionen hat.
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Kommentar 109

05.08.2010 12:23:00 von Claudia Poweleit
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, sehr geehrter Herr Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber,

Rasselisten gaukeln den Menschen die Sicherheit doch nur vor. Die Beissstatistik wird doch von ganz anderen Rassen angeführt und nicht von den sogenannten Kampfhunden.

Das Problem ist das Ende der Leine! Sinn macht ein Sachkundenachweis sowie ein Hundeführerschein für alle Hundehalter, egal ob klein Hunde oder grosse Hunde!!

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Phänotypische Rassebestimmung!?????

04.08.2010 19:21:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren, wieder möchte ich auf Missstände im Gesetzentwurf hinweisen. Dass eine Rasseliste nicht den gewünschten Erfolg bringen wird hab ich ja nun oft genug erläutert, gehen wir nun mal in den Gesetzenwurf. Da ist ein Punkt, von der Aufzählung bestimmter Rassen mal abgesehen, sehr bedenklich und wahrscheinlich nur schwer bis gar nicht umsetzbar. Zu § 2 zu Nummer 1 Die Bestimmung der Rassezugehörigkeit und der Abstammung erfolgt nach phänotypischen Merkmalen des Hundes. Diese Hunde weisen rassespezifische Merkmale wie Beißkraft, reißendes Beißverhalten und Kampfinstinkt auf. Diese Eigenschaften erlauben im Unterschied zu anderen Rassen aufgrund ihrer so begründeten abstrakten Gefährlichkeit eine Einstufung als gefährlich. Ich erkläre im Detail den Unsinn dieser Regelung. Phänotypische Merkmal zur Rassebestimmung, also nach dem Aussehen des Tieres! Demnach wird z.B.ein Boxer Labrador Mix schnell in ihr Raster fallen Sie gehen von einer genotypischen Gefährlichkeit aus und wollen phänotypisch über gefährlich oder nicht richten lassen, das ist sehr fragwürdig. Jeder der sich mit Hunden auskennt weiß dass sich bei der Verpaarung von Hunden phänotypisch der Rüde dominant durchsetzt und genotypisch die Hündin. Heiß also in der Praxis, ich kann einen z.B. Boxer Rüden mit einer Labrador Hündin belegen und bekomme eine Hund der aussieht wie ein Stafford Mix, genau so könnte ich einen Schäferhund Rüden mit einer Stafford Hündin kreuzen und bekomme einen kräftigen Schäferhund Mix und niemand erkennt was noch drin steckt. Gehen wir weiter im Text. Beißkraft, reißendes Beißverhalten und Kampfinstinkt sind wenn überhaupt genotypische Merkmale wobei anzumerken ist dass die so oft angeführte Beißkraft bis heute wissenschaftlich nicht belastbar überprüft werden konnte. Wenn man aber davon ausgeht dass ein Aligator eine Beißkraft von ca. 1,3 t hat sollte JEDEM klar sein, auch ohne Hundesachverstand, dass ein Hund welcher Rasse auch immer nur schwer 2t erreichen kann. Reißendes Beißverhalten wird ihnen JEDER Hund zeigen der einen guten Beute/ Spieltrieb hat, sie müssten also 2/3 aller Schäferhunde und Jagdhunde gleich mit als gefährlich einstufen. Zum Kampfinstink sage ich lieber gar nichts, sonst müsste ich den Schreiber dieses Paragraphen beleidigen. Ich habe in meinen vielen Jahren der Hundehaltung und Ausbildung noch keinen Hund mit Kampfinstink gesehen. Der ist bestimmt direkt mit dem Menschenfressergen verbunden!!!! Sollte dieser Paragraph bestehen bleiben bin ich mehr als gespannt welche Fachkräfte zur Rassenbestimmung zukünftig durch unseren Freistaat ziehen und Unheil über die Hundewelt bringt. Mit freundlichen Grüßen Markus Herwig
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Einzelfälle statt Wissenschaft?!?

04.08.2010 18:34:00 von Natalie F.
Ich finde es wirklich überaus traurig, dass bedauerliche Einzelfälle (wie der in Oldisleben) herangezogen werden, um Gesetze zu erlassen, die weitreichende Konsequenzen auf unzählige Hunde und Menschen haben, während seit Jahren bekannte wissenschaftliche Fakten konsequent ignoriert werden. Egal welchen Sachverständigen man befragt, die Antwort ist stets die selbe: Die Aggressivität und Gefährlichkeit eines Hund hängt in erster Linie von seiner Haltung, Erziehung und Sozialisation ab und nicht von seiner Rasse. Warum also möchte man ausgerechnet bei der Rasse ansetzen?

Einige Vorstöße Ihres Gesetzes halte ich für absolut richtig und notwendig, nur sollten sie generell für ALLE Hundehalter gelten und nicht beschränkt sein auf bestimmte Rassen. Wenn jeder Hundehalter seine Sachkunde nachweisen müsste, käme das nicht nur der Sicherheit der Menschen, sondern auch der Lebensqualität vieler Hunde zu Gute. Einschlägige Vorstrafen sollten dem Halten JEDES Hundes im Wege stehen, denn jeder Hund kann als Waffe missbraucht werden. Eine Haftpflichtversicherung und eine elektronische Kennzeichnung sollten ohnehin für jeden verantwortungsvollen Hundehalter obligatorisch sein, denn einen Schaden von großem Wert kann der kleinste Hunde verursachen (z.B. wenn er vor ein Auto rennt und einen Unfall verursacht).

Aber an der Stelle, wo bestimmte Rassen nur noch mit Begründung gehalten werden dürfen und wo die Halter dieser Rassen sich selbst mittels Schildern an Grundstücken und Häusern stigmatisieren müssen, endet einfach jede Vernunft! Das ist Diskriminierung. Und die genannten Hunderassen sind höchst willkürlich zusammen gestellt, denn eine wissenschaftliche Basis gibt es nicht.

Ebenso kann es nicht geduldet werden, dass zigtausende friedliche und freundliche Hunde (ich kenne mehrere sogenannte Kampfhunde, die als Rettungshunde, Therapiehunde, Besuchshunde usw. arbeiten - dazu später mehr) in ihren natürlichen Bedürfnissen - wie Freilauf und freie Artgenossenkommunikation - eingeschränkt werden, nur weil in Einzelfällen völlig andere Hunde mit zufällig der selben Rasse Beißvorfälle verursacht haben, die auf Fehlverhalten ihres Halters zurückzuführen sind!

Aber wenn Sie gerne mit Einzelfällen argumentieren möchten - bitte, das kann ich auch: Ich bin Diplom-Psychologin und Halterin zweier Staffordshire-Bullterrier-Mischlinge. Mit meinen Hunden gehe ich in meiner Freizeit in Demenzwohngruppen und Altersheime, wo meine "Kampfhunde" als Besuchs- und Therapiehunde eingesetzt werden. Außerdem sind sie gern gesehene Gäste auf Ausflügen unserer lokalen Grundschule, da man an ihnen wunderbar demonstrieren kann, wie sich Kinder korrekt ggü. Hunden verhalten sollten, um die Gefahr gebissen zu werden zu minimieren. All das ist mit meinen beiden "Kampfhunden" nur darum möglich, weil sie so überaus gutmütig und duldsam sind.

Ich werde immer wieder Hunde dieser Rassen halten wollen, weil es meiner Erfahrung nach die Hunde mit der höchsten Reizschwelle und der größten Menschenfreundlichkeit sind. Bei mir leben sie zusammen mit Katzen und Kleintieren und vielen Kindern aller Altersklassen im Haus und noch nie gab es Probleme. Warum soll ich in Zukunft begründen müssen, dass ich SO einen Hund halte? Mein Nachbar, dessen Jagdterrier meine Hunde schon 2 mal angegriffen und verletzt hat, muss sich aber bei der Anschaffung eines weiteren Jagdterriers solche Fragen nicht gefallen lassen? Ist das sinnvoll? (Von gerecht gar nicht zu sprechen!)

Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, warum der Staffordshire-Bullterrier bspw. in Großbritannien als "Nanny Dog" bekannt ist und dort zu den beliebtesten Familienhunden gehört? Oder warum Bullterrier auch "Nurse dogs" genannt werden, weil sie durch ihre hohe Reizschwelle geradezu prädestiniert für den Einsatz als Therapie- und Begleithund sind? Einen Einblick davon, wie die MEISTEN dieser Hunde leben, könne Sie auf folgender Homepage gewinnen: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinie)

Sind es wirklich DIESE Hunde, vor denen die Bevölkerung geschützt werden muss? Wohl kaum! Und mit welchem Recht wollen Sie diese Hunde und deren Halter Einschränkungen unterwerfen und Anfeindungen aussetzen, wo doch die Halter derjenigen Hunde, die tatsächlich eine Bedrohung darstellen, sich an die neuen Gesetze ohnehin genau so wenig halten werden, wie sie es bei den aktuell bestehenden tun (Hunde sind meist nicht steuerlich gemeldet z.B.)

Es wäre schön, wenn Sie Ihren Standpunkt und Ihren Gesetzesentwurf nochmal prüfen und überarbeiten würden. Denn mit dem Schutz der Bevölkerung hat dies rein gar nichts zu tun. Es ist blanker Populismus. Einem Kind, das von einem Schäferhund, Labrador oder Pudel gebissen wird - was täglich passiert! - ist nicht damit geholfen, dass die Halter dieser Hunde keinen Bullterrier oder Americam Staffordshire Terrier mehr halten dürfen. Wer einen Hund nicht erziehen oder gar absichtlich gefährlich machen möchte, tut dies - egal bei welchem Hund. Rasseverbote nützen niemandem was, es muss am Halter ansetzen, und NUR dort!
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Der einzig wahre Kampfhund

04.08.2010 09:09:00 von Geraldine Kleinschmitt
Heute früh wurde im Fernsehen wieder eindrucksvoll demonstriert, wer hier der einzig wahre Kampfhund ist: der Mensch! Es gibt brutale Massenzüchtungsstationen in Ungarn u. Polen, die Hundewelpen aller Rassen in Hülle und Fülle und sogar auf BESTELLUNG (Welche Rasse hätten Sie denn gerne?) züchten. Die Welpen sind meist krank durch schlechte Haltung und Überzüchtung. Sie werden zu Schleuderpreisen an (deutsche) Touristen verkauft. Die Zustände dort sind einfach widerlich. Tierquälerei par excellence. Pfui. Glauben Sie im Ernst, dass sich durch das irrsinnige Verbot gewisser Rassen in Deutschland etwas zum Guten ändert? Lachhaft. Leute, die unbedingt einen Bullterrier oder Staffordshire wollen, als Statussymbol oder ähnliches, werden sich genau in so einer Züchtungsstation einen oder mehrere Rassewelpen für einen Spottpreis beschaffen (Geld regiert die Welt) und über die Grenze kriegen. Wer Regeln übertreten will, übertritt sie auch. Solche Leute halten sich an keine Bestimmungen und Gesetze. Und wie derartige Menschen dann mit dem kleinen, wehrlosen Vierbeiner umgehen, ist wohl sonnenklar… Und was dann schlimmstenfalls für ein Hund dabei rauskommt, liegt auch auf der Hand. Armes Tier, armes Deutschland! Die einzigen, die man durch ein solches Gesetz trifft, sind die verantwortungsvollen, liebevollen Hundebesitzer. Und die unschuldigen Staffis, Bullis etc., die ohnehin schon in den Tierheimen versauern. Nur ein Sachkundenachweis, ein Führerschein schützt Hund, Halter und Umfeld.
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kampfhunde?

03.08.2010 22:30:00 von klaus
KAMPFHUNDE? Was soll das eigentlich sein? Es macht mich traurig und wütend, wenn ich mitanschauen muss, wie Politiker und Medien das Unwissen und die Angst der Menschen missbrauchen um willkürlich ganze Rasse zu vernichten. Kampfhunde ist keine Bezeichnung für bestimmt Rassen sondern für eine Tätigkeit. Ein Kampfhund ist ein bemitleidenswertes Tier, das aus Profitgier seiner skrupellosen Besitzer dazu gezwungen wird mit anderen Hunden zu kämpfen. Zum Kampfhund kann JEDER Hund ausgebildet werden, selbst ein Dackel, auch wenn das nicht so spektakulär wär. Hundekämpfe -und damit auch Kampfhunde- sind in Deutschland schon seid langem verboten. Dennoch finden sie leider immernoch statt. Was wir gebraucht hätten wären also keine neuen Gesetze, sondern eine bessere Überwachung der existierenden!

In der BRD sterben im Schnitt pro Jahr -15000 Menschen an Unfällen im Haus -13000 Menschen durch Selbstmord -10000 Menschen bei Verkehrsunfällen -1500 durch mitmenschliche Gewalt -15 durch Blitzschlag -11 durch Insektenstiche -1,9 durch Hundebisse bzw. Attacken !!!!!

Angesichts die zahlen finde ich eseigentlich eher erschreckend, das unsere Polizei jetzt hinter den Hundebesitzern herjagt. Natürlich sind zwei Tote zwei Tote zu viel, aber das Leben ist nun mal gefährlich und wir können ja auch schlecht Blitzschläge und Insekten abschaffen. Solange Hunde von Menschen (v)erzogen werden, wird es leider auch immer wieder zu Unfällen kommen. Ob wir jetzt 44 Rassen verboten haben oder nicht! Aber trotzdem wäre mir wohler, wenn unsere Polizisten echte Straftäter verfolgen würden und die Politiker die Steuergelder für Wichtigeres ausgeben, als Hundeauffanglager zu bauen und Familienhunde zu töten. Glaubt wirklich irgendwer ,das ein Drogendealer seinen Hund, den er für Hundekämpfe abgerichtet hat, jetzt bei der Gemeinde anmelden wird oder das er für diesen Hund Steuern zahlt?? Solche Leute gehen mit ihren Hunden auch selten am Nachmittag im Stadtpark spazieren. Nein, auch jetzt hat es wieder die Falschen erwischt! Die Familien, denen ihr Hund wirklich was bedeutet, die alten Leute ,für die der Hund der einzige Ansprechpartner ist und all die, die ihren Hund als Freund und Weggefährten gern haben und die nie zulassen würden, das ihm etwas geschieht. So wurden unzählige Familienhunde getötet, deren einziger Fehler es war zufällig der „falschen“ Rasse anzugehören! Aber selbst wenn der eigene Hund (noch) nicht auf irgendeiner Liste steht, ist er deswegen noch lange nicht sicher, denn wer weiß schon wie so ein Kampfhund wirklich aussieht!? So wurden auch Hunde anderer Rassen auf offener Straße von Polizisten erschossen, eine Dogge wurde von Hundehassern mit Benzin überschüttet, lebendig verbrannt und viele Tiere wurden vergiftet. Es gab Angriffe auf Hundebesitzer, dabei wurden zwei Menschen getötet(wohlgemerkt nicht von Hunden sondern von Hundehassern, also von Menschen).Dazu kommt die Angst, dass man ja nie weiß welcher Hund als nächstes auf der Liste landet. Und da scheint es wirklich keine Regeln zu geben, denen man folgen kann. Diese Listen sind so willkürlich zusammengestellt, das man sich fragt, ob die, die das verbrochen haben schon mal einen Hund aus der Nähe gesehenhaben. Bestes Beispiel ist der Bandog, der auf vielen Rasselisten steht. Er ist deswegen so interessant, weil es keine solche Rasse gibt!! Bandog ist einfach die deutsche Übersetzung für „Kettenhund“. Und auch bei vielen Rassen die es tatsächlich gibt, fragt sich der Hundekenner, was genau sie so bösartig soll! Einige dieser Hunde haben ein derart ruhiges Gemüt, das dass einzige mit dem sie kämpfen der Schlaf oder das Übergewicht ist. Andere sind kinderlieb und die perfekten Familienhunde. Natürlich gibt es da diese Argumente der Zuchtauslese. Man sagt ja, das gerade diese Hunde, die jetzt verboten wurden, Jahrhunderte lang aufs Töten abgerichtet wurden und daher so gefährlich geworden sind. Aber wenn wir das mal realistisch betrachten, welche Hunde wurden denn ursprünglich NICHT zum töten gezüchtet??? Es gab früher drei wesentliche Verwendungszwecke für Hunde: Zum Schutz von Haus und Hof, zum Schutz der Herden oder zur Jagd. Selbst die kleinen Yorkshire Terrier waren ursprünglich dafür gezüchtet um Ratten zu jagen und- na was?? Natürlich zu töten. Also sind alle Hunde die heute so rumlaufen blutrünstige Bestien?? Wohl kaum, weil ein Hund, ebenso wie der Mensch, nicht nur aus Genen besteht, sondern auch aus Erziehung und Sozialisierung. Und außerdem haben sich mit den veränderten Lebensumständen der Menschen auch die Zuchtkriterien aller Hunderassen geändert. Es gibt keine gefährlichen Rassen, aber was es gibt sind kriminelle Menschen, die sich tierquälerischen Methoden bedienen um Hunde zu Waffen auszubilden. Solche Menschen werden sich nicht davon abschrecken lassen, das bestimmte Rassen verboten sind. Und selbst wenn Hunde im allgemeinen verboten wären, wären solche Menschen dennoch gefährlich. Die tatsächlichen Gefahren die von Hunden ausgehen sind statistisch gesehen außerordentlich gering. In Anbetracht von Sexualverbrechen, Mord, Drogenhandel und Terrorismus sollten unsere lieben Politiker bessres zu tun haben, als Hundehaltern Grundrechte abzuerkennen.

Hunde tun so viel Gutes für uns, es gibt Behinderten-, Blinden-, Rettungs-, Polizei-, und Familienhunde, die auf verschiedenste Arte und Weise zu unser aller wohl beitragen. Diese wertvolle Beziehung sollte niemand kaputt machen können: Weder Kriminelle, noch Tierquäler, weder Hundehasser noch Politiker oder die Medien. Bitte, lasst nicht zu, das den Hunden noch mehr Leid angetan wird, egal welcher Rasse sie angehören! Macht dem Wahnsinn ein Ende! Kämpft für eure Rechte!! S.Oliver
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Kommentar 114

03.08.2010 20:43:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren, da die meisten von ihnen anscheinend nicht wirklich am Tier- oder Bevölkerungsschutz interessiert sind kann man ihnen vielleicht wirtschaftlich den Wahnsinn einer Rassenliste erklären. Rechenbeispiel: zur Berechnung wird immer ein durchschnittlicher Tagesbetreuungssatz von 14Euro angenommen. Unkosten pro " Kampfhund" im Tierheim oder Pflegestelle pro Jahr 365Tagex14 Euro= 5110Euro+Tierarztkosten geht man von NUR 100 Tieren aus, (Schätzungen gehen höher) 511 000Euro/Jahr Heißt also in 10 Jahren,bis Herr Huber diese Rassen in Thüringen ausgerottet haben will( was noch kein Bundesland geschafft hat und auch nicht schaffen wird) 5,1Millionen Euro für eine zu erwartende Veränderung in der Beißstatistik von vielleicht 1% . Stecken sie doch dieses Geld lieber in die Kinderbetreuung oder Bildungsprogramme, da bewirken sie deutlich mehr und werden dort auch dringender gebraucht als eine Rasseliste. Das wird die Steuerzahler freuen!!! Sollte Sie Interesse an einem persönlichen Gespräch haben stehe ich weiterhin zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Markus Herwig
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Kommentar 115

03.08.2010 17:31:00 von Josi Zieb
Der Kampfhund In letzter Zeit wird viel berichtet Von Hunden, welche, abgerichtet Zum Beißen, Kämpfen sind erzogen, aus diesem Anlass wird erwogen um schlimme Sachen zu verhüten bestimmte Rassen zu verbieten. Doch nicht die Rasse ist der Grund, wird aus dem Tier ein "blöder Hund." Dieser ist, wie ich ganz ernsthaft meine, wohl am anderen Ende mancher Leine. Zwar soll ein Hund "gehorsam" sein, doch bleust du´s ihm mit Schlägen ein, wird er sich''s merken und dann später wird irgendwann der Hund zum "Täter" Und ist es dann einmal soweit, hats mancher schon zu spät bereut, daß zuviel Strenge, zuviel Drill, weit hinausschießt übers Ziel Am Sonntag steht dann in der "BILD" "Untier Kind und Oma killt." Zwar sind beide "nur" verletzt Doch alle Welt ist aufgehetzt. Ruft nach Gesetzen streng und hart Für Hunde welcher solcher Art, als Waffe abgerichtet gehören ausnahmslos vernichtet. Dabei vergisst man allzu leicht, er wäre damit nichts erreicht. Den Züchter (Halter) gilt es einzubuchten, erst dann wird ein Gesetz auch fruchten. Und überdies vergess man nicht dies ist auch Grund für mein Gedicht Der Hund ist doch des Menschen Freund Dem Herrchen treu ergeben Auch wenn er ab und zu mal streunt DER HUND - lang soll er leben!

Ich dachte immer Thüringen hätte sich 2001 bewusst von den Rasselisten distanziert, da es scheinbar dort noch intelligent denkende Menschen gab, denen der Irrsinn eines solchen Gesetzes bewusst und damit die Beschliessung eines solchen nicht in Frage käme. Jetzt scheint es mir allerdings als wäre man dort nur extrem langsam. Ist nicht nach so vielen Jahren in anderen Bundesländern klar das diese Gesetze in dieser Art und Weise nichts bringen. Die Einzigen die darunter leiden sind unbescholtene Bürger die ihre Hunde ordnungsgemäß anmelden, zahlen und in der Öffebtlichkeit verunglipft werden. Die Menschen die einen solchen Hund zum "scharf machen", angeben, prahlen oder zum Angst machen halten werden ihn auch zukünftig nicht anmelden, keine Steuern zahlen, keinen Wesenstest machen und sich diese Hunde anderweitig beschaffen. Das Einzige was man erreicht ist, dass hunderte von Hunden in den soweiso schon überfüllten Tierheimen landen und das Klientel, welches man davon abhalten will solche Hunde zu halten auf andere Rassen ausweichen (boxer, Rottweiler, Dobermann usw)

ich hoffe in Thüringen bekommt man doch noch die Kurve und findet evtl eine andere Lösung für das bestehende Problem (evtl ein Hundeführerschein? Sachkueprüfung um einen Hund halten zu dürfen usw...)
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Kommentar 116

03.08.2010 11:29:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren Politiker, sehr geehrter Herr Innenminister,

sie haben inzwischen eine Vielzahl an Meinungen zur geplanten Rasseliste und der damit verbundenen Ausrottung der so genannten Kampfhunde, das sie nun kurz vor der 2.Befassung des Gesetzentwurfes stehen würden mich 3 Dinge brennend interessieren! 1. Welche Fachleute wurden inzwischen gehört? 2. Haben sie bereits Änderungen geplant? 3. Werden die hier veröffentlichten Aussagen berücksichtigt oder ist dieser Blog nur ein Mittel das Volk zu beruhigen? Wäre sehr toll wenn sich endlich mal jemand aus der Landesregierung ausser Frau Berninger( Die Linke) zu diesen Beiträgen äussert.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Herwig
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mein Posting vom 14.07.2010

03.08.2010 10:42:00 von Oskar Graf
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn eingehende kritische Kommentare in diesem Blog nicht veröffentlicht werden, sollte man Ihrerseits zumindest einen Hinweis auf den Grund der Zensur erwarten können.

Oskar Graf
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Kommentar 118

02.08.2010 17:29:00 von Daniel
Ich hatte bzw habe auch sogenannte kampfhunde.keiner der beiden is jemals auffällig geworden.und wer sich mit seinen Hunden beschäftigt und auf Mimik und Gestik achtet weiss wie sein Hund auf bestimmte Situationen reagiert.Ich finde den Gesetzesentwurf übertrieben und unrealistisch.Hundführerschein ja ,aber auch für alle Halter aller Rassen.Gleichberechtigung für alle.Es darf in diesem Staat bzw Bundesland kein Hundehalter ausgegrenzt werden.
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Gerechtigkeit, ja, aber bitte richtig.

02.08.2010 10:55:00 von Richard Schulze
Es gib nichts Schlimmeres als Rasselisten. Bei uns im Dorf sind es die Münsterländer, die die Jogger stellen, die Pudel, die Kinder ankläffen. Kürzlich ist ein freilaufender Bobtail an einer ruhig vorbeilaufenden Passantin laut bellend hochgesprungen, immer wieder. Die Hunde hatten Glück, dass sie nicht den besagten "bösen" Rassen angehören wären es Staffs oder Bullterrier gewesen, hätten wieder viele geschrien: "Weg mit denen, das sind Monster, wir haben es ja gleich gesagt". Nein, ich will hier keine Rassen an den Pranger stellen. Ich bin ein Staff-Besitzer und habe es einfach so satt, gegen doofe Vorurteile zu kämpfen, Vorurteile, die weder in der Theorie noch in der Praxis fruchten. Mein Hund ist sehr gut sozialisiert und geht Stress und Ärger stets aus dem Weg. Auf Rasselisten gehören überhaupt keine Hunde, von jedem Hund kann eine Gefahr ausgehen, von käftigeren eine größere Gefahr als von kleineren Hunden. Daher muss man logischerweise nur beim Halter ansetzen. Es kann nicht sein, dass Hunde aufgrund ihrer Rasse, als lieb, unkompliziert oder schwiergig, aggressiv gelten, wenn die Realität eine ganz andere Sprache spricht. Hundeführerschein, Sachkundeprüfung, ja, höhere "Gefahrenhundsteuern", Rasselisten, Vermehrungsverbot etc., nein. Es darf einfach nicht jeder dahergelaufene Zweibeiner einen Hund halten dürfen, der gar kein Interesse daran hat, seinen Hund korrekt zu erziehen. Sind Staffs etc. erst von der Welt veschwunden, werden andere Rassen zum Sündenbock auserkoren, weil nach wie vor Beißvorfälle passieren werden. Der Schäferhund, da könnte ich wetten, steht dann als nächster unschuldiger Prügelknabe schon parat... Eine grauenhafte Vorstellung.
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Selten so einen freundlichen Hund erlebt

31.07.2010 02:47:00 von Konstantin
Aus traurigem Anlass habe ich heute mal wieder erleben dürfen, wie absurd und ungerecht Rasselisten sind und wie unbegründet die Angst vor sogenannten Kampfhunden ist. Mein Hund hat vor einigen Stunden einen Gummiball verschluckt und musste deshalb eben operiert werden. Nach der OP sagten die Ärztin und die Arzthelfer zu mir, dass sie noch nie einen so freundlichen Hund erlebt hätten, der so klaglos alle unangenehmen Prozeduren über sich ergehen ließ. Zuerst bekam er ein Brechmittel und als der Ball nicht raus wollte hob die Ärztin ihn an den Hinterläufen hoch, um dabei nachzuhelfen, dass der Ball rausgewürgt wird. Danach drückte sie seinen Magen und griff ihm mehrfach ins Maul, während er würgte. Ihm wurde das Bein rasiert, ein Venengang gelegt, er hat zuvor mehrere Spritzen bekommen, er wurde auf einen Tisch gelegt, um geröngt zu werden und musste seitlich und auf dem Rücken ausgestregt in der Position verharren ect.

Die Ärztin und alle anderen sagten Wort wörtlich: "Mein Gott, der ist ja lammfromm. Soetwas haben wir ja noch nicht erlebt. Mit dem kann man ja Alles machen." Nun, obwohl ihm mehrfach weh getan wurde und er zwischendurch Angst hatte, dass er zitterte, hat er nicht einmal ansatzweise unfreundlich reagiert, sondern war sofort nach jeder unangenehmen Behandlung wie immer freundlich und guter Dinge. Wer will mir ernsthaft weißmachen, dass mein Bullterrier-Rüde ein genetisch bedingt aggressives Tier ist, dass eine Disposition dazu hat, eher zuubeißen, als andere Hunde anderer Rassen? Was heute mit meinem "Kampfhund" angestellt wurde, wäre alle Male Grund und Gelegenheit gewesen, um sich mal von einer "bösen" Seite zu zeigen, wenn er denn eine hätte. Er ist natürlich ein Hund wie jeder andere, der auch mal aufgeregt oder auch mal aggresiv reagieren kann, wenn er z.B. gleichgeschlechtrige Hunde trifft, die ihm auch aggressiv begegnen, aber bis heute hat er weder Tiere, noch Menschen auch nur Ansatzweise gebissen, oder hat sie sonstwie aggressiv attackiert. Der heutige Tag war für mich mal wieder eine Bestätigung dafür, dass diese Ungleichbehandlung völlig an den Haaren herbei gezogen ist.
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Werbefilm

30.07.2010 15:37:00 von K. Darampoucas
Hätte ich vor einigen Tagen eine Kamera dabei gehabt, als ich mit meinem Bullterrier unterwegs war, hätte ich einen Werbefilm gegen Rasselisten drehen können, denn das was ich erlebte, war sinnbildlich für den Unsinn von Verordnungen, die Rasselisten beinhalten. Mein Nachbar und ich standen auf einer Wiese und unterhielten uns mit drei weiteren Hundehaltern, als eine Mutter mit ca. 2-3 jährigem Mädchen auf uns zukam. Das Mädchen ging ca. 5 Meter vor und die Mutter folgte dahinter. Als wir bemerkten, dass die Mutter mit dem Kind direkt auf uns zukam, rückten drei der Hundehalter mit ihren Hunden ein bis zwei Meter nach hinten und ließen meinem Nachbarn und mich im Vordergrund stehen. Mein Nachbar hat übrigens einen Schäferhund-Mix. So standen mein Bullterrier und der Schäferhund-Mix meines Nachbarn dort, um das Kind sozusagen zu empfangen, dass auch zielgerichtet zu meinem Hund ging, um ihm ein Gänseblümchen vor die Nase zu halten. Mit der anderen hielt es sich währenddessen am Fell des Schäferhundes fest und griff ordentlich in eine Hautfalte. Unsere beiden Hund blieben freundlich, während die drei Hunde der Nachbarn/ innen wie hysterisch herumbellten und in die Leine gingen. Deren Hunde waren übrigens klassische Rassen, von denen man gerne behauptet, dass sie Familienhunde und besonders kinderfreundlich wären. Übrigens hat weder mein Nachbar, noch ich eigene Kinder, so dass werder der Schäferhund-Mix meines Nachbarn, noch mein Bullterrier wie selbstverständlich erfahren im Umgang mit Kindern sein müssen. Im Gegenteil zu den anderen Haltern und ihren "Wuschelhunden", die selber Kinder im Haushalt haben. Was ich damit sagen will ist nicht, dass Schäferhunde und Bullterrier die besseren Hunde sind, aber das man an Hand der Rasse bzw. dem Aussehen nicht erkennen kann, wie es in dem Hund aussieht und schon gar nicht, wie sich dieser verhalten wird. Hier ist eine individuelle Herangehensweise nötig, denn wie die Zahlen beweisen, sind Vorfälle mit Hunden äußerst selten. Todesfälle sind die absolute Ausnahme. Es kann ja nicht richtig sein, dass mein Bullterrier z.B. ein ausgesprochen freundliches Tier ist, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen zu einem braven Hund erzogen habe, aber dies keine Bedeutung hat, weil er einer Rasse angehört, die in anderen Ländern gelistet ist. Die Hunde meiner Nachbarn, deren Hund auch mal ein Hosenbein im Maul haben, oder hinter kleinen Kindern herrennen, um diese zu beißen, als unbedenklich gelten, weil sie einer als ungefährlich eingestuften Rasse angehören. Das ist doch keine vernüftige Vorgehensweise bzw. kein vernüftiger Ansatz. Die Aussage, dass Hunde nun einmal wilde Tiere wären, oder besonders Kampfhunde eine besondere Veranlagung hätten, ist nachweislich falsch. Damit ein Hund eine Menschen angeht, um diesen zu beschädigen, bedarf es mehr als nur einer fehlenden Erziehung und/ oder einer angeblich besonderen genetischen Disposition. Mit einem Mindestmaß an Erziehung und Sozialisierung kann jeder Halter dafür sorgen, dass sein Hund eine Beißhemmung gegenüber Menschen hat und Grenzen im Umgang mit Menschen lernt. Dafür ist weder ein besonderes Training, noch ein besonders gutmütiges Wesen von Nöten. Entscheiden ist das obere Ende der Leine.
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Kommentar 122

29.07.2010 22:35:00 von Matthias
Sehr geehrte Damen und Herren,

es spricht nichts gegen eine Überarbeitung der Hundeverordnung. Es spricht meiner Meinung nach auch nichts gegen eine Sachkundeprüfung aller Hundehalter. Aber es spricht einiges gegen eine Gefahrenhundeverordnung.

Unnötig zu erwähnen, das so eine Verordnung niemanden gerecht werden kann. Einige Menschen werden sich weiterhin vor Hunden fürchten und böse Menschen werden weiterhin böse Hunde besitzen. Wird die Liste dann erweitert? Es gilt als allgemein bekannt: kein Hund ist exemplarisch gefährlich!

Fragen Sie die Fachleute, fragen Sie in den entsprechenden Vereinen (gb-f, dcbt) und nutzen Sie bitte deren Wissen!

Es wird oft behauptet nur Underdogs benötigen diese Underdogs? Nein, es sind oft Familien und Menschen deren Hunde einfach nur Hunde sind. Spielkamerad des Kindes, Kumpel und schauer Freund. Auch wir benötigen eine geeignete Hundeverordnung zum Schutz von Mensch und Tier und auch wir benötigen Rechtssicherheit!

Eine Sachkundeprüfung aller Hundebesitzer könnte dem Bedürfnis nach „Sicherheit“ für die Bevölkerung gerechter werden als eine Rasseliste. Eine Sachkundeprüfung wird auch ein Unglück wie Oldisleben eher verhindern als eine Gefahrenhundeverordnung. Eine Sachkundeprüfung könnte Rechtssicherheit geben.

Mit viel Vertrauen
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Frau Sabine Berninger

28.07.2010 18:34:00 von Barbara Telker
Frau Sabine Berninger, wenn sie Interesse an den entfernten Links haben, schicken sie mir doch bitte eine Email. Aus verständlichen Gründen veröffentliche ich hier nicht meine Private Email, sondern eine zweitrangige Adresse von mir. Gerne würde ich ihnen die links betreff Studien von Dr. Dorit Fedderson-Peterson, studien zwecks Untersuchungen der angeblich horrenden Beisskraft, Beisstatistiken, Characktereigenschaften der stigmatisierten Rassen erläutert durch Züchter und Zuchtverbände, etc. zuschicken.

Mit freundlichen Grüßen Barbara Telker barbwire-01@web.de
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Die Hunde trifft keine Schuld.

27.07.2010 15:10:00 von Karolina A.
@Meißner: Man merkt deutlich, dass Sie wirklich keine Ahnung von Hunden haben. Wenn man keine gefährlichen Hunde will, muss man einzig und allein beim Halter ansetzen, denn der macht aus dem Tier, was es ist. Und da leider eine gewisse Anzahl an Hundehaltern ähnlich viel über Hunde wissen wie Sie - nämlich nix, muss man sich über Unfälle nicht wundern. Leider kann sich bis jetzt Hinz und Kunz einen Hund anschaffen und den Hund verderben. Und der zahlt dann den Preis. Hundeführerschein für alle Besitzer, damit tut man allen einen Gefallen.
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Nachricht an Abgeordnete

27.07.2010 14:23:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich für die bisherige Zusammenarbeit einiger Fraktionen und einzelner Abgeordneter verschiedener Parteien bedanken, leider muß ich feststellen dass gerade seitens der CDU Fraktion die Politik der Ignoranz und des Schweigens verfolgt wird. Dies ist natürlich sehr unbefriedigend und stößt in der Öffentlichkeit auf Unverständnis und erzeugt bundesweiten Unmut wird aber sicher an geeigneter stelle durch den Wähler entsprechend gewürdigt. Dank der medialen Aufmerksamkeit die unserer Arbeit mehr und mehr zu teil wird und der wissenschaftlichen Unterstützung wird es uns möglich sein die Befürworter einer Rasseliste lügen zu strafen und als Populisten und Lobbyisten zu entlarven. Da es mein Terminkalender leider nicht gestattet sie alle persönlich Aufzuklären möchte ich sie heute mit einigen Fachinformationen (die nur einen kleinen Auszug der vorliegenden Arbeiten darstellt) ausstatten die jeden Gedanken an eine Rasseliste verwerfen müssten, vorausgesetzt natürlich man ist bereit der Wissenschaft und Experten vertrauen zu schenken und nicht der Bild Zeitung. Für alle die die Meinung der Menschen interessiert empfehle ich einen Blick in den entsprechenden Blog des Innenministeriums. Sollten Sie an einem persönlichen Gespräch interessiert sein stehe ich gern telefonisch unter 0160................ zur Verfügung. Morgen befinde ich mich im Landtag, und könnte auch kurzfristig Gesprächstermine einrichten. Terminabspache bitte nur telefonisch.



Mit freundlichen Grüßen



Markus Herwig
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Blanker Populismus!!!!!!

26.07.2010 21:44:00 von Jens Jaron
Ich finde es toll das sich unsere politiker die zeit nehmen und ihre gesetzentwürfe hier veröffentlichen. das auch ein eigener blog dazu eröffnet wurde in dem jeder seine meinung schreiben kann zeigt mir das unsere politiker in thüringen auf dem stand der zeit sind und sich auch die elektronischen medien nutzen. vorallem aber finde ich es überaus bemerkenswert das genau diese politiker sich nicht an diesem blog beteiligen. fehlendes interesse? haben sie mehr zustimmung für ihren (für mich) haltlosen und lächerlichen gesetzentwurf erwartet? das zeigt mir nur wie unsere landespolitiker die meinung der menschen in unserem land ignorieren und werde das wie sicherlich viele andere auch bei der nächsten wahl berücksichtigen!!!!!!! traurige grüße
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Das Wort "Kampfhund" ist ein schlechter Begriff

26.07.2010 00:27:00 von Ruth Mutschler
Bitte, bitte keine Rasselisten, kein Anschwärzen einzelner Hunderassen. Es wurde hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass wissenschaftliche Beweise existieren, dass gerade diese Hunde besagter Rassen KEIN von Geburt an erhöhtes Aggressionspotential besitzen. Staffordshire wurden ursprünglich sogar als nanny dogs gezüchtet, um auf kleine Kinder aufzupassen. Sie wurden für Hundekämpfe auf schlimmste Weise missbraucht. Das ist ein übles Vergehen vom Mensch am Hund. Dafür können diese Hunde nichts, gar nichts. Heute sitzen sie zu Hauf in den Tierheimen und leiden unter dem gänzlich zu Unrecht verliehenen Ruf, aggressiver und gefährlicher zu sein als andere Hunde. Nicht zuletzt wegen der Auflagen, die für ihre Besitzer gelten, will fast niemand diese Hunde adoptieren. Ich kenne genug dieser "Kampfhunde" und kann nur sagen: Nahezu alle haben ein zauberhaftes Wesen und wünschen sich nur ein verständnisvolles Heim. Ich sehe viele Hundehalter "normaler" Rassen, deren Hunde sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wie der Herr, so's G'scherr. Oder Input = Output - wenn ersteres schlecht ist, kann eben nicht viel Gutes dabei rumkommen. Viele Besitzer müssten mehr über das Wesen ihres Lieblings lernen, gerade dem Hund zuliebe. Gefährlichkeit anhand einer Rassenzugehörigkeit zu messen ist total falsch.
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Keine Listen, sondern ein Hundefürherschein

25.07.2010 09:50:00 von Holger
Ich versteh kein bisschen, was diese dämliche Rassenhetzerei soll - die dazu noch keine wissenschaftliche Grundlage hat. Leben wir im finsteren Mittelalter, wo Hexenverbrennungen an der Tagesordnung waren? Ich bin empört. Hat die Menschheit so wenig dazu gelernt? Ernsthaft, was können Hasso und Fido dafür, die eben von Geburt an Staffordshire sind, wenn einige wenige andere Hunde, die leider derselben Rasse angehören, durch Menschenhand Leute tödlich verletzen? Die können genausowenig dafür wie alle anderen daran nicht beteiligten Hunde auch! Und was bitte ist mit dem Husky, der bei der Attacke mitgemacht hat? Litt dieser etwa unter einer Persönlichkeitsstörung und dachte, er sei ein Bullterrier oder Staffordshire? Komplett daneben. Wenn das die Argumentation sein soll, dass man so ein Verhalten an Rassen festmacht und damit sogar in 2. Linie entschuldigt, dann gute Nacht...! Diese Verordnung ist völlig sinnlos und verhindert keine schlimmmen Unfälle mit Hunden. Ich fordere einen Führerschein für Halter aller Hunderassen, denn die Zweibeiner sind die einzig wahren Verantwortlichen. Und wenn ich dann noch Kommentare lese wie z.B. Wer braucht gefährliche Hunderassen" etc., da geht mir der Hut hoch. Ein Hund ist stets nur so gefährlich oder harmlos wie sein Besitzer. Ende.
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Bigotterie? Lieber nicht.

23.07.2010 22:09:00 von Marlies S.
Sehr geehrte(r) Herr / Frau Meißner, es gibt per se keine gefährlichen Hunderassen. Von den "Listenhunden" ist von Geburt an keiner gefährlicher oder weniger gefährlich als Individuen anderer Rassen bei ähnlicher Körpergröße und Kraft. Es ist nun mal so, dass innerhalb einer Rasse ebenso viele charakterliche Unterschiede existieren wie zwischen den Rassen. Punkt. Daran können auch Sie nichts ändern. Wie schon zigfach hier erwähnt, liegt es immer am Besitzer. Das ist ganz logisch. Für mich zeugt Ihre Stellungnahme von allzu großer Unkenntnis. Ich hoffe, die Politik wird klug und im Sinne der Gerechtigkeit entscheiden.
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Kommentar 130

23.07.2010 18:21:00 von Gabi Langer
Auch ich finde, dass es falsch ist, Hunde aufgrund ihrer Rasse vorzuverurteilen. Wie inzwischen viele Statistiken zeigen, sind auch andere Hunderassen "gefährlich". Ich denke, dass es wichtiger wäre, mehr für den TierSCHUTZ zu tun und den Haltern von Hunden zu helfen. Nicht sie noch weiter einschränken. Auch mir bleibt nur, den Gegenern Ihrer Verordnung zuzustimmen.
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Alle über einen Kamm scheren, das geht gar nicht!

23.07.2010 13:17:00 von Marlies S.
Kampfhunde als Rasse gibt es gar nicht. Diese Bezeichnung ist blanker Hohn in den Ohren von vernünftigen Staff-Besitzern. Nein, diese Hunde sind für echte Hundehalter weder Prestigeobjekte noch angsteinflößende Waffen, sondern Hunde wie alle anderen auch. Ich habe nun schon den dritten Staffordshire (hatte alle 3 aus dem Tierheim) in Folge und kann nur sagen, dass ich mehr als froh bin, diese und keine anderen Hunde gehalten zu haben / zu halten. Trotz ihrer grausigen Vergangenheiten waren es alles sehr liebe, den Menschen zugetane Hunde, die auch Kinder und andere Hunde mochten. Sie haben nie gebissen oder auch nur geknurrt, selbst wenn sie bedroht wurden. Ich, wie viele andere Kampfiliebhaber auch, möchte nicht mit den wenigen schlechten Hundebesitzern über einen Kamm geschoren werden. Das ist eine Unverschämtheit, auch wenn sie häufig aus Unwissen resultiert! Schuld ist immer der Mensch, in seinen Händen können z.B. auch Blumentöpfe (wenn sie geworfen werden) oder Gläser / Glassplitter tödliche Waffen werden. Als logische Folge müsste man solche Gegenstände auch verbieten. Merken Sie, wohin wir mit einer solchen "Argumentation" kommen? Richtig, ins dunkle Nirgendwo oder in Teufelsküche. Nein danke, da will ich nicht leben. Keine Rasselisten, sondern nur ein Führerschein für alle Halter ist sinnvoll. Freundliche Grüße von Marlies S. samt Hund Jack
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Gesetzesentwurf Hunde

23.07.2010 11:40:00 von Kristina W.
Sehr geehrte Damen und Herren, Auch ich halte eine derartige Verschärfung der LGH nicht für den richtigen Weg. Natürlich muss man etwas unternehmen damit solch schrecklichen Vorfälle nicht mehr passieren. Doch warum kommt der Mensch erstmal auf die Idee sämtliche „ Feindbilder“ auszurotten, um dann festzustellen, dass das alles gar nichts gebracht hat? Ich lebe in NRW und teile mein Leben unter anderem mit einem American Staffordshire. Ich bin froh dieses wunderbare Lebewesen anvertraut bekommen zu haben. Ist es nicht die Pflicht eines jeden Hundehalters dafür zu sorgen das dem Hund gut geht, das er ein unbeschwertes Leben führen kann? Aber sagen Sie mir bitte, wie soll man einen Hund Tierschutz- und Artgerecht halten wenn sein Leben durch solch undurchdachten Gesetze auf ein Minimum an Freiheit reduziert wird? Ist es nicht wirklich besser, das Wissen über diese Lebewesen bei allen zu vertiefen und ein besseres Verständnis ihnen gegenüber anzustreben? Heißt man sollte schon in der Schule oder besser noch im Kindergarten den Kindern den Umgang mit Haustieren näher bringen, und ihnen erklären dass auch die Tiere Gefühle haben und auch ihren Freiraum brauchen. Der Spruch „schlafende Hunde soll man nicht wecken“ kommt nicht von ungefähr.

Des weiteren kann es doch nicht sein, dass ein Tier nur, weil es eine geographische, von Menschen festgelegte Grenze überschreitet auf einmal gefährlich sein soll. Für meinen Hund habe ich den Sachkundenachweis zur Haltung eines „gefährlichen Hundes“ gemacht, es wurde ein polizeiliches Führungszeugnis erstellt und unsere Wohnung auf die Möglichkeit einer Artgerechten und ausbruchsicheren Unterbringung überprüft. Zusammen mit meinem Hund eine Hundeschule besucht, habe den für NRW erforderlichen Wesenstest zur Maulkorb- und Leinenbefreiung bestanden bin jetzt in einer Rettungshundestaffel tätig und einem Hundeverein tätig. Ich bezahle die für unsere Gemeinde übliche Hundesteuer und nehme Rücksicht auf meine Mitmenschen. Das alles wurde mir nicht geschenkt, jedes Papier muss man sich unter hohem Zeit- und Kostenaufwand erarbeiten. Fahre ich in ein anderes Bundesland, habe ich einen anderen Hund an der Leine. Nichts von dem was in NRW überprüft und genehmigt wurde zählt. Mein Hund ist dann plötzlich eine mögliche Gefahr für die Menschen und muss mittels Maulkorb und Leine gesichert werden. Aus diesem Grund verreisen wir auch möglichst nicht, ich könnte es nicht genießen wenn meine Hunde dafür dermaßen drangsaliert werden. Helfen Sie dieser Idiotie ein Ende zubereiten, machen sie sich für eine Bundeseinheitliche Lösung stark. Helfen sie mit, die Menschen aufzuklären, anstatt ihnen mit einem schnell verabschiedeten Gesetz noch unnötig Angst zu machen. Nur weil ein Hund jemanden verletzt hat, sind nicht automatisch alle anderen Hunde dieser Rasse plötzlich unberechenbar. Eine Lösung die viele Hundehalter unterstützen würden wäre der Nachweis zur Sachkunde, die Kennzeichnungs- und Registrierungs- und Versicherungspflicht, der Besuch einer Hundeschule um mindestens eine Begleithundetauglichkeit zu erreichen. Dies alles sollte für alle Hundehalter verpflichtend sein. Ein guter Hundetrainer könnte allein bei der Ausbildung schon früh Hunde mit auffälligen Verhalten bemerken und für eine intensivere Ausbildung sorgen, damit es möglichst gar nicht erst zu Unglücksfallen kommt.

Es liegt an ihnen aus den vom Gesetzgeber gemachten Kampf-Hunden das zu machen was sie sind und schon immer waren, einfach nur Hunde.

Mit freundlichen Grüssen Kristina W.
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gefährliche Hunderassen

23.07.2010 11:26:00 von Meißner
Wer braucht gefährliche Hundrassen? keiner, also Haltung, Züchtung, Einfuhr verbieten. Für alle anderen Hunde Zuverlässigkeitsprüfung des Halters, denn jeder Hund kann scharf gemacht werden, Hundehaftpflichtversicherung muß Pflichtversicherung werden.
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Rasselisten

23.07.2010 10:13:00 von Maike H.
Sehr geehrte Damen und Herren,

durchaus positiv finde ich die Möglichkeit, hier seine Meinung zum Thema "Rasselisten" veröffentlichen zu dürfen. In meinem persönlichen Umfeld sind Hundehalter, die seit 20 oder 30 Jahren sogenannte Kampfhunde führen. Keiner dieser Hunde ist jemals "ausgetickt" oder negativ aufgefallen. Diese Hundehalter führen ihre Hunde trotz aller Widrigkeiten aus Überzeugung und aus Liebe zu diesen Rassen. Sämtliche wissenschaftlichen Studien als auch die Beißstatistiken zeigen eindeutig auf, dass bei den gelisteten Rassen keine gesteigerte Aggressivität vorliegt. Die Bevölkerung muss nicht vor Pit, Staff und Co beschützt werden sondern vor unfähigen und kriminellen Hundehaltern aller Rassen! Setzen Sie sich mit Tierschutzorganisationen, Vereinen und Verbänden die sich speziell um gelistete Rassen kümmern, an einen Tisch. Berücksichtigen Sie die wissenschaftlichen Ergebnisse und hören Sie sich Fachleute an. Unsinnige Rasselisten, die bestimmte Hunde von vornherein als "blutrünstige Kampfmaschinen" abstempeln, anderen, weitaus häufiger zubeißenden Hunde den des "immer lieben Familienhundes" sollten der Vergangenheit angehören.

Mit freundlichen Grüßen Maike H.
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Danke (an das Ministerium) für dieses Forum und (an Sie alle) für die vielen Beiträge

22.07.2010 23:17:00 von Sabine Berninger
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hundefreundinnen und -freunde!

Ich bin eine der PolitikerInnen, die im Thüringer Landtag den von Innenminister Huber vorgelegten Gesetzentwurf debattieren und darüber entscheiden werden. Und ich möchte mich bedanken, dafür, dass die allermeisten von Ihnen Ihren Unmut über den Gesetzentwurf mit höflichen, aber nachdrücklichen Worten und sachlichen Argumenten ausgedrückt haben. Die Argumente, die gegen den vorgelegten Gesetzentwurf sprechen, teile ich großenteils, auch die unterbreiteten Vorschläge (zum Beispiel die der Pflicht-Haftpflichtversicherung, des Hundeführerscheins usw. für die Halter ALLER Hunde). Mich verwundert, dass in diesem Blog bisher lediglich eine Reaktion eines Pressereferenten des Innenministeriums veröffentlicht wurde (Beitrag vom 07.07.2010 auf Seite 11 dieses Blogs) und es enttäuscht mich, dass bisher kein Vertreter des Ministeriums auf Ihre Argumente reagiert hat (auch nicht auf den häufig wiederholten Vorwurf, dass die Meinung von ExpertInnen, zum Thema veröffentlichte Studien bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfes nicht berücksichtigt bzw. so genannte „Beiss-“ Statistiken nicht sorgfältig analysiert wurden).

Ich habe nicht alle (bisher 158) Kommentare gelesen, um meine Vorbehalte gegen den Gesetzentwurf (der meiner Meinung nach zu Recht als „Schnellschuss“ oder „Sich dem Druck der Medien beugen“ oder „von anderen wichtigen Problemen ablenken“ bezeichnet wurde) bestätigt zu bekommen. Vielmehr dachte ich, Argumente FÜR das von Minister Dr. Huber geplante Gesetzesvorhaben zu finden, mit denen ich mich auseinandersetzen wollte. Doch erst auf der letzten Seite (Seite 16) fand ich einen Kommentar, in dem der Gesetzentwurf als sinnvoll beschrieben wurde, ein weiterer Kommentator stimmte einigen wenigen im Gesetzentwurf beschriebenen Regelungen (oft aber unter Vorbehalt) zu, setzte sich aber auch mit diesen kritisch auseinander.

Äußerst bedenklich finde ich, dass einige auf Studien oder Berichte im Sinne der Kritiker des Gesetzentwurfes verweisende Links den so genannten „Kommentarrichtlinien“ zum Opfer gefallen sind (immer nur war der Hinweis zu lesen: „Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien“). Ich hätte mich gern auf diesen weiterführenden Links kundig gemacht.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde im Innenausschuss des Thüringer Landtags und auch in der Gesetzesdebatte im Landtagsplenum selbst genau darauf achten (und auch nachfragen), ob Ihre Argumente berücksichtigt und mit der nötigen Sorgfalt abgewogen werden und ob sachlich begründete Gegenargumente vorgetragen werden. Ich werde darauf achten, ob Ihre Empfehlungen, bestimmte ExpertInnen (wie zum Beispiel Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Uni Kiel, die Bundestierärztekammer oder die Tierärztliche Hochschule Hannover, um nur einige zu nennen) zu Rate zu ziehen, aufgegriffen werden. Und ich werde mich im Innenausschuss dafür einsetzen, dass zu dieser Gesetzesvorlage eine mündliche (öffentliche) Anhörung durchgeführt wird.

Und ich werde immer mal wieder einen Blick in diesen Blog werfen, denn die Art, wie die meisten von Ihnen hier diskutieren, gefällt mir sehr. Vielen Dank dafür.

Mit freundlichen Grüßen, Sabine Berninger, Mitglied der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag

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Hundeführerschein? Ja, für alle Hundebesitzer

22.07.2010 14:24:00 von Britt
Die Folgen eines Bisses von ähnlich großen Hunden sind bei gleicher Intensität des Bisses ähnlich. Will ein Hund nicht mehr von einem ablassen und beißt mehrmals zu, so sind die Folgen auch verheerender als bei einem einmaligen Biss. Daher hinkt der Vergleich zwischen Dackel u. Bullterrier ziemlich. Ich persönlich möchte von gar keinem Hund gebissen werden. Es ist mir gleich, ob das ein Riesenschnauzer, ein Collie, ein Spitz oder Bobtail war, das hilft meinem verletzten Arm oder Bein dann auch nicht weiter. Deshalb muss am oberen Ende der Leine Verantwortung herrschen. Ein Hundeführerschein für alle Besitzer, nur das kann helfen. Alles andere kann leicht als Freifahrtschein für die nachlässige Haltung kleiner Hunderassen gedeutet werden. Und: Viele kleine beißende Hunde sind auch sehr gefährlich.
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Rasselisten sind Populismus

22.07.2010 13:41:00 von Bischoff, Stephan
Es steht außer Frage, dass ein Dackel einer erwachsenen Personen, die sich zu wehren in der Lage ist, weniger Schaden zufügen kann, als ein großer und/ oder kräftiger Hund. Allerdings entstehen Beißvorfälle durch unglückliche Umstände, in denen gerade Situationen enstehen, die es möglich machten, dass auch der Dackel gefährlich wird. Es sind Situationen, in denen der Säugling mit dem Hund allein gelassen wurde, oder das Kleinkind unter den Tisch zum Dackel grabbelt etc. Dass man als Halter eines großen Hundes eine größere Verantwortung trägt, dass steht ebenfalls ausßer Frage, aber man sollte nicht so tun, als ob das nicht eh bereits von 99, 9 Prozent der Halter so gehandhabt wird. Beißvofälle sind selten und wlche mit schwerem Ausgang, oder sogar tödlichen Folgen, sind die absolute Ausnahme. Hier muss man sich tatsächlich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen. Bestimmte Rassen stark zu reglementieren, oder sogar zu verbieten, dient nur populistischer Politik, um Ängste und sonstige Gefühle der Bevölkerung zu instrumentalisieren. Sinnvoll sind sie nicht, denn abgesehen davon, dass sie wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, sagen die Zahlen etwas anderes aus und zwar, dass es sowohl mehr Beißvorfälle durch Nicht-Listenhunde gibt und auch bei Todesfällen es nicht anders aussieht. So ist es eine Tatsache, dass vor vielen Jahren ein Säugling durch einen Dackel tödlich verletzt wurde, aber es in Deutschland noch keinen tödlichen Unfall mit Bullterriern gegeben hat. Es macht sicher Sinn Regelungen zu finden, die dafür sorgen, dass das Halten von Hunden für Nicht-Hundehalter weiterhin ungefährlich bleibt, aber den Haltern weiterhin die Haltung von Hunden ermöglicht. Es spricht wenig dagegen, die Haltung von großen Hunden in dem Maße zu regulieren, dass der Halter ein gewisses Alter haben sollte, eine ausbruchsichere Unterbringung gewährleistet sein sollte, eine Haftpflichtversicherung vorhanden sein sollte, die Person sowohl körperlich und geistig zur Haltung in der lage sein sollte, bei Vorfällen mit großen oder kräftigen Hunden konsequent Maßnahmen greifen, um ein Gefahrenpotential zu überprüfen. Rasselisten sind dagegen idiotisch, da die Rasse bekanntlich nichts über das tatsächliche Verhalten des Hundes aussagt. Wer diverse Hunde kennt und mit Hunden jeder Art zutun hatte, weiß, dass es treu doofe und lammfromme "kampfhunde" Schäferhunde und Co. gibt, die keiner Fliege etwas zu Leibe zutun würden. Der Jagdhund des Nachbarn kann dagegen alles andere als freundlich und ungefährlich sein. Andersherum ist es natürlich auch möglich. Das Argument von der höheren Beißkraft großer Hunde oder von Kampfhunden sticht nicht. Zum einen ist die besondere Beißkraft von Kampfhunden mit keiner Studie oder Untersuchung belegt, sondern im Gegenteil wiederlegt worden. Zum anderen spricht die sehr geringe Zahl an tödlichen Beißvorfälle eine klare Sprache, dass große oder kräftige Hunde oft in die Lage versetzt werden, Menschen schwer oder tödlich zu verletzen. Ich persönlich halte die Diskussion für aufgesetzt. Zwar ist der Tot eines Kindes sehr tragisch, aber vergleicht man andere Zahlen, stellt man fest, dass Kinder durch sehr viele Ursachen jeden Tag ums Leben kommen. So makaber es klingen mag, ist das Leben leider gefährlich und sorgt immer wieder auch für solch tragische Momente. Kinder kommen im Straßenverkehr ums Leben, verletzen sich tödlich im Haushalt durch Elektrogeräte oder Chemikalien etc. und/ oder werden durch andere Menschen tödlich verletzt und sogar mutwillig umgebracht. Wenn ein Kind von einem Menschen durch Messerstiche getötet wird, oder durch einen Rennwagen überfahren, kommt niemand auf die Idee, das Auto dieer Fabrikation verbieten zu wollen, oder Messer dieser Art verbieten zu wollen. Ja, der Vergleich hinkt, den Hunde sind Individuen, aber das ist der einzelne Mensch auch. Risikofaktoren gibt es immer und überall, acuh in den scheinbar ungefährlichsten Situationen. Eines darf man nämlich bei der ganzen Hysterie nicht vergessen und das ist die Tatsache, dass vergleichbar sehr wenige Menschen durch Hunde ums Leben kommen. Durch Kampfhunde sind vor dem besagten Vorfall in Thüringen im Jahr 2000 in Hamburg das letzte Mal Menschen durch "Kampfhunde" ums leben gekommen.
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@Handeln tut not

22.07.2010 12:53:00 von Angelika
Auch ein Dackel kann ein Kleinkind tötlich verletzen! Das hat doch nichts mit der Rasse eines Hundes zu tun, wie gefährlich oder nicht gefährlich er ist? Auch eine Katze kann durchaus so zubeißen, dass schwere Verletzungen entstehen, ein Pferd könnte einen Menschen zu Tode treten oder man wird schlicht in der Schule erschossen, von einem AQuto überfahren oder in der U-Bahn niedergestochen. Wo bitte ist da also eine Beschränkung bestimmter Rassen sinnvoll? Oder wollen sie per Gesetz kategorisch alle großen Hunde verbieten? Oder alles was größer als ein Dackel ist? Das ist doch völliger Blödsinn! Das Problem sind nicht die Tiere, das Problem sind die Menschen. Die Wahrscheinlichkeit durch einen Menschen ums Leben zu kommen ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit durch ein Tier getötet zu werden, es sei denn man begibt sich freiwillig z.B. in ein Löwengehege, wobei man dann ja eher durch die eigene LKeichtsinnigkeit umgekommen ist, somit wäre auch dies wieder auf den Menschen zurückzuführen. Ich finde es traurig und entsetzlich, dass wundervolle Familienhunde als Kampfhunde deklariert werden, erst von Presse und Medien, denen man ja nunmal noch Quotengeilheit zusprechen kann, aber das die Politiker sich mit diesen Menschen auf eine Stufe stellen wollen und nachweislich falsche Fakten als Tatsachen deklarieren möchten finde ich absolut traurig, Demokratie kommt von Volksentscheidung und wenn ich mir mal so die Reaktionen in diesem Blog ansehe, dann läßt es doch erkennen, dass das Volk, der Bürger Interesse zeigt aber halt insofern, dass er gegen Rassendiskriminierung ist und für sinnvolle Gesetze plädiert, mit denen jedem geholfen ist. Es kann nicht sein, das Menschen in ganz Deutschland wegen ihres Hundes angefeindet und gar bedroht werden, nur weil er nach Meinung von Politiker und Medien ein Kampfhund ist, wogegen Untersuchungen und Meinungen anerkannter Hundegutachter, Verhaltenspsychologen, Biologen, Hundetraier etc einfach außer Acht gelassen werden, weil es so doch viel einfacher ist, denn diese Untersuchungen und Meinungen passen ja nicht in das Weltbild, was die Medien geschaffen haben. Sind wir wirklich schon so weit gekommen, dass die Klatschblätter und Unterhaltungssender unsere Gesetze mitbestimmen oder gar machen? Ich hoffe so schlimm ist das noch nicht, denken sie bitte nochmal darüber nach, wem sie eigentlich zu Wohle dienen. Und vergessen sie nicht, dass der Held vom WTC am 11.09.2001 ein "Kampfhund" war, er fand die meisten verschütteten Menschen, ebenso gibt es in vielen deutschen Rettungshundestaffeln Hunde dieser Rassen, kann man das mit dem Feindbild des Menschen, welches sie schaffen wollen vereinbaren?

LG Angelika
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Antwort auf Kommentar Nummer 151

22.07.2010 10:35:00 von Sandra
Erst vor einiger Zeit hat ein Dackel seinem Halter in den Hals gebissen, er wäre fast verblutet - ein anderer kleiner Hund hat einem Kind lebensgefährliche Verletzungen beigebracht ... diese Aufzählung könnte man immer weiter fortführen ...

Die Statistiken sind insoweit hilfreich, als das hierin Unterscheidungen der Verletzungsarten aufgeführt sind. Man kann auch getrost davon ausgehen, dass ein "Wadenzwicker" von einem kleinen Hund nur in den wenigsten Fällen überhaupt angezeigt wird, so dass diese Bißunfälle erst gar nicht in die Statistik mit einfließen ...

In den Statistiken sieht man aber: Auch bei den schlimmeren Verletzungen sind die sog. "Kampfhunde", selbst wenn die verschiedenen Rassen alle zusammen als eine einzige aufgeführt wird, nicht im oberen Bereich angesiedelt ... das Gegenteil ist der Fall!

JEDER Hund kann beißen und ist somit evtl. eine Gefährdung. Daher wäre ein Nachweis der Sachkunde - also ein Hundeführerschein - für alle Hundehalter sinnvoll. Denn bei einem vernünftig erzogenen Hund, der artgerecht gehalten wird, ist die Gefahr, dass er bissig oder auffällig wird, sehr sehr gering.

Es ist völlig unlogisch, bestimmte Rassen in eine Liste zu packen, deren Halter zu diskriminieren und das Leben der Hunde tierschutzwidrig zu gestalten, während andere Rassen oder Mischlinge die Beißstatistiken anführen. So werden Beißunfälle nicht verhindert! Fast alle der schlimmen Unfälle der Vergangenheit (nicht nur diejenigen mit sog. "Kampfhunden") sind darauf zurückzuführen, dass die Halter die Hunde nicht entsprechend vernünftig gehalten und erzogen haben. Viele davon wurden illegal gehalten oder waren den Ämtern sogar als auffällig bekannt! Hier hätten die bereits bestehenden Bestimmungen völlig ausgereicht, die Unfälle zu vermeiden!!! Nur müssen solche Bestimmungen auch umgesetzt und deren Einhaltung überprüft werden ...
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An Herrn Martin

22.07.2010 10:16:00 von Sarah Cochrane
Da sieht man mal wieder, wie es um das allgemeine Wissen um Hunde steht. Haben Sie bedacht, daß jeder Hund der größer als ein Dackel ist, auch größeren Schaden, als eben solcher anrichten kann? Dafür bedarf es keinen Bullterrier. Und haben Sie überhaupt schon mal einen Bullterrier live, in echt und in farbe gesehen? Oder kennen Sie diesen nur aus der Zeitung mit den vier Buchstaben. Das würde dann auch Ihren Kommentar erklären.
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@ Martin

22.07.2010 09:32:00 von M. Heidenreich
Lieber Martin, auch Dackel haben schon Todesfälle verursacht - Gerade bei kleinen Kindern sind sie dazu ja noch auf Höhe der Halsschlagader, und Zähne haben auch die kleinen Hunden.

Deshalb geht es darum, beim Hundehalter anzusetzen und nicht irgendwelche Rassen zu verbieten. Leute, die nur einen muskulösen Hund an der Leine haben wollen, um damit anzugeben, holen sich sonst einfach den nächsten, nichtgelisteten Hund - So wie es in Frankreich z.B. der Rottweiler und der Riesenschnauzer waren, nachdem der Pitbull verboten wurde...
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...

22.07.2010 09:28:00 von M. Heidenreich
Zunächst einmal danke, daß Sie auch den Bürgern die Möglichkeit geben, sich zu äußern - Ich hoffe, auch unsere Meinungen werden berücksichtigt.

Denn ich kann mich den etlichen Vorschreibern nur anschließen, daß Rasselisten kein probates Mittel sind. Kein Hund ist von Geburt an böse, darum muß bei den Haltern angesetzt werden. Eine Haftpflichtversicherung sollte, wie bei Autofahrern, selbstverständlich sein, und auch mit einem (sinnvollen!!) Hundeführerschein sollte jeder seriöse Hundehalter leben können. Doch Rasselisten werden keinen Vorfall verhindern können!
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Kommentar

22.07.2010 09:00:00 von E. Hollerbach
Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie den Kommentaren hier entnehmen können handelt es sich bei den Haltern sogenannter "Kampfhunde" keineswegs nur um "Sozialschwache" und Menschen mit "Profilneurosen". Ganz im Gegenteil! Wir sind ganz normale Hundehalter mit ganz normalen Hunden. Wir beschäftigen uns mit unseren Vierbeinern, besuchen Hundeschulen, betreiben Hundesport und bilden sie als Begleit- oder Rettungshunde aus. Wir lieben unsere Hunde wegen ihres Wesens, ihrer Liebe zum Menschen, ihrer Intelligenz, ihrer Freude am Arbeiten und ihrer Treue. Doch genau diese Hundehalter bzw. deren Hunde wären die Leidtragenden ihres Gesetzentwurfes. Glauben sie ernsthaft, Kriminelle, die diese wundervollenTiere missbrauchen würden ihre Tiere ordnungsgemäss anmelden? Glauben sie nicht auch, dass hier noch ein Anreiz für ein "gewisses Klientel" geschaffen wird, sich illegal einen Hund zu besorgen, der als "Kampfhund" eingestuft ist? Alle wissenschaftlichen Studien belegen ganz eindeutig, dass bei diesen Hunden keine gesteigerte Aggressivität vorliegt. Das Problem ist nach wie vor der Halter des jeweiligen Hundes, nicht das einzelne Tier. Das von Ihnen geplante Gesetz würde nichts am eigentlichen Problem ändern. Das Elend dieser wundervollen Tiere, die zu Tausenden unschuldig in überfüllten Tierheimen sitzen sowie die Diskriminierung von seriösen Hundehaltern ginge weiter.

Mit freundlichen Grüßen E. Hollerbach
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Kommentar 144

21.07.2010 22:52:00 von Bernhard
Jeder Bürger fragt sich doch, was sind diese Gesetze über die Hundehaltung wert, wenn die Umsetzung und Einhaltung mit vielen Ausnahmen und juristischem Kauderwelsch für den Hundehalter unklar und nicht nachvollziehbar erscheint. Beim besagten "Kampfhund" ist doch die Abrichtung und im gewissen Maße die genetische Anlage die Ursache für sein aggressives Verhalten. Man muss auch bei einer Hundeattacke zwischen "Beißen" und "Reißen" unterscheiden. Kampfhunde, die dazu abgerichtet werden,den oder das Gegenüber zu eliminieren, sind als ungesicherte Waffen zu betrachten und haben im Privat- und Zivilsektor nichts zu suchen. Was bewegt also ein Bürger, sich einen Kampfhund zu halten, ist es Angst oder Prestigegehabe? Man kann es auch anders interpretieren: Zeige mir deinen Hund und ich sage dir, wer du bist! Den Gesetzgebern sei gesagt: Die besten Gesetze und Vorschriften nützen wenig, wenn nicht der Anreiz besteht, diese auch einzuhalten. Den Hundehaltern sei gesagt: Vergesst allen Lobbyismus und bedenkt, ein Hund will ein Hund mit seinen ureigensten Instinkten( Beiß-,Lauf-und Spieltrieb) sein und kein Prestigeobjekt oder Modeassessoire. Übrigens,warum tun sich so wenige Hundehalter zusammen? In der Gemeinschaft sind "schwarze Schafe" doch besser zu erziehen und Nichthundehalter haben einen Ansprechpunkt, ohne gleich die Polizei einzuschalten.
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Kommentar 145

21.07.2010 22:23:00 von C.P.
Zum Beitrag von Martin: Ein Küchenmesser kann vermutlich nicht töten u verletzen. Und sicher hat ein Bullterrier 2 Tonnen Beißkraft mindestens, wobei ein Rottweiler, Labrador, Schäferhund, Colli u natürlich nicht im entferntesten eine solche Beißkraft hat. Welche Rassen sollen denn dann auf eine Liste? mal darüber nachgedacht? ein giftiger Dackel ist sehr wohl in der Lage, ein Kind zu töten oder schwer zu verletzen. Wollen wir nicht einfach gleich alle Hunde verbieten? Weil ich ein besonders großer u kräftiger Mensch bin, und somit auch einem anderen besonders schaden könnte, wenn ich es wollte, muss ich jetzt auch gesichert werden? Ihre Theorie hinkt. Nehmen Sie sich doch einfach mal die Zeit, ALLE Kommentar zu lesen. Beschäftigen Sie sich intensiv mit der Materie Hund u Halter. Das könnte schon helfen.
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Waffenvergleich

21.07.2010 21:12:00 von Markus Herwig Hundetrainer
Hunde welcher Art auch immer mit Waffen zu vergleichen zeugt nicht von Fachwissen, zum Glück fangen Politiker endlich an Fachleute zu hören.
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Anmerkung

21.07.2010 20:29:00 von Heike Beuse
Das Gesetz definiert, was gefährliche Hunde sind: a: Hunde aus entsprechender Zucht (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung),

--Zu bedenken gilt, dass kein Hund gefährlich geboren wird. Es sind immer die Umstände (Mensch/Haltung/Krankheit) welche zu Übergriffen führen--

b: Hunde, die auffällig geworden sind, z.B. durch Beißen, Hetzen, übermäßige Kampfbereitschaft (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung). Für die auffälligen Hunde kann wie bislang ein Wesenstest angeordnet werden, um die Gefährlichkeit festzustellen.

--Ein Wesenstest ist lediglich eine Momentaufnahme, welche den Hund in verschiedenen Situationen zwangsläufig reagieren lassen müssen. Einige Tests gehen hier sehr an der Realität vorbei und es wird leider zu häufig die Wichtigkeit des Hundehalters außer Acht gelassen. Beispiel: Einen Hund -ohne seinen Menschen an der Seite- zu bedrängen löst je nach Charakter den Selbstschutz zur eigenen Unversehrtheit aus. Solche Vorgehenweisen sagen leider nicht viel über das Wesen des Hundes aus.--

c: Neu ist die Aufzählung von mehreren Hunderassen, für die durch das Gesetz die Gefährlichkeit festgestellt wird. Als gefährlich werden exemplarisch im Gesetzentwurf insbesondere folgende Rassen eingestuft: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier (vgl. Oldisleben), Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden.

--Eine Rasseliste um die Gefährlichkeit des einzelnen Hundes festzulegen ändert nicht die Gefahr von Übergriffen. Die Festlegung zur Gefährlichkeit oder dem Potenzial zur Gefährlichkeit ist nicht rassespezifisch fest zu machen. Jede Hunderasse kann bei entsprechender Behandlung durch den Menschen gefährlich werden. Sicher sind die Verletzungen kleiner Rassen nicht so schwerwiegend wie von einem großen Hund oder einem Hund mit entsprechender Beisskraft, dennoch als gefährlich einzustufen. Hier eine Grenze ziehen zu wollen macht wenig bis gar keinen Sinn - wie die vergangenen Vorfälle bewiesen haben.-- Durch das geplante Gesetz wird eine Erlaubnispflicht für diese gefährlichen Hunde eingeführt. Die Voraussetzungen dafür, dass diese Erlaubnis erteilt wird, sind: - der Halter muss mindestens 18 Jahre alt sein,

--Ein Mindestalter ist m.E. grundsätzlich zur Hundehaltung Voraussetzung - rasseunabhängig--

- der Halter muss eine Sachkundeprüfung bestehen (mit dem gefährlichen Hund, nicht auf andere gefährliche Hunde übertragbar),

--Existierende Sachkundetests sind leider ebenfalls eher realitätsfremd bis hin zur Unbrauchbarkeit in Bezug auf ein artgerechtes Verständnis zum Wesen -Hund-. Hier werden bereits Fehlinformationen und auch mangelnde Verhaltensdeutungen an den Hundehalter vermittelt.-- - es dürfen keine Zweifel über die Zuverlässigkeit des Halters bestehen, d. h. es dürfen z. B. keine Vorstrafen wg. Raub, Zuhälterei, Drogen oder Trunkenheitsfahrten vorliegen,

--Diesem Aspekt kann ich bedingt zustimmen. Nachweislich helfen Hunde Obdachlosen Mitbürgern an der Grenze des Suizit Verantwortung zu übernehmen und geben ihnen einen Sinn zu leben. Hier bedarf es einer Absplittung zur Gefährlichkeit des Menschen.--

- der Halter muss den Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung nachweisen.

--Dieser Regelung kann ich uneingeschränkt zustimmen. Gebe allerdings zu Bedenken, dass sowohl Haftpflicht als auch Steuer in manchen Regionen und Agenturen bereits nahe der Grenze zur Willkür liegen, also auch ein Punkt der einer allgemeingültigen Festlegung bedarf.--

- Eine wesentliche Neuregelung des Gesetzentwurfs besteht darin, dass Personen, die sich einen gefährlichen Hund anschaffen möchten, den besonderen Bedarf an diesem Hund nachweisen müssen, der nicht durch Hunde anderer Rassen gedeckt werden kann.

--Auch hier finden wir eine pauschale Rassediskriminierung, welche an der Ursache vorbei geht. Nicht die Rassen sind das Problem, sondern der Mensch und gesundheitliche Schäden welche nicht selten durch menschlich selektierte Zucht hervorgerufen werden. Hier muss angesetzt werden, ansonsten sehe ich zukünftigen Übergriffen weiterhin entgegen.--

Der Gesetzentwurf stellt Regeln für die Haltung gefährlicher Hunde auf. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Hunde so gehalten werden müssen, dass Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet werden. Gefährliche Hunde sind zudem im sicheren Gewahrsam zu halten. Die Halter müssen darüber hinaus ein Warnschild am Zaun oder an der Wohnungstür anbringen, um vor dem gefährlichen Hund zu warnen. Für gefährliche Hunde wird zudem eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, um die Identifizierbarkeit der Hunde zu gewährleisten (z. B. Chip oder Tätowierung).

--Wollte man diese Regelung in der Form an bestimmten Rassen festmachen, wird es zukünftig eine stetige Erweiterung der bereits existenten Listen geben. Sie bewege sich hier im Bereich der Symptome - nicht aber der Ursache. Die Kennzeichnungspflicht ist ein guter Baustein. Allerdings kann diese Gesetzgebung nur umgesetzt werden, wenn entsprechende Kontrolle darüber gewährleistet ist.-- Der Gesetzentwurf enthält auch ein Verbot des Handels mit gefährlichen Hunden. Die Einfuhr der im Gesetzentwurf konkret genannten Rassen ist bereits durch Bundesgesetz verboten. Das Gesetz soll zudem die Zucht von gefährlichen Hunden verbieten. Zur Durchsetzung dieser Vorschrift müssen alle Hunde der konkret genannten Rassen drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes oder spätestens mit Erlangung der Geschlechtsreife der Hunde unfruchtbar gemacht werden. Hunde dürfen außerdem nicht durch Zuchtauswahl, Ausbildung oder Haltung zu gefährlichen Hunden gemacht werden.

--Diese Regelung bedeutet im Grunde nichts anderes als die gezielte Ausrottung bestimmter Rassen. Wie bereits oben erwähnt wird es zwangsläufig zur Erweiterung der Rasselisten führen und zu einer Endlosschleife führen. Wo soll das hinführen?-- Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein)

--Ein guter Ansatz, sofern es eben nicht an der "Gefährlichkeit" des Hundes festgemacht würde. Grundsätzlich ist kein Mensch in der Lage zwei Hunde gleichzeitig bei außergewöhnlichen Situationen zu führen, kein Mensch kann zwei Hunde UND das Umfeld kontrollieren. Genau hier sehe ich ein Gefahrenpotenzial, welches in der heutigen Hundehaltung zum "familienfreundlichen Liebspieltrieb" (gibt es nicht) unserer Hunde bereits als normal und ein Muss angesehen wird. Fremde unkontrollierte Hundekontakte sind für den Hund weder normal, noch sind sie nach dem Wesen unserer Hunde artgerecht. Seit Jahren wird hierhingehend in vielen Einrichtungen "auf Artgenossen sozialisiert" wobei diese "Sozialisierung" bereits vollkommen artfremd ist.-- Ausnahmen von Warnschild, Kennzeichnung, Haftpflichtversicherung und Unfruchtbarmachung gelten für Hunde von Touristen oder von Personen, die sich nicht länger als vier Wochen in Thüringen aufhalten.

--Aha.... damit also der Tourismus nicht leidet drückt man ein oder zwei Augen zu? Warum wird hier ein Unterschied gemacht? In vier Wochen können einige Übergriffe statt finden. Diese Ausnahme ist nach oben festgelgtem nicht nur Paradox, sondern auch noch ein Hohn der eigenen Gesellschaft.-- Verstöße gegen dieses Gesetz können als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden (bislang 5.000 Euro nach der Gefahrenhundeverordnung). Die Hunde können zudem eingezogen oder auch eingeschläfert werden, wenn der Eigentümer nicht die Erlaubnis erhält bzw. diese entzogen bekommt oder die Hunde entsprechend auffällig geworden sind.

--Eine entsprechende Festlegung des Strafmaßes ist sicher eine unabdingbare Komponente jedoch mangelt es m.E. enorm an der Ursachenbekämpfung. Nicht der Hund sollte zum Opfer gemacht werden - sondern der Mensch sollte zur Verantwortung angehalten werden. !!Durch Aufklärung, Schulung, Kontrollen und Abnahme selbiger!! Und dies bei jeder Hunderasse.-- Die geplanten Neuregelungen erleichtern vor allem den Vollzug der Vorschriften, da sie den zuständigen Behörden jetzt mehr Anlass bieten, Hundeführer und Hundehalter der konkret genannten Rassen anzusprechen und nach deren Erlaubnis für das Halten der Hunde oder nach Altersnachweisen zu fragen sowie die Zuverlässigkeit der Hundeführer und die Haltungsbedingungen zu überprüfen.

--Wohl eher bedingt. Denn bereits in der Vergangenheit hat sich solch eine Festlegung und Kontrolle als eher mangelhaft erwiesen.-- ____________________

Ich denke solange versucht wird das Endresultat einzudämmen, solange werden wir mit Erweiterungen zu existierenden Rasselisten konfrontiert. Ich frage mich ob dann in Zukunft noch Hunde in unserer Gesellschaft integriert sind, oder ob unser Nachwuchs diese dann auch in zoologischen Gärten begutachten darf.

Außer Frage steht eine Lösung zu finden, allerdings muss m.E. am anderen Ende der Leine begonnen werden. Die Niedersächsische Foderung des einheitlichen "Hundeführerscheins" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Hier bleibt allerdings zu klären wie sich dieser "Hundeführerschein" zusammen setzt und es müsste sehr viel zum Thema Hund/Hundewesen und Gesellschaft überdacht werden.

An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass namenhafte kynologische Einrichtungen Probleme produzieren, anstatt dem Hundehalter Wissen zur Vermeidung zu vermitteln.

Wir von Absolut-Hund arbeiten täglich mit Verhaltensauffälligen Hunden und wir arbeiten daran ein besseres Verständnis zum Wesen Hund an die Hundhalter zu bringen - durch Prophylaxe und nicht durch Bekämpfung.

Ich bitte Sie inständig Ihren Gesetzesentwurf zu überdenken und vielleicht auch eine Anhörung in Betracht zu ziehen. Wir sind gerne bereit zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen Heike Beuse Absolut-Hund GbR
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Antwort auf Handeln tut not21.07.2010 10:45:00 von Martin

21.07.2010 19:21:00 von Kathrin
Hallo Martin, das Zubeissen eines Bullterriers hat genau die gleichen Folgen, wie der Biss jedes anderen Hundes mit einem Gebiss selber Größe. Die vorgeschlagene Rasseliste mit vier Rassen bringt da überhaupt nichts. Die Verantwortung trägt das obere Ende der Leine und da müssen auch die Regelungen ansetzen.
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zu Kommentar 151

21.07.2010 18:38:00 von Frank
Rasselisten sind total sinnlos!!!! Ob nun ein Schäferhund beißt oder ein sog. Kampfhund macht sicher kaum einen Unterschied. Im Gegenteil der Schäferhund beißt noch oft nach. Ist jetzt nur ein Beispiel. Jeder Hund kann beißen und selbst wenn ein Dackel ein Baby oder Kleinkind beißt kann dies sehr schlimm enden.
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Handeln tut not

21.07.2010 10:45:00 von Martin
Ein Eingreifen per Gesetz oder Rechtsverordnung ist auf alle Fälle erforderlich. Ob der Gesetzentwurf im Detail der "große Wurf" ist, kann und will ich nicht beurteilen. Eine Beschränkung der Haltung bestimmter Rassen ist auf alle Fälle sinnvoll. Schließlich kann das ordentliche Zubeißen eines z.B. Bullterriers viel schlimmere Folgen haben, als wenn ein "giftiger" Dackel alle zwei Tage jemanden in die Wade zwickt. Da helfen Statistiken der Beißquote wenig. Es muss vor allem sichergestellt sein, dass Hunde, die tendenziell gefährliche Verletzungen hervorrufen, nur von verantwortungsbewussten Personen und besonders gesichert gehalten werden. Küchenmesser werden an Jeden verkauft, Schusswaffen aber nicht. Und wer Schusswaffen hat, darf sie auch nicht in der Kücheschublade aufbewahren.
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kommentar 145

20.07.2010 21:48:00 von yvonne
Ich habe 2 Amstaff-Welpen und Kids. Also wenn diese Hunde so böse wären (wie durch Presse hochgepuscht werden), hätte ich mir auch 2 Katzen holen können. Lesen sie mal die Rasseprofile dieser Hunde ( zum träumen schön). Warum wird der Deutsche Schäferhund nicht auf die "Kampfliste" gesetzt-nein das geht ja net,dass ist ja einer der beliebtesten "Deutschen" Hunde!! Das ich nicht lache. Es ist eine Frechheit sie als Kampfhunde zu betiteln. Und alles nur weil sie vom Mensch dazu mißbraucht wurden, müssen heute alle diese Rassen darunter leiden. Ich sage doch auch nicht zu einem Mann der ne Glatze hat, dass er ein Nazi ist, oder? Neulich hat man mich in der Kita gefragt was ich für Hunde hab, ich fragte, ob sie den Film "Die kleinen Strolche" kennt. Sie gab als Antwort "Ja, der ist so toll!" Darauf sagte ich die Rasse, so und jetzt ist es ein Kampfhund! Soviel zum Vorurteil! Es ist nur eine Sache der guten Erziehung. Wenn ein kleiner Hund beisst, heißt es nur:der arme kleine er hat angst und war erschrocken. Blödsinn! Für was wurden früher diese kleinen eingesetzt? Zur Löwenjagt u.ä. und was passiert dann: sie zwingen dich in die knie und beissen in den hals. Aber das ist ja harmlos(haha),der arme kleine süsse Hund. Haftpflicht finde ich ok, macht man auch bei den eigenen Kids. Wesenstest, Führerschein usw. auch ok,ABER dann auch für ALLE!!! liebe Grüße
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Kommentar 152

20.07.2010 15:42:00 von Gabi
Gesetze sind gut und schön, jedoch wo kein Kontrolleur, nutzt jegliches Gesetz nichts. So lange Mensch der Meinung ist, Hunde sind kinderlieb, spielen, brauchen Mäntelchen, Küsschen etc., so lange Hund nicht als solches gesehen wird was er ist, ein Tier, welches nicht unsere menschlichen Emotionen hat, welches triebgesteuert und instinktiv sowie erfolgsorientiert handelt, so lange es Hundeschulen und Besitzer gibt, die über Meideverhalten arbeiten, dadurch tickende Zeitbomben produzieren, so lange Tierschutzorganisationen Hunde mit schwersten Prägeschäden importieren, so lange wird es diese Beißvorfälle geben. Hier ist die Bevölkerung gefragt und nicht der Geseztgeber, er kann nur aufgrund dessen handeln, was ihm die Bevölkerung präsentiert.
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Gesetzesentwurf

20.07.2010 15:31:00 von Heike Faßl
ich weiß ja nicht, wer sich diesen Entwurf ausgedacht hat, aber ich kann einfach nicht verstehen, weshalb Menschen, die von der Materie nicht die Ahnung haben wie Fachleute, deren Meinung einfach mißachten. Ich habe beruflich mit Hunden zu tun und nehme auch Wesenstests ab, und würde mir niemals anmaßen, beispielsweise ein Auto zu bauen. Warum?? Ja weil ich davon keine Ahnung habe. Und genau so sehe ich das in diesem Falle. Es wird blind etwas beschlossen ohne das nötige Hintergrundwissen, und die, die das Wissen haben, werden einfach nicht gehört. Geht es wieder nur darum, die Bevölkerung zu beruhigen? Wann fängt man an, das Problem wirklich an der Wurzel zu packen und den Halter zu überprüfen. Heimtiergesetz, Hundeführerschein, Wissen nachweisen, bevor man sich einen Hund anschafft.... Diese Richtung wäre wesentlich effektiver als Rassen aufzuzählen, die einfach aggressiv sein MÜSSEN. Hier geht es um Lebewesen, die kann man nicht einfach in eine Schublade stecken und ihnen ein Verhalten zuordnen. Wäre wirklich schön, wenn man dies endlich mal einsehen und auch umsetzen würde
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Fakten überzeugen

20.07.2010 15:15:00 von Ana Springfeldt
Guten Tag : nach gründlicher Lektüre der Beiträge hier, komme ich zu dem Schluss, dass die Fakten gegen eine Rassenliste überwältigend sind. Bei sachlicher Betrachtung gibt es kein einziges Argument, das für die Listung dieser 4 Hunderassen spricht. Bitte - warum erwägt man überhaupt so ein Unrecht an Tier und Mensch ? Es ist mit nichts zu begründen. Zumindest nicht sachlich. Mein Dank an alle, die hier die Wahrheit mit ihren Beiträgen unterstützt haben ! beste Grüsse Ana Springfeldt
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Rasseliste

20.07.2010 12:38:00 von Dennis H.
Wir brauchen keine Rasselisten, denn diese entbehren jeglicher Grundlage!

Wenn bestehende Gesetze eingehalten würden, hätte so mancher Beißunfall verhindert werden können (die übrigens mit "normalen" Hunden weitaus häufiger vorkommen, als mit den von Ihnen gelisteten Rassen!)
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Diskriminierung par excellence

20.07.2010 11:29:00 von Niko
Es gibt keine gefährlichen Hunderassen. Es gibt nur durch die Grausamkeit und/oder mangelnden Sachverstand der Halter gefährliche Hundeindividuen - und die gibt es innerhalb jeder Rasse. Meist hilft da ein erfahrener Hundetrainer, um aus dem "bissigen" Tier einen sozialisierten Hund zu machen. Beim Mensch ist das nicht so einfach... Man muss die Hunde vor der kriminellen Energie und Unkenntins der Besitzer schützen. Die Hunde diverser Rassen können rein gar nichts dafür, dass ihr falscher Ruf sie gerade für Leute interessant macht, die nichts Gutes im Sinn haben. Dieser Gesetzesentwurf ist unnötig, kurzsichtig und geht komplett an der Wirklichkeit vorbei. Er ist ein weiterer Schlag ins Gesicht für alle umsichtigen, liebevollen "Kampfhund"-besitzer, die brave Familienhunde zu Hause sitzen haben. Hätten statt der "Kampfhunde" Labbi-Mischlinge jetzt einen vergleichbaren Ruf, würden einige nach der Ausrottung der Labradore schreien. Keine Rasselisten sondern nur ein Hundeführerschein kann dauerhaft Abhilfe schaffen. Hundebesitzer, die ihr Tier lieben und gut erziehen, werden so einen Führerschein freiwillig und ohne Probleme absolvieren. Weg mit den Listen, es wird ohnehin schon genug diskriminiert. Deutschland solltes als Beispiel vorangehen und zeigen, dass es auch anders geht.
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Welche Gefährlichkeit Herr Innenminister

19.07.2010 23:37:00 von Markus Herwig Hundetrainer
Sehr geehrter Herr Innenminister, sehr geehrte Damen und Herren,

da ich am heutigen Tag einen Termin mit einem CDU Landtagsabgeortneten hatte habe ich mir mal die Mühe gemacht die öffizielle Thüringer Beißstatistik auszuwerten,

Ergebnis: 422 Beißvorfälle gesamt

davon 28% durch Schäferhunde 7,8% Hunde unter 45cm 5,5% Labrador 5,2% Rottweiler 4% Golden Retriever 2,6% StaffBull Terrier 2,36% American Staffordshire 0,94% Pit Bull 43,6% sonstige Hunderassen

Menschen schwer verletzt: gesamt 61 21,3% Schäferhund 9,83% Labrador 8,19% Golden Retriever 8,19% Hunde unter 45 cm 4,91% Rottweiler 3,27% American Staffordshire Terrier 1,64% Pit Bull 0% StaffBull Terrier 42,6% sonstige Rassen

Durch eine Ausrottung der so genannten Kampfhunde hätten also 5% der Angriffe auf Menschen und 6% aller Beißunfälle vermeindlich verhindert werden können.

Wollen sie dies als Sicherheit für die Bevölkerung verkaufen!?

Für weiter Aufklärung stehe ich gern zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Markus Herwig u. Familie
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Kommentar 158

19.07.2010 21:09:00 von Waltraud
Diese Hunde, die Sie auf die Liste setzen wollen, sind nicht gefährlicher als jeder x-beliebe Hund einer anderen Rasse.

Ich dachte immer, Thüringen sei - was diesen ganzen Rassendiskrimierungsrummel angeht - eines der weniger fortschrittlichen Bundesländer... ich hoffe sehr, dass ich meine Meinung nicht revidieren muss!
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Keine Rasselisten!

19.07.2010 20:51:00 von Andre Sch.
Kein Hund ist gefährlich, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört. Das belegen zig Statistiken und Wissenschaftler!

Wir brauchen nicht noch eine weitere Rasseliste in Deutschland, die keinen vernünftigen Sinn macht. Statt dessen müssen vernüftige Vorschriften erlassen werden, die die Halter ALLER Rassen in die Verantwortung nimmt. Und die Einhaltung dieser Vorschriften müssen auch geprüft werden. Sinnvoll wäre ein Nachweis der Sachkunde der Hundehalter, auch eine Verpflichtung zur Haftpflichtversicherung ist okay.

Aber pauschal ein paar Hunderassen per se als gefährlich einzustufen, nur weil die Medien sie zu Bestien auserkoren haben, halte ich für völlig sinnfrei und für keine geeignete Maßnahme zum Schutze der Bevölkerung!

Ich wünsche mir einen Politiker, der einen eigenen Weg geht (und evtl. den Weg zu eines bundesweiten vernüftigen -rasseunabhängigen - Hundegesetzes bereiten wird) und nicht veraltete und wissenschatlich nicht haltbare Teile anderer Rasselisten kopiert und zu einer weiteren Liste zusammenschustert!
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Keine Rassenlisten !

19.07.2010 18:05:00 von Federico Dittmann
Sehr geehrte Damen und Herren : Es ist bekannt, dass kein fachwissenschaftliches Gutachten weltweit die angebliche Gefährlichkeit der 4 von Ausrottung bedrohten Rassen nachweisen konnte. Alle vorliegenden Arbeiten beweisen, dass von diesen Rassen keine vermehrte Aggression ausgeht. Im Gegenteil. Auch die Wesenstest, zB an der Uni - Kiel haben deutlich gemacht, dass die Hunde der Rassen American Staffordshire, Bullterrier und ihre Mischungen besonders verträgliche Hunde mit sehr hoher Reizschwelle sind. Warum lässt man bei einer Gesetzgebung nicht Fachwissen entscheiden, von Wissenschaftlern exakt nachgewiesen ? Auch die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache, die verfolgten Rassen stehen ganz unten, auch wenn man bereits ihre Häufigkeit an der Gesamtpopulation einbezieht. In den letzen 10 Jahren gab es 2 bedauerliche Todesfälle mit Listenhunden. Diese hätte allerdings eine Ausschöpfung der bestehenden Gesetze verhindert. Im selben Zeitraum kamen wesentlich mehr Menschen durch die "harmlosen" Rassen zu Schaden, zuletzt tötete ein "Familienhusky" ein Kind. Kein Mensch forderte danach die Listung der Huskys. Unfälle im eigenen Heim würde zudem kein Gesetz verhindern können. Wir wissen, dass einzig der Halter über das Gefährdungspotezial entscheidet und niemals die Rasse. Rassenlisten in anderen Bundesländern haben sehr viel Leid über unschuldige Menschen und ihre Hunde gebracht. Die Lösung der Vernunft sind strenge Auflagen und Sachkundenachweis für alle Hundehalter. Wir müssen die Bürger vor unfähigen Hundehaltern schützen, nicht vor Hunderassen !
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Kommentar 161

19.07.2010 16:37:00 von Colin C.
Bevor es zu einer verschärfung des gesetzes kommt, sollte doch das vorhandene eingehalten werden. Rasselisten werden keine beißunfälle verhindern. Sie sind einzig und allein dafür da, hunderassen auzurotten. Traurig, aber wahr.
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Gefährlichkeit läßt sich nicht an der Rasse festmachen!

19.07.2010 14:05:00 von Sammy Schwab
Es gibt keine "Kampfhunderassen"!!!

Es gibt mittlerweile hinreichend Statistiken, die beweisen, dass sog. "Kampfhunde" nicht häufiger zubeißen, als andere Rasse - eher das Gegenteil ist der Fall! Auch haben verschiedene anerkannte Experten bereits mehrfach wissenschaftliche Studien vorgelegt, wonach die Bissigkeit eines Hundes nicht rassebedigt ist.

In der Statistik für das Jahr 2009 ist aufgeführt , dass in diesem Zeitraum in Thüringen durch die Hunderassen American Stafford. Terrier, Stafford. Bullterrier und Pitbull Terrier sowie Mischlinge dieser Rassen ZUSAMMEN gerade einmal 5% sämtlicher Vorfälle verursacht wurden. Die angeblich so gefährlichen Bullterrier sind überhaupt nicht aufgeführt!

Warum kommen dann trotz dieser Fakten immer noch Politiker daher und konzipieren Rasselisten und diskrimieren die Halter bestimmte Hunderassen??? Sind Politiker denn nur Spielbälle der Medien, die sich gerade in der Sommerzeit immer wieder gerne auf das Thema "Kampfhunde" einschießen und Panik verursachen?

Jeder Beißunfall ist einer zuviel - dass ist unbestritten! Aber Unfälle passieren auch mit anderen Hunderassen - und das leider nicht wenige ... Warum werden bestimmte Hunderassen diskriminiert und deren Halter kriminalisiert, wenn es hierfür überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage gibt?

Es geht ja auch niemand hin und läßt per Gesetz alle Männer zwangskastrieren - weil es ja sein könnte, dass sie zu Vergewaltigern werden ...

Warum geht nicht endlich mal jemand auf vernüftige Weise das wirkliche Problem an - nämlich die nicht qualifierten Hundehalter? Warum wird nicht hier endlich der Hebel angesetzt und Gesetze erlassen, wonach Hundehalter Sachkunde beweisen müssen? Zum Führen eines Kraftfahrzeuges muss man auch erst einen Führerschein machen ...

Der Tod des Kindes damals in Hamburg, der die Rasselisten populär gemacht hat, ist schrecklich, vor allem durch die Tatsache, dass dieses Kind nicht hätte sterben müssen, wenn die damals bestehende Vorschriften eingehalten worden wären. Denn der Hund, der das Kind getötet hat, war den Behörden als gefährlicher Hund bekannt, der Besitzer des Hundes war mehrfach vorbestraft und der Hund war mit Auflagen wie Leinen- und Maulkorbzwang belegt worden. Es hatte sich nur der Besitzer nicht darum gekümmert und auch die Behörden wussten, das der Besitzer die Auflagen nicht erfüllt und haben trotzdem nichts unternommen!

Nun kam es in Thüringen zu einem schrecklichen Unfall in der häuslichen Umgebung. Hier hätte das von Ihnen geplante Gesetz leider keinerlei Schutz geboten... die Hunde waren meines Wissens nach nicht mal angemeldet ...

Was nutzen Gesetze, wenn es niemanden gibt, der die Einhaltung überwacht? Sinnvoller als die Vorgaukeltung einer scheinbaren Sicherheit wären meiner Meinung nach vernünftige Vorschriften für ALLE Hundehalter (Hundeführerschein, Pflicht zur Haftpflichtversicherung, Hundehaltung erst ab einem gewissen Alter, Sanktionen für auffällig gewordene Hunde UND deren Überwachung etc.)

Es müsste also eine SINNVOLLE Überarbeitung der Gefahrhundeverordnung her und die Einhaltung der Verordnung für ALLE HUNDERASSEN muss überwacht werden!

Aber scheinbar ist es wesentlich einfacher, der Bevölkerung eine scheinbare Sicherheit mit Hilfe von Rasselisten vorzugaukeln ...

Staffords und Co. sind unheimlich sensible Tiere, deren Reizschwelle in der Regel um einiges höher ist, als bei anderen Rassen. Dadurch lassen sie sich selten aus der Ruhe bringen. Sie sind absolut tolle Familienhunde, verspielt und verschmust und wahnsinnig darauf bedacht, ihren Menschen zu gefallen! Nicht umsonst werden diese Hunde auch "Nanny-Dogs", also "Kindermädchen-Hunde" genannt. Der Hund der Kleinen Strolche war übrigens auch ein Stafford!Der Hund, der am World Trade Center die meissten Verschütteten rettete war ein American Staffordshire Terrier!

Gerade diese Hunde leiden wahnsinnig, wenn sie durch unsinnige Sanktionen ihr Leben lang nur an der Leine und mit Maulkorb ausgeführt werden dürfen (was übrigens auch nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist!). Gerade durch den Leinen- und Maulkorbzwang hervorgerufene mangelnde Bewegung, mangelnde körperliche und geistige Auslastung und mangelnde Möglichkeit für soziale Kontakte führen u.U. dazu, dass ein Hund verhaltensaufällig wird!

Wer finanziert es, dass diese Hunde ihr Leben im Tierheim fristen müssen, weil ihren Besitzern das Leben mit ihnen zur Hölle gemacht wird, sie keine Wohnung finden oder Unsummen an "Kampfhundesteuern" zahlen müssen? Warum überhaupt ein Hund, für den ich horrende Steuern zahlen, weniger gefährlich sein soll, als einer für den ich weniger zahle, bleibt mir sowieso ein Rätsel ... Ebenso ist fraglich, wieso eine Unfruchtbarmachung den Hund am Beißen hindern sollte.

Wenn es aber mal wieder in Deutschland nur darum geht, eine bestimmte Rasse zu diskrimieren und auszurotten, dann ist es natürlich ein sinnvolles Mittel! Fraglich ist nur, ob es sich ein Politiker leisten darf, sowas zu unterstützen ...

Fazit: Rasselisten sind absolut unsinnig, tierschutzwidrig und nicht geeignet, die Bevölkerung vor Beißunfällen zu schützen! Geeignet ist nur eine sinnvolle Überarbeitung von Gefahrverordnungen, welche für alle Hunde gleichermaßen gültig ist.

Positiv stimmen und hoffen läßt mich, dass es diesen Blog hier überhaupt gibt und nicht im Schnellschussverfahren - wie in den meisten Bundesländern- Gesetze verabschiedet werden ohne die Wähler angehört oder sich Rat bei Experten eingeholt zu haben. Ich kann nur hoffen, dass die Einträge hier auch gelesen und verstanden werden und doch noch die Einsicht besteht, den vernüftigeren Weg zu gehen.
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Rassenhass im 21. Jahrhundert

19.07.2010 08:46:00 von Sonja
Unsere Nachbarin hat 2 reinrassige Staffi-Rüden - es sind die wohlerzogensten, liebsten, gutmütigsten Hunde, die ich je kennegelernt habe. Und ich kenne viele Hunde, da in meiner Wohngegend zahlreiche Hundebesitzer leben. Auch ich habe früher einmal einen Vierbeiner besessen und war darüber hinaus mit den beiden besagten sanftmütigen Staffis schon oft spazieren. Die Dame hat auch 2 Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren, die harmonisch mit ihren knuffigen Hausgenossen zusammenleben. Die beiden Hunde sind sogar mit allen Artgenossen verträglich und mögen auch Katzen. Selbst wenn sie auf der Straße "dumm" von anderen Hunden angepöbelt werden, wehren sie sich nicht und treten den Rückzug an. Welcher Hundehalter kann das schon von seinem Dackel, Pudel, Spitz oder Bernhardiner behaupten? Das Gesetz ist vollkommen sinnfrei, da nur die verantwortungsbewussten Halter bestraft werden - und die sowieso schon zu Unrecht gebrandmarkten Rassen dazu. Es gibt ebenso viele charakterliche Unterschiede innerhalb einer Rasse wie zwischen den so genannten Rassen. Jeder Hund ist anders. Jeder Hund hat eine andere Vorgeschichte. Keine Listen für Hunde. Wenn schon Listen, dann für gewissenlose, nachlässige Hundehalter! Denn die sind die eigentliche Bedrohung. Danke.
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Geplantes Gesetz hat bundesweite Folgen

19.07.2010 00:43:00 von Konstantin D.
Ich werde Deutschland verlassen wenn dieser Blödsinn weitergeht und es immer schwieriger wird einen Hund dieser Rassen zu halten. Die Diskussion um die Gesetze in Türingen werden auch in anderen Bundesländern wahr genommen werden und auch dort ihre Spuren hinterlassen. Es ist bereits jetzt sehr schwer einen solchen Hund zu halten, weil man regelrecht terrorisiert wird. Allein die Reaktion der Bevölkerung und die dadurch zwangsläufige Isolation aus einigen Teilen des gesellschaftlichen Lebens, ist teilweise menschenunwürdig. Schuld daran sind die Medien und in erster Linie die Politik, die Vorurteile und die Hetzjagt durch populistische Gesetze untermauern. Ich bin es leid und werde dieses Land nach 40 Jahren verlassen, bevor es zu spät ist. Die Geschichte zeigt uns, dass man wissen muss, wann es Zeit ist das Land zu verlassen, bevor es zu spät ist, um sich zu retten. Ich werde nicht solange warten, bis mir mein Hund entwendet wird und in Sammellager gesteckt wird. 10 Jahre war Zeit, um sich sachlich und vernftig mit der Materie auseinander zu setzen und die unsinnigen Gesetze zu überdenken und zu modifizieren. Statt Experten zu Hilfe und zu Raten zu ziehen, verfolgt man längst überholte und widerlegte Maßnahmen, die außer einen populistischen Effekt nichts sinnvolles verfolgen. Es wird Zeit, dass man das Problem an der Wurzel packt und die Menschen, die nicht ordentlich mit ihren Hunden umgehen, zur Verantwortung zieht und Vorsorgemaßnahmen ergreift, damit es möglichst nicht zu problematsichen Hund- und Haltergespannen kommt. Sinnvoll ist es nicht, einige Hunderassen zu verbieten, die zudem laut Statistik nicht die meisten Vorfälle verursachen, damit sich diese Leute anderer Hunderassen bedienen. Zudem wird es Zeit zu erkennen, dass Vorfälle nicht durch kriminelle und asoziale Menschen vorwiegend verursacht werden, sondern von Leuten, die den Umgang mit ihren Hunden nicht verstehen. Aufklärungsarbeit wäre notwendig und eine Politik, die gemeinsam mit "guten" Haltern, egal welcher Rasse, zusammenarbeiten und die bestrafen und reglementieren, die es nicht vernüftig angehen.
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18.07.2010 19:04:00 von Rena
Thüringen war bis jetzt ein Beispiel für andere Bundesländer und hatten (dachte ich) bis vor kurzem erkannt das gefährliche Hunde an keiner Rasse fest zu machen sind. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Rasseliste ist Schwachsinn. Da kann man ja gleich alle darauf setzen.

Ein Hundeführerschein muss her!!!
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Rassendiskiminierung

18.07.2010 13:50:00 von Christian M.
Herr Huber! Ich hoffe Sie und das Land Thüringen kommen zu einer vernünftigen Hundeverordnung ohne Rasseliste oder Größen/Gewichtsgrenze. Diskriminierung und Rassenhass würden durch Rasselisten legalisiert und gesetzestreue Bürger würden auf einmal als Kriminelle angesehen. Unser Familienhund (ein Amstaff) würde im Auge des Gestzes von heute auf Morgen als gefährlich gelten. Wie soll ich das unseren Kindern glaubhaft machen? Meine Söhne und Nachbarskinder dürfte mit unserem Hund nicht mehr auf der Wiese toben(natürlich unter Aufsicht). Wollen Sie das Herr Huber? Eine ordentliche Ausbildung des Hund/Mensch Team´s, ein verantwortungsbewuster und sachkundiger Hundehalter sollte das Ziel sein.
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17.07.2010 23:20:00 von Brigitte Schmidt
Sehr geehrter Herr Minister,

wir sind ganz normale Steuerzahler, Wähler. In unserem Haushalt leben neben zwei Schäferhunden auch ein Staff-mix aus dem Tierheim. Wir können keinen Unterschied bei unseren Hunden feststellen. Alle 3 sind erzogen. Keiner ist agressiv. Der Besitzer trägt die Verantwortung für seinen Hund, egal welche Rasse er hat. Nach Ihrem ersten Statement waren wir stolz, eine Landesregierung zu haben, die Rückrat zeigt. Nun fehlen mir die Worte, was negative Publicity, Medien und Hetze alles bewirken können. Lassen Sie sich beraten, es gibt genügen kluge Sachverständige, die Ihnen gern zur Seite stehen. Vielleicht kann Thüringen mit einem klugen Gesetz Vorreiter für andere Länder werden.
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17.07.2010 23:04:00 von Nico Pflüger
Sehr geehrter Herr Innenminister,

haben Sie schon einmal einen "dieser" Hunde und ihre Menschen kennen gelernt? Nein? Dann nehmen sie sich einen Moment Zeit, und gehen sie auf die Internetseite von Schuldig-geboren. Hier sehen Sie ganz normale Hunde, mit ganz normalen Menschen. Diese treffen Sie mit Ihrem Gesetzesentwurf. Nicht die, bei denen die Unfälle passieren. Wie kann es sein, dass wir denkenden Menschen uns anmaßen können, ein Lebewesen, egal welches, bereits auf Grund seiner Abstammung zu verdammen, zu kennzeichnen, ausrotten zu wollen. Das erinnert an vergangene Zeiten. Wir sollten doch schlauer geworden sein, dass die Lösung woanders liegt. Unser Gesetz hier in Thüringen ist gut u wohldurchdacht, kann sicher noch ergänzt werden durch eine Kennzeichnungspflicht, Versicherungspflicht, strenger Strafen bei nicht anmelden der Hunde. Wozu einen höheren Steuersatz für "solche" Hunde? Die Hundehalter, die ihre Tiere lieben, werden den auch zahlen. Bei den nichtangemeldeten Tieren wird Ihr neues Gesetz nicht greifen. Bitte überdenken Sie diesen Entwurf. Beweisen Sie Rückrat u stehen Sie zu Ihrem ersten Statement. Ihre Bürger stehen hinter Ihnen. nachdenkliche Grüße Nico Pflüger
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Ihr Gesetzentwurf

16.07.2010 19:49:00 von Karlheinz Venus
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Peter M. Huber

Deutschland betreibt ein Artenschutzprogramm. Wenn in einem Tal ein seltener Schmetterling gefunden wird, darf dort keine Autobahn gebaut werden. Deshalb verstehe ich nicht, dass ausgerechnet die Thüringer Regierung als Vorreiter die Ausrottung bestimmter Hunderassen vornehmen will, sogar an Tieren, die bisher unauffällig waren. Ich habe immer gedacht, die Rassendiskriminierung ist in Deutschland auch für Tiere abgeschafft.

Kein Mensch kommt auf die Idee, alle Stiere sofort einzuschläfern und Nachzuchten zu verbieten, weil er sich in der Stierkampfarena nachgewiesenermaßen als Bestie gezeigt hat. Der Stierkampf, der meiner Meinung nach längst verboten werden müsste, ist ein Musterbeispiel, was aus einem eher gutmütigen Stier werden kann, wenn der Mensch ihn dazu treibt. Ich will hier gar nicht schreiben, was man alles macht, damit er besonders aggressiv wird.

In der Natur gibt es nichts Schlechtes. Schlecht ist nur der Mensch in manchen seiner Handlungen. Deshalb müssen sich Gesetze auch gegen ihn richten, nicht gegen die Dinge, mit denen er gegen Rechte verstößt. Niemand nimmt den Jagdpächtern die Waffen ab, weil diese schon mehrfach missbräuchlich benutzt und in Schulen reihenweise Menschen getötet wurden. Autofahrern wird nicht das Auto weggenommen, wenn sie schneller fahren als erlaubt und damit Menschen getötet haben. Wieso sollte es bei Hunden anders sein?

Unseren Hund haben wir vor 3 Jahren geschenkt bekommen. Er hat einen Namen und gehört zur Familie. Damals war die Gesetzeslage anders. Wäre sie so wie sie jetzt kommen soll, hätten wir uns keinen Hund angeschafft. Man kann einen Hund nicht einfach hin- und herschieben, ein Hund ist keine Sache, sondern ein lebendes Individuum. Deshalb hat der Hund nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Dazu gehört außer einer artgerechten Haltung auch sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, dass kein Mensch ihm etwas antut.

Wir haben eine gute Versicherung, die Haftpflicht und auch Rechtsschutz sowie weitere Gefahren einschließt. Wir zahlen Steuern und gehen zur Wahl. Wir erwarten, dass eine Regierung unsere berechtigten Interessen vertritt. Etwas anderes gibt es, jedenfalls für uns, nicht. Es ist auch nicht einzusehen, dass in Bayern oder Norddeutschland andere Gesetze gelten sollen als in Thüringen. So gesehen, kann man ja nicht einmal den Hund in den Urlaub mitnehmen, obwohl vom Vermieter die Erlaubnis vorliegt.

Deshalb fordern wir: Weg mit Rasselisten und Erhaltung der Artenvielfalt Anmeldung und Versicherung jedes Hundes besondere Auflagen für Zuchten polizeiliches Führungszeugnis Nachweis der Eignung für das Halten eines Hundes einheitliche Regelungen für alle Hunde und für ganz Deutschland

In diesem Sinne bitte ich Sie die Angelegenheit nochmals zu überdenken und keine voreiligen „Schnellschüsse“ zu tätigen, wie es leider in der Politik in letzter Zeit öfter vorkommt als es eigentlich sein sollte.

Mit freundlichen Grüßen Karlheinz Venus
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Studium MIT Hund?

16.07.2010 19:00:00 von Jana Meißner
Ich habe heute Bescheid bekommen, dass ich ab Oktober Jura studieren kann. Die Uni, an die ich eingeschrieben wurde - Jena. Ich habe eine bereits 11 jährige Staffordshire Terrier Hündin. Ich werde so schnell es geht nach Thüringen ziehen, da ich Angst habe (sollte das Gesetz nun wirklich wie vorgeschlagen durch kommen), meine Hündin später gar nicht mehr mitnehmen zu müssen. Bitte überlegen sie sich das Gesetz noch einmal! Meine Hündin ist angemeldet, besucht trotzt ihres hohen Alters noch immer die Hundeschule (man lernt schließlich nie aus) und sie ist sehr gut sozialisiert. Die Maulkorbbefreiung (wie wohnen aktuell noch in NRW) hat sie mit bravour bestanden. Sie zuckte nicht mal mit der Wimper, als ein Prüfer sie fest zwischen seine Knie klemmte und sie dann hin und her schwang. Welcher "Familienhun", der zu den "nicht gefährlichen Rassen" gehört, würde sich dies von einer fremden Person ohne weiteres gefallen lassen? Diesen Hunden wurde eine exrem hohe Hemmschwelle angezüchtet, es braucht sehr viel, um einen vernünftig erzogenen Staff aus der Ruhe zu bringen.

Ich freue mich sehr auf das anstehende Studium. Aber bitte zwingen sie mich nicht, aufgrund populär-motivierte Schnellschüsse in Sachen Gesetz meine Hündin in ihrem Alter noch abgeben zu müssen!! (Wobei ich anmerken muss, dass ich dies eh niemals machen könnte! Eher würde ich mein Studium verschieben!!)
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Kommentar 171

16.07.2010 16:46:00 von Karin N.
Wann hört dieser Rassenwahn endlich auf? Die Leute müssen endlich aufwachen, es liegt nicht an der Rasse, sondern am Mensch. Wenn man in einen Hund gleich welcher Rasse nichts Vernünftiges hineintut, darf sich keiner wundern, wenn nichts Gescheites dabei herauskommt. Das gilt für Kinder, zwischenmenschliche Beziehungen und eigentlich für alles, was lebt. Möchten Sie auch alle Jugendlichen abschaffen, weil einige dank der Unfähigkeit ihrer Eltern gewalttätig werden? Dieser Gesetzesentwurf ist wirklich furchtbar. Und völlig vorsintflutlich.
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Kommentar 172

16.07.2010 12:49:00 von D. Szymanski
Das geplante Gesetz ist noch nicht verabschiedet und schon zeigen sich die Folgen....

Der 6 Monate junge Mischling Dodge sitzt nun sicher im Tierheim Mayen in RLP! Auszug aus dem Vermittlungstext auf der Tierheim Homepage: "Dodge ist ein Opfer des Rassenvernichtswahns, der im Moment in Thüringen ganz massiv schlimm ist. Dort kommt der kleine Mann nämlich her. In einem dortigen Tierheim wäre er fast getötet worden,...."

Bestrafen Sie die Halter von den Hunden die gebissen haben, aber lassen Sie nicht unschuldige Lebewesen für die Fehler einzelner Menschen büßen!
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Ihre Gesetzesinitiative

15.07.2010 19:06:00 von Familie Venus
Sehr geehrter Prof. Dr. Peter M. Huber,

ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie erschrocken, betroffen und fürchterlich traurig mich Ihr Gesetzentwurf macht. Ich habe die Berichterstattung aufmerksam verfolgt, da unser Familienhund selbst ein SoKa-Mix ist. Aufgrund Ihrer sehr kompetenten Medieninformation 20/10 habe ich angenommen, dass hier keine sinnlosen, überstürzten und fachlich nicht fundierten Entscheidungen gefällt werden. Zitat aus Ihrer Medieninformation: „Die Thüringer Gefahrenhundeverordnung enthält keine Rasseliste. Die Festlegung einer Rasseliste wurde als nicht weitgehend genug empfunden, da nach allen Statistiken des Bundes und der Länder nicht die typischerweise als Kampfhunderassen bezeichneten Hunde für die meisten Körperverletzungen sorgen, sondern Mischlingshunde und Schäferhunde.“

Andere (Bundes-)Länder schaffen die Rassenlisten ab, da sie nicht zielführend sind und Thüringen (das bisher eine vorbildliche Verordnung hatte) will diese einführen. Das ist mir – und offensichtlich nicht nur mir – vollkommen rätselhaft.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bin entsetzt über den Todesfall in Oldisleben. Ich betrachte mich als verantwortungsvollen Hundehalter. Mein Hund ist angemeldet, versichert, wir besuchen eine Hundeschule und er ist IMMER angeleint, wenn außerhalb unseres Grundstücks andere Menschen oder Tiere in der Nähe sind. Das tue ich nicht, weil er eine Bestie ist, sondern aus Rücksicht auf andere. Mein Hund hat im Übrigen noch nie jemanden (oder ein anderes Tier) verletzt, obwohl er selbst schon schwer am Hals durch die Bisse eines Nicht-Listenhundes verletzt wurde. Ich habe den Vorfall nicht zur Anzeige gebracht. Was aber wäre passiert, wenn mein Hund gebissen hätte?

Ich bin für • einen Sachkundenachweis, • polizeiliches Führungszeugnis, • eine Versicherungspflicht • Auch eine Leinenpflicht in bestimmten Gebieten sowie • die Kennzeichnung durch Chip o.ä. sind m.E. sinnvoll.

Zusätzlich können – wie bisher auch – ergänzende Auflagen (wie z.B. Maulkorbpflicht) für auffällig gewordene Hunde angeordnet werden. Ein genormter und fairer Wesentest (wie ihn z.B. Herr Thomas Baumann schon vor 10 Jahren vorgestellt hat) sollte die Grundlage sein, auffällig gewordene Hunde bez. Ihres Aggressionspotentials und der Reizschwelle einzuschätzen und daraus entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Einen Wesentest für alle Hunde, die so aussehen, als ob sie ein SoKa wären, halte ich für nicht sinnvoll.

Diese Regelungen sollen aber bitte für alle Hunde einheitlich sein. Jeder Hund kann und wird beißen, wenn man seine Reizschwelle überschreitet und die vorangegangenen Signale des Hundes missachtet hat. Und jeder Hundehalter sollte sich dessen bewusst sein und entsprechend verantwortungsvoll handeln (schon bevor der Welpe/Hund ins Haus kommt).

Ich bin gegen • Rasselisten, • rote Warnschilder an Wohnungen und Grundstücken, • Zwangskastrationen, • generellen Maulkorbzwang und • auch Tötungen nur aus der Begründung heraus, dass der Hund phänotypisch zu den Rassen auf einer willkürlichen Liste gerechnet werden kann.

Übrigens sind derzeit mehrere Petitionen auf dem Weg. Hier ein Beispiel: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien). Dort geht es um folgende Eckpunkte:

1. Eine einheitliche Bundeshundeverordnung 2. Die Abschaffung der Rasselisten 3. Mehr Freilauf für Hunde (nach Sachkundenachweis) 4. Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde 5. Eine Haftpflichtversicherungspflicht für alle Hunde 6. Ein Heimtierzuchtgesetz

Sehr geehrter Prof. Dr. Peter M. Huber, schauen Sie sich bitte obigen Vorschlag genau an. Wäre das nicht die ideale Basis für „Ihr“ Gesetz? Ich kann mir vorstellen, dass Sie unter immensem Druck stehen. Diesen Druck durch die Öffentlichkeit spüren wir SoKa-Halter jeden Tag. Wir und unsere Hunde werden beschimpft, bedroht, angegriffen. Und das völlig grundlos.

Zitat aus Ihrer Medieninformation 21/10: „Nach Inkrafttreten des Gesetzentwurfs werde in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren die Anzahl der legal gehaltenen Kampfhunde in Thüringen gegen Null reduziert“. Ich kann Ihnen nur sagen, die legal gehaltenen SoKas sind nicht das Problem, sondern die illegalen (siehe Oldisleben). In 10 Jahren gibt es dann nur noch illegale mit Haltern, die sich an kein Gesetz, keine Verordnung halten werden und auch keine Verantwortung gegenüber anderen Menschen oder Tiere empfinden. Ist das wirklich eine schöne Zukunftsaussicht? Denken Sie illegal gehaltene Hunde auf Privatgelände beißen in 10 Jahren nicht mehr? Ich möchte auch weiterhin mit meiner Familie und meinem Ares hier in Thüringen wohnen und werde darum kämpfen. Bevor wir aber hier diskriminiert und mein Hund körperlich oder seelisch verstümmelt wird, werde ich das (Bundes)-Land verlassen. Ich bin übrigens keine „asoziale Verbrecherin“ sondern eine Ihrer händeringend gesuchten Fachkräfte hier im Land. Ich bin Diplom-Wirtschaftsinformatikerin und habe einige Jahre Berufserfahrung. Ich bin selbstverständlich berufstätig, Steuerzahlerin (nicht nur Hundesteuer) und Wählerin.

Ich fordere Sie auf, sich kompetente Unterstützung zu holen und eine Regelung zu finden, mit der wir ALLE leben können.

Mit freundlichen Grüßen

Kathrin Venus mit Familie und Hund
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Gefahrenhundeverordnung

15.07.2010 18:15:00 von Cornelia Therés
Die wirkliche Gefahr geht von inkompetenten Hundehaltern aus. Statt einzelne Hunderassen auszugrenzen und ihnen per se Gefährlichkeit zu attestieren, was nicht zutreffend ist, sollte das Augenmerk auf die Hundehalter gelenkt werden. Diesen gilt es ihre Verantwortung klar zu machen. Und zwar ihre Verantwortung für den Stafford genauso wie für den Malteser. Meiner Ansicht wird durch die geplante Gefahrenhundeverordnung kein einzelner Beissvorfall verhindert werden. Ich halte sie für Augenwischerei.
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Kommentar 175

15.07.2010 16:24:00 von Uschi Apelt
Der Begriff " Kampfhund " müßte stehen für den Kampf der Hunde gegen Vorurteile , Rassismus und Hetzkampagnen ! Es gibt keine blutrünstigen oder gefährlichen Rassen ! Es gibt nur inkompetente Halter oder tragische Unfälle durch Fehlverhalten . Und Leute , die die Kraft und Stärke der Tiere mißbrauchen ! der Mensch ist Schuld und das Tier zahlt die Zeche... Wegen einzelner tragischer Unglücksfälle oder verbrecherischem verhalten einzelner Hundehalter ! das Gro dieser sog. " gefährlichen " Hunde sind herzensgute familienmitglieder !! sie alle zu verteufeln und zu bestrafen ist nichts weiter als Rassismus ! Rassismus war schon immer Unrecht und wird es immer sein !
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Kommentar 176

15.07.2010 14:13:00 von R. Cochrane
Sehr geehrte Damen und Herrn, mit Erschütterung mußte ich lesen, daß Sie Rasselisten einführen wollen. Ich habe die von Ihnen diskriminierten Rassen durch meine Tochter kennen und lieben gelernt. Durch die Verteufelung dieser Hunde wird nicht ein Beißvorfall verhindert werden. Sie können doch nicht die Menschen, die ihre Hunde vernüftig halten, für die Fehler anderer (die noch nicht mal in der lage sind, die Hunde anzumelden) betrafen. Sie treffen mal wieder die Falschen. Man kommt ja auch nicht auf die Idee, alle BMW's zu verbieten, weil damit ein verantwortungloser Mensch, betrunken und ohne Führerschein, einen anderen getötet hat. Wo bleibt die Gerechtigkeit? MfG R. Cochrane
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Hundeverordnung

15.07.2010 12:55:00 von Tanja
Eine schnell gestrickte und in meinen Augen völlig überzogene Verordnung wird leider nichts an dem generellen Problem ändern. Hunde sind Hunde und Hunde haben Zähne. Wo immer wir mit Hunden, gleich welcher Rassen leben, hat es immer Unfälle gegeben und daran wird auch die gezielte Ausrottung bestimmter Rassen nichts ändern.

Wenn ein Unfall passiert, ist es rein physikalisch egal, ob ein gelisteter Hund oder ein nicht gelisteter Hund mit vergleichbaren Voraussetzungen gebissen hat. Es einfach an Namen festzumachen, ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg.

Sie hatten in Thüringen bis jetzt doch ein gut funktionierendes System. Warum geben Sie das wegen EINES tragischen Unfalls auf? Ist der öffentliche Druck und Schrei nach möglichst drastischen Sanktionen so groß? Wenn morgen Tante Ernas Pluto von nebenan auffällig wird, schützt mich davor auch keine Verordnung. Mit dem bisherigen System sind sie jahrelang gut gefahren und mir hat die Gleichbehandlung aller Hunde immer sehr zugesagt.

Ein weiteres Problem liegt in meinen Augen darin, dass wir erst mal wieder lernen müssen, den Hund als Hund zu sehen und artgerecht zu behandeln. In den letzten Jahren ist es mir immer wieder aufgefallen, dass gerade Kindern oftmals eine generelle Angst vor Hunden anerzogen wird oder ihnen jegliches Verhalten erlaubt wird, weil der Hund sich ja eh nicht wehren darf. Als ich aufgewachsen bin, haben mir meine Eltern eingebläut, dass ich keine schlafenden Hunde anzufassen habe, fragen muss, bevor ich einen Hund streicheln kann und generell kein Tier zu bedrängen habe. Man kann auch Kindern in leicht verständlichen Worten den Umgang mit Lebewesen beibringen und auf Gefahren bei Fehlverhalten hinweisen, ohne gleich Ängste zu schüren.

Wir erwarten von einem Hund mittlerweile, dass er all sein hündisches Verhalten ablegt und sich so verhält, wie man es früher von keinem Hund verlangt hätte. Ein Hund ist keine ferngesteuerte Maschine und wird sich auch nie so verhalten. Der Mensch muss wieder lernen, vernünftig und realistisch mit Hunden umzugehen und auch gerade im Umgang mit Kindern Vorsicht walten zu lassen, ohne panisch zu werden. Ein Großteil der Unfälle mit Hunden passiert im privaten Umfeld oder direkt in der eigenen Familie. Da sollte man ansetzen und nicht bei den Rassen!
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Ein klares Nein zum vorliegenden Gesetzentwurf!

15.07.2010 12:06:00 von Panela Opitz
Erst einmal möchte ich danken, daß es hier eine Gelegenheit gibt, seine Meinung zu dem angedachten Entwurf zu äußern.

Von meiner Familie und mir gibt es ein deutliches Nein zu dem obigen Gesetzentwurf!

Die darin enthaltenen Punkte diskriminieren die gewissenhaften Halter besonderer Hunderassen. Wie das schreckliche Unglück in Oldisleben zeigt, fand auch dieser Unfall (wie ein Großteil der Vorfälle an denen Hunde beteiligt sind) im privaten Umfeld statt. Kein Gesetz und keine Verordnung aus keinem Bundesland hätte dieses Unglück verhindert. Das Versagen, daß zu diesem Unfall führte, ging in erster Linie von Menschen aus - von den direkt familiär Beteiligten wie auch von den Behörden, die jederzeit auch auf der Grundlage der bereits bestandenen und bestehenden Gesetzesgrundlage hätten eingreifen können.

Es gibt bereits heute Verordnungen und Gesetze. Bereits heute wäre ein Durchgreifen bei unzuverlässigen Hundehaltern möglich. Leider findet dieses jedoch recht selten und recht langwierig statt. Aufgrund der geringen Personaldichte der Behörden für solche Problematiken wird sich auch in Zukunft, trotz ggf. neuer Gesetzgebung, aufgrund der mangelnden Prüfung der wirklich auffälligen Hundehalter nichts ändern.

Entgegen einhelliger Expertenmeinungen werden Kritierien zur vermeindlichen Sicherheit der Bevölkerung festgelegt. Fakt ist jedoch, daß durch diese Kriterien z. B. Rasselisten keine wirkliche Sicherheit geschaffen wird. Es werden Hunde und somit deren Halter stigmatisiert. Nur die verantwortungsvollen Hundehalter würden sich um die neuen Regeln kümmern. Diejenigen die noch nicht einmal heute ihre Hunde ordnungsgemäß zur Steuer anmelden, werden morgen gewiss keinen Wesenstest mit ihrem Hund oder einen Hundeführerschein erwerben wollen. Diese Menschen scheren sich nicht um Regeln. Bei Ihnen ist ein direktes Durchgreifen zum Schutz der Hunde nötig, daß eben (wie oben geschrieben) auch mit der heutigen Gesetzgebung möglich ist.
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Kommentar 179

15.07.2010 11:49:00 von Stefan Weiss
Mit diesem schrecklichen Gesetzesentwurf, der hoffentlich niemals verabschiedet wird, trifft man einzig und allein die verantwortungsbewussten Hundehalter, die ihre Vierbeiner mit Liebe, Konsequenz und zum Wohle der Allgemeinheit erziehen. Ich arbeite ehrenamtlich seit einigen Jahren intensiv im Tierschutz und habe dabei so viele wertvolle Erfahrungen machen dürfen. Ich selbst war vor vielen Jahren davon überzeugt, dass man bei "diesen Kampfhunden" weitaus mehr aufpassen müsste, als bei Goldie, Neufundländer etc., weil sie an sich gefährlicher und aggressiver sind. Obwohl ich nicht einmal wusste, woher ich dieses "Wissen" eigentlich hatte, das galt als Allgemeingut und "war eben so", weil ich das schon oft gehört hatte. Doch im Tierheim wurde ich zum Glück sehr rasch eines Besseren belehrt. Dort trifft man Hunde, welche die unterschiedlichsten, oftmals traurige, schreckliche Vorgeschichten haben. Es gibt Schäfi- Mixe, die sich aufgrund jahrelanger Misshandlungen bei entsprechender Sensibilität angst-aggressiv zeigen, Golden Retriever, denen man nur mit äußerster Vorsicht näher kommen sollte, verwahrloste, furchtsame Dobermänner, die angstvoll eher das Weite suchen, als anzugreifen. Ebenso habe ich viele Staffordshire und Bullterrier kennengelernt, die trotz groben und langjährigen schlimmsten Misshandlungen und vielen wüsten Narben auf ihren Körpern noch zutraulich und nur lieb auf Menschen zugehen, sich nach Geborgenheit, Liebe und Verständnis sehnen und obendrein noch andere Hunde mögen. Diese Tiere leiden unter den ohnehin schon bestehenden Vorurteilen und Auflagen, die ihre (künftigen) Halter erfüllen müssen. Wollen Sie tatsächlich unschuldig hinter Gittern sitzende Vierbeiner für die grenzenlose Unzulänglichkeit einiger Menschen bestrafen? Ist das nicht mehr als bigott? Ist es nicht eher so, dass - mal wieder - die Minderheit der schlechten Halter und die durch sie entstandenen gefährlichen Hunde auffallen, und die 99 % der unauffälligen und trotzdem denunzierten Rassenzugehörigen samt ihren Haltern, die im Einklang mit ihrer Umwelt leben, einfach außen vor gelassen werden? Von der Macht der sensationslüsternen , oft die Realität beliebig verzerrenden Medien ganz zu schweigen.

Es existiert nicht DIE aggressive, gefährliche Rasse, durch deren Verbot man das vom Mensch herbeigeführte Übel verhindern könnte. Diese als äußerst riskant geltenden Rassen entstehen erst durch den Mensch, da dieser zum Kategorisieren, Klassifizieren, Verallgemeinern neigt, um sich die doch so komplexe Welt zu erklären. Das ist auf eine Art verständlich und menschlich - aber dennoch entsetzlich falsch. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Und das Wesen eines Hundes ist es erst recht nicht.

Beweisen Sie Weitblick. Setzen Sie dort an, wo das Unheil seinen Anfang nahm: beim Mensch. Zeigen Sie, dass es noch ein Stück Gerechtigkeit auf dieser Erde gibt.
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Kommentar 180

14.07.2010 21:13:00 von Linda Peter
Ich bin entsetzt, dass Thüringen nach diesem schrecklichen Beißvorfall nun auch nachziehen will und diesen Gesetzesentwurf verabschieden möchte.

Ich selbst halte seit 20 Jahren Hunde und beschäftige mich viel mit deren Erziehung und Psychologie. Aktuell halte ich, nach dem Tod meiner Hündin im Oktober letzten Jahres, eine 2,5 kg Bologneserhündin. Ich habe also im Grunde kein persönliches Interesse, habe aber genug Ahnung von Hunden um zu wissen, dass es definitiv keine gefährlichen Rassen gibt.

Ich frage mich wer Sie bezüglich dieser Problematik beraten hat, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein einziger Sachverständiger finden lässt (unabhängig davon, ob er die betreffenden Rassen mag oder nicht), der einzelnen Rassen eine generelle Gefährlichkeit unterstellt.

Ich war jahrelang im Tierheim aktiv, habe einen Sachkundenachweis für sogenannte Listenhunde und daher viel mit American Staffordshire Terriern, Pitbulls und Co. zu tun gehabt und ich bin entsetzt über die Diskriminierung und Massenhetze, die durch die Presse und die aus reiner Hilflosigkeit entstandenen Gesetze gefördert werden.

Wie kann die Rasseliste mit der Anzahl der Beißvorfälle gerechtfertigt werden, obwohl hinreichend bekannt ist, dass an den meisten Beißvorfällen in Deutschland der Deutsche Schäferhund und seine Mixe beteiligt sind? Dies ist wissenschaftlich belegbar, im Gegensatz zu der Gefährlichkeit der Kampfhund-Rassen. Offensichtlich hat der Schäferhund eine zu große Lobby um aufgeführt zu werden oder sieht einfach nicht gefährlich genug aus. Verstehen Sie mich nicht falsch, es wäre ebenso unangebracht den DSH den willkürlichen Gesetzen zu unterwerfen, denn auch bei dieser Rasse kommt es auf die Sozialisation, Erziehung, körperliche und geistige Auslastung und damit auf das "obere Ende" der Leine an!

Ich bin einfach wütend darüber, dass in Deutschland willkürlich fehlbegründete Gesetze erlassen werden können, die verantwortungsbewussten Hundehaltern und Tierschützern derart Steine in den Weg legen. Obwohl die angenommene Gefährlichkeit der Rassen zweifelsfrei widerlegbar ist, kann man sich nicht dagegen wehren. Das macht mich krank und macht mir auch deutlich, welche Macht und Willkür der Staat bzw. die Länder besitzen.

Ich selbst wollte einen erblindeten American Staffordshire Terrier aus dem Tierheim zu mir holen. Dieser Hund hatte sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, seine Wesenstests mit Bravour bestanden, war vorbildlich sozialisiert und erzogen, mit Kindern, Katzen und allen anderen Hunden (egal welchen Geschlechts) verträglich und es war mir nicht möglich ihn zu mir zu nehmen, da das zuständige Ordnungsamt mir keine Sondergenehmigung zum Führen dieses lammfrommen behinderten Hundes gemeinsam mit meinem 2,5 kg Hund erteilen wollte. Da ich meine Hunde artgerecht auslaste (geistig und körperlich) habe ich nicht ausreichend Zeit im Alltag mit beiden Hunden getrennt spazieren zu gehen, daher scheiterte die Aufnahme des Hundes, der nun mit stressbedingtem Haarausfall und blutigem Durchfall wieder im Tierheim sitzt! Wie kann es sein, dass ich mit 10 "scharfen" Schäferhunden spazieren gehen darf (solange nichts passiert), aber die Öffentlichkeit in Gefahr sein soll, wenn ich mit einem perfekt erzogenen, blinden 30 kg Hund plus Schoßhündchen unterwegs bin, das ebenfalls zuverlässig gehorcht?

Bitte überdenken Sie diese Entscheidung! Die Tierheime sind voll von unschuldigen Opfern der Rassenhetze.. Allein die erhöhten Steuern machen es für viele zuverlässige Hundehalter unmöglich so ein Wesen aufzunehmen!

Und glauben Sie mir: Das "Klientel", das sich sogenannte Kampfhunde als Statussymbol hält, nicht artgerecht hält und vielleicht sogar durch Gewalt und Einschüchterung zu tatsächlich gefährlichen Hunden macht, wird auch nach dem Verabschieden des Gesetzesentwurfs weiterhin diese Hunde halten. So wie es auch der Besitzer des American Staffordshire Terriers getan hat, der 2000 den kleinen Volkan auf dem Spielplatz getötet hat. Dieser Mann stammte aus dem "Milieu", sein Hund war mehrfach durch abnorme inadäquate Aggression aufgefallen. U.a. hat dieser Herr seinen Hund auf einen Geschäftspartner gehetzt. Der Hundehalter hatte eigentlich Auflagen zu erfüllen, die ihm die Hundehaltung (egal welcher Rasse) verboten. Dies wurde nicht hinreichend vom verantwortlichen Amt überprüft, sonst hätte der furchtbare Tod des kleinen Jungen vermieden werden können und die Rassenpolitik wäre nicht aus purer Hilflosigkeit entstanden um die aufgebrachte und verängstige Gesellschaft zu beruhigen. Oder glauben Sie, dass sich dieser mehrfach vorbestrafte und verurteilte Herr an die neuen Auflagen gehalten hätte? Die ganze Geschichte ist im Bericht von Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, die als Sachverständige den Fall untersucht hat, nachzulesen.

Vielleicht sprechen Sie einfach mal mit Sachverständigen. Ich muss leider davon ausgehen, dass Sie dies bisher versäumt haben.

Was halten Sie denn von einem "Hundeführerschein" für jeden (neuen) Hundehalter? Auflagen, dass jeder Hundehalter eine Hundeschule besuchen muss? Meinetwegen sogar Wesenstests für alle Hunde, aber bitte keine wissenschaftlich völlig unbegründeten und irrationalen Rassenlisten, die verantwortungsbewussten und fähigen Hundehaltern das Leben schwer und Hilfe für einen Tierschutzhund unmöglich machen.

Falls der generelle Wesenstest eingeführt werden sollte, bin ich schon sehr gespannt auf eine representative Studie bezüglich der auffälligen Rassen. Es wird nämlich so kommen, dass unter anderem Dackel, Jack Russell-Terrier und Australian Shepherds diese Statistik anführen werden. Nicht, weil die Rassen gefährlich oder von Grund auf aggressiv sind, sondern weil eben diese Rassen oft unterfordert und gelangweilt als unterschätzter Familien- /Rentnerhund gehalten werden. Schuld ist eben doch immer das obere Ende der Leine!

Linda Peter
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neues thüringer gesetz

14.07.2010 20:58:00 von A.G.
auch wenn ich nicht in thüringen lebe...dieser gesetztesentwurf is nur wenig durchdacht...

1. können alle hunde, egal welcher rasse oder mischung potenziell gefährlich werden! entscheidend ist der einfluss, den der halter auf das tier nimmt.

2. bisher bestehende gesetzte werden nicht exekutiert...wie sollen dann bitte weiterführende gesetze kontrolliert werden?

3. selbst wenn eine pflicht zu kennzeichnung und was weiß ich besteht...wie viele halten sich denn bisher daran? die im akuten fall verwickelten hunde waren lt. medien nicht gemeldet, obwohl eine meldepflicht besteht... also hat die meldepflicht nix verhindert

viel wichtiger finde ich, endlich zur bevölkerung durch zu dringen...dass sie eine verantwortung für ihre hunde haben... warum sollte nicht jeder hundehalter nachweisen müssen, dass er geeignet ist? oder wenigstens mit seinem hund, oder hunden zurecht kommt...

und die aussage, man sollte körperlich in der lage sein einen solchen hund zu führen...guter witz... zum einen sind die aufgezählten rassen meist unter 30kg...also kann man die durchaus halten, wenn man erwachsen ist... und zum anderen...es gibt rassen, welche nicht auf solchen listen stehen, die weit schwerer sind...und die im zweifel kein mensch halten könnte... ich denke da an hunde über 40kg...manche rassen schaffen auch über 100kg...

ich denke einfach, es wäre sinnvoller, bestehende gesetze endlich zu kontrollieren...und wenn schon verschärfungen, dann bitte für alle! egal welcher rasse oder mischung ein hund angehört!
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Helfen statt verfolgen und verbieten

12.07.2010 23:37:00 von Karsten Gruber
Die geplanten Rasselisten sind kontra produktiv, denn sie zeigen nur bei Leuten Wirkung, die sich eh an die Regeln halten und ihre Hunde ordentlich halten. Jeder, der seinen Hund liebt und ordentlich hält, wird diese Gesetze mitmachen und sich den Gesetzen fügen. Diese Leute haben sich aber bereits vorher anständig verhalten. Wer es eh mit Gesetzen und Regeln nicht so ernst nimmt, wird sich auch bei den neuen Gesetzen und Verordnungen nicht anders verhalten als vorher. Warum sollte sich jemand, der eh keine guten Absichten hat, sich an diese Regeln halten? Im Gegenteil werden die Leute ihre Hunde noch besser verstecken und dadurch noch schlechter halten. Anständige Halter werden nur verschreckt und in die Defensive gedrängt. Man züchtet sich dadurch nur Halter heran, die Fehler und Probleme nicht eingestehen und diese im Gegenteil zu verstecken versuchen. Wenn jemand Probleme mit der Erziehung bemerkt, oder sonstieg Probleme sich auftun, wird doch kaum jemand den Mut haben, sich Hilfe zu suchen, wenn er fürchten muss, dass ihm sein Hund abgenommen werden kann. Es gibt zudem unzählige Menschen, die ohne Verschulden oder aus Dummheit an einen "Kampfhunde-Welpen" geraten. Wer wird denn nach diesen Gesetzen den Mut finden, sich hilfesuchend an eine Behörde oder ein Tierheim bzw. irgend eine Stelle zu wenden? In anderen Bundesländern ist dies der Alltag. Halter, die irgendwann feststellen, dass sie einen Hund "illegal" halten, versuchen jeden Weg zu gehen, um ihren geliebten Hund nicht zu verlieren, aber sie wenden sich mit Sicherheit nicht an die Behörde, die ausnahmlos und stur nach Gesetz die Hunde einzieht. Wäre es nicht schlauer und sinnvoller, die Haltung unter durchführbaren Kriterien zu erlauben und Halter solcher Hunde dazu zu ermutigen, ihre Hunde legal und vernüftig zu halten? Wäre es sogar nicht sinnvoller sogar Hund- und Haltergespanne, die nicht funktionieren, Hilfe anzubieten in Form von Training bei einem Hundetrainer, oder einer Beratung, als die Hunde einzuziehen? Halter, die nicht bereit sind, sich ordentlich und vernünftig mit Hunden auseinander zu setzen, sollten konsequent bestraft werden. Vergehen härter bestraft und der Halter mehr in die Verantwortung gezogen werden. Ich habe eine Menge Halter kennen gelernt, die Probleme mit ihren Hunden hatte, aber nicht wussten, wie sie diese lösen können. Ob es jetzt Leute waren, die unbewusst zu einem Listenhund gekommen sind, oder es Nichtlistenhundhalter waren, die Probleme mit der Erziehung hatten und sich nicht trauten sich Hilfe zu suchen, damit ihnen der Hund nicht abgenommen wird. Die Rasselsiten helfen nicht, sondern verschärfen alles nur noch mehr. Eine Pflichtregistrierung alles Hunde, eine Haftpflichtversucherung und eine konsequente durchsetzung der Gesetze bei Verstößen, würden viel mehr bringen.
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Minderheiten schützen

12.07.2010 22:56:00 von Fossyle Marc
Mich erschüttert besonders, dass Minderheiten wie Halter von Kampfhunderassen durch die Politik nicht geschützt werden. ImGegenteil werden entgegen besseren Wissens Gesetze verabschiedet, die nachweislich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse basieren, sondern populistische Ziele verfolgen. Muss die Politik denn nicht auch entgegen der öffentlichen Meinung und auch dann, wenn Entscheidungen nicht populär sind, im Sinne der Wahrheit und zum Schutz von Minderheiten entscheiden? Wer schützt die unzähligen Hundehalter solcher Rassen vor diesen willkürlichen und ungerechten Gesetzen? Fällt es denn so schwer, die Bevölkerung aufzuklären und vernüftige Gesetze zu beschließen? Traut man den Bürgern denn so wenig zu? Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass sich Leute eines Besseren belehren lassen, wenn man ihnen Fakten aufzählt. Es kann doch einem vernünftigen Menschen nicht recht sein, dass unschuldige Menschen und Tieren Leid zugefügt wird. Sind denn Halter solcher Hunde keine anständigen Menschen in den Augen der Politiker? Warum kriminalisiert man solche Menschen und stellt sie wie asoziale und rücksichtslose Menschen hin?
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Neues Gesetz Gefahrenhundeverordnung

10.07.2010 22:12:00 von Peter Löwisch
es muss die Frage erlaubt sein, wann Politiker erndlich lernen. Bzw. ob sie überhaupt lernfähig sind. Denn, und das haben alle Hundegesetze in den letztren Jahren ergeben, nicht der Hund, und schon gar nicht eine bestimmte Hunderasse, ist bissig, gefährlich oder somst wie. Es ist immer, und ich betone immer, eine Ferage,bzw. das Problem des Hundehalters. Wenn man Beissunfälle in den verschiedenen Länderstatistiken sich ansieht, so sind es mitnichten die angesprochen Bull Rassen. Wann begreifen es die Politiker endlich, was alle Experten sagen. Es sollte endlich daran gedacht werden, einmen allgemeinen Hundeführerschein einzuführen, egal welche Hunderasse der entsprechende Halter hat. Dies wäre endlich eine Maßnahme im Sinne des Tier- und des Menschenschutzes. Ich selber bin Halter, und dass seit 2 Jahren, eines American Pitbull Terriers, dem es in normalen Situationen nie in den Hundesinn käme, einen Menschen zu beissen. Ganz im Gegenteil, er liebt alle Menschen. Denn gerade die Bull Rassen sind absolut menschenbezogen im positiven Sinn. Liebe Politiker, holen sie sich doch bitte den Rat von Prof. Hackbarth, Dr. Feddersden-Petersen, Günter Bloch, Dr. Eichelberg, Dr. Wardeck-Mohr u.v.a.m. ein und dann machen sie ein Gesetz, das wissenschaftlichen Erkenntnissen, der realen Sachlage und dem Tierschutz entspricht.
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geplante rasseliste

10.07.2010 16:14:00 von Eve
sehr geehrter herr prof. dr. huber,

ich würde ihnen gerne meine meinung zu diesem gesetz sagen, aber es sind so viele fragen offen.

welche sachverständige werden bei dem "hearing" gehört?

welchen einfluss haben die meinungen der experten auf die verabschiedung des gesetzes?

wie gedenken sie das gesetz umzusetzen?

was geschieht, wenn es zu beißvorfällen mit anderen rassen kommt, welche kriterien gelten für eine erweiterung der rasseliste?

sollte sich herausstellen, dass die "verbannung" der vier rassen keine beißvorfälle verhindert, was passiert dann. (in den niederlanden hat man nach 15 jahren der regeling aggressieve dieren -auch RAD genannt - gemerkt, dass eine verbannung diverser rassen nicht den gewünschten erfolgt bringt. auch dort hat man sich mit experten auseinandergesetzt und ist daraufhin zu dem entschluss gekommen, dass man eine gefährlichkeit nur auf ein hundeindividuum beziehen kann, nicht auf eine hunderasse)

wird es tötungen von hunden geben?

was hat sie dazu veranlasst, innerhalb von wenigen tagen, ihre meinung zu ändern? sie waren jahrelang davon überzeugt, dass eine rasseliste nicht den schutz der gesellschaft vor beißunfällen gewährt. durch was hat sich ihre meinung so geändert?

der unfall in oldisleben ist schlimm und so etwas darf nicht passieren. da das unglück im häuslichen umfeld passiert ist, hätte wohl eine rasseliste diesen nicht verhindern können.

wäre es nicht sinnvoller, die bisherige regelung anzuwenden?

sie sehen, es stehen noch viele fragen offen.

über die beantwortung würde ich mich sehr freuen.

mit hundefreundlichem gruß

eva h.
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Was soll diese Rassendiskriminierung?

10.07.2010 11:56:00 von Steffy
Wie sich bereits in anderen Ländern gezeigt hat ist die Annahme, bestimmte Hunderassen seien gefährlicher als andere Rassen absolut aus der Luft gegriffen, es liegt einzig und allein an der Sozialisierung und der Erziehung, jeder Hund hat Zähne und jeder Hund ist durchaus in der Lage einen Menschen oder ein anderes Tier schwer zu verletzen, das ist einfach so, auch eine Katze oder Pferd können schwere Verletzungen verursachen und der Mensch erst Recht. Und der Mensch tut das auch und das oftmals mit voller Absicht. So ist es ebenfalls der Mensch, der einen Hund scharf macht, nicht weil der Hund das will, sondern weil der Mensch das möchte, hierbei ist es egal, was für ein Hund das ist, klar bevorzugen solche Menschen Hunde, die von ihrer reinen Optik her schon massig, groß oder sehr sportlich kräftig sind und nicht gerad den Golden oder den Dackel von nebenan, aber dafür können diese Rassen nichts, es liegt einzig am Menschen, er entscheidet in welche Richtung sich ein kleiner Welpe entwickeln soll, traurig aber wahr. Von der Rassebeschränkung werden hauptsächlich Menschen und Familien betroffen sein, denen ihr Hund treuer Freund und Gefährte ist, nicht aber die menschen, die Hunde in Kellern halten und abrichten, denn diese Hunde sind eh nicht gemeldet. Da werden Familien auseinander gerissen, weil die Auflagen oder Steuern nicht erfüllt werden können, Kinder können nicht verstehen, warum ihr bester Freund und Spielgefährte auf einen Maulkorb tragen muss oder gar die Familie verlassen muss. Unbescholtene Bürger werden im Nachhinein von anderen bedroht nur weil sie einen "solchen Hund" einen "Kampfhund" an der Leine haben, obwohl dieser vielleicht sogar Tierwaisen großzieht. Es ist traurig, in vielen Bundesländern so passiert hat die Politik nichts daraus gelernt, nein, die Politiker wollten die Folgen nicht mal sehen, überfüllte Tierheime, Bürger die in Angst um ihr Leben und das ihres Hundes leben und alles nur, weil die Behörden damals einfach nicht früher reagiert haben, und wenn dann wirklich was Schlimmes passiert, dann wird im Hauruck-Verfahren ein Gesetz ins Leben gerufen, mit dem niemandem geholfen ist. Denn trotz Rasselisten und Hundegesetzen passieren weiterhin Unfälle und Unglücksfälle mit Hunden, genauso wie es trotz aller Verkehrsregeln immer wieder Verkehrsunfälle gibt und geben wird. Kein Gesetz der Welt kann die Menschen vor jeglichen Gefahren beschützen, denn ansonsten müßte der Mensch einzig und allein vor sich selbst beschützt werden und das ist in einer Gemeinschaft einfach unmöglich. Bitte bedenken sie die Folgen für Hundebesitzer, die ein solches Gesetz mit sich bringen würde und vor allem denken sie mal darüber nach, wo und wann wir schonmal solche Diskriminierungen in Deutschland hatten, immer wieder wird von Integration gesprochen, aber dann geht man plötzlich als Politiker gegen die eigene Bevölkerung und grenzt Menschen aus dem "normalen" Leben aus nur weil sie einen Hund einer bestimmten Rasse ihr Eigen nennen, das darf einfach nicht passieren. Der Hund ist angeblich der beste Freund des Menschen, wenn es nun nach ihnen geht, dann sind nur noch bestimmte Rassen Freund des Menschen, nicht mehr der Hund, welch traurige Wandlung, wo doch alle gleich sein sollen.
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Rasseliste in Thüringen - ein weiteres Armutszeugnis für die Politik

09.07.2010 18:36:00 von Tanja
Es ist traurig mit welcher Rücksichtlosigkeit gegenüber verantwortungsvollen Hundehaltern über wissenschaftliche Erkenntnis hinweggesetzt wird. Mit welcher Begründung geschieht das? Haben wie es wirklich nötig uns auf falsche Sicherheitsversprechen zu verlegen an statt vernünftige und sinnvolle Politik zu machen? Auch wenn meine Hunde noch (?) nicht zu den Listenhunden zählen, macht es mich als Thüringer unsagbar traurig.

Die, deren Hunde als Statussymbole angeschafft werden, werden sich weiterhin an keine gesetzlichen Auflagen halten. Der normale Hundehalter wird kriminalisiert, wenn er seinem Hund ein hundgerechtes Leben bieten will. Sollen wir demnächst unsere Hunde auf den eigenen Grundstücken auch mit Leine und Maulkorb sichern? Dort geschehen schließlich die meisten Beißvorfälle.

verständnislose Grüße
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Was sind die Folgen?

09.07.2010 16:45:00 von bvc
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne weder in ihrem Bundesland, noch besitze ich einen Hund der einer der von ihnen gelisteten Rassen angehört, trotzdem möchte ich an dieser Stelle mein Missfallen über das von ihnen beschlossene Gesetz mitteilen. Ich befürchte dieses Gesetz wird ihrem Land und den Bürgern ihres Landes mehr Schaden, als Nutzen. Die Nutzlosigkeit eines solchen Gesetzes hat sich an allen Orten an denen ein solches oder ein ähnliches durchgesetzt wurde immer wieder von neuem erwiesen. Einige Länder (beispielsweise die RAD in den Niederlanden) haben im Nachhinein diese Gesetze wieder aufgehoben oder durch andere Rasse-unabhängige Gesetze ersetzt. Umso mehr verwundert es, daß ihr Land heute, nachdem all diese negativen Erfahrungen mit diesen Gesetzen vorliegen, ein solches verabschiedet.

Schwere Zwischenfälle mit Hunden (egal welcher Rasse) sind sehr seltene Ereignisse, zudem geschehen die meisten dieser Vorfälle im häuslichen Umfeld und bleiben so dem Einfluß des Gesetzgebers sowieso weitgehend entzogen. Risiken solch geringer Größenordnung sind, wie man den Forschungen zur Risikoanalyse entnehmen kann, wenn überhaupt dann nur durch extremen Aufwand weiter zu minimieren. Ein Gesetz wie das ihre kann dieses nicht leisten. Warum es dies nicht kann, haben viele meiner Vorredner schon erläutert.

Die negativen Folgen eines solchen Gesetzes sind jedoch enorm. Zum einen ist da der finanzielle Aufwand den die Umsetzung des Gesetzes erfordert. Nun kann man diesen natürlich auf die Hundebesitzer umlegen (dies wird auch sicher im gewissen Umfang geschehen), dieses von den Hundebesitzers aufgebrachte Geld wird jedoch an anderer Stelle dem Wirtschaftskreislauf entzogen und schwächt so die Konjunktur.

Die Folgen für den Tierschutz: Hunde die unter das Gesetz fallen, können praktisch nicht mehr artgerecht gehalten werden – viele dadurch schlecht sozialisiert (was die von Hunden ausgehende „Gefahr“ eher vergrößert), viele werden dauerhaft in Tierheimen landen und/oder euthanasiert werden.

Die Folgen für das soziale miteinander ihrer Bürger empfinde ich am folgenreichsten für die Lebensqualität in ihrem Bundesland. Die Konflikte zwischen Hundehaltern und nicht Hundehaltern werden verschärft und dies trifft auch auf Hundehalter „normaler“ Hunde zu die nicht unter das Gesetz fallen. Statt evtl. Schwierigkeiten durch gegenseitige Rücksichtname zu klären werden Konflikte wohl zunehmend über Zuzug „der Behörden“ ausgetragen werden. Hundehalter werden stigmatisiert. Die Halter der gelisteten Rassen insbesondere. Der Zwang ein „Warnschild“ an der eigenen Tür anzubringen ist nur der sichtbare Ausdruck dieser Entwicklung und höchst kritisch zu betrachten.

Nun sind Hundehalter zwar eine Minderheit der Bevölkerung allerdings eine von beachtlicher Größe. Zudem ist die Haltung eines Hundes in der Regel kein unwichtiger Teil des Lebens des Halters, sondern einer der emotionalen Mittelpunkte des Lebens wie z.B. Kinder und Familie. Gesetze und Regelungen die diesen Teil des Lebens betreffen haben emotional betrachtet eine viel größere Bedeutung, als man annehmen sollte. Die sozialen Folgen treffen alle Hundehalter, nicht nur die direkt betroffenen Halter der gelisteten Rassen, denn der durchschnittliche Bürger wird im zunehmenden Maße alle Hund als potentiell „gefährlich“ wahrnehmen. Dies in einem Umfang welcher der tatsächlichen Gefährdungssituation nicht im geringsten entspricht. Die schon jetzt immer wieder erlebten Konflikte werden sich verschärfen.

Inhaltlich ist das neue Gesetzt sinnlos, die angestrebten Ziele die erreicht werden sollen nicht erreichbar. Die negativen Folgen werden ihr Land begleiten, wenn der Rummel längst verflogen ist. Die Einbuße an Lebensqualität (emotional, finanziell, sozial) für viele ihrer Bürger wird bleiben.

Mit freundlichen Grüßen bvc
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Kommentar 189

08.07.2010 23:16:00 von Nancy Schorn
Ich bin der Meinung, die einzig richtige Lösung ist eine art Hundeführerschein für ALLE Hunde, egal wie groß und wie schwer. Jeder Hund kann beißen und wenn ein kleiner Hund ein Baby beißt, kann es auch schlimme Folgen haben. Täglich sehe ich Menschen die mit ihrem Hund überfordert sind. Hunde die jeden anbellen der an ihnen vorbei geht und dazu Ihre Besitzer die in 'Babysprache' auf diesen bellenden/knurrenden Hund einreden. Das sie ihn dadurch ermutigen weiter zu machen und ihn bestätigen wissen die meisten nicht. Ein Hund versteht nicht was ich ihm sage, sondern nur wie ich es ihm sage… So eine Situation hat doch sicher jeder schon mal beobachten können. Nicht wahr? Das ist nur mal ein Beispiel von vielen.

Menschen die Hunde illegal halten und diese im schlimmsten Fall auch noch abrichten wird es leider immer geben. Man kann nicht alles kontrollieren und nicht jedes Verbrechen verhindern. LEIDER! Aber viele Hunde beißen nicht weil Sie abgerichtet wurden sondern weil Sie einfach sehr stark mit einer Situation überfordert sind und dann vielleicht auch noch einen unsicheren, genau so überforderten Halter haben. Wenn eine Pflicht bestehen würde, ein gewisses Grundwissen über sein Haustier zu haben, würde es auch ganz bestimmt vielen Hundehaltern und Hunden besser gehen und es würde weniger Beißunfälle geben da diese ja meistens im privaten Umfeld passieren. Davon bin ich überzeugt!
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"Kampfhundeverordnung"

08.07.2010 21:26:00 von Sabine
Das Problem ist immer der Mensch, nicht die Hunderassen. Eine Haftpflichtversicherung und Kennzeichnungspflicht sind völlig in Ordnung, und das Halten von Hunden allgemein ab 18 Jahre. Aber bitte keine Rassenverteufelung! Macht eine vernünftige Hundeverordnung!

Sabine
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Sinnlose Diskriminierung

08.07.2010 10:21:00 von Michael Z.
Jährlich sterben zig mal mehr Menschen durch Autounfälle, übermäßigen Alkoholkonsum (ja, Alkohol wird im Fernsehen geradezu verherrlicht), vermehrten Zigarettenmissbrauch oder auch an den Folgen von Bulimie , als an Beißattacken, das lasse ich jetzt besser außen vor. JEDER größere kräftige Hund kann einen Menschen töten, ebenso kann ein Auto (bzw. der Fahrer) oder auch eine Treppe bei unvorsichtigem Betreten im schlimmsten Fall zum Tode führen. Also was tun? (Ironie on) Am besten alle "Kampfhunde" sofort beseitigen, dann herrscht Frieden auf unserem Planeten und die Menschen können wieder durch Kriege, sinnlose Gewalt und grenzenlose Umweltverschmutzung zur Dezimierung ihrer eigenen Spezies beitragen. (Ironie off) Ja, gehandelt werden muss - an der Unwissenheit der breiten Masse, an dem sinnlosen Rassenwahn, der allen wissenschaftlichen Ergebnissen entgegensteht, muss angesetzt werden. Sofort. Ein Hundeführerschein für alle Hundebesitzer muss her, den Hunden und der Umwelt zuliebe. Den Medien haben es diverse Hunderassen zu "verdanken" , dass sie nach wie vor von vielen als blutrünstige Monster angesehen werden. Für die Medien gilt leider: Manipulation ist besser als Information. Ich selbst arbeite im Marketingbereich und weiß umso mehr, wie das Fernsehen, und diverse Boulevardblättchen u.ä. die Massen beeinflussen. Da stellt sich jedoch die Frage: Was war zuerst da: Der aufgewiegelte hasserfüllte Mob oder Volksaufseher Bild und Konsorten? Sind die Staffs erst ausgerottet, bedienen sich sozial inkompetente, gewaltbereite Individuen anderer Rassen, die auf keiner Liste zu finden sind. Auf illegalem Weg, wenn nötig. Nichts wird sich durch die Beseitigung einer oder mehrerer Rassen ändern. Bitte schaffen Sie keine Zweiklassengesellschaf zwischen Haltern "normaler" Hund und "Kampfhundehaltern". Ein Hund ist nicht wie er ist - er ist das, was der Mensch aus ihm macht.
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Kampfhundeverordnung

08.07.2010 01:54:00 von Bianca
Ich war fassungslos, als ich davon gehört habe. Der Vorfall ist einfach schlimm und natürlich sollte so etwas niemals passieren. Man muss sich immer im klaren sein, dass unsere Hunde vom Wolf abstammen, sie waren mal Wildtiere und sind es in ihren Genen noch immer. Aber wo soll das alles enden? Darin, dass alle Hunderassen verboten werden? Viele Kleinhunde beißen auch, aber da ist es ja noch niedlich, weil sie ja so klein sind. Nein, kein Hund sollte ein anderes Lebewesen beißen, aber daran sind nicht die Hunde schuld. Diese allgemeinen Gesetze treffen immer die Falschen. Die Leute, die ihre Hunde gewissenhaft erziehen, sie entsprechend auslasten und drauf achten, dass sie kein anderes Lebewesen verletzen. Ich habe selbst in Thüringen gewohnt und ich fand es dort toll, dass ich gerne zurück gekehrt wäre, wenn es die Umstände zu lassen. Aber nicht unter diesen Umständen. Wenn ich mir vorstelle, ich würde was im Bereich Hunde machen wollen und diese Diskriminierung wäre noch da, nein, dass könnte ich nicht. Ich bin mehr als froh, dass Niedersachsen diese Liste abgeschafft hat und sollte Thüringen diese Liste nicht einführen, dann werde ich mich gerne wieder in die Richtung umschauen. Alle unsere Hunde sind Lebewesen. Wir müssen sie genauso achten, wie sie uns achten.
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Kommentar 193

07.07.2010 23:31:00 von Piggy
Sehr geehrter Herr Minister, in Ihrem Gesetzentwurf werden Hunderassen aufgezählt die "ABSTRAKT" gefährlich sein sollen. Jedenfalls wird es so in fast allen Gerichtsurteilen als Begründung formuliert. Seit 1991 hat Bayern ein "Kampfhundegesetz" und die meisten Bundesländer sei 2000, inkl. der Bundesrepublik mit 4 Hunderassen. Es ist aber bis heute keinem Politiker oder Richter gelungen in Ihren Formulierungen die tatsächliche Gefährlichkeit dieser Hunderassen zu belegen, sondern man spricht nach 19 bzw. 10 Jahren immer noch von der abstrakten Gefahr. Ich frage Sie, wie nennt sich die Gefährlichkeit den anderen Hunderassen oder wird bei diesen Rassen die Gefährlichkeit ausgeschlossen, wenn nicht, dann frage ich Sie , wie wollen Sie die Bevölkerung vor diesen Tieren schützen? Da oft auf die erhöhte Beisskraft hingewiesen wird, frage ich Sie, wo dazu die Studien sind? Ebenso wird über die Bemuskelung dieser Hunde die Gefährlichkeit definiert, aber welche Muskelpakete verbergen sich hinter einem langen Fell (Schäferhund,Bobtail usw.)? Auch sehr gern wird in Urteilsbegründungen der Gerichte auf die Akzeptanz der Bevölkerung des Schäferhundes gegenüber der sogenannten Kampfhunde hingewiesen da deren Halter und Züchter über eine längere Erfahrung verfügen. Es wird aber ausser acht gelassen, das z.B. der Bullterrier schon 1877 nach Deutschland kam und er bis 1925 auch als Polizeihund in Deutschland diente. Um der Bevölkerung Sicherheit vor zu gaukeln soll wieder ein Gesetz erlassen werden ohne das Studien der Wissenschaftler, Verhaltensforscher usw., die es mittlerweile weltweit gibt, berücksichtigt werden. Es sind in den Bundesländern verschiedene Hunderassen als ABSTRAKT gefährlich eingestuft worden, wobei es vorkommt das auf der einen Straßenseite der Rottweiler gefährlich ist, aber auf der anderen nicht und umgekehrt der Staff. Bullterrier. Ich hoffe, dass in Deutschland über kurz oder lang doch Vernunft und normales Denken einzieht. Mit freundlichen Grüßen Harry Scherzberg
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Kampfhunde-Kampfhunde

07.07.2010 21:15:00 von Ulrich Päth
Sehr geehrter Herr Minister, haben Sie, haben wir das nötig? Wir waren uns doch in Thüringen im Jahre 2001 einig. Was hat sich geändert? Mehr schwere und schwerste Vorfälle mit diesen Rassen? Schauen Sie bitte in die Statistik des Landesverwaltungsamtes! Hat die Verhaltensforschung inzwischen doch eine unzweifelhafte genetische Veranlagung entdeckt? Genausowenig, wie sie sie (wunschgemäß?) bei anderen Rassen entdecken wird. Deshalb wird trotz der entsprechenden Ermächtigung im Gesetzesentwurf keine den Weg auf die Liste finden (siehe dazu im Begründungstext - übrigens geht der Leitsatz des zitierten Urteils weiter!). Sollen Sie auch nicht. Wir wissen doch alle: Solange Hunde gehalten werden dürfen wird es Verletzte und Tote geben. Suggerieren wir doch nicht, das wir dies, durch welche Maßnahmen auch immer, verhindern zu könnten. (ganz kratzig nebenbei: mit einem rausgeworfenen Maulkorbzwang für bissige Hunde ganz sicher nicht). Die auszurottenden Rassen werden schon seit einigen Jahren ersetzt. Auch diese Hunde werden beißen! Hundführerschein und Haftpflicht für alle - damit kann ich leben. Von mir aus auch eine Art 40/20-Regelung. Aber auch dann sollte kein Zweifel daran gelassen werden, dass das mit Hunden alleingelassenen Kindern nicht helfen wird... Eine Rasseliste kann dies keinesfalls leisten - und ich denke, das Sie und Ihre Ministerialbeamten dies genau wissen. Ulrich Päth
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warum?

07.07.2010 16:56:00 von andrea
warum wird immer wieder auf diesen rassen rumgehackt? wenn die politiker sich mal die beißstatistiken ansehen würden, wäre erkennbar, das gerade diese hunde NICHT oben stehen. es sind ganz normale familienhunde, die liebevoll und treu sind. wann nimmt dieser rassismus gegen diese rassen endlich mal ein ende??? das böse liegt eindeutig am anderen ende der leine!!!
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Kommentar 196

07.07.2010 15:46:00 von Pressereferent Thomas Mau
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Die Resonanz zeigt, dass das Thema viele Menschen aus unterschiedlichen Interessen heraus interessiert und berührt. Insofern war es richtig, eine Plattform zur Meinungsäußerung einzurichten. Sachliche Argumente wurden in Einzelfällen durch emotionale Ausbrüche und Beschimpfungen begleitet. Dies führte leider dazu, dass sehr vereinzelte Beiträge nicht veröffentlicht werden konnten. Der Blog wurde für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema entsprechend den Blogregeln geschaltet.

Ich kann versichern, dass die Beiträge mit Interesse gelesen werden, ebenso wie diesbezügliche Artikel in anderen Medien. So erschien heute, am 07. Juli 2010, beispielsweise ein Artikel in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mit dem Titel „Sind auch Schoßhunde ein Sicherheitsrisiko?“.

Ich lade Sie ein, sich auch weiterhin zu beteiligen und ihre Meinung zu äußern. Ihre Meinung ist genauso wichtig wie die zahlreichen E-Mails und Briefe, die uns zu diesem Thema erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mau Pressereferent
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Kommentar 197

07.07.2010 12:55:00 von Ralf K.
Sehr geehrte Damen und Herren,

das Gesetz geht komplett an der Realität und eigentlichem Problem dabei und entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Basis.

- Aggressiv ist nicht eine so genannte Rasse, sondern höchstens einzelne Hundeindividuen - und die gibt es innerhalb jeder Rasse

- Die Gesellschaft muss vor unvernünftigen unsachverständigen Haltern geschützt werden, die den Hunden nicht gerecht werden, dann gibt es auch kaum noch Beißvorfälle.

- Mit diesem Gesetz werden hunderte verantwortungsbewusste Hundehalter bestraft - ebenso werden Hunde einfach aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit dikriminiert, Zustände wie vor über 60 Jahren...

- Durch haltlose Verallgemeinerungen werden die verheerenden Beißvorfälle nicht weniger, durch die Dezimierung einzelner Rassen wird nur die Angst in der Bevölkerug geschürt und eine Pseudo-Sicherheit geschaffen.

Beweisen Sie Intelligenz durch Ihr Tun und Handeln und setzen Sie dort an, wo die Schuld liegt: Beim Mensch. Kinder tut ein sachgemäßer Umgang und ausreichendes Wissen über Hunde (und andere Tiere) nur gut, Aufklärung statt Panikmache sind angebracht, um eine dauerhafte Besserung zu erlangen. Nein, wir Menschen leben nicht allein auf diesem Planeten und das ist gut so. MfG

Ralf K.
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Kampfhundeverordnung

07.07.2010 09:50:00 von Claudia Richter
Ich möchte einen der ersten Beiträge noch mal zitieren (Beitrag 3, Herr Gellert)

"Es gibt genug wissenschaftliche Untersuchungen zur angeblichen Gefährlichkeit bestimmter Hunderassen, die von Ihnen ignoriert werden (z.B von der TiHo Hannover). Es gibt anerkannte Experten auf dem Gebiet der Hundeverhaltensforschung, auf deren Meinung sie offensichtlich nichts geben (z.B. Frau Feddersen-Petersen). Es gibt Staaten (z.b. die Niederlande) und Bundesländer (z.B. Schleswig-Holstein) welche erkannt haben, das die Listung bestimmter Hunderassen unsere Strassen nicht automatisch sicherer machen. Es ist mir im übrigen eine Freude, darauf hinzuweisen, das gemäß ihrer ersten Stellungnahme zum tragischen Unfall in Oldisleben Thüringen ebenfalls dazu gehört (hat)."

Herr Gellert spricht mir aus der Seele.

Alle Hundehalter sind gefordert.

Es ist nicht möglich die Gefährlichkeit eines Hundes an der Rasse festzumachen, Hinweise auf entsprechende Studien und Expertenmeinungen wurden bereits gegeben.

Gleichwohl ist es natürlich sehr viel populärer gegen Rassen mit geringer Lobby vorzugehen als sich unter Umständen den Unmut aller Hundehalter zuzuziehen. Schade, hat Ihre erste Stellungnahme doch anderes als diese unsägliche Verordnung erwarten lassen.
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Gegen Rasselisten

06.07.2010 22:20:00 von Nathalie B.
Ich bin gegen eine Einführung von Rasselisten denn diese werden das Problem nicht lösen, sondern geben der Bevölkerung nur eine vorgetäuschte Sicherheit . Die Halter von Hunden sind in der Verantwortung , sie müssen ihre Hunde so führen das von ihnen keine Gefahr ausgeht und das hat mit der Hunderasse nichts zu tun! Die Einführung einer Sachkunde für alle Hundehalter wäre viel sinnvoller um Unfälle zu vermeiden .

Mit freundlichen Grüßen
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rasseliste

06.07.2010 21:35:00 von ina smith
durch warnschilder gekennzeichnete hauseingänge und grundstücke.......was kommt als nächstes? halter die für die breite öffentlichkeit und gut ersichtlich ebenfalls "gebranntmark" werden?? ...so etwas ähnliches hatte deutschland schon einmal zu verkraften......manchmal sollte man aus der eigenen landesgeschichte lernen.......bedauerlich und politisch in keinster weise zu vertreten!!!!

mfg ina smith
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Kommentar 201

06.07.2010 19:37:00 von Ines Reineke
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

was Thüringen jetzt vor hat, ist für mich sehr traurig.

Nein, ich wohne nicht in Thüringen und nein, ich besitze auch keinen sogenannten Listenhund.

Ich bin eine Hundehalterin die ihren Hund sehr liebt, genau wie viele Hundehalter in egal welchem Bundesland, ihre Hunde lieben. Einen Hund aburteilen der Rasse wegen, finde ich sehr arm. Jeder Hund hat vier Pfoten, Zähne und ein Herz. Kein Hund kann sich aussuchen, in welchem Fell er geboren wird, genau wie sich kein Mensch aussuchen kann, mit welcher Hautfarbe.

Es gibt genug Regelungen und Gesetze, die es gilt zu beachten, einzuhalten und zu kontrollieren. Die Ordnungsämter und die Veterinärämter sollten mehr Personal bekommen, um den Anzeigen oder den Meldungen von besorgten Bürgern, schneller nachgehen zu können.

Es gibt leider auch schreckliche Menschen, die sich kaum um eine artgerechte Haltung und die Bedürfnisse ihrer Tiere kümmern. Diesen Menschen sollte eine Haltung von Hunden (bzw. allen Tieren) untersagt und verboten werden.

Es spielt keine Rolle, welcher Rasse ein Hund angehört. Wichtig ist, dass die Hundehalter sich der Verantwortung bewusst sind, ihre Hunde einschätzen, lesen und verstehen können.

Vielleicht sollte man sich Gedanken machen, wie man die Menschen einteilen kann, denn nicht jeder Mensch ist in der Lage einen Hund vernünftig zu führen.

Was Sie vorhaben, verhindert keine Unfälle mit Hunden!

Setzen Sie bei den Menschen an, das ist der richtige Weg.

Mit freundlichen Grüßen

Ines Reineke
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Gesetzentwurf

06.07.2010 12:57:00 von Frank Herold
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber!

Es muß eine eigenartige Lage sein, in der sie sich befinden. Sie wissen, daß sie mit diesem Gesetz nichts aber auch garnichts verändern. Sie sind von Experten, Tierschutzvereinen und Tierärzten und auch von anderen Landesregierungen informiert, daß Rasselisten vollkommen sinnlos ja sogar extrem falsch sind! Aber sie wissen auch, daß die Presse Sie zerreisen wird, wenn sie in Thüringen weiterhin auf die Einführung von Rasselisten verzichten. Ich kann also nachvollziehen, warum dieser Gesetzentwurf vorliegt.

Allerdings frage ich Sie Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber. Können sie dieses Vorgehen mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Können Sie völlig missverstandene Rassen, die von der Presse völlig falsch dargestellt werden wirklich ausrotten, nur um von der Presse verschont zu werden? Wenn Sie das können, frage ich mich, ob sie bei Kindern genauso reagieren könnten?! Für uns Halter sind diese ruhigen, charakterfesten Tiere, wie unsere Kinder! Sie leben mit uns in Familien, und selbst unsere jüngsten wissen, daß diese wundervollen Begleiter keine "Bestien" sind! Ich bin mit Hunden aufgewachsen! Ich kenne Dackel, die einem beim wegdrehen in die Ferse beißen wollten, ich kenne Golden Retriever, die kleinere Hunde töten, nur um die Vorherrschaft beim Fressen zu haben... Und ich kenne unsere jetzigen Familienhunde (Staffordshire Bullterrier, American Stafford-Mix), die Ihr Fressen mit Katzenbabys teilen, die jeden kleineren Hund sofort mit in Ihr Rudel aufnehmen und die keinem Menschen gegenüber auch nur annähernd aggressives Verhalten entgegenbringen! Jemand, der sich sein Bild über diese Tiere in der derzeitigen Presse gemacht hat, steht uns missbilligend und wütend gegenüber! Es ist wie der Kampf gegen einen Mob! Was ist eigentlich ein Kampfhund Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber? Wissen Sie das? Als Kampfhund werden heutzutage Rassen bezeichnet, die für Hundekämpfe gezüchtet wurden! Dabei kämpften zum Beispiel Hunde gegen Hunde oder um beim Beispiel Staffordshire Bullterrier zu bleiben, Hunde gegen eine vielzahl von Ratten! Der Hund, der in jeder Rasseliste als erster genannt wird, ist der Staffordshire Bullterrier, der in England den Spitznamen "Babysitterdog" trägt, weil er eben nicht aggressiv sondern sehr wesensfest und ruhig ist.

Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber! Ich bitte sie im Namen unserer Hunde und unserer Familien eine Ausrottung von zweifelsfrei nicht gefährlichen Rassen, nicht zu unterstützen!

In Deutschlang gilt der Rechtsgrundsatz, daß jeder solange unschuldig ist, bis Ihm die Schuld bewiesen ist und Rassendiskriminierung ist in unserem Land auch verboten! Es wäre schön, wenn wir uns auch bei diesem Gesetz auf diese Grundsätze besinnen könnten!

In diesem Sinne

Mit freundlichen Grüßen

Frank Herold und Familie
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"KAMPF"HUNDE

06.07.2010 11:05:00 von natalie
was ist ein kampfhund ? ein hund der schon auffällig wurde, und zubiss ? ein hund der sich nicht mit gleichgeschlechtlichen artgenossen verträgt ? ein hund mit einem autoreifen spiel, oder gewichte zieht ?

ist es der "abgerichtete" schäferhund, der auf hundeplätzen dazu gedrillt wird, sich im amrm fest zu beissen ?

nein.... es ist der pit bull der friedlich auf der couch liegt, nicht einmal bellt wenn es klingelt. der zu jedem freundlich ist.... das ist nicht fair, das ist diskriminierung !

"wenn der vorhang fällt, sieh hinter die kulissen...."

jeder hund kann beissen, ob dogge oder dackel. aber nur hunde in verantwortungsbewusten händen können einen hund ordentlich führen.

das ist wie bei kindern. wenn die eltern sie nicht richtig erziehen. woher sollen die kinder sozialverhalten lernen, wenn schon die eltern es nicht besitzen ? das gleiche gilt für hunde.

es gibt keine kampfhunde ! es gibt gut erzogene hunde, schlecht erzogene hunde, garnicht erzogene hunde und die falsch erzogenen, gequälten. und diese können zur gefahr werden. egal welcher rasse sie angehören.
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Was sagt denn nun die Politik?

05.07.2010 22:31:00 von Tessa
Mich würde es mal interisieren was jetzt die Herren und Damen vom Innenministerium zu all den Beiträgen sagen. Wenn hier irgendwo ein Kommentar dazu steht, könnte mir das jemand hier schreiben? ICh wäre begeistert wenn die Politiker sich, dass alles durch lesen und dann hier auch was dazu schreiben.
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Kommentar 205

05.07.2010 22:02:00 von M. Schneider
Vorurteile, Massenhysterie und Starrsinn sind die Begleiter des Medienopfers "Kampfhund". Fehlendes Wissen um diese wundervollen Rassen haben es Politikern, Beamten und der Journaille ermöglicht, diese Hunde bei jeder Gelegenheit zu dämonisieren und zu radikalisieren! Dass der Hund nur ein Spiegel seiner Erziehung ist, wird dabei immer vergessen! Um die Wahrheit über diese Rassen zu erfahren, müssen sich alle an dieser Rassen-Hatz Beteiligten erst ein Bild von den Hunden machen können, die sie "zum Tode verurteilen"! Fakt ist, dass diese Hunde keine Gefahr per se darstellen, sondern einen verantwortungsvollen Halter brauchen, der vernünftig mit dem Tier umgeht und keinen, der sein Ego-Defizit mit einem gefährlichen Vierbeiner ausgleichen möchte! Anstatt diese Rassen auf so unqualifizierte Weise zu verbieten, sollten Politiker und unfähige Beamte, die sich unverschämte Reglementierungen anmaßen, auf den eigentlich Schuldigen besinnen: den HALTER!
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Gefahrenhundeverordnung

05.07.2010 22:01:00 von Heitz Gerhard
wieso bestraft Ihr die Hunde, Hunde sind keine Sache kümmert Euch um die Halter - das ist schwierig, denn das sind Eure Sozialprobleme -und da hängt es ganz arg nicht die Hunde sind das Problem
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Kommentar 207

05.07.2010 21:47:00 von Vicky
Ich finde diese Gesetze auch nicht gut. Natürlich ist es traurig, dass immer wieder etwas passiert. Nur wer nimmt sich das recht herraus alle Hunde aus bestimmten Rassen über einen Kamm zu scheeren?? Wenn man das beim Menchen machen würde dann wäre man rassistisch, oder etwa nicht? Wenn zum Beispiel ein Mensch aus einer Familie etwas verbricht werden dann gleich alle anderen aus dieser Familie mit eingesperrt? Ich denke nicht.

Woran wird eigentlich festgemacht welche Rassen gefährlich sind? An den Beißstatistiken ja wohl nicht, denn sonst wäre der Deutsche Schäferhund ja wohl als einer der ersten unter den gelisteten Rassen! Aber Vorfälle (auch tödliche) mit deutschen Schäferhunden werden auch durch die Presse niemals so aufgebauscht wie die mit den sogenannten Kampfhunden.

Meiner Meinung nach liegt das Problem am anderen Ende der Leine und daran wird auch eine Rassenliste nichts ändern, denn die schwarzen Schaafe unter den Hundehaltern werden sich kaum an solche Gesetze halten. Und bekanntlich ist ja das was illegal ist gleich viel interessanter als alles andere!

Ich finde wenn man schon Gesetze zu diesem Thema erlassen möchte dann wäre ich für eine gleichberechtigung aller Hunde und nicht für die Diskriminierung einzelner Rassen. Es müsste von jedem Hundebesitzer die Sachkunde abgelegt werden und auch alle Hunde zum Wesenstest. Oder gleich gar nicht. wenn schon denn schon. Gleiches Recht oder in dem Fall Pflicht für alle!!

Nicht umsonst werden Staff und Co in anderen Ländern Nannydogs genannt und das bei sogenannten Kampfhunden. Darüber sollte man mal nachdenken.
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Kampfhundgesetz

05.07.2010 19:48:00 von Kirstin
Hallo! Die Niederlande z.B. hat erkannt, daß diese Rasselisten nichts bringen und sie abgeschafft. Thüringen will härtere Gesetze einführen. Was für ein Fortschritt. Die meisten Unfälle mit Hunden geschehen im eigenen Haushalt. Da bringt eine generelle Maulkorb-und Leinenpflicht "draußen" rein gar nichts. Und die Menschen, die Hunde illegal halten wollen, sie scharf machen etc., die wird auch ein neues Gesetz nicht davon abhalten. Es trifft wieder nur die Hundehalter, die sowieso verantwortungsvoll mit ihren Hunden umgehen. Und es trifft viele liebe Familienhunde, die diskriminiert werden, auf die mit Fingern gezeigt wird. Hunde, die nicht Schuld daran sind, daß Menschen ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Bestehende Gesetze sollten eingehalten und auch kontrolliert werden und nicht unnötig verschärft werden.
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Kommentar 209

05.07.2010 17:53:00 von Alex
wieso machen sie die gleichen fehler wie andere bundesländer? glauben sie wirklich dieses unglück wäre nicht passiert wenn es eine solche verordnung gäbe?

was wir brauchen ist nicht eine weitere unsinnige verordnung, sondern ein heimtierzuchtgesetz... es wäre toll, wenn thüringen sich da stark machen würde, und die vorreiter rolle spielen würde...

ich als hundebesitzer wäre sofort bereit ein hundeführerschein und eine sachkunde zu machen, wenn hunde damit weiter wie hunde leben könnten...

da ich mit magenproblemen auch nicht zum zahnarzt gehen würde, möchte ich sie bitten mit einem hundeproblem zu einem hundesachverständigen zu gehen, und nicht zum bäcker um die ecke...
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RASSELISTE -- KAMPFHUNDGESETZ

05.07.2010 16:44:00 von Rathfelder, Angelo
Thüringer Innenministerium Prof. Dr. jur. Peter M. Huber

Steigerstraße 24 99096 Erfurt



Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

hochachtungsvoll wende ich mich an Sie, um Sie etwas zum Denken anzuregen. Ich weiß, dass Sie in der Politik ein sehr engagierter Mann sind und dass Sie sich mit vielen Dingen auseinander setzen müssen. Es wäre zuviel verlangt, wenn Sie sich auch noch mit Hunden und deren verschiedenen Rassen auskennen würden. Daher möchte ich Sie, in meiner Funktion als professioneller Hundeausbilder, auf einige Fakten hinweisen!

Grundsätzlich wird keine Rasse böse oder gefährlich geboren. Dies ist durch Verhaltensforscher (z.B. Dorit Feddersen-Petersen) und Gutachter Bewiesen.

Ebenso ist durch viele tausende Wesenstests in allen Bundesländern, die Gefährlichkeit der Listenhunde widerlegt worden. Nur ein minimaler Prozentsatz aller geprüften Hunde sind bei diesen Tests durch gefallen. (Siehe z.B. Veröffentlichung der Wesensteste in Niedersachsen)

Fakt ist LEIDER auch, dass die Hunde-VO in anderen Bundesländern gar nicht die Hunde erreicht hat, die sie hätte erreichen sollen. Menschen die ihre Hunde scharf machen wollen, melden diese erst gar nicht an und halten sie im Keller oder Hinterhöfen. Keiner dieser Hunde ist zum Wesenstest erschienen, da sie schwarz gehalten werden. Der „Schwarzhaltung“ jedoch auf die Schliche zu kommen ist fast unmöglich. Eine Rasseliste mit dazu gehörigen Verboten und Zwängen trifft also LEIDER nur den seriösen Hundebesitzer, welcher seinen Hund ordnungsgemäß angemeldet hat und mit ihm auch normal umgeht.

Fakt ist auch, dass schon immer Menschen durch Hunde ums Leben kamen, egal von welcher Rasse! (Siehe Vorfall Husky tötet Baby)

Fakt ist auch, dass Politiker wie Sie, durch Presse und Medien unter Druck und Handlungsbedarf gesetzt werden und Ihnen die Richtung fast auf erzwungen wird! Politiker, die nicht wirklich mit der Materie Hund-Rassen-Wesen zu tun haben, folgen meist den recht dummen Ideen der Presse und Medien. Leider ungerecht und oft dumm.

Rassenhass sollte doch nach 1944 ausgestorben sein. Kein Lebewesen einer RASSE hat bestimmte Eigenschaften im Genpool. So eignet sich nicht jeder Schäferhund zum Polizeidienst, es eignet sich nicht jeder Jack Russel für die Jagd und nicht jeder Golden Retriever eignet sich als guter Familienhund (siehe Hans Meiser).

Eine der wichtigsten Fakten ist wohl, dass die sog. Listenhunde (Kampfhunde) alles andere als kampfbereit gegen den Menschen sind. Die Historie dieser Hunde liegt im HUNDEkampf. Die armen Kreaturen mussten gegen Artgenossen antreten und sich in ihrem Beißrausch von Menschenhand aus dem Kampf trennen lassen, ohne diesen zu verletzen!! Hunde, die eine sog. Übersprungshandlung bekamen und einen Mensch gebissen haben, wurden noch an Ort und Stelle getötet. Es wurde von diesen Hunden eine enorme Loyalität gegenüber dem Menschen verlangt und durch harte Selektion angezüchtet. -2-

Daher ist es weit aus schwieriger, einen sog. Kampfhund dem Menschen gegenüber aggressiv zum machen, als einen Wach- oder Hütehund. Ich spreche da aus langjähriger professioneller Erfahrung!

Gebrauchshunderassen (wie der Dobermann, Schäferhund, Boxer, Rottweiler usw.) werden seit hunderten von Jahren mit dem Kriterium der Mannsschärfe gezüchtet. Diese Rassen werden nach Schärfe und Trieb selektiert und müssen für ihre ZUCHTTAUGLICHKEIT Prüfungen bestehen, bei denen sie Menschen am Ärmel oder Anzug beißen müssen. Diese Selektion wird wie gesagt seit hunderten von Jahren betrieben.

Erkennen Sie vielleicht hier einen Unterschied zu „Kampfhunden“?

Kurz um…Kampfhunde durften Menschen NICHT beißen….und Gebrauchshunde MÜSSEN Menschen beißen! Da ist es doch gerade zu lächerlich, Kampfhunde als gefährlich einzustufen.

Die Beißstatistik zeigt GANZ KLAR, dass der deutsche Schäferhund mit über 55% aller Angriffe auf den Mensch, die wohl gefährlichste Rasse ist! Auch wenn es prozentual mehr Schäferhunde als Listenhunde gibt, müssen doch trotzdem die Menschen auch von dem Hund geschützt werden, der die meisten Beißunfälle verursacht.

Oder geht es gar nicht darum Menschen zu schützen???

War nicht bei dem jüngsten Unfall mit den Staffordshire Bullterriern auch wieder ein Husky dabei??? Meiner Information nach war dies der Fall. Doch wird das in Medien und Presse nicht erwähnt. War es gar der Husky, der das Kind als erstes gebissen hat und die Staffordshire Bullterrier sind durch den Rudeldrang leider mit auf das arme Kind losgegangen? So ist es der zweite Unfall in kürzester Zeit, bei dem ein Husky mit beteiligt ist an dem Tod eines Kindes!!

Sehr geehrter Herr Dr.Huber, wenn Sie die Bevölkerung wirklich vor Hundeangriffen schützen wollen, dann schaffen Sie eine wirksame Verordnung. Bringen Sie alle Rassen und deren Besitzer unter Kontrolle, indem Sie einen Hundeführerschein für alle Hundebesitzer einführen. Theorie für den Besitzer, Praxis für den Hund. Auf diesem Weg können unfähige Hundehalter rausgefiltert werden, um mit deren Hunden Unfälle zu vermeiden. Des Weiteren wird in der Praxis auch das Wesen des Hundes sichtbar, um unverzüglich aggressive Tiere, gleich welcher Rasse, zu erkennen und aus zu sortieren. Alle Hunde über 40 cm oder über 20 Kg können dem Menschen gefährlich werden. Daher wäre dieses Maß ein Anfang der Selektion für einen Führerschein.

Statt Zuchtverbot für eine Rasse aus zu sprechen, sollte besser eine KONTROLLIERTE Zucht bestand haben und Hunde aus eben NICHT-kontrollierter Zucht verboten werden. Jeder Hundebesitzer muss nachweisen woher der Hund stammt, um Kofferraumtransporte aus dem Osten und Hinterhofzucht einzudämmen. Denn meist sind diese Hunde, wegen schlechter Aufzuchtsbedingungen, diejenigen welche unkontrolliert zubeißen!

Mit einer Rasseliste würden Sie nur das Problem verlagern! Menschen, die sich einen aggressiven Hund halten wollen, werden auf andere Rassen wie den Malinios oder den Rottweiler umsteigen. So werden in wenigen Jahren wieder Menschen ihr Leben lassen müssen, weil sie vor diesen Menschen nicht geschützt wurden!



-3-

Es ist für Sie einfach eine Rasseliste zu erstellen und diese mit Verboten und Sanktionen zu verhängen. Es ist aufwendiger und schwieriger eine wirklich vernünftige Verordnung zum Schutz der Bevölkerung zu schaffen. Aber was von beidem macht denn wirklich Sinn? Ich für meine Person möchte nicht das Blut eines Kindes, oder das eines anderen Menschen an meinen Fingern kleben haben, weil ich die Augen davor verschließe, dass andere Rassen mindestens genauso gefährlich sind, wie sog. Listenhunde und ich diese Rassen nicht kontrolliere! Das Schicksal des kleinen Mädchens ist unendlich schrecklich!!!! Ich wünschte ich könnte es ungeschehen machen!! Jedoch war es keine RASSE, welche getötet hat, sondern HUNDE! Vor 3 Wochen tötete ein Husky ein kleines Baby….dieser KILLER kommt ins Tierheim und wird nach kurzer Zeit erneut in eine Familie vermittelt!!!???? Was passiert in Deutschland?? Sind die Politiker zu faul, oder zu dumm zum denken??? Wann tötet dieser Hund das nächste Kind?? Ach…ich vergaß…es ist KEIN Kampfhund! Ein Husky darf hier ungestraft töten und dann entspannt in einer neuen Familie weiter leben?? Das ist doch ein WITZ! Ein sehr trauriger….

Herr Huber, tun Sie etwas zum Schutz der Bevölkerung, zum Schutz von Kindern. Machen Sie Aggression nicht an einer RASSE fest, sondern schützen Sie vor einer Spezies, indem Sie vor ALLEN aggressiven Hunden schützen und nicht in die „alten“ deutschen Schuhe steigen und eine RASSE für etwas verantwortlich machen, wofür sie gar nichts kann!

Ich bin für Fragen, Hilfe, Beratung und Fakten gerne jederzeit für Sie da. Wenn natürlich ein unbekannter Hundeausbilder wie ich es bin, bei Ihnen keinen Zuspruch findet, bitte ich Sie, sich an anerkannte Gutachter und Verhaltensforscher zu wenden, um aus einer dummen Blitzverordnung eine gut überdachte und wirklich wirksame Verordnung zu erarbeiten. Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen









Angelo Rathfelder
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Kommentar 211

04.07.2010 23:20:00 von Nadine Ahrens
Hallo!

Ich selber habe einen 10 Jahre alten Staffordshire Terrier aus dem Tierheim geholt. Er versteht sich im Haushalt sehr gut mit anderen Hunden und auch Kinder bekommen sofort einen feuchten Kuss ins Gesicht(JA ohne Blutvergiessen). Er wurde schon mehrmals vom Pekinesenmix meiner Mutter "gebissen" und seine einzige Reaktion ist es sich umzudrehen und zu gehen! Trotz dessen das ich ihn Niedersachsen lebe, werde ich diskriminiert. Es ist fast unmöglich eine Mietwohnung zu finden, Freunde und Verwandte die sich von mir und meinem Hund distanzieren aus Angst, Menschen die ihre Kinder auf den Arm nehmen und die Strassenseite wechseln. Und das sind nur wenige Beispiele. Es macht mich sehr traurig und wütend das es tausenden Menschen so geht wie mir, ganz zu schweigen von den mehreren 1000 "Kampfhunden" die in Tierheimen sterben müssen, weil Menschen nicht nachdenken können und wollen.

Politiker sollten diese Hunde einmal kennen lernen, damit sie wissen wen sie da überhaupt (zum Tode in Tierheimen) verurteilen.

Wenn ein "Kampfhund" zubeißt, wird es in den Medien breit getreten(bitte nicht falsch verstehen, es tut mir unendlich leid um jede verletzte Person), doch wenn es ein "normaler" Hund ist, wie z. B. von Frau Manuela Witzleb berichtet eine Französische Bulldogge, wird über soetwas nicht in Fernsehen, Radio und Zeitungen berichtet.

Ich bitte darum sich einmal die Beißstatistiken durch zulesen,denn dafür wird so etwas doch gemacht, die wirklichen Experten anzuhören(und damit meine ich nicht die Bildzeitung und co.) und diesen Hunden eine Chance zu geben IHNEN zu beweisen was sie wirklich sind. Denn diese Hunde wurden NICHT für Kämpfe gezüchtet, sondern als kräftiger, robuster Hund mit hoher Reizschwelle um ein perfekter Familenhund zu sein, mit dem die Kinder spielen können ohne gebissen zu werden wenn sie zu grob werden und sich trotzdem ihr Futter inform von Ratten selbst besorgen können. Erst später wurden diese Hunde von MENSCHEN dazu abgerichtet welcher wohl die meißten Ratten töten kann und danach zu kämpfen untereinander. Denn das wissen die wenigsten Menschen.
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Über Hund und Mensch

04.07.2010 18:54:00 von Laura W.
Sehr schön, dass das völlig unqualifizierte Kommentar des /der J.B. gelöscht wurde. Nein, so eine verbale Grütze braucht wirklich niemand von sich geben, das ist geistiger Abfall par excellence. Hundehalter ins Gefängnis? Eine "Brandmarkung" für Halter gewisser Hunderassen? In welchem Jahrhundert leben wir denn? Und das Beste: Warum die Polizei Hunde braucht? Damit kriminelle, moralisch verwahrloste Einheiten der Gattung "homo sapiens" schneller hinter Gittern kommen und / oder rascher u. effizienter zur Vernunft gebracht werden. Von dem Aufspüren gefährlicher Rauschmittel dank herausragender Hundenasen ganz zu schweigen. Der Hund, der beste Freund des Menschen. In den richtigen Händen kann jeder Hund zu einem Goldstück werden. Man sollte dafür Sorge tragen, dass die Hand, die den Vierbeiner füttert, sich seiner würdig erweist. Dann braucht es keine Gesetze, keine Listen, nichts Aussonderndes und Geringschätzendes, durch das Hundehalter diffamiert werden. Wenn schon Listen, dann für moralisch abtrünnige Zweibeiner ohne Verantwortungsbewusstsein, nicht für Hunde.
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Nicht die Schuld von J.B.

03.07.2010 02:54:00 von Konstantin D.
Es ist nicht die Schuld von J.B. und anderer Leute, die ähnliche Meinungen vertreten. Woher sollen diese Leute zu einer anderen Meinung gelangen, wenn in den Medien nur über Vorfälle mit "Kampfhunden" berichtet wird? Oder wenn Politiker durch Rasselisten den Eindruck erwecken, dass "Kampfhunderassen" von Natur aus gefährlicher und deren Halter problematischer sind? Ich bin nicht auf solche Leute böse, sondern auf die Politik, die Bürger mit solchen Hunderassen im Regen stehen lässt und sogar Öl ins Feuer gießt. Warum schafft es Herr Huber nicht, bei seiner ursprünglichen Meinung zu bleiben und dazu zu stehen, dass Rasselisten Quatsch sind? Statt seriös vor zu gehen und den Leuten die Angst zu nehmen, in dem man ihnen die Fakten nennt und zwar, dass der Normalbürger nicht gefährdet ist und keine Sorge zu haben braucht, werden populistische Gesetze beschlossen.
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"Alle Hunde verbieten"

01.07.2010 19:54:00 von Barbara Telker
Herr oder Frau J.B., ich kann nur sagen: zum glück geht es NICHT nach ihnen. sicher plädieren sie auch für die ausrottung aller haie, schließlich sterben weltweit mehr menschen durch haibisse als durch "kampf"hunde. bitte vergessen sie auch nicht die bienen! auf derren konto gehen jährlich allein in deutschland bis zu 20 tote. wenn sie schon dabei sind, voten sie doch bitte auch für die ausrottung von palmen, schließlich werden im jahr weltweit mehr menschen von herunter fallenden kokosnüssen getötet, als durch haibisse. ich denke, sie fahren auch kein auto - mit diesen wütenden rasern in einem topf geworfen zu werden, auf derren konto jährlich sogar tausende todesopfer gehen, ist sicher das letzte, was sie möchten! und vergessen sie auch nicht die motorräder, gehören ja schließlich auch zu den "mördern der straße"... sehen sie, wohin solch eine argumentation (falls man es noch so nennen kann) führt?? sie schreiben, alle namen der halter von listenhunden müssten öffentlich gemacht werden. gut, fangen wir an: ich heiße barbara telker. und sie haben recht, mein hund macht nix für die rente. warum auch? schließlich zahle ich 420 euro steuern im jahr, die im allgemeinen haushaltstopf der stadt fließen. aber ich denke über ihre klasse idee nach, kinder zu zeugen, damit ich schnell noch 5,6 oder gar 10 arbeiter hinbekomme, die ihre rente zahlen... bitte lassen sie die kirche doch einmal im dorf!

zu ihren typischen milchmädchenweisheiten über die hunde: 1. Listenhunde sind nichts aggressiver als andere hunderassen auch. im gegenteil, ihnen wurde eine enorm hohe reizschwelle angezüchtet, das heißt, dass es wesentlich mehr provokation benötigt, einen staff zum beißen zu bringen, als einen schäferhund, dackel oder eine andere als "ungefährlich" geltende rasse. lesen sie hierzu bitte (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien) 2. sie behaupten, diese hunde hätten mehrere tonnen beisskraft. einschlägige untersuchungen mithilfe von z.b. transpondern als messinstrumente gab es bei den listenhunden zwar bisher nicht, aber anatomische untersuchungen ergaben eindeutig, dass ein hund umso kräftiger beisst, desto mehr die anatomie seines schädels die des wolfes, also des urahnes, gleicht. dies ist bei schäferhunden und vielen nordischen rassen (zb. husky) der fall. zudem ist der weiße hai das tier, von dem man bisher annimmt, es sei mit der höchsten beisskraft ausgestattet. die liegt bei sagenhaften 1,8 tonnen. wenn man nur etwas ahnung von physik hat (tip:hebelwirkung), wird man sofort erkennen, dass ein hund, würde er mit so einer kraft zubeißen, unweigerlich den eigenen schädel zertrümmern würde.lesen sie hierzu bitte: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien) 3. längere zähne im maul? vielleicht meinen sie den markanten dens canis, also den eckzahn. klar, wenn ein hund friiedlich gähnt, sieht dieser zahn schon sehr böse aus... aber auch dieser zahn ist ein erbe des urahnes der modernen haushunde und ist zudem nun mal eine typische anatomische "ausstattung" eines jeden beutegreifers, zu denen auch nun einmal JEDER hund gehört, egal, welche größe. auch die aussage, dass diese hunde keinen schmerz empfinden, ist absoluter humbug. listenhunde sind sehr nah mit anderen hunderassen verwandt. dies sagt schon der ausdruck "rasse": JEDER hund gehört aber letztendlich zu einer ART. und jeder hund zeigt die typischen anatomischen merkmale eines säugenden wirbeltieres, wozu ein sehr ausgeprägtes netz von nerven zählt. auch listenhunde können schmerz empfinden. dies wird ihnen JEDER tierarzt bestätigen, fragen sie nur einmal nach!! 4. Würden sie nach dem zubeißen nicht mehr loslassen, würde es längst keine listenhunde mehr geben, schließlich würden die dann im zarten alter von wenigen wochen bereits an ihrem spielzeug ersticken. oder an ihrem kauknochen. oder an einem ball. oder am futter. wenn sie pech haben, würde sie bereits die zize der mutterhündin umbringen. auch hier fragen sie bitte ruhig JEDEN tierarzt.

so, nachdem ich hier alles mit seriösen quellen belegt habe, bzw. in den letzten punkten drauf hinwies, dass sie bitte tierärzte fragen sollten, bin ich gespannt, mit welchen quellen sie ihre "weisheiten" rechtfertigen. ich wette, durch die lektüre der bild-zeitung...

Mit freundlichen Grüßen Barbara Telker
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Sehr geehrter Herr J.B.

01.07.2010 18:49:00 von Claudia
Ehhhh Herr J.B; Ihnen ist schon aufgefallen das Holland das Hundegesetzt gestrichen hat, weil es 0 (Für Sie nochmal in Worten "n u l l") gebracht hat. Sie möchten sicherlich auch, dass die Motorradfahrer ausgerottet werden weil das sind ja alle tätowierte Gangster. Kleiner Tipp: Öffnen Sie mal Ihre Haustür und schauen in die weite Welt hinaus. Wir sollen Kinder in die Welt setzten? Wozu? Damit wir noch mehr potenzielle Kriminelle haben. Ein Hoch auf die rückgängige Geburtenrate. Was ist eigentlich mit den Dackeln oder den Chihuahuas, durch die auch bereits Kinder ums Leben gekommen sind? Ups, das wusste Sie noch nicht Herr J.B. Also doch mal die Haustür öffnen und Frischluft schnuppern. In diesem Sinne....
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Kommentar Nr.81

01.07.2010 18:45:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kommentar Nr.81 verstößt in vielen Punkten den Blog Regeln. Ich fühle mich persönlich Angegriffen und beleidig, ich bin treuer Staatsdiener und lasse mich hier nicht öffentlich als asozial titulieren, sollte dieser Beitrag nich umgehend gelöscht werden werde ich rechtliche Schritte gegen sie und den Autor einleiten.

Mit Freundlichen Grüßen

Markus Herwig
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Kommentar 217

01.07.2010 17:38:00 von Tobias
@J.B.: Man merkt, dass Sie null Ahnung von Hunden haben (davon aber ziemlich viel). Dass diese so genannten Kampfhunde keinen Schmerz empfinden, ist blanker Unsinn. Die Beißkraft dieser Hunde ist nicht größer als bei anderen größeren kräftigen Hunden. Wer sind Sie, dass ausgerechnet Sie sich als Richter über Gut und Böse, wertes und unwertes Leben aufspielen, bitte? Dummheit sollte höchstens verboten werden, dann wären die Straßen und diverse Foren jedoch nahezu menschenleer. Genau, die Leute täten besser daran, sich hemmungslos zu vermehren, damit noch mehr Kinder unter der Unzulänglichkeit der Eltern zu leiden haben und perspektivlos ihren Frust an Mitmenschen auslassen... Um die Eindämmung der steigenden Jugendkriminalität sollten sich die Politiker mal besser intensiv kümmern, als wahren Hundefreunden, die ihre Vierbeiner gleich welcher Rasse artgerecht und vorbildlich erziehen mit sinnlosen Rasselisten, Gesetzen und ähnlichem das Leben schwer zu machen.
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Kommentar 218

01.07.2010 16:39:00 von D. Szymanski
Ich bin fassungslos, dass Sie als verantwortliche Politiker trotz besserem Wissen nur in blinden Aktionismus verfallen können. Die Stellungnahmen von Experten zum Thema "rassebedingte Gefährlichkeit von Hunden" werden völlig ignoriert und selbst die von Ihnen aufgestellten Beißstatistiken werden nicht berücksichtigt - statt dessen übernehmen Sie die Schlagargumente der Boulevardpresse und längst überarbeitungswürdige Gesetzestexte anderer Bundesländer, und vorverurteilen/diskriminieren somit pauschal Hunde bestimmter Rassen und kriminalisieren deren Halter.

Und wieder werden hunderte Familienhunde, die nie auffällig geworden sind, darunter leiden müssen!

Zwangskastrationen selbst bei alten, kranken Hunden, die eine Narkose/Operation nicht überleben werden.

Hunde, die seit Jahren unauffällig in ihren Familien leben, werden ins Tierheim gebracht, weil sich z.B. Mitmieter nicht mit "diesen" (nun vom Gesetz her als gefährliche eingestuften) Hunden im Haus leben möchten oder Vermieter die sich weigern, dass die Beschilderung an den Wohnungstüren angebracht wird. Verantwortungsvolle Hundehalter, die bedingt durch eine Vorstrafe, die Haltervorraussetzungen nicht erfüllen können und gezwungen werden ihren Hund ins Tierheim zu bringen. Aber vor allem werden sehr viele Menschen nicht mit dem öffentlichen Druck und Anfeindungen umgehen können und sich von ihrem Hund trennen, um wieder "normal" leben zu können.

Welche Chancen auf Vermittlung werden diese Hunde im Tierheim noch haben? Wird man bei der Übernahme eines Stafford Terriers aus einem Tierheim zukünftig auch "den besonderen Bedarf an diesem Hund nachweisen müssen, der nicht durch Hunde anderer Rassen gedeckt werden kann"? ( ....ja, warum entscheidet man sich für einen bestimmten Hund? Hund ist schließlich Hund! ...und ob man nun dem Stafford Terrier aus dem rechten Zwinger oder dem Cocker Spaniel aus dem Zwinger daneben ein Zuhause gibt, müsste doch egal sein oder? Egal ob nun dieser spezielle Stafford Terrier alle Eigenschaften in sich vereint, die man von seinem neuen Hausgenossen erwartet - bestimmt sitzt in irgendeinem Tierheim in Thüringen ein Hund einer "nicht gefährlichen Rasse" ein, der auch alle Anforderungen erfüllt...) Herr Huber, was passiert mit diesen Hunden? Werden sie lebenslang im Tierheim verbleiben müssen oder gibt es schon Pläne für eine "schnelle" und vor allem kostengünstige Lösung?

Es bleibt nur zu hoffen, dass Hundehalter, Tierschutz/Tierheime, Zuchtverbände und Fachleute geschlossen auftreten werden, damit dieses Gesetz in dieser Form verhindert wird!
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"Beitrag" von J.B. Thema "Ausrottung"

01.07.2010 15:44:00 von S. Pessel
"Lieber" J.B., tja, wenn es die BILD schon nicht schreibt, dann hinkt man halt mit den Info's hinterher...... Die Niederlande haben ihr Kampfhundegesetz "RAD" bereits vor zwei Jahren wieder ABGESCHAFFT !! Begründung: Es hat sich ERWIESEN, das so ein Gesetz keinerlei Einfluß auf die Beißunfälle mit den sog. Kampfhunden hat !! Von daher hat die regierung völlig RICHTIG reagiert, hat dieses unsägliche Gesetz gecancelt und jetzt wird in Einzelfallentscheidungen - egal gegen welche Rasse - entschieden. So ein Pech aber auch, gelle........
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Kommentar 220

01.07.2010 11:28:00 von Fr. Müller
Ich finde es echt schlimm das man über darüber Disskutieren muss ob es sinnvoll ist eine Rasse auszurotten oder nicht. armes Deutschland....
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Halter von Kampfhunden sind auch Menschen

30.06.2010 16:03:00 von Fischermann
Vor dem Vorfall war die Welt noch in Ordnung. Einen Tag später, werden solche Hunde und deren Halter wie eine ansteckende Krankheit behandelt, die sofort und mit strengen Maßnahmen ausgerottet werden soll. Diese abwertende und verächtliche Behandlung durch den Staat spiegelt sich natürlich auch in dem Verhalten der Bevölkerung wieder. Wie soll man sich sonst erklären, dass man aus fahrenden Autos mit Getränkedosen beworfen wird und mit aufgeplatzter Lippe, blutend am Straßenrand steht und niemand zu einem kommt, um einem zu helfen? Wie soll es sonst zu erklären sein, dass mir andere Menschen unter wüsten Beleidigungen und Beschimpfungen vor die Füße spucken? Wie ist es sonst zu erklären, dass mir Passanten sagen, mich und meinen Hund sollte man vergasen? In Krisenzeiten sucht man sich Sündenböcke. Und wenn man welche sucht, findet man diese auch. Nur wenn es sich dabei um Menschen handelt, die geopfert werden, nimmt das ganze erschreckende Dimensionen an. Jedes Thema und jede Zeit hat ihre speziellen Sündenböcke. So haben die Manager die Weltwirtschaftkrise verursacht, die Zeitarbeit hat das Lohndumping zu verantworten, Computerspiele provozieren Amokläufe an Schulen, ausländische Jugendliche machen die Straßen unsicher, BP ist für die Umweltkatastrophe verantwortlich, die Freiheit bzw. fehlende Kontrolle des Internets ist schuld an der Verbreitung von Kinderpornographie etc. Kampfhunde und deren Halter sind für Beißvorfälle verantwortlich. Erschreckend ist dabei, wie achtlos und respektlos Halter solcher Hunde dabei behandelt werden. Halter solcher Hunde werden nicht nur durch die Medien als asoziale und kriminelle Menschen dargestellt, sondern dies wird auch durch die schärfe und Unnachgiebigkeit der Gesetze untermauert und bestätigt. Die Leute sollen kein Mitleid mit diesen Haltern haben. Die Rattenfänger stehen wie immer zur Stelle.
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Kommentar 222

30.06.2010 15:46:00 von Tessa
Was bringt denn das Ausrotten von sogenannten Kampfhunden? Das Einzige was es bringt, ist das importieren von Hunden aus dem Ausland. Die haben dann Krankheiten, Gendefekte etc.

Ich bin auch der Meinung, dass Rasselisten nichts bringen.

1.An Beißattacken kann man, dass nicht festmachen, weil ja wie schon geschrieben wurde, dass Schäferhunde etc. ganz oben stehen. Also müssten, die auch mit auf so eine Liste!

2.Die Beißkraft kann auch nicht der bestimmende Faktor sein, weil Schäferhunde eine viel höhere Hebelwirkung haben, als z.B. Staffs.

Der Hundeführerschein wäre sicher eine gute Sache, aber ich kann danach meinen Hund immer noch abrichten und es wird nicht kontroliert. Deswegen müssten die Bürger schon rechtzeitig über auffällige Tiere oder schlechte Haltung berichten -egal bei welcher Rasse. Nur so können Zwischenfälle vermieden werden.

P.S. Wenn jeder Überfall von Tieren auf Menschen, so ausartet, dass man die Rasse/Tierart ausrotten möchte, würden irgendwann nur noch Menschen auf der Erde leben.
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Kommentar 223

30.06.2010 12:33:00 von Tamina
Rassenwahn im Jahre 2010, nahezu jeder Mensch verfügt über ein iPhone, einen PC, ein Notebook oder wenigstens ein Handy. Jedoch der Gebrauch des Gehirns, dessen Besitz ich mal jedem homo sapiens per se unterstelle, wird nur von wenigen Individuen großgeschrieben. Blinder Aktionismus, die Verhetzung einzelner Hunderassen können keine effektive Lösung sein. Die meisten Beißvorfälle ereignen sich innerhalb der Familie und im Bekanntenkreis, weil ein Hund falsch eingeschätzt wird. Ja, und dabei handelt es sich oft um die hoch gelobten Golden Retriever, Border Collies, Schäfi-Mixe, Dackel etc. sprich: um Hunde der unterschiedlichsten "Rassen". Es bedarf Aufklärung, ein Hundeführerschein für JEDEN Hundebesitzer wären nötig, damit weder der oft missverstandene Hund noch die ahnungslose Umwelt zu leiden haben. Wenn ein Mensch, noch dazu ein hilfloses Kind durch einen Hund zu Tode kommt, ist das mehr als dramatisch. Dafür konnte das kleine Mädchen nichts. Aber genauso wenig sind daran alle unbeteiligten Staffis & Co. dieser Welt Schuld.

Warum müssen andere Hundeindividuen für die "Taten" einzelner in den Medien gepushten Hunde bestraft werden?

Das ist ungefähr so, als wollte man alle Motorradfahrer als Mörder vor Gericht bringen, weil einer davon einen Menschen überfahren hat!

Nebenbei bemerkt: War nicht auch ein Husky an der Beißattacke beteiligt? Ein Hund ist in erster Linie ein Hund, der seinen Instinkten folgt. Das kann man in jedem besseren Sachbuch über den canis lupus familiaris nachlesen. Der Mensch ist dazu in der Lage, aus nahezu jedem Hund eine Kampfmaschine machen, wenn er es darauf anlegt. Heute sind es Staffis und Bullterrier, morgen Schäfis und Doggen und übermorgen Zwergpudel und Cockerspaniel, die sich nicht mehr vermehren dürfen und als Sündenbock der verblendeten aufgewiegelten Gesellschaft herhalten müssen, weil von ihnen angeblich erhöhtes Gefahrenpotenzial ausgeht... Und was kommt als nächstes? Geht es den Stubentigern an den Kragen, weil eine Perserkatze ein Kind mehrfach ins Gesicht gekratzt und gebissen hat?

Ihr Gesetz hilft nicht, es schürt lediglich die Angst bei unwissenden Leuten und packt das Übel nicht an der Wurzel. Ich bin entsetzt.
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Eine Schande, wie mit Bürgern umgegangen wird.

30.06.2010 02:09:00 von Rudi Schelzig
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss mich meinen Vorrednern anschließen. Tausende von Verkehrstoten sind es nicht wert, dass ein Tempolimit verabschiedet wird, um die Automobilindustrie nicht zu verärgern. Tausende Krebskranke sind es nicht wert, dass man den Verkauf von Zigaretten verbietet. Das Gleiche gilt für dei Folgen des Alkoholkonsumes, der jährlich tausende Opfer fordert und für Gewalttaten und familiere Tragodien verantwortlich ist. Statt dessen will man die Bevölkerung mit populistischen Gesetzen gegen Kampfhunde für dumm verkaufen. Hauptsache Kampfhunde werden verboten, dann können wir wieder beruhigt alle anderen Probleme vegessen.
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Noch etwas...

29.06.2010 17:47:00 von Barbara Telker
Ich komme nicht drum rum, meine Erfahrungen mit diesen Hunden näher zu erläutern. Sie wurden seit Beginn ihrer Zucht auf Charackterfestigkeit, Mut, Ausdauer, Intelligenz und absoluter Loyalität gegenüber "ihren" Menschen gezüchtet. So habe ich bisher ALLE Listenhunde, die ich kennen lernen durfte, erlebt. Meine eigene Hündin kommt aus dem Tierheim. Dort saß sie fast zwei Jahre. Die drei Jahre davor verbrachte sie bei einem Messipaar, was aufgrund fehlender Papiere den Hund einfach in der Wohnung versteckt hielt. Zum machen wurd sie einfach auf den Balkon gesperrt. Dort wurde sie bei Wind und Wetter auch öfters ohne Wasser oder Fressen "vergessen". Aufmerksamen Nachbarn war es letztendlich zu verdanken, dass die Hündin beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht wurde. Kommentar der ehemaligen Halter "Endlich is die weg, die war sowieso unberechenbar und hat nur gebissen!" Im Tierheim jedoch begriff sie sehr schnell, dass sich jetzt um sie gekümmert wird, dass sie wieder Gassi gehen, spielen und schmusen darf, dass sie regelmäßig fressen bekommt. Sie entwickelte sich wahnsinnig schnell zu einem sehr geduldigen, freundlichen, lernwilligen Staff, so, wie diese Hunde einfach sind. Dies ist ebenfalls ein Vorzug ihres Charackters: Sie sind unheimlich Anpassungsfähig. Sobald sie in verantwortungsvolle und erfahrene Hände kommen, entwickeln sie sich sehr schnell zu top Hunden! Ein Schäferhund oder Labrador, der so eine Vorgeschichte hat, würde sicher Jahre brauchen, bis er dem Menschen wieder vertraut...wenn überhaupt. Diese Hunde werden in GB und den USA bevorzugt (!) als Therapiehunde für Kinder, Behindertenbegleithunde, Polizeihunde, Suchhunde usw. eingesetzt, aufgrund ihrer Geduld und Loylität. Der Rettungshundeweltmeister 2009 ist ein Staffordshire Terrier. Wie konnte es nur so weit kommen, dass diese Hunde in Deutschland einen so abtrünnigen Ruf "genießen"? "Die größten Laster der Menschheit - Neid und Dummheit." formulierte Bernhard Pompey es sehr treffend... Ich kann verstehen, dass viele Menschen Angst vor Hunden haben. Ich kann ebenfalls verstehen, dass grad die difamierten Rassen vielen Menschen aufgrund der subjektiven Berichterstattungen noch größere Angst einflößen. Aber ich kann absolut NICHT verstehen, warum der Mensch bei diesem emotionalen Thema jeglichen Intellekt ausschaltet und nicht endlich anfängt, selber zu denken!! Im Fall des vor Jahren in Hamburg getöteten Volkans von 2 Pit Bulls unterlagen BEIDE Hunde der Leinen- und Maulkorbpflicht. Die Einhaltung wurde KEIN EINZIGES mal überprüft. Gar die Beschwerden der Anwohner, dass der Halter der Hunde diese bewusst abrichtete, an Bäumen band, auf Schaukeln hetzte und schlug, dass er diese sogar oft ohne jegliche Aufsicht laufen ließ, wurde KEIN EINZIGES MAL überprüft. Als es zu spät war, wurde ganz Hamburg gegen alle Halter, die einen solchen Hund haben, polarisiert. Es wurden die Hamburger Hundehallen eingerichtet, in denen systematisch eingezogene Listenhunde (selbst angemeldete, Maulkorbbefreite, gar welche, die die Begleithundeprüfung und höhere Erfolge im Hundesport zu verzeichnen hatten) nach einer Übergangsfrist einfach getötet wurden. Der Fall des Pit Bull Baxter brachte dieses stupide Vorgehen auf einem traurigen Höhepunkt: Er war zu dem Zeitpunkt 8 Jahre alt, lebte von Welpenalter an in einer Familie mit drei Kindern, war auch bei Nachbarn sehr beliebt. Er musste einen Wesenstest ablegen. Im Verlauf dieses Tests wurde er von den Prüfern sogar geschlagen. Baxter wehrte sich nicht. Das ernüchternde Ergebnis: Baxter sollte noch am gleichen nachmittag eingeschläfert werden, da er andere Hunde angebellt hatte. WELCHER HUND BELLT NICHT?? Die Halterin bekam noch den Hinweis, dass sie innerhalb von 2 Wochen Widerspruch einlegen könne. Zwecklos, der Hund wurde tatsächlich noch am gleichen Tag getötet. Man kann sich vorstellen, welche Folgen dieser Verlust bei den Kindern auslöste... Es darf einfach nicht noch mal so weit kommen. Ich appelliere an ALLE: Informieren sie sich über diese Hunde, gehen sie in Tierheime, lernen sie sie einmal "in echt"kennen!!! Es sind so wundervolle Tiere! In meinen Augen sind Sachkundenachweis, chippen und Haftpflicht durchaus sinnvoll - aber bitte für ALLE Hunde!! Damit könnte sicher jeder gut leben. ABER: Die Gefahr von Übergriffen auf Menschen wird dabei sicher nicht vermindert. Auch in Deutschland floriert die illegale Szene der Hundekämpfe mehr denn je. Die dafür misshandelten Hunde werden bewusst Verhaltensgestört aufgezogen, unter Drogen und Anabolika gesetzt. Sie erreichen selten ein Alter von 3 Jahren. Solche illegale Machenschaften finden WÖCHENTLICH auch mitten in Deutschland statt. HIER ist ein Eingreifen seitens des Staates überfällig!! Weitere, sehr informative Hintergründe zu dem Thema: http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=30285732&aref=image035/E0412/ROSP200401300660068.PDF&thumb=false Wie es in diesem Artikel heißt, wird diesen Hunden bewusst eine genetische Disposition angezüchtet. Es wird Zeit, dass die Bevölkerung endlich aufgeklärt wird: DIESE Hunde haben mit seriös gezüchteten Listenhunden NICHTS gemeinsam! Sie sind traurige Opfer der Menschlichen Geldgier, sonst nichts... Es ist echt zum heulen, wie wenig darüber berichtet wird. Statt dessen bevorzugen die Medien es, immer weiter fleißig den Ruf dieser Hunde zu versauen, alle Halter ins kriminelle Image zu rücken...Unfassbar, dass diese Medienmanipulation in einem land wie Deutschland in der heutigen Zeit noch möglich ist...
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Tödlicher Beißunfall mit Kind

29.06.2010 17:30:00 von Markus Herwig
was hätte das geplante gesetzt hier ran geändert

Landesordnungsamt NRW : 0211 - 89-29106 (Allgemeine Verwaltung; Weiterleitung, etc.) / Worringer Str. 111







„Protokoll:



Kindstod durch Hundebiss am [….]



Rasse (vermutet):Schäferhund-Mix; Malinois; Hollandse Herder; ca. 6 Jahre; Herkunft zu ermitteln; Zustand des Tieres nach erstem Gutachten: tot durch Kopfschuss, ausgeführt von […]

Markant: Rechter Reißzahn abgebrochen (frisch); Verletzungen an Zunge und Zahnfleisch



[…]



Zum Hergang die Aussagen der Zeugen […] :



Der Hund war in Pferdebox 80D (geöffnetes Fenster zum Innenhof) eingesperrt, als Frau […] mit ihrer Tochter den Innenhof des Reiterhofes […] in […] betrat. Während Frau […] sich um ihre Pferde bemühte, blieb ihre Tochter auf dem Innenhof zurück, um mit ihrem Ball zu spielen. Die Pferdewirte Hans-Rudolf […] und Marissa […] bemerkten anhand des Gebelles und des Springens, dass der Hund in der Pferdebox unruhig wurde. Noch bevor die Besitzerin Frau […] zu ihrem Hund gerufen werden konnte, sprang dieser durch das geöffnete Fenster der Pferdebox und attackierte das spielende Kind. Den Ball missachtend brachte der Hund das Kind zu Fall und biss das schreiende, sich wehrende Kind in Schulterbereich, Hals und Gesicht.

Der Zeuge Hans-Rudolf […] beschreibt, dass der Hund wie im Blutrausch immer wieder ins Fleisch des Kindes biss. Dabei zeigte er keinen ruhigen Griff, sondern riss die Wunden.

Der für das Revier zuständige Jäger Dr. […] und Pferdewirt Hans-Rudolf […] zogen den um sich beißenden Hund vom Körper des Kindes und sperrten ihn in die Sattelkammer 04D. Dabei fügte der Hund den Zeugen Fleischwunden an Händen, Unterarmen und Oberschenkeln zu. Der Hund reagierte auf kein gegebenes Ablasskommando und ließ sich weder durch ruhige Bewegungen, noch durch geschultes Durchgreifen beeindrucken und zur Ruhe bringen.



Verantwortlich für das weitere Geschehen erklärt sich die Geschäftsführerin des Reiterhofes […] Frau Jennifer […]. Ihren Aussagen zu Folge, habe sie den betreuenden Tierarzt des Hofes und die Hundebesitzerin nicht erreicht und veranlasste das anwesende Personal den Hund zu erschießen, mit der Begründung, die Verantwortung für weitere Vorfälle nicht tragen zu können.



[…]“
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Gesetz....

29.06.2010 16:47:00 von Barbara Telker
Die Politik ist doch ein schmutziges Geschäft auf Kosten von Minderheiten, wie es in diesem Falle wieder einmal bestens bewiesen wird. Was springt durch die Meinungsänderung über Nacht raus? Mehr Wählerstimmen?? Ich fühle eine unsagbare Wut, wenn ich diese sich jeglicher Realität entbehrenden "Gesetzesvorschläge" lese... Wie bitte stellen sie sich das vor, wenn in Zukunft jeder Halter eines Listenhundes eine Plakette an der Haustür anbringen muss? Ich habe selber einen American Staffordshire Terrier, ich wohne in NRW. Sogar hier, über 400 km von Thüringen entfernt, bekam ich nach dem tragischen Vorfall wüste Beleidigungen von wildfremden Passanten an den Kopf geworfen, es flogen sogar Steine auf meinen Hund. Ich denke, wenn Halter in Thüringen in Zukunft tatsächlich solche Schilder an den Türen anbringen müssen, werden sie Opfer von Sachbeschädigung, resultierend aus dem blinden, unwissenden Hass gegenüber bestimmter Hunderassen. Mich würde es nicht wundern, wenn mit Scherben oder Gift gespickte Leckerlis über Gartenzäune fliegen.

Vor etwa 2 Monaten wurde meine angeleinte und mit Maulkorb versehene Hündin (Trotzt Maulkorbbefreiung lege ich ihr den aus Respekt vor meinen Mitmenschen in der Innenstadt trotzdem an) von einem frei laufenden Münsterländer angegriffen. Ich konnte meinen Hund verteidigen, wurde dabei aber von dem fremden Hund so stark im Unterarm gebissen, dass die Wunde genäht werden musste. Ich erstattete Anzeige wegen Körperverletzung. Man teilte mir jedoch mit, dass ich damit rechnen kann, dass das Verfahren eingestellt würde, da ich einen "Kampf"hund habe und mir sicher niemand glauben würde, dass meine Hündin nicht provoziert oder gar zuerst angegriffen habe... Laut Grundgesetz ist die Würde eines JEDEN Menschen zu achten. Dies beinhaltet, dass bestimmte Menschen auch nicht geÄCHTET werden dürfen. Aber genau dies geschieht durch Gesetzesentwürfe wie dem oben. Halter dieser Hunde werden durch diese Stigmatisierung Opfer gesellschaftlicher Marginalisierung. Ich möchte Barbara Duden, SPD, aus dem Jahr 2000 zitieren: "Auch die Bürger können etwas tun. Kampfhundehalter sollten eine öffentliche Ächtung erfahren!" SEIT WANN dürfen Politiker so offensichtlich gegen das Grundgesetz verstoßen? Warum müssen wir Listenhundhalter uns das gefallen lassen?? Zählt das Grundgesetz für uns etwa nicht?

Es ist einfach unerträglich, was für ein Schund mit diesen Hunden und ihren Haltern getrieben wird, was wir uns alles gefallen lassen müssen. Jährlich kommen in Deutschland etwa 20 Menschen durch Bienen- und Wespenstiche ums Leben. Wo bitte bleibt der Zwang für Imker, ein Führungszeugnis vorzulegen, Haftpflichtversicherung abzuschließen, gar sich ein Schild an die Tür zu hängen "Vorsicht, gefährliche Insekten!"???

Auch, wenn dies Gesetz bereits Realität wäre, hätte es den Vorfall sicher NICHT verhindert, die Hunde wurden illegal gehalten und wären somit an jeglichen gesetzlichen Auflagen vorbei geschliddert. Zudem stelle ich mir die Frage, warum kein Disziplinarverfahren gegen die zuständigen Ordnungsamtmitarbeiter in die Wege geleitet wird? Schließlich berichteten viele Nachbarn, sie haben sie schon öfter wegen der Hunde beschwert, aber es geschah nichts. Was bringen Vorschriften und Gesetze, wenn sie nicht kontrolliert werden? DA müsste angesetzt werden, aber nicht bei der Diskriminierung und Verurteilung seriöser und verantwortungsvoller Hundehalter!
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Schäferhund gehören genauso wenig auf die Liste wie Pitbull und Co.

29.06.2010 13:51:00 von procten
Der Schäferhund gehört genauso wenig auf die Liste wie alle anderen Rassen auch! Tatsache ist, dass es viele Schäferhunde gibt und es dadurch auch vermehrt zu Vorfällen kommt. Das sagt aber genauso gar nichts über die Gefährlichkeit der Schäferhunde aus, wie es gar nichts über die Gefährlichkeit von Pitbull und Co. aussagt. Hier geht es allein darum, dass die Politik aus Populismus ein Thema aufbläst und benutzt, um sich zu profilieren. Natürlich ist der Tot des 3 jährigen Kindes grausam und schrecklich und darf sich nicht wiederholen, aber Tatsache ist auch, dass wie bereit in vorherigen Kommentaren erwähnt, in Deutschland 3500 Gewaltverbrechen mit Todesfolge geschehen und allein 3 Kinder pro Woche im Durchschnitt durch menschliche Gewallt sterben. Dass ein 3 jähriges Kind von drei American Staffordshire Terriern getötet wurde und ein Säugling von einem Husky-Schäferhund-Mix getötet wurde, sind die absoluten und extremen Ausnahmen. Dass überforderte Mütter ihre Kinder draußen aussetzen und diese dadurch zu Tode kommen, oder Kinder durch ihre Eltern durch Verwahrlosung oder Gewalteinwirkung sterben, ist auch die Ausnahme, aber so real, das dort ein Handlungsbedarf bestehen würde. Ich habe mal einen Hundekritiker gefragt, wie er seine Kinder auf die Umwelt vorbereitet hat bzw. auf was er seine Kinder aufmerksam macht bzw. für welche Gefahren er sie sensibilisiert? Nun, wir kamen zum Ergebnis, dass Eltern ihre Kinder vor Fremden Menschen warnen, die sie auf der Straße ansprechen, sie warnen ihre Kinder davor, nicht mit Fremden mitzugehen, nicht von Fremden anzunehmen, nicht bei Fremden ins Auto zu steigen, ja sogar auch bei Bekannten Menschen nicht mitzugehen, wenn diese das vereinbarte „Code-Wort“ nicht kennen. Wenn die Kinder älter werden, dann erklären wir ihnen, dass sie sich keine Drogen andrehen lassen sollen, sich nicht auf Streitigkeiten oder Handgreiflichkeiten einlassen sollen, bei niemandem ins Auto einsteigen sollen, der getrunken hat etc. Wir waren uns aber einige, dass niemand seine Kinder vor den „bösen“ Hunden oder sogar Kampfhunden warnt. Warum? Weil diese angebliche Gefahr einfach viele zu irreal und zu unbedeutend ist. Die Medien tun so, als ob an jeder Ecke ein bissiger (Kampfhund-) Hund wartet und ständig Menschen Opfer solcher Attacken werden. Die Politiker greifen die Ängste auf und profilieren sich auf Kosten einiger Halter mit diesen unsinnigen und überflüssigen Gesetzen. Fragt man Leute im Freundes- oder Bekanntenkreis, ob und wie häufig sie selber oder andere Opfer von Hundeattacken wurden, so kann keiner etwas darüber berichten. Ich selber habe seit meinem 5 Lebensjahr mit Hunden zutun. Heute bin ich 40 Jahre alt und muss ehrlich sagen, dass ich noch nie gesehen habe, wie ein Hund einen Menschen angefallen hat. Ich kenne auch niemanden aus meinem Bekanntenkreis, der ernsthaft von einem Hund gebissen wurde. Wenn ich abends durch den Park spazieren gehe, habe ich keine Angst vor frei herumlaufenden Hunden, sondern vor halbstarken Jugendlichen, die mir an den Kragen wollen, weil sie mich ausrauben wollen oder Langweile haben, oder rechtradikalen Idioten, denen meine Nationalität nicht passt. Meine Freundin hat Angst vor Leuten, die sie sexuell belästigen könnten oder sie aus den selben Gründen überwältigen könnten, wenn sie abends im Park unterwegs ist. Sie verschwendet nicht einen Gedanken an Schäferhunde oder sogar „Kampfhunde“. Das Problem ist, dass sich von Seiten der Politik nicht um die eigentlichen Ursachen und wichtigen Themen gekümmert wird, sondern um Eindruck schindende Themen. Statt sich um die Leute zu kümmern, die den Hund erst zum Problem werden lassen, kümmert man sich um die Hunde und kreiert Rasseproblematiken. Für mich macht das alles keinen Sinn. Ich sehe nicht jeden Menschen als gefährlich an, der z.B. ein Messer in der Hand hält. Dabei interessiert mich auch weniger die Beschaffenheit des Messers, das derjenige in der Hand hält, sondern viel eher interessiert mich, was er damit vorhat bzw. was er damit anstellt.
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Armutszeugnis

29.06.2010 13:06:00 von i.A.v. Enrico Goth
zum thema verbot von "kampfhunden" - (was ist das für ein begriff??) sehe ich mich gezwungen, einen kommentar abzugeben. bei aller tragik und meinem ehrlichen mitgefühl für die angehörigen zum letztlichen fall des übergriffs kann so ein gesetz nicht sinn und zweck sein. derzeit und für den fall dieser gesetzesvorlage muss ich mich fast schämen, in diesem bundesland zu wohnen. bei der unterstellung, dass bei den hochgebildeten verantwortlichen nichtwissen nicht der grund für diesen gesetzesvorschlag ist, muss die basis ignoranz und bzw. oder lobbypolitik sein. die eigenen fehler und bisherigen nachlässigkieten werden nun an tieren und an deren verantwortungsvollen haltern ausgelassen und diese bestraft. wie lange ist zeit gewesen, halter von den "angeblich" gefährlichen hunden zu kontrollieren. es gibt wesensteste, eignungsprüfungen für halter, es könnten kontrollen über die haltung der tiere erfolgen und und und...

kann es nun recht sein, gott zu spielen und ihrem wesen nach gutmütige rassen aussterben zu lassen?? dazu ohne vernünftige und wissenschaftliche begründung?? durch medien und falschinformationen werden unwahrheiten über die "kampfhunde" verbreitet. die meinung in der bevölkerung ist ablehnend gegenüber diesen hunden, weil die menschen falsch informiert werden. ein bissvorfall eines schäferhundes geht wohl kaum derart durch die medien wie der eines staff! insbesondere ist mir auch der tragische todesfall eines kleinkindes durch den biss eines schäferhund/husky-mix bisher nicht bekannt gewesen. sicher war dies kein solcher headliner!!! der schäferhund hat zudem in deutschland eine größere lobby! der betroffene hund wurde zwischenzeitlich weitervermittelt! bei der hernahme aller möglichen bissstatistiken aus allen bundesländern stehen (schon bereinigt auf ihre populationen!!!) fast immer schäferhunde und husky an den ersten stellen bei bissvorfällen. auch ein paar niedliche hunde (beispiel die wahrscheinlich überzüchteten golden retriever) folgen auf den plätzen, bis sich endlich der erste "kampfhund" einreiht. kann man so ignorant sein und rassen verbieten, die weniger auffällig sind?? mein gesunder menschenverstand sagt hierzu NEIN. wem würde es einfallen, den schäferhund oder husky mit seinen kreuzungen zu verbieten? dies wäre doch aber letztendlich die logische konsequenz?! ich kann nur an alle appellieren, dass man sich gegen diesen unsinn verwehren muss.

sehr geehrte verantwortliche! es ist zeit zu handeln! nur ist es wichtig, vernünftig zu handeln und vor allem ALLE tatsachen (insbesondere bisstatistiken und wissenschaftliche erkenntnisse) einzubeziehen! schaffen sie rechtliche möglichkeiten. kontrollieren sie die tiere und deren halter, kontrollieren sie die haltung und stoppen sie die haltung von hunden bei nicht fähigen haltern. aber rotten sie keine rassen aus! als anmerkung komme ich nicht umhin, einige worte über unsere 10-jährige staff. terrier hündin zu verlieren. unsere hündin wurde bereits zweimal von einem "ungefährlichem" hund gebissen. ihre reaktion war: sie versteckte sich in beiden fällen hinter uns aus angst! und sie zieht heute noch den schwanz ein und sieht uns fragend an, wenn sich auf der anderen straßenseite die sogenannten niedlichen "cäsar" hündchen bei ihren extrem-bellattacken fast an der hundeleine strangulieren.

quintessenz: sollte es zu diesem gesetz kommen, werden wir dieses bundesland verlassen.
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Kommentar 230

29.06.2010 09:12:00 von Schmidt
1. Deutscher Schäferhund 34% aller Beißattacken/Risikoindex 2,83 2. Dobermann 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 2,71 3. Spitz 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,81 4. Pekinese 3% aller Beißattacken/Risikoindex 1,56 5. Dackel 7% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,35 6. Schnauzer 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,33 7. Collie 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,30 8. Pudel 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,98 9. Rottweiler 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,92 10. Beagle 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,8 11. Terrierrassen 5% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,61 12. Berner Sennenhund 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,58 13. Retriever Rassen 4% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,49 14. Mischlingshunde 13% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,46 15. Spaniel 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,31

Die Statistik spricht für sich. Man beachte das ober der Schäferhund steht, Sie wollen unsere Hunde Ausrotten... Dann aber der Gleichberechtigung wegen den Schäferhund auch!!!
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Kommentar 231

28.06.2010 22:09:00 von Nancy
Eine schlimme Meldung vom 26.10.10.

Ein 13 Jahre altes Mädchen ist in Schneidlingen (Salzlandkreis) von einem Schäferhund gebissen und verletzt worden. Das Kind musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Das Mädchen hatte am Dienstagabend auf einem Gelände mit dem unangeleinten Hund der Grundstücksbesitzerin gespielt. Der Hund biss plötzlich das Kind ins Gesicht und in die Hand.

Erst nach dem Eingreifen der Mutter ließ das Tier von dem Opfer ab.

Warum werden solche Unfälle nur so selten in Zeitungen und TV ausgewertet?

Ist es etwa weniger schlimm wenn ein Schäferhund zubeisst als ein sogenannter Kampfhund? Was wäre gewesen wenn es kein Schäferhund sondern ein Listenhund gewesen wäre??? Da wären sich die Medien und Politik schnell einig gewesen. Oder???
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Kamphundeverordnung

28.06.2010 16:19:00 von Frank Herold
Und wieder ist der Schwachsinn auf dem Siegeszug!

Ich finde es grausam, wie aus einem großartigen Familienhund, wie dem Staffordshire Bullterrier oder ähnlichen Rassen bedingt durch Presse und Regierung eine tötende Bestie gemacht wird!

Ich kann es nicht mehr hören! Und es treibt mir die Tränen in die Augen... So blind und so rassistisch kalt kann doch eigentlich kein Mensch sein.... Es gibt Statistiken, die belegen, wie gefährlich diese Tiere wirklich sind! Es sind Kampfhunde.... Sie kämpfen jeden Tag erneut gegen Rassismus, Intoleranz und Dummheit!

Sollte dieses Gesetz kommen, werde ich einen Weg finden, alle in den Biss-Statistiken vor einem Pit-Bull oder Staffordshire Bullterier liegenden Rassen ( wie zum Beispiel Labrador und Schäferhund ), in diese Liste aufnehmen zu lassen! Vilelleicht wird dann endlich die Lobby groß genug, um diese sinnlosen Gesetze aus der Welt zu schaffen!

Es gibt keine gefährlichen Rassen! Es gibt nur Menschen, die einen Hund gefährlich machen können.... und dabei ist es egal, ob es sich um einen Pit-Bull oder um einen Yorkshire-Terrier handelt!

Im übrigen: Die Hunde die das Kind töteten hatten ein Körpergewicht zwischen 30 und 40 kg (laut Medien!) Ein Staffordshire Bullterrier hat (laut Rassestandard) zwischen 13 und 17 kg!

Das sollte zu denken geben!
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Kommentar 233

28.06.2010 15:37:00 von Michael
Wenn es auch nicht verwundert so ist es dennoch mal wieder sehr bedauerlich, dass die Politik sich nicht um die Meinung Sachkundiger oder um Tatsachen kümmert, sondern Gesetze im Rahmen von Schnellschussaktionen erlassen möchte die letztlich nur dazu dienen die von den Medien aufgewiegelte Öffentlichkeit zu befrieden- zumindest bis zum nächsten Vorfall (der durch dieses Gesetz sicher nicht verhindert wird).

An dem tragischen Unfall in Oldisleben tragen doch die Behörden im nicht unerheblichen Maße Mitschuld. Die dortigen Behörden behaupten sie hätten von den vier Hunden nichts gewußt- trotz mehrerer Beschwerden durch Nachbarn und der räumlichen Überschaubarkeit der Gemeinde (ist ja jetzt keine Großstadt wo man mit vier großen Hunden einfach so untertaucht). Die zuständigen Behörden sagen auch selbst wenn sie von den Hunden gewußt hätten, wären ihnen aufgrund mangelnder Gesetze die Hände gebunden gewesen. Kann mir kaum vorstellen das eine Gemeinde nichts dagegen tun kann wenn jemand vier Hunde hält und diese nicht anmeldet und nicht versteuert (wenn das so wäre würde wohl kaum noch Hundessteuer bezahlt werden).

Um also davon abzulenken das die bestehenden (und völlig ausreichenden) Vorschriften nicht durchgesetzt wurden schreit man nun nach schärferen Gesetzen und gibt sich hilflos.

Thüringen hat bereits eine sehr vernünftige und verhältnissmäßige Gefahrenhundeverordnung welche exakt auf die Hunde abzielt die gefährlich sind- nämlich auf solche die bereits in der Weise auffällig wurden.

Diese neue Rasseliste entbehrt jeglicher vernünftigen Grundlage. Die vier Rassen die dort angeführt werden stehen auf der Liste weil sie für manche bedrohlich aussehen und keine Lobby haben. Diese vier Rassen sollen nun wieder das Bauernopfer sein um sich Diskussionen oder gar sachlicher Auseinandersetzungen zu entziehen.

Mit dem Bullterrier beispielsweise sind mir überhaupt keine nennenswerten Unfälle bekannt und trotzdem taucht diese sehr ruhige und wesensfeste Rasse immer wieder auf derartigen Listen auf- ein Beleg für die Inkompetenz und Sorglosigkeit (wenn nicht sogar für den Böswillen) derjenigen die derartige Listen aufstellen oder genauer gesagt unter- bzw. voneinander abschreiben.

In vielen anderen Ländern bzw. Bundesländern hat man inzwischen anhand des praktischen Versuchs die Unsinnigkeit derartiger Rasselisten belegen können und erwägt sie wieder abzuschaffen bzw. hat das schon getan.

In der sonst so fortschrittlichen "Denkfabrik" Thüringen führt man entgegen besseren Wissens (Herr Dr. Huber hatte sich ja kurz nach dem Unfall in sehr vernünftiger Weise zu der Angelegenheit geäußert) jetzt Rasselisten ein?

Das ist mir unverständlich. Man sollte sich eher fragen warum diese eigentlich hervorragenden und liebenswerten Hunderassen bei unseriösen Haltern leider so gefragt sind. Der Grund dafür ist doch, dass diese Rassen schon seit Jahren im Rahmen von Hetzkampagnen der Medien und der Politik als der ideale Drogen-, Zuhälter- & Gewalttäterhund beworben wurden und werden.

Anstatt verantwortungsvolle Hundebesitzer zu belohnen (zum Beispiel in dem Gemeinden diese völlig ungerechtfertigte "Kampfhundsteuer" erlassen sofern der Hundebesizer Nachweise wie Wesenstest und Hundeführerschein erbringt) werden verantwortungsbewußte Hundehalter kriminalisiert, finanziell ausgeblutet und ins soziale Aus gedrängt.

Es ist echt enttäuschend aber letztlich charakteristisch für deutsche Innenpolitik.

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Kommentar 234

28.06.2010 14:59:00 von Schmidt
soviel zu der Gefährlichkeit sogenannter Kampfhunde:

Beiss-Statistik 2006

1. Deutscher Schäferhund 34% aller Beißattacken/Risikoindex 2,83 2. Dobermann 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 2,71 3. Spitz 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,81 4. Pekinese 3% aller Beißattacken/Risikoindex 1,56 5. Dackel 7% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,35 6. Schnauzer 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,33 7. Collie 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 1,30 8. Pudel 3% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,98 9. Rottweiler 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,92 10. Beagle 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,8 11. Terrierrassen 5% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,61 12. Berner Sennenhund 1% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,58 13. Retriever Rassen 4% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,49 14. Mischlingshunde 13% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,46 15. Spaniel 2% aller Beißattacken/ Risikoindex 0,31

wen haben wir ganz oben stehen??? Ja, genau den DEUTSCHEN SCHÄFERHUND !!!

Der Gesetzesentwurf ist der größte Schwachsinn den ich je gehört habe! Die Politiker werden gerade mal einen Golfisch kennen und wissen das der wohl nicht beisst. Wenn man keine Ahnung hat sollte man auch nicht regieren und schon garkein Gesetz entwerfen oder beschließen!! Befasst euch praktisch mit diesen edlen Tieren und Ihr habt eine neue Erkenntniss. Ihr seid doch Theoretiker dann nehmt euch die Auflistung mal ganz genau unter die Lupe und dann werdet Ihr sehen welcher Hund aggressionsverhalten ans Tageslicht legt und welche Hunde weniger. Euch müsste man Kastrieren und Unfruchtbar machen , denn noch mehr von eurer Sorte kann ja keiner ertragen !!!!!!!!!!!!!!!!
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Fehlende Berücksichtigung von Spezialisten - Schlechte Datenaufbereitung

28.06.2010 13:43:00 von E. Kraft
Die pauschale Verurteilung einzelner Rassen ist nicht korrekt oder belegbar. Es fehlt die Hinzuziehung von bekannten Spezialisten und Forschern (z.B. Tierärztliche Hochschule Hannover). Eine Verordnung für auffällig gewordene Hunde & Halter sehe ich positiv, aber kein "über den Kamm scheren nach Rasse". Das ist das falsche Signal, mit dem nur von vorhandenen Problemen abgelenkt wird. In der aktuellen Koalititionsvereinbarung für Schleswig-Holstein zwischen CDU und FDP wird festgehalten, dass sich „die Rasseliste als nicht geeignet erwiesen hat“ und daher „abgeschafft“ werde.

Ich frage mich ebenfalls, wieso keine haltbaren Statistiken und Spezialisten zu Rate gezogen werden, sondern willkürlich, ohne jegliche Basis eine gewisse Hundegruppe aus reinem Populismus verurteilt wird, obgleich die "vermutete Gefährlichkeit" nicht belegt werden kann.

Die "Beislistenanführer" werden auch nicht bestraft. Können Sie das begründen ?

Hier muss definitiv behördliche Willkür und mangelnde Recherche unterstellt werden.

Es kann nicht sein, dass einzelne Rassen zu einer Gruppe zusammen gefasst werden, was in Ihrem Fall geschehen ist. Dadurch wird die Aussagekraft Ihrer Zahlen verdreht.

Seien Sie zur Bevölkerung und teilen Sie die GANZE Wahrheit mit, statt Textauszüge, die Ihrem Ziel entgegen kommen.

Ebensowenig es ist auch nicht korrekt, dass man behauptet, ein Vergleich der aufgeführten "gefährlichen" Rassen zu Schäferhunden sei nicht möglich, da die Schäferhunde in der Bevölkerung häufiger vertreten seien: es kommt hier auf die Grundmenge / Basis an, auf die Sie die Berechnung stützen.

Die Zahlen sind nach meiner Durchsicht" schlecht aufbereitet, weil Sie der Bevölkerung nicht die ganze Wahrheit der Statistik mitteilen: sie stützen sich in der Außenwirkung nur auf die "Listenhunde" - aber die Lobbyhunde werden nicht genannt...

Es bleibt festzuhalten: selbst Ihre Rasseliste stützt das Ergebnis "Bestrafung von Listenhunden & deren Halter" nicht.

Es ist unverantwortlich, dass nicht geltende Regelungen durchgesetzt werden, sondern stattdessen "einfach" eine bestimmte Gruppe von Hunden "diskriminiert" wird.

Was spricht gegen eine Pflicht-Haftpflichtversicherung für ALLE Hunde ?

Was spricht gegen einen allgemeinen Sachkundenachweis & Hundeschulpflicht ?

Sie bestrafen damit nur wieder die Menschen, die ihren Hund ordnungsgemäß melden, halten und erziehen.

Die Gruppe, die sie erwischen wollen (verantwortungslose Halter, für die sich jeder schämen muss), hat ihre Tiere in der Regel nicht mal gemeldet. Und hier ist egal, welche Rasse sie führen.



Textpassage "....An der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde das Aggressionspotenzial von den als „Kampfhunde“ titulierten Rassen wie American Staffordshire Terrier und Pitbull jenem anderer Hunde wie Golden Retriever gegenübergestellt. Resultat: Es konnte „kein signifikanter Unterschied im Auftreten von inadäquat aggressivem Verhalten festgestellt“ werden. „Die Gefährlichkeit eines Hundes ist nicht rasseabhängig, sondern hängt allein vom Besitzer ab“, sagt Instituts­chef Hansjoachim Hackbarth. „Deswegen fokussieren unsere neueren Studien auch auf die Hund-Halter-Beziehung. ..."



Dieser Textauszug ist aus dem vollständigen, sehr gut recherchierte von einer Vorredenerin bereits erwähnte Artikel aus der österreichischen Presse entnommen. (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Vollständiger Text:

(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)



Kampfhunde: Der Hundeführerschein ist gut gemeint, aber unsinnig

Mit dem ab Juli gültigen „Hundeführschein“ will die Stadt Wien verantwortungslose Hundehalter disziplinieren. Der Vorstoß ist gut gemeint, aber unsinnig: Kein Experte unterstützt die verwendete „Rassenliste“, die allerlei exotische Tiere enthält, aber nicht den häufigsten Beißer – den Schäfer. Dabei gäbe es durchaus sinnvolle ­Methoden, Gefahren durch Hunde abzuwenden. Von Alwin Schönberger

Die Frau hatte sich die Reaktion der Polizisten definitiv anders vorgestellt. Sie berichtete den Beamten von einer Beobachtung, die ihrer Ansicht nach einer Nachforschung wert gewesen wäre: Einige Kinder hätten einen Staffordshire-Terrier mit Schlägen malträtiert. Und immerhin wird ein misshandelter Hund eines Tages selbst zur potenziellen Gefahr. Doch die Frau erntete bloß ein mitleidiges Lächeln sowie die Antwort: „Wenn S’ die Welt verbessern wollen, wünsch’ ma Ihna viel Glück.“

Weil konkreten Problemfällen nicht zielgenau nachgegangen wird, müssen jetzt alle dran glauben: Ab Anfang Juli gilt in Wien der heftig debattierte „Hundeführschein“. Damit wird nicht nur die Haltung von 13 definierten Rassen und Hundetypen, sondern auch von Mischlingen dieser Züchtungen an eine Prüfung gekoppelt. Wer sich etwa einen der großen Terrier oder einen Dogo Argentino zulegen möchte, muss binnen dreier Monate antreten, wer bereits einen solchen Hund besitzt, hat ein Jahr Gnadenfrist. Hingegen nicht auf dem Index: der Deutsche Schäferhund, in allen Studien als größter Beißer ausgewiesen, sowie der Dobermann, der in den Bissstatistiken ebenfalls weit oben rangiert.

Die Wiener Verhaltensforscherin Karin Bayer berichtet von einem starken Zulauf von Personen, die schon jetzt die Prüfung ablegen wollten. Die Ethologin arbeitet am Clever Dog Lab der Uni Wien und ist eine jener rund 50 Prüferinnen und Prüfer, welche die Qualifikation der Hundehalter testen. „Zurzeit kommen vor allem die netten, verantwortungsbewussten Leute mit netten Hunden“, so Bayer.

Wer die 25 Euro Taxe aufbringt, darf ­sofort zur Prüfung antreten. Einen Einführungskurs zum Thema Hundehaltung gibt es – anders als mehrfach berichtet und von der Gemeinde Wien verlautbart – nicht. Stattdessen wird man zunächst mit 30 theo­retischen Fragen konfrontiert, von denen 24 richtig beantwortet werden müssen. Dann folgt der Praxisteil: Man muss zeigen, dass man mit dem Hund an der Leine gehen, den Beißkorb anlegen, Pfoten- und Ohrenkontrolle durchführen kann. Schließlich soll der Hund beim Spaziergang durch die Gassen in manche der folgenden Situationen geraten: etwa Begegnung mit Artgenossen, mit Kindern und Radfahrern sowie Warten vor einem Geschäft. Der Hund muss keineswegs beweisen, dass ihn etwa lärmende Kinder völlig kaltlassen – vielmehr muss sein Halter angemessen reagieren, also einen Bogen um die Kinderschar machen, wenn er weiß, dass sein Hund in solchen Situationen in Stress gerät. „Gefragt ist die Umsicht des Besitzers“, so Bayer. Nach etwa einer Stunde ist man Besitzer des Hundeführscheins.

Unvermittelbar. Die Vorboten der Novelle machten sich rasch bemerkbar: Im Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf werden zurzeit deutlich mehr angebliche Problemtiere deponiert als sonst. „Seit Beginn der Kampfhunddebatte verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg“, sagt Geschäftsführerin Elisabeth Thomas. Im Vergleich zum langjährigen Schnitt habe sich die Zahl der Stafford-Rassen-Tiere verdreifacht, jene der Rottweiler verdoppelt. Und diese Hunde seien nun nahezu unvermittelbar, so Madeleine Petrovic, Präsidentin des Tierschutzvereins: „Die Leute sagen explizit, ich will keinen Hund, mit dem ich dann Schwierigkeiten habe.“

Verschärft wird die Situation im Tierschutzhaus dadurch, dass auch in Niederösterreich eine neue Regelung in Kraft ist, die konkrete Hunderassen an Auflagen bindet sowie mit einer bis zu zehnfach erhöhten Steuer belegt. Auf politischer Ebene sorgt der Hundeführschein ebenfalls für Aufregung: Die ­Rathaus-Opposition wird nicht müde, die Hauptinitiatorin der Hundehalterlizenz, SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima, zu schelten. Mitte der Vorwoche publizierte der „Standard“ gar ein von Kanzler Werner ­Faymann unterzeichnetes Ministerratspapier, in dem große Zweifel an der praktischen Umsetzung angemeldet wurden. Und Kritiker wie Hans Mosser, Herausgeber der Zeitschrift „Wuff“ und Mitgründer des jüngst etablierten Hundehalterverbands, unterstellen Sima schlicht „blanken Populismus“ im Hinblick auf die Wien-Wahl im Herbst.

Wer hat nun Recht? Wie sinnvoll ist der Hundeführschein? Und vor allem: Ist er tatsächlich geeignet, gefährliche Zwischenfälle mit Hunden zu verhindern respektive jene zu schützen, die schlichtweg Angst vor großen, massiven Hunden haben?

Zunächst verraten die Zahlen, dass das Risiko, von einem Hund gebissen zu werden, denkbar gering ist: Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit werden im Jahresschnitt bundesweit 5900 Menschen durch Hunde verletzt, gut 4700 davon tragen Bisse davon, der Rest verteilt sich auf Schrammen durch Kratzer oder Umstoßen. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet, bedeutet dies, dass jährlich 0,056 Prozent der Österreicher gebissen werden. Und Wien liegt noch unter dem Bundesschnitt: Auf die rund 53.000 offiziell registrierten Hunde kamen in der Hauptstadt im Vorjahr laut Simas Büro 225 Bisse. Der Wiener hat damit ein Risiko von 0,013 Prozent, von einem Hund gebissen zu werden. Anders gerechnet: Man wird in Wien, rein statistisch betrachtet, alle 7555 Jahre gebissen. Was sich freilich nicht in ­diesen Daten niederschlagen kann, ist die ­Dunkelziffer: In Wien gibt es insgesamt ­geschätzte 100.000 Hunde, und erfahrungsgemäß wird auch eine gewisse Zahl an Verletzungen nicht gemeldet – vor allem, wenn es sich um kleinere Zwischenfälle handelt, besonders im Familienkreis.

Trotz der generell geringen Zahl er­eignen sich teils furchtbare Unfälle: der Fall jener 31-Jährigen, die Ende des Vorjahrs beim Joggen von zwei Rottweilern attackiert wurde; jenes dreijährigen Buben aus der Steiermark, der beim Spielen von einem Mischlingsrüden in den Arm gebissen wurde; jener Einjährigen, die vorigen November von einem Rottweiler totgebissen wurde. Zuletzt schockierte Ende Mai der Fall eines kleinen Mädchens aus Thüringen, getötet von den vier Staffords seiner Tante.

Dass insgesamt die massigen Staffords – von manchen aufgrund der Anatomie mit merklichem Ekel „Schweindlhunde“ genannt – besonders hervorstechen, ist nicht verifizierbar. Mitunter ist es auch eine Frage der öffentlichen Wahrnehmung. Mosser erinnert sich an die fette Schlagzeile in einem Boulevardblatt: „Kampfhund entwichen!“ Im Inneren des Blatts stand, dass der Hund aus einem Tierheim entlaufen war. Ein Passant fand ihn und brachte ihn zurück. Ende der Geschichte. Weit hinten in der Zeitung war eine Mini-Meldung, wonach ein Schäfer ein elfjähriges Kind totbiss. Die generelle Datenlage zur Gefährdung von Menschen durch Hunde ist erstens ziemlich dicht und zweitens weitgehend einheitlich. Es ist bekannt, welche Hunde unter welchen Umständen zum Risiko werden, und man weiß auch, in welchem Umfeld die meisten Bisse stattfinden und wer besonders leicht zum Opfer wird.

Man kennt also das Täterprofil des potenziell gefährlichen Hundes. Stadträtin Sima indes muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich mit der Berücksichtigung des wissenschaftlichen Materials – bei zügigem Arbeitstempo eine Aufgabe von einer Woche – nicht übermäßig belastet zu haben. Sie selbst sagt gegenüber profil, sie verstehe nicht, „warum es jetzt diese unglaubliche akademische Debatte gibt“.

Der akademische Zugang würde freilich eine faktische Basis bieten, vor allem im Hinblick auf die nun indizierten Rassen und Typen, immerhin ein Herzstück des Führscheins. Praktisch alle Studien zum Thema gelangen zum Ergebnis, dass – wenn man schon, fragwürdig genug, die Rasse als Indikator für Gefährlichkeit heranzieht – der Deutsche Schäferhund der bedrohlichste Hund ist. Der von der Gemeinde Wien ständig verwendete Begriff „Kampfhunde“ ist übrigens völlig nichtssagend und suggeriert bloß eine diffuse Gefahr. Manche der auf der Liste verzeichneten Tiere haben bestenfalls eine Historie als Kampfhund – vor zumeist Hunderten Jahren wurden sie für Kämpfe gegen Artgenossen eingesetzt.

Dichte Datenlage. Welche Hunde heute zur Gefahr werden, zeigen die Statistiken eindrucksvoll: • Das Land Oberösterreich mit seinen besonders detailliert dokumentierten Daten weist – in schönem Gleichklang mit vielen Kommunen in Deutschland und bundesweiten Schweizer Statistiken – in der „Hundebiss-Statistik 2009“ den Schäfer als Hauptübeltäter aus: Von den 323 angezeigten ­Bissen des Vorjahrs waren 69 dieser Rasse zuzuschreiben. Die meisten Bisse gingen in den Unter- und Oberschenkel sowie in die Hand respektive die Finger. 70 Prozent der Wunden waren als leicht, acht Prozent als schwer einzustufen. • Eine der umfassendsten Studien über Hundebisse bei Kindern unter 17 Jahren führten Forscher um Johannes Schalamon an der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie durch. Die im Fachblatt „Pediatrics“ publizierte Arbeit kommt ebenfalls zum Schluss, dass der Schäfer der bissfreudigste Hund ist, gefolgt von Dobermann, Spitz und Pekingese. In einer Folgearbeit will Schalamon die Rolle der so genannten „Kampfhunde“ untersuchen. „Die Daten sind noch nicht veröffentlicht“, so Schalamon. „Wir wissen aber, dass diese Hunde selten beißen, aber wenn, dann heftig.“ • Auch in einer großen Zusammenschau am Münchner Institut für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene, die zahlreiche Statistiken über behördliche Interventionen wegen aggressiver Hunde gegenüberstellte, rangierte stets der Schäfer ganz vorn, dahinter kamen Dobermann, Rottweiler, Doggen sowie diverse Terrier-Rassen. • An der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde das Aggressionspotenzial von den als „Kampfhunde“ titulierten Rassen wie American Staffordshire Terrier und Pitbull jenem anderer Hunde wie Golden Retriever gegenübergestellt. Resultat: Es konnte „kein signifikanter Unterschied im Auftreten von inadäquat aggressivem Verhalten festgestellt“ werden. „Die Gefährlichkeit eines Hundes ist nicht rasseabhängig, sondern hängt allein vom Besitzer ab“, sagt Instituts­chef Hansjoachim Hackbarth. „Deswegen fokussieren unsere neueren Studien auch auf die Hund-Halter-Beziehung.“

Und nicht zuletzt deshalb gilt die Erstellung von Rassenlisten als obsolet – inzwischen auch in Deutschland, wo man damit bereits ein Jahrzehnt Erfahrung hat: Nachdem 2000 in Hamburg ein Kind von zwei Pitbulls getötet worden war, wurden rigide Regelungen beschlossen, in Ländern wie Hessen wurden Hunderte Hunde von Amts wegen getötet. Nun erfolgt eine teilweise Abkehr: In der aktuellen Koalititionsvereinbarung für Schleswig-Holstein zwischen CDU und FDP wird festgehalten, dass sich „die Rasseliste als nicht geeignet erwiesen hat“ und daher „abgeschafft“ werde. Ähnlich in Niedersachsen, so Hackbarth: „Bei uns gibt es keine Rassenliste mehr. Es wird rasseunabhängig der gefährliche Hund definiert, der dann bestimmten Auflagen unterliegt.“

Die deutsche Tiermedizinerin Jutta Etscheidt verfasste bereits 2001 ein Kompendium, in dem sie die Regeln in den deutschen Ländern analysierte. „Meiner Meinung nach war das alles absolut sinnlos, ein Riesenaufwand für nichts“, so Etscheidt. Dass man in Wien nun mit einem Jahrzehnt Verspätung einen ähnlichen Weg einschlage, hält sie für absurd: „Nicht zu fassen.“

Ulli Simas Vorgangsweise wird verständlicher, wenn man die wohl wahre Intention kennt: Man ziele nicht zuletzt „auf bestimmte Personengruppen“, so Sima, welche wiederum spezielle Rassen hielten, deren „Bisskraft eben viel mehr anrichten kann. Diese Leute nehmen sich keinen Pekingesen.“ Unbestritten: Es gibt Stadtviertel, etwa im 15. und 16. Bezirk, in denen Menschen, die weiße Ruderleibchen, Trainingsanzüge sowie klobigen Goldschmuck bevorzugen und mitunter durch eher nicht gesellschaftskonformes Benehmen auffallen, mit Staffords oder Pitbulls die Gegend unsicher machen.

Kein vernünftiger Kenner der Materie sträubt sich dagegen, das Unwesen dieser Herrschaften einzudämmen. „Es besteht ja wohl Einigkeit darin, dass man die Gesellschaft vor Menschen schützen muss, die ihre Hunde zu Killermaschinen machen“, sagt „Wuff“-Herausgeber Mosser. Freilich gibt es dazu bestehende Gesetze – Paragrafen des Strafgesetzbuchs wie auch Bestimmungen, welche Haltungsverbote ermöglichen. Zudem empfiehlt etwa Petrovic begleitende Maßnahmen: Warum nicht, wie im Straßenverkehr, eine Art Punkteführerschein? Bei groben Verstößen, so die Idee, sofortige Abnahme des Hundes, bei kleineren Vergehen könnte dies ab einer gewissen Punktezahl erfolgen. Überdies müsse der Import oft zu junger und mäßig sozialisierter Tiere im Ansatz verhindert werden, die dann just in die einschlägigen Kreise gelangen. Petrovic berichtet von ehemaligen Schweinefarmen in Osteuropa, in denen mehr als 1000 Zuchthündinnen in Käfigen gehalten würden – allein zum Zwecke der Produktion möglichst vieler Welpen und zu deren Vertrieb über das Internet. Und schließlich seien die problematischen Personen oft in Fachkreisen wie unter Tierärzten namentlich bekannt: etwa aufgrund der Verarztung häufiger Biss­verletzungen. Entsprechenden Meldungen müsse eben nachgegangen werden.

Soll man aber wegen eines mehr oder minder klar definierten Problems der ganzen Stadt den Hundeführschein aufzwingen? Ja, meint Sima: „Mit bestehenden Gesetzen war dem nicht beizukommen. Manche Dinge muss man eben selbst in die Hand nehmen.“ Die längerfristige Hoffnung sei, dass sich „diese Leute solche Hunde gar nicht mehr nehmen“. Deshalb sei die Regelung „gut durchdacht“ und keinesfalls ein „populistischer Schnellschuss“.

Mit einem generellen Bedrohungsszenario durch Hunde hat dies dennoch wenig zu tun, weshalb es der Stadt auch schwerfällt, die Maßnahmen auf ein faktisches Fundament zu setzen. So wurde verkündet, der Hundeführschein basiere unter anderem darauf, dass die Hunde auf der Liste – bei einem Populationsanteil von knapp fünf Prozent – für annähernd 25 Prozent aller Bisse verantwortlich seien. profil bat um Einsicht in die entsprechenden Statistiken, um eine detaillierte Aufschlüsselung der konkreten Rassen sowie um Aufklärung, auf welche Rassen die übrigen 75 Prozent der Bisse entfallen. Doch mehr als die Auskunft, dass die Daten von der Magistratsabteilung 60 stammen und „in Kooperation mit der Polizei“ erstellt worden seien, war nicht zu erhalten. Ebenso wurde stets behauptet, die Liste der mit dem Führschein belegten Hunde sei „von ExpertInnen ausgearbeitet“ worden. Auf mehrfache profil-Anfrage wurde nicht ein einziger Experte genannt.

Ominöse Rassenliste. Kein namhafter Fachmann befürwortet diese Liste. Die Wahrheit dahinter ist: Sie tauchte 1992 in Bayern auf, wobei die Bayern sie aus Baden-Württemberg abgekupfert hatten – wo sie jedoch mangels Relevanz bereits wieder schubladisiert worden war. Dennoch geistert das Papier seit damals mit leichten Adaptionen durch die Lande.

Hinzu kommt die Frage der Administrierbarkeit: Was, wenn jemand die Prüfung zweimal nicht besteht? Dann müsste der Hund behördlich abgenommen werden. Wohin kommt er dann? Ins Tierschutzhaus, sagt Sima. Petrovic sagt: „Wir lassen jetzt die Rechtsgrundlage prüfen. Die Stadt kann nicht ihre Regeln zulasten Dritter durchsetzen.“ Was, wenn bei Berufstätigen bisher der Pensionist von nebenan oder die 15-jährige Tochter den Hund ausführte? Ab sofort verboten, weil jeder den Führschein haben muss, der mit dem Hund geht, und die Prüfung ein Mindestalter von 16 Jahren verlangt. Was, wenn das Amt einen Hund gegen die Meinung des Besitzers als „Kampfhundmischling“ einstuft? Dann muss der Besitzer beweisen, dass dem nicht so ist. Wie denn? Mittels DNA-Probe?

Und wer soll den Hundeführschein überprüfen? Just jene Behörden, die nach Simas Meinung bisher säumig waren? Die Polizei winkte bereits vergangene Woche ab: Schwerpunktkontrollen seien nicht vorgesehen, zudem sähen sich die Beamten nicht in der Lage, einzelne Hunderassen zu klassifizieren. Ähnlich in Niederösterreich: Im Jänner wies das Bundeskanzleramt die Landesregierung darauf hin, dass es unmöglich sei, „alle Polizeibediensteten laufend im Erkennen der angeführten Hunderassen und deren Kreuzungen zu schulen“. Überdies wird durch den nunmehrigen Zuwachs an Regelungen die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern noch ein wenig unübersichtlicher: Während Wien und Niederösterreich ihre – noch dazu voneinander abweichenden – Listen mit Hundetypen verwenden und Vorarlberg ein ähnliches Papier erstellt hat, ist in Oberösterreich ein Einführungskurs für Hundehalter vorgesehen. In vielen weiteren Ländern haben die Gemeinden individuell zu entscheiden, welche Hundebesitzer sie mit welchen Maßnahmen an die Leine nehmen. Dabei begibt man sich in der aktuellen Debatte der Chance, die Koexistenz mit Hunden tatsächlich zu verbessern – mit dem allerersten Haustier, das seit mindestens 15.000 Jahren an der Seite des Homo sapiens lebt. Seit die Wissenschaft den Canis familiaris vermehrt beforscht (siehe Kasten „Hunde-Kunde“, Seite 96), weiß man, dass kein Tier besser mit dem Menschen kommuniziert als der Hund, dass die Fähigkeit zum Verständnis humaner Mimik und Gestik schon im Erbgut des Hundes verankert ist – und auch, dass der Kontakt zu Hunden positiv für die soziale und kognitive Entwicklung von Kindern ist.

Weil der Hund zugleich nun mal ein Tier mit einem speziellen, normierten Verhaltensrepertoire ist, zu dem auch die Aggression zählt, halten die meisten Experten eine Art „Führschein“ für absolut sinnvoll, freilich im Sinne von Schulungen in Verhaltenskunde und unabhängig von der Rasse – um das Tier selbst besser zu verstehen sowie gefährliche Situationen zu vermeiden. Und schließlich haben auch Menschen, welche die kläffenden Vierbeiner nicht mögen, ein Recht darauf, auch von harmlosen Hunden nicht belästigt zu werden.

Bei entsprechendem modernem Unterricht wüssten die Besitzer dann, dass ihr Liebling über vier Strategien verfügt, um sein Unbehagen auszudrücken: Erstarren, Flüchten, Drohen und die „Übersprungshandlung“ – dies wäre im Fall einer Bedrohung etwa eine Spielaufforderung, um die Situation zu entschärfen. Die Menschen wüssten weiters, dass Aggression noch keinen Angriff darstellt, sondern den Versuch, einen Feind auf Distanz zu halten respektive eine Gefahr abzuwenden. Erst wenn das nicht funktioniert (im Falle vieler Besitzer: sämtliche Signale missverstanden oder ­ignoriert werden), verfügt der Hund als letztes Mittel über seine Zähne. Und tatsächlich können viele Halter die Gesten ihres Hundes nicht interpretieren: Sie haben keine Ahnung, dass nicht nur gebleckte Zähne, sondern auch die Körperspannung und Ohrenhaltung Aggression verraten können; erkennen frontales Zugehen oder Anstarren nicht als Ausdruck der Aggression.

Dann beginnt der Teufelskreis: Weil vom Halter unverstanden, würden Hunde „dazu gedrängt, massiver zu werden“, erläutert die Münchner Tiermedizinerin Renate Jones-Baade, die sich seit Jahren mit dem Thema Aggression befasst. „Für den Besitzer wird oft erst klar, dass überhaupt etwas im Gang ist, wenn aus Blicken schon ein Knurren oder gar Schnappen geworden ist.“ Dann etwas zu reparieren ist schwierig, weil der Mensch fast nur noch alles falsch machen kann: Straft er den Hund, verbindet dieser mit der jeweiligen Situation eine negative Assoziation – und verstärkt sein Verhalten. Versucht der Mensch hingegen, sein Tier mit sanften Worten zu beruhigen, kann die Aggression unter Umständen damit gleichsam belohnt und das unerwünschte Benehmen erst recht verstärkt werden.

Täterprofil. Daher wäre es sinnvoll, Hundehalter rechtzeitig und durchaus verpflichtend zu schulen – und sich zugleich auf die wahren Gefahrenherde zu konzentrieren. Es handelt sich tendenziell nicht um ein urbanes, sondern um ein ländliches Problem, nicht um eines des öffentlichen Raums, sondern des privaten Umfelds. Der potenziell gefährliche Hund ist ein eher junger Rüde, der in einem Garten lebt, nicht selten im Freien in einer Hundehütte, und seine Opfer sind häufig Bekannte oder Familienmitglieder – allzu oft Kinder. Letztlich spielen auch die Rassen eine Rolle, wie jene Daten zeigen, in denen immer wieder Schäfer, Rottweiler, Dobermann sowie Mischlinge an oberster Stelle der Bisslisten stehen. Allerdings: Gerade Kinder werden häufig von kleinen Hunden angefallen. Beispielsweise ist der niedlich aussehende Jack Russell Terrier oft problematisch, sagt Ethologin Karin Bayer. „Der wurde ursprünglich gegen Ratten eingesetzt“, so Bayer. „Helle Töne wie Kinderkreischen können diesen Hund daher schnell in Aufregung versetzen.“

Hans Mosser wertete mehr als zwei Dutzend Studien zu dem Thema aus und fasste die Eckdaten zusammen. Ergebnis: In fast 80 Prozent der Zwischenfälle war der Hund dem kindlichen Unfallopfer bekannt, in 64 Prozent der Fälle biss der eigene Familienhund zu. Auch die Schweizer Datenerfasser konstatierten für das Jahr 2008, dass „Kinder überproportional von Unfällen mit Hunden betroffen“ sind. Das Risiko für Kinder liege „rund ein Drittel höher als für Erwachsene“. Zudem: „Fast die Hälfte der Vorfälle geschah beim Hund zu Hause.“

Auch die gravierenden Unfälle der jüngeren Vergangenheit dokumentieren diese Problemzonen: Im Februar töteten zwei Rottweilerrüden im Bezirk Gänserndorf eine 78-Jährige am eigenen Grundstück – Besitzer der Tiere war der Sohn der Frau. Ebenfalls im Februar biss in Vorarlberg ein American Stafford ein vierjähriges Mädchen in der elterlichen Küche ins Gesicht. Besonderes Aufsehen erregte im Vorjahr der Fall jenes Rottweilers eines Diensthundeführers, der das kleine Kind des Mannes am eigenen Grundstück totbiss. Und zu Beginn des ­Vorjahrs fiel in Leibnitz ein Rottweiler eine Familie in deren Wohnung an – es handelte sich um den Nachbarshund.

Ist es wirklich möglich, dass der bislang völlig verträgliche Hund von einer Sekunde zur nächsten zur reißenden Bestie wird? Bei manchen Todesfällen ist zwar schwer zu rekonstruieren, was vorgefallen ist, doch praktisch immer, sagt Tiermedizinerin Jones-Baade, gibt es eine Vorgeschichte: „Die Frage ist, wie war die Aufzucht des Hundes, wie war das Verhältnis zu seinem Halter.“ Unter entsprechenden Voraussetzungen könne letztlich „ein kleiner Auslöser an einem ­bestimmten Tag genügen“, so Jones-Baade. „Ein Sturz oder Stolpern des Menschen oder Schmerzen beim Hund.“

Der Grazer Unfallmediziner Johannes Schalamon erhob für seine Studie unter gebissenen Kindern sogar im Detail, welche Aktivitäten den Verletzungen vorausgegangen waren: zumeist Spielen mit dem Hund (28 Prozent der Unfälle), Vorbeigehen am Tier (14 Prozent), Streicheln (zehn Prozent) sowie, weniger häufig, beispielsweise Füttern, mit dem Rad vorbeifahren, Stören beim Fressen. „Es gibt zuvor praktisch immer eine Interaktion“, sagt Schalamon. „Es ist sehr selten, dass das Kind in der Wiese mit den Blümchen spielt, und plötzlich beißt ein Hund.“ Er habe einen Fall gehabt, in dem das Kind mit den Fingern in der Nase des Hundes gebohrt habe. Umso wichtiger seien entsprechende Schulungen im Umgang mit Hunden sowie „das Bewusstsein, wo die Vorfälle wirklich passieren: nämlich in der Familie und in der Nachbarschaft“.

Dass diesen Zusammenhängen mit Maßnahmen wie dem Hundeführschein Rechnung getragen wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Mosser fürchtet gar, dass der Schuss teilweise nach hinten losgeht. Denn viele jener Personen, die ihre Tiere ganz bewusst benutzen, um zu provozieren oder andere einzuschüchtern, würden die Prüfung wohl locker bestehen. „Aber am psycho­pathischen Verhalten ändert das gar nichts“, so Mosser. „Im Gegenteil, das wird dann noch mit dem Karterl legitimiert.“ 5.6.2010 06:56



Erklären Sie, warum Privatleute Hunde (egal welcher Rasse) zum "Schutzdienst" ausbilden dürfen ?

Sollte dieses Gesetz in der vorliegenden Form ohne Prüfung von Spezialisten (nicht selbsternannten Landwirten / Politikern "Lobbyhunde" halten, sondern Forscher, die sich seit Jahren neutral mti der Materie auseinander setzen) verabschiedet werden, ist es ein Armutszeugnis für die BRD - für Sie als Politiker noch viel mehr.

Eine Verordnung für auffällig gewordene Hunde & Halter sehe ich positiv, aber kein "über den Kamm scheren nach Rasse". Das ist das falsche Signal, mit dem nur von vorhandenen Problemen (Z.B. "jugendliche Intensivtäter") abgelenkt wird.





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Jede Woche sterben durchschnittlich 3 Kinder durch Menschen …

28.06.2010 13:07:00 von K.D.
Jede Woche sterben durchschnittlich 3 Kinder durch Menschen … Vorab möchte auch ich mein ehrliches Bedauern zum Tot des Kindes ausdrücken. Jeder Todesfall ist ein Drama für die Betroffenen. Trotzdem muss ich in dem Zusammenhang meine Verwunderung über die Art und Weise zum Ausdruck bringen, wie mit dem Tot des Kindes umgegangen wird. Laut der Deutschen Kinderhilfe Direkt (DKHD) sterben in Deutschland pro Woche durchschnittlich 3 Kinder durch Menschen herbeigeführte Misshandlungen und sind aktuell jeden Tag 100.00 Kinder akut durch Menschen gefährdet. Laut Familienministerium sterben jedes Jahr ca. 22 Kinder durch erwachsene Menschen durch direkt und aktiv zugefügte Gewalt gegen Kinder. Die Zahl erhöht sich insgesamt auf 170 Kinder jährlich, wenn man Todesfälle mit einbezieht, die z.B. durch überforderte Mütter entstehen, die ihre Kinder verhungern, erfrieren oder sich selbst überlassen. Insgesamt finden laut Amt für Statistik jährlich ca. 3.500 Tötungsdelikte in der BRD statt. Das macht ca. 10 Tötungsdelikte am Tag. Diese Zahl schließt auch fahrlässige Tötungsdelikte mit ein, allerdings keine Tötungsdelikte im Straßenverkehr. Wie viele Menschen werden dagegen von Hunden getötet? Im Zeitraum von 1998-2007 sind insgesamt 39 Todesfälle erfasst. Erfasst sind dabei auch alle Todesfälle, die indirekt durch Hundebisse verursacht wurden, also auch Todesfälle durch Infektionen, oder Verletzungen durch Umstoßen, oder Herzinfarkt in Folge eines Hundeangriffes. Wenn man logischer Weise bedenkt, dass es ca. 80 Millionen Menschen und nur 5 Millionen Hunde gibt, also 16 Mal mehr Menschen als Hunde, müsste man die Zahl mit 16 multiplizieren und käme auf vergleichbar 64 Todesfälle im Jahr (4 Todesfälle pro Jahr bei 5 Millionen Hunden/ 64 bei 80 Millionen Hunden). Es stehen dann also 3.500 Tötungsdelikte, die jährlich durch Menschen verursacht werden 64 Todesfällen durch Hunden gegenüber, denn es denn genauso viele Hunde wie Menschen geben würde. Es ist klar, dass diese Zahlen je nachdem, was man bewirken will, sich noch in die eine oder andere Richtung verändern lassen. Wie auch immer man die Zahlen dreht und wendet, sollte jedem vernünftigen Menschen bewusst sein, dass Hunde wahrlich kein ernsthaftes und bedeutendes Problem darstellen. Aus Solidariät zu anderen Hundehaltern, habe ich darauf verzichtet, in Vorfälle mit Kampfhundebeteiligung und ohne Kampfhundebeteiligung zu unterscheiden. Würde man sich allerdings diese Zahlen einmal genauer anschauen, käme man zum Schluss, dass die Hysterie gerade zu absurd ist. Schaut man sich insbesondere Thüringen an, stellt man fest, dass es in den letzten Jahrzehnten einen amtlich erfassten Todesfall durch Hunde gab, mit dem aktuellen werden es 2, wohlgemerkt auf Jahrzehnten betrachtet. 1 Todesfall ist davon „Kampfhunden“ zuzuschreiben. Wie man in dem Zusammenhang bzw. an Hand dieser geringen Zahlen ernsthaft davon sprechen kann, dass die alten Verordnungen nicht wirkungsvoll waren und Handlungsbedarf besteht, ist gerade zu unglaublich.

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kein Rassenwahn !!!

28.06.2010 12:29:00 von Ana V. Springfeldt
Sehr geehrter Herr Dr.Huber : wie schön, dass hier einmal Meinungen der Bürger gefragt sind, unser Land fühlt sich für mich häufig nicht demokratisch an ! Zuallererst : alle Hunde haben Zähne und sie können gefährlich werden, wenn der Halter versagt. Experten haben längst nachgewiesen, dass dieses keine Frage der Rassenzugehörigkeit ist. Trotzdem strafen Rassenlisten pauschal die Halter der 4 verfolgten Rassen. Das ist ein grosses, ein sehr schmerzliches Unrecht. Wahr ist, dass in der Vergangenheit vereinzelt kriminelle Elemente sich Hunde dieser Rassen hielten, um sie zu missbrauchen. Die Behörde hätte die Möglichkeit gehabt, hier präventiv einzuschreiten. Aber aufgrund der Persönlichkeit des Halters und nicht aufgrund der Rasse des Hundes. Es gibt so unglaublich viele Hunde der verfolgten Rassen, die sorgsam in ihren Familien gehalten werden und die lebenslang allen Mitmenschen nur freundlich begegnen. Andererseits kommt es mit Hunden, deren Rasse als "harmlos" gilt, zu den häufigsten Unglücksfällen. Meine herzliche Bitte : überprüft die Qualifikation der Hundehalter ! Ohne Ansehen der Rasse ! Bestraft nicht unschuldige Hunde und ihre Familien für das Versagen der Behörden und vor allem für die wenigen, krankhaft gestörten Typen, die überhaupt keine Hunde halten sollten. Mein Vorschlag : Keine Rassenlisten ! Dafür Qualifikation jedes Hundehalters eines Hundes bestimmter Grösse / Gewicht. Auch ich meine : jeder Unfall ist einer zuviel
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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz

27.06.2010 22:57:00 von S. Bendekat
Sehr geehrter Hr. Dr. Huber, Sehr geehrtes Parlament, Sehr geehrtes Innenministerium,

als allererstes einmal, tut es mir total leid, was mit der kleinen Coleen passiert ist, für die Familie habe ich tiefstes Mitgefühl. Ich hoffe auch, dass es der Großmutter der kleinen Coleen schnell wieder besser gehen wird.

Ich glaube, ich spreche da nicht als einzigster „SoKa“ - Besitzer in dieser Beziehung so, sondern es denken alle seriösen und vorbildlichen „Soka“ – Besitzer sowie auch Hundebesitzer so wie ich. Ich bin gegen dieses Gesetz und gegen die Ausrottung der vier Rasse die Sie auf eine Liste setzen wollen. Weiterhin bitte ich Sie Anständig alles noch einmal mit fachkundigen Leuten zu überarbeiten. Meine Begründungen dazu finden Sie in den folgenden Zeilen. Als allererstes, wo sollen die ganzen Hunde hin, wenn die Besitzer sie abgeben, weil sie sich das ganze nicht mehr leisten können? Etwa in die doch schon ohnehin überfüllten Tierheime? Oder will man sich den Tieren die dann nicht mehr in die vorhandenen Tierheime passen einfach endledigen?

Da ich selber einen American Staffordshire Terrier habe möchte ich Ihnen gern einmal den Charakter des American Stafford Terrier, den man auch in jeden fachkundigen Buch nachlesen kann aufschreiben: „American Staffordshire Terrier

Dieser Hund ist verspielt, liebt es zu gefallen. So robust er ist, strotzend vor Kraft, ist er doch mit allen, die er liebt, sanft und empfindsam. Kindern gegenüber ist er gutartig, hat dabei etwas von einem "ewigen Junghund".

Er genießt Spiele wie Seilziehen, Fangen und Apportieren selbst noch in fortgeschrittenem Alter. Angemessene Zurechtweisungen nimmt er gutartig hin.

Oft ist eine Zurechtweisung in Worten zur richtigen Zeit alles, was er braucht, denn seiner Natur nach möchte er seinem Besitzer immer gefallen. Und eine seiner großen Gaben ist es, dass er genau den Unterschied merkt.“

In den USA werden American Staffordshire Terrier besonders gern als Therapiehunde ausgebildet (das müssen Hunde sein, deren Aggressionsschwelle zuverlässig so hoch liegt, dass sie auch auf unerwartetes und bedrohlich wirkendes Verhalten beispielsweise geistig Behinderter friedlich reagieren), und der Staffordshire Bullterrier heißt in England "nurse dog", was man als "Kindermädchen auf vier Pfoten" übersetzen kann.

Eins zwei Dinge noch für den Weg, wie viele nicht Kampfhunde haben schon Kinder gebissen? Erst kürzlich im April, der Husky, der das 8 Wochen alte Baby totgebissen hat. Warum erscheint dieser nicht auf einer Liste? Schliesslich war in Odisleben, lt. Zeitungen am Anfang auch ein Husky dabei, der aber nun am Ende wohl zu einen Vierten „Kampfhund“ wie man heute nur noch lesen kann, mutiert ist.

Wie viele Kinder sterben durch Ihre Mütter, oder Ihre Familie, weil diese einfach nicht mit der Situation zu Recht kommen??

Nach dem 21.5.2010 waren es innerhalb weniger Tage 2-3 Kinder, wo es bekannt wurde, dass Sie getötet wurden.

(So eine schreckliche Situation von Kampfhunden passiert alle jubel Jahre mal, wobei ich das deutlich gesagt nicht gut heißen will!)

Wie viele Menschen müssen durch Gewaltverbrechen sterben?

Wie viele Misshandlungen gibt es an Kindern und Menschen?

Wenn bestrafen wir dafür? Tut man deswegen auch gleich die ganze Menschheit abschlachten? Nur weil eine Person von uns, jemanden so eine schreckliche Tat angetan hat? Mir tun alle Kinder leid, die jeden Tag sinnlos sterben müssen, egal ob durch Hunger, Krankheiten, Kriege, Menschen, Hunde, Eltern, Amokläufe, Unfälle und so weiter.

Man müsste also auch Eltern bzw. Menschen, Autos, Flugzeuge, Züge und viele Dinge mehr abschaffen für immer.

Hier mal nebenbei, wer Interesse hat, eine interessantes PDF. Auf der Seite 4 ist eine Grafik über die häufigsten Unfallursachen – Deutschlands bei Kindern :

(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Jedenfalls stehen Hunde so weit unten, dass sie dort gar nicht erst auftauchen. Wobei ich den Vorfall in Oldisleben bei Gott nicht verharmlosen will.

Ich bitte Sie und das Parlament anständig dieses Hundegesetz noch einmal zu überdenken und nicht einfach voreilige Schlüsse zu ziehen. Setzen Sie sich mit Sachverständigen, Hundeverbänden und Wissenschaftlern zusammen und finden Sie eine gemeinsame Lösung die jedem zu gute kommt! Wobei ich lediglich nicht gegen alles bin. Gut finde ich jedoch für alle Hunde und Halter: - Sachkunde - Kennzeichnungspflicht (Chip, Tätowierung) - Nachweisliche Halter und Hundehaftpflichtversicherung Schlecht finde ich: - Rassenlisten - Ausrottung bestimmter Rassen - Zwangskastrationen und Sterilisationen

Wenn Sie aber wirklich so ein Gesetz rausbringen wollen. Dann sollte dieses Gesetz aber bitte für alle Hunderassen und auch alle Hunde sowohl auch Rettungshunde / Hunde im Polizeidienst usw. einbezogen werden und nicht nur bestimmte Rassen! – Damit es Gerecht ist. Leider kann man die Vorfälle nicht ungeschehen machen, aber mit solchen übereilten und unbedachten Maßnahmen wird man das ganze auch nicht verhindern können.

Sicherlich, sind wir seriösen und vorbildlichen SoKa - Besitzer nicht generell gegen ein Gesetz. Jedoch sollte dieses mit Bedacht gefällt werden. Es ist richtig, dass man die unseriösen Hundehalter entfernen muss, doch darunter dürfen NICHT die Hunde und auch NICHT die seriöse Hundehalter leiden!!!!!

Denn die unseriösen Halter und Züchter, die so einen Hund haben wollen, werden Ihn sich auch holen, egal was für Gesetze und Verordnungen es geben wird! D.h. man würde es sogar schlimmer machen, da für solche Leute das verbotene erstrecht interessant ist, wie allgemein bekannt sein müsste.

Ehrlich gesagt, halte ich nicht mehr viel von Politik, weil man sich nicht mehr wirklich um die Meinungen des deutschen Volkes kümmert.

Zumindesten´s kommt es einen so vor. Viel mehr geht es nur noch um Geld, Geld, Geld und nochmals Geld. (Wie kann der Staat da sparen? Wie kann man dort mehr Geld rein bekommen? und so weiter. )

Ganz ehrlich, warum fängt man nicht erst einmal ganz oben an aufzuräumen? Und arbeitet sich dann ganz langsam nach unten herab?

Leider Gottes schimpft das deutsche Volk nur in den Bart hinein und fängt nicht an wach zu werden! Ich hoffe ich werde nun nicht ein weiteres mal durch die deutsche Politik endtäuscht und hoffe es gibt doch noch Gerechtigkeit in diesem Land.

Wie ich bereits weiter oben erwähnte besitze ich einen American Staffordshire Terrier, dieser ist heute fast 9 Jahre alt. Mein Hund und meine Nichte, beide das gleiche Alter sind zusammen aufgewachsen und bis heute ist nie etwas passiert! Nun wollen Sie dem Kind und mir unserem besten Freund nehmen? Ich bin ehrlich, sollte es meinen Hund mal nicht mehr geben, würde ich mir immer wieder für solche eine Rasse entscheiden. Da mich das liebenswerte Wesen, sowie die pos. Charakteren dieser Rasse pos. beeindruckt haben.

Auch heute erst wieder, bei dem WM – Spiel „Deutschland – England“ war ich bei Freunden, dort waren mehrere Fussballfans Vorort und auch Kinder....... mein Hund blieb ruhig legte sich in eine Ecke und schlief. Als das Kind kam und ihn streichelte blieb er ruhig. Selbst als sich die Leute über die Tore von Deutschland freuten blieb mein Hund ruhig und freute sich einfach mit.

Weiterhin WURDE mein doch ach „so grosser böser starker Kampfhund“ innerhalb seiner ersten 3. Lebensjahre 12 x gebissen. Richtig nicht er hat gebissen, sondern er wurde gebissen (auch schwerere Bissverletzungen). Er hat sich KEIN einziges mal gewehrt, er lies alles über sich ergehen. Und die Bisse passierten nicht etwa von „SoKa´s“ nein im Gegenteil, die Bisse erfolgten durch Rassen wie Schäferhund, Westi´s und andere Rassen.

So genug geschrieben. Auch wenn ich mich noch sehr sehr lange darüber auslassen könnte.

Herr Huber nehmen Sie doch einmal, das ganze zum Anlass, um darüber nachzudenken was Sie verlangen. (Manche Leute, selbst der Deutsche Staat würde sowas als Diskriminierung und Rassenhass bezeichnen ................. wird sowas nicht eigentlich gesetzlich geahndet?)

Setzen Sie sich doch einmal hin und durchforsten das Internet nach diesen Kampfhundrassen. Dies habe ich auch einigen Leuten die gegen diese Hunde waren empfohlen und Sie haben es auch gemacht.

Als Antwort bekam ich: „ Hallo ****, habe mich selber ein wenig im Netz umgesehen und einiges gelesen. Ich habe dabei viele neue Eindrücke gewonnen. Und so zu meinen bedauern feststellen müssen, dass ich doch viele Vorurteile hatte. auch habe ich einiges gelesen was ich nicht wusste. ...............“

Ich danke Ihnen im Voraus, dass Sie sich eventuell die Zeit genommen haben diesen Beitrag zu lesen.

Liebe Grüsse S. Bendekat
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Kommentar 239

27.06.2010 21:47:00 von Anke
Dieser Gesetzentwurf ist ein Witz. Diese Hunde in Oldisleben wurden illegal gehalten. Da hätte auch ein noch so scharfes Gestz gelten können wenn es am Ende nicht durchgesetzt wird. Jeder der sich mit dem Thema Kampfhund und Beißunfälle auseinandersetzt wird feststellen das man die Gefährlichkeit eines Hundes nicht an der Rasse sondern ausschlieslich an den Halter ausmachen kann. Jeder Hund kann beißen. Die Statistiken der Beißunfälle zeigen eindeutig das es mit sogenannten Kampfhunde seltener zu Unfällen kommt als mit Schäferhunden, Dackel und co. Es ist echt traurig wissentschaftliche Untersuchungen und Expertenmeinungen einfach ignoriert werden. Warum darf das so sein?? Fühl mich so machtlos....
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Beißunfall durch nicht Listenhund

27.06.2010 14:57:00 von Manuela Witzleb, Mitglied im Tierheimverein Erfurt e.V.
Hallo Herr Huber Wir hatten gestern einen sehr schönen " Tag der offenen Tür " im Erfurter Tierheim. Es waren wirklich sehr viele Hundebesitzer mit ihren Hunden da und es lief alles prima, ohne irgendwelche Vorfälle. Es waren alles verantwortungsbewußte Hundehalter mit entsprechender Kenntnis. Vor Ort waren auch Experten vor Ort, Herr Kümmel von der Hundeschule Passion Weimar, der Herr Päth vom Ordnungsamt Erfurt, die DRK Rettungshundestaffel aus Erfurt und noch weitere. Die letztere ( Rettungshundestaffel ) hat mir die Möglichkeit gegeben mich mit meinem Hund Amy - AmStaff Mix - vor zu stellen, zur Ausbildung zum Rettungshund. Was mich sehr ermutigt und gefreut hat, war es nicht ein American Stafforshire Terrier der in New York die meisten Menschen gefunden und gerettet hat? Ja, war es! Der Weltmeister in der Rettungshundearbeit ist auch ein American Staffordshire Terrier! Auch ist Ihr Gesetzesentwurf unter den Fachleuten und den anderen nicht Listenhundebesitzer zum Gespräch gekommen und es gab keinen Zuspruch. Die Gefahrenhundeverordnung ist schon ausreichend muß nur dem entsprechend durchgesetzt werden. Was passiert mit den Hunden die nicht auf der Liste stehen und sie fallen auf? Wird das tolleriert? Der Hintergrund dieser Fragen ist derjenige: Dieser wirklich schöne Tag wurde durch einen Anruf meiner Schwester beschattet. Sie feierten den 6. Geburtstag meines Neffen, wo er sich 3 Kinder einladen durfte. Am Ende der Feier wurden die Kinder von Ihren Eltern abgeholt, wobei das erste Kind von seiner Mutter und deren Französichen Bulldogge abgeholt wurde. Und schon nahm das Schicksal Ihren Lauf, mein kleiner Neffe wurde von diesem Hund ins Gesicht gebissen. Er mußte heute Nacht noch operiert werden. Der Vorfall ist schon schlimm genug, aber dann noch zu erfahren das dieser Hund keine Kinder leiden kann und schon mehrmals ein Kind gebissen hat, da frag ich mich doch wo ist das Verantwortungsbewußtsein der Hundebesitzerin? Wenn ich doch weiß das mein Hund keine Kinder leiden kann, dann nehm ich ihn doch nicht mit zu einem Kindergeburtstag! Somal er einen Tag vorher das eigene Kind schon in das Gesicht gebissen hat. Für diesen Fall würde doch die Thüringer Gefahrenhundeverordnung greifen? Was würde bei Ihrem Gesetz mit diesem nicht Listenhund passieren? Ach ja unter den Teppich kehren, wie bei dem Husky - der kurz im Tierheim saß und dann in eine neue Familie vermittelt wurde! Für einen Listenhund würde so ein Vorfall das Todesurteil bedeuten! Hab ich Recht? Habe gerade erfahren das er mit 7 Stichen an der Lippe genäht werden mußte, also ist es schon eine erhebliche Verletzung - Ein Stück höher und mein Neffe hätte wahrscheinlich sein Auge verloren! Wo ist hier die Gerechtigkeit? Bei den Menschen wird Gleichberechtigung angstrebt, warum nicht auch bei den Hunden? Sachkundenachweis ( Hundeführerschein )für alle Hundebesitzer, Haftpflichtversicherungbfür alle Hundebesitzer. Mit der nötigen Kenntnis, Verantwortung und Vernunft wäre dieser Unfall nicht passiert. Mich macht dieses Gesetz und dieser Vorfall mit meinem Neffen total wütend. Würde man die ärztliche Schweigepflicht aufheben, was würden dann für Beißvorfälle mit nicht Listenhunden in der häuslichen Umgebung ans Tageslicht kommen? Oder garnicht gemeldete Beißvorfälle in der Öffentlichkeit mit nicht Listenhunden? Ich mag es mir nicht ausmalen! Ich habe seit 1996 einen Listenhund und nie war einer negativ aufällig, nur positiv. Candy - Pit Bull Terrier - war ein Rettungshund und Amy ist ein Besuchshund in Alten- und Pflegeheimen und hoffentlich auch bald ein Rettungshund. ICH FORDERE KEIN ÜBERSTÜRZTES HANDELN UND DIE GLEICHBERECHTIGUNG UNTER DEN HUNDEN!
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Warum?

27.06.2010 13:55:00 von Josephine Lamnek
Warum müssen wieder die Tiere für menschlichen egoismus bezahlen? Wieso fangen Sie nicht erst beim Halter an? Sondern wollen gleich die ganzen Rassen ausrotten?

Ich hätte mehr erwartet. Ich bin ein verantwortungsvoller Hundehalter, und ich kenne viele verantwortungsvolle "Kampfhundehalter"..

Das erst vor ein paar Tagen ein Kind von einem Schäferhund ins Gesicht gebissen wurde interessiert die Presse nicht> es war ja kein Kampfhund!

Zwei Chihuahuas haben ein wenige Wochen altes Kind totgebissen! Ja, die kleinste Rasse der Welt.. merkt man nicht daran, das es sinnlos ist sich auf bestimmte Rassen zu beziehen?

Man sollte allgemein einen Hundeführerschein einführen, und nicht die Halter bestimmter Rassen diskriminieren! Vielleicht sogar den Besuch einer Welpenschule zur Pflicht machen.

Bevor man sich einen Hund zulegt sollte ein Test durchgeführt werden, ob man überhaupt in der Lage ist ein Tier artgerecht und mit Grundwissen zu halten und zu erziehen!

Es ist furchtbar was immer wieder passiert, doch werden Sie mit Ihrem Gesetz nicht viel ändern können, außer das sich einige Menschen bewusst von Thüringen abwenden werden. Keiner will Diskriminiert werden, und "Kampfhundehalter" haben jetzt schon ein schweres Leben in unserer Gesellschaft.. Man sollte mehr Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung vornehmen...
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Kommentar 242

27.06.2010 11:32:00 von Helga
Das ist mal wieder mit heissen Nadeln gestrickt. Besser man zieht mal kompetente Leute wie Bloch und Baumann zu Rate. Ein Gremium aus Hundefachleuten, das wäre hilfreich. Hundeführerschein für alle Hundebesitzer!
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Rasseliste, nein Danke!

26.06.2010 17:35:00 von Claudia M.
Es ist doch erwiesen, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht an seiner Rasse auszumachen ist. Selbst in anderen Bundesländern, die Rasselisten eingeführt haben, werden Hunde dieser Rassen (ich sage bewusst nicht Kampfhunde!) illegal gehalten. Und wenn welche negativ auffallen, dann sind es die illegal gehaltenen. Das zeigt doch, dass man mit solchen Gesetze (und blödsinnigen Rasselisten) die Illegalität nicht eindämmen kann. Vielmehr haben wieder die darunter zu leiden, die verantwortungsvoll mit ihren Hunden umgehen, die ihre Hunde voll und ganz in die Familie integrieren und deren Hunde völlig normal sind.

Wer solche Hunde kennt, weiß wie familientauglich sie sind, wie menschenbezogen und verschmust.

Gegen eine Haftpflichversicherungs- und Chippflicht spricht m. E. nichts - aber bitte für a l l e Hunde, egal ob groß oder klein.

Von Hundeführerscheinen halte ich nichts. Wer will die Vorgaben machen? Ist doch nur wieder "Geldmacherei". Und manche Hunde aus TH hätten oftmals kaum noch eine Chance auf Vermittlung, weil man, um sie wieder "hinzubiegen", viel Zeit und Geduld benötigen würde, die man dann aber nicht hätte.

Vielleicht kann man ja mal über einen Verbleibnachweis nachdenken. Dann würden ggf. auch Spontan- oder Überraschungskäufe entfallen. Damit meine ich, dass der Züchter bzw. das Tierheim beim Amt meldet, wo der Hund (und auch hier spreche ich von allen Hunden, egal ob groß, ob klein, Schäferhund, Pudel oder sonstiges) hinvermittelt wurde. Der neue Halter des Hundes hat seinen Hund zu versichern, zu chippen und ebenfalls beim Amt anzumelden. Kann der Halter seinen Hund - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr halten und gibt in ab, meldet er dieses bei seinem Amt und teilt den neuen Halter (o. TH) mit. Und so würde das immer weiter gehen. So würden ggf. auch die Hinterhofzüchtungen und Massenvermehrungen ein Ende finden.
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geplantes Hundegesetz

26.06.2010 13:17:00 von Anja
Auch mich schockierte der bedauerliche Vorfall in Thüringen. Auf Grund der bisherigen, einzig richtigen und fortschrittlichen Verordnung war ich jedoch voller Hoffnung, dass dieser Vorfall verantwortungbewusst und mit Hilfe von Experten behandelt und bewertet wird. Das nun in Thüringen die gleiche Hetzjagd auf Hunde bestimmter Rassen und deren Halter los bricht wie in vielen anderen Bundesländern (z.B. hier in Brandenburg) entsetzt mich zutiefst. Eingeschränkt und dikriminiert werden mit solchen Bestimmungen lediglich die verantwortungsvollen Hundehalter. Ich kann nur Hoffen, dass von einem derartigen Gesetz abgesehen wird und weiterhin Vorfälle mit Hunden aller Rassen im Einzelfall geprüft und gegebenenfalls geahndet werden.

Anja R.
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neues Kampfhundegesetz für Thüringen

26.06.2010 07:58:00 von M. Wittmütz
Wir fahren seit Jahren nach Thüringen und waren immer froh darüber, das es dort keine Rasseliste gibt. Ich finde es extrem traurig, das Herr Dr. Huber jetzt, möglicherweise aufgrund des Drucks von anderen Seiten, umschwenkt und die Politiker eine Rasseliste einführen wollen. Bitte denken Sie einmal darüber nach. Würde diese Rasseliste bereits existieren, hätte sie den Unfall welcher im Mai in Oldesleben passiert ist verhindert? Das kann man wohl ganz klar mit einem NEIN beantworten. Eine Zweite Frage: Warum steht dann der Huski nicht auf der Liste, der ebenfalls erst dieses Jahr, meine es war auch im Thüringer Raum, ein Baby getötet hat???? Diese Rasselisten bedeuten für mich Rassismus was zur Folge hat das Menschen die mit solch einem Hund leben Ausgrenzung, Anfeindung und öffentlichem Hass ausgesetzt werden. Ich bin absolut dafür das etwas getan werden muß. Der bereits diskuttierte Hundeführerschein für ALLE zum Beispiel, wäre doch eine gerechte Lösung. Ich kann nicht verstehen, warum eine Rasseliste wieder "Thema" ist. Haben doch bereits genug Wissenschaftler belegt, das die Gefährlichkeit eines Hundes nicht an der Rasse fest gemacht werden kann. Jeder Hund birgt ein Raubtier in sich, wird der Hund vom Besitzer nicht richtig geführt, kann es zu solchen Vorfällen kommen, daher ist der Hundehalter hier IMMER der, der zur Verantwortung gezogen werden muß. Ich kann nur hoffen das Thüringen von der Rasseliste absieht.
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Ernüchternd

26.06.2010 02:19:00 von Kott, A.
Wer hat ehrlich gesagt etwas anderes erwartet, als das wie immer angebliche Experten eine Liste mit böse schauenden Hunden erstellen und diese verbieten lassen?

Dass man noch einen Schritt weiter geht und Halter dieser Rassen durch verschiedene Maßnahmen, wie die Verpflichtung eines Warnschildes, massivst kriminalisiert, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Mittlerweile weiß man von tatsächlichen Experten, dass eine besondere Gefährlichkeit nicht von den üblich gelisteten Rassen ausgeht.

Statt Experten zu Rate zu ziehen, macht man populistische Gesetze, die keinen Sinn ergeben.

Ich bin ernüchtert

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armes thüringen

25.06.2010 22:50:00 von Kerstin Räditz
Herr Innenminister! Wie wär`s mal z.B. im Tierheim Erfurt vorbei zu schauen, sich mal herabzulassen und sich realistische Meinungen anzuhören?? Die Hysterie geht nämlich im Übrigen schon los: Anruf im Tierheim: Verzweifelte Hundehalter (dieser Rassen) bekommen Erpresserbriefe ihrer Vermieter – der Hund muss in zwei Wochen aus der Wohnung sein, sonst Kündigung. Was soll das???

Schwer vermittelbar werden dann die vielen American Staffordshire und Pitbulls - allerdings meistens nur, weil ihre Rasse schlecht angesehen ist. Die Konsequenz sind überfüllte Tierheime. Es können keine Pensionshunde mehr aufgenommen werden und auch für Abgabehunde sind die Kapazitäten oft erschöpft. Verärgerte Leute binden in einem solchen Fall den Hund auch einfach an den Zaun.

Dem Tierheim bleibt dann nichts anderes übrig, als das Tier doch noch irgendwo unterzubringen. Irgendwie muss es ja gehen. Die Tierheime erfüllen ja eine öffentliche Aufgabe…. Wenn Politiker meinen, sie müssten über willkürlich festgelegte Rassenlisten Sonderkonditionen für die Haltung bestimmter Hunde definieren, dann müssen sie auch die Voraussetzungen für die Sonderfall - Betreuung schaffen.

Ich persönlich bin für einen „Hundeführerschein“ – aber für jeden Zwei- und Vierbeiner – EGAL WELCHER RASSE! Will ich Auto fahren, muss ich auch erst eine Prüfung ablegen… Eine Kennzeichnung des Hundes per Mikrochip, eine Hundehaftpflicht für jeden Hund sollte zur Pflicht werden!

Als "Kampfhunde" werden Hunde bezeichnet, die in "Hundekämpfen" eingesetzt werden - die Rasse "Kampfhunde" gibt es nicht. Zuchtauswahlkriterium für "Kampfhunde" war eine besondere Angriffsbereitschaft anderen Hunden, aber keinesfalls den Menschen gegenüber. Diese Linie verfolgen einige skrupellose Menschen, um für sich oder einen fragwürdigen Kundenkreis eine potenzielle Abschreckung zu bieten.

Und diesen verantwortungslosen „Hinterhof “Züchtern wird man auch mit der neuen geplanten Verordnung nicht das Handwerk legen. Wer von den Behörden will denn dies kontrollieren bzw. unterbinden?

WIR BRAUCHEN KEINE NEUEN GESETZE, DIE VORHANDENEN MÜSSEN NUR ANGEWAND WERDEN!!!!!

Es gibt auch keine "gefährlichen Hunderassen". Der Begriff "gefährlicher Hund" ist unabhängig von der Rassezugehörigkeit zu benennen, vielmehr rasseneutral für Hunde, welche Auffälligkeiten in Form von Aggressivität gegenüber ihrer Umwelt (egal ob Mensch oder Tier) zeigen.

Auch die Beißstatistiken berücksichtigen nicht das Verhältnis zur tatsächlichen Anzahl der Hunde. Was wäre, wenn herauskäme, dass bei allen Hunderassen z.B. vier Prozent der Tiere eine erhöhte Aggressivität hätten. Oder vielleicht würde sich herausstellen, dass die Dackel im Verhältnis zu ihrer Anzahl die beißwütigsten wären!? Was ist denn mit dem Husky passiert? Man schweigt sich aus… keiner redet mehr von diesem auch tödlichen Vorfall!



Kerstin Räditz, eine Tierheimmitarbeiterin
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Menschen bräuchten Maulkörbe, Hunde keine Gesetze

25.06.2010 22:47:00 von Daniela
Es muss auf Bundesebene endlich das lang ersehnte Heimtierzuchtgesetz verabschiedet werden, welches nur noch eine kontrollierte und artgerechte Zucht durch sachkundige Züchter zulässt und ausschließlich gewinnorientierten Vermehren von Hunden einen Riegel vorschiebt. Rasselisten sind kein adäquates Mittel und aus kynologischer Sicht ist es unmöglich, die Gefährlichkeit eines Hundes an seiner Rassezugehörigkeit festzumachen. Menschen, die mit Hunden Schindluder betreiben möchten oder sich vielleicht über ihren Hund definieren wollen, beschaffen sich dann eben Hunde von Rassen, die nicht aufgelistet sind oder einfach Mischlinge. Menschen, die Hunde nur Vermehren wollen um Gewinn zu machen, melden weder ihre Hunde offiziell bei den Gemeinden an, noch achten sie beim Verkauf darauf, ob der Käufer in der Lage ist, einen Hund zu führen, sich mit Hunden auskennt und seine Lebensumstände eine Hundehaltung zulassen. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Gemeinden und Ämter, welche bei Hinweisen auf nicht art- und sachgemäße Hundehaltung sofort regieren sollten. Selbstverständlich objektiv, nicht unüberlegt und sachlich. Man hörte nämlich, dass es schon etliche Versäumnisse diesbezüglich gegeben hat. Der Besitzer des Hundes aus Hamburg im Jahr 2000 z. B. war polizeilich bekannt und auffällig, die Stadt hatte es aber vermieden, sich seiner anzunehmen. Eine Überprüfung der Lebensumstände und der Haltung der Hunde von so manch einem „Hobby-Züchter“ wäre erforderlich. Hunde zu züchten heißt unter anderem: Verantwortung zu tragen, Leidenschaft für eine Hunderasse zu empfinden, ein Hobby zu betreiben, Interessenten mit Sorgfalt auswählen, immer Ansprechpartner sein, im Notfall einen Hund wieder zurück nehmen, viel Platz und genügend Geld zu haben. Wir stehen zu unseren Hunden, wir kämpfen für unsere Hunde. Grüße Daniela
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Fahrlässig!

25.06.2010 22:44:00 von Sandra Wenzel
Es ist wirklich als fahrlässig zu bezeichnen was mit diesem Gesetztesentwurf passiern soll. Zu einem wird zu jedem Gesetztesentwurf ein Experteam befragt nur bei Hunden schein Politiker sich da auf die Presse eher zu verlassen als auf die Wissenschaft. Wissen bildet! Geneteiker und Experten im Bereich Verhaltensforschung könnten hier mal für Aufklärung sorgen.

Stattdessen wird nun eine Aurottung dieser Rasse angestrebt, nur um dem Bürger das Gefühl zu geben hier würde eine Gefahr gemindert werden. Da die Gefahr nicht von diesen festgelegten Rassen ausgeht wird keine Gefahr vermindert, die Bevölkerung nicht geschützt und das nenn ich FAHLÄSSIG! Jeder Schäferhund, jeder Mi, jeder Golden Retriver der in den nächsten Jahren ein Kind tod beisst in Thüringen geht auf das Konto der Politiker die unzureichende Regelungen erschaffen die an der Sitaution nichts ändern.

Deutschland liegt in der Hundhaltung im Europäischen Vergleich an drittletzter Stelle und das obwohl dies Arbeitsplätze schafft, Steuern einbringt usw. Statts hier was zu fördern, was intelligent wäre, wird mit Verboten um sich gehauen. Sehr schade.

Macht Hundetrainer (ich bin selbst eine von denen und will es trotzdem) zu einem anerkannten Ausbildungsberuf und verlangt dann von allen Hundehaltern egal welcher Rasse einen Hundeführerschein dem man bei einem anerkannten Trainer ablegen kann. Problem wäre langfristig gelöst.
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Rassenlisten = mittelalterlicher Hunderassismus

25.06.2010 20:41:00 von Heike
Jeder Hund ist ein Raubtier, jeder Hundehalter sollte sachkundig sein und die Einführung von Rassenlisten ist die Politik des Mittelalters.

Mein Anliegen an die Politik:

Die Fokussierung der Hundehaltung, nicht einzelner Rassen – und darüber hinaus eine qualifizierte Hundehaltung fordern und fördern.

Mit 3 einfachen Mindestanforderungen: 1. Theoretische Sachkunde (z.B. dog-test, bei der TAG-H Tierärztliche Arbeitsgemeinschaft) 2. Kennzeichnungspflicht aller Hunde 3. Tierhalterhaftpflichtversicherung

Optional die praktische Sachkunde mit dem Hund - evtl. über den Anreiz eines Hundesteuernachlasses.

Der Blick auf einzelne Hunderassen schadet dem Allgemeinwohl, es entstehen Vorurteile, eine respektvolle und wertschätzende Denkweise dem Einzelnen gegenüber wird erschwert.

Die genannten Grundvoraussetzungen zur Hundehaltung wären ein kleiner Schritt in Richtung qualifizierte Hundehaltung, diese Maßnahme dient dem Gemeinwohl und ist eine echte Gefahrenprävention - denn jeder Hund trägt bekanntlich die Gefahr im Maul.

Danke - für die Möglichkeit sich hierzu äußern zu dürfen!







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Die Wurzel allen Übels

25.06.2010 18:41:00 von Matze W
Hallo Her Minister,

Schauen sie sich mal folgendes Video an, lesen sie vorallen Dingen die Kommentare zu diesem Video und dann sollte klar werden was Ihre schwarze Liste und ihr Rassegesetz in Zukunft bringen wird. (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien) Bei den Kommentaren (bis auf einige Ausnahmen) dort, wäre es für mich eindeutig, wen oder was ich auf die Liste setzen würde b.z.W. wogegen wirklich vorzugehen wäre. Aber da es nicht nach mir geht, so sehe ich nur eine weitere (das Erbe der "bösen Kamfhunde" antretende) Hunderasse oder Kreatur , die wiedermal für unsere Dummheit zum Schafot gebracht wird. Ja, so ist es einfacher, Medienwirksamer und die medial verseuchten Leute halten auch das Maul. Und was kommt dann?

mfg
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Kommentar 252

25.06.2010 16:36:00 von M. Freier
Sehr geehrter Dr. Huber



Ich bin zutiefst erschüttert über den Vorfall in Oldisleben und jeder Vorfall ist einer zuviel ! Aber ich sehe keine Lösung darin, die Hunde zu verbieten. Denn, man muss auch bedenken, dass die Hunde leider oftmals falsch gehalten und behandelt werden. Ich finde diesen Gesetzesentwurf unüberlegt und überstürzt ! Schade finde ich es jedoch, dass die Politik nicht in der Lage ist das eigentliche Problem der Vorfälle zu erkennen, denn auch die Hunde sind in solchen Fällen die Opfer , werden oft jahrelang falsch und lebensunwürdig gehalten, misshandelt und nicht artgerecht behandelt! Die Menschen, die Hunde halten um sie abzurichten, werden dann einfach auf andere Rassen überspringen und gerade auch das Verbot und der schlechte Ruf dieser Rassen stellen Verlockungen für gerade diese Menschen dar. Ich besitze selber einen American Staffordshire Terrier und habe ihn im Jahre 2000 aus sehr schelchter Haltung bekommen und das er jetzt immer noch bei mir lebt , 5 Wesensprüfungen bestanden hat, zeigt doch, dass Hunde in den richtigen Händen wieder ins öffentliche Leben zurückgeführt werden können. Es gibt so viele Hunde die in falscher Haltung leben, bei jeder Rasse anzutreffen. Eine Rasseliste würde den Hunden nicht helfen, im Gegenteil, sie würden abgeschoben in Tierheime oder schlimmer noch, sie werden anders entsorgt ! Die Politik muss an anderer Stelle eine Lösung finden und zwar zum Wohle aller Hunde, denn Hunde werden leider oft ohne Wissen oder unüberlegt angeschafft und die kriminalität dadurch nicht gestoppt. Es kann nicht sein, dass man so mit "Lebewesen" umgehen darf. Hunde haben einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen , helfen den Menschen mit ihren Sinnen und ihrer Intelligenz, ob als Blindenhund, Therapiehund, Rettungshund oder eben als vollwertiges Familienmitglied. Im öffentlichen Dienst sind sie für Spürsuchen unersetzbar. Die Hunde haben durch ihr uneingeschränktes Vertrauen zu uns auch unseren uneingeschränkten Schutz verdient und es kann nicht sein, dass sich jeder einen Hund ohne Wissen und Gedanken anschaffen kann und mit ihm umgehen kann wie er gerade möchte. Es kann nicht sein, dass die Politik solch einen unsinnigen Weg der "Problemlösung" geht, denn kein Gesetz wirkt in den eigenen vier Wänden. Diesen Hunden muss geholfen werden behandelt zu werden wie jede andere Rasse auch , so sind sie doch treue Wegbegleiter wie alle anderen auch. Es sollte ein schärferes Tierschutzgesetz geben was die Behandlung und Haltung von Hunden, generell Tieren, angeht. Auch sollten die Besitzer aller Rassen mehr in die Verantwortung gezogen werden, nachzuweisen, dass sie in der Lage sind einen Hund artgerecht zu halten und wissentlich zu führen, denn ein Hund ist eben mehr als nur eine "Sache", wie es das Geestz leider ansieht, ein Hund ist ein Lebewesen, das seid jahrtausenden bei den Menschen, mit dem Menschen, zusammenlebt und auch FÜR den Menschen lebt. Nehmen wir die Niederlande, am 01.01.2009 haben diese das Gesetz gegen "gefährliche Hunde" fallen gelassen, die Niederlande betrachtet die Rassen des Pitbulltypen nicht mehr als generell gefährlich, so ist der Hund doch als Individuum anzusehen und jeder Fall einzeln zu bewerten ! Durch eine Hundeverordnung die alle Hundebsitzer anspricht, z.B einen Sachkundnachweis, einen Hundeführerschein, könnte vielen Hunden verschiedenster Rassen geholfen werden nicht misshandelt zu werden! Kriminalität gegenüber Hunden, Gewalt gegenüber Hunden könnte minimiert werden. Es kann nicht sein, dass sich jeder wie er lustig ist ein Lebewesen anschafft und damit umgeht wie er es meint! Es ist kein Sofa, kein Auto, kein Fahrrad, es ist ein Hund der eine Seele, ein Gewissen, Gefühle und ein Herz hat und dieses gilt es zu beschützen vor kriminellen Menschen. Rassen zu verbieten schützt vor Kriminalitäten nicht.
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Medienhetze

25.06.2010 15:46:00 von Harald
Leider lassen sich die Politiker zu sehr von den Medien beeinflussen und auch von den Schäferhundevereinen. Verbietet den Medien nach einem Vorfall mit einem Listenhund einfach mal, das sie die Berichte und Bilder verfälschen. Da wird bei einem gähnenden Hund das Maul rot eingefärbt und das Licht verändert. Ein Hundekenner sieht eindeutig, das der Hund gähnt. Aber Menschen die die Sprache der Hunde nicht kennen, werden durch so etwas abgeschreckt und glauben dann auch noch, was da geschrieben und gezeigt wird. Es wurde schon sooft bewiesen, das es keine gefährliche Rasse gibt. Aber daran wird ständig fest gehalten und die Nicht Listenhundehalter machen jedesmal einen Bogen um die Listenhunde und nehmen auch oft ihren kleinen Hund auf den Arm, der dann noch einen Riesen Rabaz macht, wobei der Listenhund fast immer ganz locker bleibt. Sollen doch mal ein paar wichtige Politiker ein paar Monate im Tierheim arbeiten. Da werden ständig normale Hunde abgegeben, weil der Halter nicht mehr mit ihm zurecht kommt oder weil der Familienhund gebissen hat. Man findet in Tierheimen vom Pinscher bis zum Berner Sennenhund immer mal welche, die falsch erzogen wurden und auch beissen. Bei normalen Hunden sind die meisten oder sogar alle Listenhundehalter vorsichtiger, weil viele leider nicht richtig erzogen werden, da viele Halter der Meinung sind, das ihr Hund eh nicht viel anrichten kann. Lockern SIe mal die Ärztliche Schweigepflicht, was Hundebisse betrifft. Da gibt es innerhalb einem Minat weit mehr Hundebisse, als überhaupt öffnetlich bekannt wird. Sogar mehr, als andere Unfälle. Ich selbst habe einen kleinen Mischling, der durch Misshandlung gefährlich war. Nun laufe ich so oft es geht mit Hundehaltern zusammen, die einen Listenhund haben. Und es gab noch nie Probleme. Wenn sich die Politiker und Behörden mal mehr an die Gefahrenabwehrverordnung halten würden, würde auch weit weniger passieren. Da gehen viele normale Hunde mit ihren Haltern Gassi, statt umgekehrt. Und davon sind einige auch nicht ganz ungefährlich. Aber auf einem solchen Hinweis wird oft nicht reagiert. Da heisst es nur, solnage nichts passiert, kann man nichts machen. Das ist dann keine Gefahrenabwehr mehr. Es sollte jeder Hundehalter eine Grundkenntnis vom Wesen eines Hundes erlangen. Wenn Listenhunde ausgerottet werden sollten, dann nehmen die Kriminellen, die Huundekämpfe abhalten o.ä. Schäferhunde und Malinois. Die kann man auch sehr gut abrichten. Genauso wie andere Rassen auch. Ergo wird das Problem mit Beissvorfällen von schlechter Erziehung oder abrichten nicht gelöst. Dann müssten alle Hund ausgerottet werden. Aber dann müssten auch Autos, Atomkraftwerke und viele andere Gefahrenquellen ausgerottet werden. Selbst dann gefährden sich die Menschen noch selbst.
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Menschliches Versagen

25.06.2010 14:12:00 von Markus Herwig
Dieser Gesetzentwurf wie auch die meisten mir bekannten Beißunfälle egal durch welche Rasse sind auf menschliches Versagen zurück zu führen!!! Ich war am Wochenende persönlich in Sachsenburg und habe mit Anwohnern über der Vorfall gesprochen, Ergebnis, die Tiere waren nicht auffällig weiter wurde mir zugetragen das die Hündin kurz vor dem Unfall Welpen hatte die ihr genommen und mit einem Spaten erschlagen wurden. JEDER der nur einen Hauch Hundekenntnis besitz weiß das dies eine Wesensänderung bei jeder Hündin hervorrufen kann, dies sollte auch Herr Dr. Gunter Wolf (Vet.Amt) wissen der die Tiere nach dem Unglück getötet hat mit der Begründung sie müssen krank gewesen sein!!!

Zusammenfassend, die Tiere haben ihr Revier verteidigt, die Oma hat ohne Wissen der Hundehalterin die abgeschlossene Haustür AUFGESCHLOSSEN und das Haus unbemerkt betreten.

Ich fordere Streichung der Rasselisten, Anhörung von Experten aus VDH DCBT und Hund und Halter e.V. Sterichung der Maulkorbpflicht und der Zwangssterilisation

Ich beführworte Versicherungspflicht für alle Hunde, Leinenpflicht in geschlossenen Ortschaften, und eine Art Hundeführeschein für ALLE Hundehalter.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Herwig Hundetrainer
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Medieninformationen

25.06.2010 12:02:00 von Sascha Gellert
Ich erlaube mir mal auszugsweise eine seriöse Quelle zum Thema "Gefährlichkeit von bestimmten Hunderassen" zu zitieren:

Thüringer Innenministerium, Medieninformation 20/10 vom 24.05.2010

Die Festlegung einer Rasseliste wurde als nicht weitgehend genug empfunden, da nach allen Statistiken des Bundes und der Länder nicht die typischerweise als Kampfhunderassen bezeichneten Hunde für die meisten Körperverletzungen sorgen, sondern Mischlingshunde und Schäferhunde. Dies geht auch aus der in Thüringen geführten Statistik hervor. Das Bundesverfassungsgericht hat zudem in einem Urteil aus dem Jahr 2004 entschieden, dass Rasselisten, auch wenn sie kein Verbot der Hundehaltung, sondern nur Auflagen bedingen, an der Realität gespiegelt werden müssen, d. h. die Gesetzgeber haben zu klären, ob die in den Listen aufgeführten Rassen tatsächlich diejenigen sind, die am meisten zu den Beißvorfällen beitragen. Da dies in der Regel nicht so ist, wurden in den letzen Jahren einzelne Rasselisten reduziert oder ganz gestrichen. In Berlin wurde so zum Beispiel der Staffordshire-Bullterrier, also die bei der tödlichen Attacke in Oldisleben beteiligte Rasse, aus der Rasseliste genommen. In Niedersachsen wurde die Rasseliste ganz gestrichen. Die Tierschutz-Hundeverordnung des Bundes, die ein Züchten von aggressiven Hunden verbieten wollte, enthält seit 2006 ebenfalls keine Liste mehr. Auch wurde das entsprechende Zuchtverbot gestrichen. Letztlich können alle Vorschriften nicht greifen, wenn sie nicht kontrolliert werden können, weil der der Halter, wie im Fall Oldisleben, die Hunde nicht angemeldet hat und die zuständige Behörde daher nichts von der Existenz dieser Hunde weiß.

Und ZWEI Tage später :

Thüringer Innenministerium, Medieninformation 20/10 vom 26.05.10 Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber stellt Gesetzentwurf vor: Kampfhunde in Thüringen ohne Zukunft

Da hat sich das Innenministerium aber schnell um 180 Grad gedreht. So etwas stärkt das Vertrauen natürlich ungemein.
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Ohnmächtig über die Macht der Medien

25.06.2010 12:01:00 von Konstantin Darampoucas
Sehr geehrter Herr Minister,

die geplanten Gesetze/ Verordnungen lösen bei mir ein starkes Gefühl der Ohnmacht aus, weil mir an diesem Beispiel klar wird, dass man als "normaler" Bürger gegen Lobbyismus nur sehr schwer, oder gar nicht ankommt, auch wenn Fakten und wissenschaftliche Studien die eigene Position stützen.

Die "Vierte Gewalt" (die Medien) und die Interessenpolitik verstehen es, härtere Geschütze aufzufahren, um ihre und die Interessen ihrer Förderer durchzusetzen, als einpaar "normale" Bürger dazu in der Lage sind.

Ich fühle mich machtlos und hilflos, wenn trotz jahrelanger Aufklärungsarbeit durch wissenschaftliche Studien, eindeutiger Fakten und Daten und anerkannter Expertenmeinungen die Boulevardpresse mit ihrer Meinungsmache die Geschicke der Staatsgewalt bestimmen.

Es wundert einen aber nicht, dass dies so ist, denn die "Vierte Gewalt" (die Medien) darf unter dem Deckmantel der Meinungs- und Pressefreiheit mit unlauteren Mitteln und unkontrolliert Meinungen machen.

Während man auf der einen Seite versucht sachlich und seriös Fakten zu schaffen, um zu überzeugen, wird auf der anderen Seite wirkungsvoll mit Ängsten gespielt, Tatsachen verdreht und reißerisch berichtet.

Was für eine Wirkung können da wissenschaftliche Studien und Fakten gegen Bilder von zähnefletschenden "Kampfhunden" und klaffenden Wunden, die von "Kampfhunden" verursacht wurden haben.

Was für eine Wirkung haben Statistiken, die belegen, dass von der überwältigenden Mehrheit der Hunde keine ernsthafte oder bedeutsame Gefahr ausgeht und der überwiegende Teil der Halter verantwortlich mit ihren Hunden umgehen, wenn Medien krampfhaft jeden Vorfall mit Hunden thematisieren und den Eindruck erwecken, dass überall und ständig Hunde Menschen angreifen und verletzen.

Man sollte bei aller Trauer und allem Entsetzen über den tödlichen Vorfall in Odisleben nicht übersehen, dass 10 Jahre lang bundesweit kein Vorfall dieser Schwere duch "Kampfhunderasse" zu beklagen war.

Auch wenn jeder Vorfall bereits einer zuviel ist, sollte man auch nicht übersehen, dass allein in Deutschland jede Woche ca. 3 Kinder durch Gewalttaten sterben.

Ich kann verstehen, wenn man sich als Politiker aus der Verantwortung ziehen will, um einen Protest der Medien zu vermeiden.

Allerdings kann ich persönlich Politiker nicht gebrauchen, die wie Marionetten gegen besseren Wissens Verordnungen und Gesetze mittragen, die sinnlos sind und Unschuldige treffen.

Ich hätte mir einen Politiker gewünscht, der an seiner zuerst gezeigten Meinung festhält und nicht unter dem Druck der Medien und Interessengruppen einbricht, sondern die Wahrheit ans Licht bringt und diese Verteidigt.

Ich wünschte mir einen Minister und andere Politiker, die den selben "Mumm" zeigen, wie ihn derzeit einige Tierärzte in der Schweiz zeigen, die sich weigern, den Pitbull Baxxter einzuschläfern.

Wie auch immer, werden wir den Kampf gegen diese Ungerechtigkeiten und Lügen weiter kämpfen. Anfeindungen Diskriminierungen und Drangsalierungen werden wir stand halten und nicht umfallen, weil uns die Wahrheit dazu zwingt.

Der Großteil der "Kampfhundehalter und Kampfhundefreunde" sind keine asozialen, die sich ihre Hunde halten, um ihr Ego zu stärken, sondern die aufgrund ihres Rückrades nicht davor zurück schrecken, sich einen solchen Hund trotz der feindlichen Reaktionen zu halten.

So mancher Politiker könnte sich von dem starken Rücken dieser Menschen eine Scheibe abschneiden, um selber standfester zu werden.

Konstantin Darampoucas
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Kommentar 257

25.06.2010 10:22:00 von Christina L.
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

seit Jahren wohne ich schon mit meinem sogenannten Kampfhund hier in Thüringen und war zeitlang immer stolz auf unsere fortschrittliche Hundeverordnung, die keine Rassen explizit an den Pranger stellt. Auch ich war sehr geschockt über den Vorfall in Oldisleben, aber noch viel geschockter war ich aufgrund der plötzlichen 180° Wendung ihrerseits! Ich kann kaum nachvollziehen, wie sie auf die Idee kommen, solch' absurde Paragraphen wie der ,,Kennzeichnungspflicht" an Wohnungstüren (u.a.) aus dem Nichts zu zaubern. Ich hoffe, sie sind sich bewusst, dass sie hiermit viele seriöse und verantwortungsbewusste Hundehalter (die seit Jahren hohe Steuern bezahlen) persönlich zutiefst angreifen. Ihre Entscheidung entzieht sich meiner Nachvollziehbarkeit, warum sind sie so untransparent? Wer gibt ihnen Hilfestellung bei dieser Gesetzgebung? Warum öffnen sie nicht ihre Augen und schauen sich in der BR einmal um, und verarbeiten die schon gemachten Erfahrungswerte anderer Bundesländer? Jeder Laie erkennt, dass dieser Gesetzesentwurf eine oberflächliche, absolut undurchdachte Schnellreaktion aufgrund medialen Drucks ist! Ich kann nicht verstehen, wie sie sich so als Spielball missbrauchen lassen können, wo ihnen doch die Chance offen steht, einen ersten Schritt in die richtige Richtung zu machen und dabei als Vorbild für alle anderen Politiker zu fungieren! Explizit spreche ich hier über die Einsicht, dass die Gefahr 1. nicht von einzelnen Hunderassen ausgeht und 2. sich der Fokus auf den Halter verschieben sollte. Mit Einbeziehung schon vielfach genannter Experten, wie Frau F.-P. würden sie einen Schritt in die korrekte Richtung machen. Ich hoffe, sie machen sich die Mühe und lesen sich alle bisher getätigten Kommentare mit Bedacht durch und überdenken noch einmal ihr weiteres Vorgehen - Politiker sind auch nur normale Menschen, es ist keine Schande professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen - denn am Ende haben sie die Chance Politik für die Zukunft zu machen!

mfG
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STOPPT das Ausrotten einzelner Hunderassen

25.06.2010 10:18:00 von Dagmar Staas
Im Ausrotten ist der Mensch ohnehin gut …. und Gerechtigkeit ist in Deutschland auch oft schwer nachvollziehbar. Ich habe einen Am.Staff. Rüden und wenn Politiker und Gesetze es eines Tages geschafft haben, dass es diese tollen Familienhunde nicht mehr gibt, dann werde ich nie wieder einen Hund besitzen. Das ich hier schreibe, bin ich meinem Hund schuldig !!! Ich habe meinen "Schatz" im Alter von 8 Wochen bekommen, er saß mit Mutter und Geschwistern im Tierheim. Unseren Hunden wirft man vor, sie seien schlecht sozialisiert, aber interessiert es, welche Probleme Dank der hetzerischen Medienberichte und der LHV überhaupt entstanden sind ? Welpen und Junghunde sitzen monate- oder jahrelang in Tierheimen ein, obwohl sie sich nie was zu schulden kommen ließen. Die meisten Menschen sind sehr voreingenommen/ablehnend, haben nur die "Bild" und "Stern-TV" im Kopf. Daraus resultiert, dass man in vielen Hundeschulen nicht angenommen wird, damit die "normalen" Hundehalter nicht "vergrault" werden. Eine Mietwohnung bekommt man schlecht, oder garnicht, denn auch in den Standardmietverträgen gibt es mittlerweile Klauseln bzgl. Anlagehunden. Wir können unsere Hunde nicht einfach wie "XY-Hundehalter" ableinen und laufen lassen. Wer seinen Hund durch einen Wesentest bringen will, braucht einen Hund mit gutem Gehorsam. Würde der Hund wie Labbi und Co. auf alles draufpreschen, könnte man das Bestehen einer Prüfung schon vergessen. Will heißen, wir sind vom Gesetz aus schon geknebelt, die Strafen bei Mißachtung hoch … wir können unsere Hunde nicht wie Hinz und Kunz rennen lassen. Kommt es zu Auseinandersetzungen, ist es ohnehin immer der Kampfhund schuld. Mein Hund ist schon mehrfach von anderen Hunden übel zugerichtet worden, 2x sogar von einem Polizeihund (mittlerweile ausser Dienst). Sorry, aber es kotzt mich an. Mein Hund hat es auch verdient zu leben und sich freuen zu dürfen. Er ist genauso liebenswert wie jeder andere Hund auch !!!! Es ist kein rassebedingtes Problem, es ist immer Sache der Halter. Und wer sich wirklich mit dem Thema auseinander setzen will, der guckt sich in all den Fällen auch das soziale Umfeld an. Das Ausmerzen einzelner Rassen ( welche nicht einmal führend sind in der Beißstatistik ), kann doch nicht die Lösung klar denkender verantwortungsvoller Menschen sein. Die meisten schlimmen Unfälle passieren nicht auf "offener Strasse", sondern im Privatbereich, dort kann auch kein Gesetz Schutz bieten. Zum wiederholten Male, es ist Sache der HALTER einen verantwortungsvollen Umgang an den Tag zu legen. Ich habe mit meinem Hund 3 Jahre lang jedes Wochenende eine Hundeschule besucht, er hat Wesenstest und Begleitehundeprüfung mit Bravour abgelegt. Ich hatte/habe keine Probleme damit, Sachkenntnis vorweisen zu müssen. Aber ich habe ein Problem damit wie Aussatz zu gelten, nur weil ich einen Anlagehund 1 besitze und ich habe ein Problem damit trotzdem 504 Euro Hundesteuer zahlen zu müssen, auch wenn mein Hund jeden Cent wert ist !!! Ich bin es leid Haken schlagen zu müssen, um Übel aus dem Weg zu gehen, nur weil es derart viele ignorante, lernresistente Hundehalter gibt. Warum nicht gleiches Recht für alle ? Warum muss nicht jeder Hundehalter beweisen, dass er Sachkenntnis besitzt und verantwortungsvoll im Umgang mit seinem Hund ist, bzw. dieser Hund einen guten Grundgehorsam besitzt ??? Warum nicht gleiches Recht für alle ??? Auch ich möchte gerne weiterhin die Rasse halten dürfen, die mein Herz erobert hat. Ich möchte genauso behandelt werden, wie Halter anderer Hunderassen, deren Lobby größer ist und die durch jedes Raster fallen. Es müssen nicht immer nur die sogenannten K.hundattacken ins Visier gezogen werden, wobei es oftmals gar keine sogenannten K.hunde ( wie hasse ich dieses Wort ) waren, aber das verkauft sich ja besser in den Medien. Das Universum und die Dummheit der Menschen sind grenzenlos/unendlich. Daher finde ich es nicht richtig, Gesetze zu schaffen, die einige Hunderassen ausrotten sollen. Aber das ist scheinbar einfacher, als das Problem bei der Wurzel zu packen und die Wurzel ist der Hundehalter! Jeder Beißvorfall ist unschön und unnötig, da spielt die Hunderasse keine Rolle. Es dürfen nicht die Einen an den Pranger gestellt werden nur wegen der Rassezugehörigkeit und die Anderen "ungestraft im Halteverbot parken".
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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz

25.06.2010 10:16:00 von S.H.
Bei dem Vorfall in Thüringen waren 4 Hunde beteiligt, die nicht steuerlich gemeldet waren. Möglicherweise hätte die Halterin wegen der zu entrichtenden Steuer gar nicht so viele Hunde gehalten, wäre die Steuerpflicht konsequent überprüft/umgesetzt worden.

Bei dem schrecklichen Vorfall in Hamburg vor 10 Jahren war es so, dass eine konsequente Umsetzung der Bestimmungen in ihrer damaligen Form zur Verhinderung des Vorfalls ausgereicht hätte. Leider wurden entsprechende Kontrollen wohl versäumt.

Ich persönlich würde mich sicherer fühlen, wenn ich das Gefühl hätte, die aktuell bestehenden Verordnungen würden konsequent umgesetzt. Denn wie sollen noch mehr Verordnungen kontrolliert werden, und zwar so, dass es auch die trifft, die sich offenbar nicht um bestehende Regelungen kümmern, wenn das nicht einmal bei den bereits bestehenden Regelungen funktioniert?

Wäre es nicht sinnvoller, die Ressourcen für eine konsequentere Umsetzung der aktuellen Verordnungen einzusetzen?
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Unfassbar

25.06.2010 01:48:00 von S. Büssesnchütt
Sehr geehrter Herr Huber,

es ist unfassbar, wie Ihre Partei mit anständigen Bürgern und Bürgerinnen umgeht, in dem Sie Halter der von Ihnen als gefhrlich eingestuften Hunderassen unterstellen, unverantwortlich und für die Allgemeinheit gefährdend mit ihren Hunden umzugehen. Diese Gesetze sugerieren dem Bürger, dass Halter solcher Hunde vorwiegend vorbestraft sind und sie ihre Hunde so händeln, dass es zum Schutz der Bevölkerung notwendig ist, diese Hunde zu verbieten und ihre Halter zu reglementieren, weil die Hunde sonst nicht so gehalten werden, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Dass Ihre Partei bzw. Sie damit über Nacht unzählige Menschen dieser Rassen ins soziale Abseits stellen und fortan das Leben zum Speißrutenlauf machen, scheint dabei nicht von Bedeutung zu sein. Dass mit diesen Gesetzen unzählige Menschen bundesweit in Angst und Sorge um ihre Hunde leben müssen,ist anscheinend egal. Ich selber bin ein anständiger Bürger dieses Landes, der ordentlich zur Schule gegangen ist, seine Ausbildung gemacht hat, danach immer gearbeitet hat, sich nicht zu Schulden hat kommen lassen und jetzt seit einigen Jahren in Rente ist. Nie habe ich etwas Unrechtes getan, was anständige Menschen nicht machen sollten. Demnächst bin ich dann jemand, der mit seinem Hund eine besondere Gefahr für die Allgemeinheit darstellt und deshalb besonders reglementiert und geächtet werden muss? Und das deshalb, weil einzelne wenige Personen mit der Rasse meines Hundes nicht ordentlic umgehen?

Unfassbar, dass man einfach so in einen Topf mit Verbrechern und asozialen Menschen gesteckt wird. Unglaublich.
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Kommentar 261

24.06.2010 23:57:00 von U.P
Sehr geehrter Herr Dr. Huber, ich kann es nicht verstehen warum diese 4 Hunderassen ins Schussfeld geraten.Ein Huskymischling der ebenfalls ein Kind totgebissen hat,aber in keiner Weise mehr erwähnt wird. Kann das jemand erklären ? Ich bin von einem Deutschen Schäferhund gebissen worden,habe grosse Angst vor diesen Hunden.Aber obwohl diese Rasse und Schäferhundmischlinge sehr häufig zubeissen,erfahren sie keine Sanktionen.Warum wird das so gehandhabt ? Ich kann es nicht verstehen.Ich wäre für einen Hundeführerschein für alle Hundehalter,dann würde es auch manchen armen Hunden besser gehen.Wenn die zukünftigen Besitzer vorher etwas über gute Hundehaltung lernen müssten.
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Kommentar 262

24.06.2010 23:39:00 von K. Gruber
"Das Volk" verlangt nach Sicherheit und einfachen Lösungen die möglichst einem selber nicht "wehtun". Leider handelt man in der Politik genau nach diesem Schema das nur dem Machterhalt nicht aber dem Regieren dient :(

So teilt man nun die Hunde in "gefährliche" und "ungefährliche" ein...für Michel schön überschaubar- und es passiert ja "endlich" was..

Seit der Einführung der Rasselisten hier in NRW sehe ich eine verheerende Enwicklung, nämlich die Tendenz das Potential des eigenen Hundes komplett zu unterschätzen .. "DER tut nix das ist ja ein XY - der ist ja ein "guter".. -

(den man ja auch nicht erziehen muss, auf dem jedes Kind herumklettern darf und der eh überall hinrennen darf "zum spielen" bis er "plötzlich" etwas macht "was er ja noch niee gemacht hat" )

Genau diese Entwicklung ist in NRW dokumentiert worden!

Und Gleichzeitig häufen sich genau deswegen die Vorfälle mit den sogenannten Familienhunden..

Mir ist es letztlich völlig egal welche Rasse der Hund hat der mein Kind anspringt umwirft oder beisst , ob nun Bullterrier oder Golden Retriever.

Letztlich KANN so ein populistischer Schnellschuss NUR nach hinten losgehen, es wird keinen einzigen Vorfall verhindern -es wird ordentliche Halter diskriminieren und hunderten guten unschuldigen Hunden das Tierheim oder den Tod bescheren.

Wann gibt man dem Bürger seine Eigenverantwortung zurück ?

Wer einen Hund hält EGAL WAS FÜR EINE RASSE hat die alleinige Verantwortung das er diesem Tier gerecht wird und das es nicht zu einer Gefahr für seine Umwelt wird.
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Kommentar 263

24.06.2010 23:05:00 von Nancy
Ich vermisse in diesen blog die ganzen Menschen die reinschreiben wie toll dieses Gesetz ist und wie gut durchdacht und natürlich auch Sinnvoll und absolut Notwendig. Habe noch keinen derartigen Kommentar gefunden.

Ich hoffe Herr Dr. Huber, sie haben alle Kommentare mit bedacht gelesen und überdenken Ihren Gesetzesentwurf nocheinmal. Und falls all diese Kommentare nicht ausreichen hätte ich da noch eine Idee. Wie wäre es wenn Sie mal einen sogenannten "Kampfhund" kennenlernen würden? Sie sollten doch wissen was sie ausrotten wollen. Ich bin mir sicher, in wenigen Minuten haben sie Ihn in Ihr Herz geschlossen.
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Kommentar 264

24.06.2010 22:48:00 von Andrea
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

ich verstehe überhaupt nicht, das Gesetze gemacht werden können, ohne das Statistiken, Studien und Expertenmeinungen berücksichtigt werden. Oder haben Sie entwas in der Art? Worauf beruft sich Ihr Gesetz? Und was wollen Sie dadurch Verhindern?

Es wird immer Randgruppen geben die sich illigal Hunde besorgen und halten und genau diese Menschen interesiert auch dieses Gesetz nicht. Sie werden trotz diesem absurten Gesetz weiter machen wie zuvor...
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Berechnung der Gefahr gebissen zu werden

24.06.2010 19:21:00 von Harry Scherzberg
Sehr geehrter Herr Huber,

13 Beissvorfälle gegen Menschen im Jahr 2009 mit "sogenannten, 4 Kampfhunderassen, zuzügl. deren Mischlinge" im Jahr 2009 bei ca 2.251.00 Mio. Einwohner in Thüringen (Stand 30.11.2009).

Das heißt:

2.251.00 Einwohner in Th.: 13 "Kampfhundvorfälle" mit Menschen im Jahr 2009 bedeuten, dass der einzelne Bürger, vom Baby bis zum Greis, die Chance hat alle 173153 Jahre einmal von einem "sogenannten Kampfhund" verletzt bzw. angesprungen zu werden. Bei den 418 Hundevorfälle durch Tiere aller Rassen in 2009 in Thüringen erhöht sich diese "Gefahr" gebissen zu werden auf alle 5385 Jahre. Wie hoch ist die Gefahr auf der Straße gebissen zu werden, wenn 70 - 80 % der Beissvorfälle im Familien- bzw. Bekanntenkreis passiert und wie soll dieses Gesetz diese Opfer schützen? Mit freundlichen Grüßen Harry Scherzberg
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Rasseliste

24.06.2010 16:30:00 von Pessel, S.
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,

ich lebe in Bayern und bin auch Hundehalter, allerdings kein Listenhund. Trotzdem möchte ich mich mit allen verantwortungsvollen Haltern dieser Rassen solidarisch erklären und bin vehement gegen so eine Rasseliste !! Auch hier in Bayern - und wir sind mit die "strengsten" - hat sie rein garnichts bewirkt, weil eben der Großteil der tragischen Unfälle im Haus/Familie passiert, wo nunmal kein noch so "scharfes" Gesetz greifen kann. Das einzige, was es Bayern "gebracht" hat, war eine "Ausrottung" dieser liebenswerten Hunde und eine Schwemme von ihnen im jedem TH, ohne die geringste Chance es jemals wieder verlassen zu können. Wir haben überall genug Gesetze, um alle Bürger von Gefahren durch Hunde zu schützen. Sie müssten einfach nur ausreichend kontrolliert und bei Verstössen auch empfindlich geahndet werden !! Das würde völlig reichen. Denn, sein wir doch mal ehrlich, "treffen" tut diese Liste doch nur die ehrlichen Hundehalter, das sogenannte "Milieu" hat sich für die bestehenden Verordnungen noch nie interessiert und wird es auch nach dem Erlass der Rasselisten nicht tun. Das, was sie vorhaben, ist nur als "Sippenhaft" zu bezeichen....... Von daher bitte ich Sie von ganzem Herzen, das dieser Gesetzesentwurf nochmal SEHR GRÜNDLICH durchdacht wird und auch die Erfahrungen und wissenschaftlichen Ergebnisse von Leuten wie Frau Dr. Feddersen-Petersen dort mit einfliessen werden.

Mit freundlichem Gruß

S. Pessel
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Verhältnissmäßigkeit/ Halter eines Dackels

24.06.2010 15:05:00 von Bischoff, S.
Ich bin selber halter eines Dackels und habe mir Jahre lang keine Gedanken um das Thema Rasselisten und Hundeverordnungen gemacht. Mein Schlüsselerlebnis ist gewesen, als ich vor ca. 2 Jahren mit meinem Dackelrüden auf einem Markt in meinem Ort unterwegs war und mein Hund in eine Rauferei mit einem "Kampfhund" geraten ist. Dabei ist "Gott sei Dank" nicht viel passiert und der halter des Hundes zeigte sich einsichtig und entschuldigte sich bei mir mehrfach. Die Leute um uns herum schauten auch nicht weg, sondern kamen mir unterstützend zur Hilfe. Das Problem bei diesem Erlebnis ist, dass mein Hund den "Kampfhund" angefallen und gebißen hat, während dieser sich das alles sehr geduldig gefallen ließ. Es war zudem ich derjenige, der nicht aufgepasst hatte und seinen Hund zu dem anderen Hund laufen ließ. das Schlüsselerlebnis war für mich, dass die Passanten und alle Leute um uns herum den Halter des"Kampfhundes" als Schuldigen ausgemacht hatten, obwohl dessen Hund und er selber sich mustergültig verhalten hatten. Als ich mich daraufhin im Internet zum Thema "Kampfhunde" schlau gemacht habe, stellte ich mit Erschrecken fest, das es im Internet viele Menschen gibt, die in täglicher Sorge um ihre Vierbeiner leben und sich zu Recht über die ungerechtigkeit beschweren.

meiner Ansicht nach sollten einzelne bestraft werden, die ihre Hunde nicht ordentlich halten und der Rest weiter in Frieden leben.
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Kommentar 268

24.06.2010 14:24:00 von Henrike Staudte
Zunächst finde ich es gut, dass hier öffentlich eine Meinungsäußerung zum Gesetzentwurf möglich ist. Bleibt nur zu hoffen, dass diese auch Berücksichtigung findet. Das größte Manko ist wohl, dass bisher die Meinung wirklicher Experten in Fragen Hundeverhalten, -erziehung und -haltung in die Überlegungen nicht mit einbezogen worden sind. Der Einzige der zur Rechenschaft gezogen werden muss ist meiner Meinung nach der Hundehalter, deshalb befürworte ich den Hundeführerschein und Sachkundenachweis für ALLE Hundehalter. Diskriminierung einzelner Hunderassen sind fehl am Platze, sie entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Verhalten wird geprägt und zwar durch die Umwelt, in diesem Fall die menschliche Umwelt. Hunde können sich ihre Herrchen und Frauchen nicht aussuchen. Sie werden notfalls zwangsvermehrt, eingepfercht und an den meist Bietenden verschachert. Sie sind Opfer und nicht Täter. Wann traut sich Jemand an die Täter?
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Rasseliste

24.06.2010 13:23:00 von Kerstin Wolf
Hollo, ich war noch nicht fertig mit meinem Bericht, der Computer hat gestreikt. Nun geht es weiter. Herr Innenminister Dr, Huber,wie gesgt das Gesetz darf nicht beschlossen werden. Die Tierheime in Thüringen sind doch schon mit Hunden überfüllt, sie kämpfen ums Überleben u. die Tiere sollen doch auch artgerecht untergebracht werden u. es muss sich auch mit allen Hunden beschäftigt werden. Die Finanzen u. das Personal ist auch in den TH nicht vorhanden. Das Erste TH musste schon geschlossen werden - Suhl. Bitte Prüfen Sie es noch einmal u. setzen Sie sich mit allen Fraktionen u. dem Tierschutz - Thüringen, an einen "Runden Tisch" u. Reden Sie miteinander, es muss eine vernüftige Lösung gefunden werden,womit alle leben können. Warum sollen nur diese 4 Rassen gekennzeichnet werden, gleiches Recht für alle Hunde, Hundesteuer runter dafür Bussgelder hoch, mehr Kontrollen durch die Amtstierärzte. Zuchtverbote gibt es schon nur daran hält sich niemand,denn in den Zeitungen werden sie noch angeboten. Leinenzwahng in Wohngebieten aber es müssen auch Spielwiesen für Hunde angeboten werden damit sich die Tiere austoben können, sie haben ein Recht darauf sie zahlen Steuer, für was eigentlich.?Durch so ein Gesetz werden die Hund auch nicht handzahmer, der Halter ist für die Erziehung des Hundes verantwortlich. Was ist eigentlich mit dem "Deutschen Schäferhund", er steht mit Beissfällen doch an Erster Stelle. Nicht alle Hunde von dieser Rasse sind gefährlich, viele die ich kenne sind Sofahunde, lieb u. verschmusst u. menschenbezogen, warum sollte diese Rasse aussterben, wir Deutschen sind doch ein Ausländerfreundliches Volk. Hunde sind doch des Menschen bester Freund - Ich u. meine Freunde sind gegen das Gesetz. Herr Innenminister Dr. Huber, Bitte noch einmal darüber schlafen, denn sonst wird man Ihnen diese Hunde ins Ministerium bringen damit Sie sie artgerecht unterbringen, sie kastrieren lassen u. auch den Wesenstest machen lassen, wird pro Hund fasst 500.-€ kosten, ist doch eine Kleinigkeit für Sie oder? Die Tierarztkosten wurden auf 22% erhöht. Was wird mit den Hunden die in den Tierheimen schon sitzen,sie können nicht vermittelt werden,da sie kastriert werden müssen u. auch den Wesenstest haben müssen. Ich war vor kurzem im TH u. habe dort eine 8 Monate alte Pitbullhündin gesehen die ausgesetzt wurde. Sie ist lieb u. freundlich, verträgt sich auch mit Katzen, soll sie 15 o. 16 Jahre im TH bleiben nur weil Sie meinen, dass alle Hunde dieser Rasse bestraft werden. Es ist schön zu lesen,dass die meissten Tierfreunde u. Menschen gegen das Gesetz sind, das sollten Sie bedenken Herr Innenminister Dr. Huber. Wird Thüringen bald Hundefrei sein? Mein "Nein" zum Gesetz.

Mit freundlichen Grüßen Kerstin Wolf
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Und schon wieder Rassismus

24.06.2010 11:18:00 von Claudia M.
Guten Tag,

dachte immer Homo sapiens bedeutet "einsichtsfähige, wissende" Mensch. Scheint so als ob die Politiker zu einer anderen Gattung gehören.

Es muss an die "Vermehrer" der Hunderassen generell gegangen werden. Wieviele Familien kaufen aus dubiosen Zeitungs- und auch Internetanzeigen sogenannte Wühltischwelpen. Auch die sogenannten Kampfhunde (Soka`s) werden so vielfach nach Deutschland eingeschmuggelt. Wenn Sie dann noch in die Hände von Bestien (Gattung Mensch) kommen, werden diese Tiere nicht gerade salonfähig. Wie auch jede andere Hunderasse auch. Nur daran haben die illegalen Hundekampfveranstalter bis jetzt kein Interesse. Wird sich ändern, wenn es die Sokas nicht mehr gibt.

Wenn diese Rassen ausgerottet werden (was durch den illegalen Hundehandel nicht geschehen wird - diese Leuten haben sich noch nie an Gesetze gehalten und werden es wohl evtl. auch in Zukunft nicht machen) gehen die Individuen, die leider auch zur Rasse der Menschen gehören, auf andere Hundetypen über. Diese werden wieder von Welpenalter an gequält, misshandelt und auf das töten von anderen Tieren gerichtet. Fazit davon: Die Politiker müssen die Rasselisten um die (vermeintlich ausgestorbenen Rassen) mindern und die neuen Rassen draufsetzten und können sich wieder auf die Schulter klopfen, dass Sie die Menscheit vor der nächsten Generation gefährlicher Hunde beschützt hat. "Hahaha"

Bekämpft die illegalen Hundekämpfe. Nehmt diesen Bestien (Menschen) die Grundlage diese Hunde zu misshandeln und stupide abzurichten. Geht gegen die Wühltischwelpenmafia vor.

Wenn dieses in Angriff genommen wird, dann dürft Ihr Politiker euch auch gegenseitig auf die Schulter klopfen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Hunde vor Missbrauch und Quälerei geschützt und die Menscheit vor den wirklich gefährlichen Bestien, den Menschen geschützt.

Gefahrenabwehrverordnung für bestimmte Menschen!

MFG
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Rasseliste

24.06.2010 10:47:00 von Kerstin Wolf
Sehr geehrter Herr Innenminister Dr. Huber, ich finde es richtig, dass es endlich in Thüringen eine Rasseliste gibt, denn ich wußte ja nicht, dass es im Innenministerium ein Tierheim gibt. Sollte das Gesetz durchkommen, werden mit Sicherheit diese Hunde ausgesetzt bzw. entsorgt, denn wer kann sich in der heutigen Wirtschaftslage eine Kastration bzw. einen Wesenstest leisten.

MfG, Kerstin Wolf
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Kommentar 272

24.06.2010 09:27:00 von Nicole S.
Bisher war ist stolz darauf in einem Bundesland zu leben, dass eben NICHT auf Rasselisten setzt und Hunde von Geburt an kriminalisiert. Bisher war diese grüne Fleckchen Land ein sichere Hafen für Hundehalter. Ich kenne genug Hundehalter, die genau deswegen hier wohnen und lieber einige Kilometer pendeln.

Natürlich "können" Hund beißen (ürbigens unabhängig von der Rasse), jedoch ist immer das andere Ende der Leine schuld. Auch Rücksichtnahme dem Hund gegenüber ist ab und an angebracht. Ein los stürmendes Kind erschrickt nicht nur große Hunde.

Aber die meisten Vorfälle der letzten Jahre geschahen im privaten Umfeld. Hier greift kein Gesetz, sollte es noch so sehr verschärft werden. Konsequente Kontrolle der vorhanden Gesetzte sowie empfindliche Strafen wären der richtige Weg.

Ein kurzer Blick in die Tierheime genügt übrigens, um zu wissen, wo die armen Seelen nach der Verabschiedung des Gesetzes landen (Bsp Berlin). Sie verbringen dort oft viele Jahre... bisher war wenigstens noch eine ´Vermittlung nach Thüringen möglich, jetzt ja bald nicht mehr.

Rasselisten verhindern keine Unfälle, wie man an den anderen Bundeländern sehen kann!
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Kommentar 273

24.06.2010 08:15:00 von Silvia K.
Ich lebe seit 55 Jahren in Bayern - seit fast 20 Jahren mit den bayrischen Kampfhundegesetz.

Mein Fazit: 20 Jahre lang wurde ich diskriminiert, gab das Recht auf Unversehrtheit meiner Wohnung auf, wurde beschimpft und bespuckt.

Dies hätte ich mir als braver Steuerzahler gerne gefallen lassen, hätte es nur einen Unfall mit Hunden verhindert.

Trotzdem kam es in Familien, wo kein Gesetz greift zu tragischen Unfällen. Mit Hunden unterschiedlichster Rassen. Gelistete Hunderassen sind dabei kaum vertreten.

Ein Gesetz gegen bestimmte Rassen bietet nur Scheinsicherheit.

In Niedersachsen, ohne Rasseliste und verschärfter Hundeverordnung kann man auch ohne grösseres Risiko leben, von einem Hund gebissen zu werden.

Holland hat dies ebenfalls erkannt und ein Hundegesetz (RAD) wieder abgeschafft.

Seit fast 20 Jahren bin ich mit meinen Hunden zu jeden Urlaub in Thüringen und freute mich über das neue Bundesländer und dessen Sachverstand. Es waren unbeschwerte schöne Urlaube in denen ich das unbeschwerte Zusammensein mit meinen Hunden genoss . Sehr viele haben dies ebenfalls so getan und die Beißvorfälle sind trotzdem nicht in die Höhe geschnellt.. Dies werde ich dann in Zukunft woanders machen.

Menschen die nicht verantwortungsvoll sind oder auch Unfälle wird es immer geben.

Warum werden Beiss-Statistiken und Meinungen anerkannter Experten aussen vor gelassen?

Die Politiker Thüringens könnten diese Chance nutzen und bei dieser Thematik, statt unnütze,diskriminierende Gesetze zu beschließen, bei der Prävention am richtigen Ende der Leine ansetzen.
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Kinder und Hunde

24.06.2010 08:08:00 von Christian A. Meyer
Als Rückfrage auf meinen Beitrag:

Ja, natürlich sollen/müssen Kinder nicht ohne Hunde aufwachsen. Ich möchte das aber als Vater selbst entscheiden. Leider steht man oft Situationen gegenüber, wo man es nicht entscheiden kann, weil man zuerst einen Hund sieht, der auf einen zugelaufen kommt. (aus der Kinderperspektive wirkt das auch immer noch etwas anders)

Wir schotten unsere Kinder nicht vor Hunden ab, aber leider gibt es genug Hundehalter, die da eben kein Problem drin sehen.

Bezüglich der Autos: Wer regt sich auf, dass Kinder in Autos in speziellen Vorrichtungen festgebunden werden müssen? Niemand, warum auch. Das ist ja auch sinnvoll.

Kinde rmüssen auch den Umgang mit Straßenverkehr erlernen. Da das aber dauert, gibt es Verkehrsberuhigungen, Tempo 30 Zonen, Schülerlotsen.

Also, ich möchte niemanden seinen Hund verbieten. Wie meine Vorredner aber schon betonten, es geht um die Sicherstellung, dass mit Hunden alle vermeidbaren Zwischenfälle vermieden werden. Und die sind meist am anderen Ende der Leine zu finden. Deshalb wäre meine Bitte,

1. ein Hundeführerschein (inkl. der Kriterien Führungszeugnis / psychol. Eignung) + Ausbildungspflicht für alle Hunde. 2. Leinenpflicht in Ortschaften außer auf ausgewiesenen Freilaufflächen 3. Wesenstests für alle Hunde

Ich gehe davon aus, dass verantwortungsvolle Hundehalter sich da nicht mal groß umstellen müssen.
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Trainerin

24.06.2010 00:41:00 von Laakmann
Sehr geehrter Herr Huber,

nach mehr als 20 Jahren Berufserfahrung kann ich Ihnen versichern, dass "Kampfhunderassen" weder gefährlicher in ihrem Verhalten sind, noch ein erhötes Gefahrenpotential aufweisen. Meine Erfahrungen und die vieler meiner Kollegen und Kolleginnen, decken sich zudem mit vielen weltweit durchgeführten wissenschaftlichen Studien, die genau das beweisen und zwar, dass eine übersteigerte Aggressivität und Bereitschaft, andere Lebewesen zu attackieren, unabhängig von der Rasse des Hundes auftritt.

Auch wenn es aufgrund der allgemeinen Meinungsmache unglaublich klingt, muss man darauf hinweisen, dass viele Studien sogar zum Schluss kommen, dass einige "Kampfhunderassen" wie der Standard Bullterrier und der Stafordshire Bullterrier Hunde mit "Nerven wie Stahlseilen" sind und eine grundlegend freundliche Einstellung gerade zu Menschen haben. Dies würde auch erklären, weshalb diese Rassen weltweit so gut wie gar nicht mit schweren Vorfällen in Verbindung gebracht werden. Aber auch andere "Kampfhunderassen" wie z.B. der Pitbull Terrier, oder der Amerikan Stafford Bullterrier gelten in vielen Ländern als gute Polizeihunde. Da wundert es auch nicht, dass es ein Pitbull Terrier war, der beim Anschlag in New York die meisten Menschen aus den Trümmern rettete.

Nach vielen Jahren Hundetrainings kann ich selber das Bild vom problematischen Kampfhund und dessen Halter nicht bestätigen. Im Gegenteil musste ich immer wieder feststellen, dass diese Hunderassen besonders menschenbezogen sind und bei "normaler" Haltung im Gegenteil so manch andere Rasse "in den Sack" packen", was den Gehorsam und den Grad der Sozialisierungsfähigkeit anbelangt.

Mit Ihrem geplanten Gesetz blenden Sie meiner Ansicht nach die Offentlichkeit und betreiben Lobby-Politik, um es einigen aufgebrachten Menschen recht zu machen.

Wenn es nach mir und vielen anderen Trainern ginge, würde eine konsequente Durchsetzung der vorher bestandenen Regelungen mehr Sicherheit garantieren, als die Einführung einer Rasseliste, die eine trügerische Sicherheit vorgauckelt.

Wenn Sie sich die Mühe machen würden, richtige Experten zu befragen, würde man Ihnen meine gemachten Erfahrungen bestätigen.

Ich muss Ihnen ganz ehrlich erklären, dass ich sehr darüber enttäuscht bin, dass Sie eine Verordnung auf den Weg gebracht haben, deren Maßnahmen und Regelungen auf keinem wissenschaftlich belegten Hintergrund basieren.

Besonders leid tun mir die unzähligen Halter solcher Rassen, die jetzt automatisch kriminalisiert werden und paradoxer Weise geächtet und stigmatisiert werden. Es ist eine Schande.
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sachkundige Hundehalter

23.06.2010 22:25:00 von Rita aus Erfurt
Die Bundestierärztekammer prangert schon seit Jahren das Vorgehen in der Politik an, siehe folgende Pressemitteilung

(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Anerkannte Experten wie Dr. Feddersen-Petersen und Prof. Hackbarth sehen schon seit Jahren die beste Prävention vor Beißvorfällen in sachkundigen Hundehaltern. Das Projekt D.O.Q.-Test sieht auch eine Qualifizierung von Hundeschulen vor, was ich durchaus begrüsse, siehe (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien).

Thüringen könnte als erstes Bundesland die Wende einleiten und bei der Thematik Prävention am richtigen Ende der Leine ansetzen.
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Blog-Icon Kampfhundeverordnung

23.06.2010 22:18:00 von Steve Wunderlich
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. jur. Huber ,

ganz Deutschland ist momentan im Fussball WM - Fieber , aber an mir geht dieses Geschehen gänzlich vorbei , ich habe ein anderes viel schwerwiegenderes Problem . Seit der tödlichen Beißattacke von Oldisleben am 21. Mai 2010 , wehen die Fahnen hier in Thüringen zum Angriff auf Halter bestimmter Hunderassen . Eines möchte ich gleich vorweg betonen , jeder Vorfall bei dem ein Mensch durch einen Hund gleich welcher Rasse verletzt oder noch schlimmer getötet wird , ist ein Vorfall zu viel ! So etwas darf es nicht geben , aber die Realität ist doch die , das es diese Vorfälle auch in Zukunft geben wird , dann werden es meinetwegen keine American Staffordshire Terrier oder Bullterrier mehr sein die darin verwickelt sind , sondern es sind dann andere Rassenamen die da auftauchen , wie z.B. der Deutsche Schäferhund , Pudel oder was auch immer . Der erste richtige Ansatz wäre der , das alle Hunderassen egal welcher Größe gleichgestellt werden , es geht nunmal nachweislich von jedem Hund eine gewisse Gefahr aus und das sollte Ihnen , sowohl auch jedem Halter bewußt sein . Deshalb würde ich den Hundeführerschein in Verbindung mit einer Haltereignung , bei allen Rassen auf jeden Fall begrüßen ( siehe die Schweiz ) . Ebenso sollte es vorbestraften Personen ( z.B. durch Drogen - , Raub -und Gewaltdelikte ) unmöglich sein sich einen Hund zu halten . Ebenso würde ich mich für ein Heimtierschutzgesetz aussprechen , welches die Zucht und den Handel klar regelt , damit es in Zukunft in Deutschland nur noch gesunde , wesensstarke und umgängliche Hunde gibt und damit Schwarz - und Hinterhofzuchten die lediglich der Gewinneinnahme dienen weitesgehend unterbunden werden ! Von Ihren Fernsehinterview am 22. Mai 2010 im Mitteldeutschen Rundfunk war ich persönlich überrascht , da Sie als einer der wenigen Politiker unseres Landes mit Fachwissen und einer eigenen Meinung im TV aufgetreten sind , von solchen Politikern brauchen wir mehr ! Leider hat sich zu meinem Entsetzen Ihre Meinung zu diesen Thema genau 2 Tage später um 180° gedreht ! Ein Großteil unserer Bevölkerung hat kein Vertrauen mehr in die Politik , und warum? Weil nichts mehr Bestand hat in unserer Gesellschaft , es werden Wahlversprechen gegeben die nicht eingehalten werden oder wissentlich gebrochen usw. . Diese Politik ist in keinster weise mehr glaubwürdig und man bekommt den Eindruck es wird gehandelt wie gerade der Wind weht ! Mit Ihrer Stellungnahme vom 24. Mai 2010 haben Sie sich nach meiner Meinung in diese Reihe eingegliedert . Mir ist vollkommen klar das von mehreren Seiten auf Sie Druck ausgeübt wird , und Sie die Aufgabe haben ein Ergebnis zu erzielen was für alle Seiten vertretbar ist ! Dennnoch beugen Sie sich augenscheinlich der Masse , worum geht es Ihnen in erster Linie dabei , um Ihr Amt als Innenminister ? um Wählerstimmen ? oder sogar um den Titel `` der Held aus Thüringen der die sogenannten Kampfhunde ausrottete ´´ ??? Es wäre ein Zeichen eines glaubwürdigen und charakterstarken Politikers gewesen , wenn Sie bei Ihrer Meinung geblieben wären und sich für eine Weiterentwicklung des vorhandenen Gesetzes ausgesprochen hätten !!! Aber man redet nun sogar schon von Ausrottung , wer gibt eigentlich dem Mensch das Recht Gott zu spielen , darüber zu entscheiden welche Kreatur leben darf und welche nicht . So etwas in der Art gab es schonmal vor über 65 Jahren , nur mit dem Unterschied das es sich damals um Menschen handelte und zudem noch um ein vielfaches schlimmer war , dafür ist Deutschland bis heute noch gebranntmarkt ! Das ist keine Lösung des Problems an sich , nein das ist lediglich nur eine halbherzige Unternehmung um die Bevölkerung zu beruhigen , beschützt wird sie dadurch nicht viel besser als vorher . Da wir gerade beim Thema Schutz sind , wer beschützt unsere Kinder eigentlich vor den vielen sexuell getriebenen Wiederholungstätern ? werden diese etwa zwangskastriert ? Oder vor Vernachlässigung oder Gewalt im eigenen Elternhaus ? wer schützt die Jugend ausreichend vor Alkohol , Zigaretten und Drogen ? wie oft liest man gerade in letzter Zeit von Komasaufen und co .? dies könnte ich jetzt noch endlos fortführen , was aber nicht das Thema hier ist . Die Bevölkerung und vorallem unsere Kinder gehören bestmöglichst vor Gefahren die von Hunden ausgehen geschützt , arbeiten Sie daher unser bis jetzt noch bestehendes Gesetz so um das dieser Schutz gewährleistet ist , ziehen Sie in die Formgebung Fachleute , Wissenschaftler , Studien und Untersuchungen , aber auch Vereine wie den Verband für das Deutsche Hundewesen , den Deutschen Club für Bullterrier e.V. und die Gesellschaft der Bullterrier Freunde e.V. massgeblich mit ein , denn diese Leute haben den Sachverstand um eine geeignete Gesetzgebung mit auf den Weg zu bringen und ich denke kein Politiker sollte sich zu schade sein und dies nicht tun , man kann nicht alles wissen oder sich überall auskennen . Vergessen Sie dabei bitte auch nicht auf die Stimme der einfachen Halter , quasi die Stimme des einfachen Mannes zu hören , denn diese sind es die brav ihre Steuern bezahlen und die Wähler von morgen sind ! Gerade Gesetze sollten mit Sachverstand und Weitblick geformt und erlassen werden . Ich für meinen Teil wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie Mut und Courage zeigen würden und Ihre Gesetzesvorlage in der Form noch einmal überdenken würden , und bei der weiteren Ausarbeitung die Fachleute mit einbeziehen und deren Wort vertrauen würden , so das letztendlich ein Gesetz entsteht , in dem die Bevölkerung ausreichend geschützt ist und es den Züchtern , Haltern und Liebhabern der 4 festgelegten Rassen weiterhin , wenn auch mit Einschränkungen möglich ist sich an ihren Hunden zu erfreuen . Es ist nämlich eine Ohrfeige und ein riesen Einschnitt in die persönliche Freiheit für jeden verantwortungsvollen Züchter und Halter , zu denen ich mich mit meinen 12 Jahren American Staffordshire Terrier und Bullterrier auch zähle , wenn man Liebe , Herzblut , Zeit und Geld in seine Hunde investiert , damit diese wesensstark , gesund und umgänglich werden , und genau diese dann zum aussterben verdammt sein sollen . Denn das sind keine Kampfhunde mehr , da diese schon seit mehr als über 100 Jahren nicht mehr dazu gezüchtet werden , sondern Hunde welche in ganz normalen Familien leben und die in den falschen Händen genauso fehl am Platz sind , wie beispielsweise ein Dobermann , Rottweiler , Pudel oder Spitz . Nutzen Sie werter Herr Huber die einmalige Gelegenheit als Politiker mit Herz und Verstand in die Geschichte einzugehen und damit anderen Politikern , Bundesländern und Ländern als Vorbild zu dienen und der Schirmherr eines sinnvollen , durchdachten Hundehaltungsgesetz zu werden , denn dann sind Sie ein glaubwürdiger Politiker zu dem man aufschauen kann und auf den Thüringen stolz sein kann !!! Die Züchter und Halter der 4 festgelegten Hunderassen , meine Bullterrierdame und ich zählen auf Sie werter Herr Innenminister !!!

Mit freundlichen Grüßen
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Wie “ Kampfhunde “ auch sein können !

23.06.2010 22:13:00 von Manuela Witzleb
Was sind " Kampfhunde "? Was macht sie aus? Wie definiert man die Gefährlichkeit einer Rasse? Diese Rasseliste ist ein Scherz!

Es gibt wirklich sehr viele Beispiele wie diese Hunde wirklich sind, aber das zu erörtern würde endlos werden. Hier nur einige Beispiele anhand meiner Hunde. Mein verstorbener American Pit Bull Terrier Candy war ein Rettungshund in der Rettungshundestaffel Thüringen e.V. Mein aktueller Hund ist der Stafford-Mix Amy, vielleicht erinnern sich so manche an diesen doch so lieben Hund. Ende Mai oder Anfang Juni 2008 hat die Thüringer Allgemeine Zeitung einen größeren Artikel veröffentlicht, wo ein “ Kampfhund “ ein Rehkitz mit groß gezogen hat. Es war meine Amy. Im Laufe ihres Lebens hat sie auch schon 3 Feldhasenbaby`s und mehrere mutterlose Katzenwelpen in ihren Start ins Leben begleitet und somit sehr gut die Mutterrolle übernommen, mit allem drum und dran. Sie gab ihnen die nötige Wärme, Geborgenheit und auch das Körperliche, Massagen und Sauberkeit. Sie ist nicht gefährlich oder gar eine Bestie und jeder der sie kennt kann mir zustimmen. Ich kann sie einschätzen und führen, weiß wie sie ist und wie sie reagiert. Und das ist die Pflicht eines jeden Hundebesitzers, sich ständig mit dem Thema Hund auseinander zu setzen und zu bilden. Amy ist ein Vertreter dieser SOKAs, sie sind unter verantwortungsbewusster Haltung sehr liebevolle und menschenfreundliche Hunde. Bei artgerechter Erziehung sind die so genannten Kampfhunde ideale Familien-, Sport-, Gebrauchs- und Freizeithunde. Sie sind sehr sensibel und feinfühlig. Leider gibt es unter uns Besitzern auch wenige schwarze Schafe, die diese tollen Hunde missbrauchen, es ist aber zu sagen das es nur ein sehr kleiner Prozentsatz ist. Und somit bitte nicht alle “ Kampfhunde “ über einen Kamm scheren. Der größte Teil der Besitzer kennt sich mit seinem Hund aus, er weiß sie zu erziehen, zu beschäftigen und sie artgerecht zu fordern. Ich bin auch so ein gewissenhafter Hundehalter, mein Name ist Manuela Witzleb und wie gesagt mein SOKA ist die Amy. Wir sind Mitglied im Tierheimverein Erfurt e.V., wo wir bzw. der Hund sehr willkommen ist. Sie besticht , wie so viele SOKAs, durch ihr menschenfreundliches, liebevolles und friedliches Wesen. Der Tierheimverein betreut mit Besuchsdiensten verschiedene Alten- und Pflegeheime der Stadt Erfurt. Zu den Besuchen nehmen wir Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Katzen und meinen Hund Amy mit. Wir, die Tiere - vor allem Amy - werden immer mit sehr viel Freude empfangen. Die Bewohner und die Pfleger haben diesen “ Kampfhund “ kennen und lieben gelernt. Es gab noch nie irgendwelche Vorfälle mit Amy und wir machen das schon seit über 2 Jahren. Auch muss ich sagen das die Heime, Pfleger und Bewohner, selbst nach diesem schlimmen Vorfall in Sachsenburg, immer noch hinter uns bzw. Amy stehen. Denn Amy hat ihnen gezeigt wie diese “ Kampfhunde” unter richtiger Haltung wirklich sind. Auch war die Amy im März diesen Jahres im Albert Schweizer Gymnasium eingeladen, wo sie zu sozusagen als Unterrichtsmaterial zur Verfügung stand, zur Unterstützung hatte sie noch 2 Katzen, Ratten und Hasen mit dabei. Ich glaube ich spreche für alle verantwortungsbewussten “ Kampfhundebesitzer “, es liegt nicht am Hund, er lernt es nur so durch das unwissenhafte des Besitzers. Hunde, egal welche Rasse, nur so werden wie es der Besitzer will. Also ich will keinen aggressiven und durchgeknallten Hund. Das Übel liegt nicht am Hund sondern am anderen Ende der Leine, und das sollte jedem bewusst sein der einen Hund besitzt. Und nun noch eine kleine Bitte an Herrn Huber: Machen Sie bitte nicht den gleichen Fehler wie Holland ( wobei ich sagen muß das Holland ihr Gesetzt gekippt haben und es Gott sei Dank nicht mehr existiert )! Sprechen Sie mit Gutachtern, befassen sie sich bitte mit der Statistik, bestrafen Sie bitte nicht uns und kehren Sie bitte nicht alle über einen Kamm. Nicht alle “ Kampfhunde “ sind gleich, es sind doch auch nicht alle Männer gleich Vergewaltiger, weil ein Mann eine Frau vergewaltigt hat? Herr Huber wissen Sie wie viele Menschen, leider Gottes, durch einen Deutschen Schäferhund ums Leben kamen? Es ist die traurige Zahl - 27 ! Ohne Diese Rasse diskriminieren zu wollen, das gehört sich nicht. Auch hier lag der Fehler beim Menschen. Bitte Herr Huber überstürzen Sie nichts. Noch eine Bitte an Herrn Huber. Ich möchte mich mit Ihnen gerne mal im Erfurter Tierheim treffen, ich zeige Ihnen 2 Zwinger, ein Zwinger mit einem Dackel-Mix und einen mit einem Vertreter Ihrer Rasseliste, und sie haben 10 Minuten sich zu entscheiden in welchen Zwinger sie rein gehen würden. Ich weiß schon Ihre Entscheidung! Es wird auf jedenfall nicht der Dackel-Mix sein. Aber trotzdem meine ich das jeder Hundebesitzer eine Sachkundeprüfung ablegen sollte, egal was er für eine Rasse oder gar einen Mischling, ob groß oder klein, hat. Das sind wir unseren Hunden schuldig. Meinen habe ich im Januar 2002 bei dem Herrn Stengler aus Sömmerda gemacht.

An dieser Stelle möchte ich mein tiefstes Beileid der Familie des kleinen Mädchen aussprechen, es tut mir wirklich sehr leid was passiert ist. Nur wahrscheinlich durch Unwissenheit. Auch ich habe ein Kind und begegne dem Thema Kind und Hund mit Respekt und Vorsicht.

LG Manuela Witzleb und Amy aus Erfurt
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Hundeführerschein für ALLE Hunde

23.06.2010 21:05:00 von Marina Hofert
Sehr geehrte Politiker,

Als ich vor ein paar Wochen das erste Mal im Radio von einem Hundeführerschein hörte, dachte ich es wäre eine gute Lösung und ein erster Schritt in die richtige Richtung. Für mein Verständnis war klar, dass der Hundeführerschein sicherlich für ALLE Hunde gelten wird. Doch dann entpuppte sich dieser Hundeführerschein als Sachkunde für wieder einmal nur diese 4 Terrier- Arten, welche hin und wieder in den Medien für Schlagzeilen sorgen. Schade, ich dachte es gibt so etwas wie Gerechtigkeit und das Gleichheitsprinzip, aber weit gefehlt.

Ich kann nicht nach vollziehen, dass Meinungen, Kenntnisse und Forschungsergebnisse von Experten/ Hundesachverständigen (z.B. Frau Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Uni Kiel, u.a.) einfach so NICHT beachtet werden und auch nicht als Basis für einen Gesetz- Entwurf in Betracht gezogen werden. Frau Dr. Dorit Feddersen- Petersen kam nämlich laut Gutachten zu dem Ergebnis, dass es keine "gefährlichen Hunderassen" gibt, es gibt lediglich gefährliche Hundeindividuen.

Auch ich finde es sehr schlimm, dass wieder einmal ein kleines Kind, welches das ganze Leben noch vor sich hatte durch Hundebisse zu Tode gekommen ist. Doch das Auto fahren verbietet man doch auch nicht so pauschal, obwohl hier einige Menschen darunter auch Kinder jährlich ums Leben kommen. Ganz absurd wäre es in diesem Zusammenhang den Autotyp pauschal zu verbieten, der am häufigsten in Unfälle verwickelt ist.

Sicherlich sollte die Gesellschaft vor Hundeübergriffen geschützt werden, aber nicht mit der schnellen Holzhammer- Methode, sondern mit Köpfchen.

Meiner Meinung nach wäre es vorteilhaft ALLE Hunde zu kennzeichnen bzw. zu registrieren. Das könnte man erreichen, indem man den Züchter stärker in die Pflicht nimmt und dieser bereits vor dem Verkauf des Hundes die Daten der zukünftigen Hundebesitzer an das Ordnungsamt weiterleitet und dieses im gleichen Atemzug Einsicht in das Führungszeugnis des Interessenten nimmt und dem Züchter anschliessend grünes Licht gibt. Desweiteren würde ich ebenfalls ALLE Hundehalter dazu verpflichten mit ihren Welpen an der Welpenspielgruppe bzw. Junghundespielgruppe teilzunehmen, um das Sozialverhalten des heranwachsenden Hundes bereits frühzeitig positiv zu beeinflußen. Mit Erreichung des ersten Lebensjahres sollten Hund und Besitzer eine Begleithundeprüfung ablegen und dem Ordnungsamt übermitteln.

Es sollte ein Heimtiergesetz erlassen werden, was verhindert, dass Jeder Menschen ohne Fachkenntnis oder Verantwortung züchten bzw. Tiere vermehren darf.

Ich würde mich freuen, wenn der Gesetz- Entwurf noch einmal überdacht werden würde, um die vielen verantwortungsvollen Halter der Rassen American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Pit Bull und Bullterrier NICHT für das verantwortungslose Verhalten einzelner Hundehalter zu bestrafen.

Mit freundlichen Grüßen
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Kampfhundeverordnung

23.06.2010 20:51:00 von Claudia Pflüger
Dieses Gesetz ist nicht nur ein Rückschritt, es verhindert in keinem Fall Beißvorfälle irgendwelcher Art. Wären die Gesetze, die bereits bestehen, eingehalten u kontrolliert worden, wäre der schreckliche Unfall in Oldisleben nicht passiert. Wie will man Unfälle verhindern, die zu Hause passieren? Die Hunde waren illegal, somit wäre auch bei dem schärfsten Gesetzen eine solche Tragödie passiert.

Wie kann allen ernstes ein Deutscher Staatsbürger ein Gesetz formulieren, in den Worte wie "Ausrotten, Listen von bestimmten Rassen und Kennzeichnen bestimmter Rassen" vorkommen? Ganz egal welche Kreatur auf der Welt es betrifft, mit welchem Recht bestimmt der Mensch, wer existieren darf u wer nicht? Mit welchem Recht werden hier Menschen unserer Bevölkerung dazu per Gesetz gezwungen, ihre Grundstücke u Wohnungen zu kennzeichnen, um für alle sichtbar zu machen, wo sie dazu gehören? Hier sollte wohl ernsthaft darüber nachgedacht werden, was wirklich richtig ist und was falsch. Jeder Hund ist in aller erster Linie ein Hund und nichts anderes. Was aus ihm wird, bestimmt der Mensch. Sachkunde und Wissen sollte jeder Hundehalter haben. Würden alle Menschen einfach etwas mehrZivilcourage besitzen, könnten einige Unfälle verhindert werden, weil bekannt werden würde, dass ein Hundehalter! auffällig ist.

mein Hund ist kein Kampfhund, er ist ein Am.Staffmix u lebt völlig problemlos in unsere Familie integriert.
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Deckmantel Kampfhunde!

23.06.2010 20:30:00 von D. Wolter
Ich finde es hinterhältig unter dem Deckmantel einer Kampfhundeverordnung, gleich alle anderen Tiere mit einzuschließen. Im §2 Absatz 1 werden hier mal so einfach auch alle Giftschlangen, Riesenschlangen usw. gleich mit eingeschlossen. Aber was soll man erwarten, wenn Gesetze gemacht werden und dann die Wissenden gefragt werden, wenn überhaupt. Also Terrarianer seit auf der Hut vor der Ploitik in Thüringen.
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Kommentar 282

23.06.2010 19:06:00 von helmut k.
dieses gesetzt mach mich aus mehreren gründen nachdenklich. 1. ja, auch ich hätte gerne mehr sicherheit für meine kinder, auch im zusammenhang mit hunden, aber mit solch einem gesetzt fühle ich mich schon sehr verarscht und kein bisschen sicherer. ich will dass kinder von keinem hund gebissen werden, egal welcher rasse. ach ja, und der husky, der das baby tötete... ihr gesetz könnte solche fälle nicht verhindern... 2. ok, verbieten sie von mir aus irgendwelche rassen, der durchschnittsbürger, der keine ahnung von hunden hat, oder dessen hunderasse nicht auf der liste steht wird sich freuen und ihnen auf die schulter klopfen. aber: wo sind die sondereinheiten der polizei, die tierquälereien an hunden aufdecken und rigoros dagegen vorgehen?!?! (insbesondere die illegalen hundekämpfe?) ein gequälter hund ist potentiell gefährlich. nicht nur im sinne des tierschutzes, aber auch im sinne der sichterheit sollte tierquälerei (besonders an hunden) strenger bestraft werden! auch die hunde, die damals in berlin den armen buben töteten waren schwerstmisshandelte hunde!! ich habe auch noch nie gehört, dass es erfolge in der bekämpfung der hundekämpfe gab... und die finden statt!

"kampfhunde" sind ein problem! ja! aber das ist kein hundeproblem, sondern ein soziales problem! hier geht es um misshandelte kreaturen... hier geht es um unterpriviligierte menschen, die sich mit hunden gewisser rassen mehr respekt verschaffen wollen. auch der letzte tödliche fall in deutschland, wo 3 hunde ein kind töteten waren illegal gehaltene hunde... (weiß man schon welche rasse es war? wie in der presse berichtet staffordshire BULLterrier waren es mal sicher nicht)

ich verlange respektvolleren umgang mit hunden, mehr aufklärung im umgang mit hunden auch für nicht-hundebesitzer, schulungen für hundebesitzer, uvm. das wären massnahmen, die ich als sinnvoll erachten würde!!!

nur noch eine frage: was haben denn bitte der bullterrier und der english staffordshire bulllterrier auf der liste verloren?! ich weiß von keinem einzigen nennenswerten zwischenfall mit diesen rassen!
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Verschärfung der Hundverordnung und Einführung einer Rasseliste

23.06.2010 18:55:00 von Jörg Gundelach
Ich wäre zwar weder von den Änderungen der Verordnung betroffen, noch habe ich sogenannte Kampfhunde. Dennoch möchte ich fest stellen, dass es schade ist, dass die Politiker hier wieder einmal, wider jeglicher Vernunft und aus blindem Aktionismus etwas schaffen wollen, dass nach aussen hin gut verkauft werden kann, aber seinen Zweck nicht erfüllt!

Bei der Umsetzung des Entwurfs wird die Großzahl der Hundehalter getroffen, die schon jetzt Wert auf eine vernünftige Sozialisation und Erziehung der Hunde legen aber der angebliche Zweck nicht erfüllt. Auch sollte es sich langsam in Politikerkreisen rum gesprochen haben, dass es keine Hunderassen gibt, die von Natur aus gefährlich sind. Niedersachsen stand, im letzten Jahr, auch kurz vor der Wiedereinführung der Rasselisten und einer Verschärfung der Hundeverordnung. Es siegte aber, unterstützt durch mehrere tausend Hundehalter verschiedener Rassen, die sich in Hannover zum Protest trafen, die Vernunft. Warum werden, in Thüringen nicht die vorhandenen Möglichkeiten konsequent aus genutzt? Warum setzt man sich nicht, in Ruhe, mit Fachleuten zusammen, um Möglichkeiten zu finden, die ohnehin geringe, Anzahl der Beißvorfälle zu verringern? Womit ich nicht sagen will, dass ncht jeder einer zuviel ist. Aber das Leben birgt nun einmal ein Gewisses Restrisiko und dass wird zumindest nicht durch diesen Entwurf verringert.

Wie könnte es sonst, dass wir in Niedersachsen, ohne Rasselist und verschärfter Hundeverordnung nich jeden Tag eine Beißvorfall, mit den angeblich gefährlichen Rassen haben und auch sonst, ohne grösseres Risiko leben, von einem Hund gebissen zu werden?

Ich hoffe auch hier, dass ein wenig Ruhe und Besonnenheit ein kehrt und der Vorgelegte Entwurf, zu Gunsten vernünftiger Umsetzung des Vorhandenen und ggf. sinnvollen Ergänzungen, nicht um gestzt wird!
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Kampfhundeverordnung

23.06.2010 16:34:00 von René Seydewitz
Hallo ich finde es sehr traurig das es nun auch in Thüringen soweit kommen soll das Hunde nur wegen ihrer Rasse ausgegrenzt werden und damit ihre Halter . Ich fühle mich persönlich angegriffen denn ich bin Besitzer eines 11 Jahre alten Bullterrierrüden der bei uns in der Familie mit unseren 3 Kindern lebt und wohlbemerkt noch nie irgendwem oder irgendwas agressiv gegenüber war im Gegenteil unser Hund wurde von einem Deutschen Schäferhund bei uns aus dem Ort attakiert und gebissen ohne zrück zu beissen wo wird so etwas erzählt oder darüber berichtet? Ich selbst bin dafür das die Halter mehr in die Verantwortung genommen werden aber dann bitte ALLE Hundehalter!

Ich kann nur zum Abschluß sagen diese Liste ist RASSISMUS gegnüber einzelnen Hunden und eine kriminalisierung verantwortungsbewußter Hundehalter.

PS.: man siehe Oldisleben die Hunde stammten aus Inzestzucht und waren NICHT angemeldet
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anmerkung

23.06.2010 16:30:00 von rüdiger röder
@ Christian A. Meyer:

um mal kurz auf 2 ihrer punkte einzugehen:

kinder müssten/sollten auch trotz leinenpflicht mit dem umgang von hundengeschult werden, einfach aus folgenden gründen: - ohne entsprechende schulung werden kinder auch weiterhin auch zu angeleinten hundenhinlaufen und sie ungefragt streicheln wollen. da reicht es dann wenn der besitzer mal kurzzeitig abgelenkt ist und dies nicht bemerkt - es wird auch trotz leinenpflicht immer unbelehrbare halter geben, so das es wahrscheinlich ist, dass man auch weiterhin innerorts auf unangeleinte hunde trifft - hunde sind ein teil des täglichen lebens, man begnet zwangsläufig regelmässig welchen. als solches sollte man natürlich im grundsätzlichen umgang mit faktoren geschult sein, auf die man im täglichen leben trifft



zu den beissstatistiken: natürlich ist es klar, das schäferhunde in der gesamtzahl häufiger zubeissen, da sie einfach anzahlmässig am meisten vertreten sind. aber auch beissstatistiken, die die population der hunde berücksichtigen, zeigen klar auf, dass die sogenannten kampfhunde nicht die "beisslustigsten" hunde sind. die beissstatistiken von NRW zeigen dies deutlich auf. leider wurde diese beissstatistik die letzten jahre nicht mehr weitergeführt oder veröffentlicht, aber die daten der verfügbaren statistiken aus den jahren 2004-2007 sprechen da eine deutliche sprache.

noch dazu muss ja berücksichtigt werden, dass in solche statistiken nur vorfälle einfliessen können, die auch gemeldet werden. während ein biss eines sogenannten kampfhundes wohl annähernd zu 100% gemeldet wird, dürften bisse von zb kleinhunden weit weniger gemeldet werden. dies führt dazu, dass die statistiken im regelfall wohl zu ungunsten der kampfhunde "verfälscht" sind und sie im schnitt prozentual sogar noch weniger zubeissen, als dies die statistik eh schon belegt.
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Rassismus???!!!

23.06.2010 16:19:00 von T. Hesse
Sehr geehrte Herren Politiker,

was sollen solche Gesetze bewirken? Hier wird doch nur krampfhaft versucht, die Bevölkerung, die durch unkorrekte Berichte der Medien aufgescheucht und verängstigt wurden, wieder zu beruhigen. Doch jeder klar denkende Mensch wird sich bei diesem Gesetz die Frage stellen, was ist mit den zig anderen Hunderassen?? Hier handelt es sich um Rassismus!! Und dieses Gesetz wird keine Sicherheit bringen! Desweitern frage ich mich, ob zum Thema Kastration nicht eine Sachbeschädigung durch dieses Gesetz erfolgt. In Deutschland wird der Hund als Sache gehandelt. Wenn kein gesundheitlicher Grund vorliegt, so verstößt dieses Gesetz sogar gegen das Tierschutzgesetz. Ich kann hier nur immer wieder den Kopf schütteln. Liebe Herren Politiker, die nächsten Wahlen kommen bestimmt und meine Stimme geht mit Sicherheit nicht an Euch!!

MfG
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Warum Kinder schulen ...

23.06.2010 15:51:00 von Pommel
Antort auf "Christian A. Meyer Wieso müssen Kinder darauf geschult werden mit Hunden umzugehen? "

Wieso müssen die Kinder geschult werden, sich im Strassenverkehr zurecht zufinden? Kinder müssen lernen, mit ihrer Umwelt zurechtzukommen - und dazu gehören nebst anderen Tieren auch Hunde. Ausserdem ist erwiesenermassen der Kontakt von Kindern zu Hunden - idelaerweise zuhause bei richtiger Erziehung von Hund und Kind - sehr positiv sozialprägend!

Es gibt also viele Gründe und die Haltung von Hunden ist nicht rein Egoismusgesteuert!
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Kommentar 288

23.06.2010 15:17:00 von Sarah Cochrane
Weil unfähige Hudehalter nicht in der Lage sind vernünftig ihre Hunde zu halten, werden "wir" normalen Halter kriminalisiert. Wie die vorredner schon erwähnt haben, man kann gefährlichkeit nicht an der Rasse ausmachen!(Wennn wären ganz andere Rassen auf der Liste!) Die bestehenden Gesetze reichen völlig aus! Sie müssen nur seitens des Staates auch durchgesetzt werden! Aber es ist ja leicher, das Sicherheitsbedürfnis der Menschen mit neueren, härteren Gesetzen zu befriedeigen. Wobei diese sinnlosen Rasselisten(was für ein Wort) nur abgeschrieben sind und wie schon in anderen Bundesländern bekannt ist, keine Beißvorfälle verhindern können. Aber vielleicht braucht man wieder ein Bauernopfer um von der unfähigkeit der Politiker und aneren Problemen abzulenken
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warum nicht einfach Leinenpflicht???

23.06.2010 15:04:00 von Christian A. Meyer
Wieso müssen Kinder darauf geschult werden mit Hunden umzugehen?

Der richtige Ansatz wäre eine Leinenpflicht für alle Hunde innerhalb geschlossener Ortschaften. Die Kommunen sollten darüber hinaus Freilaufflächen ausweisen. Dann kann ich zumindest entscheiden, ob ich mit Hunden zusammentreffe oder nicht.

Die Leinenpflicht wäre sofort einführbar, würde weder Tier noch Mensch einschränken und würde ebenso schnell für Sicherheit sorgen bzw. wäre kontrollierbar. Zudem wäre ein Hunderführerschein (ink. Tauglichkeitsüberprüfung) für alle Hunde über einer bestimmten Risthöhe/Gewicht angeraten.

Ich stimme überein, dass die Gefährlichkeit nicht an den Rassen und auch nicht in jedem Fall am Halter liegt. Ich kenne mindestens ein Beispiel mit einem Kind, wo der Hund (kein sog. Kampfhund) definitiv aus einer ordentlichen Zucht kam UND richtig erzogen war. Ein Moment hat ausgereicht, um den Hund kurz ausrasten zu lassen und das Kind bleibend zu verletzen.

Die Frage darauf: Was kann das Kind dafür, dass sich erwachsene Menschen Hunde halten möchten? Im größten Teil der Fälle sind diese nicht nötig, sondern ein Hobby.

Wie man mit dem Thema Hunde im häuslichen Umfeld (denn da passieren die Unfälle) umgeht, ist die gleiche Frage, wie das Rauchen in Gegenwart von Kindern. Da scheint die Freiheit der Erwachsenen mehr wert zu sein, als die Freiheit und das Schutzbedürfnis der Kinder.

Zu den prozentualen Statistiken:

Geht es da um die Bissfälle insgesamt? Wenn ja, wundert mich die Verteilung nicht. Stellt man die Beisunfälle pro Rasse / Rassegruppe dar, würde das Bild sicher anders aussehen. Trotz allem ist jeder Biss / jede Attacke eine zuviel. Ein Gesetz mit 4 Rassen wird da wenig daran ändern. Ich sehe es aber als Anfang einer Debatte.
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Was gibt Politikern das Recht ...

23.06.2010 14:07:00 von Pommel
sich über die Meinungen von approbierten Sachverständigen und über interntionale Erfahrungswerte und Statistiken hinwegzusetzen.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die "üblichen Verdächtigen" nicht mehr oder weniger gefährlicher sind als andere Hunde - Gefährlichkeit ist wie beim Menschen a) eine Frage des Charakters und b) eine Frage der Erziehung, nicht der einer Rasse.

Und wenn man jetzt schon in Aktivismus ausbricht, warum nicht mit verantwortlicher Ueberlegung in Zusammenarbeit mit Fachleuten - was Politiker zweifelsohne nicht sind, auch nicht sein müssen, aber sie brauchen kundige Berater, sonst machen sie schlechte Politik.

Schlechte Politik wie es bspw. das angedachte Hundegesetz wäre - es gaukelt wie alle Rasselisten eine falsche Sicherheit vor, da a) wie bereits erwähnt die aufgeführten Hunde nicht gefährlich sind und b) wie bspw. im Fall Oldisleben (wo es wie bereits erwähnt keine (!!) Staffordshire Bullterrier waren) die meisten Vorfälle im häuslichen Umfeld passieren.

Um Unfälle im häuslichen Umfeld zu dezimieren (ganz vermeiden wird man Vorfälle dieser Art nie können, ebensowenig wie Autounfälle), müssen die Hundehalter und die Personen, die mit dem Hund umgehen, geschult werden.

Darüber hinaus muss es zum Schutz der Kinder bereits im kindergarten eine Ausbildung zum Umgang mit Tieren geben - u.a. auch Umgang mit Hunden.

Ich darf in diesem Zusammenhang auf das europäische Projekt "Der blaue Hund" hinweisen, dass von Fachleuten zur Beissprävention in's Leben gerufen worden ist. (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Wenn Sie ein vernünftiges Gesetz erlassen wollen, dass wirklich etwas für die Bevölkerung bringt, dann - führen Sie eine Kennzeichnungspflicht ein - führen Sie eine Versicherungspflicht ein - führen Sie eine Hundehalter Ausbildung ein - führen sie eine kindgerechte Ausbildung ein

Im übrigen bleibt mir nur, mich meinen Vorrednern (bis 13:41:35) anzuschliessen
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Kommentar 291

23.06.2010 14:02:00 von Albert
Belegbare Argumente contra Rassenliste wurden ja schon genannt. Zusätzlich sollte man sich mal fragen ob die jetzt angedachte Verordnung diesen Unfall (Oldisleben) verhindert hätte.

Man bedenke, die Hunde wurden illegal gehalten und der Unfall geschah im Haus der Tante, also in der Familie.
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Hundeführerschein und Rasselsiten sind unsinnig

23.06.2010 13:41:00 von Konstantin
Es ist unfassbar, dass wissenschaftliche Studien und Expertenmeinungen nicht in die Gestaltung der neuen Hundeverordnung mit einfließen.

Hierzu ein Link zu einem lesenwerten Bericht aus einer österreichischen Zeitschrift:

(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)

Die Wahrheit scheint keine Rolle zu spielen, solange Wählerstimmen eingefangen werden. Unfassbar.

Man vergisst dabei, dass hinter dn Hunden Menschen stecken und diese unsinnigen Verordnungen Menschen auf extreme Weise sozial diskriminieren. Aber wen stört das schon, denn hinter dn Hunden stecken ja eh nur Kriminelle. Ich bin auch so einer, aber mit dem Unterschied, dass ich Unternehmer/ Arbeitgeber bin, noch nie gegen ein Gesetz verstoßen habe, mich ehrenamtlich für schwache Menschen engagiere, aber in der Öffentlichkeit wie ein Asozialer behandelt werde. ich habe den Glauben an die Gerechtigkeit verloren.
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Kampfhundeverordnung

23.06.2010 13:40:00 von Maria Kusnierz
Blinder Aktionismus hat noch nie geholfen und offensichtlich nicht bis zum Ende durchdachte Gesetzesentwürfe machen das Elend nur schlimmer.

Wenn man diesen Gesetzesentwurf konsequent zu Ende denkt, dann müssten folgende Regelungen für Menschen eingeführt werden:

Menschen mit überdurchschnittlicher Muskelmenge und Muskelkraft müssen unfruchtbar gemacht werden und höhere Steuern zahlen, weil sie im Zweifelsfall einen größeren Schaden anrichten als Menschen mit wenig oder durchschnittlicher Muskelkraft und- menge.

Eltern aggressiver, trotziger Kinder mit Gewaltpotenzial müssen hohe Abgaben für ihre Kinder zahlen, und eine gesonderte Haftpflichtversicherung, sowie einen Sachkundenachweis für jedes einzelne Kind erbringen.

Starftäter im Bereich Körperverletzung und Mord müssen umgehend euthanisiert werden und deren Eltern unfruchtbar gemacht und für das Geschehene zur Verantwortung gemacht werden.

Den Bedarf an einem Listenhund nachzuweisen ist ungefähr so sinnig, wie Fleischesser dazu zu nötigen, den Bedarf an Fleischkonsum zu rechtfertigen, wenn die Nährstoffe auch durch pflanzliche und synthetische Nahrungsmittel zugeführt werden können.

Diese Beispiele entsprechen nicht meinem persönlichen Idealismus, sie sollen lediglich dazu dienen, die Absurdität des aktuellen Gesetzentwurfes zu verdeutlichen.

Elternn sind für ihre Kinder verantwortlich und Halter für Ihre Hunde.

Hundehaltung soll, wie jede Tierhaltung in verantwortungsvollem Maße geschehen. Dazu gehören entweder ein Sachkundenachweis bei allen Hunderassen oder gar keiner. Dazu gehören Nachweis der körperlichen und psychischen Eignung zur Tierhaltung für alle Tiere oder für keines.

Dieses Gesetz führt zur Diskriminierung von Haltern großer und (im Auge des Staates) potenziell gefährlicher Hunde.

Als Abschluss erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass, statistische gesehen, die meisten Beißunfälle mit Deutschen Schäferhunden passieren. Diese tauchen jedoch auf keiner Liste auf...

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Kommentar 294

23.06.2010 13:39:00 von Nnacy
Hallo, ich würde gerne mal wissen wer festlegt welche rasse gefährlich ist und welche nicht?? und nach was geht es da? nach aussehn, nach geschmack, nach vorurteilen? ich kann es nicht nachvollziehen. es gibt statistiken, experten meinungen und so weiter aber das alles zählt scheinbar nichts. oder? durch panikmache der medien und mit unwissenheit werden gesetzte beschlossen. echt traurig.

ich hab mal eine statisik beigefügt die zeigt das obwohl unter "pit bull" 3 verschiede rassen zusammengefasst wurden (Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bull Terrier) er immer noch nicht an erster stelle steht. würde man also diese 3 rassen einzeln auflisten wie alle anderen rassen auch wären sie noch viel weiter unten.

Angriffe auf Besitzer

Beagle 7,9% Dackel 5,9% Chihuahua 5,4% Jack Russell Terrier 3,8% Berner Sennenhund 3,0% Collie 2,3% Pit Bull 2,3% Deutscher Schäferhund 2,1% Deutsche Dogge 1,9% Sibirischer Husky 1,9% Border Collie 1,8% Labrador Retriever 1,7% Airedala Terrier 1,5% Australien Cattle Dog 1,5% Akita 1,0% Rottweiler 1,0% Golden Retriever 0,6% Boxer 0 Rhodesian Rideback 0

Angriffe auf Hunde

Akita 29,3% Pit Bull 22,0% Jack Russell Terrier 21,8% Australien Cattle Dog 20,6% Chihuahua 17,9% Dackel 17,9% Deutscher Schäferhund 16,4% Boxer 15,7% Border Collie 13,5% Beagle 9,5% Deutsche Dogge 9,4% Airedale Terrier 9,1% Rottweiler 7,6% Golden Retriever 7,2% Collie 6,8% Rhodesian Ridgeback 5,8% Sibirischer Husky 5,6% Berner Sennenhund 4,5% Labrador Retriever 4,3%

Angriffe auf Fremde

Dackel 20,6% Chihuahua 16,1% Australien Cattle Dog 9,6% Border Collie 8,0% Beagle 7,9% Jack Russell Terrier 7,7% Pit Bull 6,8% Boxer 5,7% Deutsche Dogge 5,7% Rottweiler 4,8% Airedale Terrier 4,5% Deutscher Schäferhund 4,5% Akita 3,0% Labrador Retriever 2,3% Collie 1,5% Berner Sennenhund 1,5% Rhodesien Ridgeback 1,4% Golden Retriever 1,1% Sibirischer Husky 0

bei Pit Bull sind die Rassen Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bull Terrier enthalten

Würde mich über eine Erklärung und Stellungnahme freuen.
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Kampfhundeverordnung

23.06.2010 13:08:00 von Anna Seifert
Ich sag ihn ma was über diese hunde es sin nicht die tiere sondern die halter die sie so machen..es sin liebe hunde die nur durch ihren ruf so in die ecke gestellt werden,wobei kleine hunde oder auch schäferhunde un goldenretriver zu solch monster werden könn aba darüber berichtet keiner immer nur über staffords oder allgemein kampfhunde...das is für mich unbegreiflich da ich jahre lang mit diesen tieren zutun habe un nicht einer von diesen tieren hat mich angegriffen oder es je versucht mich zubeißen!! ich gebe ihn einen link und bitte drum das sie sich den kopieren un mal anschauen da können sie ma sehen was die MENSCHEN mit solch tieren machen un nicht die tiere mit den menschen... (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien) Danach möchte ich ihre meinung zu solch tieren hören!!! Ich finde die ganze aufmachung für diese rasse unnütz weil auch andere hund gefährlich werden könn un sind,daher halte ich von ihren vorraussetzungen gar nix es is eher für die hunde ne strafe mit maulkörben rumlaufen zumüssen un alleine weil se in der mehrzahl"angeblich"gefährlicher sin,so ein quatsch ist meine meinung dazu wenn gehen sie zu erst ma zu den haltern die diese tiere so machen un zu anderen besitzern die diese hunde als liebevollen un harmonischen hund erzogen haben dann beurteilen sie mal diese hunde richtig dann sehen sie das diese hunde nicht die gefährlichsten sin sondern die menschen die sie so machen!!! mfg Anna Seifert
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Kommentar 296

23.06.2010 12:57:00 von T. Donner
Warum werden keine Hundefachleute zu Rate gezogen?

Warum wird nicht endlich am Hundehalter angesetzt?

Das schärfste Kampfhundgesetz wird keine tödlichen Vorfälle verhindern, weil kriminelle Halter sich nicht an die Gesetze halten.

Es trifft nur wieder alle, die sowieso schon verantwortungsvoll und sachgerecht mit ihren Hunden umgehen.

Rasselisten bringen keine Sicherheit!

Der richtiger Weg wäre ein Heimtiergesetz und eine verlangte Sachkunde von ALLEN Hundehaltern.

Warum werden im Fall Oldisleben immer Staffordshire Bullterrier genannt? Es waren es definitiv keine Staffordshire Bullterrier, sondern grosse Mixe.

Ein Staffordshire Bullterrier wiegt zwischen 13 und 17 kg und hat eine Grösse zwischen 36 und 41 cm. Die Hunde aus Oldisleben wogen zwischen 30 und mehr als 40 kg...

Wenn der Presse schon solch fatale Fehler unterlaufen, sollten aber doch die Gesetzgeber und Politiker besser informiert sein und nicht den Medien ihre schlecht recherchierten Fehler nachplappern! Das macht mich (als verantwortungsbewusste Halterin von Staffordshire Bullterriern) wütend und traurig.

Warum werden Beiss-Statistiken aussen vor gelassen?

Wollen Sie Menschenschutz oder wollen sie mit ihrem Bauernopfer auf oberflächliche Art und Weise den aufgebrachten Mob beruhigen?

Schade! Von Menschen die unser Land regieren und Lenken, hätte ich etwas mehr Tiefe erwartet!
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Kommentar 297

23.06.2010 12:17:00 von Sascha Gellert
Es gibt genug wissenschaftliche Untersuchungen zur angeblichen Gefährlichkeit bestimmter Hunderassen, die von Ihnen ignoriert werden (z.B von der TiHo Hannover). Es gibt anerkannte Experten auf dem Gebiet der Hundeverhaltensforschung, auf deren Meinung sie offensichtlich nichts geben (z.B. Frau Feddersen-Petersen). Es gibt Staaten (z.b. die Niederlande) und Bundesländer (z.B. Schleswig-Holstein) welche erkannt haben, das die Listung bestimmter Hunderassen unsere Strassen nicht automatisch sicherer machen. Es ist mir im übrigen eine Freude, darauf hinzuweisen, das gemäß ihrer ersten Stellungnahme zum tragischen Unfall in Oldisleben Thüringen ebenfalls dazu gehört (hat).

Ich komme also nicht umhin, Ihnen billigsten Populismus zu unterstellen.

Und Sie haben den Husky auf der Liste vergessen (man denke an den Killerhusky von Brandenburg, 24.4.2010, Baby tot, Hund mittlerweile in eine neue Familie vermittelt)
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Kampfhundeverordnung

23.06.2010 08:20:00 von Bodo Schulze
Das ausgrenzen von Rassen ist nicht korrekt, die Halter müssen gefordert werden, Hundeführerschein für alle
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Gefahrenhundeverordnung

23.06.2010 07:53:00 von Andre
Hallo, ich finde diesen Gesetzesentwurf nicht gut! Es ist traurig das immer wieder etwas passiert und Menschen dabei verletzt oder sogar zu tode kommen. Aber, und davon bin ich überzeugt, das liegt nicht einzig und allein bei vier bestimmten Hunderassen! Laut mehreren Studien ist doch klar damit das verhalten eines Hundes beim Halter liegt. Wenn man einen Schäferhund unsachgemäß hält und führt wird dieser auch aggressiv! Auch werden meiner Meinung nach alle Beißstatistiken völlig außer Acht gelassen, da ist doch eindeutig dass mehrere ( nicht gefährliche ) Hunde viel weiter oben aufgeführt sind als einer der vier genannten Rassen! Auch ein Zuchtverbot finde ich nicht gut, da dadurch ein paar schöne Rassen ausgemerzt werden sollen! Die durch ihre Eigenschaften liebevolle Familienhunde sind!
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