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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz - Blog
Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber
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Sehr geehrte Damen und Herren,
seit der tödlichen Beißattacke von Oldisleben am 21. Mai 2010, bei der ein dreijähriges Mädchen von den vier Kampfhunden ihrer Tante grausam zu Tode gebissen wurde, erreichen das Innenministerium zahlreiche Zuschriften mit unterschiedlichster Zielsetzung. Die Extremposition auf der einen Seite fordert das sofortige Verbot von Kampfhunden, ohne allerdings zu erläutern, was das Verbot bedeuten soll, etwa Einziehung und Tötung der Hunde. Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Zuschriften, die neue, über die jetzige Thüringer Gefahrenhundeverordnung hinausgehenden rechtlichen Bestimmungen ablehnen oder allenfalls eine allgemeine Haftpflichtversicherung und/oder einen Hundeführerschein fordern.
Das Thüringer Innenministerium hat bereits am 26. Mai 2010 angekündigt, dem Grundprinzip, wonach der Hundehalter die volle Verantwortung für seine Hunde trägt, noch stärker zur Geltung bringen zu wollen. Dazu ist eine Überführung der Bestimmungen der Thüringer Gefahrenhundeverordnung in ein "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren" notwendig. Der Gesetzentwurf liegt nun vor und wurde von der Landesregierung auf der heutigen Kabinettsitzung (22.06.2010) in erster Befassung gebilligt. Regelmäßig werden nach der ersten Beratung im Kabinett die betroffenen Verbände angehört.
Um auch den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihre Meinung in den Gesetzgebungsprozess einbringen zu können, wird der Gesetzentwurf ab heute bis zur zweiten Befassung im Kabinett zur Diskussion gestellt. Sie können ihre Meinung entweder offen durch einen Beitrag im Blog äußern oder - nichtöffentlich - uns durch eine E-Mail ihre Meinung mitteilen.

Medieninformation 25/10 vom 22.06.2010 (Audiodatei)
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Landesregierung billigt Referentenentwurf
des „Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren“
© Thüringer Innenministerium
Die Eckpunkte des Gesetzentwurfs
Das Gesetz definiert, was gefährliche Hunde sind:
b: Hunde, die auffällig geworden sind, z.B. durch Beißen, Hetzen, übermäßige Kampfbereitschaft (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung). Für die auffälligen Hunde kann wie bislang ein Wesenstest angeordnet werden, um die Gefährlichkeit festzustellen.
c: Neu ist die Aufzählung von mehreren Hunderassen, für die durch das Gesetz die Gefährlichkeit festgestellt wird. Als gefährlich werden exemplarisch im Gesetzentwurf insbesondere folgende Rassen eingestuft: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier (vgl. Oldisleben), Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden.
Durch das geplante Gesetz wird eine Erlaubnispflicht für diese gefährlichen Hunde eingeführt. Die Voraussetzungen dafür, dass diese Erlaubnis erteilt wird, sind:
- der Halter muss mindestens 18 Jahre alt sein,
- der Halter muss eine Sachkundeprüfung bestehen (mit dem gefährlichen Hund, nicht auf andere gefährliche Hunde übertragbar),
- es dürfen keine Zweifel über die Zuverlässigkeit des Halters bestehen, d. h. es dürfen z. B. keine Vorstrafen wg. Raub, Zuhälterei, Drogen oder Trunkenheitsfahrten vorliegen,
- der Halter muss den Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung nachweisen.
- Eine wesentliche Neuregelung des Gesetzentwurfs besteht darin, dass Personen, die sich einen gefährlichen Hund anschaffen möchten, den besonderen Bedarf an diesem Hund nachweisen müssen, der nicht durch Hunde anderer Rassen gedeckt werden kann.
Der Gesetzentwurf stellt Regeln für die Haltung gefährlicher Hunde auf. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Hunde so gehalten werden müssen, dass Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet werden. Gefährliche Hunde sind zudem im sicheren Gewahrsam zu halten. Die Halter müssen darüber hinaus ein Warnschild am Zaun oder an der Wohnungstür anbringen, um vor dem gefährlichen Hund zu warnen. Für gefährliche Hunde wird zudem eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, um die Identifizierbarkeit der Hunde zu gewährleisten (z. B. Chip oder Tätowierung).
Der Gesetzentwurf enthält auch ein Verbot des Handels mit gefährlichen Hunden. Die Einfuhr der im Gesetzentwurf konkret genannten Rassen ist bereits durch Bundesgesetz verboten. Das Gesetz soll zudem die Zucht von gefährlichen Hunden verbieten. Zur Durchsetzung dieser Vorschrift müssen alle Hunde der konkret genannten Rassen drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes oder spätestens mit Erlangung der Geschlechtsreife der Hunde unfruchtbar gemacht werden. Hunde dürfen außerdem nicht durch Zuchtauswahl, Ausbildung oder Haltung zu gefährlichen Hunden gemacht werden.
Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein)
Ausnahmen von Warnschild, Kennzeichnung, Haftpflichtversicherung und Unfruchtbarmachung gelten für Hunde von Touristen oder von Personen, die sich nicht länger als vier Wochen in Thüringen aufhalten.
Verstöße gegen dieses Gesetz können als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden (bislang 5.000 Euro nach der Gefahrenhundeverordnung). Die Hunde können zudem eingezogen oder auch eingeschläfert werden, wenn der Eigentümer nicht die Erlaubnis erhält bzw. diese entzogen bekommt oder die Hunde entsprechend auffällig geworden sind.
Die geplanten Neuregelungen erleichtern vor allem den Vollzug der Vorschriften, da sie den zuständigen Behörden jetzt mehr Anlass bieten, Hundeführer und Hundehalter der konkret genannten Rassen anzusprechen und nach deren Erlaubnis für das Halten der Hunde oder nach Altersnachweisen zu fragen sowie die Zuverlässigkeit der Hundeführer und die Haltungsbedingungen zu überprüfen.
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299 Kommentare auf diesen Blog
Der Blog wurde geschlossen
17.06.2011 08:58:00 von Thomas Mau, Pressereferent im Thüringer Innenministerium
Gestern wurde im Landtag das Gesetz verabschiedet. Es ist in der Landtagsdokumentation einsehbar (DS 5/ 2900). Dieser Blog wurde daraufhin geschlossen. Vielen Dank an alle Beteiligten.
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Beschlussempfehlung des Innenausschusses (Drs. 5/2900) zum Entwurf des Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren (Drs. 5/1707)
15.06.2011 09:28:00 von Uwe Albrecht
(1.) Erlaubnispflicht:
Die Antragsfrist bis zum vollendeten 8. Lebensmonats des Hundes nach § 4 Abs. 2 Satz 2 des vom Innenausschuss vorgelegten Gesetzesentwurfs bezieht sich auf § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2, also auf gefährliche Hunde aufgrund ihrer Rasse und auf gefährlich eingestufte Hunde aufgrund eines Wesenstests. Die Antragspflicht nach § 4 Abs. 2 Satz 3 dagegen bezieht sich auch auf als gefährlich eingestufte Hunde im Sinne von § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2. Der Bezug in § 4 Abs. 2 Satz 2 auf § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ist falsch und irreführend. Dieser Mangel findet sich bereits im Gesetzesentwurf der Landesregierung (siehe dort in § 3 Abs. 2 Satz 2 und 3).
(2.) Haftpflichtversicherung:
§ 10 Abs. 1 Satz 1 schreibt für gefährliche Tiere, wozu gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 auch gefährliche Hunde gehören, eine Haftpflichtversicherung vor. Aber schon nach § 2 Abs. 5 Satz 1 ist für Hunde eine solche Haftpflichtversicherung vorgeschrie-ben. Sofern § 10 Abs. 1 Satz 1 nur für gefährliche Tiere im Sinne von § 3 Abs. 1 Nr. 1 gelten soll, so sollte dies auch entsprechend kenntlich gemacht werden, so wie es z.B. in § 16 Abs. 6 erfolgt.
(3.) Führen gefährlicher Hunde:
Die Aussage im allgemeinen Teil der Begründung der Landesregierung zum Entwurf des Gesetzes, dass die Person, welche einen gefährlichen Hund führen will, das 18. Lebensjahr vollendet haben muss, entbehrt der rechtlichen Grundlage. Aus § 12 ergibt sich nicht, dass der Führer eines gefährlichen Hundes mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben muss. § 6 Abs. 2, auf den in § 12 Abs. 1 verwiesen wird, benennt in seiner Nr. 3 einen wiederholten Verstoß gegen § 4 Abs. 1, der für Tierhalter ein Mindestalter von 18 Jahren vorschreibt. Andererseits ist das Führen nicht mit der Obhut im Sinne von § 10 Abs. 2 gleichzusetzen (siehe dazu auch die Begründung zu § 9 Abs. 3 und § 11 des Gesetzesentwurfs der Landesregierung). § 12, der das Führen gefährlicher Hunde regelt, verweist auch nicht auf § 10 Abs. 2. Damit darf nach dem vorliegenden Gesetzesentwurf sowohl der Landesregierung als auch des Innenausschusses ein 10jähriges Kind einen gefährlichen Hund – zumindest einmalig – ausführen.
Fazit:
Sowohl der Entwurf der Landesregierung als auch der Gesetzesentwurf des Innenausschus-ses sind nicht von Anfang bis Ende durchdacht bzw. handwerklich ausgereift. Sollte das Ge-setz so oder so beschlossen werden, dürfte es - im Vollzug, z.B. bei Bußgeldverfahren oder verwaltungsrechtlichen Anordnungen - in einigen Punkten rechtlich nicht belastbar sein.
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Rasseliste wird nun doch Gesetz - Regierungskoalition ignoriert (erneut) Ergebnis der Anhörung
11.06.2011 01:09:00 von Sabine Berninger
Zur Info an Sie alle meine Pressemitteilung vom 10.06.2011:
Im Anschluss an die heutige Innenausschusssitzung und nach der Entscheidung durch die Koalitionsmehrheit, an der umstrittenen Rasseliste festhalten zu wollen, erklärt Sabine Berninger, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Innenausschuss:
„Nahezu alle Anzuhörenden haben den Vorschlag als fragwürdig, wissenschaftlich unbegründet und als nicht geeignet sowie wenig zielführend charakterisiert. Vor allem aber äußern die Anzuhörenden, die ein zweites Mal angehört wurden, größtenteils ihr Unverständnis darüber, dass der Änderungsvorschlag die Anhörungsergebnisse vollständig ignoriert.“
Angehört wurden Experten und Sachverständige, deren inhaltlich begründete Stellungnahmen eigentlich im Gesetzgebungsverfahren qualitativ einfließen sollten. „Diese Stellungnahmen einfach vom Tisch zu wischen, ist Ausdruck machtpolitischer Ignoranz und zeigt, welchen Wert parlamentarische Anhörungen für die CDU/SPD-Koalition haben - nämlich keinen“, resümiert Sabine Berninger.
DIE LINKE sieht sich hingegen durch die Ergebnisse der Anhörung bestärkt, an ihrer Position festzuhalten: Die Verantwortung für die Ungefährlichkeit eines Hundes liege beim Halter, und die Gefährlichkeit sei nicht an der Rasse festzumachen, sondern am individuellen Verhalten des Hundes.
Dementsprechend wird die Fraktion DIE LINKE auch in der nächsten Woche bei der abschließenden parlamentarischen Beratung des Gesetzentwurfes einen eigenen Gesetzesvorschlag unterbreiten, der die wissenschaftlich und fachlich begründeten Einwände aufnimmt.
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Kommentar 4
14.05.2011 12:38:00 von Edda May
Es gibt so viele (vernünftige)Hundehalter dieser liebenswerten Rassen - auch diese sind Wähler!
SPD, CDU und Grüne stehlen Kindern Freunde und reissen Familien auseinander. Wer braucht sowas?
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Beitrag Ralf B
15.04.2011 10:14:00 von Oskar Graf
Derartige Forderungen auf "alle Hunde" anwenden zu wollen ist schwachsinnig und der Vergleich mit dem Waffenrecht ist völlig überzogen.
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Hundehaltung
08.04.2011 07:20:00 von ralf b.
Wesenstest für Hund und Halter,
Chippflicht zur eindeutigen Zuordnug,
Sachkundeprüfung,
Prüfung der Zuverlässigkeit des Halters wie im Waffenrecht das wären die Eckpunkte über die ich nachdenke in Bezug auf die sich häufenden Unfälle und möglichen Straftaten durch Hundeangriffe. Das gilt für alle Hunde.
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Rassismus auf vier Beinen
06.04.2011 22:54:00 von Stephan Meyer
Man stelle sich vor, Unfallstatistik bundesweit, im Zusammenahng mit Unfällen mit tödlichem Ausgang wurde am häufgsten ein VW genannt = Konsequenz verbieten, oder in Stufe 1 (Maulkkorb) PS Begrenzung? Ich weiß sehr wohl das das absurd ist, aber durchaus eine Variante die einer Rasseliste entspricht. Der Hund kommt nicht als Kampfhund auf die Welt, er hat lediglich Anlagen rein körperlich die ihn in die Lage versetzten entsprechende Stärke zu haben. Mehr nicht. Es nutzt auch nicht viel bestimmte Rassen asurotten zu wollen, denn darauf zielt so etwas ab. Man sollte insgesamt auf allen Ebenen Maßnahmen treffen die eine gewisse Kontrolle ermöglicht. Daran müssen alle Hundehalter aus eigenem Interesse mithelfen. Viele Dinge, wie Kampf gegen unkontrollierte Vermehrung, Kampf gegen Gesetze und Verordnungen die einer Artgerechten Haltung entgegen stehen. Ich frage mich nur ob Deutschland wirklich in jeder Richtung immer einen Max machen muss. Sachliches Herangehen ist beinahe unmöglich. Eine reine Freude für Hundehasser die Wurst mit Rasierklingen gespickt über Zäune werfen, hier werden Argumente für solche geliefert. Jeder Fachmann oder Sachverständige greift sich an den Kopf, weil hier menschliche Fehler auf den Rücken der Tiere ausgetragen werden. Ich habe übrigens keinen Kampfhund im "Klassischen" Sinne, aber ein Hund der schon mal auf Listen zu finden war. Sachlich betrachtet passt diese Diskussion voll und ganz in das übliche Schema ... good luck for good vote ... Populismus erster Güte.
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Gefahrenhundeverordnung wird Gesetz
06.04.2011 19:06:00 von Thomas
Also mich kann es nicht fassen, da wird vor Jahren schon darüber diskutiert und festgelegt, dass Leute die nicht Gesetzteskonform leben solche Hunde nicht halten dürfen. Finde ich auch prima, wenn es nur auch durch die zuständigen Behörden Ordnungsämter der Städte und Gemeinden geprüft und dann auch durchgesetzt würde. Ne die lassen wir mal in Ruhe, das gibt nur Schwierigkeiten. Doch der normale Bürger musste damals schon mit seinem Hund einen Wesentest machen und vom Ordnungsamt nen Schein ausstellen lassen, dass er den Hund führen darf. Hat mich damals richtig Geld gekostet. Habe 12 Jahre nen American Pit Bull Terrier gehabt und der Hund hat nie bösartig auf jemanden reagiert. Es gibt übrigens ein Buch, welches die gnädigen Politiker/innen lesen sollten Die Wahrheit über den American Pit Bull Terrier. Danach sollten Sie mal überlegen an wem es liegt, wenn ein Hund beißt. Es liegt auch nicht an der Rasse. Wollen wir denn jetzt alle Terrier aus Deutschland verbannen ? Dann bitte auch die Jagterrier, denn ein Hund dem das Jagen nochmal beigebracht wurde wird wohl noch eher dem Instinkt folgen und jagen und somit auch beissen.
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Kommentar 9
08.03.2011 11:10:00 von Nancy H.
Ich besitze seit 5 Jahren einen "Kampfhund" (ich hasse dieses Wort!!!) und sie hat noch nie jemanden was getan. Sie verhält sich sehr sozial Menschen und anderen Hunden gegenüber. Sie wurde vor 3 Jahren von 2 anderen Hunden fast zu tode gebissen. Sie hat sich nicht gewehrt!!!! soviel zum Thema gefährliche Kampfhunde!!!! Ich verstehe nicht warum mein Hund über Nacht vom " normalen" Hund zum gefährlichen Hund wird?!?!?Er hat doch nichts gemacht.Das ist alles nur Abzocke!!! Da kostet der Wesenstest Geld, der Hundeführerschein, die Versicherung, der Chip und das Kastrieren auch!!! Und was bringt es dem Volk?????????? Richtig!!!!!! Nämlich nichts..... , weil die anderen Hunde nämlich auch Zähne haben. Laut der Statistik beisst der Schäferhund am häufigsten, gefolgt von Labrador usw.! Aber das interessiert die lieben Politiker nicht. Rottweiler und Co sind ja alles kleine Schmusekatzen. Sorry aber da platzt mir der Hals!!!!!!!! soviel Dummheit auf einen Haufen! ARMES DEUTSCHLAND!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Rassenliste wissenschaftlich unhaltbar
04.03.2011 09:59:00 von Juliane R.
Sehr geehrte Politiker, seit vielen Jahren wird nun schon eine Art Hetztirade auf bestimmte stigmatisierte Rassen gefördert. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rasse festgemacht werden kann.
Dazu gibt es verschiedene Dissertationen und durchgeführte Tests von Fachmännern, welche allesamt zu dem Ergebnis gekommen sind, dass eine erhöhte Gefährlichkeit nicht von den sogenannten Kampfhunden ausgeht.
Statt Rassen zu verbieten und selbige durch undurchdachte Gesetze in der Öffentlichkeit weiter zu diskriminieren, sollte das Augenmerk endlich auf den Halter gelegt werden.
Statt Rassenliste, muss eine sinnvolle Eignungsprüfung des Halters erfolgen und das für jeden Hund, völlig egal welcher Rasse er angehört.
Durch die Rassenliste wird ein Bild der Scheinsicherheit gezeichnet. Jeder Hund der nicht auf der Liste steht, wird von vornherein als ungefährlich eingestuft und doch geht immer eine Gefahr von Hunden aus. Diese Gefahr, auch wenn sie nur eine marginale Rolle im alltäglichen Leben darstellt, kann von einem Labrador ebenso ausgehen wie von einem Pitbull. In den falschen Händen, kann jeder Hund zur Waffe werden.
Ich appelliere an Ihren Verstand und an Ihr Bestreben wahrhaftig einen erhöhten Schutz für die Bevölkerung erreichen zu wollen. Und das kann nur gelingen, wenn man prinzipiell jeden Hundehalter prüft, unabhängig der Hunderasse.
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Keine Rassenlisten !
25.02.2011 09:58:00 von Ana Springfeldt
Wer noch immer an der irrsinnigen Idee von
Rassenlisten anhängt, muss sich doch bitte nur einmal vor Augen führen, was das bedeuten würde.
Im Zeitraum von 10 Jahren ist es zu EINEM tragischen Unglück gekommen. Allerdings in den eigenen vier Wänden einer Familie.
Wir erkennen, dass gegen einen Unfall im eigenen Haus kein Gesetz schützen kann.
Bedenken wir doch bitte, was es heisst, wenn unzählige, völlig integere und sorgfältige Hundehalter mit absolut unschuldigen Familienhunden nun für EINEN einzigen kriminellen Hundehalter büßen müssen. Nur weil diese völlig unschuldigen Hunde "so ähnlich" aussehen, wie die Hunde, die durch die gewissenlose Halterin, selbst zum Opfer wurden.
Wir dürfen nicht pauschal und völlig unbegründet diese vielen freundlichen Hunde und ihre Familien verfolgen.
Der Schutz der Bevölkerung kann nicht durch unbegründete Verfolgung einzelner
Hunderassen erfolgen, sondern durch strenge Durchsetzung der bestehenden
Gesetze für Hunde ALLER Rassen.
Hunde sind an der Leine zu führen, eine Versicherung muss Pflicht sein, unzuverlässige Hundehalter dürfen keine Hunde mehr halten.
Setzen wir das durch, wird kein Mensch mehr durch Hunde gefährdet.
mit besten Grüssen
A, Springfeldt
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Kommentar 12
23.02.2011 16:23:00 von Andreas Schmidt
Ich bitte darum, die Kampfhundeliste zu erweitern, und zwar um den West Highland Terrier. Er hat seine Gefährlichkeit als zerfleischer erwachsener Menschen erwiesen und gehört einfach nur weg! Siehe folgender LINK: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)
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Ein "Hoch auf die Logik"
21.02.2011 12:31:00 von Kassandra T.
"Hunde fallen Pferd an, Reiterin liegt noch im Koma
21.02.11
Zwei kleine Hunde griffen am Samstag auf dem Paul-Ehrlich-Weg in Allach bei München, ein Pferd an. Das Pferd ging durch, und die gerade mal 17-jährige Reiterin stürzte so schwer, dass sie sich besonders schlimme Kopfverletzungen zuzog. Die Hundehalter kümmerten sich jedoch nicht um das Mädchen, sondern flüchteten feige. Die Senioren konnten ausfindig gemacht werden und müssen sich evtl. wg. gefährlicher Körperverletzung verantworten."
...so, und was schlagen die Herren Politiker in so einem Fall vor? Am besten die Vermehrung aller kleinen Hunde (wobei es klein noch zu definieren gilt)
verbieten, Zwangssterilisation sofort einführen... Denn die Hunde sind ja auch Schuld an dem Vorfall, NICHT die feigen verantwortungslosen Besitzer... Klar, und die Erde ist das Zentrum des Weltalls.... Ihr Beschlus ist ein Witz! Es werden wie hier schon oft gesagt, nur die
verantwortungsvollen Hundehalter bestraft. Das Gesetz ist in dieser Form so sinnvoll wie eine Maßschneiderei für eine Nudistenkolonie...!
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Abwehr von Gefahren durch Hunde
18.02.2011 15:32:00 von Christian A. Meyer
Nachdem ich in diesem Jahr schon 3 mal von Hunden belästigt / gefährdet wurde, kann ich nur nochmal bekräftigen, dass man diese Liste ganzlich weglassen muss. Alle drei waren keine auf dieser Liste verzeichnete Hunde. Bei den Haltern sah das schon anders aus, da diese weniger von Hunden verstanden, als ich. Dabei bin ich kein Hundehalter und habe mich nur wegen der immer wieder vorkommenden Angriffe / Belästigungen von Hunden informiert.
Deshalb wäre meine Bitte, dass das Gesetz so angepasst wird, dass alle Hundehalter mit ihren Hunden einen Wesenstest und eine Sachkundeprüfung ablegen müssen. Solange nicht eindeutig erklärt wird, dass jeder Hund potentiell gefährlich ist, wird sich in Bezug auf Beissattacken nicht ändern.
Die zunehmende Angst wird nicht durch s.g. Kampfhunde geschürt, sondern durch die immer mehr zunehmenden freilaufenden Hunde von Haltern, die meinen, dass ihr Hund niemals jemanden etwas tun würde.
Nebenbei wird durch eine solche Regelung auch kein Halter benachteiligt.
Weitere Eckpunkte wären für mich eine Leinenpflicht für alle Hunde außerhalb des eigenen umfriedeten Grundstück und ausgewiesener Freilaufflächen,sowie eine sofort erkennbare Kennzeichnung von Hunden sobald man im öffentlichen Raum unterwegs ist.
Das die Vorschriften auch kontrolliert und Verstöße geahndet werden müssen, ist obligatorisch aber leider derzeit nicht Usus.
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So wird das nichts
18.02.2011 11:04:00 von Manuela
Sehr geehrte Politiker, ich würde diese "Fachleute" aus Ihren Reihen gerne mal kennen lernen. Wenn ich in mein Umfeld sehe gibt es keine Kampfhunde dennoch kenne ich kaum Leute die Ihre Hunde wirklich unter Kontrolle haben und sogar teilweise sehr sehr niedrige Beißhemmung haben. Ich bin dafür das die Kontrollen verstärkt werden, damit alle Hunde gemeldet sind und somit auch die Hundehalter den Hundeführerschein und einen Wesenstest abzulegen haben. So kann man die wirklich gefährlichen Hunde ausmachen und die Menschen die ihre Hunde zu diesen machen frühzeitig erkennen. Es bringt nichts einfach ein paar Rassen zusammen zu nehmen und diese auszurotten. Genauso wie mit der Regelung alle Hunde über 40cm als Kampfhunde einzustufen, wie gesagt bei mir im Umfeld gibt es hauptsächlich kleinere Hunde und die sind meißt nicht ohne und die Halter total unwissend was für eine Zeitbombe sie an der Leine haben. Daher bin ich für mehr Kontrollen und für alle Hundehalter (egal was für einen Hund oder wie groß) Prüfungen abzulegen damit man Prüfen kann ob diese Person diesen Hund im Griff hat und ggf. besondere Auflagen zu geben.
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zum Beitrag von Herrn Edelmann vom 13.02.2011
17.02.2011 19:17:00 von Sabine Berninger
Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (die Richter Jaeger, Hömig und Bryde) war bei seiner Entscheidung BVerfG, 1 BvR 492/04 vom 29.3.2004 davon ausgegangen, dass Hunde bestimmter Rassen - hier ging es um American Staffordshire Terrier -gefährlich sind: "Es gibt hinreichend sichere Anhaltspunkte dafür, dass solche Hunde für Leib und Leben von Menschen in besonderer Weise gefährlich sind. Auch die Annahme, dass bei Hunden anderer Rassen wie dem Deutschen Schäferhund eine geringere Gefährlichkeit gegeben ist, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.", aber es hat auch geschrieben:
"Wie der Bundesgesetzgeber (vgl. dazu das genannte Urteil, Umdruck, S. 44, 48 f.) ist allerdings auch der Landesverordnungsgeber verpflichtet, das Beißverhalten von Hunden zu beobachten und gegebenenfalls neu zu bewerten. Sollte sich dabei ergeben, dass Hunde anderer Rassen im Verhältnis zu ihrer Population vergleichbar häufig auffällig sind wie Hunde der vom Beschwerdeführer gehaltenen und unter § 1 Abs. 1 Kampfhundeverordnung fallenden Rasse, könnte diese Vorschrift in ihrer gegenwärtigen Fassung nicht länger aufrechterhalten werden. Sie wäre vielmehr den neuen Erkenntnissen anzupassen."
Bereits am 16. März 2004 hatte aber ebenfalls der erste Senat (Papier, Hömig, Hoffmann-Riem, Jaeger, Steiner, Haas, Hohmann-Dennhardt, Bryde) festgestellt: "Das Bundesverwaltungsgericht hat inzwischen mehrfach entschieden, dass nach dem gegenwärtigen fachwissenschaftlichen Erkenntnisstand aus der Zugehörigkeit eines Hundes zu einer bestimmten Rasse nicht auf dessen Gefährlichkeit geschlossen werden könne." (BVerfG, 1 BvR 1778/01 vom 16.3.2004)
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Sinnloses Handeln - bröckelnde Welt
14.02.2011 22:23:00 von Carlo M.
Diese Gesetz ist das Blödeste, was ich seit langem mitbekommen habe. Nichts als das Forcieren dummdreister Vorurteile steht im Vordergrund, es werden schlechte Scheinlösungen geschaffen und den unwissenden Leuten wird eine Pseudosicherheit, die eben nicht existent ist, vorgegaukelt.
Was früher die Indianer und Hexen waren, sind heute die Listis. Ende.
An sich genauso unschuldig wie jeder andere Hund auch, aber Hauptsache, der Stimmenfang lohnt sich und die aufgewiegelte, klein gehaltene Masse wird scheinbar beruhigt. Wen interessieren da Wahrheit und Gerechtigkeit? Expertenmeinungen?
Die ohnehin nur das widerspiegeln, was einem der gesunde Menschenverstand sagt. Es gibt keine an sich bösartigen Tiere, der Mensch macht sie dazu.
Doch den Verstand haben leider viel zu viele Leute an der Garderobe abgegeben und nicht wieder abgeholt.
Ich bin unsäglich wütend angesichts dieses völlig hohlen Beschlusses.
Rassismus de luxe, wäre es nicht verboten oder würde es als "unzivilisiert" gelten, wären schon längst Steinigungen an den SoKa samt ihrer Besitzer vorgenommen worden!
Der Welt schlimmste Geschehnisse gehen in die nächste Runde... OHNE WORTE!
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Hundeverordnung
14.02.2011 21:11:00 von Sven H.
Es trifft eh nur die Halter die sich ordnungsgemäß verhalten sprich Hundesteuer zahlen, eine Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung haben. Die Halter die das alles nicht interessiert, interessiert auch eine Verordnung nicht.
Aber Hauptsache man kann in Deutschland auf Kosten von Minderheiten Stimmen "erschleimen". Armes Deutschland...
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Appell an Ihre Vernunft
14.02.2011 13:59:00 von Susanne
Sehr geehrte Poltiker,
ich zweifle immer mehr am Verstand der verantwortlichen Politiker, welche solche unsinnigen Entscheidungen treffen. Ich selbst bin bereits meiner Hunde zuliebe aus einem Bundesland geflüchtet in dem man rassistisch behandelt wird nur weil man soka hält. Ist das etwa das Ziel? Ich denke/hoffe doch nicht. Wieso, diese Frage brennt mir schon seit Jahren auf dem Herzen, werden keine Fachleute in den Gemeinden eingestellt, welche sich ein Bild der Haltung und Erziehung eines jeden Hundes machen, egal welcher Rasse? Ausserdem wünsche ich mir eine einheitliche Steuer für alle Hundehalter sowie Sachkundenachweis und Wesenstest. Somit würden sie Arbeitsplätze schaffen und die Kassen füllen sich dennoch, allerdings nicht nur von den diskrimminierten s.g. Kampfhundehaltern. Durch die Beißstatistiken sollte selbst Ihnen klar sein, dass die Probleme nicht bei soka zu suchen ist. Sie werden größere Erfolge sehen, wenn sie menschlich, fachmännisch, sozial und weitschauend an die Gesetze rangehen. Möchten sie wirklich Rassen auslöschen nur weil sie es versäumt haben richtig an die Sache ranzugehen? Ich fordere fachmännische Kontrollen, einheitliche Besteuerung und allgemeine Sachkundenachweise für alle Hundehalter, egal welche Rasse sie halten und lieben!! Ich appelliere hiermit an Ihre Vernunft/Verstand und hoffe dass er ankommt!!!
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Bestehende Gesetzte duchsetzen statt neue sinnlose Gesetzte verabschieden
14.02.2011 13:05:00 von Miriam Cremer
Es sollte mehr Wert auf Hundehalterschulungen gelegt werden und wenn ein Hund oder auch Halter auffällig wird, dann müssen die bestehenden Gesetze durchgesetzt werden! Wie oft kommt es vor, dass Nachbarn oder Hundebesitzer sich beim Amt melden, weil Ihnen etwas komisch vorkommt und das Amt macht nichts!? Die Unterteilung in "normale" und gefährliche Rassen ist absoluter Politikerwahnsinn und zeigt nur, dass diese sich entweder nicht neutral mit dem Thema auseinander setzen oder einfach die Bevölkerung zur Ruhe bringen wollen statt aufzuklären!
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Rasseliste
13.02.2011 20:21:00 von Iris Rubbert
Zum Eintrag von Frau Rubbert unten möchte ich noch klarstellen, dass die darin zitiertre Pressemitteilung des OVG Schleswig aus dem Jahr 2001 stammt. Die Entscheidung des OVG bezog sich auf die damals in Schleswig-Holstein geltende Gefahrhundeverordnung. Diese Verordnung wurde 2005 außer Kraft gesetzt. Seitdem gilt in Schleswig-Holstein das "Gesetz zur Vorbeugung und Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (Gefahrhundegesetz - GefHG) vom 28. Januar 2005". In diesem Gesetz wird zwar keine Rasseliste genannt, es werden aber die Hunde als gefährlich bezeichnet, die im Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz des Bundes aus dem Jahr 2001 genannt werden. Dabei handelt es sich um folgende Rassen:
* Pitbull-Terrier,
* American Staffordshire-Terrier,
* Staffordshire-Bullterrier,
* Bullterrier
sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden.
Diese Auflistung wurde vom Bundesverfassungereicht 2004 bestätigt und ist Grundlage der im vorliegenden Thüringer Gesetzentwurf aufgenommenen Aufzählung.
Bernd Edelmann
Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
Pressemitteilung des Schleswig Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts
Im Anschluss an die heutige mündliche Verhandlung hat der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts seine Entscheidung verkündet: Die von 12 Antragstellern im Wege der sog. Normenkontrollklage angegriffene Landesverordnung zur Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (Gefahrhundeverordnung) vom 28.06.2000 ist teilweise nichtig, nämlich insoweit, als deren Bestimmungen an den Begriff "Rasse" anknüpfen. Die OVG-Richter gaben mit ihrem Urteil den Klagen der Antragsteller, die auf Nichtigerklärung der gesamten Verordnung gerichtet waren, im Ergebnis nur teilweise statt.
Sämtliche Antragsteller halten jeweils mindestens einen Hund, der zu den in § 3 Abs. 1 Nr. 1 bis 11 Gefahrhundeverordnung als "gefährliche Hunde" eingestuften Rassen zählt (u.a. American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier). Die Halter dieser vom Verordnungsgeber generell als "gefährlich" angesehenen Hunde treffen besondere Pflichten (Vorkehrungen gegen die Möglichkeit des Verlassens des befriedeten Besitztums, Aufstellen von Warnschildern, Leinen- und z.T. Maulkorbzwang außerhalb des befriedeten Besitztums des Halters) sowie Sanktionsmöglichkeiten der örtlichen Ordnungsbehörden (wie Untersagung des Haltens oder Einziehung oder Tötung des Hundes u.a. bei fehlender Haltereignung, bei Verstößen gegen die Pflichten aus der Verordnung etc.). Dieselben Pflichten und Sanktionsmöglichkeiten treffen nach § 3 Abs. 2 der Gefahrhundeverordnung solche Halter, deren Hund unter bestimmten Voraussetzungen (insbesondere bei konkret Mensch oder Tier gefährdenden Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen) individuell und unabhängig von seiner Rasse durch die örtliche Ordnungsbehörde als "gefährlich" festgestellt wird.
Der 4. OVG-Senat sieht in dieser Ungleichbehandlung - einerseits unwiderlegliche Gefährlichkeitsvermutung mit allen belastenden Rechtsfolgen bei Zugehörigkeit zu den in § 3 Abs. 1 aufgezählten Rassen ohne Prüfung, ob die angenommene Gefährlichkeit im Einzelfall tatsächlich gegeben ist, andererseits bei allen anderen Hunden Auslösung der belastenden Rechtsfolgen nur dann, wenn die Gefährlichkeit konkret und im Einzelnen individuell unter den Voraussetzungen des § 3 Abs. 2 von der Ordnungsbehörde festgestellt worden ist - einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz. Diese Ungleichbehandlung sei nämlich nicht gerechtfertigt. Das Kriterium der Rassezugehörigkeit sei ungeeignet, So habe die Prüfung der einschlägigen Fachliteratur ergeben, dass dort nahezu einhellig die Auffassung vertreten werde, dass die Zugehörigkeit zu einer Rasse nicht automatisch gleichbedeutend mit der Gefährlichkeit eines Hundes sei. Keine Rasse sei von sich aus gefährlich, sondern allein rasseunabhängige bestimmte Verhaltensweisen des Hundeindividuums. Dabei setze sich das individuelle Verhalten eines Hundes zusammen aus angeborener Verhaltensbereitschaft und erlernten Verhaltensweisen, so dass ein Hund nie gefährlich geboren werde, sondern unabhängig von der Rassezugehörigkeit durch den Menschen dazu manipuliert werde. Es sei also - so die OVG-Richter - wissenschaftlich unhaltbar, alle Individuen einer Rasse aufgrund verallgemeinernder Beurteilung als gefährlich einzustufen, wie in § 3 Abs. 1 der Gefahrhundeverordnung geschehen. Soweit der Verordnungsgeber geltend gemacht habe, für die Auswahl der Rassen seien neben dem Aggressionsverhalten auch äußere Eigenschaften wie Größe, Gewicht und Muskelkraft entscheidend gewesen, so sei dem entgegenzuhalten, dass dann auch der Deutsche Schäferhund, die Deutsche Dogge, der Rottweiler und der Boxer Aufnahme in die Liste hätten finden müssen. Auch das sog. "Kampfhundeimage" stelle kein geeignetes Differenzierungskriterium dar, da es auf wandelbaren subjektiven Einschätzungen beruhe und sich einer objektiven Überprüfbarkeit entziehe.
Die Regelung des § 3 Abs. 1 Gefahrhundeverordnung sowie andere Bestimmungen, soweit diese an den Begriff "Rasse" oder rassespezifische Merkmalen anknüpfen, ist nach dieser OVG-Entscheidung wegen Verstoßes gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitsgrundsatz rechtswidrig und daher nichtig. Dies hat zur Folge, dass die in § 3 Abs. 1 Gefahrhundeverordnung aufgeführten Hunde allerdings - wie alle anderen Hunde auch - im individuell festgestellten Einzelfall gefährliche Hunde im Sinne von § 3 Abs. 2 Gefahrhundeverordnung sein können mit allen sich daran anknüpfenden Halterpflichten und Sanktionsmöglichkeiten (s.o.). All diese Bestimmungen der Gefahrhundeverordnung hat der Senat nämlich entgegen der Auffassung der Antragsteller für rechtmäßig erachtet, so dass sie wirksam bleiben.
Der Senat hat die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen, Die Verfahrensbeteiligten haben nunmehr die Möglichkeit, Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beim Bundesverwaltungsgericht einzulegen.
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Manfred Voswinkel Pressereferent
Soviel dazu !
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Wider besseren Wissens
13.02.2011 18:59:00 von Manuela Bärwald
Auch ich kann mich nur den vielen Vorschreibern anschliessen.
Dieses Gesetz zeigt mal wieder, das es unseren Politikern nicht um eine wirkliche Gefahrenabwehr geht, sondern das der schwarze Peter lieber einer unschuldigen Minderheit zu geschoben werden soll, damit sich die Politiker keine Gedanken um das eigentliche Problem, nämlich dem Halter, machen müssen, es reicht doch wenn man populistisch regiert. Die Experten haben sich schon den Mund fusselig geredet
und trotzdem wird nicht auf sie gehört! Man erlässt lieber ein Gesetz, das so wenig Arbeit wie möglich bedeutet , nur nicht nachdenken was wirklich sinnvoll sein könnte ( Niedersachsen hat einen neuen sinnvollen Weg eingeschlagen !) und wenn man sich mit der Materie nicht auskennt....was solls. Gesetzt können unsere Politiker trotzdem erlassen, ob gerechtfertigt oder nicht. Die ganze Aufklärung das es ja nachweislich keine gefährlichen Hunderassen gibt, erspare ich mir. Ich kann nur hoffen, das doch noch ein Fünkchen Verstand mit in dieses Gesetz fliessen wird, auch wenn es fast aussichtslos zu sein scheint.....denn die Berechtigung der Rasselisten scheint sich in die Gehirne einiger Politiker eingebrannt zu haben, obwohl jetzt 10 Jahre später, sollten alle langsam zur Vernunft kommen und aufgeklärt worden sein.
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GefahrenHundeVerordnung - Wann gibt es Gefahren- (-Kinder)/(-Menschen)/(-Politiker)Verordnungen
06.02.2011 02:14:00 von Steffi B.
(Kampf)Hunde sind wie Kinder - sie werden zu dem was ihr Umfeld aus ihnen macht!
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Gefahrenhundevordnung
05.02.2011 12:20:00 von Schober, Mandy
Die vorhandenen Regelungen für Hundehalter sind ausreichend, da bei Vorfällen die Ordnungsbehörde und Strafverfahren eingeleitet werden etc. pp.
Vorsätzlich werden Verkehrsregeln - wie Geschwindigkeitsreduzierungen - nicht vorgenommen, um die vielen jährlichen Verkehrstoten und Schwerverletzten zu vermeiden. Vorsätzlich regelt und prüft der Bund und die Länder nicht den Konsum von Alkohol, unter dessen Einfluss so viele Unfälle und Tragödien - allzu oft mit tödlichen Ausgang oder Schwerverletztzen.
Die Gefahrenhundeverordnung - reiner Popularismus!
Denn die o.g. Gefahren für die Bevölkerung wurden und werden vorsätzlich nicht beseitigt oder geregelt. Da müssen wir auch alle mit diesem Risiko jeden Tag leben! und das ist nicht mal unerheblich.
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Kommentar 25
23.01.2011 13:20:00 von Michael
Eine Hunderasseliste ist meiner Ansicht nach nicht notwendig, da es von Natur aus nachweislich keine bösen Hunde gibt. Ich wurde z.B. schon von einem Bernhardiner und von einem DEUTSCHEN Jagdhund gebissen und diese stehen nicht auf irgendeiner Rasseliste für gefährliche Hunde. Zudem kenne ich zwei Dalmatiner, welche ebenfalls die Neigung zu Beißattacken haben und diese stehen ebenfalls auf keiner Liste. Dabei ist immer zu beachten, wer einen Hund führt und durch die Gefahrenhundeverordnung macht man die angeblich gefährlichen Hunde erst recht zu einem Statussymbol für Verantwortungslose Menschen. Und was passiert letztendlich? Viele Unschuldige Tierhalter und Hunde werden bestraft, indem man die Tiere ins Heim bringt und ggf einschläfert. Und eins ist noch dazu zu sagen, wer einen gefährlichen Hund haben will, der bekommt auch einen, da diese sowieso nicht angemeldet sind. Überprüft mehr die Halter und nehmt die Rasseliste für gefährliche Rassen heraus. Seht lieber zu, dass ALLE Hunde in anständigen Verhältnissen groß werden und führt staatlich überprüfte und qualifizierte Hundeschulen ein, wo der Halter lernt mit einem Hund umzugehen. Leider geht das "Kulturgut Hund" in Deutschland verloren. ARMES DEUTSCHLAND
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Mal über den Tellerrand schauen
23.01.2011 11:07:00 von Andrea A.
Es wäre angebracht, wenn die Damen und Herren Politiker endlich mal über den Tellerrand schauen und sich zudem von Menschen beraten lassen, die Ahnung von der Materie haben und nicht kopflos Entscheidungen treffen - weil sie hoffen, so Wählerstimmen zu gewinnen, in dem sie den Bürgern vorgaukeln, dass sie durch Rasselisten geschützt werden. Und vielleicht sollte man auch mal verfolgen, was in den Bundesländern nebenan passiert. So haben in Hessen laut offizieller Beißstatistik Hunde im Jahr 2009 225x Menschen verletzt - weit mehr als vor der Einführung von Rasseliste und Wesensprüfung. Experten fordern nun eine Schulung der Halter!!!
An dieser Stelle möchte ich einfach nur drei Links einstellen, in der Hoffnung, dass sie auch von den Verantwortlichen gelesen werden und sie einfach mal in sich gehen.
(Links wurden entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)
Das, was im Wiesbadener Manifest gefordert wird, erfüllen heute schon die Hundehalter sogenannter Kampfhunde - allein dieses Wort ist bereits eine Diskriminierung. Und ich, als Halterin eines Nicht-Listenhundes hätte kein Problem mich einem Sachkundehalternachweis zu unterziehen. Und ich finde es mehr als wichtig, dass "alle" Hundehalter an einem Strang ziehen, egal ob sie einen Rottweiler besitzen, einen Dackel, einen Mischling oder sonst eine Rasse!
Wir können nur hoffen, dass all diese Beiträge auch tatsächlich gelesen und nicht einfach vom Tisch gewischt werden.
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Zustände wie anno dazumal
22.01.2011 15:41:00 von Mia Michels
U.a. Dr. Federssen-Petersen, eine deutsche Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde, beweist die Mensch-Hundeproblematik. Hunde sind bei einem Besitzer auffällig und aggressiv, beim nächsten ruhig und unauffällig. Warum? Weil der 2. Besitzer in dem Hund zu lesen vermag und entsprechend agiert.
Hunde sind kein Spielzeug, kein Kindesersatz, keine reinen Statussymbole oder Plüschtiere, sie sind Lebewesen, Caniden, die man als solche respektieren muss. Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine besonderen Bedürfnisse. Der Hund erkennt die Stimmung seines Herrchens oder Frauchens genau und reagiert entsprechend. Wurden die Hunde nicht ausreichend sozialisiert, zudem oft eingesperrt, in Zwingern gehalten, nicht erzogen oder gar geprügelt, darf man sich nicht wundern, wenn der Hund aggressives Verhalten zeigt. Es gibt einfach keine gefährlichen Rassen, nur gefährliche / explosive Mensch-Hundebeziehungen und schlechte, grobe, oder überforderte Halter.
Wer das nicht glauben will, soll einfach mal mit offenen Augen durch die Welt spazieren. Da zeigt sich ganz schnell, welche Eltern welche Kinder haben, welcher Hundehalter welchen Hund hat - nein, damit meine ich nicht die Rasse sondern die Verhaltensweise des Hundes und seines Halters. Ein Hund ist immer nur das Spiegelbild seiner Besitzer. Er kann nichts für deren Dummheit. Man muss ihn davor schützen.
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Öffentliche Anhörung im Landtag am 18.02.
21.01.2011 17:26:00 von Sabine Berninger
Am 18.02.2011 (voraussichtlich 10 Uhr) findet im Innenausschuss des Thüringer Landtags die mündliche Anhörung zum Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren statt. Diese Anhörung ist ÖFFENTLICH.
Folgende Anzuhörende sind eingeladen, am 18. Februar zu dem Gesetzentwurf mündlich Stellung zu nehmen:
- Bayerisches Staatsministerium des Inneren,
- Tierheim auf der Weißenburg, Sömmerda,
- Landestierärztekammer Thüringen, Weimar,
- Landestierschutzverband Thüringen e.V., Eisenach,
- Deutscher Doggen-Club 1888 e.V. (DDC), Burthann-Mimberg,
- Herr Markus Herwig,
- Innenministerium Baden-Württemberg,
- Thüringer Gemeinde- und Städtebund,
- Thüringischer Landkreistag.
Darüber hinaus wurden vom Ausschuss weitere Anzuhörende eingeladen, sich schriftlich bis zum 11.02.2011 zu äußern.
Der Gesetzentwurf (Landtags-Drucksache 5/1707) war am 11.11.2010 von der Landesregierung in den Landtag eingebracht und im Plenum in erster Lesung beraten worden (das Protokoll der Plenarberatung ist auf der Internetseite des Thüringer Landtags veröffentlicht), die Anhörung hatte der Innenausschuss am 3.12. und den Kreis der Anzuhörenden am 7.12.2010 beschlossen.
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Kommentar 29
19.01.2011 17:01:00 von Jana Wolff
Und nun ist es still geworden...
Aus dem Beitrag von Sabine Berninger ist ja zu entnehmen, auf was für "Experten" man sich angeblich beruft. An diesen habe ich meine erheblichen Zweifel:
* VDH - sicherlich der größte Verband rund um den Hund in Deutschland, aber an der Fachlichkeit und am Fortschritt kann man zweifeln...
Anders ließen sich veraltete Trainingsmethoden und Prüfungsordnungen wohl nicht erklären...
* DHV - siehe VDH
* PETA - was hat das mit dem Thema "Kampfhunde" zu tun? Wo sind da die "Hundeexperten"?
* Jagdverband????
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Kommentar Hundeverordnung
19.01.2011 15:42:00 von Caro
Dieser neue Gesetzentwurf ist völliger Schwachsinn! Ich finde es absolut unmöglich bestimmte Rassen als grundsätzlich gefährlich einzustufen!!
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Gefährliche Hunde
18.01.2011 17:59:00 von Roswita Reisinger
Ach ja, der Herr Prof. Dr. Huber hat ja sehr viel geschrieben!!!
Und was ist das Ende vom Lied? Man kann zwar seine Meinung äußern, aber bringen wird es absolut nichts! Die kleinen Leute hatten früher nichts zu melden und heute gleich gar nichts.
Es sind die Halter, die gefährlich sind und nicht die Hunde! Denn die können wirklich gar nichts dafür, was man aus ihnen macht!
Man sollte auch mehr die Amtstierärzte in die Pflicht nehmen, daß sie schneller handeln. Wir hatten erst kürzlich in unserer Umgebung einen Fall, wo vier völlig verwahrloste, verdreckte und verhungerte Hunde eingezogen wurden.
Bereits im Nov. wurde die schlechte Haltung festgestellt und nun bei der Nachprüfung war alles noch viel schlimmer. Es ist ein Wunder, daß sich die Hunde vor lauter Hunger nicht gegenseitig zerfleischt haben. Warum dauert so eine Maßnahme so lange und wie wird dieser Tierquäler bestraft?
Ach Leute es gibt so viele schlimme Sachen, damit sollten sich die Politiker beschäftigen und nicht mit dem Irrsinn "Kampfhund"!
Bitte geben Sie weiterhin Ihre Kommentare ab und kämpfen Sie dagegen - der beste Freund des Menschen, der Hund, wird es Ihnen tausendfach danken!
Außerdem geht es um Gleichheit; entweder alle, oder keiner!!!
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Zu: Vielen Dank für die Blog-Einträge
12.01.2011 14:28:00 von Sabine Berninger
in seinem Eintrag vom 13.10.2010 17:43:00 (Seite 24) schreibt Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums, er werde die Antwort der Landesregierung auf meine mündliche parlamentarische Anfrage an die Landesregierung im Blog veröffentlichen, sobald sie beantwortet ist. Bisher habe ich sie nicht gefunden ... (Natürlich kann es sein, dass mir diese Veröffentlichung entgangen ist.) Deshalb hier meine Frage und die Antwort des Innenministeriums vom 28. Oktober 2010:
A n t w o r t der Landesregierung
auf die Mündliche Anfrage der Abgeordneten Berninger (DIE LINKE)
- Drucksache 5/1581 - gemäß § 91 Abs. 2 Satz 4 GO
Kommentieren erwünscht! Und dann?
Das Thüringer Innenministerium hat die in der 33. Plenarsitzung am 7. Oktober 2010 zur Beantwortung verbliebene Mündliche Anfrage namens der Landesregierung gemäß § 91 Abs. 2 Satz 4 GO mit Schreiben vom 28. Oktober 2010 wie folgt beantwortet:
1. Aus welchen Gründen wurden durch die Moderation dieses Blogs auf wissenschaftliche Studien, Medienveröffentlichungen, Statistiken etc. hinweisende Links gelöscht, wurden diese stattdessen an anderer Stelle veröffentlicht?
Auf der Homepage des Innenministeriums findet man in der Spalte rechts neben dem Blog-Formular
die Regeln für die Beteiligung am Blog. Darunter befindet sich auch der Hinweis, dass Links zu externen Webseiten nicht erlaubt sind.
Dies entspricht dem Standard vieler anderer Internet-Foren oder Blogs. Der Verzicht auf externe Links
soll verhindern, dass die Blog-Moderatoren sonst ständig die Funktionalität dieser externen Links kontrollieren müssten bzw. regelmäßig auf den tatsächlichen Inhalt der externen Webseiten zu achten hätten.
2. Wurden die in den Kommentaren benannten Experten/-innen oder Organisationen (wie zum Beispiel Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Uni Kiel, die Bundestierärztekammer oder die Tierärztliche Hochschule Hannover) aufgrund der Debatte im Blog noch in die Debatte/Anhörung zum Gesetzentwurf einbezogen?
Die Debatte um schärfere Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung vor verantwortungslosen Hundehaltern wird nicht erst seit Veröffentlichung des Referentenentwurfs geführt. Insofern hat die zuständige Fachabteilung des Innenministeriums nicht erst seit Erstellung des vorliegenden Referentenwurfs für ein "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren" Kontakt zu Experten bzw. Kenntnis von deren Stellungnahmen.
In die Anhörung des vorliegenden Referentenentwurfs wurden seit der ersten Kabinettsberatung insgesamt 21 Verbände einbezogen. Darunter PETA Deutschland, der Deutsche Hundesportverband, der Landesjagdverband, der VDH-Landesverband Thüringen und auch die Landestierärztekammer Thüringen.
3. Aus welchen Gründen verzichtete die Landesregierung bisher darauf, auf die zum größten Teil sachlich geäußerten Argumente zu erwidern?
Die Antwort auf diese Frage ergibt sich schon fast aus der Fragestellung. Denn wie schon gerade gesagt, hatten wir den Referentenentwurf ins Netz gestellt. Das zwischen dem ersten und zweiten Kabinettsdurchgang zu einem Referentenentwurf durchzuführende Anhörungsverfahren dient der Meinungsbildung der Landesregierung und wird ergebnisoffen durchgeführt. Da die zweite Kabinettsberatung am 13. Oktober 2010 erfolgte, war die Meinungsbildung der Landesregierung
folglich noch nicht abgeschlossen. Somit hatten die Internet-Betreuer im Innenministerium keine
Grundlage, auf der sie die Einträge im Blog hätten erwidern können.
Nicht ohne Grund haben wir auf der Homepage des Ministeriums im Vorspann zu diesem Blog eine Beantwortung der Einträge bewusst nicht in Aussicht gestellt, sondern nur um Meinungsäußerungen gebeten. Und ich bin sehr dankbar für die überaus zahlreichen Einträge im Blog, aber auch für die zahlreichen Zuschriften.
4. Wie werden sowohl die im Blog veröffentlichten Kommentare als auch in E-Mails und Briefen geäußerten Meinungen in die Debatte von Landesregierung und Landtag einfließen (ist die Erstellung einer zusammengefassten Veröffentlichung beispielsweise in Form einer Synopse geplant)?
Die Ergebnisse der schriftlichen Anhörung der Verbände, aber auch die Stellungnahmen in den Blog-
Einträgen, E-Mails oder Briefen wurden von der Fachabteilung des Innenministeriums für die Erstellung der Kabinettsvorlage ausgewertet, über die von der Landesregierung am 13. Oktober 2010 abschließend beraten wurde und auf der Internet-Präsentation des Innenministeriums nachgelesen werden kann (siehe www.thueringen.de/tim).
Da das Innenministerium die bisherigen Blogeinträge nicht löschen wird, steht es dem Landtag frei, alle Einträge im Rahmen seiner Beratung des Gesetzentwurfs auszuwerten bzw. einzubeziehen.
Prof. Dr. Huber
Minister
Sie, sehr geehrte Blog-TeilnehemerInnen, werden sicherlich Ihre eigenen Schlüsse aus dieser Antwort ziehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Berninger
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Wie Hunde gefährlich werden
10.01.2011 12:29:00 von Franziska Kuhn
Liebe Politiker, Liebe Interessenten,
ich finde es ja immer wieder bemerkenswert, wie akribisch man sein Schubladendenken ausführen kann. Der Gesetzesentwurf ist schlichtweg unsinnig und wurde offensichtlich von Menschen erstellt, die sich nicht mit der Thematik Hund auseinander gesetzt haben. Es pauschalisiert und geht absolut nicht auf das Individuum Hund & Halter ein. KEINE Rasse ist gefährlich oder von Geburt an Aggressiv. Ein Hund ist das, was sein jeweiliger Halter aus ihm macht. Wieso also pauschalisieren und sagen, dass nur große Hunde oder bestimmte Rassen, sich eine Prüfung unterziehen sollten? Haben die anderen Hunde etwa keine Zähne? Benötigen die keine Erziehung und artgerechte Führung? Das Problem sitzt doch wohl weniger in den Rassen, sondern vielmehr in der Haltung und Beschäftigung mit den Hunden. Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen sich Hunde anschaffen, sich aber nicht mit ihnen auseinander setzen. Kein Mensch würde sich ein Auto kaufen, wenn er die genauen Daten, PS und Kilometerzahl nicht kennt. Aber jeder fühlt sich berufen sich einen Hund anzuschaffen, ohne dessen Bedürfnisse und Charaktereigenschaften einzuschätzen.
Eben dise Unwissenheit und die mangelnde Bereitschaft, sich mit der Thematik zu beschäftigen, verursacht eben solche Vorfälle. Gewalt gegenüber den Tieren und nicht artgerechte Haltung können in den wenigsten Fällen vom Veterinäramt entdeckt und gestoppt werden. Im Gegenteil. Es wird doch auf so einigen Hundeplätzen noch tagtäglich praktiziert. Teletakt, Stachelhalsband, Schläge. Und dann wundert man sich, wieso der Hund nach vorne geht, warum er beißt.
Ich hätte absolut kein Problem, mich einem Test, einem Hundeführerschein zu unterziehen. Gerne können entsprechend ausgebildete Veterinäre auch meinen Hund besehen und dessen Verhalten einschätzen. Aber uns pauschal ein Gesetz vor den Latz knallen, das halte ich für fatal. Schauen Sie sich die Hunde an, schauen Sie sich die Halter dazu an und DANN kann man sich ja ein Bild machen, ob der Hund eventuell gefährlich für seinen Halter oder für andere wäre.
Und dann könnte man ja auch mal auf die ganzen Hobbyzüchter schauen, die es nicht für nötig halten ihre Welpen entsprechend zu sozialisieren, sie mit fremden Menschen, Autos, Kindern usw vertraut zu machen. Der Welpe wird bestensfalls in unerfahrene Hände gegeben und was passiert? Der Hund entwickelt Ängste vor allen möglichen Situationen, Menschen und Gegenständen. Und was resultiert aus Angst? Oftmals Aggression, Verteidigung, nach vorne gehen.
Ein Gesetz sollte entweder für alle gelten, oder für niemanden.
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Kommentar 34
06.12.2010 22:45:00 von Barbara Telker
...im übrigen warte ich ja noch immer auf den entwurf zu einem gesetz, was die öffentlichkeit vor durchdrehenden kampfPFERDEN schützt...immerhin sind allein in diesem jahr 5 menschen allein bei kutschenunfällen zu tode gekommen (dazu müssen noch weitere reitunfälle gezählt werden, die es SICHER auch gegeben hat, zu denen ich bei meiner recherche leider keine angaben gefunden habe), ganz zu schweigen von vielen verletzten und schwer verletzten. Erst im november kam es in oberbayern wieder zu so einem schrecklichen vorfall, bei dem ein blutrünstiges pferd der erst 10(!)jährigen kutscherin mehrere knochenbrüche zufügte...ich bin für sachkundenachweis von pferdehaltern, ganz zu schweigen natürlich davon, dass niemand unter 18 mit diesen unberechenbaren tieren zu tun haben darf! Wo kämen wir denn hin??im übrigen halte ich es aus sicht des kinderschutzes für absolut nicht vertretbar, dass pferde sich weiter vermehren dürfen, hier sollte die zwangsunfruchtbarmachung greifen!! immerhin stehen diese tiere für kinder frei zugänglich auf koppeln entlang beliebiger wege, ohne maulkorb und leine gesichert!!geschweige denn unter der ständigen aufsicht der halter!
Sie sehen, wozu eine pauschalisierte verurteilung diverser, unglücklicher einzelfälle führt...*kopfschüttel* ich kann nur hoffen, dass thüringen, wie auch immer die entscheidung aussieht, sich an das bereits im dezember 2002 gefällte urteil vom BVerwG hält, welches besagt, dass es NICHT zu vertreten ist, die gefährlichkeit von hunden an der rasse festzumachen. die logische schlussfolgerung: rasselisten sind nicht mit dem bestehenden gesetz konform. wie also ist es möglich, überhaupt über die erwägung einer rasseliste nachzudenken? welche gesetze werden hier fröhlich nach den reden der politiker ausgelegt, umgedeutet oder übergangen?? Die frage ist mein voller ernst, ich warte auf eine antwort.
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Der Fahrstuhl nach Oben ist geölt...
06.12.2010 10:35:00 von Michael
...wenn man als Politiker Populismus auf Kosten von Minderheiten betreibt. Das war bisher so (Barbara Duden [SPD], Volker Bouffier [CDU]) und setzt sich mit der Berufung von Herrn Dr. Huber zum Verfassungsrichter fort. Ich persönlich finde es bedenklich, dass ein Politiker der Bürger aufgrund des Hundes den sie halten zu Bürgern 2. Klasse erklären möchte (Schilder an Wohnungstüren, "Kamphundesteuern" etc.) und Hunderassen ausrotten bzw. Hunde unnötigen operativen Eingriffen (Zwangssterilisation) unterziehen will (ja Tierschutz ist in der BRD eigentlich verfassungsrelevant), jetzt zu einem der Hüter unserer Verfassung ernannt wurde. Bislang war unsere Verfassung und das Gericht in Karlsruhe ja immernoch eine Instanz zum Schutz der Bevölkerung vor möglicher Willkür durch Exekutive und Legislative. Aber die Zeiten ändern sich wohl...
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Kommentar 36
02.12.2010 10:20:00 von Nicole
Sehr merkwürdig die ganze Sache hier, habe mich bereits mehrmals gegen das bescheuerte Gesetz ausgesprochen, aber veröffentlicht wurde es bis jetzt nicht einmal!!! Jaja, Deutschland Deine Politiker!!!
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Völliger Schwachsinn!!!!!!!!!!!!!!!!!!
29.11.2010 10:42:00 von Nicole
Hier werden sinnlose Gesetze von Politikern gemacht die scheinbar keinerlei Erfahrung mit Hunden haben. Fachwissen ist hier gleich null!!! Experten werden gar nicht erst angehört. Es ist seit Jahren wissenschaftlich bewiesen, dass KEINE erhöhte Gefährlichkeit von bestimmten Rassen aus geht!!! Jeder Hund kann bei falscher Erziehung gefährlich werden. Sog. Kampfhunde wurden und werden schon immer auf besondere Menschenfreundlichkeit gezüchtet und diese haben sie bis heute beibehalten! Diese Hunde sind die besten Hunde auf der Welt. Wir werden immer welche halten, egal wem es passt und wem nicht! Notfalss kann man Thüringen ja den Rücken kehren. Wir haben seit über 20 Jahren Amstaffs und nie gab es auch nur einen Vorfall. Würde mir nie wieder eine andere Rasse halten. Einmal Amstaff immer Amstaff. Rassenhass gab es schon einmal in Deutschland, daran scheint sich ja nicht viel geändert zu haben! Sehr traurig eigentlich.Wo bleibt der Schäferhund auf der Liste??? Der führt doch die Beißstatistik an!!! Ach stimmt ja hatte ich vergessen. Ist ja ein Deutscher Hund, der tut ja nix! Eine Rasseliste wird garantiert keine Beißvorfälle verhindern! Gaukelt den Leuten nur Sicherheit vor!!! Es trifft wieder nur die die Ihre Hunde artgerecht und ordnungsgemäß halten. Thüringen, Deine Politiker.... Die nächsten Wahlen kommen auf jeden Fall!!!!
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gefährliche Hunde
26.11.2010 15:07:00 von Henry Szobries
Die vier in der Gesetzesvorlage genannten Hunderassen sind grundsätzlich gefährlich! - und die Erde ist eine Scheibe. Zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit ist leider ein Phänomen der Gegenwart - obwohl ich bei den akademischen Graden des Innenministers anderes erwartet hätte. Schade! Wieviele Hunde über 40 cm Höhe gibt es eigentlich in der Bundesrepublik? Und wie wird "beträchtliche Gefahr" definiert? Auf welche wissenschaftliche Untersuchung stützt sich die Aussage, dass von den aufgeführten Hunderassen eine beträchtliche Gefahr ausgeht? Diesen Teil des Gesetzes betrachte ich als wissenschaftlichen Unsinn und für den angestrebten Schutz der Bevölkerung nutzlos. Den geforderten Sachkundenachweis, das Erfordernis einer Haftpflichtversicherung und sogar die Kenneichnung mittels Mikrochip hingegen halte ich für absolut zielführend. Und zwar für alle Tiere, die eventuell Schaden anrichten können. Nicht zuletzt profitieren auch die Tiere von sachkundigen Besitzern. Ich vertraue darauf, dass auch mein Beitrag die bereits vorgefasste Entscheidung nicht beeinflussen wird, denn die Sonne dreht sich nun mal um die Erde!
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Kampfhunde
22.11.2010 14:01:00 von Bert
Jetzt haben wir den Salat, in Thüringen wird nun endlich auch diskutiert. Welcher Hund ist gefährlich, welcher nicht. Man sagt, dass Hunde die genetisch eine niedrige Hemmschwelle besitzen gefährich sind. Das dürften dann Dackel, Spaniel und dergleichen sein. So oft wie diese Hunde zuschnappen müßte ein Verbot ausgesprochen werden. Der nächste sagt, dass Hunde welche eine hohe Beißkraft an den Tag legen gefährlich sind. Das sind dann Großhunde wie Schäferhund, Retriever, Berner Sennenhunde usw. Irgendwie vermisse ich diese Hunde auf den Rasselisten. ich schreibe hier meine Meinung, weil ich betroffen bin und mich gerade mal wieder aufregen könnte. Wir besitzen einen 6 Monate alten Rottie und dieser wird jetzt von unserer Gemeinde als gefährlich bewertet, warum ? Weil in Thüringen nun irgendwas in den Raum geworfen wird, was sich in anderen Bundesländern schon als Blödsinn erwiesen hat. Mit welcher Grundlage ist ein Rottweiler jetzt gefährlicher als ein anderer ? Paradebeispiel der deutsche Schäferhund, was dieser Hund an Beißangriffen auf sein Konto verbuchen kann ist deutlich, aber gefährlich ist das nicht ? Ganz Schlaue sagen, dass es ja wesentlich mehr Schäferhunde als Rottweiler in Deutschland gehalten werden und dadurch prozentual wieder weniger Angriffe pro 100 erfolgen. zum Einen ist das falsch und zum Anderen eine Frechheit. Wenn mir ein Hund das Bein zerreißt dann ist mir das in dem Moment egal wie groß er ist, geschweige denn wie oft dieser gehalten wird. Da könnte man genauso sagen, dass weiße Hunde ungefährlich und schwarze gefährlich sind. Ein letzter Tipp noch für die Gemeinden, die die Hundesteuer festlegen (bei uns von 15 € auf 400€ im Jahr) : Ihr müsst die giftigen Wadenbeißer und des deutschen Lieblingshund (nachgewiesen mit den meisten Angriffen der deutsche Schäferhund) höher besteuern. Das bewirkt zwei enorme Effekte, 1. mehr Geld und 2. werden diese Halter endlich mal gezwungen ihre Tiere zu erziehen. ich sag nur das Beispiel wo ein angeleinter "Kampfhund" von einem freilaufenden Mischling getötet wurde und der Kampfhundbesitzer dann eine Anzeige bekommen hat, weil sein Hund keinen Maulkorb getragen hat. Verstehe das wer will, ich kanns nicht. Schaut euch die Besitzer an, redet mit den Leuten, veranstaltet Hundetreffen in den Gemeinden, dann wisst ihr welcher Hund gefährlich ist. mfG
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Neues Kampfhundegesetz
03.11.2010 18:09:00 von Roswita Reisinger
Ich kann es nicht verstehen, was Menschen sich für Rechte herausnehmen.
Wir dürfen auf diesem Planet für eine begrenzte Zeit leben, aber wir haben nicht das Recht, was uns nicht paßt, einfach auszumerzen; wie z. B. bestimmte Hunderassen! Wir haben die Verpflichtung, Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben.
Ich selbst habe vor 6 Jahren einen AmStaff aus dem Tierheim geholt. Er ist der beste Schatz, den man sich nur vorstellen kann! Natürlich arbeite ich mit ihm. Er hat den Wesenstest, ist gechipt unf wir beide haben die Begleithundeprüfung erfolgreich absolviert. Das er versichert ist, versteht sich von selbst. Was ich nicht verstehen kann: warum muß ich 400 € Hundesteuer zahlen? Und jetzt noch dieses unsinnige neue Kampfhundegesetz! Leute, diese Rasse "Kampfhunde" gibt es nicht. Wer maßt sich an so etwas festzulegen?
Die Gesetze, die wir haben sind völlig ausreichend, es muß einfach nur besser kontrolliert werden, daß "jeder Hund" ordentlich und verantwortungsvoll gehalten wird, dann ist es der beste Freund des Menschen!
Bitte bestrafen Sie nicht diese wunderbaren Rassen, es wäre eine Schande, wenn es sie nicht mehr gäbe!
Liebe Hundehalter wehrt Euch!
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Typisch Politiker
02.11.2010 16:42:00 von Claudia
Typischer Schnellschuss der Politiker. Genau wie die Flugzeuge jetzt aus dem Jemen. Anstatt wie vorgeschrieben die Flugzeuge zu durchsuchen werden die Flüge einfach verboten. Anstatt die auffälligen Hundehalter aus dem Verkehr zu ziehen, werden diese Hunde halt verboten. Der Bevölkerung wird suggeriert das alle diese Hunde gefährlich sind. Leider sind durch diese Einstellung die Beissattacken durch andere Hunde in die Höhe geschnellt weil die Leute zu unvorsichtig mit den Hunden umgehen weil: Die tun ja nix. Das sind ja nur die bösen bösen Kampfhunde. Das einzige was durch diese vollkommen unsinnigen Rasselisten und Verbote erreicht wird ist das die Bevölkerung in Panik versetzt wird und die Hundehalter werden immer mehr an den Rand gedrängt. Solange bis die Situation mal eskaliert und die Hundehalter gemeinsam gegen angehen.
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Das war es dann wohl
28.10.2010 13:13:00 von Tracy M.
Erschreckend, dass über so ein Gesetz überhaupt diskutiert wird.
Expertenwissen wird von der Politik absichtlich in den Wind geschlagen, die Leute (vor allem Menschen ohne Hund und ohne Hintergrundwissen) offensichtlich unter dem Deckmäntelchen des Volksgedankens und dem Schutz der Bürger auf niederträchtigste Weise an der Nase herumgeführt.
Besitzer der Listis werden einfach so gnadenlos an den Rand der Gesellschaft gedrängt, müssen Schilder an ihren Häusern anbringen, als seien sie Schwerverbrecher, ihren Hund unfruchtbar machen - von den hohen Steuern ganz zu schweigen.
Doch es kommt noch viel besser.
Es wird auch kein Hundeführerschein für alle Rassen Pflicht, sondern ein Mindestgewicht und eine Mindestgröße des Vierbeiners entscheidet über den Sachkundenachweis. Weil ja ein Hund von 18 kg und 38 cm Widerristhöhe niemandem schaden und schon gar keinen Menschen töten kann. Haha.Das ist der letzte Schrei...
Eine rabenschwarze Comedyshow, bei der nur die rechtschaffenen Leute in Thüringen und deren Listenhunde nix zu lachen haben.
Nein, ich selbst halte derzeit keinen Listenhund sondern einen Neufundländer-Mix aus dem Tierheim, jedoch hatte ich schon Listenhunde aus Tierheimen und einige meiner Freunde sind Besitzer solcher "killenden Monster", die keiner Fliege etwas zu leide getan haben. Diese wollen samt ihrer Familien in Kürze das Bundesland verlassen, einer davon hat schon einen neuen Job außerhalb Thüringens gefunden und ist heilfroh, diesem ganzen Affenzirkus nicht mehr ausgesetzt zu sein.
Ich verspüre tiefe Fremdscham für die Politiker hier, die es sich nicht nehmen lassen, auf Kosten von guten Besitzern und deren Listenhunden Schindluder zu treiben, während draußen weiter en masse große Hunde unangemeldet und unsachgemäß gehalten werden.
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Ein Wahnsinn der kein Ende nehmen will
27.10.2010 20:03:00 von Nicole Gelfert
Ich frage mich, ob es bei dem geplanten Gesetzentwurf wirklich darum geht, die Bevölkerung zu schützen, oder was der eigentliche Sinn des Ganzen ist.
Weshalb werden erneut wissenschaftliche Erkenntnisse vollkommen außer Acht gelassen, obwohl sich diese Rasselisten schon in anderen Bundesländern als absolut unwirksam erwiesen haben? Schon komisch, dass in Hessen die Beißvorfälle im Jahr 2000 vor Einführung der Rasseliste bei 72 lagen und im letzten Jahr auf 225 gestiegen sind, obwohl sich die Anzahl der Listenhunde um die Hälfte verringert hat. Wie erklären Sie sich das?
Die Wahrheit ist, dass die Hunderassen, die Sie mit Ihrer Verordnung gerne ausrotten möchten, eben besonders menschenfreundlich sind. Nur weil einzelne Hunde einer Rasse tödliche Beißvorfälle verursachen, ist nicht automatisch jeder Hund dieser Rasse eine Bestie. Übertragen Sie derartigen Unsinn auch auf die menschliche Spezies?
Es würde doch niemand auf die Idee kommen, sämtliche Schäferhunde einzukassieren und zu töten, nur weil ein einzelner Hund dieser Rasse gebissen hat, oder?
In Bezug auf die Rasselisten finde ich folgendes Zitat von Friedrich Nietsche sehr passend: Gesetze verraten nicht das, was ein Volk ist, sondern das, was ihm fremd ist.
Traurig, dass es hier die Spezies Hund trifft, seit jahrtausenden treue Begleiter des Menschen.
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Wahnsinn de luxe
25.10.2010 18:37:00 von Dr. Annika Steinberg
Wenn Sie sich die Beißstatistik von Thüringen aus dem Jahr 2009, mal genau ansehen, werden Sie feststellen, dass die Liste mit Beißvorfällen nicht vom Am. Staff oder vom Pibull angeführt wird, sondern vom DEUTSCHEN SCHÄFERHUND. Denn der Schäferhund ist hier auf Platz 1 mit 135 (!!) Bissen in 2008.
Danach kommt erst der Amer. Staff. mit 24 Bissen.
Das ist ein riesengroßer Unterschied.
Und auf Platz 3 ist sogar der Golden Retriever.
Der Pitbull ist mit nur 4 Bissen verzeichnet und der Dogo Argentino mit 2.
Mit welchem Recht verbieten Sie also die Zucht von Staffs und sogar Pit Bulls, der auf den hinteren Plätzen dieser "Rangliste" zu finden ist? Wo steht da der Schutz des Volkes im Mittelpunkt?
Sie verkaufen allen Ernstes die Massen für bescheuert und glauben, das merkt kaum jemand.
Wieso fällt der Schäfi nur unter "große Hunde"? Auch wenn ich selbst getreu dem Motto lebe, "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast", spricht diese Statistik für sich.
Es gibt keinen einzigen Grund, gerade Staffs und Pit Bulls in dieser Form anzuprangern.
Ihre Politik ist vollkommen unlogisch, volksfern, verhetzend und nur auf Stärkung Ihrer eigenen Machtposition
bedacht. Das fällt inzwischen hoffentlich der Majorität der Bürger auf. Und hat Konsequenzen.
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Anachronistisch und willkürlich
25.10.2010 14:47:00 von Dirk Schmelter
Man kann seinen (Kampf-) Hund gut erziehen, gut sozialisieren, gut im Griff haben, sich so verhalten, dass man niemanden belästigt, sich an alle Regeln halten, auch wenn es bei einigen Regeln wie der Anleinpflicht schwer fällt...
Man hat seinen Hund ordentlich bei der Gemeinde und dem Finanzamt angemeldet, hat eine Versicherung abgeschlossen...
Eine Frau mit 4 Mix-Hunden hat das alles nicht getan, wodurch es zu dem Unfall kam, bei dem ein kleines Mädchen zu Tode kam.
Als ich von dem Vorfall erfuhr, zog sich mir mein Magen zusammen, weil ich zuerst an das arme Mädchen dachte und was ihm widerfahren ist. Daraufhin musste ich aber auch daran denken, was für Folgen sich für Halter dieser Hunde ergeben werden.
Schuldig oder verantwortlich fühle ich mich selbstverständlich nicht, weil zwischen dem Verhalten der Frau und meinem Verhalten Welten liegen.
Wie kann es aber sein, dass ich als Halter demnächst sanktioniert und reglementiert werden soll? Ich kann diese Hexenjagd unc Ungerechtigkeit nicht verstehen.
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Vielen Dank
23.10.2010 20:31:00 von Steve Wunderlich
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber ,
mit Entsetzen stelle ich fest , Sie machen mit diesen Gesetzesentwurf wirklich ernst , dafür wollte ich mich bei Ihnen recht herzlich bedanken !
Es reicht also nicht schon aus , das in den Medien seit dem Vorfall 2000 in Hamburg gegen bestimmte Hunderassen gehetzt wird , es reicht auch nicht aus , das dank dieser Hetze normalen Bürgern vor bestimmten Hunderassen Angst eingeflößt wird und somit auch der Hass auf diese geschürrt wird .
Nein es ist auch völlig normal , das ich mich als Halter eines Bullterriers seit 2000 auf der Straße beschimpfen und sogar bespucken lassen muss , es ist natürlich auch normal das nach meinen Hund schon geschlagen und getreten wurde , es ist ja immerhin ein Bullterrier , eine menschenfressende , blutrünstige Bestie .
Zum Glück handeln Sie und das Innenministerium jetzt endlich , um die Bevölkerung vor mir und meinen gefährlichen Kampfhund zu schützen , da wir ja als tickende Zeitbombe bezeichnet werden , die Schläfer der Al Kaida lassen grüßen .
Es ist vollkommen richtig von Ihnen , das wir jetzt in der Öffentlichkeit gekennzeichnet werden , ich schlage dazu hier einen Davidstern vor , denn dieser ist in Deutschland bereits bestens erprobt .
Um den ganzen Spuck eine Ende zu setzen , ist die Zwangskastration natürlich das beste Mittel , aber warum so umständlich , warum errichten wir nicht wieder zentrale Sammelstellen für diese Bestien und schicken sie als Rauch durch die Esse , das hat doch auch schon einmal bestens funktioniert , somit wäre das Problem doch beseitigt , quasi eine Endlösung , oder etwa nicht ?
Schlimm das sich seit 1945 in der Vorgehensweise nichts geändert hat , okay es handelt sich heute glücklicherweise nicht um Menschen , es geht nur um Hunde , nach deutschen Recht sind diese ja nochnichtmal Lebewesen , nein lediglich ein Sachgegenstand .
Glauben Sie wirklich das Sie auch nur einen Vorfall mit Ihren Gesetz verhindern ?
Die Realität wird so aussehen , das es dann schlichtweg andere Rassen sind , mit denen so etwas passieren wird , jeder Vorfall ist schlimm , und ganz klar einer zu viel , aber gänzlich verhindern werden Sie soetwas nicht können .
Dummerweise passieren die meisten der Unfälle im persönlichen Umkreis , wo nie ein Gesetz auch nur ansatzweise greifen wird , leider betrifft es dadurch meistens die Schwächsten die den Schaden davon tragen , wie Kinder .
Wie wollen Sie das bitteschön in den Griff bekommen .
All die jenigen normalen Hundehalter , die jetzt noch lachen können , werden in Zukunft vielleicht dann an unserer Stelle stehen , und die staatliche Willkür spüren , ganz nach dem Motto : `` heute betrifft es nur mich , aber morgen könntest es auch Du sein ´´ .
Außer die Schäferhundlobby , deren Einfluss in Deutschland ja um ein zig faches größer ist , als bei uns kriminellen Kampfhundehaltern , diese werden mit einen blauen Auge davon kommen , obwohl ihr Nationalheiligtum mit an den meisten Beissunfällen beteiligt ist !
Ich bezahle wie jeder ehrliche Mensch meine Steuern , ich bleibe als einer der wenigen Jugendlichen im Osten und helfe unseren Bundesland Thüringen beim weiteren Bestehen .
Leider dankt es mir mein Bundesland nicht , obwohl ihm mein Geld , welches ich in Form von Steuern , hier sei besonders die horenden Kampfhundesteuer erwähnt , aber gut genug ist .
Ich habe meine Lehren aus diesen skrupellosen Handeln gezogen , ich werden Thüringen den Rücken kehren und es verlassen , ein Bundesland welches seine Bürger nicht zu schätzen weiss , ich es auch nicht wert für dieses ehrlich zu arbeiten und zu leben .
Sehr geehrter Herr Innenminister , Sie werden sehr viel Leid über diese Hunde und deren Halter bringen , ich hoffe Sie können trotzdem noch beruhigt schlafen , ich kann es nicht und ich bin besonders von Ihnen und natürlich auch Thüringens anderen Politikern enttäuscht .
Seltsam das soetwas Volksvertreter genannt wird .
Abschliessend bleibt mir nichts mehr zu sagen außer : `` Auf zur Hexenjagd , willkommen im Mittelalter , armes Thüringen ´´ .
MfG St. Wunderlich
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Keine Demokratie, weil der Staat schwach ist...
22.10.2010 16:02:00 von Konstantin Darampoucas
In einer Demokratie werden Minderheiten geschützt, in dem sie vor der Justiz gleichgesetzt sind bzw. von der Justiz gleich behandelt werden und sich der Staat von der Gesellschaft nicht zu populistischen Entscheidungen verleiten lässt, die Minderheiten benachteiligt.
Hierfür bedarf es eines starken Staates, der sich gegen Ungleichbahendlung wehrt und einer aufgeklärten Gesellschaft, die mit der nötigen Reife und Aufgeklärtheit schwierige Themen angeht, die nicht im Sinne der Mehrheit sind.
Wenn die Mehrheit mehr Sicherheit im Umgang mit Hunden verlangt, muss der Staat in einer Demokratie dem Willen der Mehrheit folgen, aber ohne dabei Minderheiten zu benachteiligen und ungerecht zu behandeln.
Die Minderheiten sind hier Halter von "Kampfhunden" bzw. Hundehalter allgemein.
Eine starke Regierung widersteht der Versuchung populistische Gesetze zu veranlassen nur um Wählerstimmen zu gewinnen.
Es wäre daher die Pflicht gewesen, vernünftige und sachlich vertretbare Gesetze und Regelungen zu finden, die schützen, sinnvoll sind, aber auch die Minderheit der "Kampfhunde-Halter" nicht auf Kosten des Populismuses benachteiligt.
Ich finde dieses Vorgehen als äußerst beschämend und hoffe, dass sich Politiker finden, die das Spiel auf Kosten der Hundehalter nicht mitmachen.
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Vielen Dank für die Blog-Einträge 13.10.2010 17:43:00 von Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
22.10.2010 13:47:00 von Markus Herwig
Sehr geehrter Herr Edelmann,
für wie blöd halten sie eigentlich die Bevölkerung!?
In dem im Betreff angezeigten Blog Eintrag sagen sie dass es extrem unterschiedliche Äußerungen zum Referentenentwurf gab und alle Beiträge in die Meinungsbildung einbezogen wurden!
Wie erklären sie dann dass auf die Forderungen der Gegner dieses Entwurfes in keinster Weise eingegangen wurde und die Forderungen der anscheinend ausschließlich nicht öffentlich eingegangen Befürworter einer Rasseliste und noch härterer Regeln umgesetz werden?
Warum werden die von ihnen benannten Zuschriften für Rasselisten und noch schärfere Regelungen nicht anonymisiert und veröffentlicht!?
Fragen über Fragen die sie hoffentlich beantworten können oder in einem öffentlichen Anhörungsverfahren geklärt werden können.
Sollte sich heraus stellen das es hier nicht mit rechten Dingen zu gegangen ist und die Bevölkerung bewußt für dumm verkauft wird weise ich vorsorglich darauf hin, dass ich, sowie viele andere Bürger sich rechtliche Schritte gegen die Landesregierung vorbehalten.
Weiterhin weise ich darauf hin, dass ich diesen Beitrag auch über Andere Foren und Blogs verbreiten werde, für den Fall dass er hier nicht veröffentlicht wird.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
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Zwischen Mythos und Realität
22.10.2010 09:24:00 von José Fernandez
Mich wundert und ärgert sehr, dass nach wie vor keine Stellungnahme Ihrerseits erfolgte, auf welche Grundlagen Sie das neue Gesetz eigentlich stützen. Das schreit ja förmlich nach Lobbyismus.
(Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien)
..."wie etwa die Bundestierärztekammer argumentieren, dass es keine aggressiven Hunderassen per se gebe, sondern die Gefährlichkeit eines Hundes nur im Einzelfall einzuschätzen sei. Insofern werde durch die Rasselisten der Bevölkerung eine Sicherheit "vorgegaukelt" und es wäre eine "pauschale Maßregelung von Hunden" und Haltern[4]. Sinnvoll sei es vielmehr, von jedem Hundehalter einen Befähigungsnachweis zu verlangen, da gefährliche Hunde nicht geboren, sondern von ihren Haltern erzogen würden. Zudem werden eine Haftpflichtversicherung und eine Kennzeichnung aller Hunde per Mikrochip gefordert. Einen ähnlichen Standpunkt vertreten unter anderem die Kynologen Erik Zimen, Dorit Feddersen-Petersen und Günther Bloch. Auch Gutachten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, des Instituts für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Veterinärmedizinischen Universität Wien kommen zu ähnlichen Schlüssen."
Mythos:
Der Pit Bull kann durch seine spezifische Kieferform nicht mehr loslassen, man muss ihm den Kiefer auf jeden Fall brechen. Der Pit Bull verfügt zudem über eine Kiefersperre.
WAHRHEIT:
Der American Pit Bull Terrier hat wie jeder andere Hund ein normales Gebiss. Er kann jederzeit (auch beim sog. verbeißen) wieder von seinem Gegenüber ablassen.
MYTHOS:
Ein Pit Bull beißt mit über 150 kg per cm/2 zu.
WAHRHEIT:
Eine grundlegende wissenschaftliche Studie über den Druck von Hundebissen existiert bis heute nicht. Selbstverständlich hat nicht jeder Hund die gleiche Kraft (ist bei Menschen ja ähnlich) - aber Angaben über kg per cm/2 sind eher aus dem mechanischen Bereich und würden in einer solchen Studie anders dargelegt werden. Zudem beißt ein Hund nicht immer mit derselben Kraft. Wenn er wütend ist, beißt er heftiger zu, als wenn er einen Rivalen lediglich in seine Schranken weisen möchte. Schlussendlich fragt keiner "Wie heftig hat er denn gebissen?" - sondern die Frage muss lauten "Hat er gebissen?" und vor allem "Aus welchem Grund hat er gebissen"
Nahezu 150 Jahre waren diese Rassen ganz normale und beliebte Familienhunde, wurden selbst im Krieg wegen ihrer Loyalität zu ihrem Besitzer vielfach ausgezeichnet. Eine Vielzahl dieser Hunde haben im Krieg ihr Leben gelassen, um Menschen zu RETTEN und jetzt sind diese Rassen ganz plötzlich "beißwütige, hochgradig gefährliche Bestien"?
Das ist also der Dank von Ihnen und anderen Politikern an diese Hunderassen, dass Sie als böse Killermaschinen dargestellt werden. Das ist ein völlig verzerrtes, falsches Bild der Wirklichkeit.
Ich kann derartiges aus meinen langjährigen Beobachtungen nur bestätigen. Sie setzen sich einfach über die Meinung vieler Experten hinweg und sogar noch schlimmer, über die Realität als solche hinweg. Denn die spricht eine ganz ganz andere Sprache als die himmelschreienden Rassenlisten und die Rassenpanikmache. Ich bin empört und ungläubig angesichts dieses denunzierenden rassistischen Gesetzes.
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Der Irrsinn geht in Phase 2
21.10.2010 14:01:00 von Joana Corso
Ich bin erschüttert angesichts dieser haltlosen Richtlinien. In diesem Land gilt Wissen offensichtlich gar nichts mehr. DAS soll Demokratie sein? Wie kommen Sie dazu, sich über die Meinung zahlreicher Hundefachleute, Hundetrainer, Tierärzte Tierheimmitarbeiter, Tierschützer einfach hinwegzusetzen und die Bundesbürger weiter mit dummen Vorurteilen kleinzuhalten? Wollen Sie die Zeit zurück-drehen und Zustände wie anno 1939 schafffen? Als langjährige Tierheimmitarbeiterin und Hundebsitzerin, vorwiegend im Ausland, habe ich selbst gesehen, dass die Unterschiede zwischen den so genannten Rassen viel kleiner sind, als es einige veraltete Rassebücher wahrhaben wollen. Gerade die Bullterrier und Staffordshire, die ich kennengelernt habe, waren, obwohl sie zuvor von Drogenabhängigen und betrunkenen Punkern gehalten und gequält wurden, völlig ruhig, aggressionslos und lieb zu allen Menschen. Dieses Verhalten bei eben diesen Hunden ist nicht die Ausnahme sondern die Regel. Jeder Hund braucht einen fachgemäßen Umgang, warum verteufeln Sie diese Rassen? Warum? Und eine solche Rasse hat kein Recht auf Existenz? Weil einige Leute, wie es bei der Tragödie in Oldisleben der Fall war, die Tiere sogar missbrauchen, nicht erziehen und obendrein fahrlässig mit ihrem eigenen Nachwuchs umgehen? Außerdem greift Ihr Gesetz da überhaupt nicht, die Hunde wurden einfach illegal gehalten. Und solche Leute werden auch weiterhin große Hunde illegal besitzen. Wer will so etwas überprüfen? Warum wird die Unfähigkeit des Menschen auf dem Rücken von Rassen ausgetragen? Was versprechen Sie sich im Endeffekt von dieser Rassenhetze ? Zuchtverbot? Die Nennung triftiger Gründe, warum man sich gerade einen "solchen" Hund halten möchte? Ebenso könnte man Fragen, warum jemand Motorrad fährt, auf Berge steigt, zum Golfen geht oder taucht... "There, I get a monkey"!
Diese Hunde sind einfach ganz normale Hunde wie alle anderen auch, natürlich bei angemessener Erziehung. Das Gesetz ist einfach schrecklich und dient weder dem Schutz der Leute, noch dem der Kinder. Warum wird kein Sachkundenachweis für alle Rassen eingeführt?
Bestürzte Grüße
Joana Corso
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Gesetzesentwurf
21.10.2010 11:46:00 von Jana Wolff
Sehr geehrter Herr Prof. Huber, sehr geehrte Landtagsabgeordnete (es fällt mir sehr schwer dies zu schreiben),
ich kann mich meinen Vorrednern nur ansschließen: Ihr Gesetzesentwurf ist ein WITZ!
1. Hunde + Hundehalter mit Bestandsschutz brauchen keinen Sachkundenachweis abzulegen - sämtliche Hundehalter der letzten bekannten Beißvorfälle hätten somit Bestandsschutz da sie alle schon länger als 3 Jahre Hunde gehalten haben.
2. Es werden nur Hundehalter von "großen" Hunden belangt - meiner Erfahrung nach als Hundetrainerin sind dies allerdings die Menschen, die von sich aus meist schon mehr mit ihren Hunden machen (einfach um diese händeln zu können). Hundehalter mit kleineren Hunden sehen das alles meist viiiiiel lockerer...
3. Wo bleibt die Gleichstellung vorm Gesetz wenn ich als Halter großer Hunde Sachkunde nachweisen muss, Halter kleinere Hunde brauchen das nicht?
Sind kleinere Hunde per se ungefährlicher oder müssen die Hundehalter nicht geschult werden???
4. Was bei Ihren ganzen Entwürfen usw. einfach absolut fehlt:
Wir Hundehalter stellen eine starke Steuer- und Einnahmequelle sowohl für den Staat als auch für den Handel dar - wo wird dies berücksichtigt?
Futter, Tierarzt, Zubehör, Versicherung, Steuer...
Einzig sinnvoll wäre ein Hundeführerschein für ALLE Hundehalter sowie eine Versicherungs- und Chippflicht.
Dies wäre richtungsweisend für andere Bundesländer (in der Schweiz z.B. schon längst Gang und Gäbe) und Thüringen hätte eine Vorreiterrolle.
Aber stimmt ja - damit macht man sich ja in der breiten Bevölkerung keine Freunde und Durchsetzungsvermögen sowie Fachwissen braucht man ja auch dafür...
MfG
Jana Wolff
Hundetrainerin
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Kommentar 52
21.10.2010 10:02:00 von Familie Maronn
Sehr geehrtes Innenministerium,
ich bin völlig entsetzt!
Zu welchem Zweck wurde dieser Blog eröffnet? Um die "Kampfhundebesitzer" ruhig zu halten? Um sie abzulenken? 25 Seiten lang wurde dieser Blog geführt, ohne eine vernünftige Stellungnahme von Ihnen. Und zu guter letzt kommt für alle engagierten Mitschreiber und Leser der Schlag ins Gesicht: Trotz seitenweise Widerspruch und Erklärung der Sinnlosigkeit dieses Gesetzes wird es exakt genauso durchgeführt, wie es geplant war. Doch zu welchem Zweck? Wie kann dieses Gesetz den Vorfall in Oldisleben oder jetzt in Kindelbrück verhindern? Meiner Meinung nach überhaupt nicht! Es finden sowieso schon kaum Kontrollen statt, nur dort, wo man "verpetzt" wird. Wer soll bitte die neuen Gesetze kontrollieren? Wieder trifft es genau die falschen. Die bestehenden Gesetze sind völlig ausreichend, aber sie werden ja überhaupt nicht umgesetzt.
Ich bin durchaus für eine Kennzeichenpflicht, ich bin ebenso für eine Hundehalterhaftpflicht für ALLE Hundebesitzer, aber was ich überhaupt nicht verstehen kann: Wieso darf ein 15-jähriger Junge mit 1 Schäferhund und 1 Bernhardiner Gassi gehen, nicht jedoch mit einem 20kg schweren Bullterrier? Wo ist da der Sinn?
Wo und wie fanden sicherlich über 90% der Beißvorfälle statt?
Auf Privat-Grundstücken, von nicht angemeldeten Hunden, von nicht artgerecht gehaltenen Hunden! Immer wieder werden genau die Personen betraft, die sich liebevoll um ihre Tiere kümmern. Achtung Ironie: Der unangemeldete Labrador im 2qm Zwinger nebenan würde ja niemals zubeißen!
Ich kann über diese Politik nur den Kopf schütteln, es ist einfach nur eine Frechheit, wie versucht wird "andersaussehende" aus der Gesellschaft auszugrenzen. Eine Schande für Thüringen. Ich schäme mich für mein Bundesland.
Enttäuschte Grüße
K.Maronn
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Neuer Beißunfall
20.10.2010 15:26:00 von Markus Herwig
Sehr geehrter Herr Innenminister, (das geehrt steht nur der Form halber)
wie ist denn die Stellungnahme zum neuen Beißunfall!? Nach Oldisleben waren sie ja sehr schnell mit Ihren Bekanntmachungen!
Sie können froh sein dass sich dieser Unfall ereignet hat bevor Ihr unsachlicher und fachlich vollig unsinniger Gesetzentwurf verabschiedet wurden, ansonsten würde dieses Menschenleben auf Ihr Konto gehen.
Um solche Zwischenfälle zu verhindern kommen sie um eine Halterschulung für alle Hunde nicht herum!
Vielleicht nehmen Sie ja den neuen Zwischenfall zum Anlass den Gesetzentwurf in neue Bahnen zu leiten, ohne noch größeren Gesichtsverlust als Sie Ihn ohnehin schon erlitten haben. Sollten sie dazu nicht in der Lage sein sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen bevor es andere für Sie tun.
Ansonsten bitte ich ALLE Hundehalter sich gegen diesen Irrsinn zur Wehr zu setzten.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
Hundetrainer
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Der neue Gesetzentwurf taugt nichts
20.10.2010 13:00:00 von Familie Venus
Sehr geehrter Herr Prof. Huber, sehr geehrte Landtagsabgeordnete und Leser/innen,
es hat nun wieder einen tödliche Vorfall mit einem Hund gegeben (19.10.2010, Rottweiler-Schäferhund-Mix tötet Besitzerin bei Fütterung im Zwinger, Ort: Kindelbrück/Thüringen).
Der neue Gesetzentwurf hätte hier keine besseren Eingriffsmöglichkeiten gegenüber der geltenden Gefahrenhundeverordnung gebracht:
1) Es war kein Listenhund beteiligt.
2) Die 20/40-Regelung greift nicht, da der Hund "Bestandsschutz" hat (Regelungen wie Sachkunde betreffen nur Neuanschaffungen von großen Hunden).
3) Der Unfall passierte auf dem eigenen Grundstück.
Der Entwurf ist noch kein Gesetz und schon sieht man, dass er nicht in der Lage ist, diese Vorfälle zu verhindern. Was nun?
Noch einmal: Es gibt keine Rassen, die man per se als Kampfhunde einstufen kann. Es gibt aber sehr wohl gefährliche Hunde, die aber den verschiedensten Rassen angehören bzw. Mischlinge sind. Logisch ist aber auch, dass große Hunde mehr Schaden anrichten können als kleine.
Was ist ein Kampfhund (Quelle: Wikipedia):
Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen oder Ratten gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt. Hundekämpfe sind aktuell in vielen Ländern verboten, finden aber mancherorts im kriminellen Umfeld dennoch statt.
Zu diesen Kampfhunden zählt übrigens auch der Yorkshireterrier, der für den Kampf gegen Ratten gezüchtet wurde. Wer hält diesen heutzutage für gefährlich?
Bei all diesen Kampfhunden geht es um den Kampf gegen andere Tiere. Keine einzige Hunderasse wurde dazu gezüchtet, um Menschen anzugreifen! Ganz im Gegenteil: Gerade bei den Kampfhunden (bleiben wir mal bei diesem beleidigendem Begriff) wurden die Tiere sofort getötet, die auch gegen Menschen aggressiv waren. So schlimm und ekelerregend diese Hundekämpfe sind: Die Besitzer der Hunde mussten diese jederzeit trennen können, ohne dabei verletzt zu werden.
Es gibt auch heute noch Menschen, die Hunde für Hundekämpfe züchten, abrichten und einsetzen. Was wird dagegen getan?
Und um noch einmal auf die Gefährlichkeit gegenüber Menschen (die etwas komplett anderes als Aggressivität gegenüber Artgenossen oder anderen Tieren ist) zurückzukommen:
Der Mensch verursacht diese Unfälle durch seine Unwissenheit, Ignoranz und Grausamkeit.
Oldisleben: Die Besitzerin ist durch die Hunde überfordert, lässt diese über lange Zeiträume allein, war auch während des Vorfalles nicht anwesend und tötet unerwünschten Nachwuchs ihrer Hunde, indem sie diesen mit einer Schaufel erschlägt. Eine Anzeige hatte keine Konsequenzen für die Halterin.
Sachsenburg: Eine alte Frau, die mit sich und ihrem Anwesen überfordert ist, so dass sogar Ämter eingeschaltet worden sind und die Mutter mit den Kindern dort herausholten, wird mit zwei großen Hunden und einem der Kinder allein gelassen. Die alte Frau wusste nicht, wie sie bei dem Vorfall reagieren sollte und wäre wohl auch körperlich nicht dazu in der Lage gewesen.
Kindelbrück: Hund fällt Besitzerin beim Füttern im Zwinger an. Mir sind noch keine näheren Details bekannt, aber wenn es sich hier um Zwingerhaltung handelte: Wie soll ein Hund lernen korrekt mit Menschen umzugehen, wenn er durch einen Zwinger von diesen weggeschlossen - aus dem Rudel ausgeschlossen - wird?
Geeignete Gesetze setzen beim Halter an und beinhalten keine unbegründeten Rasselisten. Weiterhin ist es nicht nur dringend notwendig, dass alle Halter Voraussetzungen wie Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzen. Auch Nicht-Hundehalter sollten gezielt über das Thema Hunde und den richtigen Umgang mit diesen Tieren informiert werden. Alte Vorurteile wie das Märchen vom bösen Kampfhund sollten endlich der Vergangenheit angehören. Zuletzt noch die Bemerkung, dass Gesetze nicht nur beschlossen sondern auch umgesetzt werden müssen. Was nützen immer strengere Auflagen, wenn nicht einmal die vollkommen ausreichenden bestehenden Regelungen kontrolliert werden?
Mit traurigen und nachdenklichen Grüßen
Familie Venus und Hund
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Kommentar 55
20.10.2010 09:59:00 von Joachim
Ich kann nahezu sämtliche Aussagen meiner Vorredner nur unterschreiben.
Rasselisten? Unfruchbarmachung? Warnschilder an Häusern? What next? Ich bin bestürzt und stinksauer angesichts dieser infamen unhaltbaren Richtlinien. Meinen Sie ernsthaft, dass das neue Gesetz bestimmte Leutchen davon abhält, sich weiter große Hunde (Rotti, Schäfi-Mix, Molosser, Neufundländer usw.) zu halten? Wer zur Hölle will das kontrollieren, ob diese angemeldet sind? Und erst nachdem was passiert ist, heulen alle wieder rum u. fordern noch schärfere, gleichsam schwachsinnige Regelungen.
Diese Hunde solcher Menschen werden genauswenig angemeldet wie die Hunde davor. Hier werden mal wieder nur die geseztestreuen verantwortlich handelnden Bersitzer zur Kasse gebeten, doppelt und dreifach, und als Dank
endlos ausgegrenzt. Herzlichen Dank dafür, dass meine Hunde von vornerein als beißwütige Kampfmaschinen gelten, und Sie dieses dumme Vorurteil auch noch unterstützen, indem Sie es zum
Gesetz machen. Nur so zu Ihrer Info:
Ich habe Menschen in meinem Bekanntenkreis, die eigentlich Angst vor allen Hunden hatten, aber weil meine beiden Listenhunde besonders gut erzogene, ruhige Vertreter ihrer Art sind und alle Menschen mögen, haben diese Leute ihre Angst verloren und sind ganz begeistert von ihnen. Wir werden uns gegen diese Regelung zur Wehr setzten, auf jeden Fall und ich denke, wir werden bei weitem nicht die einzigen sein.
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rottweiler-schäferhund mischling
20.10.2010 09:25:00 von E. Goth
zur sinnlosigkeit der rasseliste:
kindelbrück, landkreis sömmerda, 19.10.2010! hund beißt sein frauchen tot!
rasse: rottweiler-schäferhund mischung!
ohne worte!
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Kampfhundeverordung/ Rassenliste
19.10.2010 21:41:00 von Hoffmann; Udo
Wer von Rasselisten spricht und diese fördert hat überhaupt keine Ahnung was er da tut. Es müsste eine Halterliste / Verordung über das halten von Hunden bei seinem künftigen Besitzer geben und nicht eine Rasseliste von Hunden die den Commerz der Städte und Gemeinden zu gute kommt. Jeder Hund ist formbar er muß nur richtig gehaltem werden und das ist bei 80 % der Hundehalter schlichtweg nicht so. Jeder Depp darf einen Hund haben ohne überhaupt eine Ahnung zu haben wie er mit diesem Tier umgehen muß. Und wehr Behauptet der Hund habe ohne Vorwahrung gebissen gibt ja zu die Zeichen (jeder gesunde Hund sende diese) seines Hundes nicht erkannt zu haben weil er keine Ahnung hat. Denn jeder Hund kann eine Waffe sein und darf man Waffen ohne Erlaubnis besitzen soweit ich weis nicht. Also ist der Ansatz bei den Rassen / Hunden doch wohl falsch es muß beim Halter / Besitzer angestzt werden. Darüber sollte mal ernsthaft Nachgedacht werden und nicht über eine Rasseliste was nur die Schwarzhaltung fördert. Wer von den Politikern kann den sagen das die Rasseliste die Beisataken verhindert bzw. abschwächt, ich glaube keiner. Also Hundebesitzer / Hundefreund mit Verantwortung währt euch gegen solchen Unfug der nur den Kommerz fördert aber nicht für sichert von Leuten sorgt die Angst vor Hunden haben.
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Kommentar 58
19.10.2010 18:40:00 von Nancy Schorn
Es gab schon unzählige Gutachten über die Gefährlichkeit von Hunden. Alle Experten sind sich darin einig das es wissenschaftlich unhaltbar ist, die Gefährlichkeit eines Hundes an seiner Rasse abzuleiten! Und dennoch gibt es weiterhin Diskriminierung und Rassenhass frei von sachlichen Begründungen.
Die Medien verteufeln vereinzelte Hunderassen und die Politiker steigen mit ein und verunsichern die Öffentlichkeit mit Ihrer, aus Vorurteilen entstandenen, Gefahrenhundeverordnung.
Dabei werden Hundebesitzer dem Volk als Täter präsentiert und von der Bevölkerung diskriminiert und öffentlich Angeprangert! Wo soll das noch hin führen? Armes Deutschland!
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Kommentar 59
19.10.2010 14:03:00 von Edmund M.
Das Gesetz ist ein sehr schlechter Scherz!
Jeder, der über ein wenig Hirn verfügt, sieht, dass hier nicht die Allgemeinheit geschützt, sondern Augenwischerei der übelsten Sorte betrieben wird.
Ein Hundeführerschein für "Kampfhunde"?
Hund von vornerein als gefährlich einstufen gegen das Wissen und die Erfahrung vieler Experten? Würde mir das jemand erzählen, würde ich im ersten Moment einen Lachkrampf bekommen. Es ist aber leider bittere Wahrheit. Damit bieten Sie allen Menschen mit entsprechender krimineller Energie eine Plattform für den illegalen Besitz von Hunden. Tja, und die
vorbildlichen Hundehalter samt ihrer Listen-Fellnasen werden noch mehr ausgegrenzt und dürfen weiter tief in die Tasche greifen. Da sieht man, was Deutschlands Politiker taugen...
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Kommentar 60
18.10.2010 12:18:00 von Elvira Kolb
Besonders schlimm an diesem kurzsichtigen Gesetzesentwurf ist, dass die ohnehin schon von den Medien verblendeten und sich für blöd verkaufen lassenden Bundesbürger in ihrer Meinung bestätigt sehen, dass gewisse Rassen kein Recht auf Leben haben und dringend ausgerottet gehören. Dabei werden gerade diese Listen-Hunde in anderen Ländern sogar seit vielen Jahren erfolgreich als Rettungs- und Therapiehunde eingesetzt, weil sie generell ein festes Wesen und eine besonders hohe Reizschwelle haben, selbstverständlich nur bei entsprechender Erziehung, aber die benötigt jeder Hund. Noch Besorgnis erregender ist die Tatsache, dass dadurch keine schlimmen Vorfälle verhindert werden, viele der auffällig gewordenen Hunde werden nämlich, wie Sie sicher wissen, ILLEGAL gehalten. Wer kontrolliert, ob ein Hund legal gehalten wird? Sie, die Polizei, die Nachbarn? Gehen Sie ab jetzt regelmäßig in JEDEN Haushalt und überprüfen, ob die Hunde dort auch angemeldet sind? Inspizieren Sie auch den Keller, jeden Schlupfwinkel, ob man den Hund nicht da versteckt hält?Bestimmt... An Hunde ist ganz leicht ranzukommen, man denke nur an die überfüllten Tierheime im Ausland, an grausame Billigzüchtereien in Osteuropa usw.
Inkompetente, kriminelle Leute kommen an ihren Vierbeiner schon ran, den sie dann verkorksen können... Hinterher wird das Geschrei wieder groß sein.
Durch dieses Gesetz wird nur ein schon SEHR LANGE BESTEHENDES VÖLLIG FLASCHES VORURTEIL, dass gewisse Rassen nämlich per se gefährlicher sind, als andere, vorangetrieben. Congratulations, Deutschland macht einen Fehler nach dem anderen und vernünftige, vorausdenkende Menschen mit und ohne Hund müssen hilflos zusehen, wie sinnlose Verbote legalisiert werden. Mein Vertrauen in die Politik habe ich jetzt endgültig verloren.
Ich sage nur noch:
HUNDE ZÄHMEN - LEICHT GEMACHT.
Fragen Sie mal wirkliche Hundeexperten. Dadurch, dass ein falsches Voruteil in Form eines Gesetzes erlassen wird, wird es nicht richtiger! Auch ich werde gerade deshalb immer mindestens einen Listenhund aus dem Tierheim halten, um der Welt zu zeigen,
dass all diese Panikmache totaler Müll ist. Jetzt erst recht.
Stellen Sie sich vor, ich habe ein Diplom und sogar Arbeit, 3 gesunde Kinder, die problemlos mit solchen Hunde aufgewachsen sind, und meinen Mann, der genauso seinen Kopf über diesen populistischen Entwurf schüttelt wie die meisten anderen Hundehalter.
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...eins schlag ins gesicht...
15.10.2010 19:53:00 von E. Goth
schweren herzens, aber ganz bestimmt muss ich heute sagen: ich schäme mich derzeit von grund auf, bürger dieses bundeslandes unter dessen vertretern zu sein!
im blog gab es fast ausschließlich eine einzige meinung, herr edelmann (nimmt man die unqualifizierten blogeinträge heraus). ich brauche wohl nicht näher darauf einzugehen.
auch der dümmste "nicht von grund auf dumme, sondern durch die medien verdummte" mensch wird in einiger zeit zu dem schluß kommen, dass weder rasselisten, noch verbote etwas ändern (an der stelle: bravo niedersachsen!). im gegenteil, der brave und mündige bürger wird sich schweren herzens an die gesetze halten. umso mehr wird es illegale hundehaltungen unter den bekannten zielgruppen geben. die schert ein gesetz einen dreck. und sehr viele tiere werden unermeßlich leiden müssen!
trotzdem ich gegen rasselisten bin noch ein beispiel: im april 2010 wurde in cottbus ein knapp ein jahr altes kind von einem schäferhund-husky mix zu tode gebissen. in den medien war davon kaum etwas zu lesen. ist wohl in einem anderen und fernen bundesland passiert, deswegen stehen diese rassen in thüringen nicht auf der liste?! oder wie erklärt man dem mündigen bürger in thüringen die aufgezählten rassen?? würden die verbände der polizei dann auch noch diesen entwurf begrüßen, wenn schäferhunde gelistet sein würden??!!
es ist alles so einfach und durchschaubar, dass es einem angst macht!
sollte es zu diesem gesetz in dieser form kommen, so muss ich als ehemann und künftiger familienvater sowie beamter einer deutschen behörde ohne eintrag im führungszeugnis, sogar ohne punkte in flensburg zum straftäter werden! denn durch künstlich und von der legislative wider besseren wissens erzeugtem (hunde-)rassenhass kann und will ich mich nicht, und schon gar nicht unter vorspielung falscher tatsachen davon abhalten lassen, einen (listen)-hund zu halten.
willkommen in der vergangenheit!
bravo!
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Kommentar 62
15.10.2010 19:13:00 von Uwe
Dies ist wider einmal das typische Beispiel wie auf einfachste (und dazu noch primitive) Art und Weise versucht wird den Bürgern vorzugaugeln das irgentein Politiker im Landtag Sachkunde bei diesem Gesetz hätte. Wo bleiben die Schäferhund, die ja die meißten Beisunfälle herbeiführen (da gibts eine starke Lobby und die Angst vor dem Verlust von Wählerstimmen). Wird dieses Gesetz verabschiedet haben SIE defenitiv nicht nur meine Stimme verloren.
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Das Letzte
15.10.2010 14:48:00 von Claudia Bühl
Ich kann mich Herrn Herwig nur anschließen. Ohnmächtig bin ich über die
Ignoranz, die mit diesem Gesetz forciert wird! Absolut entsetzt. Das ist demütigend, vorsintflutlich und würdelos. Deutschland ist damit dann in Kürze die fortschrittlichste Nation der Welt gewesen. Demoktratisch? Die Demokratie wurde bereits beerdigt, als dieser grenzenlos unsinnige Entwurf verfasst wurde. Willkommen zurück, fast fühle ich mich wie im dritten Reich. Gar nichts wird sich durch dieses Gesetz zum Guten wenden, weil es nicht da ansetzt, wo es nötig ist! Ein ganz besonders erbärmliches Armutszeugnis für die Politik, ein Fausthieb ins Gesicht für jeden guten Hundeliebhaber! Ich freue mich schon, mich weiterhin noch stärker stigmatisieren zu lassen, weil dumme Menschen Dummes tun! Wenn ich könnte, würde ich die Politik eigenhändig zu der Grube führen, die sie anderen gegraben hat. Weil asoziale törichte Individuen nach Belieben Hunde halten dürfen, müssen Menschen mit Hundeverstand darunter leiden! Mein Hund, ein Bullterrier, verträglich und gehorsam, und ich danken Ihnen in besonderem Maße für Ihren Weitblick und Ihre intelligente Vorgehensweise... Danke für die Gerechtigkeit, die damit bewiesen wurde! Ich bin mir ganz sicher, dass sich Deutschlands Hundebesitzer, und ihrer sind viele, erheben werden, um die Gerechtigkeit zurückerlangen. Aufstand der Tierliebhaber, er lebe hoch!
Der träge Haufen an Duckmäuser-Politikern muss schwinden.
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Gratulation
15.10.2010 13:42:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte, gewählte Volksvertreter,
ich gratuliere ihnen von ganzem Herzen zu diesem Gesetzentwurf!
Hiermit haben sie endgültig ihre Inkompetenz und ihren Unwillen die
Bevölkerung zu schützen bewiesen.
Rassenhass und Unfruchtbarmachung!? Man brauch nicht lange um zu wissen
wessen geistiges Kind so etwas ist.
Dabei wäre alles so einfach mit einem Hundeführerschein erledigt gewesen
aber nein, wenn ich vor etwas Angst habe verbiete ich es einfach. Warum sind
sie nicht in der Lage von anderen zu lernen!?
Armes Thüringen!!
Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Danke an die Linke und FDP für die Zusammenarbeit!
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
p.S. Herr Huber unter den Hundehaltern Thüringens werden die Rufe nach ihrem Rücktritt laut!!!
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Kommentar 65
14.10.2010 15:32:00 von José Fernandez
Allein schon das In-Erwägung-Ziehen eines Vermehrungsverbotes für bestimmte Hunderassen lässt mich laut aufschreien. Das kann doch alles nicht wahr sein, das ist doch der reinste Wahnwitz!
Es ist Wahnwitz, dass nicht schon längst ein für alle Hunderassen gültiger Hundeführerschein Pflicht ist. Ohne Ausnahme.
Es ist unglaublich, das sich ganz leicht jeder noch so unqualifizierte Mensch sogar eine Vielzahl von Hunden halten kann.
Nehmen wir an, die Staffordshire, Pitbulls usw. gibt es nicht mehr. Dann werden eben gewisse Leute auf andere Hunderassen umsteigen, so einfach ist das. Ein vergleichbarer Vorfall wäre mit beispielsweise zwei Doggen, einem Berner Sennenhund oder Bobtail nicht passiert? Wollen Sie das der Bevölkerung tatsächlich weismachen und den Medien neues Futter liefern? Liegt Ihnen die Bevölkerung wirklich am Herzen oder wollen Sie nur Vorurteilen noch mehr Raum bieten? Nun könnte manch schnippischer Hundegegner argumentieren, dass man am besten präventiv alle Hunde beseitigt.
Genau, eine Ausrottung wird wahrlich das Problem auf Dauer lösen... Vor allem, da das gewisse nachlässige Klientel alias Gattung schlechte Hundehalter immer noch eine Menge menschlicher Nachkommen zu zeugen vermag, die es dann verderben kann. Es lebe die Jugendkriminalität.
Außerdem gibt es ja immer noch das Ausland, da lässt sich ggf. für wenig Geld der passende Hund erwerben und über die Grenze schmuggeln.
Mit der Ausrottung würden dann verantwortliche handelnde, vorausdenkende Menschen ihrer vierbeinigen Familienmitglieder (und Hunde sollten das im besten Fall für den Menschen sein), die niemandem schaden, beraubt. Von der Auslöschung der den Menschen das Leben rettenden Therapie- Rettungs- und Polizeihunde ganz zu schweigen. Sinnloser geht es nicht.
Ich kann das alles nicht glauben. Da läuft der völlig falsche Film.
Das Resultat ist doch stets das Gleiche. Wenn ein Hund nicht richtig behandelt wird, muss sich niemand wundern, wenn etwas passiert. Ein Hund braucht eine auf dessen individuelles Wesen zugeschnittene Förderung, Beschäftigung, Liebe und eine konsequente Führung, der eine Hund mehr, der andere Hund weniger. Aber das an Rassen festzumachen, basiert auf keiner wissenschaftlichen Erkenntnis, das ist einfach Humbug der schlimmsten Sorte.
Es stimmt, ich sehe immer wieder Menschen, die ganz offensichtlich mit ihrem Hund überfordert sind. Keine Schande an sich. Wenn sich diese Leute rechtzeitig an einen geeigneten Hundetrainer wenden, (davon gibt es genug und selbst im TV sind regelmäßig Hundeprofis wie z.B. Martin Rütter zu sehen) das Problem so in den Griff kriegen, ist alles wunderbar. Oder, sollte das Problem bestehen bleiben, den Hund zu passenden Besitzern geben. Ich bin jedes Mal wieder schockiert und wütend, wenn auf mich und meine beiden "Listenhunde" wildfremde Hunde unangeleint zuschießen, von deren Besitzer ich mir dann anhören muss, "Der tut nix". Das letzte "Der tut nix" endete für meine Hunde beim Tierarzt...
Zum Glück sind meine beiden "Kampfis" kreuzbrave Hunde, die nichts aus der Ruhe bringt. Sie wurden mehr als ein Mal gebissen von nicht ausreichend erzogenen NICHT-Listenhunden (ja, das ist möglich), sogar ohne zurück zu beißen. Die Beißer waren ein Pudel und ein Golden Retriever.
Ein allgemein gültiger Hundeführerschein würde dem vorbeugen. Da wüssten die Leute, wie sie mit ihren Hunden umgehen müssen - und würden mal ein gutes Buch über Hundekommunikation u.ä. lesen, zwecks Bestehen der Prüfung. Lesen bildet.
Als Besitzer von American Staffordshire Terriern, Vater dreier Kinder und promovierter Sprachwissenschaftler fordere ich, dass allein beim Halter angesetzt wird. Denn dort befindet sich die Wurzel allen Übels. Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand.
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Schablonenhaft und populistisch
14.10.2010 13:58:00 von Bischoff S.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der geplante Gesetzesentwurf ist nach Schema F erstellt und soll so wenig Leuten wie möglich weh tun. Die Meinung von Fachleuten ist nicht berücksichtigt worden, obwohl sich von dieser Seite engagiert und reichlich Hilfe angeboten wurde.
Es ist offensichtlich, dass die Regierung kein Interesse an sachlich zutreffenden und vernünftigen Regelungen hat.
Welche Experten wurden hier zu Rate gezogen?
Es wird sich bundesweit keine fachkundige Person finden, die Rasselsiten für den richtigen Weg ansieht. Im Gegenteil gibt es bundesweit unzählige Experten, die sich klar gegen Rasselisten aussprechen und andere Lösungen vorschlagen.
Das Gesetzes ist ein Tritt in den Hintern für alle Hundehalter und besonders für Halter bestimmter Hunderassen.
Hier wird mal wieder deutlich, wie achtlos und respektlos über die Köpfe der Bürger entschieden wird.
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Das ist so lächerlich!!!!!!
14.10.2010 12:27:00 von Markus Herwig
So viel zur Demokratie und Bürgerbeteiligung!!
Hier gibt es 233 Kommentare die meisten sprechen sich eindeutig gegen Rasselisten aus und was steht im neuen Gesetzentwurf!???? Ist diese Landesregierung wirklich so unfähig???
Zum Glück liegen die fertigen Klageschriften in der Schublade!
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Vielen Dank für die Blog-Einträge
13.10.2010 17:43:00 von Bernd Edelmann, Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen herzlichen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die die Gelegenheit genutzt haben, uns durch einen Eintrag hier im Blog oder schriftlich oder per E-Mail ihre Meinung zum Referentenentwurf mitzuteilen.
Die in den Stellungnahmen zum Ausdruck gebrachten Meinungen könnten gegensätzlicher nicht sein. Das Meinungsspektrum reicht von der Forderung nach der Beibehaltung der Gefahrenhundeverordnung ohne irgendwelche Änderungen oder Verschärfungen bis hin zur Forderung nach der sofortigen Abschaffung aller Kampfhunde.
Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir auf die zahlreichen Blog-Einträge nicht antworten konnten. Dies liegt nicht etwa an der großen Zahl der Stellungnahmen, sondern vielmehr daran, dass wir mit der Bitte um Stellungnahmen die Öffentlichkeit in das offizielle Anhörungsverfahren zum Gesetzentwurf eingebunden haben. Ein auch für uns neuer Weg. Bislang haben wir immer nur die jeweils betroffenen Verbände um schriftliche Stellungnahmen gebeten. Auf Grundlage solcher Stellungnahmen wird der Referentenentwurf ggf. geändert und dann erneut dem Kabinett zur Beschlussfassung vorgelegt. Die Meinungsbildung der Landesregierung findet somit im Rahmen dieser zweiten Kabinettberatung statt. Für die Mitarbeiter des Innenministeriums war es daher nicht möglich, schon vor der abschließenden Beratung und Meinungsbildung im Kabinett aus Sicht der Landesregierung auf die vorgetragenen Argumente oder Vorschläge einzugehen. Gleichwohl kann ich versichern, dass die Häufigkeit bestimmter Forderungen im Blog bzw. in den Zuschriften und E-Mails und natürlich auch deren Inhalte nicht unberücksichtigt geblieben sind.
Auch wenn wir nicht unmittelbar antworten konnten, so hat sich aus unserer Sicht das Einbeziehen der Öffentlichkeit in das offizielle Anhörungsverfahren zum Referentenentwurf voll und ganz gelohnt. Für uns ist dies eine Bestätigung dafür, dass die Einbeziehung der Öffentlichkeit den richtigen Weg darstellt und daher wird diese Einbeziehung von uns zum Regelfall gemacht. Wir werden zwar nicht zu jedem Gesetzentwurf einen Blog anbieten, weil nicht jedes Gesetz so sehr im Rampenlicht steht wie das zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Tieren.
Aber wir haben bereits angefangen, die Referentenentwürfe nach der Billigung im Kabinett in das Internet zu stellen und bitten um Stellungnahmen mittels E-Mail.
Gerne nehmen wir aber auch Anregungen auf, zu bestimmten Gesetzentwürfen doch noch einen Blog einzurichten.
Übrigens hat die Landtagsabgeordnete Berninger sich in einer Mündlichen Anfrage danach erkundigt, warum das TIM die Blog-Einträge nicht unmittelbar kommentiert. Wegen der Vielzahl der Mündlichen Anfragen konnten bei der letzten Landtagssitzung allerdings nicht alle Anfragen beantwortet werden, so dass Frau Berninger die Antworten schriftlich erhalten wird. Sobald die Antwort zur Landtagsdrucksache geworden ist, werde ich die Antwort des TIM auch hier im Blog einstellen.
Nochmals vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger für ihre Stellungnahmen.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Edelmann
Pressesprecher des Thüringer Innenministeriums
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das schlimmste ist eigetreten
12.10.2010 18:51:00 von Anna
...ich finde es gleicht einer Ausgrenzung aller Menschen die stefforts und co als liebevolle Familienhunde halten.Die Kennzeichungspflicht an Häusern läd gerade dazu ein das Bürger auf diese Menschen losgehen.Dieses Gesetz verurteilt alle Hunde dieser Rasse dabei wird keiner davon böse geborne wie auch Menschen nicht...Die Leute die diese Hunde zu Kampfmaschienen ausbilden habne sie sowieso nicht angemeldet und kein Mensch kann sich gleichzeitig um 4 Hunde kümmern.Welche statistik belegt die Gefährlichkeit?die Ehrlichen Leute und die Hunde werden bestraft.Warum Tauchen keine Huskys oder andere Rassen auf?Auch bei diesen Rassen gab es tödliche Unfälle .Aber "Kampfhund" das erregt mehr aufsehen und befriedigt die Hetze.Jeder Hund in enge greift an auch ein Malteser eine allegemeine Haftpflicht, ein Hundeführerschein und ein Sachkundenachweis für alle Halter würden die Menschen und Tiere viel mehr schützen.Denn da fallen alle Hunde rein!Nachdenken-Umdenken!
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Rasselisten
12.10.2010 12:51:00 von Eva
Wie wenig diese Gesetze auf sachlichen und wissenschaftlichen Grundlagen enstehen, wird an dem Fall Oldisleben sehr deutlich. Es wird nachdrücklich behauptet, dass es sich hier um Staffordshire Bullterrier gehandelt habe. Wie mir eine Zeitung bestätigt hat, wurden die Angaben über Rasse und Gewicht von der Polizei gegeben. Die Hunde wurden im Presseartikel als"Kolosse mit 30 bis 40 Kilo" angegeben. Wer den Stafforshire Bullterrier und seinen Rassestandard kennt, weiß dass diese Hunde
eine Schulterhöhe von 35,5–40,5 cm und ein Gewicht Rüden: 12,7–17 kg, Hündinnen: 11–15,4 kg erreichen. Ein Stafforshire Bullterrier mit 30 Kilogramm Gewicht könnte sich überhaupt nicht mehr bewegen. Also was waren das für Hunde???? Ein Jahr nach dem Fall Volkan in Hamburg, wurde ein Mädchen von dem Schäferhund ihres Vater totgebissen. Wer kann sich an den medialen und politischen Aufschrei erinnern. In diesem Zusammenhang prominente Hundehalter, Helmut Kohl / Schäferhund, Otto Schily(Bundesinnenminister als die Hundegesetze in vielen Bundesländern entstanden) Schäferhund. Dirk Niebel/ Golden Retriever. In diesem Zusammenhang zwei Aussagen von Experten:21.12.2009 (huj)
Fichtlmeyer: Zunehmend "gefährliche" Golden Retriever
Der bayerische Hundetrainer Anton Fichtlmeier hat als Gutachter vor dem Landgericht Stralsund in einem noch anhängigen Verfahren von seinen "Erfahrungen" berichtet, dass es in der Rasse Golden Retriever "zunehmend gefährliche Hunde" gibt.
Martin Rütter in seinem Buch Eine Couch für alle Fälle 2 Seite 75:
„Wir hatten im letzten Jahr(2003) 6 Hunde zur Therapie, die so stark gestört waren, dass sie eingeschläfert werden mussten. 3 davon waren Golden Retriever.“
Zum Thema Statistiken: es wird immer angeführt, dass es ja wesentlich mehr Schäferhunde gibt als "Listenhunde". Die Beißstatistieken relativieren sich, wenn man weiß, dass in NRW z.B. Bestände von "Listenhunden" von einigen Städten überhaupt nicht gemeldet wurden. Wenn dagegen die Vorfälle mit "Listenhunden" gemeldet werden, ergibt sich natürlich eine höhere "Auffälligkeitsquote" beim Listenhund. Zudem wird jeder, dessen Hund ein Listenhund-Mischling ist, ihm aber phänotypisch nicht anzusehen ist, diesen, wegen der Auflagen und Hundesteuersätzen bis zu 600 €/Jahr nicht als solchen anmelden. Ein Schäferhundbesitzer hat ja keine Grund seinen Hund nicht anzumelden. Zudem müßte es Pflicht sein(wie in der Schweiz), dass jeder Hundebiss von Ärzten bzw. amtlichen Stellen zentral gemeldet werden müßte. Die Mehrzahl der Kinder wird nämlich vom Familienhund oder Hunde aus dem Bekanntenkreis verletzt. Diese Fälle werden nur öffentlich, wenn bestimmte Rassen involviert sind.Dazu kommt, dass bestimmte Rassen in den Medien nur als zahnfletschende Bestien dargestellt wird. Beißt aber eine Golden Retriever (27.Oktober 2009
Freiburg i. Br. (aho)Lebensgefahr
Hund beißt Säugling in den Kopf
Ein 10 Monate alter Junge ist von einem Hund angegriffen und in Kopf und Nacken gebissen worden. Das Kind wurde lebensgefährlich verletzt.) wird immer betont, dass Golden Retriever liebste Familienhunde sind und was bloß falsch gelaufen ist oder war das Tier krank? Haben Sie schon einmal in den Medien gehört, dass der American Staffordshire Terrier in den USA gerne als Behindertentherapiehund genommen wird. Ja wegen seiner Menschen-freundlichkeit und hohen Reiszschwelle. Oder das in Großbritannien der Staffordshire-Bullterrier ein beliebter Familienhund ist und sogar Familien mit Kinder von Tierärzten empfohlen wird?
Merkwürdig es gibt Hunderassen, die haben nur schlechte und andere Rassen haben nur gute Eigenschaften? Obwohl beide vom Wolf abstammen, beide Beutegreifer sind, beide auf dieseselbe Weise lernen, z.B. American Staffordshire Terrier und Golden Retriever beide ein Scherengebiss besitzen usw.
Anstatt ein Innenministerium das Hundegesetz eines anderen Bundeslandes nur kritiklos übernimmt,
empfehle ich hier einmal einige Buchtitelund Schriften zur Weiterbildung
Burkhart, Stefan : Das Pitbull-Syndrom
Bradley, Janis : Hunde können beissen
Barth-Muth, Gina: Feindbild Hund und Halter
Fleig, dieter Die große Kampfhundlüge
Duffé, Thomas : Dogface, Seite 66 – 104
Baumann, Thomas: ...damit wir uns verstehen, Seite 226-228
Diverse Dissertation der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Schriften von Frau Feddersen-Petersen, Prof. Dr. Stur, Günter Bloch usw. Diese Menschen befassen sich seit Jahrzehnten mit dem Lebewesen Hund.
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@ Statistiker
11.10.2010 19:58:00 von Barbara Telker
Vorsicht mit der prozentualen Auslegung von den statistisch ermittelten Zahlen!!
Vielleicht ist, auf die Populationsgröße runter gerechnet, tatsächlich der prozentuale Anteil von auffällig gewordenen "Kampf"hunden größer als der von z.b. Dackel, Mischlinge, Schäferhund usw. ABER im reellen Leben sieht es trotzdem so aus: Schäferhund, altdeutscher Schäferhund und Mischlnge dieser: insgesamt 59 verletzte und schwerverletzte Menschen im Jahr 2009, von allen 4 "Kampf"hunden und deren Mischlingen zusammen (!) dem gegenüber "nur" 13 Menschen verletzt, bzw. schwer verletzt. Die Zahlen sind eindeutig, eine prozentuale Auslegung in diesem Fall ist Augenwischerei. Wollen sie denn einem der Opfer von Schäferhunden sagen "Pech gehabt, davon gibt es nun mal deutlich mehr, aber keine Sorge, in der Statistik fallen sie nicht weiter auf!"??
Selbst der allseits als Familienhund beliebte Golden Retriver verzeichnet im Jahr 2009 insgesamt 15 Menschen, leicht- und schwerverletzte, auf sein Konto. Und ich betone noch einmal: ALLE 4 Rassen der "Kampf"hunde (am. Staff, Staff. Bull, Bulli und Pitbull) haben selbst ZUSAMMEN gerechnet nicht so viele Vorfälle zu verzeichnen!
Eine Prozentuale Auslegung, nur um zeigen zu können, dass prozentual nun mal doch mehr Listis zubeißen, ist in dieser Sache absolut unangebracht. Auch, wenn der Prozentzahl deutlich mehr Vorfälle mit den ohnehin schon stigmatisierten Rassen als mit anderen Rassen angerechnet werden können, sieht es mit absoluten Zahlen aber nun mal so aus, dass andere Rassen deutlich öfter zubeißen. Warum also überhaupt über eine Liste nachdenken?? Listen sind ein absoluter Rückschritt, sie erlauben KEINE adäquate Beurteilung oder gar Kontrolle der Situation. Das einzige, was hilft, ist ein Sachkundenachweis für ALLE Halter, mehr Kontrolle seitens der Züchter, wen sie ihre Welpen verkaufen, mehr Kontrollen seitens der Tierheime, wem sie ihre Schützlinge anvertrauen, mehr Kontrolle seitens der Ordnungsämter, die bereits bestehenden Gesetze zu kontrollieren. Die bestehenden Gesetze reichen aus, ich wiederhole mich zum x-ten mal, aber ohne ausreichende Kontrollen wird es auch keine Besserung geben. Da bringen die ganzen geplanten Auflagen, Rasselisten und sonstiger Mist einfach absolut nichts. Ich als Hundehalterin bin der festen Meinung: Wer einen Hund halten möchte, MUSS sich mit den arttypischen Verhaltensweisen auseinander setzen. Solange dies nicht in der Gesellschaft ankommt, solange sich weiterhin jeder -auf gut Deutsch gesagt- Idiot nen Hund anschaffen kann, wird es LEIDER auch immer wieder so schlimme Vorfälle geben!
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Kommentar 72
07.10.2010 11:47:00 von Anita
Guten Tag, Herr / Frau Statistiker, bei weitem nicht alle Liebhaber der Listenhunde verweisen auf die Beißstatistiken. Viele Kommentatoren tun dies gar nicht. Für mich sind diese ganzen Statistiken völlig sinnlos, auf die Listen gehören weder der deutsche Schäferhund, noch der Staffi noch sonst irgendein Hund. Hunde sind immer nur die Produkte der Kompetenz der menschlichen Kompetenz oder eben der menschlichen Unzulänglichkeit. Es gibt außerdem keine Kampfhunde, es gibt nur in 16 Bundesländern 16 (!) verschiedene Listen, von denen jede andere Rassen als gefährlich darstellt. Dass das jeglicher Logik entbehrt, ist sicher klar. Leider kann selbst ein Dackel ein kleines Kind leicht tödlich verletzen,
weil er mit ihm fast auf Augenhöhe ist, vor allem, wenn das Kind sitzt oder gar liegt. Da sind die Eltern, die Besitzer gefragt, nicht das Kind oder Hund.
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hanebüchener Unsinn
05.10.2010 17:00:00 von Klaus Schlatterer
Was soll dieses doofe Gesetz bezwecken? Wollen Sie wirklich einige Hunderassen beseitigen, um die Menschheit zu "retten"? Mit welchem Recht? Auf wessen Kosten?
Ich glaube, es hackt.
Dafür müssen, wie immer, nur die ohnehin schon verantwortlich handelnden Hundebesitzer zahlen, in jeglicher Hinsicht. Denn die trifft man mit diesem Gesetz bis ins Mark.
Da werden bestimmte Hunde einfach per se unter Verdacht gestellt und andere nicht. Was für ein an das dritte Reich erinnernder Mist.
Und was ist der Grund? Weil einige Möchte-gern-Eltern ihre Sorgfaltspflicht nicht Ernst nehmen? Weil gewisse Leute mit ihren Flokatis nicht zurecht kommen und diese trotzdem behalten dürfen?
Ein Hundeführerschein für alle, eine praktische wie theoretische Prüfung, das wird die Spreu vom Weizen trennen. So was sollte in einem Land, in dem es sowieso für jeden Krümel ein Verordnung gibt, kein Problem darstellen.
Wir leben in einer Zeit, in der man weiß, dass das Universum ständig weiter expandiert, nur scheint der menschliche Horizont in gleichem Maße zu schrumpfen.
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Beisswut
05.10.2010 14:24:00 von Statisiker
Ohne alle 225 bisherigen Beiträge gelesen zu haben, fällt auf, dass die Liebhaber der vom Gesetz betroffenen Rassen auf die Beisstatistiken verweisen, die tatsächlich auf den ersten Blick andere Schlüsse zulassen könnten. Aber es meiner Meinung nach nicht beachtet, dass die "Spitzenreiter" der Liste eine weitaus größere Verbreitung besitzen. Es macht eben schon einen Unterschied, ob von 10000 Dackeln; Schäferhunden 20 zugebissen haben (--> 0,2 %) oder von 100 sog. "Kampfhunden" "nur" 2 (--> 2 %). Außerdem ist der gemeine deutsche Kampfdackel nicht in der Lage den Kopf meines Kindes wie eine Walnuss zu knacken. Grundsätzlich bis ich aber auch der Meinung, dass vielmehr beim Halter (Hundeführerschein etc.) anzusetzen ist.
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Sie haben Recht...
05.10.2010 10:35:00 von Barbara Telker
Herr Christian A. Meyer, ich muss ihnen einmal zustimmen. Solche Hundehalter werden kaum in die Pflicht genommen. Es herrscht -grad in Ballungsräumen, in Städten etc.- fast überall in Deutschland Leinenzwang, spezielle Freilaufflächen sind ausgewiesen. Trotzdem werden Hunde immer wieder von den Leinen gelassen, mit der Begründung "Der tut nix!" Vielleicht tut er 10 Jahre lang wirklich nix - bis einmal eine für den Hund bedrohliche Situation kommt, dann ist es zu spät. Ich kann die Angst und den Zorn von Nichthundehaltern absolut verstehen, bin ich doch selber Halterin eines "Kampf"hundes (American Staffordshire Terrier). Ich selbst hasse es wie die Pest, wenn nicht angeleinte Hunde auf meiner Hündin zurennen und dann hlrt man von weit her "Keine Sorge, der will nur spielen!!" So auch jüngst vor 3 Wochen ein Herr mittleren Alters, einen sehr großen Mischlingsrüden an der Leine. Sein "nur spielen wollen" gipfelte meinerseits bei einem besuch beim Tierarzt, dieser frei laufende Rüde kam ohne Leine angeschossen und flog direkt auf meine Hündin. Wir haben den Rüden erst im letzten Moment bemerkt, da er von hinten angerannt kam. Das in einem Gebiet, in dem absolute Leinenpflicht herrscht. Meine Hündin (die ja ein angeblicher Kampfhund ist, angeblich imstande sein soll, Bären zu töten und angeblich eine Beisskraft von mehreren Tonnen haben soll) hatte gegen den Rüden nichts auszusetzen, sie lag schreiend auf dem Rücken. Trotzt dieser absolut unterwürfigen Geste ließ der fremde Rüde nicht von ihr ab. Sie trug mehrere blutende Macken, ein Riss im Ohr, der geklebt werden musste, eine Zerrung in der Schulter und einen dicken Bluterguss am Hals davon. Kommentar des Halters :"Ach seien sie froh, dass ihrer eine Hündin ist, wärs ein Rüde, wäre meiner erst richtig wild geworden!!" Das SOLCHE hundehalter ihre Hunde in Leinenpflichtigen Gebieten ableinen ist absolut unverständlich. Aber aufgrund des Sparkurses unserer lieben Damen und Herren Politiker hat kaum eine Stadt mehr das verfügbare Personal, verstärkt Kontrollrunden zwecks Beobachtung der Leinenpflicht zu gehen.
Des weiteren habe ich vor Jahren eine Situation beobachtet, in der ein alberner junger Labrador auf ein kleines Kind von etwa 3 Jahren zuhüpfte. Kommentar Halter:"Der spielt nur!!" Das machte dieser Hund wirklich. Er zeigte vergnügte Spielbeugen, sprang vor lauter Übermut mit weit gespreizten Voderpfoten nach vorn - natürlich haute er dabei das kleine Kind voll um. Hätte dies ein Hund anderer Rasse getan - er wäre wahrscheilich an ort und Stelle von der Polizei erschossen worden...
Als Listenhundhalterin muss ich wieder sagen: JA zu Sachkundenachweis für ALLE Halter, JA zur Chippflicht ALLER Hunde, JA zur Haftpflicht für ALLE Hunde.
Aber ich distanziere mich absolut von Zwangskastrationen, der gesellschaftlichen Marginalisierung verantwortlicher Halter durch Schilder an Türen etc.
Ich verstehe absolut, wenn Menschen Angst vor Hunden haben weil zu viele Hundehalter der Meinung sind, die Gesellschaft müsste sich IHNEN anpassen. Das ist irsinn. Es muss ein Mittelweg gefunden werden, der auf Akzeptanz und Tolelranz beider Seiten beruht. Fangen wir als Hundehalter damit an: Ab sofort nehmt eure Hunde an die Leine und haltet sie kurz, wenn Fussgänger, Radfahrer etc. entgegen kommen. Ab sofort lasst eure Hunde nur in entsprechenden Gebieten frei laufen. Ab sofort ruft sie ab und leint sie an, wenn kleine Kinder vorbei kommen. Das ist nicht schwer und tut dem Hund nicht weh. Ich spreche aus täglicher Erfahrung.
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was tun???
02.10.2010 22:49:00 von Christian A. Meyer
In der ganzen Diskussion um gefährliche Hunde, die für mich grundsätzlich erstmal jeder Hund ist, fehlt mir eine Frage.
Inwieweit ist ein Hundehalter verantwortlich? Ich selbst war gestern zum joggen unterwegs und begegnete einem Hundehalter mit zwei großen Hunden (für mich grundsätzlich als gefährlich einzuschätzen). Der Hundehalter hat seinen zwei Hunden zwar hinterher gepfiffen und gerufen, aber die Hunde haben nicht reagiert. Ich konnte mich zusammenreißen und ruhig bleiben, obwohl mir das nicht leicht gefallen ist und der Hundehalter hat in keiner Weise gezeigt, dass er an der Situation etwas ändern möchte.
Klar ist, dass das Problem am menschlichen Ende der Leine liegt. Nun aber das Problem von konkret Geschädigten: Wie soll ich mich denn nun normalerweise verhalten, wenn nicht mal ein Hundehalter seiner Hunde im Griff hat? Warum gibt es nicht dafür eine strafbewehrte Handlung?
Für mich war das ganze eine bedrohliche Situation, da ich die Hunde nicht kannte und ich mich bei zwei Hunden auch überfordert fühle. Sollte man nicht dort beginnen und Handlungen mit Strafe bewehren, wo Halter nicht in sachgerechter Art und Weise mit ihren Hunden umgehen? Damit meinen ich auch das passieren mit Hunden an der langen Leine an Kleinkinden.
Von mir aus kann jeder jeden Hund halten, aber ich bezweifele, dass jeder Halter dazu in der Lage ist. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jeder Hund von klein bis groß gefährlich werden kann. Wenn das jemand anzweifeln will, kann ich gern "Hundangriffsmarken" von kleinen Hunden an meinen Kleidungsstücken nachweisen.
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Kommentar 77
01.10.2010 08:42:00 von Florian R.
So weit sind wir also schon in Deutschland. Weil einige Familien mit asozialem Touch ihrem Nachwuchs nicht gerecht werden und den Tod ihrer Kinder sogar provozieren, schreit man nach der Auslöschung der Kampfhunde. Wäre es nicht so traurig, müsste ich fast lachen.
Das Gro der Durchschnittsbürger, die Politik, die Gesetzgebung wollen sich allen Ernstes solchen intellektuell minderbegabten und sozial verwahrlosten Individuen unterordnen.
Nicht zu fassen, das ist der Gipfel.
Ich dachte eigentlich, die Intelligentesten sollen die Welt vorwärts bringen, sie verbessern, nicht schlimmer machen, als sie es je war?
Ich packe dann mal meine Sachen und wandere aus, schlimmer kann es anderswo auch kaum sein.
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Rasselisten
29.09.2010 16:44:00 von Gerd Berg
Als (eigentlich) nicht betroffener Chihuahuahalter kann ich mich der allgemeinen Ablehnung von Rasselisten nur anschließen.
Halter, die ihre Hunde bewusst sozialisieren und rassetypisch beschäftigen, kennen ihre Tiere und werden kritischen Situationen vorausschauend begegnen.
Das Gesetz sollte einen Betrag leisten, dass Hundehaltung verantwortungsbewusster erfolgt, ggf. auch dadurch, dass Halter stärker in die Pflicht genommen werden.
Rasselisten zu festzuschreiben, ist für mich eine populistische Reaktion auf gefühlten Volkszorn. Verantwortungsbewusste Politiker sollten diesem Verlangen widerstehen können.
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Kampf-Hund? Nein, Kampf-Mensch.
29.09.2010 14:30:00 von verena kupsch
Es gibt doch den neuen "schönen" Fall, da ist ein Rottweiler für den Tod eines kleinen Jungen verantwortlich. Und was waren - mal wieder - die äußeren Umstände? Eine 76 Jahre alte Rentnerin!(die Ur-Oma des Kindes) hatte gleich 2 große kräftige Hunde in Pflege!
Die Dame wäre schon allein körperlich mit EINEM kräftigen Hund überfordert gewesen, aber egal... Und das "Beste" daran ist:
Der Rottweiler gehörte wahrscheinlich der Mutter des armen Kindes.
Da muss man sich ganz ehrlich die Frage stellen:
Wie klein mag wohl die die aktive Hirnmasse solcher Leute sein, die das eigene Fleisch und Blut, das grade mal 3 Jahre alt ist, in die Obhut einer mit 2 völlig unsozialisierten Hunden überforderten alten Frau geben?! Geht es eigentlich noch?!
Und: Haben denn die Nachbarn, Freunde oder Bekannten nichts mitbekommen?
Sollen tatsächlich derartig schlimme wie seltsame Fälle, bei denen sich Eltern nicht mal ansatzweise als solche würdig erweisen, dann maßgeblich für ein "Kampfhundegesetz" sein,
bei dem es darum geht, sogar Hunderassen auszurotten? Wo leben wir denn?
Was hat ein solcher Vorfall denn bitte mit der RASSE des HUNDES zu tun?
Da geht es doch mal wieder allein um die Kompetenz, die geistige Reife und das Verantwortungsbewusstsein des HALTERS. Nein, Hunde sind kein Spielzeug oder Ego-Aufpusher!
Bspw. hätte ein Colliemix, oder Neufundländer bei entsprechender Vorgeschichte in einer ähnlichen Situation genauso reagiert.
Außerdem haben die so genannten "Eltern" die Aufsichtspflicht total verletzt.
Wenn ich teilweise in diversen Foren Posts lese von Leuten, die schreien, "Hängt die Bestien" "Tod den Kampfhunden" , da verspüre ich jedes Mal spontanen Brechreiz.
Das zeigt nur die Eindimensionalität und das grenzenlose Nichtwissen solcher Menschen, die sich durch die Medien blind aufhetzen lassen und ihren alltäglichen Frust auf die Vierbeiner projizieren.
Gratulation, das ist doch mal eines homo sapiens würdig!...
Wenn ein LKW-Fahrer durch Unachtsamkeit oder mangelndes Können einen Autofahrer schwer verletzt oder tötet, dann ist doch auch niemals der Lastwagen sondern NUR der Fahrer, also der Mensch, Schuld und zur Verantwortung zu ziehen.
Was mir wirklich auffällt: Ausgerechnet Leute, die mit Hunden nicht anständig umzugehen wissen, haben dann zufällig Staffis, Rottweiler oder wenigstens einen Boxer oder Mastiff - da liegt die Vermutung nahe, dass gerade dieser Menschenschlag durch diese Hunde Komplexe wettzumachen sucht.
Und fast ausschließlich diesem Menschenschlag haben es alle verantwortungsbewussten Hundebesitzer zu "verdanken", dass sie schief angeschaut werden und um ihre braven Staffis, Rottis etc. fürchten müssen.
Wäre ein Hundeführerschein Pflicht (wohlgemerkt für alle Rassen), da hätte sich die Rentnerin von vornerein disqualifiziert, weil die Hunde eben nicht hören usw. Sprich, damit hätte man ihr die Hunde rechtzeitig wegnehmen und der Vorfall hätte verhindert werden können.
Das Problem ist nicht der Hund, sondern dass sich jeder Depp einfach einen Hund halten kann!
Das Gesetz ist in dieser Form der reinste Schwachsinn.
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Kommentar 80
24.09.2010 10:25:00 von Nancy
Wär echt an der Zeit, dass sich endlich mal ein Politiker hierzu Äußert! Oder ist dieser Blog nur da um sich vorher mal aufzuregen und seine Meinung zu sagen damit dann, wenn das Gesetzt in kraft tritt sich jeder beruhigt hat und den Mund hält? Mir kommt es zumindest so vor! Falls Sie diesen Kommentar nicht veröffentlichen ist das für mich Antwort genug....
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Wer gehört hier bitte auf die Liste?!
21.09.2010 23:14:00 von Barbara Telker
Im Internet ist auf einer gewissen Seite die Beissstatistik 2009 aus Thüringen für Jedermann einsehbar. Da es leider nicht gestattet ist, hier Links zu veröffentlichen, möchte ich mal einige Angaben zitieren:
Altdeutscher Schäferhund UND Mischlinge Altdeutscher Schäferhund: schwer verletzte Menschen 5, leicht verletzte 20. Verletzte Tiere 15, getötete Tiere 9. Als gefährlich eingestuft 5.
Deutscher Schäferhund UND Mischlinge Deutscher Schäferhund: Leicht verletzte Menschen 26. Schwer verletzte Menschen 8. Verletzte Tiere 33, getötete Tiere 6. Als gefährlich eingestuft 1, eingeschläfert 3.
Golden Retriver UND Mischlinge Golden Retriver: Verletzte Menschen 10. Schwer verletzte Menschen 5. Verletzte Tiere 1.
Dackel UND Dackelmischlinge: verletzte Menschen 7. Schwer verletzte Menschen 2. Verletzte Tiere 2. Als gefährlich eingestuft 1.
Nun der Vergleich:
American Staffordshire Terrier UND Am. Staff Mischlinge:
Menschen schwer verletzt 2. Leicht verletzt 3. Andere Tiere getötet 9, verletzt 5. Als gefährlich eingestuft 3.
American Pit Bull Terrier UND APBT-Mischlinge: Menschen schwer verletzt 1. Menschen leicht verletzt 3. Tiere verletzt 3.
Staffordshire Bullterrier UND Staff. Bull Mischlinge: Menschen schwer verletzt 0 (!) Menschen leicht verletzt 4. Tiere getötet 6, Tiere verletzt 3.
BITTE VERGLEICHEN SIE DOCH EINMAL DIE ZAHLEN!! Selbst dem größten Listenhundgegner dürfte auffallen, dass allein diese Statistiken überhaupt keine Vermutung zulassen, gewisse Rassen als gefährlicher als andere einzustufen!! Um rein nach Statistiken zu gehen, müsste man Schäferhunde und Golden Retriver samt Dackel auf die Listen zerren. Aber wer von den Herren und Damen Politikern würde es wagen, diese in Deutschland allseits beliebte Rassen so an den Pranger zu stellen?? Statt dessen wird mal wieder eine Minderheit für die sozialen Probleme in diesem Land zur Strafe heran gezogen. Was können wir seriösen und verantwortungsvollen Halter bitte dafür, wenn es immer wieder (auf gut Deutsch gesagt) irgend welche Idioten gibt, die die Hunde als "Imageverbesserung" halten?? Statt die Steuergelder in unsinnige Gesetze zu investieren, die der Bevölkerung eine falsche Sicherheit vorgaukeln, sollte das Geld lieber darin investiert werden, ENDLICH gegen die illegale Szene der Dogfights, die auch in Deutschland floriert, anzugehen und auch ENDLICH die bereits vorhandenen Gesetze durchzusetzen und die Einhaltung zu überprüfen!!!!!!!! Die Gesetze sind gut, sie sind ausreichend, aber sie bringen rein GAR NICHTS, wenn sie einfach nur auf dem Papier stehen und im realen Leben nicht annähernd angewandt werden. Die Hunde im Kyffhäuser Kreis waren dem O-Amt bekannt. Die Hunde im jüngsten Fall des 3 jährigen Dustin waren dem O-Amt bekannt. Damals, als in Hamburg 2 Hunde den kleinen Volkan töteten, waren diese Hunde dem O-Amt bekannt usw. WANN werden die bestehenden Gesetze endlich konsequent angewandt?? Wir brauchen keine Rasselisten, wir brauchen endlich einmal Politiker, die dafür sorgen, dass bestehendes auch im Alltag umgesetzt wird.
Eigentlich ALLE "Kampf"hundehalter, die ich kenne, begrüßen Sachkundenachweis und Chippflicht. Endlich wird dafür gesorgt, dass diese Hunde auch in die richtigen Hände geraten. Aber nur Gesetze irgendwo hinschreiben bringt nichts. Das kontrollieren und überprüfen der einzelnen Halter bringt Veränderungen, alles andere ist heiße Luft...
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Kommentar 82
20.09.2010 10:20:00 von Doro
Warum müssen immer alle leiden.....
Ihr wollt die Hunde verbieten und denkt aber nicht daran das die am meisten darunter leiden...warum müssen nicht auffällige arme Tiere mit einem maulkorb rum laufen die wissen doch garnicht wie ihnen geschiet..kümmert euch doch mal lieber darum das die schwarze Zucht besser in den griff bekommen wird und warum werden immer nur beißvorfälle von diesen rassen genannt wie oft werden leute von einem dackel oder so gebissen davon steht nicht in der Presse oder vom Schäferhund(achja vergass der ist ja Deutsch)...Hundeführerschein finde ich persönlich gut dann aber auch für alle rassen ob groß oder klein ob reinrassig oder mischling ganz egal...die schlimmsten hunde sind die die besitzer haben die keine ahnung von hunden haben und da seh ich auch die gefahr drin nicht in den rassen sondern in den menschen....die einzigen die immer leiden sind wieder die tiere und die menschen was ist mit denen die verantwortungsbewusst mit ihren tieren umgehen die müssen auch leiden und die die es nicht tun nur weil sie so einen kleinen fiffi an der hand haben denen passiert nichts...ich habe mehr sorge um meine tochter wenn mir ein dackel oder schäferhund engegenkommt als ein sogenannter kampfhund (den es nicht mal giebt)..macht euch mal lieber gedaken was ihr den unschuldigen damit antut....
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Der Großteil der Kommentare...
01.09.2010 16:21:00 von Hannes
... von Hundebesitzern lässt für den Außenstehenden nur einen Schluss zu. Das Gesetz taugt nicht viel. Vielmehr (um den zT wütenden und polemischen, aber auch den hintergründigen Meinungsäußerungen hier gerecht zu werden) muss das Gesetz auf *alle* Hunderassen angewendet werden. Man könnte es auch viel kürzer fassen, indem man die Klassifizierung einfach weg lässt und nur "Hund" schreibt. Gefährlich ist nicht die Waffe, sondern der Mensch, der sie bedient. Sollte diese Argumentation für eine Freigabe von Schusswaffen taugen?
Mir geht dieses Gesetz nicht weit genug. jeder Hundebesitzer hat den liebsten und folgsamsten dressierten Hund daheim. Aber wird man damit dem Hund gerecht oder ist er nur Spielzeug und Kompensation? Ich bin für ein viel strengeres Gesetz. Dieses hier geht nicht weit genug.
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Hetze der Medien
31.08.2010 18:31:00 von Kundiger
1. sehe ich das genauso, das nirgends ein Schäferhund aufgeführt wird ist eine Frechheit, da dieser die Beissstatistik seit ewigkeiten anführt !?! Wo bleibt da die Gleichberechtigung der Hundebesitzer ???
2. Sind teilweise die Medien die Anführer im Kampf gegen sogenannte "Kampfhunde" !!!
In meiner Stadt in Thüringen hatte im Jahre 2002 ein Beissvorfall mit einem Schäferhund ereignet, der einen Erwachsenen geringe Fleischwunden zufügte !!! Der BILD-Zeitung, die den Polizeifunk abhörten, wollten Stattdessen lieber einen Stafford als Täter nehmen, da das zu dieser Rasse besser Passt, als zu einem Schäferhund !!!
Soviel dazu !!!
NEIN zur RASSENLISTE !!!
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Bauernopfer
30.08.2010 10:16:00 von Hoffmann, Nadine
Mit diesem Gesetzesentwurf wird seitens unserer Politiker wieder genau das gemacht, was sie seit eh und je tuten. Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen wird mit einem Schnellschuss gepaart mit gefährlichem Halbwissen (ignorieren Sachkundiger Stellen) und fehlen jeglichen Blickes für das was ihre Wähler tatsächlich wollen, versucht der Probaganda der Medien gerecht zu werden.
Wie viele meiner Vorredner bereits geschrieben haben, trifft dieses Gesetz die verantwortungsvollen Halter, diejenigen, die ihren Hund anmelden, versichern und mit ihm in die Hundeschule gehen. Die, die Tiere missbrauchen (egal zu was und egal welche Tiere) zahlen keine Steuern oder melden sich nicht bei den Ämtern...
Wie alle anderen verantwortungsvollen Halter habe ich nichts dagegen, das, wenn ich mir ein Haustier anschaffen möchte (egal welcher Art) meine Sachkunde hierfür geprüft wird.
So tragisch die Vorfälle auch sein mögen, es passieren immer Unfälle wenn Menschen mit Menschen und Menschen mit Tieren zusammen leben. Eine totale Sicherheit ist eine Illusion die nicht möglich ist.
Btw. verbieten wir jetzt Ausritte oder Pferde weil schon Reiter abgeworfen wurden oder gar gestorben sind?! Töten wir die Pferde die ihre Reiter abwerfen? Nein, in diesen Fällen sind es tragische Unfälle, die passieren können im Umgang mit den Tieren... Aber bei Hunden ist dies sofort wieder anders oder?! Keine Frage, die Sachkunde sollte geprüft und nachgewiesen werden aber für alle und nicht für ein paar wenige "Sündenböcke".
Ich wünsche mir im Sinne der Politiker das Sie den richtigen Weg mit einem fundierten und durchdachten Gesetz finden werden unter Berücksichtigung der entsprechenden Experten und dem Willen der Mehrheit ihrer Wähler.
soll heissen:
- Sachkundenachweis ja
- Versicherungspflicht ja
- Prüfung der Haltungsbedingungen ja
- Rasselisten und Diskreminierung nein
- Zwangskastrationen, töten nein
- Zuchtverbot nein (legal gezüchtet sind die "sündenböcke" die schönsten Familienhunde)
Ich hoffe inständig, das ich ausnahmsweise nicht von unserer Politik enttäuscht werde und dadurch meine Politikverdrossenheit (auf Neudeutsch) bestätigt wird.
Kann man nicht ein Veto gegen einen Gesetzesentwurf einlegen?!
Mit freundlichen Grüßen
Nadine Hoffmann
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Wenn ich mir den Entwurf so durchlese...
28.08.2010 16:44:00 von G.Schramm
stellt sich mir eine Frage. Es heißt ja:" [...}Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein).[...]".
Hätte ich jetzt einen dieser gelisteten Hunde, dann könnte es mir durchaus passieren, dass mir dieser weggenommen, verboten, eingeschläfert wird, da ich eine kleine, zarte, nicht gerade kräftige Person bin und nicht nachweisen kann, dass ich diese Hunde im Fall des versuchten Ausbüchsens (bei Sicht anderer Hunde, Wild etc.) festhalten könnte. Ein Ridgeback hingegen oder ne Dogge oder ein irischer Wolfshund (oder ähnlich großes und starkes) wäre mir aber erlaubt. Es wird _p e r_ G e s e t z_ davonon ausgegangen, dass ich diese "nichtgefährlichen" Hunde festhalten kann.
Obwohl sie den gleichen Jagdtrieben unterliegen wie jeder andere Hund dieser Welt. Kurz: Einen Rhodesian Ridgeback ist mir erlaubt, aber ein Stafford nicht oder Pitbull, die beide kleiner und leichter sind, hingegen nicht. Und ich darf laut diesem Entwurf auch mit 4 Rottweilern rumlaufen, aber nicht mit einem Pitbull...
Macht keinen Sinn.
Ich kann ja verstehen, dass kein Hahn danach kräht, wenn ein Jack Russell Terrier den Nachbarn angefallen und ins Bein gebissen hat. Ist ja nurn kleiner Hund, die Wunde nicht so gefährlich (mal abgesehen von möglichen Blutvergiftungen und Entzündungen), ich kann aber nicht nachvollziehen, warum die generell häufigere Beißwütigkeit eben dieser Fußhupen aussen vor gelassen wird. 14jährige dürfen dann also weiterhin mit nem Jack Russell Terrier aufn Spielplatz gehen? Und mit nem Labrador? Oder gar mit Rottweiler und Dobbermann?
Wo ist da die Logik?
Das ist tatsächlich billigster Populismus und ich hoffe sehr, dass viele Bürger diesen als solchen erkennen.
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Die Rasseliste(n) muss/müssen weg.
25.08.2010 11:27:00 von Kathrin Venus
Sehr geehrte LeserInnen,
ich finde es äussert befremdlich, dass hier von Seiten des Innenministeriums und den Abgeordneten, die über das Wohl und Wehe unsere Familienhunde entscheiden überhaupt kein Feedback kommt. Man kann sich auch nirgendwo informieren, wie denn der aktuelle Stand ist und wo man sich ggf. einbringen kann. Sieht so Demokratie aus?
Übrigens: Auch Niedersachsen hat eine Gesetzesnovelle bez. Hundehaltung in Planung - siehe z.B. auf dem Webauftritt der Niedersächsischen Staatskanzlei unter Presseinformationen (Links darf man ja hier nicht veröffentlichen). Dieses Bundesland hat Rasselisten nicht nötig, weil sie an der vollkommen falschen Stelle ansetzen, da nicht halterbezogen. Im Gesetzesentwurf ist u.a. ein Sachkundenachweis (für Neuhundebesitzer), ein Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde ab 6 Monaten, die Pflicht, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen und die Haltungsuntersagung für Gewalttäter verankert. Alles sehr vernünftige Punkte, die ich definitiv unterstütze und für geeignet halte.
Kann das Thüringen auch?
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Venus
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Das eigentliche Problem
24.08.2010 18:41:00 von Robert
Jede Woche sterben in Deutschland durchschnittlich 2 Kinder an den Folgen schwerer Misshandlungen durch Menschen, das sind hochgerechnet über 100 Kinder pro Jahr! Wer schützt diese armen Kinder? (Zum Vergleich: An Hundebissen sterben laut Statistik im Schnitt 3 Menschen jährlich) Täter: Meist die Eltern oder ein Elternteil. Wann gedenken die Politiker, dagegen etwas zu unternehmen, anstatt die Probleme auf Hunde zu verlagern? Durch Problemverschiebung und Leute-für-doof-verkaufen wird auch in Germany rein gar nichts besser.
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Gut recherchiert??
24.08.2010 14:37:00 von Frau Arndt
Wie kommt es nur, dass hier wieder einmal nur das Symptom und nicht die Ursache ( mangelnde Ausbildung der Hundehalter) bekämpft wird?
Alle namhaften Fachleute zweifeln Rasselisten an!!! Ich kann und will kein verständnis dafür aufbringen, dass gewisse Rassen und damit auch Ihre Halten an den Rand der Gesellschaft gestellt werden. In fast allen Zuschriften hier wird ein Hundeführerschein gefortdert- es ist also nicht so, dass verantwortungsvolle Hundehalter die Notwendigkeit der Schulung nicht erkennen! Aud diesem von Ihen eingeschlagenen Wege werde Sie Beißunfälle aus meiner Sicht nicht verhindern......hier muss man wie ich schon sagte bei der Ursache anfangen- und das ist , wie so oft; der Mensch.
Mit freundlichen Grüßen
Angelique Arndt
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Augenwischerei
23.08.2010 15:19:00 von Dominik K.
Diese ganze Panikmache "aah, hier läuft ein Staffi, haltet den gefährlichen Hund" widersteht mir komplett. Dass ein Kind durch Hunde zu Tode kam, ist schlimm.
Doch passierte dies wieder einmal nur durch menschliches Versagen. Welcher vernünftige Mensch gibt sein kleines Kind zu Leuten, bei denen offensichtlich völlig unsozalisierte Hunde einfach so und ohne Maulkorb frei herumlaufen? Wie doof kann man denn sein? Da wurde eindeutig die Aufsichtspflicht verletzt. Ja, und jetzt brüllt die halbe Nation wieder
nach Sühne und siehe da, man hat auch einen Schuldigen gefunden und er kommt in Form von Hunderassen daher. So eine Klassifizierung ist total daneben.
Es gibt nur gefährliche einzelne Hunde und die gibt es innerhalb jeder Rasse. Diese paar gefährlichen Hunde existieren auch nur wegen der Unzulänglichkeit und Grausamkeit mancher "Besitzer".
Stattdessen sollte man sich immer vor Augen halten, wie viel körperliche Gewalt innerhalb von manchen Familien herrscht, was manche Eltern ihren Kindern antun und wie viele Leute an Alkohol, harten Drogen, Magersucht und durch eigentlich vermeidbare Autounfälle sterben und wie gering im Vergleich dazu die Zahl der Toten durch Hundebisse ist.
Was möchten die Politiker dagegen tun, bitte?
Die Eindämmung von Alkohol zelebrierender Werbung wäre ja mal ein Anfang.
Es ist leider viel einfacher, ein kleines Problem, bei dem schnell eine scheinbare Lösung gefunden werden kann (weg mit den Rassen, strenge Auflagen, Stigmatisierung etc.), gnadenlos aufzubauschen, als sich auf sehr schwierige, aber doch viel viel beudetendere Probleme zu konzentrieren. Das ist wirklich arm.
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Übertreibt es bitte nicht
23.08.2010 03:19:00 von Tierfreund
Trotz allem Gegenwindes, ich hab noch nem Hund ein gutes Zuhause gegeben. Jetzt erst recht!!. Nein, ich habe keinen zu kurzen Ilas, ich liebe einfach nur Hunde. Übertreibt es bitte nicht mit mir, denn ich bin Mensch! Ich kann (darf) ausrasten!
maLu
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Hundeführerschein statt Diskriminierung
21.08.2010 11:31:00 von Sandy
Es ist ohne Frage unfassbar schlimm, wenn ein Lebewesen durch den Angriff eines Hundes sein Leben verliert. Falsch ist es meiner Meinung nach jedoch über eine Rasseliste Hunde in gefährlich oder harmlos einzustufen. Jeder Hund kann, besonders dann wenn nicht richtig sozialisiert und vernünftig erzogen, gefährlich werden.
Eine Freundin hat vor Jahren einen American Staff aus dem Tierheim geholt, der schon fast sein ganzes Leben dort gesessen hat (und aufgrund der Panikmache der Medien nur wenig Chancen hatte, je wieder in einer Familie leben zu dürfen). Sie hat mit ihm von Anfang an viel und geduldig gearbeitet und heute ist er ein absolut toller, lieber, friedlicher und glücklicher Familienhund an dem es nichts zu kritisieren gibt!!!
Der American Bulldog eines Bekannten von mir ist auch eher ein Schmusemonster als ein Kampfhund. Er freut sich über alles und jeden, liebt Stöckchenwerfen und Bauchkraulen... Ein ganz normaler Hund eben...
Im Gegensatz dazu wurde vor nicht allzu langer Zeit in der Nachbarschaft meiner Großeltern ein kleiner Hund und dessen Hundeführerin von einem "harmlosen" Labrador angegriffen, die Frau wurde verletzt, der kleine Hund auf ihrem Arm totgebissen! Es war bekannt, dass dieser Hund aggressiv auf Artgenossen reagiert, aber trug er einen Mauli? - Nein!
Besser als eine Rasseliste fände ich einen Eignungstest / Hundeführerschein für Hundebesitzer - und zwar für jeden! Sicherlich ist das mit Aufwand verbunden, aber nur so könnte festgestellt werden, ob der zukünftige Besitzer überhaupt in der Lage ist seinen Hund artgerecht zu erziehen, die Körpersprache seines Tieres richtig zu deuten und sich selber in verschiedenen Situationen richtig zu verhalten. Wie oft hätte ein Beissunfall durch richtiges deuten von Vorzeichen verhindert werden können?
Wer sich wirklich für Hunde interessiert und von ganzem Herzen einen Hund adoptieren will, der wird so einen Test sicher gerne machen. Wer jedoch nur ein Statussymbol zulegen will soll sich besser ein Handy kaufen...
Der Hundeführerschein würde sicherlich auch sehr zur Bindung zwischen dem Tier und seinem Besitzer beitragen. Hunde lieben es, wenn sie arbeiten und lernen dürfen, sie sind von Natur aus unglaublich neugierig und verspielt und finden es klasse einen festen Platz in ihrem Rudel zu haben. Wer einen Hund adoptieren will, muss sich darüber bewusst sein, dass er ihm Beschäftigung bieten muss - ein ausgeglichener Hund ist in der Regel kein aggressiver Hund!
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Kommentar 93
20.08.2010 18:58:00 von Marita
Wenn ich mitkriege, wie man heutzutage noch immer nach der Ausrottung gewisser Rassen schreit, wird mir schlecht. Hat man wie ich lange Zeit für ein ausländisches Tierheim gearbeitet, da weiß man, wer das wahre Monster ist. Der Mensch bringt es fertig, aus einem einst hilflosen Hunden eine wahre Bestie zu machen, indem er sie bis zum geht nicht mehr quält! Darüber hinaus gibt es trotz übelster Misshandlungen immer noch Hunde (ja, darunter auch Hunde der gelisteten Rassen), die trotz der Quälereien ihr freundliches Wesen stets behalten.
Einfach nur abartig, zu was manche "Menschen" fähig sind. Und welche Strafe bekommen solche entarteten Tierquäler?
Keine oder eine viel zu milde. Nebenbei: Wer Tiere quält, schreckt auch nicht davor zurück, Menschen zu misshandeln!
Auch das habe ich schon oft im Alltag mitbekommen. Barbarisch.
Diese Kampfhunde sind in Wahrheit keine Täter - sie sind Opfer! Und für die wird ja bekanntlich in Deutschland zu wenig getan. Ich schäme mich für Deutschland, dass solch ein unsinniger Gesetzesentwurf überhaupt in Betracht gezogen wird.
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Kommentar 94
19.08.2010 22:41:00 von Hr. Schnell
Was sind gefährliche Hunde?
Den gefährlichen Hund gibt es quer durch alle Rassen und in allen Gesellschaftsschichten.
Der Anteil von gefährlichen Hunden an der Gesamthundepopulation ist allerdings verschwindend klein. Weit über 99 % aller Hunde werden niemals in ihrem Leben auffällig.
Ich kann mir vorstellen, dass der Gesetzgeber nun vor einem zugegebenermaßen schwierigen Problem steht, dem berechtigten Wunsch der Bürger nach Schutz vor gefährlichen Hunden zu entsprechen. Und damit stellt sich in erster Linie ein Definitionsproblem.
Die anscheinend einfachste Lösung ist die Definition bestimmter Hunderassen als “besonders gefährlich“, sozusagen die Erstellung einer “roten Liste“, und die Verhängung von Auflagen für diese Hunde, die von Leinen- und Maulkorbzwang über Halte- und Zuchtverbot bis zu Wegnahme und Euthanasie der Hunde gehen könnte.
Ganz abgesehen davon, dass in einem Rechtsstaat die Wegnahme und Euthanasie eines Hundes gegen den Willen des Eigentümers und ohne vernünftigen Grund rechtswidrig ist und ein absoluter Leinenzwang auch aus einem primär ungefährlichen Hund einen gefährlichen machen kann, ist die Definition der Gefährlichkeit allein aufgrund der Rassezugehörigkeit sachlicher Unsinn.
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Kommentar 95
19.08.2010 22:16:00 von F. Müller
Unter Fachleuten besteht weltweit Übereinstimmung, nicht Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse bestimmt Gefährlichkeit eines Hundes, entscheidend sind Aufzucht beim Züchter und Erziehung und Haltung beim Hundebesitzer.
Hierzu kommt eine Vielfalt von Umwelteinflüssen. Ein Hund wird von seinem Umfeld geprägt, lernt täglich hinzu. Je nachdem, welche Einflüsse auf ihn einwirken, entsteht sein Charakter, sein Verhalten gegenüber Menschen und Tieren.
Und weil das so ist, kann ein Hund auch missbraucht werden. (jeder Hund egal welcher Rasse!!)
Nicht aus seiner Genstruktur, sondern durch Missbrauch und fehlerhafter Erziehung und Haltung kann er sich zu einem gefährlichen Hund entwickeln. Er selbst ist unschuldig!
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Kommentar 96
18.08.2010 09:47:00 von Daniela
Anscheinend hat man aus der Zeit des Nationalsozialismus nichts gelernt. Eine Rasse für schlecht zu befinden, zu knebeln und systematisch auszurotten wird bei den Menschen verurteilt und bei den Tieren gefordert.
Arme Menschheit!
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Kommentar 97
17.08.2010 16:34:00 von Lutz
Sehr geehrte Damen und Herren,
zunächst einmal vielen Dank, dass dieser Blog hier eingerichtet wurde!
Ihr Gesetzentwurf enthält einige sinnvolle Ansätze. Dazu unten mehr.
Was jedoch wissenschaftlich schon mehrfach widerlegt wurde ist die
Gefährlichkeit eines Hundes anhand der Rasse festzumachen!
Meiner Meinung nach bietet eine Rasseliste keinen Schutz vor Beißvor-
fällen. Der Bürger soll in Sicherheit gewogen werden, die keine ist.
Denn bei Ihrer Rasseliste werden Hunderassen fokusiert, die bei
weitem nicht die ersten Plätze der Beißstatistiken anführen.
Ich bin der Meinung keine Hunderasse gehört auf eine solche Liste.
Kein Hund wird als aggressiver Beißer geboren. Wenn ein Hund solches
Verhalten im Laufe seines Lebens erwirbt, dann ist ganz allein der Mensch
daran schuld. Schauen Sie sich um, wie viele Leute sich unbedacht einen
Hund anschaffen. Sie wissen nix von artgerechter Haltung, Ernährung,
Verhalten und Erziehung.
Und wenn es dann Probleme gibt ist natürlich der Hund schuld, die
Haltungsbedingungen interessieren gar nicht und werden dabei gar nicht hinterfragt!
Lesen Sie die neusten Tierschutzmeldungen. Einige Hunde wurden binnen
kurzer Zeit fast verhungert aufgefunden. Wieviele sind in diesem Jahr wieder
in brütend heißen Auto gestorben. Wieviele werden tagtäglich physisch und
psychisch gequält. Da fragt man sich ersthaft: Wir müssen die Menschen
vor den Tieren schützen? Oder ist es vielleicht andersherum?
Mit der geplanten "Ausrottungsliste" sterben zwar Hunderassen aus, das
Verantwortungsbewußtsein der unseriösen und inkompetenten Hunde-
halter wird sich dadurch wohl kaum ändern.
Darum plädiere ich dafür,dass Hundehalter jedweder Rasse stärker in die
Verantwortung genommen werden. Sie tragen die Verantwortung für ihren
Hund und sollten bei Vorfällen und Tierschutzverstößen dementsprechend auch
empfindlich mit Geld- bzw Gefängnisstrafen belegt werden.
Wie oben schon erwähnt hat Ihr Gesetzesentwurf auch positive Aspekte
wie z.B.:
Volljährigkeit, umfangreicher theoretischer Test, Chippflicht, Haftplichtversicherung,
einwandfreies Führungszeugnis
ABER bitteschön für alle Rassen!
Es sollte auch eine Pflicht für Tierheime, Züchter, Hobbyzüchter und
andere Personen geben, die einen Hund (egal welcher Rasse)
veräußern und zwar dahingehend das die Personalien des Käufers direkt
an des Ordnungsamt am Wohnsitz des Käufers übermittelt werden müssen.
Dann wäre der illegalen Haltung auch Grenzen gesetzt.
Danke fürs Lesen und Nachdenken!
Mit freundlichen Grüßen
Lutz
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Umgang mit der Demokratie
17.08.2010 14:02:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren Volksvertreter,
zum widerholten male frage ich nun, was hat sich schon getan, wer liest diesen Blog und wer endscheidet was veröffentlicht wird und was nicht!? Einige Berichte von denen ich Kenntnis habe, die nicht veröffentlicht sind haben in keinem Punkt gegen die Blogregeln verstoßen und worden trotzdem nicht veröffentlicht, die meisten davon enthielten sehr viele Daten, Fakten und Zahlen. Das grenzt an Zensur und die ist ja bekanntlich in Deutschland verboten, des weiteren besteht in Deutschland das Recht auf freie Meinungsäusserung.
Was passiert mit den nicht veröffentlichten Beiträgen, landen die ungelesen im Papierkorb?
Fragen über Fragen die diesen Blog leider in Frage stellen. Es scheint als sollte hier eine Bürgerbeteiligung vor gegaukelt werden!
Ich weise Vorsorglich darauf hin das es sich hier um meine Meinung handelt und der Beitrag nicht gegen die Blogregeln verstösst, also kein Grund bestehen sollte ihn nicht zu veröffentlichen.
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Wahre Probleme angehen
16.08.2010 12:24:00 von Stepahn B.
Gestern ging der Fall des kleinen Kevin, der vor ca. 3 Jahren von seinem Vater tot geprügelt wurde durch die Presse. Anlass war ein Prozess, der einem Beamten des Jugendamtes gemacht wurde. In dem Zusammenhang wurde erwähnt, dass es immer wieder zu Tötungsdelikten kömmen würde, bei denen Eltern ihre Kinder regelrecht totschlagen. Als Beispiel wurde ein aktueller Todesfall genannt mit einem kleinen Jungen (Lion, 1 jährig), der von Vater so massiv geschlagen wurde, dass er an den Verletzungen gestorben ist.
Was wird hierzu unternommen? Was wird hierzu unternommen, obwohl 3 Kinder die Woche durch erwachsene Menschen zu Tode kommen?
Wieviele Kinder sterben durch Hunde bzw. "Kampfhunde"? Nun, in den letzten 10 Jahren starben 2 Kinder durch Verletzungen, die ihnen durch Hunde der besagten Rassen zugefügt wurden.
Wie sagt man so schön? "Jeder Todesfall ist einer zuviel". Ja, aber im Zusammenhang mit Hunden, egal welcher Rasse, kann nicht die Rede davon sein, dass übermäßig viele Menschen durch Hunde tödlich verletzt werden. Das Gegenteil ist der Fall.
Hundeprobleme sind künstlich geschaffen worden, um von eigentlichen Problemen abzulenken. Es ist gerade zu absurd über Hundeverordnungen zu diskutieren, wenn gleichzeitig jede Woche 3 Kinder durch andere Menschen versterben.
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Populismus
16.08.2010 11:49:00 von Konstantin D.
Ich habe die Hoffnung, dass es doch anders kommen wird, als befürchtet, aber mir fehlt der Glaube an eine vernüftige Herangehensweise von Seiten der Politik.
Experten und Fachleute werden nicht gefragt und berücksichtigt werden, sondern es wird ungeachtet aller Studien, Fakten und Expertenmeinungen zu den üblichen, populistischen Maßnahmen kommen.
Als Begründung wird ein nachweislich falscher Grund vorgelegt werden und zwar, dass bestimmte Hunderassen angeblich aggressiver und dadurch gefährliche sind. Dass diese Begründung an den Haaren herbei gezogen ist, weiß das Ministerium und ist auch ansonsten vielen Menschen bewusst. Trotzdem fällt es der Politik leichter, einpaar wenige Menschen gegen sich aufzubringen, auch wenn diese Recht haben, als eine unpopuläre Wahrheit in der Öffentlichkeit zu verteidigen.
Unsere Argumente werden zwar gehört, aber ignoriert werden.
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*kampfhund*
15.08.2010 01:39:00 von andrea
wann endlich gibt es den sachkundenachweis für "unfähige" eltern, -schwer erziehbarer- kinder, welche die bürger bedrohen?
hier besteht ein weitaus grösseres potentielles -gefahrengut- als von irgendeinem hund auch nur entfernt ausgehen könnte. egal welcher rasse.
wenn der mensch keine ahnung hat, oder einen hund missbraucht.. ist der hund immer der wehrlose leidtragende, denn er handelt eben wie ein tier, ohne unsere menschlichen gedankengänge.
es gibt experten, welche sich mit der thematik genauestens befasst haben. man will sie schienbar nicht beachten.
traurig, dass der hund vor einigen jahren noch einen anderen stellenwert als heute hat.. heute wird er verfolgt.. ausgerottet und verdammt.
der hundehass nimmtgrenzenlose ausmasse an. den "besten freund des menschen", will man lieber tot als lebendig sehen. soweit sind wir schon.
wieviele leute habenbereits einen hund im handtaschen format.. damit man ja nicht sieht, dass überhaupt einen hund haben. mit hund ist man bereits "disqualifiziert" in der breiten (unwissenden) bevölkerung, da die regierungen hier jeden vorschub leisten und durch sinnlose verordnungen vorurteile schüren. bravo!
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Vor wem wollt ihr uns schützen?
13.08.2010 10:01:00 von Nina L.
Vor diesen Hunden - auf schuldig-geboren.de?
Wenn Sie sich die Bilder dort mal anschauen - viele viele hunderte! - von hunderten "Kampfhunden" einträchtig mit Kindern jeden Alters (auch Babies), Katzen, Kleintieren und anderen Hunden, müsste Ihnen die Absurdität der Idee, eine Gefährlichkeit an der Rasse festzumachen von selbst bewusst werden!
Jeder Hund ist das, was der Halter aus ihm macht!
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"Bedarf an einem gefährlichem Hund"
12.08.2010 21:39:00 von Enrico
Sehr geehrte Damen und Herren,
mir wird langsam klar, dass dies hier nur zur vorübergehenden Besänftigung dienen soll. Dieser Blog wird wenig am Gesetz ändern. Da der Entwurf bereits durchgewinkt wurde, frage ich mich, ob sich die Abgeordneten wirklich damit beschäftigt haben oder ob die WM im Hinterkopf evtl. wichtiger war. Oder ob es einfacher ist, dem "leider verdummten" Volk einfach sein Opfer zu geben, einfach nur um der Anzahl der Wählerstimmen. Schade ist nur, dass, wenn die Erkenntnis kommen wird, dass man mit falschen Gesetzen aber auch rein gar nichts ändern wird, manche Rassen vielleicht nicht mehr existieren.
Wir machen einen großen Schritt zurück. Rassenwahn, egal in welcher Hinsicht, sollte, gar in unserem Land endgültig der Vergangenheit angehören!
Durch dieses Gesetz werden die Menschen in Thüringen manipuliert. Es wird eine falsche Sicherheit vorgegaukelt. Jeder Laie wird der Auffassung sein, wenn schon ein Gesetz erlassen wird, dann hat das wohl seine Richtigkeit. Die Leute da oben, die das beschließen, die werden sich ja wohl damit auskennen!!!!! So habe ich auch einmal gedacht.
Sehr geehrter Herr Prof. Huber,
sollte es zu diesem Gesetz kommen, dann werde ich persönlich bei Ihnen vorsprechen und die Haltung unserer angeblich gefährlichen Hündin als besonderen Bedarf an dieser Rasse (Staff-Mischling) beantragen. Nur wird meine Begründung anders lauten. Sie wird lauten: Für meine schwangere Frau (oder dann für unsere kleine Familie) ist die Haltung eines Hundes dieser Rasse außerordentlich vonnöten. Denn keine oder wenige andere Rassen haben eine so hohe Reizschwelle (wie mehrfach im Blog erwähnt, sind die sogenannten "Nanny-Dogs" in England eben wegen ihrer Sozialisierung bei Familien mit Kleinkindern beliebt) und wir fühlen uns und unser Kleinkind bei keinem Hund einer anderen Rasse sicherer. Dazu werde ich Ihnen unzählige und unwiderlegbare Fakten sowie Gutachten von Experten und Beißstatistiken vorlegen. Und dann sagen Sie mir bitte: Wie würden Sie darüber entscheiden? Und wie werden Sie dies begründen?
Ich danke Ihnen dafür, dass Sie die Einträge hier im Blog gründlich studieren und diese bei der Entscheidung mit zur Geltung gelangen lassen!
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Mal sehen
11.08.2010 22:00:00 von H. Stauch
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich will mal sehen und bin gespannt, ob am Ende ein vernünftiges Gesetz ausgearbeitet wird, dass auf wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen aufgebaut ist. Hier wurden bereits wiederholt Experten genannt wie Frau Dr. Dorit Feddersen Petersen, Herr Prof. Dr. Udo Ganßloser, Herr Prof Hackbarth, Herr Bloch, Herr Thomas Baumann etc.
Wurden diese bereits befragt oder werden diese Personen als Expertenteam zur Beratung dazu geholt? Wenn nicht, fragt man sich natürlich, warum man das nicht macht.
Ist man eventuell nicht daran interessiert vernüftige Vorschläge für sinnvolle Gesetze zu erhalten, oder fürchtet man die Kritik dieser Leute?
Ich kann es nicht verstehen, denn mit diesen Fachleuten im Rücken hätte man allen die Möglichkeit auch unpopuläre Gesetze zu entscheiden.
Ich fürchte, dass am Ende irgend welche Pseudo-Experten befragt und sich austoben dürfen. Die Zeche zahlen dann die Hunde und Halter dieser Hunde weltweit.
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So entsteht ein "Kampf"hund
09.08.2010 15:48:00 von Barbara Telker
Da man hier keine Links veröffentlichen darf, versuche ich es mit dem zitieren eines Artikels:
"Ein kleiner, sieben Monate alte Staffordshire-Welpe wird von seinem Besitzer, Simeon M. (19), und dessen vier Freunden in Luton (England) fast zu Tode gequält. Weil der Hund sich weigerte, einen der fünf Jugendlichen zu beißen!
20 Minuten dauert die unvorstellbar grausame Tortur des kleinen Hundes. Eine Überwachungskamera nahm alles auf Video auf. Szenen, die fassungslos machen und kaum zu ertragen sind.
Man sieht fünf Jugendliche. Sie stehen an einer Mauer, vor ihnen ein kleiner, beigefarbener Hund. Ein Welpe. Er scheint sich sicher zu fühlen. Denn sein Herrchen ist ja bei ihm.
Doch innerhalb weniger Sekunden kippt die Situation: Plötzlich holt das Herrchen aus, tritt seinen Schützling mit unglaublicher Brutalität in die Seite. Der kleine Hund fliegt mehrere Meter durch die Luft und jault vor Schmerzen.
Gleich treibt ihn der Jugendliche mit Tritten zurück zur Gruppe. Immer wieder tritt Simeon M., arbeitsloser Vater eines Kindes, jetzt auf das wehrlose Tier ein.
Der kleine Hund versucht nicht einmal, seinem Peiniger davonzulaufen. Treu kehrt er immer wieder zu seinem Herrchen zurück.
Mittlerweile nur noch ein kleines, zitterndes Häufchen Elend.
Doch das reicht dem grausamen Besitzer noch nicht. Er prügelt und tritt immer weiter auf das Tier ein. Seine Freunde johlen vor Begeisterung.
Bilder, die unglaublich wütend machen. Und unglaublich traurig zugleich. Das Video geht immer weiter.
Bis der brutale Tierquäler zum letzten Schlag ausholt: Er setzt den kleinen Hund, der mittlerweile kaum noch stehen kann, auf die Mauer. Dann schlägt er ihm mit voller Wucht auf den Kopf.
Der Hund kippt von der Mauer. Er ist bewusstlos, gibt keinen Ton mehr von sich. Die Jugendlichen lassen ihn einfach liegen.
Jetzt musste sich der brutale Tierquäler laut der britischen Tageszeitung „The Sun“ vor Gericht für seine Taten verantworten. Unfassbar: Als Simeon M. seine eigenen Taten auf Video sieht, kommen ihm die Tränen! Doch für Reue ist es zu spät. Das Gericht verurteilt den Tierquäler zu acht Wochen Haft. Er darf in den nächsten zehn Jahren keine Tiere mehr halten.“
SO zieht man einen Kampfhund heran. DIESE HUNDE SIND NIEMALS VON GEBURT AN BÖSE!!! Und nun frage ich alle Befürworter und Entwickler des Gesetzesentwurfs: WER ist hier die BESTIE??Es ist niemals der Hund, soviel steht fest...
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Kampfhunde/gefährliche Hunde
08.08.2010 15:34:00 von Caronna
Warum werden eigentlich Wissenschaftlieche Erkenntnisse schlichtweg ignoriert?
Es ist doch bewiesen das es keine gefährliche Hunderasse gibt. Im Grunde beweise alle Zahlen das Hunde ungefährlich sind. Natürlich gibt es Unfälle mit Hunden - wenn die Statistik bei anderen Todesfällen so angewandt würde wie bei Hunden gäbe es keine Autos, Kinder dürften nur im Erdgeschoss aufgezogen werden usw.
Noch was: Der Gesetzgeber wendet den Begriff Kampfhund nicht richtig an, mit Absicht (Kampf = böse, schlecht). Ich denke der Missbrauch geschieht also mit voller Absicht ansonsten müssten auch Yorkies verboten werden, auch das sind (waren) Kampfhunde.
Zum Staffortscher: Dieser gefährliche Hund gehört zu den beliebtesten in England, ist dort ein Allerweltshund (wird auch geflissentlich hier unterschlagen)
Ach, was rege ich mich auf! Politiker scheinen hier jenseit von Vernuft und Logik zu argumentieren...
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Kommentar 107
08.08.2010 10:59:00 von Norbert Weber
Ein populistischer Schnellschuß kann und wird NIE Probleme lösen, schon gar nicht, wenn er sämtlichen kynologischen Erkenntnissen zuwider läuft.
Es ist traurig (oder etwa typisch?), dass sich Politiker auf das Niveau der reisserischen Präkariatspresse herablassen. Meines Wissens gibt es keine FCI anerkannte Rasse "Kampfhund". Einige Terrierrassen, die sich bedauernswerterweise Beliebtheit bei menschlichem Abschaum erfreuen, werden hierzu stigamtisiert.
Fein raus sind mal wieder die teutonischen Lieblingshunde, im Ärmel ihrer VGH-Lobby verbissen.
Irgendwie erinnert das fatal an unselige Zeiten, in denen mit Menschen so umgegangen wurde. Aber vorsicht: heute die Staffs, morgen die Rhodesian Ridgebacks, die Malis, Schäfis, Dobis, Huskys usw...
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Überprüfbarkeit
06.08.2010 03:12:00 von Daniel Kott
Ich halte Regelungen für sinnvoll, die der Polizei und dem Ordnungsamt mehr möglichkeiten geben, um Hundehalter zu überprüfen, damit schwarze Schafe entdeckt werden. Dafür eignen sich allerdings keine Rasselisten, denn damit erreicht man nur Halter bestimmter Rassen und nicht nur die Halter, die ihre Hunde schlecht halten, sondern auch anständige Bürger dieses Landes. Es sei denn, dass man tatsächlich der Meinung ist, dass es nur unter den Haltern von Listenhund-Rassen schlechte Halter gibt bzw. dass nur Listenhunde ein problematisches Verhalten zeigen können.
Ernsthaft kann man dies wohl nicht glauben, denn die Beißstatistiken zeigen ein anderes Bild und zwar, dass jeder Hund beißen kann.
Es würde Sinn machen Hundehalter zu unterstützen, wenn sie Probleme mit ihren Hunden haben und sie nicht statt dessen durch bedrohliche Verordnungen in die Defensive drängt.
Ein ganz neuer, aber vernünftiger Ansatz wäre es, unerfahrenen Haltern bzw, neuen Haltern, die sich einen gr0ßen Hund angeschafft haben, im Rahmen eines machbaren Führerscheines zu sensibilisieren und Menschen, die Probleme mit ihren Hunden haben, Hilfe in Form von Rat und Tat anzubieten, ohne das Halter sofort mit der Einziehung des Hundes rechnen müssen.
Genauso sollte man bei auffälligen Hunden auf die Halter konstruktiv zugehen und ihnen Hilfe anbieten, ohne sie zu bedrohen und zu strafen.
Halter, die bewusst ihre Hunde schlecht Halten und diese mutwillig zur Bedrohung werden lassen, sollten empfindlich bestraft werden. Die Verantwortung sollte deutlich beim Halter liegen und nicht beim Hund.
Rasselisten sind das falsche Signal. Man befreit die Halter von ihrer Verantwortung, in dem man so tut, als ob die Rasse verantwortlich ist. Damit erreicht man höchstens, dass ein völlig verdrehtes Bild und eine gefährliche Einstellung zu Hunden entsteht.
Wie meinte letztens ein Nachbar zu mir? "Ich hole mir eine Rasse, die leicht zu erziehen ist und keine Aggressionen hat.
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Kommentar 109
05.08.2010 12:23:00 von Claudia Poweleit
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
sehr geehrter Herr Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber,
Rasselisten gaukeln den Menschen die Sicherheit doch nur vor. Die Beissstatistik wird doch von ganz anderen Rassen angeführt und nicht von den sogenannten Kampfhunden.
Das Problem ist das Ende der Leine! Sinn macht ein Sachkundenachweis sowie ein Hundeführerschein für alle Hundehalter, egal ob klein Hunde oder grosse Hunde!!
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Phänotypische Rassebestimmung!?????
04.08.2010 19:21:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren,
wieder möchte ich auf Missstände im Gesetzentwurf hinweisen. Dass eine
Rasseliste nicht den gewünschten Erfolg bringen wird hab ich ja nun oft
genug erläutert, gehen wir nun mal in den Gesetzenwurf.
Da ist ein Punkt, von der Aufzählung bestimmter Rassen mal abgesehen, sehr
bedenklich und wahrscheinlich nur schwer bis gar nicht umsetzbar.
Zu § 2
zu Nummer 1
Die Bestimmung der Rassezugehörigkeit und der Abstammung erfolgt nach
phänotypischen Merkmalen des Hundes. Diese Hunde weisen rassespezifische
Merkmale
wie Beißkraft, reißendes Beißverhalten und Kampfinstinkt auf. Diese
Eigenschaften
erlauben im Unterschied zu anderen Rassen aufgrund ihrer so begründeten
abstrakten
Gefährlichkeit eine Einstufung als gefährlich.
Ich erkläre im Detail den Unsinn dieser Regelung.
Phänotypische Merkmal zur Rassebestimmung, also nach dem Aussehen des
Tieres! Demnach wird z.B.ein Boxer Labrador Mix schnell in ihr Raster fallen
Sie gehen von einer genotypischen Gefährlichkeit aus und wollen phänotypisch
über gefährlich oder nicht richten lassen, das ist sehr fragwürdig.
Jeder der sich mit Hunden auskennt weiß dass sich bei der Verpaarung von
Hunden phänotypisch der Rüde dominant durchsetzt und genotypisch die Hündin.
Heiß also in der Praxis, ich kann einen z.B. Boxer Rüden mit einer Labrador
Hündin belegen und bekomme eine Hund der aussieht wie ein Stafford Mix,
genau so könnte ich einen Schäferhund Rüden mit einer Stafford Hündin
kreuzen und bekomme einen kräftigen Schäferhund Mix und niemand erkennt was
noch drin steckt.
Gehen wir weiter im Text. Beißkraft, reißendes Beißverhalten und
Kampfinstinkt sind wenn überhaupt genotypische Merkmale wobei anzumerken ist
dass die so oft angeführte Beißkraft bis heute wissenschaftlich nicht
belastbar überprüft werden konnte. Wenn man aber davon ausgeht dass ein
Aligator eine Beißkraft von ca. 1,3 t hat
sollte JEDEM klar sein, auch ohne Hundesachverstand, dass ein Hund welcher
Rasse auch immer nur schwer 2t erreichen kann.
Reißendes Beißverhalten wird ihnen JEDER Hund zeigen der einen guten Beute/
Spieltrieb hat, sie müssten also 2/3 aller Schäferhunde und Jagdhunde gleich
mit als gefährlich einstufen.
Zum Kampfinstink sage ich lieber gar nichts, sonst müsste ich den Schreiber
dieses Paragraphen beleidigen.
Ich habe in meinen vielen Jahren der Hundehaltung und Ausbildung noch keinen
Hund mit Kampfinstink gesehen. Der ist bestimmt direkt mit dem
Menschenfressergen verbunden!!!!
Sollte dieser Paragraph bestehen bleiben bin ich mehr als gespannt welche
Fachkräfte zur Rassenbestimmung zukünftig durch unseren Freistaat ziehen und
Unheil über die Hundewelt bringt.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
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Einzelfälle statt Wissenschaft?!?
04.08.2010 18:34:00 von Natalie F.
Ich finde es wirklich überaus traurig, dass bedauerliche Einzelfälle (wie der in Oldisleben) herangezogen werden, um Gesetze zu erlassen, die weitreichende Konsequenzen auf unzählige Hunde und Menschen haben, während seit Jahren bekannte wissenschaftliche Fakten konsequent ignoriert werden. Egal welchen Sachverständigen man befragt, die Antwort ist stets die selbe: Die Aggressivität und Gefährlichkeit eines Hund hängt in erster Linie von seiner Haltung, Erziehung und Sozialisation ab und nicht von seiner Rasse. Warum also möchte man ausgerechnet bei der Rasse ansetzen?
Einige Vorstöße Ihres Gesetzes halte ich für absolut richtig und notwendig, nur sollten sie generell für ALLE Hundehalter gelten und nicht beschränkt sein auf bestimmte Rassen. Wenn jeder Hundehalter seine Sachkunde nachweisen müsste, käme das nicht nur der Sicherheit der Menschen, sondern auch der Lebensqualität vieler Hunde zu Gute. Einschlägige Vorstrafen sollten dem Halten JEDES Hundes im Wege stehen, denn jeder Hund kann als Waffe missbraucht werden. Eine Haftpflichtversicherung und eine elektronische Kennzeichnung sollten ohnehin für jeden verantwortungsvollen Hundehalter obligatorisch sein, denn einen Schaden von großem Wert kann der kleinste Hunde verursachen (z.B. wenn er vor ein Auto rennt und einen Unfall verursacht).
Aber an der Stelle, wo bestimmte Rassen nur noch mit Begründung gehalten werden dürfen und wo die Halter dieser Rassen sich selbst mittels Schildern an Grundstücken und Häusern stigmatisieren müssen, endet einfach jede Vernunft! Das ist Diskriminierung. Und die genannten Hunderassen sind höchst willkürlich zusammen gestellt, denn eine wissenschaftliche Basis gibt es nicht.
Ebenso kann es nicht geduldet werden, dass zigtausende friedliche und freundliche Hunde (ich kenne mehrere sogenannte Kampfhunde, die als Rettungshunde, Therapiehunde, Besuchshunde usw. arbeiten - dazu später mehr) in ihren natürlichen Bedürfnissen - wie Freilauf und freie Artgenossenkommunikation - eingeschränkt werden, nur weil in Einzelfällen völlig andere Hunde mit zufällig der selben Rasse Beißvorfälle verursacht haben, die auf Fehlverhalten ihres Halters zurückzuführen sind!
Aber wenn Sie gerne mit Einzelfällen argumentieren möchten - bitte, das kann ich auch: Ich bin Diplom-Psychologin und Halterin zweier Staffordshire-Bullterrier-Mischlinge. Mit meinen Hunden gehe ich in meiner Freizeit in Demenzwohngruppen und Altersheime, wo meine "Kampfhunde" als Besuchs- und Therapiehunde eingesetzt werden. Außerdem sind sie gern gesehene Gäste auf Ausflügen unserer lokalen Grundschule, da man an ihnen wunderbar demonstrieren kann, wie sich Kinder korrekt ggü. Hunden verhalten sollten, um die Gefahr gebissen zu werden zu minimieren. All das ist mit meinen beiden "Kampfhunden" nur darum möglich, weil sie so überaus gutmütig und duldsam sind.
Ich werde immer wieder Hunde dieser Rassen halten wollen, weil es meiner Erfahrung nach die Hunde mit der höchsten Reizschwelle und der größten Menschenfreundlichkeit sind. Bei mir leben sie zusammen mit Katzen und Kleintieren und vielen Kindern aller Altersklassen im Haus und noch nie gab es Probleme. Warum soll ich in Zukunft begründen müssen, dass ich SO einen Hund halte? Mein Nachbar, dessen Jagdterrier meine Hunde schon 2 mal angegriffen und verletzt hat, muss sich aber bei der Anschaffung eines weiteren Jagdterriers solche Fragen nicht gefallen lassen? Ist das sinnvoll? (Von gerecht gar nicht zu sprechen!)
Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, warum der Staffordshire-Bullterrier bspw. in Großbritannien als "Nanny Dog" bekannt ist und dort zu den beliebtesten Familienhunden gehört? Oder warum Bullterrier auch "Nurse dogs" genannt werden, weil sie durch ihre hohe Reizschwelle geradezu prädestiniert für den Einsatz als Therapie- und Begleithund sind?
Einen Einblick davon, wie die MEISTEN dieser Hunde leben, könne Sie auf folgender Homepage gewinnen: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinie)
Sind es wirklich DIESE Hunde, vor denen die Bevölkerung geschützt werden muss? Wohl kaum! Und mit welchem Recht wollen Sie diese Hunde und deren Halter Einschränkungen unterwerfen und Anfeindungen aussetzen, wo doch die Halter derjenigen Hunde, die tatsächlich eine Bedrohung darstellen, sich an die neuen Gesetze ohnehin genau so wenig halten werden, wie sie es bei den aktuell bestehenden tun (Hunde sind meist nicht steuerlich gemeldet z.B.)
Es wäre schön, wenn Sie Ihren Standpunkt und Ihren Gesetzesentwurf nochmal prüfen und überarbeiten würden. Denn mit dem Schutz der Bevölkerung hat dies rein gar nichts zu tun. Es ist blanker Populismus. Einem Kind, das von einem Schäferhund, Labrador oder Pudel gebissen wird - was täglich passiert! - ist nicht damit geholfen, dass die Halter dieser Hunde keinen Bullterrier oder Americam Staffordshire Terrier mehr halten dürfen. Wer einen Hund nicht erziehen oder gar absichtlich gefährlich machen möchte, tut dies - egal bei welchem Hund. Rasseverbote nützen niemandem was, es muss am Halter ansetzen, und NUR dort!
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Der einzig wahre Kampfhund
04.08.2010 09:09:00 von Geraldine Kleinschmitt
Heute früh wurde im Fernsehen wieder eindrucksvoll demonstriert, wer hier der
einzig wahre Kampfhund ist: der Mensch! Es gibt brutale Massenzüchtungsstationen in Ungarn u. Polen,
die Hundewelpen aller Rassen in Hülle und Fülle und sogar auf BESTELLUNG (Welche Rasse
hätten Sie denn gerne?) züchten. Die Welpen sind meist krank durch schlechte Haltung und Überzüchtung. Sie werden zu Schleuderpreisen an (deutsche) Touristen verkauft.
Die Zustände dort sind einfach widerlich. Tierquälerei par excellence. Pfui.
Glauben Sie im Ernst, dass sich durch das irrsinnige Verbot gewisser Rassen in Deutschland etwas zum Guten ändert? Lachhaft. Leute, die unbedingt einen Bullterrier oder Staffordshire wollen, als Statussymbol oder ähnliches, werden sich genau in so einer Züchtungsstation einen oder mehrere Rassewelpen für einen Spottpreis beschaffen (Geld regiert die Welt) und über die Grenze kriegen. Wer Regeln übertreten will, übertritt sie auch.
Solche Leute halten sich an keine Bestimmungen und Gesetze. Und wie derartige Menschen dann mit dem kleinen, wehrlosen Vierbeiner umgehen, ist wohl sonnenklar… Und was dann schlimmstenfalls für ein Hund dabei rauskommt, liegt auch auf der Hand. Armes Tier, armes Deutschland!
Die einzigen, die man durch ein solches Gesetz trifft, sind die verantwortungsvollen, liebevollen Hundebesitzer. Und die unschuldigen Staffis, Bullis etc., die ohnehin schon in den Tierheimen versauern.
Nur ein Sachkundenachweis, ein Führerschein schützt Hund, Halter und Umfeld.
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kampfhunde?
03.08.2010 22:30:00 von klaus
KAMPFHUNDE? Was soll das eigentlich sein? Es macht mich traurig und wütend, wenn ich mitanschauen muss, wie Politiker und Medien das Unwissen und die Angst der Menschen missbrauchen um willkürlich ganze Rasse zu vernichten.
Kampfhunde ist keine Bezeichnung für bestimmt Rassen sondern für eine Tätigkeit.
Ein Kampfhund ist ein bemitleidenswertes Tier, das aus Profitgier seiner skrupellosen Besitzer dazu gezwungen wird mit anderen Hunden zu kämpfen.
Zum Kampfhund kann JEDER Hund ausgebildet werden, selbst ein Dackel, auch wenn das nicht so spektakulär wär. Hundekämpfe -und damit auch
Kampfhunde- sind in Deutschland schon seid langem verboten. Dennoch finden sie leider immernoch statt. Was wir gebraucht hätten wären also keine neuen Gesetze, sondern eine bessere Überwachung der existierenden!
In der BRD sterben im Schnitt pro Jahr
-15000 Menschen an Unfällen im Haus
-13000 Menschen durch Selbstmord
-10000 Menschen bei Verkehrsunfällen
-1500 durch mitmenschliche Gewalt
-15 durch Blitzschlag
-11 durch Insektenstiche
-1,9 durch Hundebisse bzw. Attacken !!!!!
Angesichts die zahlen finde ich eseigentlich eher erschreckend, das unsere Polizei jetzt hinter den Hundebesitzern herjagt. Natürlich sind zwei Tote zwei Tote zu viel, aber das Leben ist nun mal gefährlich und wir können ja auch schlecht Blitzschläge und Insekten abschaffen. Solange Hunde von Menschen (v)erzogen werden, wird es leider auch immer wieder zu Unfällen kommen. Ob wir jetzt 44 Rassen verboten haben oder nicht! Aber trotzdem wäre mir wohler, wenn unsere Polizisten echte Straftäter verfolgen würden und die Politiker die Steuergelder für Wichtigeres ausgeben, als Hundeauffanglager zu bauen und Familienhunde zu töten.
Glaubt wirklich irgendwer ,das ein Drogendealer seinen Hund, den er für Hundekämpfe abgerichtet hat, jetzt bei der Gemeinde anmelden wird oder das er für diesen Hund Steuern zahlt?? Solche Leute gehen mit ihren Hunden auch selten am Nachmittag im Stadtpark spazieren. Nein, auch jetzt hat es wieder die Falschen erwischt! Die Familien, denen ihr Hund wirklich was bedeutet, die alten Leute ,für die der Hund der einzige Ansprechpartner ist und all die, die ihren Hund als Freund und Weggefährten gern haben und die nie zulassen würden, das ihm etwas geschieht. So wurden unzählige Familienhunde getötet, deren einziger Fehler es war zufällig der „falschen“ Rasse anzugehören!
Aber selbst wenn der eigene Hund (noch) nicht auf irgendeiner Liste steht, ist er deswegen noch lange nicht sicher, denn wer weiß schon wie so ein Kampfhund wirklich aussieht!? So wurden auch Hunde anderer Rassen auf offener Straße von Polizisten erschossen, eine Dogge wurde von Hundehassern mit Benzin überschüttet, lebendig verbrannt und viele Tiere wurden vergiftet. Es gab Angriffe auf Hundebesitzer, dabei wurden zwei Menschen getötet(wohlgemerkt nicht von Hunden sondern von Hundehassern, also von Menschen).Dazu kommt die Angst, dass man ja nie weiß welcher Hund als nächstes auf der Liste landet. Und da scheint es wirklich keine Regeln zu geben, denen man folgen kann. Diese Listen sind so willkürlich zusammengestellt, das man sich fragt, ob die, die das verbrochen haben schon mal einen Hund aus der Nähe gesehenhaben.
Bestes Beispiel ist der Bandog, der auf vielen Rasselisten steht. Er ist deswegen so interessant, weil es keine solche Rasse gibt!! Bandog ist einfach die deutsche Übersetzung für „Kettenhund“.
Und auch bei vielen Rassen die es tatsächlich gibt, fragt sich der Hundekenner, was genau sie so bösartig soll! Einige dieser Hunde haben ein derart ruhiges Gemüt, das dass einzige mit dem sie kämpfen der Schlaf oder das Übergewicht ist. Andere sind kinderlieb und die perfekten Familienhunde. Natürlich gibt es da diese Argumente der Zuchtauslese. Man sagt ja, das gerade diese Hunde, die jetzt verboten wurden, Jahrhunderte lang aufs Töten abgerichtet wurden und daher so gefährlich geworden sind. Aber wenn wir das mal realistisch betrachten, welche Hunde wurden denn ursprünglich NICHT zum töten gezüchtet??? Es gab früher drei wesentliche Verwendungszwecke für Hunde: Zum Schutz von Haus und Hof, zum Schutz der Herden oder zur Jagd. Selbst die kleinen Yorkshire Terrier waren ursprünglich dafür gezüchtet um Ratten zu jagen und- na was?? Natürlich zu töten. Also sind alle Hunde die heute so rumlaufen blutrünstige Bestien?? Wohl kaum, weil ein Hund, ebenso wie der Mensch, nicht nur aus Genen besteht, sondern auch aus Erziehung und Sozialisierung. Und außerdem haben sich mit den veränderten Lebensumständen der Menschen auch die Zuchtkriterien aller Hunderassen geändert. Es gibt keine gefährlichen Rassen, aber was es gibt sind kriminelle Menschen, die sich tierquälerischen Methoden bedienen um Hunde zu Waffen auszubilden. Solche Menschen werden sich nicht davon abschrecken lassen, das bestimmte Rassen verboten sind. Und selbst wenn Hunde im allgemeinen verboten wären, wären solche Menschen dennoch gefährlich.
Die tatsächlichen Gefahren die von Hunden ausgehen sind statistisch gesehen außerordentlich gering. In Anbetracht von Sexualverbrechen, Mord, Drogenhandel und Terrorismus sollten unsere lieben Politiker bessres zu tun haben, als Hundehaltern Grundrechte abzuerkennen.
Hunde tun so viel Gutes für uns, es gibt Behinderten-, Blinden-, Rettungs-, Polizei-, und Familienhunde, die auf verschiedenste Arte und Weise zu unser aller wohl beitragen. Diese wertvolle Beziehung sollte niemand kaputt machen können: Weder Kriminelle, noch Tierquäler, weder Hundehasser noch Politiker oder die Medien. Bitte, lasst nicht zu, das den Hunden noch mehr Leid angetan wird, egal welcher Rasse sie angehören! Macht dem Wahnsinn ein Ende!
Kämpft für eure Rechte!!
S.Oliver
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Kommentar 114
03.08.2010 20:43:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren,
da die meisten von ihnen anscheinend nicht wirklich am Tier- oder
Bevölkerungsschutz interessiert sind kann man ihnen vielleicht
wirtschaftlich den Wahnsinn einer Rassenliste erklären.
Rechenbeispiel:
zur Berechnung wird immer ein durchschnittlicher Tagesbetreuungssatz von
14Euro angenommen.
Unkosten pro " Kampfhund" im Tierheim oder Pflegestelle pro Jahr 365Tagex14
Euro= 5110Euro+Tierarztkosten
geht man von NUR 100 Tieren aus, (Schätzungen gehen höher) 511
000Euro/Jahr
Heißt also in 10 Jahren,bis Herr Huber diese Rassen in Thüringen ausgerottet
haben will( was noch kein Bundesland geschafft hat und auch nicht schaffen
wird)
5,1Millionen Euro für eine zu erwartende Veränderung in der Beißstatistik
von vielleicht 1% .
Stecken sie doch dieses Geld lieber in die Kinderbetreuung oder
Bildungsprogramme, da bewirken sie deutlich mehr und werden dort auch
dringender gebraucht als eine Rasseliste.
Das wird die Steuerzahler freuen!!!
Sollte Sie Interesse an einem persönlichen Gespräch haben stehe ich
weiterhin zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
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Kommentar 115
03.08.2010 17:31:00 von Josi Zieb
Der Kampfhund
In letzter Zeit wird viel berichtet
Von Hunden, welche, abgerichtet
Zum Beißen, Kämpfen sind erzogen,
aus diesem Anlass wird erwogen
um schlimme Sachen zu verhüten
bestimmte Rassen zu verbieten.
Doch nicht die Rasse ist der Grund,
wird aus dem Tier ein "blöder Hund."
Dieser ist, wie ich ganz ernsthaft meine,
wohl am anderen Ende mancher Leine.
Zwar soll ein Hund "gehorsam" sein,
doch bleust du´s ihm mit Schlägen ein,
wird er sich''s merken und dann später
wird irgendwann der Hund zum "Täter"
Und ist es dann einmal soweit,
hats mancher schon zu spät bereut,
daß zuviel Strenge, zuviel Drill,
weit hinausschießt übers Ziel
Am Sonntag steht dann in der "BILD"
"Untier Kind und Oma killt."
Zwar sind beide "nur" verletzt
Doch alle Welt ist aufgehetzt.
Ruft nach Gesetzen streng und hart
Für Hunde welcher solcher Art,
als Waffe abgerichtet
gehören ausnahmslos vernichtet.
Dabei vergisst man allzu leicht,
er wäre damit nichts erreicht.
Den Züchter (Halter) gilt es einzubuchten,
erst dann wird ein Gesetz auch fruchten.
Und überdies vergess man nicht
dies ist auch Grund für mein Gedicht
Der Hund ist doch des Menschen Freund
Dem Herrchen treu ergeben
Auch wenn er ab und zu mal streunt
DER HUND - lang soll er leben!
Ich dachte immer Thüringen hätte sich 2001 bewusst von den Rasselisten distanziert, da es scheinbar dort noch intelligent denkende Menschen gab, denen der Irrsinn eines solchen Gesetzes bewusst und damit die Beschliessung eines solchen nicht in Frage käme. Jetzt scheint es mir allerdings als wäre man dort nur extrem langsam. Ist nicht nach so vielen Jahren in anderen Bundesländern klar das diese Gesetze in dieser Art und Weise nichts bringen. Die Einzigen die darunter leiden sind unbescholtene Bürger die ihre Hunde ordnungsgemäß anmelden, zahlen und in der Öffebtlichkeit verunglipft werden. Die Menschen die einen solchen Hund zum "scharf machen", angeben, prahlen oder zum Angst machen halten werden ihn auch zukünftig nicht anmelden, keine Steuern zahlen, keinen Wesenstest machen und sich diese Hunde anderweitig beschaffen. Das Einzige was man erreicht ist, dass hunderte von Hunden in den soweiso schon überfüllten Tierheimen landen und das Klientel, welches man davon abhalten will solche Hunde zu halten auf andere Rassen ausweichen (boxer, Rottweiler, Dobermann usw)
ich hoffe in Thüringen bekommt man doch noch die Kurve und findet evtl eine andere Lösung für das bestehende Problem (evtl ein Hundeführerschein? Sachkueprüfung um einen Hund halten zu dürfen usw...)
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Kommentar 116
03.08.2010 11:29:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren Politiker, sehr geehrter Herr Innenminister,
sie haben inzwischen eine Vielzahl an Meinungen zur geplanten Rasseliste und der damit verbundenen Ausrottung der so genannten Kampfhunde, das sie nun kurz vor der 2.Befassung des Gesetzentwurfes stehen würden mich 3 Dinge brennend interessieren!
1. Welche Fachleute wurden inzwischen gehört?
2. Haben sie bereits Änderungen geplant?
3. Werden die hier veröffentlichten Aussagen berücksichtigt oder ist dieser Blog nur ein Mittel das Volk zu beruhigen?
Wäre sehr toll wenn sich endlich mal jemand aus der Landesregierung ausser Frau Berninger( Die Linke) zu diesen Beiträgen äussert.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
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mein Posting vom 14.07.2010
03.08.2010 10:42:00 von Oskar Graf
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn eingehende kritische Kommentare in diesem Blog nicht veröffentlicht werden, sollte man Ihrerseits zumindest einen Hinweis auf den Grund der Zensur erwarten können.
Oskar Graf
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Kommentar 118
02.08.2010 17:29:00 von Daniel
Ich hatte bzw habe auch sogenannte kampfhunde.keiner der beiden is jemals auffällig geworden.und wer sich mit seinen Hunden beschäftigt und auf Mimik und Gestik achtet weiss wie sein Hund auf bestimmte Situationen reagiert.Ich finde den Gesetzesentwurf übertrieben und unrealistisch.Hundführerschein ja ,aber auch für alle Halter aller Rassen.Gleichberechtigung für alle.Es darf in diesem Staat bzw Bundesland kein Hundehalter ausgegrenzt werden.
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Gerechtigkeit, ja, aber bitte richtig.
02.08.2010 10:55:00 von Richard Schulze
Es gib nichts Schlimmeres als Rasselisten. Bei uns im Dorf sind es die Münsterländer, die die Jogger stellen, die Pudel, die Kinder ankläffen. Kürzlich ist ein freilaufender Bobtail an einer ruhig vorbeilaufenden Passantin laut bellend hochgesprungen, immer wieder. Die Hunde hatten Glück, dass sie nicht den besagten "bösen" Rassen angehören wären es Staffs oder Bullterrier gewesen, hätten wieder viele geschrien: "Weg mit denen, das sind Monster, wir haben es ja gleich gesagt". Nein, ich will hier keine Rassen an den Pranger stellen. Ich bin ein Staff-Besitzer und habe es einfach so satt, gegen doofe Vorurteile zu kämpfen, Vorurteile, die weder in der Theorie noch in der Praxis fruchten. Mein Hund ist sehr gut sozialisiert und geht Stress und Ärger stets aus dem Weg. Auf Rasselisten gehören überhaupt keine Hunde, von jedem Hund kann eine Gefahr ausgehen, von käftigeren eine größere Gefahr als von kleineren Hunden. Daher muss man logischerweise nur beim Halter ansetzen. Es kann nicht sein, dass Hunde aufgrund ihrer Rasse, als lieb, unkompliziert oder schwiergig, aggressiv gelten, wenn die Realität eine ganz andere Sprache spricht. Hundeführerschein, Sachkundeprüfung, ja, höhere "Gefahrenhundsteuern", Rasselisten, Vermehrungsverbot etc., nein. Es darf einfach nicht jeder dahergelaufene Zweibeiner einen Hund halten dürfen, der gar kein Interesse daran hat, seinen Hund korrekt zu erziehen.
Sind Staffs etc. erst von der Welt veschwunden, werden andere Rassen zum Sündenbock auserkoren, weil nach wie vor Beißvorfälle passieren werden. Der Schäferhund, da könnte ich wetten, steht dann als nächster unschuldiger Prügelknabe schon parat... Eine grauenhafte Vorstellung.
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Selten so einen freundlichen Hund erlebt
31.07.2010 02:47:00 von Konstantin
Aus traurigem Anlass habe ich heute mal wieder erleben dürfen, wie absurd und ungerecht Rasselisten sind und wie unbegründet die Angst vor sogenannten Kampfhunden ist.
Mein Hund hat vor einigen Stunden einen Gummiball verschluckt und musste deshalb eben operiert werden. Nach der OP sagten die Ärztin und die Arzthelfer zu mir, dass sie noch nie einen so freundlichen Hund erlebt hätten, der so klaglos alle unangenehmen Prozeduren über sich ergehen ließ.
Zuerst bekam er ein Brechmittel und als der Ball nicht raus wollte hob die Ärztin ihn an den Hinterläufen hoch, um dabei nachzuhelfen, dass der Ball rausgewürgt wird. Danach drückte sie seinen Magen und griff ihm mehrfach ins Maul, während er würgte. Ihm wurde das Bein rasiert, ein Venengang gelegt, er hat zuvor mehrere Spritzen bekommen, er wurde auf einen Tisch gelegt, um geröngt zu werden und musste seitlich und auf dem Rücken ausgestregt in der Position verharren ect.
Die Ärztin und alle anderen sagten Wort wörtlich: "Mein Gott, der ist ja lammfromm. Soetwas haben wir ja noch nicht erlebt. Mit dem kann man ja Alles machen."
Nun, obwohl ihm mehrfach weh getan wurde und er zwischendurch Angst hatte, dass er zitterte, hat er nicht einmal ansatzweise unfreundlich reagiert, sondern war sofort nach jeder unangenehmen Behandlung wie immer freundlich und guter Dinge.
Wer will mir ernsthaft weißmachen, dass mein Bullterrier-Rüde ein genetisch bedingt aggressives Tier ist, dass eine Disposition dazu hat, eher zuubeißen, als andere Hunde anderer Rassen? Was heute mit meinem "Kampfhund" angestellt wurde, wäre alle Male Grund und Gelegenheit gewesen, um sich mal von einer "bösen" Seite zu zeigen, wenn er denn eine hätte. Er ist natürlich ein Hund wie jeder andere, der auch mal aufgeregt oder auch mal aggresiv reagieren kann, wenn er z.B. gleichgeschlechtrige Hunde trifft, die ihm auch aggressiv begegnen, aber bis heute hat er weder Tiere, noch Menschen auch nur Ansatzweise gebissen, oder hat sie sonstwie aggressiv attackiert.
Der heutige Tag war für mich mal wieder eine Bestätigung dafür, dass diese Ungleichbehandlung völlig an den Haaren herbei gezogen ist.
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Werbefilm
30.07.2010 15:37:00 von K. Darampoucas
Hätte ich vor einigen Tagen eine Kamera dabei gehabt, als ich mit meinem Bullterrier unterwegs war, hätte ich einen Werbefilm gegen Rasselisten drehen können, denn das was ich erlebte, war sinnbildlich für den Unsinn von Verordnungen, die Rasselisten beinhalten. Mein Nachbar und ich standen auf einer Wiese und unterhielten uns mit drei weiteren Hundehaltern, als eine Mutter mit ca. 2-3 jährigem Mädchen auf uns zukam. Das Mädchen ging ca. 5 Meter vor und die Mutter folgte dahinter. Als wir bemerkten, dass die Mutter mit dem Kind direkt auf uns zukam, rückten drei der Hundehalter mit ihren Hunden ein bis zwei Meter nach hinten und ließen meinem Nachbarn und mich im Vordergrund stehen. Mein Nachbar hat übrigens einen Schäferhund-Mix. So standen mein Bullterrier und der Schäferhund-Mix meines Nachbarn dort, um das Kind sozusagen zu empfangen, dass auch zielgerichtet zu meinem Hund ging, um ihm ein Gänseblümchen vor die Nase zu halten. Mit der anderen hielt es sich währenddessen am Fell des Schäferhundes fest und griff ordentlich in eine Hautfalte. Unsere beiden Hund blieben freundlich, während die drei Hunde der Nachbarn/ innen wie hysterisch herumbellten und in die Leine gingen. Deren Hunde waren übrigens klassische Rassen, von denen man gerne behauptet, dass sie Familienhunde und besonders kinderfreundlich wären. Übrigens hat weder mein Nachbar, noch ich eigene Kinder, so dass werder der Schäferhund-Mix meines Nachbarn, noch mein Bullterrier wie selbstverständlich erfahren im Umgang mit Kindern sein müssen. Im Gegenteil zu den anderen Haltern und ihren "Wuschelhunden", die selber Kinder im Haushalt haben.
Was ich damit sagen will ist nicht, dass Schäferhunde und Bullterrier die besseren Hunde sind, aber das man an Hand der Rasse bzw. dem Aussehen nicht erkennen kann, wie es in dem Hund aussieht und schon gar nicht, wie sich dieser verhalten wird.
Hier ist eine individuelle Herangehensweise nötig, denn wie die Zahlen beweisen, sind Vorfälle mit Hunden äußerst selten. Todesfälle sind die absolute Ausnahme.
Es kann ja nicht richtig sein, dass mein Bullterrier z.B. ein ausgesprochen freundliches Tier ist, dass ich nach bestem Wissen und Gewissen zu einem braven Hund erzogen habe, aber dies keine Bedeutung hat, weil er einer Rasse angehört, die in anderen Ländern gelistet ist. Die Hunde meiner Nachbarn, deren Hund auch mal ein Hosenbein im Maul haben, oder hinter kleinen Kindern herrennen, um diese zu beißen, als unbedenklich gelten, weil sie einer als ungefährlich eingestuften Rasse angehören. Das ist doch keine vernüftige Vorgehensweise bzw. kein vernüftiger Ansatz.
Die Aussage, dass Hunde nun einmal wilde Tiere wären, oder besonders Kampfhunde eine besondere Veranlagung hätten, ist nachweislich falsch. Damit ein Hund eine Menschen angeht, um diesen zu beschädigen, bedarf es mehr als nur einer fehlenden Erziehung und/ oder einer angeblich besonderen genetischen Disposition. Mit einem Mindestmaß an Erziehung und Sozialisierung kann jeder Halter dafür sorgen, dass sein Hund eine Beißhemmung gegenüber Menschen hat und Grenzen im Umgang mit Menschen lernt. Dafür ist weder ein besonderes Training, noch ein besonders gutmütiges Wesen von Nöten. Entscheiden ist das obere Ende der Leine.
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Kommentar 122
29.07.2010 22:35:00 von Matthias
Sehr geehrte Damen und Herren,
es spricht nichts gegen eine Überarbeitung der Hundeverordnung. Es spricht meiner Meinung nach auch nichts gegen eine Sachkundeprüfung aller Hundehalter. Aber es spricht einiges gegen eine Gefahrenhundeverordnung.
Unnötig zu erwähnen, das so eine Verordnung niemanden gerecht werden kann. Einige Menschen werden sich weiterhin vor Hunden fürchten und böse Menschen werden weiterhin böse Hunde besitzen. Wird die Liste dann erweitert? Es gilt als allgemein bekannt: kein Hund ist exemplarisch gefährlich!
Fragen Sie die Fachleute, fragen Sie in den entsprechenden Vereinen (gb-f, dcbt) und nutzen Sie bitte deren Wissen!
Es wird oft behauptet nur Underdogs benötigen diese Underdogs? Nein, es sind oft Familien und Menschen deren Hunde einfach nur Hunde sind. Spielkamerad des Kindes, Kumpel und schauer Freund. Auch wir benötigen eine geeignete Hundeverordnung zum Schutz von Mensch und Tier und auch wir benötigen Rechtssicherheit!
Eine Sachkundeprüfung aller Hundebesitzer könnte dem Bedürfnis nach „Sicherheit“ für die Bevölkerung gerechter werden als eine Rasseliste. Eine Sachkundeprüfung wird auch ein Unglück wie Oldisleben eher verhindern als eine Gefahrenhundeverordnung. Eine Sachkundeprüfung könnte Rechtssicherheit geben.
Mit viel Vertrauen
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Frau Sabine Berninger
28.07.2010 18:34:00 von Barbara Telker
Frau Sabine Berninger,
wenn sie Interesse an den entfernten Links haben, schicken sie mir doch bitte eine Email. Aus verständlichen Gründen veröffentliche ich hier nicht meine Private Email, sondern eine zweitrangige Adresse von mir. Gerne würde ich ihnen die links betreff Studien von Dr. Dorit Fedderson-Peterson, studien zwecks Untersuchungen der angeblich horrenden Beisskraft, Beisstatistiken, Characktereigenschaften der stigmatisierten Rassen erläutert durch Züchter und Zuchtverbände, etc. zuschicken.
Mit freundlichen Grüßen
Barbara Telker
barbwire-01@web.de
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Die Hunde trifft keine Schuld.
27.07.2010 15:10:00 von Karolina A.
@Meißner:
Man merkt deutlich, dass Sie wirklich keine Ahnung von Hunden haben. Wenn man keine gefährlichen Hunde will, muss man einzig und allein beim Halter ansetzen, denn der macht aus dem Tier, was es ist. Und da leider eine gewisse Anzahl an Hundehaltern ähnlich viel über Hunde wissen wie Sie - nämlich nix, muss man sich über Unfälle nicht wundern. Leider kann sich bis jetzt Hinz und Kunz einen Hund anschaffen und den Hund verderben. Und der zahlt dann den Preis. Hundeführerschein für alle Besitzer, damit tut man allen einen Gefallen.
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Nachricht an Abgeordnete
27.07.2010 14:23:00 von Markus Herwig
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich für die bisherige Zusammenarbeit einiger Fraktionen und
einzelner Abgeordneter verschiedener Parteien bedanken, leider muß ich
feststellen dass gerade seitens der CDU Fraktion die Politik der Ignoranz
und des Schweigens verfolgt wird. Dies ist natürlich sehr unbefriedigend und
stößt in der Öffentlichkeit auf Unverständnis und erzeugt bundesweiten Unmut
wird aber sicher an geeigneter stelle durch den Wähler entsprechend
gewürdigt. Dank der medialen Aufmerksamkeit die unserer Arbeit mehr und
mehr zu teil wird und der wissenschaftlichen Unterstützung wird es uns
möglich sein die Befürworter einer Rasseliste lügen zu strafen und als
Populisten und Lobbyisten zu entlarven.
Da es mein Terminkalender leider nicht gestattet sie alle persönlich
Aufzuklären möchte ich sie heute mit einigen Fachinformationen (die nur
einen kleinen Auszug der vorliegenden Arbeiten darstellt) ausstatten die
jeden Gedanken an eine Rasseliste verwerfen müssten, vorausgesetzt natürlich
man ist bereit der Wissenschaft und Experten vertrauen zu schenken und nicht
der Bild Zeitung.
Für alle die die Meinung der Menschen interessiert empfehle ich einen Blick
in den entsprechenden Blog des Innenministeriums.
Sollten Sie an einem persönlichen Gespräch interessiert sein stehe ich gern
telefonisch unter 0160................ zur Verfügung.
Morgen befinde ich mich im Landtag, und könnte auch kurzfristig
Gesprächstermine einrichten. Terminabspache bitte nur telefonisch.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig
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Blanker Populismus!!!!!!
26.07.2010 21:44:00 von Jens Jaron
Ich finde es toll das sich unsere politiker die zeit nehmen und ihre gesetzentwürfe
hier veröffentlichen.
das auch ein eigener blog dazu eröffnet wurde in dem jeder seine meinung schreiben kann zeigt mir das unsere politiker in thüringen auf dem stand der zeit sind und sich auch die elektronischen medien nutzen.
vorallem aber finde ich es überaus bemerkenswert das genau diese politiker sich nicht an diesem blog beteiligen. fehlendes interesse? haben sie mehr zustimmung für ihren (für mich) haltlosen und lächerlichen gesetzentwurf erwartet?
das zeigt mir nur wie unsere landespolitiker die meinung der menschen in unserem land ignorieren und werde das wie sicherlich viele andere auch bei der nächsten wahl berücksichtigen!!!!!!!
traurige grüße
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Das Wort "Kampfhund" ist ein schlechter Begriff
26.07.2010 00:27:00 von Ruth Mutschler
Bitte, bitte keine Rasselisten, kein Anschwärzen einzelner Hunderassen.
Es wurde hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass wissenschaftliche Beweise existieren, dass gerade diese Hunde besagter Rassen KEIN von Geburt an erhöhtes Aggressionspotential besitzen. Staffordshire wurden ursprünglich sogar als nanny dogs gezüchtet, um auf kleine Kinder aufzupassen. Sie wurden für Hundekämpfe auf schlimmste Weise missbraucht. Das ist ein übles Vergehen vom Mensch am Hund. Dafür können diese Hunde nichts, gar nichts.
Heute sitzen sie zu Hauf in den Tierheimen und leiden unter dem gänzlich zu Unrecht verliehenen Ruf, aggressiver und gefährlicher zu sein als andere Hunde.
Nicht zuletzt wegen der Auflagen, die für ihre Besitzer gelten, will fast niemand diese Hunde adoptieren. Ich kenne genug dieser "Kampfhunde" und kann nur sagen: Nahezu alle haben ein zauberhaftes Wesen und wünschen sich nur ein verständnisvolles Heim.
Ich sehe viele Hundehalter "normaler" Rassen, deren Hunde sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wie der Herr, so's G'scherr. Oder Input = Output - wenn ersteres schlecht ist, kann eben nicht viel Gutes dabei rumkommen. Viele Besitzer müssten mehr über das Wesen ihres Lieblings lernen, gerade dem Hund zuliebe. Gefährlichkeit anhand einer Rassenzugehörigkeit zu messen ist total falsch.
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Keine Listen, sondern ein Hundefürherschein
25.07.2010 09:50:00 von Holger
Ich versteh kein bisschen, was diese
dämliche Rassenhetzerei soll - die dazu noch keine wissenschaftliche Grundlage hat. Leben wir im finsteren Mittelalter, wo Hexenverbrennungen an der Tagesordnung waren? Ich bin empört. Hat die Menschheit so wenig dazu gelernt? Ernsthaft, was können Hasso und Fido dafür, die eben von Geburt an Staffordshire sind, wenn einige wenige andere Hunde, die leider derselben Rasse angehören, durch Menschenhand Leute tödlich verletzen? Die können genausowenig dafür wie alle anderen daran nicht beteiligten Hunde auch!
Und was bitte ist mit dem Husky, der bei der Attacke mitgemacht hat? Litt dieser etwa unter einer Persönlichkeitsstörung und dachte, er sei ein Bullterrier oder Staffordshire? Komplett daneben.
Wenn das die Argumentation sein soll, dass man so ein Verhalten an Rassen festmacht und damit sogar in 2. Linie entschuldigt, dann gute Nacht...!
Diese Verordnung ist völlig sinnlos und verhindert keine schlimmmen Unfälle mit Hunden. Ich fordere einen Führerschein für Halter aller Hunderassen, denn die Zweibeiner sind die einzig wahren Verantwortlichen. Und wenn ich dann noch Kommentare lese wie z.B. Wer braucht gefährliche Hunderassen" etc., da geht mir der Hut hoch. Ein Hund ist stets nur so gefährlich oder harmlos wie sein Besitzer. Ende.
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Bigotterie? Lieber nicht.
23.07.2010 22:09:00 von Marlies S.
Sehr geehrte(r) Herr / Frau Meißner,
es gibt per se keine gefährlichen Hunderassen. Von den "Listenhunden" ist von Geburt an keiner gefährlicher oder weniger gefährlich als Individuen anderer Rassen bei ähnlicher Körpergröße und Kraft. Es ist nun mal so, dass innerhalb einer Rasse ebenso viele charakterliche Unterschiede existieren wie zwischen den Rassen. Punkt. Daran können auch Sie nichts ändern.
Wie schon zigfach hier erwähnt, liegt es immer am Besitzer. Das ist ganz logisch. Für mich zeugt Ihre Stellungnahme von allzu großer Unkenntnis. Ich hoffe, die Politik wird klug und im Sinne der Gerechtigkeit entscheiden.
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Kommentar 130
23.07.2010 18:21:00 von Gabi Langer
Auch ich finde, dass es falsch ist, Hunde aufgrund ihrer Rasse vorzuverurteilen.
Wie inzwischen viele Statistiken zeigen, sind auch andere Hunderassen "gefährlich".
Ich denke, dass es wichtiger wäre, mehr für den TierSCHUTZ zu tun und den Haltern von Hunden zu helfen.
Nicht sie noch weiter einschränken.
Auch mir bleibt nur, den Gegenern Ihrer Verordnung zuzustimmen.
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Alle über einen Kamm scheren, das geht gar nicht!
23.07.2010 13:17:00 von Marlies S.
Kampfhunde als Rasse gibt es gar nicht.
Diese Bezeichnung ist blanker Hohn in den Ohren von vernünftigen Staff-Besitzern. Nein, diese Hunde sind für echte Hundehalter weder Prestigeobjekte noch angsteinflößende Waffen, sondern Hunde wie alle anderen auch. Ich habe nun schon den dritten Staffordshire (hatte alle 3 aus dem Tierheim) in Folge und kann nur sagen, dass ich mehr als froh bin, diese und keine anderen Hunde gehalten zu haben / zu halten. Trotz ihrer grausigen Vergangenheiten waren es alles sehr liebe, den Menschen zugetane Hunde, die auch Kinder und andere Hunde mochten. Sie haben nie gebissen oder auch nur geknurrt, selbst wenn sie bedroht wurden. Ich, wie viele andere Kampfiliebhaber auch, möchte nicht mit den wenigen schlechten Hundebesitzern über einen Kamm geschoren werden.
Das ist eine Unverschämtheit, auch wenn sie häufig aus Unwissen resultiert!
Schuld ist immer der Mensch, in seinen Händen können z.B. auch Blumentöpfe (wenn sie geworfen werden) oder Gläser / Glassplitter tödliche Waffen werden. Als logische Folge müsste man solche Gegenstände auch verbieten.
Merken Sie, wohin wir mit einer solchen "Argumentation" kommen? Richtig, ins dunkle Nirgendwo oder in Teufelsküche. Nein danke, da will ich nicht leben. Keine Rasselisten, sondern nur ein Führerschein für alle Halter ist sinnvoll.
Freundliche Grüße von Marlies S. samt Hund Jack
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Gesetzesentwurf Hunde
23.07.2010 11:40:00 von Kristina W.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Auch ich halte eine derartige Verschärfung der LGH nicht für den richtigen Weg. Natürlich muss man etwas unternehmen damit solch schrecklichen Vorfälle nicht mehr passieren. Doch warum kommt der Mensch erstmal auf die Idee sämtliche „ Feindbilder“ auszurotten, um dann festzustellen, dass das alles gar nichts gebracht hat?
Ich lebe in NRW und teile mein Leben unter anderem mit einem American Staffordshire. Ich bin froh dieses wunderbare Lebewesen anvertraut bekommen zu haben. Ist es nicht die Pflicht eines jeden Hundehalters dafür zu sorgen das dem Hund gut geht, das er ein unbeschwertes Leben führen kann?
Aber sagen Sie mir bitte, wie soll man einen Hund Tierschutz- und Artgerecht halten wenn sein Leben durch solch undurchdachten Gesetze auf ein Minimum an Freiheit reduziert wird?
Ist es nicht wirklich besser, das Wissen über diese Lebewesen bei allen zu vertiefen und ein besseres Verständnis ihnen gegenüber anzustreben? Heißt man sollte schon in der Schule oder besser noch im Kindergarten den Kindern den Umgang mit Haustieren näher bringen, und ihnen erklären dass auch die Tiere Gefühle haben und auch ihren Freiraum brauchen. Der Spruch „schlafende Hunde soll man nicht wecken“ kommt nicht von ungefähr.
Des weiteren kann es doch nicht sein, dass ein Tier nur, weil es eine geographische, von Menschen festgelegte Grenze überschreitet auf einmal gefährlich sein soll.
Für meinen Hund habe ich den Sachkundenachweis zur Haltung eines „gefährlichen Hundes“ gemacht, es wurde ein polizeiliches Führungszeugnis erstellt und unsere Wohnung auf die Möglichkeit einer Artgerechten und ausbruchsicheren Unterbringung überprüft.
Zusammen mit meinem Hund eine Hundeschule besucht, habe den für NRW erforderlichen Wesenstest zur Maulkorb- und Leinenbefreiung bestanden bin jetzt in einer Rettungshundestaffel tätig und einem Hundeverein tätig. Ich bezahle die für unsere Gemeinde übliche Hundesteuer und nehme Rücksicht auf meine Mitmenschen.
Das alles wurde mir nicht geschenkt, jedes Papier muss man sich unter hohem Zeit- und Kostenaufwand erarbeiten.
Fahre ich in ein anderes Bundesland, habe ich einen anderen Hund an der Leine. Nichts von dem was in NRW überprüft und genehmigt wurde zählt. Mein Hund ist dann plötzlich eine mögliche Gefahr für die Menschen und muss mittels Maulkorb und Leine gesichert werden. Aus diesem Grund verreisen wir auch möglichst nicht, ich könnte es nicht genießen wenn meine Hunde dafür dermaßen drangsaliert werden.
Helfen Sie dieser Idiotie ein Ende zubereiten, machen sie sich für eine Bundeseinheitliche Lösung stark. Helfen sie mit, die Menschen aufzuklären, anstatt ihnen mit einem schnell verabschiedeten Gesetz noch unnötig Angst zu machen. Nur weil ein Hund jemanden verletzt hat, sind nicht automatisch alle anderen Hunde dieser Rasse plötzlich unberechenbar.
Eine Lösung die viele Hundehalter unterstützen würden wäre der Nachweis zur Sachkunde, die Kennzeichnungs- und Registrierungs- und Versicherungspflicht, der Besuch einer Hundeschule um mindestens eine Begleithundetauglichkeit zu erreichen. Dies alles sollte für alle Hundehalter verpflichtend sein. Ein guter Hundetrainer könnte allein bei der Ausbildung schon früh Hunde mit auffälligen Verhalten bemerken und für eine intensivere Ausbildung sorgen, damit es möglichst gar nicht erst zu Unglücksfallen kommt.
Es liegt an ihnen aus den vom Gesetzgeber gemachten Kampf-Hunden das zu machen was sie sind und schon immer waren, einfach nur Hunde.
Mit freundlichen Grüssen Kristina W.
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gefährliche Hunderassen
23.07.2010 11:26:00 von Meißner
Wer braucht gefährliche Hundrassen? keiner, also Haltung, Züchtung, Einfuhr verbieten. Für alle anderen Hunde Zuverlässigkeitsprüfung des Halters, denn jeder Hund kann scharf gemacht werden, Hundehaftpflichtversicherung muß Pflichtversicherung werden.
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Rasselisten
23.07.2010 10:13:00 von Maike H.
Sehr geehrte Damen und Herren,
durchaus positiv finde ich die Möglichkeit, hier seine Meinung zum Thema "Rasselisten" veröffentlichen zu dürfen.
In meinem persönlichen Umfeld sind Hundehalter, die seit 20 oder 30 Jahren sogenannte Kampfhunde führen. Keiner dieser Hunde ist jemals "ausgetickt" oder negativ aufgefallen. Diese Hundehalter führen ihre Hunde trotz aller Widrigkeiten aus Überzeugung und aus Liebe zu diesen Rassen.
Sämtliche wissenschaftlichen Studien als auch die Beißstatistiken zeigen eindeutig auf, dass bei den gelisteten Rassen keine gesteigerte Aggressivität vorliegt. Die Bevölkerung muss nicht vor Pit, Staff und Co beschützt werden sondern vor unfähigen und kriminellen Hundehaltern aller Rassen!
Setzen Sie sich mit Tierschutzorganisationen, Vereinen und Verbänden die sich speziell um gelistete Rassen kümmern, an einen Tisch. Berücksichtigen Sie die wissenschaftlichen Ergebnisse und hören Sie sich Fachleute an.
Unsinnige Rasselisten, die bestimmte Hunde von vornherein als "blutrünstige Kampfmaschinen" abstempeln, anderen, weitaus häufiger zubeißenden Hunde den des "immer lieben Familienhundes" sollten der Vergangenheit angehören.
Mit freundlichen Grüßen
Maike H.
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Danke (an das Ministerium) für dieses Forum und (an Sie alle) für die vielen Beiträge
22.07.2010 23:17:00 von Sabine Berninger
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hundefreundinnen und -freunde!
Ich bin eine der PolitikerInnen, die im Thüringer Landtag den von Innenminister Huber vorgelegten Gesetzentwurf debattieren und darüber entscheiden werden. Und ich möchte mich bedanken, dafür, dass die allermeisten von Ihnen Ihren Unmut über den Gesetzentwurf mit höflichen, aber nachdrücklichen Worten und sachlichen Argumenten ausgedrückt haben. Die Argumente, die gegen den vorgelegten Gesetzentwurf sprechen, teile ich großenteils, auch die unterbreiteten Vorschläge (zum Beispiel die der Pflicht-Haftpflichtversicherung, des Hundeführerscheins usw. für die Halter ALLER Hunde).
Mich verwundert, dass in diesem Blog bisher lediglich eine Reaktion eines Pressereferenten des Innenministeriums veröffentlicht wurde (Beitrag vom 07.07.2010 auf Seite 11 dieses Blogs) und es enttäuscht mich, dass bisher kein Vertreter des Ministeriums auf Ihre Argumente reagiert hat (auch nicht auf den häufig wiederholten Vorwurf, dass die Meinung von ExpertInnen, zum Thema veröffentlichte Studien bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfes nicht berücksichtigt bzw. so genannte „Beiss-“ Statistiken nicht sorgfältig analysiert wurden).
Ich habe nicht alle (bisher 158) Kommentare gelesen, um meine Vorbehalte gegen den Gesetzentwurf (der meiner Meinung nach zu Recht als „Schnellschuss“ oder „Sich dem Druck der Medien beugen“ oder „von anderen wichtigen Problemen ablenken“ bezeichnet wurde) bestätigt zu bekommen. Vielmehr dachte ich, Argumente FÜR das von Minister Dr. Huber geplante Gesetzesvorhaben zu finden, mit denen ich mich auseinandersetzen wollte. Doch erst auf der letzten Seite (Seite 16) fand ich einen Kommentar, in dem der Gesetzentwurf als sinnvoll beschrieben wurde, ein weiterer Kommentator stimmte einigen wenigen im Gesetzentwurf beschriebenen Regelungen (oft aber unter Vorbehalt) zu, setzte sich aber auch mit diesen kritisch auseinander.
Äußerst bedenklich finde ich, dass einige auf Studien oder Berichte im Sinne der Kritiker des Gesetzentwurfes verweisende Links den so genannten „Kommentarrichtlinien“ zum Opfer gefallen sind (immer nur war der Hinweis zu lesen: „Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien“). Ich hätte mich gern auf diesen weiterführenden Links kundig gemacht.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich werde im Innenausschuss des Thüringer Landtags und auch in der Gesetzesdebatte im Landtagsplenum selbst genau darauf achten (und auch nachfragen), ob Ihre Argumente berücksichtigt und mit der nötigen Sorgfalt abgewogen werden und ob sachlich begründete Gegenargumente vorgetragen werden.
Ich werde darauf achten, ob Ihre Empfehlungen, bestimmte ExpertInnen (wie zum Beispiel Dr. Dorit Feddersen-Petersen von der Uni Kiel, die Bundestierärztekammer oder die Tierärztliche Hochschule Hannover, um nur einige zu nennen) zu Rate zu ziehen, aufgegriffen werden.
Und ich werde mich im Innenausschuss dafür einsetzen, dass zu dieser Gesetzesvorlage eine mündliche (öffentliche) Anhörung durchgeführt wird.
Und ich werde immer mal wieder einen Blick in diesen Blog werfen, denn die Art, wie die meisten von Ihnen hier diskutieren, gefällt mir sehr. Vielen Dank dafür.
Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Berninger,
Mitglied der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag
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Hundeführerschein? Ja, für alle Hundebesitzer
22.07.2010 14:24:00 von Britt
Die Folgen eines Bisses von ähnlich großen Hunden sind bei gleicher Intensität des Bisses ähnlich. Will ein Hund nicht mehr von einem ablassen und beißt mehrmals zu, so sind die Folgen auch verheerender als bei einem einmaligen Biss. Daher hinkt der Vergleich zwischen Dackel u. Bullterrier ziemlich.
Ich persönlich möchte von gar keinem Hund gebissen werden. Es ist mir gleich, ob das ein Riesenschnauzer, ein Collie, ein Spitz oder Bobtail war, das hilft meinem verletzten Arm oder Bein dann auch nicht weiter. Deshalb muss am oberen Ende der Leine Verantwortung herrschen. Ein Hundeführerschein für alle Besitzer, nur das kann helfen. Alles andere kann leicht als Freifahrtschein für die nachlässige Haltung kleiner Hunderassen gedeutet werden. Und: Viele kleine beißende Hunde sind auch sehr gefährlich.
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Rasselisten sind Populismus
22.07.2010 13:41:00 von Bischoff, Stephan
Es steht außer Frage, dass ein Dackel einer erwachsenen Personen, die sich zu wehren in der Lage ist, weniger Schaden zufügen kann, als ein großer und/ oder kräftiger Hund. Allerdings entstehen Beißvorfälle durch unglückliche Umstände, in denen gerade Situationen enstehen, die es möglich machten, dass auch der Dackel gefährlich wird. Es sind Situationen, in denen der Säugling mit dem Hund allein gelassen wurde, oder das Kleinkind unter den Tisch zum Dackel grabbelt etc. Dass man als Halter eines großen Hundes eine größere Verantwortung trägt, dass steht ebenfalls ausßer Frage, aber man sollte nicht so tun, als ob das nicht eh bereits von 99, 9 Prozent der Halter so gehandhabt wird. Beißvofälle sind selten und wlche mit schwerem Ausgang, oder sogar tödlichen Folgen, sind die absolute Ausnahme. Hier muss man sich tatsächlich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen. Bestimmte Rassen stark zu reglementieren, oder sogar zu verbieten, dient nur populistischer Politik, um Ängste und sonstige Gefühle der Bevölkerung zu instrumentalisieren. Sinnvoll sind sie nicht, denn abgesehen davon, dass sie wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, sagen die Zahlen etwas anderes aus und zwar, dass es sowohl mehr Beißvorfälle durch Nicht-Listenhunde gibt und auch bei Todesfällen es nicht anders aussieht. So ist es eine Tatsache, dass vor vielen Jahren ein Säugling durch einen Dackel tödlich verletzt wurde, aber es in Deutschland noch keinen tödlichen Unfall mit Bullterriern gegeben hat.
Es macht sicher Sinn Regelungen zu finden, die dafür sorgen, dass das Halten von Hunden für Nicht-Hundehalter weiterhin ungefährlich bleibt, aber den Haltern weiterhin die Haltung von Hunden ermöglicht. Es spricht wenig dagegen, die Haltung von großen Hunden in dem Maße zu regulieren, dass der Halter ein gewisses Alter haben sollte, eine ausbruchsichere Unterbringung gewährleistet sein sollte, eine Haftpflichtversicherung vorhanden sein sollte, die Person sowohl körperlich und geistig zur Haltung in der lage sein sollte, bei Vorfällen mit großen oder kräftigen Hunden konsequent Maßnahmen greifen, um ein Gefahrenpotential zu überprüfen. Rasselisten sind dagegen idiotisch, da die Rasse bekanntlich nichts über das tatsächliche Verhalten des Hundes aussagt. Wer diverse Hunde kennt und mit Hunden jeder Art zutun hatte, weiß, dass es treu doofe und lammfromme "kampfhunde" Schäferhunde und Co. gibt, die keiner Fliege etwas zu Leibe zutun würden. Der Jagdhund des Nachbarn kann dagegen alles andere als freundlich und ungefährlich sein. Andersherum ist es natürlich auch möglich.
Das Argument von der höheren Beißkraft großer Hunde oder von Kampfhunden sticht nicht. Zum einen ist die besondere Beißkraft von Kampfhunden mit keiner Studie oder Untersuchung belegt, sondern im Gegenteil wiederlegt worden. Zum anderen spricht die sehr geringe Zahl an tödlichen Beißvorfälle eine klare Sprache, dass große oder kräftige Hunde oft in die Lage versetzt werden, Menschen schwer oder tödlich zu verletzen.
Ich persönlich halte die Diskussion für aufgesetzt. Zwar ist der Tot eines Kindes sehr tragisch, aber vergleicht man andere Zahlen, stellt man fest, dass Kinder durch sehr viele Ursachen jeden Tag ums Leben kommen. So makaber es klingen mag, ist das Leben leider gefährlich und sorgt immer wieder auch für solch tragische Momente. Kinder kommen im Straßenverkehr ums Leben, verletzen sich tödlich im Haushalt durch Elektrogeräte oder Chemikalien etc. und/ oder werden durch andere Menschen tödlich verletzt und sogar mutwillig umgebracht.
Wenn ein Kind von einem Menschen durch Messerstiche getötet wird, oder durch einen Rennwagen überfahren, kommt niemand auf die Idee, das Auto dieer Fabrikation verbieten zu wollen, oder Messer dieser Art verbieten zu wollen. Ja, der Vergleich hinkt, den Hunde sind Individuen, aber das ist der einzelne Mensch auch. Risikofaktoren gibt es immer und überall, acuh in den scheinbar ungefährlichsten Situationen. Eines darf man nämlich bei der ganzen Hysterie nicht vergessen und das ist die Tatsache, dass vergleichbar sehr wenige Menschen durch Hunde ums Leben kommen. Durch Kampfhunde sind vor dem besagten Vorfall in Thüringen im Jahr 2000 in Hamburg das letzte Mal Menschen durch "Kampfhunde" ums leben gekommen.
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@Handeln tut not
22.07.2010 12:53:00 von Angelika
Auch ein Dackel kann ein Kleinkind tötlich verletzen! Das hat doch nichts mit der Rasse eines Hundes zu tun, wie gefährlich oder nicht gefährlich er ist? Auch eine Katze kann durchaus so zubeißen, dass schwere Verletzungen entstehen, ein Pferd könnte einen Menschen zu Tode treten oder man wird schlicht in der Schule erschossen, von einem AQuto überfahren oder in der U-Bahn niedergestochen. Wo bitte ist da also eine Beschränkung bestimmter Rassen sinnvoll? Oder wollen sie per Gesetz kategorisch alle großen Hunde verbieten? Oder alles was größer als ein Dackel ist? Das ist doch völliger Blödsinn! Das Problem sind nicht die Tiere, das Problem sind die Menschen. Die Wahrscheinlichkeit durch einen Menschen ums Leben zu kommen ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit durch ein Tier getötet zu werden, es sei denn man begibt sich freiwillig z.B. in ein Löwengehege, wobei man dann ja eher durch die eigene LKeichtsinnigkeit umgekommen ist, somit wäre auch dies wieder auf den Menschen zurückzuführen.
Ich finde es traurig und entsetzlich, dass wundervolle Familienhunde als Kampfhunde deklariert werden, erst von Presse und Medien, denen man ja nunmal noch Quotengeilheit zusprechen kann, aber das die Politiker sich mit diesen Menschen auf eine Stufe stellen wollen und nachweislich falsche Fakten als Tatsachen deklarieren möchten finde ich absolut traurig, Demokratie kommt von Volksentscheidung und wenn ich mir mal so die Reaktionen in diesem Blog ansehe, dann läßt es doch erkennen, dass das Volk, der Bürger Interesse zeigt aber halt insofern, dass er gegen Rassendiskriminierung ist und für sinnvolle Gesetze plädiert, mit denen jedem geholfen ist. Es kann nicht sein, das Menschen in ganz Deutschland wegen ihres Hundes angefeindet und gar bedroht werden, nur weil er nach Meinung von Politiker und Medien ein Kampfhund ist, wogegen Untersuchungen und Meinungen anerkannter Hundegutachter, Verhaltenspsychologen, Biologen, Hundetraier etc einfach außer Acht gelassen werden, weil es so doch viel einfacher ist, denn diese Untersuchungen und Meinungen passen ja nicht in das Weltbild, was die Medien geschaffen haben. Sind wir wirklich schon so weit gekommen, dass die Klatschblätter und Unterhaltungssender unsere Gesetze mitbestimmen oder gar machen? Ich hoffe so schlimm ist das noch nicht, denken sie bitte nochmal darüber nach, wem sie eigentlich zu Wohle dienen.
Und vergessen sie nicht, dass der Held vom WTC am 11.09.2001 ein "Kampfhund" war, er fand die meisten verschütteten Menschen, ebenso gibt es in vielen deutschen Rettungshundestaffeln Hunde dieser Rassen, kann man das mit dem Feindbild des Menschen, welches sie schaffen wollen vereinbaren?
LG
Angelika
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Antwort auf Kommentar Nummer 151
22.07.2010 10:35:00 von Sandra
Erst vor einiger Zeit hat ein Dackel seinem Halter in den Hals gebissen, er wäre fast verblutet - ein anderer kleiner Hund hat einem Kind lebensgefährliche Verletzungen beigebracht ... diese Aufzählung könnte man immer weiter fortführen ...
Die Statistiken sind insoweit hilfreich, als das hierin Unterscheidungen der Verletzungsarten aufgeführt sind. Man kann auch getrost davon ausgehen, dass ein "Wadenzwicker" von einem kleinen Hund nur in den wenigsten Fällen überhaupt angezeigt wird, so dass diese Bißunfälle erst gar nicht in die Statistik mit einfließen ...
In den Statistiken sieht man aber: Auch bei den schlimmeren Verletzungen sind die sog. "Kampfhunde", selbst wenn die verschiedenen Rassen alle zusammen als eine einzige aufgeführt wird, nicht im oberen Bereich angesiedelt ... das Gegenteil ist der Fall!
JEDER Hund kann beißen und ist somit evtl. eine Gefährdung. Daher wäre ein Nachweis der Sachkunde - also ein Hundeführerschein - für alle Hundehalter sinnvoll. Denn bei einem vernünftig erzogenen Hund, der artgerecht gehalten wird, ist die Gefahr, dass er bissig oder auffällig wird, sehr sehr gering.
Es ist völlig unlogisch, bestimmte Rassen in eine Liste zu packen, deren Halter zu diskriminieren und das Leben der Hunde tierschutzwidrig zu gestalten, während andere Rassen oder Mischlinge die Beißstatistiken anführen. So werden Beißunfälle nicht verhindert! Fast alle der schlimmen Unfälle der Vergangenheit (nicht nur diejenigen mit sog. "Kampfhunden") sind darauf zurückzuführen, dass die Halter die Hunde nicht entsprechend vernünftig gehalten und erzogen haben. Viele davon wurden illegal gehalten oder waren den Ämtern sogar als auffällig bekannt! Hier hätten die bereits bestehenden Bestimmungen völlig ausgereicht, die Unfälle zu vermeiden!!! Nur müssen solche Bestimmungen auch umgesetzt und deren Einhaltung überprüft werden ...
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An Herrn Martin
22.07.2010 10:16:00 von Sarah Cochrane
Da sieht man mal wieder, wie es um das allgemeine Wissen um Hunde steht.
Haben Sie bedacht, daß jeder Hund der größer als ein Dackel ist, auch größeren Schaden, als eben solcher anrichten kann? Dafür bedarf es keinen Bullterrier.
Und haben Sie überhaupt schon mal einen Bullterrier live, in echt und in farbe gesehen? Oder kennen Sie diesen nur aus der Zeitung mit den vier Buchstaben.
Das würde dann auch Ihren Kommentar erklären.
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@ Martin
22.07.2010 09:32:00 von M. Heidenreich
Lieber Martin,
auch Dackel haben schon Todesfälle verursacht - Gerade bei kleinen Kindern sind sie dazu ja noch auf Höhe der Halsschlagader, und Zähne haben auch die kleinen Hunden.
Deshalb geht es darum, beim Hundehalter anzusetzen und nicht irgendwelche Rassen zu verbieten. Leute, die nur einen muskulösen Hund an der Leine haben wollen, um damit anzugeben, holen sich sonst einfach den nächsten, nichtgelisteten Hund - So wie es in Frankreich z.B. der Rottweiler und der Riesenschnauzer waren, nachdem der Pitbull verboten wurde...
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22.07.2010 09:28:00 von M. Heidenreich
Zunächst einmal danke, daß Sie auch den Bürgern die Möglichkeit geben, sich zu äußern - Ich hoffe, auch unsere Meinungen werden berücksichtigt.
Denn ich kann mich den etlichen Vorschreibern nur anschließen, daß Rasselisten kein probates Mittel sind. Kein Hund ist von Geburt an böse, darum muß bei den Haltern angesetzt werden. Eine Haftpflichtversicherung sollte, wie bei Autofahrern, selbstverständlich sein, und auch mit einem (sinnvollen!!) Hundeführerschein sollte jeder seriöse Hundehalter leben können. Doch Rasselisten werden keinen Vorfall verhindern können!
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Kommentar
22.07.2010 09:00:00 von E. Hollerbach
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie den Kommentaren hier entnehmen können handelt es sich bei den Haltern sogenannter "Kampfhunde" keineswegs nur um "Sozialschwache" und Menschen mit "Profilneurosen". Ganz im Gegenteil!
Wir sind ganz normale Hundehalter mit ganz normalen Hunden. Wir beschäftigen uns mit unseren Vierbeinern, besuchen Hundeschulen, betreiben Hundesport und bilden sie als Begleit- oder Rettungshunde aus.
Wir lieben unsere Hunde wegen ihres Wesens, ihrer Liebe zum Menschen, ihrer Intelligenz, ihrer Freude am Arbeiten und ihrer Treue.
Doch genau diese Hundehalter bzw. deren Hunde wären die Leidtragenden ihres Gesetzentwurfes.
Glauben sie ernsthaft, Kriminelle, die diese wundervollenTiere missbrauchen würden ihre Tiere ordnungsgemäss anmelden?
Glauben sie nicht auch, dass hier noch ein Anreiz für ein "gewisses Klientel" geschaffen wird, sich illegal einen Hund zu besorgen, der als "Kampfhund" eingestuft ist?
Alle wissenschaftlichen Studien belegen ganz eindeutig, dass bei diesen Hunden keine gesteigerte Aggressivität vorliegt. Das Problem ist nach wie vor der Halter des jeweiligen Hundes, nicht das einzelne Tier.
Das von Ihnen geplante Gesetz würde nichts am eigentlichen Problem ändern. Das Elend dieser wundervollen Tiere, die zu Tausenden unschuldig in überfüllten Tierheimen sitzen sowie die Diskriminierung von seriösen Hundehaltern ginge weiter.
Mit freundlichen Grüßen
E. Hollerbach
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Kommentar 144
21.07.2010 22:52:00 von Bernhard
Jeder Bürger fragt sich doch, was sind diese Gesetze über die Hundehaltung wert, wenn die Umsetzung und Einhaltung mit vielen Ausnahmen und juristischem Kauderwelsch für den Hundehalter unklar und nicht nachvollziehbar erscheint.
Beim besagten "Kampfhund" ist doch die Abrichtung und im gewissen Maße die genetische Anlage die Ursache für sein aggressives Verhalten. Man muss auch bei einer Hundeattacke zwischen "Beißen" und "Reißen" unterscheiden. Kampfhunde, die dazu abgerichtet werden,den oder das Gegenüber zu eliminieren, sind als ungesicherte Waffen zu betrachten und haben im Privat- und Zivilsektor nichts zu suchen. Was bewegt also ein Bürger, sich einen Kampfhund zu halten, ist es Angst oder Prestigegehabe? Man kann es auch anders interpretieren: Zeige mir deinen Hund und ich sage dir, wer du bist!
Den Gesetzgebern sei gesagt: Die besten Gesetze und Vorschriften nützen wenig, wenn nicht der Anreiz besteht, diese auch einzuhalten.
Den Hundehaltern sei gesagt: Vergesst allen Lobbyismus und bedenkt, ein Hund will ein Hund mit seinen ureigensten Instinkten( Beiß-,Lauf-und Spieltrieb) sein und kein Prestigeobjekt oder Modeassessoire.
Übrigens,warum tun sich so wenige Hundehalter zusammen? In der Gemeinschaft sind "schwarze Schafe" doch besser zu erziehen und Nichthundehalter haben einen Ansprechpunkt, ohne gleich die Polizei einzuschalten.
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Kommentar 145
21.07.2010 22:23:00 von C.P.
Zum Beitrag von Martin:
Ein Küchenmesser kann vermutlich nicht töten u verletzen.
Und sicher hat ein Bullterrier 2 Tonnen Beißkraft mindestens, wobei ein Rottweiler, Labrador, Schäferhund, Colli u natürlich nicht im entferntesten eine solche Beißkraft hat.
Welche Rassen sollen denn dann auf eine Liste? mal darüber nachgedacht?
ein giftiger Dackel ist sehr wohl in der Lage, ein Kind zu töten oder schwer zu verletzen. Wollen wir nicht einfach gleich alle Hunde verbieten?
Weil ich ein besonders großer u kräftiger Mensch bin, und somit auch einem anderen besonders schaden könnte, wenn ich es wollte, muss ich jetzt auch gesichert werden?
Ihre Theorie hinkt.
Nehmen Sie sich doch einfach mal die Zeit, ALLE Kommentar zu lesen. Beschäftigen Sie sich intensiv mit der Materie Hund u Halter.
Das könnte schon helfen.
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Waffenvergleich
21.07.2010 21:12:00 von Markus Herwig Hundetrainer
Hunde welcher Art auch immer mit Waffen zu vergleichen zeugt nicht von Fachwissen, zum Glück fangen Politiker endlich an Fachleute zu hören.
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Anmerkung
21.07.2010 20:29:00 von Heike Beuse
Das Gesetz definiert, was gefährliche Hunde sind:
a: Hunde aus entsprechender Zucht (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung),
--Zu bedenken gilt, dass kein Hund gefährlich geboren wird. Es sind immer die Umstände (Mensch/Haltung/Krankheit) welche zu Übergriffen führen--
b: Hunde, die auffällig geworden sind, z.B. durch Beißen, Hetzen, übermäßige Kampfbereitschaft (entsprechend zur bisherigen Regelung in der Gefahrenhundeverordnung). Für die auffälligen Hunde kann wie bislang ein Wesenstest angeordnet werden, um die Gefährlichkeit festzustellen.
--Ein Wesenstest ist lediglich eine Momentaufnahme, welche den Hund in verschiedenen Situationen zwangsläufig reagieren lassen müssen. Einige Tests gehen hier sehr an der Realität vorbei und es wird leider zu häufig die Wichtigkeit des Hundehalters außer Acht gelassen. Beispiel: Einen Hund -ohne seinen Menschen an der Seite- zu bedrängen löst je nach Charakter den Selbstschutz zur eigenen Unversehrtheit aus. Solche Vorgehenweisen sagen leider nicht viel über das Wesen des Hundes aus.--
c: Neu ist die Aufzählung von mehreren Hunderassen, für die durch das Gesetz die Gefährlichkeit festgestellt wird. Als gefährlich werden exemplarisch im Gesetzentwurf insbesondere folgende Rassen eingestuft: Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier (vgl. Oldisleben), Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden.
--Eine Rasseliste um die Gefährlichkeit des einzelnen Hundes festzulegen ändert nicht die Gefahr von Übergriffen. Die Festlegung zur Gefährlichkeit oder dem Potenzial zur Gefährlichkeit ist nicht rassespezifisch fest zu machen. Jede Hunderasse kann bei entsprechender Behandlung durch den Menschen gefährlich werden. Sicher sind die Verletzungen kleiner Rassen nicht so schwerwiegend wie von einem großen Hund oder einem Hund mit entsprechender Beisskraft, dennoch als gefährlich einzustufen. Hier eine Grenze ziehen zu wollen macht wenig bis gar keinen Sinn - wie die vergangenen Vorfälle bewiesen haben.--
Durch das geplante Gesetz wird eine Erlaubnispflicht für diese gefährlichen Hunde eingeführt. Die Voraussetzungen dafür, dass diese Erlaubnis erteilt wird, sind:
- der Halter muss mindestens 18 Jahre alt sein,
--Ein Mindestalter ist m.E. grundsätzlich zur Hundehaltung Voraussetzung - rasseunabhängig--
- der Halter muss eine Sachkundeprüfung bestehen (mit dem gefährlichen Hund, nicht auf andere gefährliche Hunde übertragbar),
--Existierende Sachkundetests sind leider ebenfalls eher realitätsfremd bis hin zur Unbrauchbarkeit in Bezug auf ein artgerechtes Verständnis zum Wesen -Hund-. Hier werden bereits Fehlinformationen und auch mangelnde Verhaltensdeutungen an den Hundehalter vermittelt.--
- es dürfen keine Zweifel über die Zuverlässigkeit des Halters bestehen, d. h. es dürfen z. B. keine Vorstrafen wg. Raub, Zuhälterei, Drogen oder Trunkenheitsfahrten vorliegen,
--Diesem Aspekt kann ich bedingt zustimmen. Nachweislich helfen Hunde Obdachlosen Mitbürgern an der Grenze des Suizit Verantwortung zu übernehmen und geben ihnen einen Sinn zu leben. Hier bedarf es einer Absplittung zur Gefährlichkeit des Menschen.--
- der Halter muss den Abschluss einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung nachweisen.
--Dieser Regelung kann ich uneingeschränkt zustimmen. Gebe allerdings zu Bedenken, dass sowohl Haftpflicht als auch Steuer in manchen Regionen und Agenturen bereits nahe der Grenze zur Willkür liegen, also auch ein Punkt der einer allgemeingültigen Festlegung bedarf.--
- Eine wesentliche Neuregelung des Gesetzentwurfs besteht darin, dass Personen, die sich einen gefährlichen Hund anschaffen möchten, den besonderen Bedarf an diesem Hund nachweisen müssen, der nicht durch Hunde anderer Rassen gedeckt werden kann.
--Auch hier finden wir eine pauschale Rassediskriminierung, welche an der Ursache vorbei geht. Nicht die Rassen sind das Problem, sondern der Mensch und gesundheitliche Schäden welche nicht selten durch menschlich selektierte Zucht hervorgerufen werden. Hier muss angesetzt werden, ansonsten sehe ich zukünftigen Übergriffen weiterhin entgegen.--
Der Gesetzentwurf stellt Regeln für die Haltung gefährlicher Hunde auf. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Hunde so gehalten werden müssen, dass Menschen, Tiere und Sachen nicht gefährdet werden. Gefährliche Hunde sind zudem im sicheren Gewahrsam zu halten. Die Halter müssen darüber hinaus ein Warnschild am Zaun oder an der Wohnungstür anbringen, um vor dem gefährlichen Hund zu warnen. Für gefährliche Hunde wird zudem eine Kennzeichnungspflicht eingeführt, um die Identifizierbarkeit der Hunde zu gewährleisten (z. B. Chip oder Tätowierung).
--Wollte man diese Regelung in der Form an bestimmten Rassen festmachen, wird es zukünftig eine stetige Erweiterung der bereits existenten Listen geben. Sie bewege sich hier im Bereich der Symptome - nicht aber der Ursache.
Die Kennzeichnungspflicht ist ein guter Baustein. Allerdings kann diese Gesetzgebung nur umgesetzt werden, wenn entsprechende Kontrolle darüber gewährleistet ist.--
Der Gesetzentwurf enthält auch ein Verbot des Handels mit gefährlichen Hunden. Die Einfuhr der im Gesetzentwurf konkret genannten Rassen ist bereits durch Bundesgesetz verboten. Das Gesetz soll zudem die Zucht von gefährlichen Hunden verbieten. Zur Durchsetzung dieser Vorschrift müssen alle Hunde der konkret genannten Rassen drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes oder spätestens mit Erlangung der Geschlechtsreife der Hunde unfruchtbar gemacht werden. Hunde dürfen außerdem nicht durch Zuchtauswahl, Ausbildung oder Haltung zu gefährlichen Hunden gemacht werden.
--Diese Regelung bedeutet im Grunde nichts anderes als die gezielte Ausrottung bestimmter Rassen. Wie bereits oben erwähnt wird es zwangsläufig zur Erweiterung der Rasselisten führen und zu einer Endlosschleife führen. Wo soll das hinführen?--
Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks darf in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen. Der Hundeführer muss dazu mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein)
--Ein guter Ansatz, sofern es eben nicht an der "Gefährlichkeit" des Hundes festgemacht würde. Grundsätzlich ist kein Mensch in der Lage zwei Hunde gleichzeitig bei außergewöhnlichen Situationen zu führen, kein Mensch kann zwei Hunde UND das Umfeld kontrollieren. Genau hier sehe ich ein Gefahrenpotenzial, welches in der heutigen Hundehaltung zum "familienfreundlichen Liebspieltrieb" (gibt es nicht) unserer Hunde bereits als normal und ein Muss angesehen wird. Fremde unkontrollierte Hundekontakte sind für den Hund weder normal, noch sind sie nach dem Wesen unserer Hunde artgerecht. Seit Jahren wird hierhingehend in vielen Einrichtungen "auf Artgenossen sozialisiert" wobei diese "Sozialisierung" bereits vollkommen artfremd ist.--
Ausnahmen von Warnschild, Kennzeichnung, Haftpflichtversicherung und Unfruchtbarmachung gelten für Hunde von Touristen oder von Personen, die sich nicht länger als vier Wochen in Thüringen aufhalten.
--Aha.... damit also der Tourismus nicht leidet drückt man ein oder zwei Augen zu? Warum wird hier ein Unterschied gemacht? In vier Wochen können einige Übergriffe statt finden. Diese Ausnahme ist nach oben festgelgtem nicht nur Paradox, sondern auch noch ein Hohn der eigenen Gesellschaft.--
Verstöße gegen dieses Gesetz können als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden (bislang 5.000 Euro nach der Gefahrenhundeverordnung). Die Hunde können zudem eingezogen oder auch eingeschläfert werden, wenn der Eigentümer nicht die Erlaubnis erhält bzw. diese entzogen bekommt oder die Hunde entsprechend auffällig geworden sind.
--Eine entsprechende Festlegung des Strafmaßes ist sicher eine unabdingbare Komponente jedoch mangelt es m.E. enorm an der Ursachenbekämpfung. Nicht der Hund sollte zum Opfer gemacht werden - sondern der Mensch sollte zur Verantwortung angehalten werden. !!Durch Aufklärung, Schulung, Kontrollen und Abnahme selbiger!! Und dies bei jeder Hunderasse.--
Die geplanten Neuregelungen erleichtern vor allem den Vollzug der Vorschriften, da sie den zuständigen Behörden jetzt mehr Anlass bieten, Hundeführer und Hundehalter der konkret genannten Rassen anzusprechen und nach deren Erlaubnis für das Halten der Hunde oder nach Altersnachweisen zu fragen sowie die Zuverlässigkeit der Hundeführer und die Haltungsbedingungen zu überprüfen.
--Wohl eher bedingt. Denn bereits in der Vergangenheit hat sich solch eine Festlegung und Kontrolle als eher mangelhaft erwiesen.--
____________________
Ich denke solange versucht wird das Endresultat einzudämmen, solange werden wir mit Erweiterungen zu existierenden Rasselisten konfrontiert. Ich frage mich ob dann in Zukunft noch Hunde in unserer Gesellschaft integriert sind, oder ob unser Nachwuchs diese dann auch in zoologischen Gärten begutachten darf.
Außer Frage steht eine Lösung zu finden, allerdings muss m.E. am anderen Ende der Leine begonnen werden.
Die Niedersächsische Foderung des einheitlichen "Hundeführerscheins" ist ein Schritt in die richtige Richtung. Hier bleibt allerdings zu klären wie sich dieser "Hundeführerschein" zusammen setzt und es müsste sehr viel zum Thema Hund/Hundewesen und Gesellschaft überdacht werden.
An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass namenhafte kynologische Einrichtungen Probleme produzieren, anstatt dem Hundehalter Wissen zur Vermeidung zu vermitteln.
Wir von Absolut-Hund arbeiten täglich mit Verhaltensauffälligen Hunden und wir arbeiten daran ein besseres Verständnis zum Wesen Hund an die Hundhalter zu bringen - durch Prophylaxe und nicht durch Bekämpfung.
Ich bitte Sie inständig Ihren Gesetzesentwurf zu überdenken und vielleicht auch eine Anhörung in Betracht zu ziehen. Wir sind gerne bereit zu unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Beuse
Absolut-Hund GbR
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Antwort auf Handeln tut not21.07.2010 10:45:00 von Martin
21.07.2010 19:21:00 von Kathrin
Hallo Martin, das Zubeissen eines Bullterriers hat genau die gleichen Folgen, wie der Biss jedes anderen Hundes mit einem Gebiss selber Größe. Die vorgeschlagene Rasseliste mit vier Rassen bringt da überhaupt nichts. Die Verantwortung trägt das obere Ende der Leine und da müssen auch die Regelungen ansetzen.
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zu Kommentar 151
21.07.2010 18:38:00 von Frank
Rasselisten sind total sinnlos!!!! Ob nun ein Schäferhund beißt oder ein sog. Kampfhund macht sicher kaum einen Unterschied. Im Gegenteil der Schäferhund beißt noch oft nach. Ist jetzt nur ein Beispiel. Jeder Hund kann beißen und selbst wenn ein Dackel ein Baby oder Kleinkind beißt kann dies sehr schlimm enden.
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Handeln tut not
21.07.2010 10:45:00 von Martin
Ein Eingreifen per Gesetz oder Rechtsverordnung ist auf alle Fälle erforderlich. Ob der Gesetzentwurf im Detail der "große Wurf" ist, kann und will ich nicht beurteilen. Eine Beschränkung der Haltung bestimmter Rassen ist auf alle Fälle sinnvoll. Schließlich kann das ordentliche Zubeißen eines z.B. Bullterriers viel schlimmere Folgen haben, als wenn ein "giftiger" Dackel alle zwei Tage jemanden in die Wade zwickt. Da helfen Statistiken der Beißquote wenig. Es muss vor allem sichergestellt sein, dass Hunde, die tendenziell gefährliche Verletzungen hervorrufen, nur von verantwortungsbewussten Personen und besonders gesichert gehalten werden. Küchenmesser werden an Jeden verkauft, Schusswaffen aber nicht. Und wer Schusswaffen hat, darf sie auch nicht in der Kücheschublade aufbewahren.
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kommentar 145
20.07.2010 21:48:00 von yvonne
Ich habe 2 Amstaff-Welpen und Kids. Also wenn diese Hunde so böse wären (wie durch Presse hochgepuscht werden), hätte ich mir auch 2 Katzen holen können. Lesen sie mal die Rasseprofile dieser Hunde ( zum träumen schön).
Warum wird der Deutsche Schäferhund nicht auf die "Kampfliste" gesetzt-nein das geht ja net,dass ist ja einer der beliebtesten "Deutschen" Hunde!! Das ich nicht lache.
Es ist eine Frechheit sie als Kampfhunde zu betiteln. Und alles nur weil sie vom Mensch dazu mißbraucht wurden, müssen heute alle diese Rassen darunter leiden. Ich sage doch auch nicht zu einem Mann der ne Glatze hat, dass er ein Nazi ist, oder?
Neulich hat man mich in der Kita gefragt was ich für Hunde hab, ich fragte, ob sie den Film "Die kleinen Strolche" kennt. Sie gab als Antwort "Ja, der ist so toll!" Darauf sagte ich die Rasse, so und jetzt ist es ein Kampfhund! Soviel zum Vorurteil!
Es ist nur eine Sache der guten Erziehung.
Wenn ein kleiner Hund beisst, heißt es nur:der arme kleine er hat angst und war erschrocken. Blödsinn! Für was wurden früher diese kleinen eingesetzt? Zur Löwenjagt u.ä. und was passiert dann: sie zwingen dich in die knie und beissen in den hals. Aber das ist ja harmlos(haha),der arme kleine süsse Hund.
Haftpflicht finde ich ok, macht man auch bei den eigenen Kids.
Wesenstest, Führerschein usw. auch ok,ABER dann auch für ALLE!!!
liebe Grüße
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Kommentar 152
20.07.2010 15:42:00 von Gabi
Gesetze sind gut und schön, jedoch wo kein Kontrolleur, nutzt jegliches Gesetz nichts. So lange Mensch der Meinung ist,
Hunde sind kinderlieb, spielen, brauchen Mäntelchen, Küsschen etc., so lange Hund nicht als solches gesehen wird was er ist, ein Tier, welches nicht unsere menschlichen Emotionen hat, welches triebgesteuert und instinktiv sowie erfolgsorientiert handelt, so lange es Hundeschulen und Besitzer gibt, die über Meideverhalten arbeiten, dadurch tickende Zeitbomben produzieren, so lange Tierschutzorganisationen Hunde mit schwersten Prägeschäden importieren, so lange wird es diese Beißvorfälle geben. Hier ist die Bevölkerung gefragt und nicht der Geseztgeber, er kann nur aufgrund dessen handeln, was ihm die Bevölkerung präsentiert.
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Gesetzesentwurf
20.07.2010 15:31:00 von Heike Faßl
ich weiß ja nicht, wer sich diesen Entwurf ausgedacht hat, aber ich kann einfach nicht verstehen, weshalb Menschen, die von der Materie nicht die Ahnung haben wie Fachleute, deren Meinung einfach mißachten. Ich habe beruflich mit Hunden zu tun und nehme auch Wesenstests ab, und würde mir niemals anmaßen, beispielsweise ein Auto zu bauen. Warum?? Ja weil ich davon keine Ahnung habe. Und genau so sehe ich das in diesem Falle. Es wird blind etwas beschlossen ohne das nötige Hintergrundwissen, und die, die das Wissen haben, werden einfach nicht gehört. Geht es wieder nur darum, die Bevölkerung zu beruhigen?
Wann fängt man an, das Problem wirklich an der Wurzel zu packen und den Halter zu überprüfen. Heimtiergesetz, Hundeführerschein, Wissen nachweisen, bevor man sich einen Hund anschafft....
Diese Richtung wäre wesentlich effektiver als Rassen aufzuzählen, die einfach aggressiv sein MÜSSEN. Hier geht es um Lebewesen, die kann man nicht einfach in eine Schublade stecken und ihnen ein Verhalten zuordnen. Wäre wirklich schön, wenn man dies endlich mal einsehen und auch umsetzen würde
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Fakten überzeugen
20.07.2010 15:15:00 von Ana Springfeldt
Guten Tag :
nach gründlicher Lektüre der Beiträge hier,
komme ich zu dem Schluss, dass die Fakten
gegen eine Rassenliste überwältigend sind.
Bei sachlicher Betrachtung gibt es kein einziges Argument, das für die Listung dieser 4 Hunderassen spricht.
Bitte - warum erwägt man überhaupt so ein Unrecht an Tier und Mensch ?
Es ist mit nichts zu begründen.
Zumindest nicht sachlich.
Mein Dank an alle, die hier die Wahrheit
mit ihren Beiträgen unterstützt haben !
beste Grüsse
Ana Springfeldt
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Rasseliste
20.07.2010 12:38:00 von Dennis H.
Wir brauchen keine Rasselisten, denn diese entbehren jeglicher Grundlage!
Wenn bestehende Gesetze eingehalten würden, hätte so mancher Beißunfall verhindert werden können (die übrigens mit "normalen" Hunden weitaus häufiger vorkommen, als mit den von Ihnen gelisteten Rassen!)
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Diskriminierung par excellence
20.07.2010 11:29:00 von Niko
Es gibt keine gefährlichen Hunderassen. Es gibt nur durch die Grausamkeit und/oder mangelnden Sachverstand der Halter gefährliche Hundeindividuen - und die gibt es innerhalb jeder Rasse. Meist hilft da ein erfahrener Hundetrainer, um aus dem "bissigen" Tier einen sozialisierten Hund zu machen. Beim Mensch ist das nicht so einfach...
Man muss die Hunde vor der kriminellen Energie und Unkenntins der Besitzer schützen. Die Hunde diverser Rassen können rein gar nichts dafür, dass ihr falscher Ruf sie gerade für Leute interessant macht, die nichts Gutes im Sinn haben. Dieser Gesetzesentwurf ist unnötig, kurzsichtig und geht komplett an der Wirklichkeit vorbei. Er ist ein weiterer Schlag ins Gesicht für alle umsichtigen, liebevollen "Kampfhund"-besitzer, die brave Familienhunde zu Hause sitzen haben.
Hätten statt der "Kampfhunde" Labbi-Mischlinge jetzt einen vergleichbaren Ruf, würden einige nach der Ausrottung der Labradore schreien. Keine Rasselisten sondern nur ein Hundeführerschein kann dauerhaft Abhilfe schaffen.
Hundebesitzer, die ihr Tier lieben und gut erziehen, werden so einen Führerschein freiwillig und ohne Probleme absolvieren. Weg mit den Listen, es wird ohnehin schon genug diskriminiert. Deutschland solltes als Beispiel vorangehen und zeigen, dass es auch anders geht.
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Welche Gefährlichkeit Herr Innenminister
19.07.2010 23:37:00 von Markus Herwig Hundetrainer
Sehr geehrter Herr Innenminister,
sehr geehrte Damen und Herren,
da ich am heutigen Tag einen Termin mit einem CDU Landtagsabgeortneten hatte habe ich mir mal die Mühe gemacht die öffizielle Thüringer Beißstatistik auszuwerten,
Ergebnis: 422 Beißvorfälle gesamt
davon 28% durch Schäferhunde
7,8% Hunde unter 45cm
5,5% Labrador
5,2% Rottweiler
4% Golden Retriever
2,6% StaffBull Terrier
2,36% American Staffordshire
0,94% Pit Bull
43,6% sonstige Hunderassen
Menschen schwer verletzt: gesamt 61
21,3% Schäferhund
9,83% Labrador
8,19% Golden Retriever
8,19% Hunde unter 45 cm
4,91% Rottweiler
3,27% American Staffordshire Terrier
1,64% Pit Bull
0% StaffBull Terrier
42,6% sonstige Rassen
Durch eine Ausrottung der so genannten Kampfhunde hätten also 5% der Angriffe auf Menschen und 6% aller Beißunfälle vermeindlich verhindert werden können.
Wollen sie dies als Sicherheit für die Bevölkerung verkaufen!?
Für weiter Aufklärung stehe ich gern zur Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Markus Herwig u. Familie
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Kommentar 158
19.07.2010 21:09:00 von Waltraud
Diese Hunde, die Sie auf die Liste setzen wollen, sind nicht gefährlicher als jeder x-beliebe Hund einer anderen Rasse.
Ich dachte immer, Thüringen sei - was diesen ganzen Rassendiskrimierungsrummel angeht - eines der weniger fortschrittlichen Bundesländer... ich hoffe sehr, dass ich meine Meinung nicht revidieren muss!
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Keine Rasselisten!
19.07.2010 20:51:00 von Andre Sch.
Kein Hund ist gefährlich, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört. Das belegen zig Statistiken und Wissenschaftler!
Wir brauchen nicht noch eine weitere Rasseliste in Deutschland, die keinen vernünftigen Sinn macht. Statt dessen müssen vernüftige Vorschriften erlassen werden, die die Halter ALLER Rassen in die Verantwortung nimmt. Und die Einhaltung dieser Vorschriften müssen auch geprüft werden. Sinnvoll wäre ein Nachweis der Sachkunde der Hundehalter, auch eine Verpflichtung zur Haftpflichtversicherung ist okay.
Aber pauschal ein paar Hunderassen per se als gefährlich einzustufen, nur weil die Medien sie zu Bestien auserkoren haben, halte ich für völlig sinnfrei und für keine geeignete Maßnahme zum Schutze der Bevölkerung!
Ich wünsche mir einen Politiker, der einen eigenen Weg geht (und evtl. den Weg zu eines bundesweiten vernüftigen -rasseunabhängigen - Hundegesetzes bereiten wird) und nicht veraltete und wissenschatlich nicht haltbare Teile anderer Rasselisten kopiert und zu einer weiteren Liste zusammenschustert!
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Keine Rassenlisten !
19.07.2010 18:05:00 von Federico Dittmann
Sehr geehrte Damen und Herren :
Es ist bekannt, dass kein fachwissenschaftliches Gutachten weltweit
die angebliche Gefährlichkeit der 4 von Ausrottung bedrohten Rassen nachweisen konnte.
Alle vorliegenden Arbeiten beweisen, dass von diesen Rassen keine vermehrte Aggression ausgeht.
Im Gegenteil.
Auch die Wesenstest, zB an der Uni - Kiel
haben deutlich gemacht, dass die Hunde
der Rassen American Staffordshire, Bullterrier und ihre Mischungen besonders verträgliche Hunde mit sehr hoher Reizschwelle sind.
Warum lässt man bei einer Gesetzgebung nicht Fachwissen entscheiden, von Wissenschaftlern exakt
nachgewiesen ?
Auch die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache, die verfolgten Rassen
stehen ganz unten, auch wenn man bereits ihre Häufigkeit an der Gesamtpopulation einbezieht.
In den letzen 10 Jahren gab es 2 bedauerliche Todesfälle mit Listenhunden.
Diese hätte allerdings eine Ausschöpfung der bestehenden Gesetze verhindert.
Im selben Zeitraum kamen wesentlich mehr Menschen durch die "harmlosen"
Rassen zu Schaden, zuletzt tötete ein
"Familienhusky" ein Kind.
Kein Mensch forderte danach die Listung der Huskys.
Unfälle im eigenen Heim würde zudem kein Gesetz verhindern können.
Wir wissen, dass einzig der Halter über das Gefährdungspotezial entscheidet und niemals die Rasse.
Rassenlisten in anderen Bundesländern haben sehr viel Leid über unschuldige Menschen und ihre Hunde gebracht.
Die Lösung der Vernunft sind strenge Auflagen und Sachkundenachweis für alle Hundehalter.
Wir müssen die Bürger vor unfähigen Hundehaltern schützen, nicht vor
Hunderassen !
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Kommentar 161
19.07.2010 16:37:00 von Colin C.
Bevor es zu einer verschärfung des gesetzes kommt, sollte doch das vorhandene eingehalten werden. Rasselisten werden keine beißunfälle verhindern. Sie sind einzig und allein dafür da, hunderassen auzurotten. Traurig, aber wahr.
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Gefährlichkeit läßt sich nicht an der Rasse festmachen!
19.07.2010 14:05:00 von Sammy Schwab
Es gibt keine "Kampfhunderassen"!!!
Es gibt mittlerweile hinreichend Statistiken, die beweisen, dass sog. "Kampfhunde" nicht häufiger zubeißen, als andere Rasse - eher das Gegenteil ist der Fall! Auch haben verschiedene anerkannte Experten bereits mehrfach wissenschaftliche Studien vorgelegt, wonach die Bissigkeit eines Hundes nicht rassebedigt ist.
In der Statistik für das Jahr 2009 ist aufgeführt , dass in diesem Zeitraum in Thüringen durch die Hunderassen American Stafford. Terrier, Stafford. Bullterrier und Pitbull Terrier sowie Mischlinge dieser Rassen ZUSAMMEN gerade einmal 5% sämtlicher Vorfälle verursacht wurden.
Die angeblich so gefährlichen Bullterrier sind überhaupt nicht aufgeführt!
Warum kommen dann trotz dieser Fakten immer noch Politiker daher und konzipieren Rasselisten und diskrimieren die Halter bestimmte Hunderassen???
Sind Politiker denn nur Spielbälle der Medien, die sich gerade in der Sommerzeit immer wieder gerne auf das Thema "Kampfhunde" einschießen und Panik verursachen?
Jeder Beißunfall ist einer zuviel - dass ist unbestritten! Aber Unfälle passieren auch mit anderen Hunderassen - und das leider nicht wenige ... Warum werden bestimmte Hunderassen diskriminiert und deren Halter kriminalisiert, wenn es hierfür überhaupt keine wissenschaftliche Grundlage gibt?
Es geht ja auch niemand hin und läßt per Gesetz alle Männer zwangskastrieren - weil es ja sein könnte, dass sie zu Vergewaltigern werden ...
Warum geht nicht endlich mal jemand auf vernüftige Weise das wirkliche Problem an - nämlich die nicht qualifierten Hundehalter? Warum wird nicht hier endlich der Hebel angesetzt und Gesetze erlassen, wonach Hundehalter Sachkunde beweisen müssen? Zum Führen eines Kraftfahrzeuges muss man auch erst einen Führerschein machen ...
Der Tod des Kindes damals in Hamburg, der die Rasselisten populär gemacht hat, ist schrecklich, vor allem durch die Tatsache, dass dieses Kind nicht hätte sterben müssen, wenn die damals bestehende Vorschriften eingehalten worden wären. Denn der Hund, der das Kind getötet hat, war den Behörden als gefährlicher Hund bekannt, der Besitzer des Hundes war mehrfach vorbestraft und der Hund war mit Auflagen wie Leinen- und Maulkorbzwang belegt worden. Es hatte sich nur der Besitzer nicht darum gekümmert und auch die Behörden wussten, das der Besitzer die Auflagen nicht erfüllt und haben trotzdem nichts unternommen!
Nun kam es in Thüringen zu einem schrecklichen Unfall in der häuslichen Umgebung. Hier hätte das von Ihnen geplante Gesetz leider keinerlei Schutz geboten... die Hunde waren meines Wissens nach nicht mal angemeldet ...
Was nutzen Gesetze, wenn es niemanden gibt, der die Einhaltung überwacht? Sinnvoller als die Vorgaukeltung einer scheinbaren Sicherheit wären meiner Meinung nach vernünftige Vorschriften für ALLE Hundehalter (Hundeführerschein, Pflicht zur Haftpflichtversicherung, Hundehaltung erst ab einem gewissen Alter, Sanktionen für auffällig gewordene Hunde UND deren Überwachung etc.)
Es müsste also eine SINNVOLLE Überarbeitung der Gefahrhundeverordnung her und die Einhaltung der Verordnung für ALLE HUNDERASSEN muss überwacht werden!
Aber scheinbar ist es wesentlich einfacher, der Bevölkerung eine scheinbare Sicherheit mit Hilfe von Rasselisten vorzugaukeln ...
Staffords und Co. sind unheimlich sensible Tiere, deren Reizschwelle in der Regel um einiges höher ist, als bei anderen Rassen. Dadurch lassen sie sich selten aus der Ruhe bringen. Sie sind absolut tolle Familienhunde, verspielt und verschmust und wahnsinnig darauf bedacht, ihren Menschen zu gefallen! Nicht umsonst werden diese Hunde auch "Nanny-Dogs", also "Kindermädchen-Hunde" genannt. Der Hund der Kleinen Strolche war übrigens auch ein Stafford!Der Hund, der am World Trade Center die meissten Verschütteten rettete war ein American Staffordshire Terrier!
Gerade diese Hunde leiden wahnsinnig, wenn sie durch unsinnige Sanktionen ihr Leben lang nur an der Leine und mit Maulkorb ausgeführt werden dürfen (was übrigens auch nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist!).
Gerade durch den Leinen- und Maulkorbzwang hervorgerufene mangelnde Bewegung, mangelnde körperliche und geistige Auslastung und mangelnde Möglichkeit für soziale Kontakte führen u.U. dazu, dass ein Hund verhaltensaufällig wird!
Wer finanziert es, dass diese Hunde ihr Leben im Tierheim fristen müssen, weil ihren Besitzern das Leben mit ihnen zur Hölle gemacht wird, sie keine Wohnung finden oder Unsummen an "Kampfhundesteuern" zahlen müssen?
Warum überhaupt ein Hund, für den ich horrende Steuern zahlen, weniger gefährlich sein soll, als einer für den ich weniger zahle, bleibt mir sowieso ein Rätsel ...
Ebenso ist fraglich, wieso eine Unfruchtbarmachung den Hund am Beißen hindern sollte.
Wenn es aber mal wieder in Deutschland nur darum geht, eine bestimmte Rasse zu diskrimieren und auszurotten, dann ist es natürlich ein sinnvolles Mittel! Fraglich ist nur, ob es sich ein Politiker leisten darf, sowas zu unterstützen ...
Fazit: Rasselisten sind absolut unsinnig, tierschutzwidrig und nicht geeignet, die Bevölkerung vor Beißunfällen zu schützen!
Geeignet ist nur eine sinnvolle Überarbeitung von Gefahrverordnungen, welche für alle Hunde gleichermaßen gültig ist.
Positiv stimmen und hoffen läßt mich, dass es diesen Blog hier überhaupt gibt und nicht im Schnellschussverfahren - wie in den meisten Bundesländern- Gesetze verabschiedet werden ohne die Wähler angehört oder sich Rat bei Experten eingeholt zu haben. Ich kann nur hoffen, dass die Einträge hier auch gelesen und verstanden werden und doch noch die Einsicht besteht, den vernüftigeren Weg zu gehen.
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Rassenhass im 21. Jahrhundert
19.07.2010 08:46:00 von Sonja
Unsere Nachbarin hat 2 reinrassige Staffi-Rüden - es sind die wohlerzogensten, liebsten, gutmütigsten Hunde, die ich je kennegelernt habe. Und ich kenne viele Hunde, da in meiner Wohngegend zahlreiche Hundebesitzer leben. Auch ich habe früher einmal einen Vierbeiner besessen und war darüber hinaus mit den beiden besagten sanftmütigen Staffis schon oft spazieren.
Die Dame hat auch 2 Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren, die harmonisch mit ihren knuffigen Hausgenossen zusammenleben. Die beiden Hunde sind sogar mit allen Artgenossen verträglich und mögen auch Katzen. Selbst wenn sie auf der Straße "dumm" von anderen Hunden angepöbelt werden, wehren sie sich nicht und treten den Rückzug an. Welcher Hundehalter kann das schon von seinem Dackel, Pudel, Spitz oder Bernhardiner behaupten?
Das Gesetz ist vollkommen sinnfrei, da nur die verantwortungsbewussten Halter bestraft werden - und die sowieso schon zu Unrecht gebrandmarkten Rassen dazu. Es gibt ebenso viele charakterliche Unterschiede innerhalb einer Rasse wie zwischen den so genannten Rassen. Jeder Hund ist anders. Jeder Hund hat eine andere Vorgeschichte. Keine Listen für Hunde. Wenn schon Listen, dann für gewissenlose, nachlässige Hundehalter!
Denn die sind die eigentliche Bedrohung.
Danke.
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Geplantes Gesetz hat bundesweite Folgen
19.07.2010 00:43:00 von Konstantin D.
Ich werde Deutschland verlassen wenn dieser Blödsinn weitergeht und es immer schwieriger wird einen Hund dieser Rassen zu halten. Die Diskussion um die Gesetze in Türingen werden auch in anderen Bundesländern wahr genommen werden und auch dort ihre Spuren hinterlassen. Es ist bereits jetzt sehr schwer einen solchen Hund zu halten, weil man regelrecht terrorisiert wird. Allein die Reaktion der Bevölkerung und die dadurch zwangsläufige Isolation aus einigen Teilen des gesellschaftlichen Lebens, ist teilweise menschenunwürdig. Schuld daran sind die Medien und in erster Linie die Politik, die Vorurteile und die Hetzjagt durch populistische Gesetze untermauern.
Ich bin es leid und werde dieses Land nach 40 Jahren verlassen, bevor es zu spät ist. Die Geschichte zeigt uns, dass man wissen muss, wann es Zeit ist das Land zu verlassen, bevor es zu spät ist, um sich zu retten. Ich werde nicht solange warten, bis mir mein Hund entwendet wird und in Sammellager gesteckt wird. 10 Jahre war Zeit, um sich sachlich und vernftig mit der Materie auseinander zu setzen und die unsinnigen Gesetze zu überdenken und zu modifizieren. Statt Experten zu Hilfe und zu Raten zu ziehen, verfolgt man längst überholte und widerlegte Maßnahmen, die außer einen populistischen Effekt nichts sinnvolles verfolgen.
Es wird Zeit, dass man das Problem an der Wurzel packt und die Menschen, die nicht ordentlich mit ihren Hunden umgehen, zur Verantwortung zieht und Vorsorgemaßnahmen ergreift, damit es möglichst nicht zu problematsichen Hund- und Haltergespannen kommt. Sinnvoll ist es nicht, einige Hunderassen zu verbieten, die zudem laut Statistik nicht die meisten Vorfälle verursachen, damit sich diese Leute anderer Hunderassen bedienen. Zudem wird es Zeit zu erkennen, dass Vorfälle nicht durch kriminelle und asoziale Menschen vorwiegend verursacht werden, sondern von Leuten, die den Umgang mit ihren Hunden nicht verstehen. Aufklärungsarbeit wäre notwendig und eine Politik, die gemeinsam mit "guten" Haltern, egal welcher Rasse, zusammenarbeiten und die bestrafen und reglementieren, die es nicht vernüftig angehen.
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18.07.2010 19:04:00 von Rena
Thüringen war bis jetzt ein Beispiel für andere Bundesländer und hatten (dachte ich) bis vor kurzem erkannt das gefährliche Hunde an keiner Rasse fest zu machen sind. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Rasseliste ist Schwachsinn. Da kann man ja gleich alle darauf setzen.
Ein Hundeführerschein muss her!!!
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Rassendiskiminierung
18.07.2010 13:50:00 von Christian M.
Herr Huber!
Ich hoffe Sie und das Land Thüringen kommen zu einer vernünftigen Hundeverordnung ohne Rasseliste oder Größen/Gewichtsgrenze.
Diskriminierung und Rassenhass würden durch Rasselisten legalisiert und gesetzestreue Bürger würden auf einmal als Kriminelle angesehen.
Unser Familienhund (ein Amstaff) würde im Auge des Gestzes von heute auf Morgen als gefährlich gelten. Wie soll ich das unseren Kindern glaubhaft machen? Meine Söhne und Nachbarskinder dürfte mit unserem Hund nicht mehr auf der Wiese toben(natürlich unter Aufsicht). Wollen Sie das Herr Huber?
Eine ordentliche Ausbildung des Hund/Mensch Team´s, ein verantwortungsbewuster und sachkundiger Hundehalter sollte das Ziel sein.
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Kommentar 167
17.07.2010 23:20:00 von Brigitte Schmidt
Sehr geehrter Herr Minister,
wir sind ganz normale Steuerzahler, Wähler. In unserem Haushalt leben neben zwei Schäferhunden auch ein Staff-mix aus dem Tierheim. Wir können keinen Unterschied bei unseren Hunden feststellen. Alle 3 sind erzogen. Keiner ist agressiv.
Der Besitzer trägt die Verantwortung für seinen Hund, egal welche Rasse er hat.
Nach Ihrem ersten Statement waren wir stolz, eine Landesregierung zu haben, die Rückrat zeigt. Nun fehlen mir die Worte, was negative Publicity, Medien und Hetze alles bewirken können.
Lassen Sie sich beraten, es gibt genügen kluge Sachverständige, die Ihnen gern zur Seite stehen.
Vielleicht kann Thüringen mit einem klugen Gesetz Vorreiter für andere Länder werden.
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Kommentar 168
17.07.2010 23:04:00 von Nico Pflüger
Sehr geehrter Herr Innenminister,
haben Sie schon einmal einen "dieser" Hunde und ihre Menschen kennen gelernt?
Nein? Dann nehmen sie sich einen Moment Zeit, und gehen sie auf die Internetseite von Schuldig-geboren.
Hier sehen Sie ganz normale Hunde, mit ganz normalen Menschen.
Diese treffen Sie mit Ihrem Gesetzesentwurf. Nicht die, bei denen die Unfälle passieren.
Wie kann es sein, dass wir denkenden Menschen uns anmaßen können, ein Lebewesen, egal welches, bereits auf Grund seiner Abstammung zu verdammen, zu kennzeichnen, ausrotten zu wollen. Das erinnert an vergangene Zeiten. Wir sollten doch schlauer geworden sein, dass die Lösung woanders liegt.
Unser Gesetz hier in Thüringen ist gut u wohldurchdacht, kann sicher noch ergänzt werden durch eine Kennzeichnungspflicht, Versicherungspflicht, strenger Strafen bei nicht anmelden der Hunde. Wozu einen höheren Steuersatz für "solche" Hunde? Die Hundehalter, die ihre Tiere lieben, werden den auch zahlen. Bei den nichtangemeldeten Tieren wird Ihr neues Gesetz nicht greifen.
Bitte überdenken Sie diesen Entwurf.
Beweisen Sie Rückrat u stehen Sie zu Ihrem ersten Statement. Ihre Bürger stehen hinter Ihnen.
nachdenkliche Grüße
Nico Pflüger
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Ihr Gesetzentwurf
16.07.2010 19:49:00 von Karlheinz Venus
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Peter M. Huber
Deutschland betreibt ein Artenschutzprogramm. Wenn in einem Tal ein seltener Schmetterling gefunden wird, darf dort keine Autobahn gebaut werden. Deshalb verstehe ich nicht, dass ausgerechnet die Thüringer Regierung als Vorreiter die Ausrottung bestimmter Hunderassen vornehmen will, sogar an Tieren, die bisher unauffällig waren. Ich habe immer gedacht, die Rassendiskriminierung ist in Deutschland auch für Tiere abgeschafft.
Kein Mensch kommt auf die Idee, alle Stiere sofort einzuschläfern und Nachzuchten zu verbieten, weil er sich in der Stierkampfarena nachgewiesenermaßen als Bestie gezeigt hat. Der Stierkampf, der meiner Meinung nach längst verboten werden müsste, ist ein Musterbeispiel, was aus einem eher gutmütigen Stier werden kann, wenn der Mensch ihn dazu treibt. Ich will hier gar nicht schreiben, was man alles macht, damit er besonders aggressiv wird.
In der Natur gibt es nichts Schlechtes. Schlecht ist nur der Mensch in manchen seiner Handlungen. Deshalb müssen sich Gesetze auch gegen ihn richten, nicht gegen die Dinge, mit denen er gegen Rechte verstößt. Niemand nimmt den Jagdpächtern die Waffen ab, weil diese schon mehrfach missbräuchlich benutzt und in Schulen reihenweise Menschen getötet wurden. Autofahrern wird nicht das Auto weggenommen, wenn sie schneller fahren als erlaubt und damit Menschen getötet haben. Wieso sollte es bei Hunden anders sein?
Unseren Hund haben wir vor 3 Jahren geschenkt bekommen. Er hat einen Namen und gehört zur Familie. Damals war die Gesetzeslage anders. Wäre sie so wie sie jetzt kommen soll, hätten wir uns keinen Hund angeschafft. Man kann einen Hund nicht einfach hin- und herschieben, ein Hund ist keine Sache, sondern ein lebendes Individuum. Deshalb hat der Hund nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Dazu gehört außer einer artgerechten Haltung auch sein Recht auf körperliche Unversehrtheit und ich werde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, dass kein Mensch ihm etwas antut.
Wir haben eine gute Versicherung, die Haftpflicht und auch Rechtsschutz sowie weitere Gefahren einschließt. Wir zahlen Steuern und gehen zur Wahl. Wir erwarten, dass eine Regierung unsere berechtigten Interessen vertritt. Etwas anderes gibt es, jedenfalls für uns, nicht. Es ist auch nicht einzusehen, dass in Bayern oder Norddeutschland andere Gesetze gelten sollen als in Thüringen. So gesehen, kann man ja nicht einmal den Hund in den Urlaub mitnehmen, obwohl vom Vermieter die Erlaubnis vorliegt.
Deshalb fordern wir:
Weg mit Rasselisten und Erhaltung der Artenvielfalt
Anmeldung und Versicherung jedes Hundes
besondere Auflagen für Zuchten
polizeiliches Führungszeugnis
Nachweis der Eignung für das Halten eines Hundes
einheitliche Regelungen für alle Hunde und für ganz Deutschland
In diesem Sinne bitte ich Sie die Angelegenheit nochmals zu überdenken und keine voreiligen „Schnellschüsse“ zu tätigen, wie es leider in der Politik in letzter Zeit öfter vorkommt als es eigentlich sein sollte.
Mit freundlichen Grüßen
Karlheinz Venus
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Studium MIT Hund?
16.07.2010 19:00:00 von Jana Meißner
Ich habe heute Bescheid bekommen, dass ich ab Oktober Jura studieren kann. Die Uni, an die ich eingeschrieben wurde - Jena.
Ich habe eine bereits 11 jährige Staffordshire Terrier Hündin. Ich werde so schnell es geht nach Thüringen ziehen, da ich Angst habe (sollte das Gesetz nun wirklich wie vorgeschlagen durch kommen), meine Hündin später gar nicht mehr mitnehmen zu müssen.
Bitte überlegen sie sich das Gesetz noch einmal! Meine Hündin ist angemeldet, besucht trotzt ihres hohen Alters noch immer die Hundeschule (man lernt schließlich nie aus) und sie ist sehr gut sozialisiert. Die Maulkorbbefreiung (wie wohnen aktuell noch in NRW) hat sie mit bravour bestanden. Sie zuckte nicht mal mit der Wimper, als ein Prüfer sie fest zwischen seine Knie klemmte und sie dann hin und her schwang. Welcher "Familienhun", der zu den "nicht gefährlichen Rassen" gehört, würde sich dies von einer fremden Person ohne weiteres gefallen lassen? Diesen Hunden wurde eine exrem hohe Hemmschwelle angezüchtet, es braucht sehr viel, um einen vernünftig erzogenen Staff aus der Ruhe zu bringen.
Ich freue mich sehr auf das anstehende Studium. Aber bitte zwingen sie mich nicht, aufgrund populär-motivierte Schnellschüsse in Sachen Gesetz meine Hündin in ihrem Alter noch abgeben zu müssen!! (Wobei ich anmerken muss, dass ich dies eh niemals machen könnte! Eher würde ich mein Studium verschieben!!)
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Kommentar 171
16.07.2010 16:46:00 von Karin N.
Wann hört dieser Rassenwahn endlich auf? Die Leute müssen endlich aufwachen, es liegt nicht an der Rasse, sondern am Mensch. Wenn man in einen Hund gleich welcher Rasse nichts Vernünftiges hineintut, darf sich keiner wundern, wenn nichts Gescheites dabei herauskommt. Das gilt für Kinder, zwischenmenschliche Beziehungen und eigentlich für alles, was lebt.
Möchten Sie auch alle Jugendlichen abschaffen, weil einige dank der Unfähigkeit ihrer Eltern gewalttätig werden?
Dieser Gesetzesentwurf ist wirklich furchtbar. Und völlig vorsintflutlich.
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Kommentar 172
16.07.2010 12:49:00 von D. Szymanski
Das geplante Gesetz ist noch nicht verabschiedet und schon zeigen sich die Folgen....
Der 6 Monate junge Mischling Dodge sitzt nun sicher im Tierheim Mayen in RLP!
Auszug aus dem Vermittlungstext auf der Tierheim Homepage: "Dodge ist ein Opfer des Rassenvernichtswahns, der im Moment in Thüringen ganz massiv schlimm ist. Dort kommt der kleine Mann nämlich her. In einem dortigen Tierheim wäre er fast getötet worden,...."
Bestrafen Sie die Halter von den Hunden die gebissen haben, aber lassen Sie nicht unschuldige Lebewesen für die Fehler einzelner Menschen büßen!
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Ihre Gesetzesinitiative
15.07.2010 19:06:00 von Familie Venus
Sehr geehrter Prof. Dr. Peter M. Huber,
ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie erschrocken, betroffen und fürchterlich traurig mich Ihr Gesetzentwurf macht. Ich habe die Berichterstattung aufmerksam verfolgt, da unser Familienhund selbst ein SoKa-Mix ist. Aufgrund Ihrer sehr kompetenten Medieninformation 20/10 habe ich angenommen, dass hier keine sinnlosen, überstürzten und fachlich nicht fundierten Entscheidungen gefällt werden. Zitat aus Ihrer Medieninformation: „Die Thüringer Gefahrenhundeverordnung enthält keine Rasseliste. Die Festlegung einer Rasseliste wurde als nicht weitgehend genug empfunden, da nach allen Statistiken des Bundes und der Länder nicht die typischerweise als Kampfhunderassen bezeichneten Hunde für die meisten Körperverletzungen sorgen, sondern Mischlingshunde und Schäferhunde.“
Andere (Bundes-)Länder schaffen die Rassenlisten ab, da sie nicht zielführend sind und Thüringen (das bisher eine vorbildliche Verordnung hatte) will diese einführen. Das ist mir – und offensichtlich nicht nur mir – vollkommen rätselhaft.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bin entsetzt über den Todesfall in Oldisleben. Ich betrachte mich als verantwortungsvollen Hundehalter. Mein Hund ist angemeldet, versichert, wir besuchen eine Hundeschule und er ist IMMER angeleint, wenn außerhalb unseres Grundstücks andere Menschen oder Tiere in der Nähe sind. Das tue ich nicht, weil er eine Bestie ist, sondern aus Rücksicht auf andere. Mein Hund hat im Übrigen noch nie jemanden (oder ein anderes Tier) verletzt, obwohl er selbst schon schwer am Hals durch die Bisse eines Nicht-Listenhundes verletzt wurde. Ich habe den Vorfall nicht zur Anzeige gebracht. Was aber wäre passiert, wenn mein Hund gebissen hätte?
Ich bin für
• einen Sachkundenachweis,
• polizeiliches Führungszeugnis,
• eine Versicherungspflicht
• Auch eine Leinenpflicht in bestimmten Gebieten sowie
• die Kennzeichnung durch Chip o.ä. sind m.E. sinnvoll.
Zusätzlich können – wie bisher auch – ergänzende Auflagen (wie z.B. Maulkorbpflicht) für auffällig gewordene Hunde angeordnet werden. Ein genormter und fairer Wesentest (wie ihn z.B. Herr Thomas Baumann schon vor 10 Jahren vorgestellt hat) sollte die Grundlage sein, auffällig gewordene Hunde bez. Ihres Aggressionspotentials und der Reizschwelle einzuschätzen und daraus entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Einen Wesentest für alle Hunde, die so aussehen, als ob sie ein SoKa wären, halte ich für nicht sinnvoll.
Diese Regelungen sollen aber bitte für alle Hunde einheitlich sein. Jeder Hund kann und wird beißen, wenn man seine Reizschwelle überschreitet und die vorangegangenen Signale des Hundes missachtet hat. Und jeder Hundehalter sollte sich dessen bewusst sein und entsprechend verantwortungsvoll handeln (schon bevor der Welpe/Hund ins Haus kommt).
Ich bin gegen
• Rasselisten,
• rote Warnschilder an Wohnungen und Grundstücken,
• Zwangskastrationen,
• generellen Maulkorbzwang und
• auch Tötungen nur aus der Begründung heraus, dass der Hund phänotypisch zu den Rassen auf einer willkürlichen Liste gerechnet werden kann.
Übrigens sind derzeit mehrere Petitionen auf dem Weg. Hier ein Beispiel: (Link wurde entfernt, siehe Kommentarrichtlinien). Dort geht es um folgende Eckpunkte:
1. Eine einheitliche Bundeshundeverordnung
2. Die Abschaffung der Rasselisten
3. Mehr Freilauf für Hunde (nach Sachkundenachweis)
4. Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde
5. Eine Haftpflichtversicherungspflicht für alle Hunde
6. Ein Heimtierzuchtgesetz
Sehr geehrter Prof. Dr. Peter M. Huber, schauen Sie sich bitte obigen Vorschlag genau an. Wäre das nicht die ideale Basis für „Ihr“ Gesetz? Ich kann mir vorstellen, dass Sie unter immensem Druck stehen. Diesen Druck durch die Öffentlichkeit spüren wir SoKa-Halter jeden Tag. Wir und unsere Hunde werden beschimpft, bedroht, angegriffen. Und das völlig grundlos.
Zitat aus Ihrer Medieninformation 21/10: „Nach Inkrafttreten des Gesetzentwurfs werde in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren die Anzahl der legal gehaltenen Kampfhunde in Thüringen gegen Null reduziert“. Ich kann Ihnen nur sagen, die legal gehaltenen SoKas sind nicht das Problem, sondern die illegalen (siehe Oldisleben). In 10 Jahren gibt es dann nur noch illegale mit Haltern, die sich an kein Gesetz, keine Verordnung halten werden und auch keine Verantwortung gegenüber anderen Menschen oder Tiere empfinden. Ist das wirklich eine schöne Zukunftsaussicht? Denken Sie illegal gehaltene Hunde auf Privatgelände beißen in 10 Jahren nicht mehr?
Ich möchte auch weiterhin mit meiner Familie und meinem Ares hier in Thüringen wohnen und werde darum kämpfen. Bevor wir aber hier diskriminiert und mein Hund körperlich oder seelisch verstümmelt wird, werde ich das (Bundes)-Land verlassen. Ich bin übrigens keine „asoziale Verbrecherin“ sondern eine Ihrer händeringend gesuchten Fachkräfte hier im Land. Ich bin Diplom-Wirtschaftsinformatikerin und habe einige Jahre Berufserfahrung. Ich bin selbstverständlich berufstätig, Steuerzahlerin (nicht nur Hundesteuer) und Wählerin.
Ich fordere Sie auf, sich kompetente Unterstützung zu holen und eine Regelung zu finden, mit der wir ALLE leben können.
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Venus mit Familie und Hund
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Gefahrenhundeverordnung
15.07.2010 18:15:00 von Cornelia Therés
Die wirkliche Gefahr geht von inkompetenten Hundehaltern aus. Statt einzelne Hunderassen auszugrenzen und ihnen per se Gefährlichkeit zu attestieren, was nicht zutreffend ist, sollte das Augenmerk auf die Hundehalter gelenkt werden. Diesen gilt es ihre Verantwortung klar zu machen. Und zwar ihre Verantwortung für den Stafford genauso wie für den Malteser. Meiner Ansicht wird durch die geplante Gefahrenhundeverordnung kein einzelner Beissvorfall verhindert werden. Ich halte sie für Augenwischerei.
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Kommentar 175
15.07.2010 16:24:00 von Uschi Apelt
Der Begriff " Kampfhund " müßte stehen für den Kampf der Hunde gegen Vorurteile , Rassismus und Hetzkampagnen !
Es gibt keine blutrünstigen oder gefährlichen Rassen ! Es gibt nur inkompetente Halter oder tragische Unfälle durch Fehlverhalten . Und Leute , die die Kraft und Stärke der Tiere mißbrauchen ! der Mensch ist Schuld und das Tier zahlt die Zeche...
Wegen einzelner tragischer Unglücksfälle oder verbrecherischem verhalten einzelner Hundehalter ! das Gro dieser sog. " gefährlichen " Hunde sind herzensgute familienmitglieder !! sie alle zu verteufeln und zu bestrafen ist nichts weiter als Rassismus ! Rassismus war schon immer Unrecht und wird es immer sein !
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Kommentar 176
15.07.2010 14:13:00 von R. Cochrane
Sehr geehrte Damen und Herrn,
mit Erschütterung mußte ich lesen, daß Sie Rasselisten einführen wollen. Ich habe die von Ihnen diskriminierten Rassen durch meine Tochter kennen und lieben gelernt. Durch die Verteufelung dieser Hunde wird nicht ein Beißvorfall verhindert werden. Sie können doch nicht die Menschen, die ihre Hunde vernüftig halten, für die Fehler anderer (die noch nicht mal in der lage sind, die Hunde anzumelden) betrafen.
Sie treffen mal wieder die Falschen.
Man kommt ja auch nicht auf die Idee, alle BMW's zu verbieten, weil damit ein verantwortungloser Mensch, betrunken und ohne Führerschein, einen anderen getötet hat.
Wo bleibt die Gerechtigkeit?
MfG R. Cochrane
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Hundeverordnung
15.07.2010 12:55:00 von Tanja
Eine schnell gestrickte und in meinen Augen völlig überzogene Verordnung wird leider nichts an dem generellen Problem ändern. Hunde sind Hunde und Hunde haben Zähne. Wo immer wir mit Hunden, gleich welcher Rassen leben, hat es immer Unfälle gegeben und daran wird auch die gezielte Ausrottung bestimmter Rassen nichts ändern.
Wenn ein Unfall passiert, ist es rein physikalisch egal, ob ein gelisteter Hund oder ein nicht gelisteter Hund mit vergleichbaren Voraussetzungen gebissen hat. Es einfach an Namen festzumachen, ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg.
Sie hatten in Thüringen bis jetzt doch ein gut funktionierendes System. Warum geben Sie das wegen EINES tragischen Unfalls auf? Ist der öffentliche Druck und Schrei nach möglichst drastischen Sanktionen so groß? Wenn morgen Tante Ernas Pluto von nebenan auffällig wird, schützt mich davor auch keine Verordnung. Mit dem bisherigen System sind sie jahrelang gut gefahren und mir hat die Gleichbehandlung aller Hunde immer sehr zugesagt.
Ein weiteres Problem liegt in meinen Augen darin, dass wir erst mal wieder lernen müssen, den Hund als Hund zu sehen und artgerecht zu behandeln. In den letzten Jahren ist es mir immer wieder aufgefallen, dass gerade Kindern oftmals eine generelle Angst vor Hunden anerzogen wird oder ihnen jegliches Verhalten erlaubt wird, weil der Hund sich ja eh nicht wehren darf. Als ich aufgewachsen bin, haben mir meine Eltern eingebläut, dass ich keine schlafenden Hunde anzufassen habe, fragen muss, bevor ich einen Hund streicheln kann und generell kein Tier zu bedrängen habe. Man kann auch Kindern in leicht verständlichen Worten den Umgang mit Lebewesen beibringen und auf Gefahren bei Fehlverhalten hinweisen, ohne gleich Ängste zu schüren.
Wir erwarten von einem Hund mittlerweile, dass er all sein hündisches Verhalten ablegt und sich so verhält, wie man es früher von keinem Hund verlangt hätte. Ein Hund ist keine ferngesteuerte Maschine und wird sich auch nie so verhalten. Der Mensch muss wieder lernen, vernünftig und realistisch mit Hunden umzugehen und auch gerade im Umgang mit Kindern Vorsicht walten zu lassen, ohne panisch zu werden. Ein Großteil der Unfälle mit Hunden passiert im privaten Umfeld oder direkt in der eigenen Familie. Da sollte man ansetzen und nicht bei den Rassen!
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Ein klares Nein zum vorliegenden Gesetzentwurf!
15.07.2010 12:06:00 von Panela Opitz
Erst einmal möchte ich danken, daß es hier eine Gelegenheit gibt, seine Meinung zu dem angedachten Entwurf zu äußern.
Von meiner Familie und mir gibt es ein deutliches Nein zu dem obigen Gesetzentwurf!
Die darin enthaltenen Punkte diskriminieren die gewissenhaften Halter besonderer Hunderassen.
Wie das schreckliche Unglück in Oldisleben zeigt, fand auch dieser Unfall (wie ein Großteil der Vorfälle an denen Hunde beteiligt sind) im privaten Umfeld statt.
Kein Gesetz und keine Verordnung aus keinem Bundesland hätte dieses Unglück verhindert.
Das Versagen, daß zu diesem Unfall führte, ging in erster Linie von Menschen aus - von den direkt familiär Beteiligten wie auch von den Behörden, die jederzeit auch auf der Grundlage der bereits bestandenen und bestehenden Gesetzesgrundlage hätten eingreifen können.
Es gibt bereits heute Verordnungen und Gesetze. Bereits heute wäre ein Durchgreifen bei unzuverlässigen Hundehaltern möglich. Leider findet dieses jedoch recht selten und recht langwierig statt.
Aufgrund der geringen Personaldichte der Behörden für solche Problematiken wird sich auch in Zukunft, trotz ggf. neuer Gesetzgebung, aufgrund der mangelnden Prüfung der wirklich auffälligen Hundehalter nichts ändern.
Entgegen einhelliger Expertenmeinungen werden Kritierien zur vermeindlichen Sicherheit der Bevölkerung festgelegt.
Fakt ist jedoch, daß durch diese Kriterien z. B. Rasselisten keine wirkliche Sicherheit geschaffen wird.
Es werden Hunde und somit deren Halter stigmatisiert.
Nur die verantwortungsvollen Hundehalter würden sich um die neuen Regeln kümmern. Diejenigen die noch nicht einmal heute ihre Hunde ordnungsgemäß zur Steuer anmelden, werden morgen gewiss keinen Wesenstest mit ihrem Hund oder einen Hundeführerschein erwerben wollen. Diese Menschen scheren sich nicht um Regeln.
Bei Ihnen ist ein direktes Durchgreifen zum Schutz der Hunde nötig, daß eben (wie oben geschrieben) auch mit der heutigen Gesetzgebung möglich ist.
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Kommentar 179
15.07.2010 11:49:00 von Stefan Weiss
Mit diesem schrecklichen Gesetzesentwurf, der hoffentlich niemals verabschiedet wird, trifft man einzig und allein die verantwortungsbewussten Hundehalter, die ihre Vierbeiner mit Liebe, Konsequenz und zum Wohle der Allgemeinheit erziehen.
Ich arbeite ehrenamtlich seit einigen Jahren intensiv im Tierschutz und habe dabei so viele wertvolle Erfahrungen machen dürfen.
Ich selbst war vor vielen Jahren davon überzeugt, dass man bei "diesen Kampfhunden" weitaus mehr aufpassen müsste, als bei Goldie, Neufundländer etc., weil sie an sich gefährlicher und aggressiver sind.
Obwohl ich nicht einmal wusste, woher ich dieses "Wissen" eigentlich hatte, das galt als Allgemeingut und "war eben so", weil ich das schon oft gehört hatte.
Doch im Tierheim wurde ich zum Glück sehr rasch eines Besseren belehrt. Dort trifft man Hunde, welche die unterschiedlichsten, oftmals traurige, schreckliche Vorgeschichten haben. Es gibt Schäfi- Mixe, die sich aufgrund jahrelanger Misshandlungen bei entsprechender Sensibilität angst-aggressiv zeigen, Golden Retriever, denen man nur mit äußerster Vorsicht näher kommen sollte, verwahrloste, furchtsame Dobermänner, die angstvoll eher das Weite suchen, als anzugreifen. Ebenso habe ich viele Staffordshire und Bullterrier kennengelernt, die trotz groben und langjährigen schlimmsten Misshandlungen und vielen wüsten Narben auf ihren Körpern noch zutraulich und nur lieb auf Menschen zugehen, sich nach Geborgenheit, Liebe und Verständnis sehnen und obendrein noch andere Hunde mögen. Diese Tiere leiden unter den ohnehin schon bestehenden Vorurteilen und Auflagen, die ihre (künftigen) Halter erfüllen müssen.
Wollen Sie tatsächlich unschuldig hinter Gittern sitzende Vierbeiner für die grenzenlose Unzulänglichkeit einiger Menschen bestrafen?
Ist das nicht mehr als bigott?
Ist es nicht eher so, dass - mal wieder - die Minderheit der schlechten Halter und die durch sie entstandenen gefährlichen Hunde auffallen, und die 99 % der unauffälligen und trotzdem denunzierten Rassenzugehörigen samt ihren Haltern, die im Einklang mit ihrer Umwelt leben, einfach außen vor gelassen werden? Von der Macht der sensationslüsternen , oft die Realität beliebig verzerrenden Medien ganz zu schweigen.
Es existiert nicht DIE aggressive, gefährliche Rasse, durch deren Verbot man das vom Mensch herbeigeführte Übel verhindern könnte. Diese als äußerst riskant geltenden Rassen entstehen erst durch den Mensch, da dieser zum Kategorisieren, Klassifizieren, Verallgemeinern neigt, um sich die doch so komplexe Welt zu erklären. Das ist auf eine Art verständlich und menschlich - aber dennoch entsetzlich falsch. Die Welt ist nicht schwarz-weiß.
Und das Wesen eines Hundes ist es erst recht nicht.
Beweisen Sie Weitblick. Setzen Sie dort an, wo das Unheil seinen Anfang nahm: beim Mensch.
Zeigen Sie, dass es noch ein Stück Gerechtigkeit auf dieser Erde gibt.
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Kommentar 180
14.07.2010 21:13:00 von Linda Peter
Ich bin entsetzt, dass Thüringen nach diesem schrecklichen Beißvorfall nun auch nachziehen will und diesen Gesetzesentwurf verabschieden möchte.
Ich selbst halte seit 20 Jahren Hunde und beschäftige mich viel mit deren Erziehung und Psychologie. Aktuell halte ich, nach dem Tod meiner Hündin im Oktober letzten Jahres, eine 2,5 kg Bologneserhündin. Ich habe also im Grunde kein persönliches Interesse, habe aber genug Ahnung von Hunden um zu wissen, dass es definitiv keine gefährlichen Rassen gibt.
Ich frage mich wer Sie bezüglich dieser Problematik beraten hat, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein einziger Sachverständiger finden lässt (unabhängig davon, ob er die betreffenden Rassen mag oder nicht), der einzelnen Rassen eine generelle Gefährlichkeit unterstellt.
Ich war jahrelang im Tierheim aktiv, habe einen Sachkundenachweis für sogenannte Listenhunde und daher viel mit American Staffordshire Terriern, Pitbulls und Co. zu tun gehabt und ich bin entsetzt über die Diskriminierung und Massenhetze, die durch die Presse und die aus reiner Hilflosigkeit entstandenen Gesetze gefördert werden.
Wie kann die Rasseliste mit der Anzahl der Beißvorfälle gerechtfertigt werden, obwohl hinreichend bekannt ist, dass an den meisten Beißvorfällen in Deutschland der Deutsche Schäferhund und seine Mixe beteiligt sind? Dies ist wissenschaftlich belegbar, im Gegensatz zu der Gefährlichkeit der Kampfhund-Rassen. Offensichtlich hat der Schäferhund eine zu große Lobby um aufgeführt zu werden oder sieht einfach nicht gefährlich genug aus.
Verstehen Sie mich nicht falsch, es wäre ebenso unangebracht den DSH den willkürlichen Gesetzen zu unterwerfen, denn auch bei dieser Rasse kommt es auf die Sozialisation, Erziehung, körperliche und geistige Auslastung und damit auf das "obere Ende" der Leine an!
Ich bin einfach wütend darüber, dass in Deutschland willkürlich fehlbegründete Gesetze erlassen werden können, die verantwortungsbewussten Hundehaltern und Tierschützern derart Steine in den Weg legen. Obwohl die angenommene Gefährlichkeit der Rassen zweifelsfrei widerlegbar ist, kann man sich nicht dagegen wehren. Das macht mich krank und macht mir auch deutlich, welche Macht und Willkür der Staat bzw. die Länder besitzen.
Ich selbst wollte einen erblindeten American Staffordshire Terrier aus dem Tierheim zu mir holen. Dieser Hund hatte sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, seine Wesenstests mit Bravour bestanden, war vorbildlich sozialisiert und erzogen, mit Kindern, Katzen und allen anderen Hunden (egal welchen Geschlechts) verträglich und es war mir nicht möglich ihn zu mir zu nehmen, da das zuständige Ordnungsamt mir keine Sondergenehmigung zum Führen dieses lammfrommen behinderten Hundes gemeinsam mit meinem 2,5 kg Hund erteilen wollte.
Da ich meine Hunde artgerecht auslaste (geistig und körperlich) habe ich nicht ausreichend Zeit im Alltag mit beiden Hunden getrennt spazieren zu gehen, daher scheiterte die Aufnahme des Hundes, der nun mit stressbedingtem Haarausfall und blutigem Durchfall wieder im Tierheim sitzt!
Wie kann es sein, dass ich mit 10 "scharfen" Schäferhunden spazieren gehen darf (solange nichts passiert), aber die Öffentlichkeit in Gefahr sein soll, wenn ich mit einem perfekt erzogenen, blinden 30 kg Hund plus Schoßhündchen unterwegs bin, das ebenfalls zuverlässig gehorcht?
Bitte überdenken Sie diese Entscheidung!
Die Tierheime sind voll von unschuldigen Opfern der Rassenhetze..
Allein die erhöhten Steuern machen es für viele zuverlässige Hundehalter unmöglich so ein Wesen aufzunehmen!
Und glauben Sie mir: Das "Klientel", das sich sogenannte Kampfhunde als Statussymbol hält, nicht artgerecht hält und vielleicht sogar durch Gewalt und Einschüchterung zu tatsächlich gefährlichen Hunden macht, wird auch nach dem Verabschieden des Gesetzesentwurfs weiterhin diese Hunde halten. So wie es auch der Besitzer des American Staffordshire Terriers getan hat, der 2000 den kleinen Volkan auf dem Spielplatz getötet hat. Dieser Mann stammte aus dem "Milieu", sein Hund war mehrfach durch abnorme inadäquate Aggression aufgefallen. U.a. hat dieser Herr seinen Hund auf einen Geschäftspartner gehetzt. Der Hundehalter hatte eigentlich Auflagen zu erfüllen, die ihm die Hundehaltung (egal welcher Rasse) verboten. Dies wurde nicht hinreichend vom verantwortlichen Amt überprüft, sonst hätte der furchtbare Tod des kleinen Jungen vermieden werden können und die Rassenpolitik wäre nicht aus purer Hilflosigkeit entstanden um die aufgebrachte und verängstige Gesellschaft zu beruhigen.
Oder glauben Sie, dass sich dieser mehrfach vorbestrafte und verurteilte Herr an die neuen Auflagen gehalten hätte?
Die ganze Geschichte ist im Bericht von Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, die als Sachverständige den Fall untersucht hat, nachzulesen.
Vielleicht sprechen Sie einfach mal mit Sachverständigen. Ich muss leider davon ausgehen, dass Sie dies bisher versäumt haben.
Was halten Sie denn von einem "Hundeführerschein" für jeden (neuen) Hundehalter? Auflagen, dass jeder Hundehalter eine Hundeschule besuchen muss? Meinetwegen sogar Wesenstests für alle Hunde, aber bitte keine wissenschaftlich völlig unbegründeten und irrationalen Rassenlisten, die verantwortungsbewussten und fähigen Hundehaltern das Leben schwer und Hilfe für einen Tierschutzhund unmöglich machen.
Falls der generelle Wesenstest eingeführt werden sollte, bin ich schon sehr gespannt auf eine representative Studie bezüglich der auffälligen Rassen.
Es wird nämlich so kommen, dass unter anderem Dackel, Jack Russell-Terrier und Australian Shepherds diese Statistik anführen werden. Nicht, weil die Rassen gefährlich oder von Grund auf aggressiv sind, sondern weil eben diese Rassen oft unterfordert und gelangweilt als unterschätzter Familien- /Rentnerhund gehalten werden. Schuld ist eben doch immer das obere Ende der Leine!
Linda Peter
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neues thüringer gesetz
14.07.2010 20:58:00 von A.G.
auch wenn ich nicht in thüringen lebe...dieser gesetztesentwurf is nur wenig durchdacht...
1. können alle hunde, egal welcher rasse oder mischung potenziell gefährlich werden!
entscheidend ist der einfluss, den der halter auf das tier nimmt.
2. bisher bestehende gesetzte werden nicht exekutiert...wie sollen dann bitte weiterführende gesetze kontrolliert werden?
3. selbst wenn eine pflicht zu kennzeichnung und was weiß ich besteht...wie viele halten sich denn bisher daran?
die im akuten fall verwickelten hunde waren lt. medien nicht gemeldet, obwohl eine meldepflicht besteht...
also hat die meldepflicht nix verhindert
viel wichtiger finde ich, endlich zur bevölkerung durch zu dringen...dass sie eine verantwortung für ihre hunde haben...
warum sollte nicht jeder hundehalter nachweisen müssen, dass er geeignet ist? oder wenigstens mit seinem hund, oder hunden zurecht kommt...
und die aussage, man sollte körperlich in der lage sein einen solchen hund zu führen...guter witz...
zum einen sind die aufgezählten rassen meist unter 30kg...also kann man die durchaus halten, wenn man erwachsen ist...
und zum anderen...es gibt rassen, welche nicht auf solchen listen stehen, die weit schwerer sind...und die im zweifel kein mensch halten könnte...
ich denke da an hunde über 40kg...manche rassen schaffen auch über 100kg...
ich denke einfach, es wäre sinnvoller, bestehende gesetze endlich zu kontrollieren...und wenn schon verschärfungen, dann bitte für alle!
egal welcher rasse oder mischung ein hund angehört!
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Helfen statt verfolgen und verbieten
12.07.2010 23:37:00 von Karsten Gruber
Die geplanten Rasselisten sind kontra produktiv, denn sie zeigen nur bei Leuten Wirkung, die sich eh an die Regeln halten und ihre Hunde ordentlich halten. Jeder, der seinen Hund liebt und ordentlich hält, wird diese Gesetze mitmachen und sich den Gesetzen fügen. Diese Leute haben sich aber bereits vorher anständig verhalten. Wer es eh mit Gesetzen und Regeln nicht so ernst nimmt, wird sich auch bei den neuen Gesetzen und Verordnungen nicht anders verhalten als vorher. Warum sollte sich jemand, der eh keine guten Absichten hat, sich an diese Regeln halten? Im Gegenteil werden die Leute ihre Hunde noch besser verstecken und dadurch noch schlechter halten. Anständige Halter werden nur verschreckt und in die Defensive gedrängt. Man züchtet sich dadurch nur Halter heran, die Fehler und Probleme nicht eingestehen und diese im Gegenteil zu verstecken versuchen. Wenn jemand Probleme mit der Erziehung bemerkt, oder sonstieg Probleme sich auftun, wird doch kaum jemand den Mut haben, sich Hilfe zu suchen, wenn er fürchten muss, dass ihm sein Hund abgenommen werden kann. Es gibt zudem unzählige Menschen, die ohne Verschulden oder aus Dummheit an einen "Kampfhunde-Welpen" geraten. Wer wird denn nach diesen Gesetzen den Mut finden, sich hilfesuchend an eine Behörde oder ein Tierheim bzw. irgend eine Stelle zu wenden? In anderen Bundesländern ist dies der Alltag. Halter, die irgendwann feststellen, dass sie einen Hund "illegal" halten, versuchen jeden Weg zu gehen, um ihren geliebten Hund nicht zu verlieren, aber sie wenden sich mit Sicherheit nicht an die Behörde, die ausnahmlos und stur nach Gesetz die Hunde einzieht.
Wäre es nicht schlauer und sinnvoller, die Haltung unter durchführbaren Kriterien zu erlauben und Halter solcher Hunde dazu zu ermutigen, ihre Hunde legal und vernüftig zu halten? Wäre es sogar nicht sinnvoller sogar Hund- und Haltergespanne, die nicht funktionieren, Hilfe anzubieten in Form von Training bei einem Hundetrainer, oder einer Beratung, als die Hunde einzuziehen? Halter, die nicht bereit sind, sich ordentlich und vernünftig mit Hunden auseinander zu setzen, sollten konsequent bestraft werden. Vergehen härter bestraft und der Halter mehr in die Verantwortung gezogen werden. Ich habe eine Menge Halter kennen gelernt, die Probleme mit ihren Hunden hatte, aber nicht wussten, wie sie diese lösen können. Ob es jetzt Leute waren, die unbewusst zu einem Listenhund gekommen sind, oder es Nichtlistenhundhalter waren, die Probleme mit der Erziehung hatten und sich nicht trauten sich Hilfe zu suchen, damit ihnen der Hund nicht abgenommen wird. Die Rasselsiten helfen nicht, sondern verschärfen alles nur noch mehr. Eine Pflichtregistrierung alles Hunde, eine Haftpflichtversucherung und eine konsequente durchsetzung der Gesetze bei Verstößen, würden viel mehr bringen.
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Minderheiten schützen
12.07.2010 22:56:00 von Fossyle Marc
Mich erschüttert besonders, dass Minderheiten wie Halter von Kampfhunderassen durch die Politik nicht geschützt werden. ImGegenteil werden entgegen besseren Wissens Gesetze verabschiedet, die nachweislich nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse basieren, sondern populistische Ziele verfolgen. Muss die Politik denn nicht auch entgegen der öffentlichen Meinung und auch dann, wenn Entscheidungen nicht populär sind, im Sinne der Wahrheit und zum Schutz von Minderheiten entscheiden? Wer schützt die unzähligen Hundehalter solcher Rassen vor diesen willkürlichen und ungerechten Gesetzen? Fällt es denn so schwer, die Bevölkerung aufzuklären und vernüftige Gesetze zu beschließen? Traut man den Bürgern denn so wenig zu? Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass sich Leute eines Besseren belehren lassen, wenn man ihnen Fakten aufzählt. Es kann doch einem vernünftigen Menschen nicht recht sein, dass unschuldige Menschen und Tieren Leid zugefügt wird. Sind denn Halter solcher Hunde keine anständigen Menschen in den Augen der Politiker? Warum kriminalisiert man solche Menschen und stellt sie wie asoziale und rücksichtslose Menschen hin?
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Neues Gesetz Gefahrenhundeverordnung
10.07.2010 22:12:00 von Peter Löwisch
es muss die Frage erlaubt sein, wann Politiker erndlich lernen. Bzw. ob sie überhaupt lernfähig sind. Denn, und das haben alle Hundegesetze in den letztren Jahren ergeben, nicht der Hund, und schon gar nicht eine bestimmte Hunderasse, ist bissig, gefährlich oder somst wie. Es ist immer, und ich betone immer, eine Ferage,bzw. das Problem des Hundehalters. Wenn man Beissunfälle in den verschiedenen Länderstatistiken sich ansieht, so sind es mitnichten die angesprochen Bull Rassen.
Wann begreifen es die Politiker endlich, was alle Experten sagen. Es sollte endlich daran gedacht werden, einmen allgemeinen Hundeführerschein einzuführen, egal welche Hunderasse der entsprechende Halter hat. Dies wäre endlich eine Maßnahme im Sinne des Tier- und des Menschenschutzes.
Ich selber bin Halter, und dass seit 2 Jahren, eines American Pitbull Terriers, dem es in normalen Situationen nie in den Hundesinn käme, einen Menschen zu beissen. Ganz im Gegenteil, er liebt alle Menschen. Denn gerade die Bull Rassen sind absolut menschenbezogen im positiven Sinn.
Liebe Politiker, holen sie sich doch bitte den Rat von Prof. Hackbarth, Dr. Feddersden-Petersen, Günter Bloch, Dr. Eichelberg, Dr. Wardeck-Mohr u.v.a.m. ein und dann machen sie ein Gesetz, das wissenschaftlichen Erkenntnissen, der realen Sachlage und dem Tierschutz entspricht.
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geplante rasseliste
10.07.2010 16:14:00 von Eve
sehr geehrter herr prof. dr. huber,
ich würde ihnen gerne meine meinung zu diesem gesetz sagen, aber es sind so viele fragen offen.
welche sachverständige werden bei dem "hearing" gehört?
welchen einfluss haben die meinungen der experten auf die verabschiedung des gesetzes?
wie gedenken sie das gesetz umzusetzen?
was geschieht, wenn es zu beißvorfällen mit anderen rassen kommt, welche kriterien gelten für eine erweiterung der rasseliste?
sollte sich herausstellen, dass die "verbannung" der vier rassen keine beißvorfälle verhindert, was passiert dann. (in den niederlanden hat man nach 15 jahren der regeling aggressieve dieren -auch RAD genannt - gemerkt, dass eine verbannung diverser rassen nicht den gewünschten erfolgt bringt. auch dort hat man sich mit experten auseinandergesetzt und ist daraufhin zu dem entschluss gekommen, dass man eine gefährlichkeit nur auf ein hundeindividuum beziehen kann, nicht auf eine hunderasse)
wird es tötungen von hunden geben?
was hat sie dazu veranlasst, innerhalb von wenigen tagen, ihre meinung zu ändern? sie waren jahrelang davon überzeugt, dass eine rasseliste nicht den schutz der gesellschaft vor beißunfällen gewährt. durch was hat sich ihre meinung so geändert?
der unfall in oldisleben ist schlimm und so etwas darf nicht passieren. da das unglück im häuslichen umfeld passiert ist, hätte wohl eine rasseliste diesen nicht verhindern können.
wäre es nicht sinnvoller, die bisherige regelung anzuwenden?
sie sehen, es stehen noch viele fragen offen.
über die beantwortung würde ich mich sehr freuen.
mit hundefreundlichem gruß
eva h.
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Was soll diese Rassendiskriminierung?
10.07.2010 11:56:00 von Steffy
Wie sich bereits in anderen Ländern gezeigt hat ist die Annahme, bestimmte Hunderassen seien gefährlicher als andere Rassen absolut aus der Luft gegriffen, es liegt einzig und allein an der Sozialisierung und der Erziehung, jeder Hund hat Zähne und jeder Hund ist durchaus in der Lage einen Menschen oder ein anderes Tier schwer zu verletzen, das ist einfach so, auch eine Katze oder Pferd können schwere Verletzungen verursachen und der Mensch erst Recht. Und der Mensch tut das auch und das oftmals mit voller Absicht. So ist es ebenfalls der Mensch, der einen Hund scharf macht, nicht weil der Hund das will, sondern weil der Mensch das möchte, hierbei ist es egal, was für ein Hund das ist, klar bevorzugen solche Menschen Hunde, die von ihrer reinen Optik her schon massig, groß oder sehr sportlich kräftig sind und nicht gerad den Golden oder den Dackel von nebenan, aber dafür können diese Rassen nichts, es liegt einzig am Menschen, er entscheidet in welche Richtung sich ein kleiner Welpe entwickeln soll, traurig aber wahr. Von der Rassebeschränkung werden hauptsächlich Menschen und Familien betroffen sein, denen ihr Hund treuer Freund und Gefährte ist, nicht aber die menschen, die Hunde in Kellern halten und abrichten, denn diese Hunde sind eh nicht gemeldet. Da werden Familien auseinander gerissen, weil die Auflagen oder Steuern nicht erfüllt werden können, Kinder können nicht verstehen, warum ihr bester Freund und Spielgefährte auf einen Maulkorb tragen muss oder gar die Familie verlassen muss. Unbescholtene Bürger werden im Nachhinein von anderen bedroht nur weil sie einen "solchen Hund" einen "Kampfhund" an der Leine haben, obwohl dieser vielleicht sogar Tierwaisen großzieht. Es ist traurig, in vielen Bundesländern so passiert hat die Politik nichts daraus gelernt, nein, die Politiker wollten die Folgen nicht mal sehen, überfüllte Tierheime, Bürger die in Angst um ihr Leben und das ihres Hundes leben und alles nur, weil die Behörden damals einfach nicht früher reagiert haben, und wenn dann wirklich was Schlimmes passiert, dann wird im Hauruck-Verfahren ein Gesetz ins Leben gerufen, mit dem niemandem geholfen ist. Denn trotz Rasselisten und Hundegesetzen passieren weiterhin Unfälle und Unglücksfälle mit Hunden, genauso wie es trotz aller Verkehrsregeln immer wieder Verkehrsunfälle gibt und geben wird. Kein Gesetz der Welt kann die Menschen vor jeglichen Gefahren beschützen, denn ansonsten müßte der Mensch einzig und allein vor sich selbst beschützt werden und das ist in einer Gemeinschaft einfach unmöglich. Bitte bedenken sie die Folgen für Hundebesitzer, die ein solches Gesetz mit sich bringen würde und vor allem denken sie mal darüber nach, wo und wann wir schonmal solche Diskriminierungen in Deutschland hatten, immer wieder wird von Integration gesprochen, aber dann geht man plötzlich als Politiker gegen die eigene Bevölkerung und grenzt Menschen aus dem "normalen" Leben aus nur weil sie einen Hund einer bestimmten Rasse ihr Eigen nennen, das darf einfach nicht passieren. Der Hund ist angeblich der beste Freund des Menschen, wenn es nun nach ihnen geht, dann sind nur noch bestimmte Rassen Freund des Menschen, nicht mehr der Hund, welch traurige Wandlung, wo doch alle gleich sein sollen.
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Rasseliste in Thüringen - ein weiteres Armutszeugnis für die Politik
09.07.2010 18:36:00 von Tanja
Es ist traurig mit welcher Rücksichtlosigkeit gegenüber verantwortungsvollen Hundehaltern über wissenschaftliche Erkenntnis hinweggesetzt wird.
Mit welcher Begründung geschieht das?
Haben wie es wirklich nötig uns auf falsche Sicherheitsversprechen zu verlegen an statt vernünftige und sinnvolle Politik zu machen?
Auch wenn meine Hunde noch (?) nicht zu den Listenhunden zählen, macht es mich als Thüringer unsagbar traurig.
Die, deren Hunde als Statussymbole angeschafft werden, werden sich weiterhin an keine gesetzlichen Auflagen halten. Der normale Hundehalter wird kriminalisiert, wenn er seinem Hund ein hundgerechtes Leben bieten will. Sollen wir demnächst unsere Hunde auf den eigenen Grundstücken auch mit Leine und Maulkorb sichern? Dort geschehen schließlich die meisten Beißvorfälle.
verständnislose Grüße
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Was sind die Folgen?
09.07.2010 16:45:00 von bvc
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wohne weder in ihrem Bundesland, noch besitze ich einen Hund der einer der von ihnen gelisteten Rassen angehört, trotzdem möchte ich an dieser Stelle mein Missfallen über das von ihnen beschlossene Gesetz mitteilen.
Ich befürchte dieses Gesetz wird ihrem Land und den Bürgern ihres Landes mehr Schaden, als Nutzen. Die Nutzlosigkeit eines solchen Gesetzes hat sich an allen Orten an denen ein solches oder ein ähnliches durchgesetzt wurde immer wieder von neuem erwiesen. Einige Länder (beispielsweise die RAD in den Niederlanden) haben im Nachhinein diese Gesetze wieder aufgehoben oder durch andere Rasse-unabhängige Gesetze ersetzt. Umso mehr verwundert es, daß ihr Land heute, nachdem all diese negativen Erfahrungen mit diesen Gesetzen vorliegen, ein solches verabschiedet.
Schwere Zwischenfälle mit Hunden (egal welcher Rasse) sind sehr seltene Ereignisse, zudem geschehen die meisten dieser Vorfälle im häuslichen Umfeld und bleiben so dem Einfluß des Gesetzgebers sowieso weitgehend entzogen. Risiken solch geringer Größenordnung sind, wie man den Forschungen zur Risikoanalyse entnehmen kann, wenn überhaupt dann nur durch extremen Aufwand weiter zu minimieren. Ein Gesetz wie das ihre kann dieses nicht leisten. Warum es dies nicht kann, haben viele meiner Vorredner schon erläutert.
Die negativen Folgen eines solchen Gesetzes sind jedoch enorm. Zum einen ist da der finanzielle Aufwand den die Umsetzung des Gesetzes erfordert. Nun kann man diesen natürlich auf die Hundebesitzer umlegen (dies wird auch sicher im gewissen Umfang geschehen), dieses von den Hundebesitzers aufgebrachte Geld wird jedoch an anderer Stelle dem Wirtschaftskreislauf entzogen und schwächt so die Konjunktur.
Die Folgen für den Tierschutz: Hunde die unter das Gesetz fallen, können praktisch nicht mehr artgerecht gehalten werden – viele dadurch schlecht sozialisiert (was die von Hunden ausgehende „Gefahr“ eher vergrößert), viele werden dauerhaft in Tierheimen landen und/oder euthanasiert werden.
Die Folgen für das soziale miteinander ihrer Bürger empfinde ich am folgenreichsten für die Lebensqualität in ihrem Bundesland.
Die Konflikte zwischen Hundehaltern und nicht Hundehaltern werden verschärft und dies trifft auch auf Hundehalter „normaler“ Hunde zu die nicht unter das Gesetz fallen. Statt evtl. Schwierigkeiten durch gegenseitige Rücksichtname zu klären werden Konflikte wohl zunehmend über Zuzug „der Behörden“ ausgetragen werden.
Hundehalter werden stigmatisiert. Die Halter der gelisteten Rassen insbesondere. Der Zwang ein „Warnschild“ an der eigenen Tür anzubringen ist nur der sichtbare Ausdruck dieser Entwicklung und höchst kritisch zu betrachten.
Nun sind Hundehalter zwar eine Minderheit der Bevölkerung allerdings eine von beachtlicher Größe. Zudem ist die Haltung eines Hundes in der Regel kein unwichtiger Teil des Lebens des Halters, sondern einer der emotionalen Mittelpunkte des Lebens wie z.B. Kinder und Familie. Gesetze und Regelungen die diesen Teil des Lebens betreffen haben emotional betrachtet eine viel größere Bedeutung, als man annehmen sollte.
Die sozialen Folgen treffen alle Hundehalter, nicht nur die direkt betroffenen Halter der gelisteten Rassen, denn der durchschnittliche Bürger wird im zunehmenden Maße alle Hund als potentiell „gefährlich“ wahrnehmen. Dies in einem Umfang welcher der tatsächlichen Gefährdungssituation nicht im geringsten entspricht. Die schon jetzt immer wieder erlebten Konflikte werden sich verschärfen.
Inhaltlich ist das neue Gesetzt sinnlos, die angestrebten Ziele die erreicht werden sollen nicht erreichbar.
Die negativen Folgen werden ihr Land begleiten, wenn der Rummel längst verflogen ist.
Die Einbuße an Lebensqualität (emotional, finanziell, sozial) für viele ihrer Bürger wird bleiben.
Mit freundlichen Grüßen
bvc
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Kommentar 189
08.07.2010 23:16:00 von Nancy Schorn
Ich bin der Meinung, die einzig richtige Lösung ist eine art Hundeführerschein für ALLE Hunde, egal wie groß und wie schwer.
Jeder Hund kann beißen und wenn ein kleiner Hund ein Baby beißt, kann es auch schlimme Folgen haben.
Täglich sehe ich Menschen die mit ihrem Hund überfordert sind.
Hunde die jeden anbellen der an ihnen vorbei geht und dazu Ihre Besitzer die in 'Babysprache' auf diesen bellenden/knurrenden Hund einreden.
Das sie ihn dadurch ermutigen weiter zu machen und ihn bestätigen wissen die meisten nicht.
Ein Hund versteht nicht was ich ihm sage, sondern nur wie ich es ihm sage…
So eine Situation hat doch sicher jeder schon mal beobachten können. Nicht wahr?
Das ist nur mal ein Beispiel von vielen.
Menschen die Hunde illegal halten und diese im schlimmsten Fall auch noch abrichten wird es leider immer geben.
Man kann nicht alles kontrollieren und nicht jedes Verbrechen verhindern. LEIDER!
Aber viele Hunde beißen nicht weil Sie abgerichtet wurden sondern weil Sie einfach sehr stark mit einer Situation überfordert sind und dann vielleicht auch noch einen unsicheren, genau so überforderten Halter haben.
Wenn eine Pflicht bestehen würde, ein gewisses Grundwissen über sein Haustier zu haben, würde es auch ganz bestimmt vielen Hundehaltern und Hunden besser gehen und es würde weniger Beißunfälle geben da diese ja meistens im privaten Umfeld passieren.
Davon bin ich überzeugt!
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"Kampfhundeverordnung"
08.07.2010 21:26:00 von Sabine
Das Problem ist immer der Mensch, nicht die Hunderassen.
Eine Haftpflichtversicherung und Kennzeichnungspflicht sind völlig in Ordnung, und das Halten von Hunden allgemein ab 18 Jahre.
Aber bitte keine Rassenverteufelung!
Macht eine vernünftige Hundeverordnung!
Sabine
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Sinnlose Diskriminierung
08.07.2010 10:21:00 von Michael Z.
Jährlich sterben zig mal mehr Menschen durch Autounfälle, übermäßigen Alkoholkonsum (ja, Alkohol wird im Fernsehen geradezu verherrlicht), vermehrten Zigarettenmissbrauch oder auch an den Folgen von Bulimie , als an Beißattacken, das lasse ich jetzt besser außen vor. JEDER größere kräftige Hund kann einen Menschen töten, ebenso kann ein Auto (bzw. der Fahrer) oder auch eine Treppe bei unvorsichtigem Betreten im schlimmsten Fall zum Tode führen. Also was tun? (Ironie on) Am besten alle "Kampfhunde" sofort beseitigen, dann herrscht Frieden auf unserem Planeten und die Menschen können wieder durch Kriege, sinnlose Gewalt und grenzenlose Umweltverschmutzung zur Dezimierung ihrer eigenen Spezies beitragen. (Ironie off) Ja, gehandelt werden muss - an der Unwissenheit der breiten Masse, an dem sinnlosen Rassenwahn, der allen wissenschaftlichen Ergebnissen entgegensteht, muss angesetzt werden. Sofort. Ein Hundeführerschein für alle Hundebesitzer muss her, den Hunden und der Umwelt zuliebe. Den Medien haben es diverse Hunderassen zu "verdanken" , dass sie nach wie vor von vielen als blutrünstige Monster angesehen werden. Für die Medien gilt leider: Manipulation ist besser als Information. Ich selbst arbeite im Marketingbereich und weiß umso mehr, wie das Fernsehen, und diverse Boulevardblättchen u.ä. die Massen beeinflussen. Da stellt sich jedoch die Frage: Was war zuerst da: Der aufgewiegelte hasserfüllte Mob oder Volksaufseher Bild und Konsorten? Sind die Staffs erst ausgerottet, bedienen sich sozial inkompetente, gewaltbereite Individuen anderer Rassen, die auf keiner Liste zu finden sind. Auf illegalem Weg, wenn nötig. Nichts wird sich durch die Beseitigung einer oder mehrerer Rassen ändern. Bitte schaffen Sie keine Zweiklassengesellschaf zwischen Haltern "normaler" Hund und "Kampfhundehaltern".
Ein Hund ist nicht wie er ist - er ist das, was der Mensch aus ihm macht.
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Kampfhundeverordnung
08.07.2010 01:54:00 von Bianca
Ich war fassungslos, als ich davon gehört habe. Der Vorfall ist einfach schlimm und natürlich sollte so etwas niemals passieren. Man muss sich immer im klaren sein, dass unsere Hunde vom Wolf abstammen, sie waren mal Wildtiere und sind es in ihren Genen noch immer. Aber wo soll das alles enden?
Darin, dass alle Hunderassen verboten werden?
Viele Kleinhunde beißen auch, aber da ist es ja noch niedlich, weil sie ja so klein sind. Nein, kein Hund sollte ein anderes Lebewesen beißen, aber daran sind nicht die Hunde schuld.
Diese allgemeinen Gesetze treffen immer die Falschen. Die Leute, die ihre Hunde gewissenhaft erziehen, sie entsprechend auslasten und drauf achten, dass sie kein anderes Lebewesen verletzen.
Ich habe selbst in Thüringen gewohnt und ich fand es dort toll, dass ich gerne zurück gekehrt wäre, wenn es die Umstände zu lassen.
Aber nicht unter diesen Umständen. Wenn ich mir vorstelle, ich würde was im Bereich Hunde machen wollen und diese Diskriminierung wäre noch da, nein, dass könnte ich nicht.
Ich bin mehr als froh, dass Niedersachsen diese Liste abgeschafft hat und sollte Thüringen diese Liste nicht einführen, dann werde ich mich gerne wieder in die Richtung umschauen.
Alle unsere Hunde sind Lebewesen. Wir müssen sie genauso achten, wie sie uns achten.
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Kommentar 193
07.07.2010 23:31:00 von Piggy
Sehr geehrter Herr Minister,
in Ihrem Gesetzentwurf werden Hunderassen aufgezählt die "ABSTRAKT" gefährlich sein sollen. Jedenfalls wird es so in fast allen Gerichtsurteilen als Begründung formuliert. Seit 1991 hat Bayern ein "Kampfhundegesetz" und die meisten Bundesländer sei 2000, inkl. der Bundesrepublik mit 4 Hunderassen. Es ist aber bis heute keinem Politiker oder Richter gelungen in Ihren Formulierungen die tatsächliche Gefährlichkeit dieser Hunderassen zu belegen, sondern man spricht nach 19 bzw. 10 Jahren immer noch von der abstrakten Gefahr. Ich frage Sie, wie nennt sich die Gefährlichkeit den anderen Hunderassen oder wird bei diesen Rassen die Gefährlichkeit ausgeschlossen, wenn nicht, dann frage ich Sie , wie wollen Sie die Bevölkerung vor diesen Tieren schützen?
Da oft auf die erhöhte Beisskraft hingewiesen wird, frage ich Sie, wo dazu die Studien sind? Ebenso wird über die Bemuskelung dieser Hunde die Gefährlichkeit definiert, aber welche Muskelpakete verbergen sich hinter einem langen Fell (Schäferhund,Bobtail usw.)?
Auch sehr gern wird in Urteilsbegründungen der Gerichte auf die Akzeptanz der Bevölkerung des Schäferhundes gegenüber der sogenannten Kampfhunde hingewiesen da deren Halter und Züchter über eine längere Erfahrung verfügen. Es wird aber ausser acht gelassen, das z.B. der Bullterrier schon 1877 nach Deutschland kam und er bis 1925 auch als Polizeihund in Deutschland diente.
Um der Bevölkerung Sicherheit vor zu gaukeln soll wieder ein Gesetz erlassen werden ohne das Studien der Wissenschaftler, Verhaltensforscher usw., die es mittlerweile weltweit gibt, berücksichtigt werden. Es sind in den Bundesländern verschiedene Hunderassen als ABSTRAKT gefährlich eingestuft worden, wobei es vorkommt das auf der einen Straßenseite der Rottweiler gefährlich ist, aber auf der anderen nicht und umgekehrt der Staff. Bullterrier.
Ich hoffe, dass in Deutschland über kurz oder lang doch Vernunft und normales Denken einzieht.
Mit freundlichen Grüßen
Harry Scherzberg
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Kampfhunde-Kampfhunde
07.07.2010 21:15:00 von Ulrich Päth
Sehr geehrter Herr Minister,
haben Sie, haben wir das nötig? Wir waren uns doch in Thüringen im Jahre 2001 einig. Was hat sich geändert? Mehr schwere und schwerste Vorfälle mit diesen Rassen? Schauen Sie bitte in die Statistik des Landesverwaltungsamtes! Hat die Verhaltensforschung inzwischen doch eine unzweifelhafte genetische Veranlagung entdeckt? Genausowenig, wie sie sie (wunschgemäß?) bei anderen Rassen entdecken wird. Deshalb wird trotz der entsprechenden Ermächtigung im Gesetzesentwurf keine den Weg auf die Liste finden (siehe dazu im Begründungstext - übrigens geht der Leitsatz des zitierten Urteils weiter!). Sollen Sie auch nicht. Wir wissen doch alle: Solange Hunde gehalten werden dürfen wird es Verletzte und Tote geben. Suggerieren wir doch nicht, das wir dies, durch welche Maßnahmen auch immer, verhindern zu könnten. (ganz kratzig nebenbei: mit einem rausgeworfenen Maulkorbzwang für bissige Hunde ganz sicher nicht). Die auszurottenden Rassen werden schon seit einigen Jahren ersetzt. Auch diese Hunde werden beißen!
Hundführerschein und Haftpflicht für alle - damit kann ich leben. Von mir aus auch eine Art 40/20-Regelung. Aber auch dann sollte kein Zweifel daran gelassen werden, dass das mit Hunden alleingelassenen Kindern nicht helfen wird...
Eine Rasseliste kann dies keinesfalls leisten - und ich denke, das Sie und Ihre Ministerialbeamten dies genau wissen.
Ulrich Päth
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warum?
07.07.2010 16:56:00 von andrea
warum wird immer wieder auf diesen rassen rumgehackt? wenn die politiker sich mal die beißstatistiken ansehen würden, wäre erkennbar, das gerade diese hunde NICHT oben stehen. es sind ganz normale familienhunde, die liebevoll und treu sind.
wann nimmt dieser rassismus gegen diese rassen endlich mal ein ende???
das böse liegt eindeutig am anderen ende der leine!!!
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Kommentar 196
07.07.2010 15:46:00 von Pressereferent Thomas Mau
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Die Resonanz zeigt, dass das Thema viele Menschen aus unterschiedlichen Interessen heraus interessiert und berührt. Insofern war es richtig, eine Plattform zur Meinungsäußerung einzurichten. Sachliche Argumente wurden in Einzelfällen durch emotionale Ausbrüche und Beschimpfungen begleitet. Dies führte leider dazu, dass sehr vereinzelte Beiträge nicht veröffentlicht werden konnten. Der Blog wurde für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema entsprechend den Blogregeln geschaltet.
Ich kann versichern, dass die Beiträge mit Interesse gelesen werden, ebenso wie diesbezügliche Artikel in anderen Medien. So erschien heute, am 07. Juli 2010, beispielsweise ein Artikel in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ mit dem Titel „Sind auch Schoßhunde ein Sicherheitsrisiko?“.
Ich lade Sie ein, sich auch weiterhin zu beteiligen und ihre Meinung zu äußern. Ihre Meinung ist genauso wichtig wie die zahlreichen E-Mails und Briefe, die uns zu diesem Thema erreichen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Mau
Pressereferent
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Kommentar 197
07.07.2010 12:55:00 von Ralf K.
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Gesetz geht komplett an der Realität und eigentlichem Problem dabei und entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Basis.
- Aggressiv ist nicht eine so genannte Rasse, sondern höchstens einzelne Hundeindividuen - und die gibt es innerhalb jeder Rasse
- Die Gesellschaft muss vor unvernünftigen unsachverständigen Haltern geschützt werden, die den Hunden nicht gerecht werden, dann gibt es auch kaum noch Beißvorfälle.
- Mit diesem Gesetz werden hunderte verantwortungsbewusste Hundehalter bestraft - ebenso werden Hunde einfach aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit dikriminiert, Zustände wie vor über 60 Jahren...
- Durch haltlose Verallgemeinerungen werden die verheerenden Beißvorfälle
nicht weniger, durch die Dezimierung einzelner Rassen wird nur die Angst in der Bevölkerug geschürt und eine Pseudo-Sicherheit geschaffen.
Beweisen Sie Intelligenz durch Ihr Tun und Handeln und setzen Sie dort an, wo die Schuld liegt: Beim Mensch.
Kinder tut ein sachgemäßer Umgang und ausreichendes Wissen über Hunde (und andere Tiere) nur gut, Aufklärung statt Panikmache sind angebracht, um eine dauerhafte Besserung zu erlangen.
Nein, wir Menschen leben nicht allein auf diesem Planeten und das ist gut so.
MfG
Ralf K.
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Kampfhundeverordnung
07.07.2010 09:50:00 von Claudia Richter
Ich möchte einen der ersten Beiträge noch mal zitieren (Beitrag 3, Herr Gellert)
"Es gibt genug wissenschaftliche Untersuchungen zur angeblichen Gefährlichkeit bestimmter Hunderassen, die von Ihnen ignoriert werden (z.B von der TiHo Hannover). Es gibt anerkannte Experten auf dem Gebiet der Hundeverhaltensforschung, auf deren Meinung sie offensichtlich nichts geben (z.B. Frau Feddersen-Petersen). Es gibt Staaten (z.b. die Niederlande) und Bundesländer (z.B. Schleswig-Holstein) welche erkannt haben, das die Listung bestimmter Hunderassen unsere Strassen nicht automatisch sicherer machen. Es ist mir im übrigen eine Freude, darauf hinzuweisen, das gemäß ihrer ersten Stellungnahme zum tragischen Unfall in Oldisleben Thüringen ebenfalls dazu gehört (hat)."
Herr Gellert spricht mir aus der Seele.
Alle Hundehalter sind gefordert.
Es ist nicht möglich die Gefährlichkeit eines Hundes an der Rasse festzumachen, Hinweise auf entsprechende Studien und Expertenmeinungen wurden bereits gegeben.
Gleichwohl ist es natürlich sehr viel populärer gegen Rassen mit geringer Lobby vorzugehen als sich unter Umständen den Unmut aller Hundehalter zuzuziehen. Schade, hat Ihre erste Stellungnahme doch anderes als diese unsägliche Verordnung erwarten lassen.
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Gegen Rasselisten
06.07.2010 22:20:00 von Nathalie B.
Ich bin gegen eine Einführung von Rasselisten denn diese werden das Problem nicht lösen, sondern geben der Bevölkerung nur eine vorgetäuschte Sicherheit .
Die Halter von Hunden sind in der Verantwortung , sie müssen ihre Hunde so führen das von ihnen keine Gefahr ausgeht und das hat mit der Hunderasse nichts zu tun!
Die Einführung einer Sachkunde für alle Hundehalter wäre viel sinnvoller um Unfälle zu vermeiden .
Mit freundlichen Grüßen
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rasseliste
06.07.2010 21:35:00 von ina smith
durch warnschilder gekennzeichnete hauseingänge und grundstücke.......was kommt als nächstes?
halter die für die breite öffentlichkeit und gut ersichtlich ebenfalls "gebranntmark" werden??
...so etwas ähnliches hatte deutschland schon einmal zu verkraften......manchmal sollte man aus der eigenen landesgeschichte lernen.......bedauerlich und politisch in keinster weise zu vertreten!!!!
mfg
ina smith
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Kommentar 201
06.07.2010 19:37:00 von Ines Reineke
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,
was Thüringen jetzt vor hat, ist für mich sehr traurig.
Nein, ich wohne nicht in Thüringen und nein, ich besitze auch keinen
sogenannten Listenhund.
Ich bin eine Hundehalterin die ihren Hund sehr liebt, genau wie
viele Hundehalter in egal welchem Bundesland, ihre Hunde lieben.
Einen Hund aburteilen der Rasse wegen, finde ich sehr arm. Jeder
Hund hat vier Pfoten, Zähne und ein Herz.
Kein Hund kann sich aussuchen, in welchem Fell er geboren wird, genau
wie sich kein Mensch aussuchen kann, mit welcher Hautfarbe.
Es gibt genug Regelungen und Gesetze, die es gilt zu beachten, einzuhalten
und zu kontrollieren.
Die Ordnungsämter und die Veterinärämter sollten mehr Personal bekommen, um den
Anzeigen oder den Meldungen von besorgten Bürgern, schneller nachgehen zu können.
Es gibt leider auch schreckliche Menschen, die sich kaum um eine artgerechte Haltung und die Bedürfnisse ihrer Tiere kümmern. Diesen Menschen sollte eine Haltung von Hunden
(bzw. allen Tieren) untersagt und verboten werden.
Es spielt keine Rolle, welcher Rasse ein Hund angehört. Wichtig ist, dass die Hundehalter
sich der Verantwortung bewusst sind, ihre Hunde einschätzen, lesen und verstehen
können.
Vielleicht sollte man sich Gedanken machen, wie man die Menschen einteilen kann,
denn nicht jeder Mensch ist in der Lage einen Hund vernünftig zu führen.
Was Sie vorhaben, verhindert keine Unfälle mit Hunden!
Setzen Sie bei den Menschen an, das ist der richtige Weg.
Mit freundlichen Grüßen
Ines Reineke
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Gesetzentwurf
06.07.2010 12:57:00 von Frank Herold
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber!
Es muß eine eigenartige Lage sein, in der sie sich befinden. Sie wissen, daß sie mit diesem Gesetz nichts aber auch garnichts verändern. Sie sind von Experten, Tierschutzvereinen und Tierärzten und auch von anderen Landesregierungen informiert, daß Rasselisten vollkommen sinnlos ja sogar extrem falsch sind!
Aber sie wissen auch, daß die Presse Sie zerreisen wird, wenn sie in Thüringen weiterhin auf die Einführung von Rasselisten verzichten.
Ich kann also nachvollziehen, warum dieser Gesetzentwurf vorliegt.
Allerdings frage ich Sie Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber. Können sie dieses Vorgehen mit Ihrem Gewissen vereinbaren?
Können Sie völlig missverstandene Rassen, die von der Presse völlig falsch dargestellt werden wirklich ausrotten, nur um von der Presse verschont zu werden?
Wenn Sie das können, frage ich mich, ob sie bei Kindern genauso reagieren könnten?!
Für uns Halter sind diese ruhigen, charakterfesten Tiere, wie unsere Kinder!
Sie leben mit uns in Familien, und selbst unsere jüngsten wissen, daß diese wundervollen Begleiter keine "Bestien" sind!
Ich bin mit Hunden aufgewachsen! Ich kenne Dackel, die einem beim wegdrehen in die Ferse beißen wollten, ich kenne Golden Retriever, die kleinere Hunde töten, nur um die Vorherrschaft beim Fressen zu haben... Und ich kenne unsere jetzigen Familienhunde (Staffordshire Bullterrier, American Stafford-Mix), die Ihr Fressen mit Katzenbabys teilen, die jeden kleineren Hund sofort mit in Ihr Rudel aufnehmen und die keinem Menschen gegenüber auch nur annähernd aggressives Verhalten entgegenbringen!
Jemand, der sich sein Bild über diese Tiere in der derzeitigen Presse gemacht hat, steht uns missbilligend und wütend gegenüber! Es ist wie der Kampf gegen einen Mob!
Was ist eigentlich ein Kampfhund Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber?
Wissen Sie das? Als Kampfhund werden heutzutage Rassen bezeichnet, die für Hundekämpfe gezüchtet wurden! Dabei kämpften zum Beispiel Hunde gegen Hunde oder um beim Beispiel Staffordshire Bullterrier zu bleiben, Hunde gegen eine vielzahl von Ratten!
Der Hund, der in jeder Rasseliste als erster genannt wird, ist der Staffordshire Bullterrier, der in England den Spitznamen "Babysitterdog" trägt, weil er eben nicht aggressiv sondern sehr wesensfest und ruhig ist.
Herr Prof. Dr. jur. Peter M. Huber! Ich bitte sie im Namen unserer Hunde und unserer Familien eine Ausrottung von zweifelsfrei nicht gefährlichen Rassen, nicht zu unterstützen!
In Deutschlang gilt der Rechtsgrundsatz, daß jeder solange unschuldig ist, bis Ihm die Schuld bewiesen ist und Rassendiskriminierung ist in unserem Land auch verboten!
Es wäre schön, wenn wir uns auch bei diesem Gesetz auf diese Grundsätze besinnen könnten!
In diesem Sinne
Mit freundlichen Grüßen
Frank Herold und Familie
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"KAMPF"HUNDE
06.07.2010 11:05:00 von natalie
was ist ein kampfhund ?
ein hund der schon auffällig wurde, und zubiss ? ein hund der sich nicht mit gleichgeschlechtlichen artgenossen verträgt ?
ein hund mit einem autoreifen spiel, oder gewichte zieht ?
ist es der "abgerichtete" schäferhund, der auf hundeplätzen dazu gedrillt wird, sich im amrm fest zu beissen ?
nein....
es ist der pit bull der friedlich auf der couch liegt, nicht einmal bellt wenn es klingelt.
der zu jedem freundlich ist....
das ist nicht fair, das ist diskriminierung !
"wenn der vorhang fällt, sieh hinter die kulissen...."
jeder hund kann beissen, ob dogge oder dackel.
aber nur hunde in verantwortungsbewusten händen können einen hund ordentlich führen.
das ist wie bei kindern. wenn die eltern sie nicht richtig erziehen. woher sollen die kinder sozialverhalten lernen, wenn schon die eltern es nicht besitzen ?
das gleiche gilt für hunde.
es gibt keine kampfhunde !
es gibt gut erzogene hunde, schlecht erzogene hunde, garnicht erzogene hunde und die falsch erzogenen, gequälten.
und diese können zur gefahr werden. egal welcher rasse sie angehören.
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Was sagt denn nun die Politik?
05.07.2010 22:31:00 von Tessa
Mich würde es mal interisieren was jetzt die Herren und Damen vom Innenministerium zu all den Beiträgen sagen.
Wenn hier irgendwo ein Kommentar dazu steht, könnte mir das jemand hier schreiben?
ICh wäre begeistert wenn die Politiker sich, dass alles durch lesen und dann hier auch was dazu schreiben.
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Kommentar 205
05.07.2010 22:02:00 von M. Schneider
Vorurteile, Massenhysterie und Starrsinn sind die Begleiter des Medienopfers "Kampfhund". Fehlendes Wissen um diese wundervollen Rassen haben es Politikern, Beamten und der Journaille ermöglicht, diese Hunde bei jeder Gelegenheit zu dämonisieren und zu radikalisieren! Dass der Hund nur ein Spiegel seiner Erziehung ist, wird dabei immer vergessen! Um die Wahrheit über diese Rassen zu erfahren, müssen sich alle an dieser Rassen-Hatz Beteiligten erst ein Bild von den Hunden machen können, die sie "zum Tode verurteilen"! Fakt ist, dass diese Hunde keine Gefahr per se darstellen, sondern einen verantwortungsvollen Halter brauchen, der vernünftig mit dem Tier umgeht und keinen, der sein Ego-Defizit mit einem gefährlichen Vierbeiner ausgleichen möchte! Anstatt diese Rassen auf so unqualifizierte Weise zu verbieten, sollten Politiker und unfähige Beamte, die sich unverschämte Reglementierungen anmaßen, auf den eigentlich Schuldigen besinnen: den HALTER!
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Gefahrenhundeverordnung
05.07.2010 22:01:00 von Heitz Gerhard
wieso bestraft Ihr die Hunde, Hunde sind keine Sache
kümmert Euch um die Halter - das ist schwierig, denn das sind Eure Sozialprobleme -und da hängt es ganz arg
nicht die Hunde sind das Problem
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Kommentar 207
05.07.2010 21:47:00 von Vicky
Ich finde diese Gesetze auch nicht gut. Natürlich ist es traurig, dass immer wieder etwas passiert. Nur wer nimmt sich das recht herraus alle Hunde aus bestimmten Rassen über einen Kamm zu scheeren?? Wenn man das beim Menchen machen würde dann wäre man rassistisch, oder etwa nicht?
Wenn zum Beispiel ein Mensch aus einer Familie etwas verbricht werden dann gleich alle anderen aus dieser Familie mit eingesperrt? Ich denke nicht.
Woran wird eigentlich festgemacht welche Rassen gefährlich sind? An den Beißstatistiken ja wohl nicht, denn sonst wäre der Deutsche Schäferhund ja wohl als einer der ersten unter den gelisteten Rassen! Aber Vorfälle (auch tödliche) mit deutschen Schäferhunden werden auch durch die Presse niemals so aufgebauscht wie die mit den sogenannten Kampfhunden.
Meiner Meinung nach liegt das Problem am anderen Ende der Leine und daran wird auch eine Rassenliste nichts ändern, denn die schwarzen Schaafe unter den Hundehaltern werden sich kaum an solche Gesetze halten. Und bekanntlich ist ja das was illegal ist gleich viel interessanter als alles andere!
Ich finde wenn man schon Gesetze zu diesem Thema erlassen möchte dann wäre ich für eine gleichberechtigung aller Hunde und nicht für die Diskriminierung einzelner Rassen. Es müsste von jedem Hundebesitzer die Sachkunde abgelegt werden und auch alle Hunde zum Wesenstest. Oder gleich gar nicht. wenn schon denn schon. Gleiches Recht oder in dem Fall Pflicht für alle!!
Nicht umsonst werden Staff und Co in anderen Ländern Nannydogs genannt und das bei sogenannten Kampfhunden. Darüber sollte man mal nachdenken.
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Kampfhundgesetz
05.07.2010 19:48:00 von Kirstin
Hallo!
Die Niederlande z.B. hat erkannt, daß diese Rasselisten nichts bringen und sie abgeschafft.
Thüringen will härtere Gesetze einführen.
Was für ein Fortschritt.
Die meisten Unfälle mit Hunden geschehen im eigenen Haushalt.
Da bringt eine generelle Maulkorb-und Leinenpflicht "draußen" rein gar nichts.
Und die Menschen, die Hunde illegal halten wollen, sie scharf machen etc., die wird auch ein neues Gesetz nicht davon abhalten.
Es trifft wieder nur die Hundehalter, die sowieso verantwortungsvoll mit ihren Hunden umgehen.
Und es trifft viele liebe Familienhunde, die diskriminiert werden, auf die mit Fingern gezeigt wird.
Hunde, die nicht Schuld daran sind, daß Menschen ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind.
Bestehende Gesetze sollten eingehalten und auch kontrolliert werden und nicht unnötig verschärft werden.
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Kommentar 209
05.07.2010 17:53:00 von Alex
wieso machen sie die gleichen fehler wie andere bundesländer? glauben sie wirklich dieses unglück wäre nicht passiert wenn es eine solche verordnung gäbe?
was wir brauchen ist nicht eine weitere unsinnige verordnung, sondern ein heimtierzuchtgesetz... es wäre toll, wenn thüringen sich da stark machen würde, und die vorreiter rolle spielen würde...
ich als hundebesitzer wäre sofort bereit ein hundeführerschein und eine sachkunde zu machen, wenn hunde damit weiter wie hunde leben könnten...
da ich mit magenproblemen auch nicht zum zahnarzt gehen würde, möchte ich sie bitten mit einem hundeproblem zu einem hundesachverständigen zu gehen, und nicht zum bäcker um die ecke...
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RASSELISTE -- KAMPFHUNDGESETZ
05.07.2010 16:44:00 von Rathfelder, Angelo
Thüringer Innenministerium
Prof. Dr. jur. Peter M. Huber
Steigerstraße 24
99096 Erfurt
Sehr geehrter Herr Dr. Huber,
hochachtungsvoll wende ich mich an Sie, um Sie etwas zum Denken anzuregen.
Ich weiß, dass Sie in der Politik ein sehr engagierter Mann sind und dass Sie sich mit vielen Dingen auseinander setzen müssen. Es wäre zuviel verlangt, wenn Sie sich auch noch mit Hunden und deren verschiedenen Rassen auskennen würden. Daher möchte ich Sie, in meiner Funktion als professioneller Hundeausbilder, auf einige Fakten hinweisen!
Grundsätzlich wird keine Rasse böse oder gefährlich geboren. Dies ist durch Verhaltensforscher (z.B. Dorit Feddersen-Petersen) und Gutachter Bewiesen.
Ebenso ist durch viele tausende Wesenstests in allen Bundesländern, die Gefährlichkeit der Listenhunde widerlegt worden. Nur ein minimaler Prozentsatz aller geprüften Hunde sind bei diesen Tests durch gefallen. (Siehe z.B. Veröffentlichung der Wesensteste in Niedersachsen)
Fakt ist LEIDER auch, dass die Hunde-VO in anderen Bundesländern gar nicht die Hunde erreicht hat, die sie hätte erreichen sollen. Menschen die ihre Hunde scharf machen wollen, melden diese erst gar nicht an und halten sie im Keller oder Hinterhöfen. Keiner dieser Hunde ist zum Wesenstest erschienen, da sie schwarz gehalten werden.
Der „Schwarzhaltung“ jedoch auf die Schliche zu kommen ist fast unmöglich.
Eine Rasseliste mit dazu gehörigen Verboten und Zwängen trifft also LEIDER nur den seriösen Hundebesitzer, welcher seinen Hund ordnungsgemäß angemeldet hat und mit ihm auch normal umgeht.
Fakt ist auch, dass schon immer Menschen durch Hunde ums Leben kamen, egal von welcher Rasse! (Siehe Vorfall Husky tötet Baby)
Fakt ist auch, dass Politiker wie Sie, durch Presse und Medien unter Druck und Handlungsbedarf gesetzt werden und Ihnen die Richtung fast auf erzwungen wird!
Politiker, die nicht wirklich mit der Materie Hund-Rassen-Wesen zu tun haben, folgen meist den recht dummen Ideen der Presse und Medien.
Leider ungerecht und oft dumm.
Rassenhass sollte doch nach 1944 ausgestorben sein. Kein Lebewesen einer RASSE hat bestimmte Eigenschaften im Genpool. So eignet sich nicht jeder Schäferhund zum Polizeidienst, es eignet sich nicht jeder Jack Russel für die Jagd und nicht jeder Golden Retriever eignet sich als guter Familienhund (siehe Hans Meiser).
Eine der wichtigsten Fakten ist wohl, dass die sog. Listenhunde (Kampfhunde) alles andere als kampfbereit gegen den Menschen sind. Die Historie dieser Hunde liegt im HUNDEkampf. Die armen Kreaturen mussten gegen Artgenossen antreten und sich in ihrem Beißrausch von Menschenhand aus dem Kampf trennen lassen, ohne diesen zu verletzen!! Hunde, die eine sog. Übersprungshandlung bekamen und einen Mensch gebissen haben, wurden noch an Ort und Stelle getötet. Es wurde von diesen Hunden eine enorme Loyalität gegenüber dem Menschen verlangt und durch harte Selektion angezüchtet.
-2-
Daher ist es weit aus schwieriger, einen sog. Kampfhund dem Menschen gegenüber aggressiv zum machen, als einen Wach- oder Hütehund.
Ich spreche da aus langjähriger professioneller Erfahrung!
Gebrauchshunderassen (wie der Dobermann, Schäferhund, Boxer, Rottweiler usw.) werden seit hunderten von Jahren mit dem Kriterium der Mannsschärfe gezüchtet. Diese Rassen werden nach Schärfe und Trieb selektiert und müssen für ihre ZUCHTTAUGLICHKEIT Prüfungen bestehen, bei denen sie Menschen am Ärmel oder Anzug beißen müssen.
Diese Selektion wird wie gesagt seit hunderten von Jahren betrieben.
Erkennen Sie vielleicht hier einen Unterschied zu „Kampfhunden“?
Kurz um…Kampfhunde durften Menschen NICHT beißen….und Gebrauchshunde MÜSSEN Menschen beißen!
Da ist es doch gerade zu lächerlich, Kampfhunde als gefährlich einzustufen.
Die Beißstatistik zeigt GANZ KLAR, dass der deutsche Schäferhund mit über 55% aller Angriffe auf den Mensch, die wohl gefährlichste Rasse ist! Auch wenn es prozentual mehr Schäferhunde als Listenhunde gibt, müssen doch trotzdem die Menschen auch von dem Hund geschützt werden, der die meisten Beißunfälle verursacht.
Oder geht es gar nicht darum Menschen zu schützen???
War nicht bei dem jüngsten Unfall mit den Staffordshire Bullterriern auch wieder ein Husky dabei??? Meiner Information nach war dies der Fall. Doch wird das in Medien und Presse nicht erwähnt. War es gar der Husky, der das Kind als erstes gebissen hat und die Staffordshire Bullterrier sind durch den Rudeldrang leider mit auf das arme Kind losgegangen?
So ist es der zweite Unfall in kürzester Zeit, bei dem ein Husky mit beteiligt ist an dem Tod eines Kindes!!
Sehr geehrter Herr Dr.Huber, wenn Sie die Bevölkerung wirklich vor Hundeangriffen schützen wollen, dann schaffen Sie eine wirksame Verordnung. Bringen Sie alle Rassen und deren Besitzer unter Kontrolle, indem Sie einen Hundeführerschein für alle Hundebesitzer einführen. Theorie für den Besitzer, Praxis für den Hund.
Auf diesem Weg können unfähige Hundehalter rausgefiltert werden, um mit deren Hunden Unfälle zu vermeiden. Des Weiteren wird in der Praxis auch das Wesen des Hundes sichtbar, um unverzüglich aggressive Tiere, gleich welcher Rasse, zu erkennen und aus zu sortieren.
Alle Hunde über 40 cm oder über 20 Kg können dem Menschen gefährlich werden. Daher wäre dieses Maß ein Anfang der Selektion für einen Führerschein.
Statt Zuchtverbot für eine Rasse aus zu sprechen, sollte besser eine KONTROLLIERTE Zucht bestand haben und Hunde aus eben NICHT-kontrollierter Zucht verboten werden.
Jeder Hundebesitzer muss nachweisen woher der Hund stammt, um Kofferraumtransporte aus dem Osten und Hinterhofzucht einzudämmen. Denn meist sind diese Hunde, wegen schlechter Aufzuchtsbedingungen, diejenigen welche unkontrolliert zubeißen!
Mit einer Rasseliste würden Sie nur das Problem verlagern! Menschen, die sich einen aggressiven Hund halten wollen, werden auf andere Rassen wie den Malinios oder den Rottweiler umsteigen. So werden in wenigen Jahren wieder Menschen ihr Leben lassen müssen, weil sie vor diesen Menschen nicht geschützt wurden!
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Es ist für Sie einfach eine Rasseliste zu erstellen und diese mit Verboten und Sanktionen zu verhängen. Es ist aufwendiger und schwieriger eine wirklich vernünftige Verordnung zum Schutz der Bevölkerung zu schaffen. Aber was von beidem macht denn wirklich Sinn?
Ich für meine Person möchte nicht das Blut eines Kindes, oder das eines anderen Menschen an meinen Fingern kleben haben, weil ich die Augen davor verschließe, dass andere Rassen mindestens genauso gefährlich sind, wie sog. Listenhunde und ich diese Rassen nicht kontrolliere!
Das Schicksal des kleinen Mädchens ist unendlich schrecklich!!!! Ich wünschte ich könnte es ungeschehen machen!!
Jedoch war es keine RASSE, welche getötet hat, sondern HUNDE!
Vor 3 Wochen tötete ein Husky ein kleines Baby….dieser KILLER kommt ins Tierheim und wird nach kurzer Zeit erneut in eine Familie vermittelt!!!????
Was passiert in Deutschland?? Sind die Politiker zu faul, oder zu dumm zum denken???
Wann tötet dieser Hund das nächste Kind??
Ach…ich vergaß…es ist KEIN Kampfhund! Ein Husky darf hier ungestraft töten und dann entspannt in einer neuen Familie weiter leben??
Das ist doch ein WITZ! Ein sehr trauriger….
Herr Huber, tun Sie etwas zum Schutz der Bevölkerung, zum Schutz von Kindern. Machen Sie Aggression nicht an einer RASSE fest, sondern schützen Sie vor einer Spezies, indem Sie vor ALLEN aggressiven Hunden schützen und nicht in die „alten“ deutschen Schuhe steigen und eine RASSE für etwas verantwortlich machen, wofür sie gar nichts kann!
Ich bin für Fragen, Hilfe, Beratung und Fakten gerne jederzeit für Sie da. Wenn natürlich ein unbekannter Hundeausbilder wie ich es bin, bei Ihnen keinen Zuspruch findet, bitte ich Sie, sich an anerkannte Gutachter und Verhaltensforscher zu wenden, um aus einer dummen Blitzverordnung eine gut überdachte und wirklich wirksame Verordnung zu erarbeiten.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Angelo Rathfelder
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Kommentar 211
04.07.2010 23:20:00 von Nadine Ahrens
Hallo!
Ich selber habe einen 10 Jahre alten Staffordshire Terrier aus dem Tierheim geholt. Er versteht sich im Haushalt sehr gut mit anderen Hunden und auch Kinder bekommen sofort einen feuchten Kuss ins Gesicht(JA ohne Blutvergiessen). Er wurde schon mehrmals vom Pekinesenmix meiner Mutter "gebissen" und seine einzige Reaktion ist es sich umzudrehen und zu gehen!
Trotz dessen das ich ihn Niedersachsen lebe, werde ich diskriminiert. Es ist fast unmöglich eine Mietwohnung zu finden, Freunde und Verwandte die sich von mir und meinem Hund distanzieren aus Angst, Menschen die ihre Kinder auf den Arm nehmen und die Strassenseite wechseln. Und das sind nur wenige Beispiele.
Es macht mich sehr traurig und wütend das es tausenden Menschen so geht wie mir, ganz zu schweigen von den mehreren 1000 "Kampfhunden" die in Tierheimen sterben müssen, weil Menschen nicht nachdenken können und wollen.
Politiker sollten diese Hunde einmal kennen lernen, damit sie wissen wen sie da überhaupt (zum Tode in Tierheimen) verurteilen.
Wenn ein "Kampfhund" zubeißt, wird es in den Medien breit getreten(bitte nicht falsch verstehen, es tut mir unendlich leid um jede verletzte Person), doch wenn es ein "normaler" Hund ist, wie z. B. von Frau Manuela Witzleb berichtet eine Französische Bulldogge, wird über soetwas nicht in Fernsehen, Radio und Zeitungen berichtet.
Ich bitte darum sich einmal die Beißstatistiken durch zulesen,denn dafür wird so etwas doch gemacht, die wirklichen Experten anzuhören(und damit meine ich nicht die Bildzeitung und co.) und diesen Hunden eine Chance zu geben IHNEN zu beweisen was sie wirklich sind.
Denn diese Hunde wurden NICHT für Kämpfe gezüchtet, sondern als kräftiger, robuster Hund mit hoher Reizschwelle um ein perfekter Familenhund zu sein, mit dem die Kinder spielen können ohne gebissen zu werden wenn sie zu grob werden und sich trotzdem ihr Futter inform von Ratten selbst besorgen können. Erst später wurden diese Hunde von MENSCHEN dazu abgerichtet welcher wohl die meißten Ratten töten kann und danach zu kämpfen untereinander.
Denn das wissen die wenigsten Menschen.
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Über Hund und Mensch
04.07.2010 18:54:00 von Laura W.
Sehr schön, dass das völlig unqualifizierte Kommentar des /der J.B. gelöscht wurde. Nein, so eine verbale Grütze braucht wirklich niemand von sich geben, das ist geistiger Abfall par excellence. Hundehalter ins Gefängnis? Eine "Brandmarkung" für Halter gewisser Hunderassen? In welchem Jahrhundert leben wir denn? Und das Beste: Warum die Polizei Hunde braucht? Damit kriminelle, moralisch verwahrloste Einheiten der Gattung "homo sapiens" schneller hinter Gittern kommen und / oder rascher u. effizienter zur Vernunft gebracht werden. Von dem Aufspüren gefährlicher Rauschmittel dank herausragender Hundenasen ganz zu schweigen.
Der Hund, der beste Freund des Menschen. In den richtigen Händen kann jeder Hund zu einem Goldstück werden.
Man sollte dafür Sorge tragen, dass die Hand, die den Vierbeiner füttert, sich seiner würdig erweist. Dann braucht es keine Gesetze, keine Listen, nichts Aussonderndes und Geringschätzendes, durch das Hundehalter diffamiert werden.
Wenn schon Listen, dann für moralisch abtrünnige Zweibeiner ohne Verantwortungsbewusstsein, nicht für Hunde.
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Nicht die Schuld von J.B.
03.07.2010 02:54:00 von Konstantin D.
Es ist nicht die Schuld von J.B. und anderer Leute, die ähnliche Meinungen vertreten. Woher sollen diese Leute zu einer anderen Meinung gelangen, wenn in den Medien nur über Vorfälle mit "Kampfhunden" berichtet wird? Oder wenn Politiker durch Rasselisten den Eindruck erwecken, dass "Kampfhunderassen" von Natur aus gefährlicher und deren Halter problematischer sind? Ich bin nicht auf solche Leute böse, sondern auf die Politik, die Bürger mit solchen Hunderassen im Regen stehen lässt und sogar Öl ins Feuer gießt. Warum schafft es Herr Huber nicht, bei seiner ursprünglichen Meinung zu bleiben und dazu zu stehen, dass Rasselisten Quatsch sind? Statt seriös vor zu gehen und den Leuten die Angst zu nehmen, in dem man ihnen die Fakten nennt und zwar, dass der Normalbürger nicht gefährdet ist und keine Sorge zu haben braucht, werden populistische Gesetze beschlossen.
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"Alle Hunde verbieten"
01.07.2010 19:54:00 von Barbara Telker
Herr oder Frau J.B., ich kann nur sagen: zum glück geht es NICHT nach ihnen. sicher plädieren sie auch für die ausrottung aller haie, schließlich sterben weltweit mehr menschen durch haibisse als durch "kampf"hunde. bitte vergessen sie auch nicht die bienen! auf derren konto gehen jährlich allein in deutschland bis zu 20 tote. wenn sie schon dabei sind, voten sie doch bitte auch für die ausrottung von palmen, schließlich werden im jahr weltweit mehr menschen von herunter fallenden kokosnüssen getötet, als durch haibisse.
ich denke, sie fahren auch kein auto - mit diesen wütenden rasern in einem topf geworfen zu werden, auf derren konto jährlich sogar tausende todesopfer gehen, ist sicher das letzte, was sie möchten! und vergessen sie auch nicht die motorräder, gehören ja schließlich auch zu den "mördern der straße"... sehen sie, wohin solch eine argumentation (falls man es noch so nennen kann) führt??
sie schreiben, alle namen der halter von listenhunden müssten öffentlich gemacht werden. gut, fangen wir an: ich heiße barbara telker.
und sie haben recht, mein hund macht nix für die rente. warum auch? schließlich zahle ich 420 euro steuern im jahr, die im allgemeinen haushaltstopf der stadt fließen. aber ich denke über ihre klasse idee nach, kinder zu zeugen, damit ich schnell noch 5,6 oder gar 10 arbeiter hinbekomme, die ihre rente zahlen... bitte lassen sie die kirche doch einmal im dorf!
zu ihren typischen milchmädchenweisheiten über die hunde:
1. Listenhunde sind nichts aggressive