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Ein taktisches Einsatzmittel der Thüringer Polizei wurde verbessert und ein technisches Einsatzkommunikationssystem entwickelt. Außerdem laufen jetzt Verwaltungsvorgänge bei Abordnungen wesentlich effektiver ab. Grundlage dieser Neuerungen sind Vorschläge von Mitarbeitern aus dem Geschäftsbereich des Thüringer Innenministeriums, die Innenstaatssekretär Bernhard Rieder am Freitag (3. Februar 2012) mit Geldprämien von insgesamt 8000 Euro ausgezeichnet hat.
Besonders die Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Thüringen haben sich mit kreativen Ideen hervorgetan. Wie Andreas Burchardt, einer der Ausgezeichneten, sagte, verdankt er seine Prämie in Höhe von immerhin 1250 Euro einer Art produktivem Ärger. Es störte ihn, dass bestimmte Verwaltungsvorgänge bei Abordnungen trotz einer kompletten IT-Ausstattung aller Arbeitsplätze manuelle und unabhängig voneinander vorgenommene Arbeitsvorgänge erforderten, obwohl die Datengrundlage letztlich immer dieselbe war. Dank seiner Idee können diese Arbeitsvorgänge nun automatisiert werden, wodurch sowohl der unnötige Arbeitsaufwand als auch Fehlerquoten durch manuelle Eingaben wegfallen.
LKA-Präsident Werner Jakstat fördert solche Ideen in seiner Behörde, was zur Folge hat, dass Staatssekretär Rieder zwei weitere Vorschläge aus dem Landeskriminalamt auszeichnen kann. Einer betrifft ein taktisches Einsatzmittel der Spezialeinheiten der Thüringer Polizei. Die Weiterentwicklung aus dem Bereich des Zugangssprengens führt dazu, dass die Einsatzkräfte damit nun sicherer und komfortabler umgehen können als mit der bisher gebräuchlichen Variante. Gleichzeitig erfolgt eine Wirkungssteigerung bei geringerem Materialaufwand. Daher wurde der Vorschlag mit einer Prämie von 5000 Euro ausgezeichnet. Derselbe Mitarbeiter kreierte ein neues technisches Kommunikationssystem für die Spezialeinheiten, das sowohl die Verständigung untereinander optimiert als auch die Flexibilität der Einsatzbeamten erhöht. Diese Entwicklung wurde mit einer Prämie von 2000 Euro honoriert.
Staatssekretär Rieder lobte das Vorschlagswesen und die damit einhergehende Möglichkeit der Prämierung als Möglichkeit, die Mitarbeiter als wichtigste Ressource aktiv an Optimierungsprozessen zu beteiligen. Im Vordergrund steht dabei die Aktivierung des Einfallsreichtums, der Kenntnisse und der Erfahrungen der Mitarbeiter. Über die Prämierung der eingereichten Vorschläge entscheidet ein Vorschlagsausschuss, Art und Höhe der Prämie richten sich dabei insbesondere nach dem voraussichtlichen Nutzen für die Verwaltung und dem Grad der Durchführungsreife des Vorschlags.
Text und Foto: Torsten Stahlberg