Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringentag

Inhalt

Ehemalige Ausrichterstädte

1. Thüringentag in Altenburg, 03. – 06. Oktober 1996

Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel und Bundespräsident Roman Herzog bei der Eröffnung des 1. Thüringentages.

„Das erste Mal“


„Jetzt sind die Karten gemischt, das Spiel ist gegeben und wir wollen die Trümpfe ausspielen.“

Treffender hätte es niemand formulieren können. Mit diesen Worten eröffnete der Oberbürgermeister der Stadt Altenburg, Johannes Ungvári, den 1. Thüringentag im Freistaat in der Skatstadt Altenburg.

Schnell war klar, dass Altenburg noch mehr Trümpfe in der Hand hat, als nur ein gutes Skat-Blatt. Auf mehr als 90 Veranstaltungen an vier Festtagen gab es in der über 1.000 Jahre alten Stadt reichlich Gelegenheit zu feiern sowie Stadt und Landkreis kennen zu lernen: Handwerkermarkt, Thüringer Sängertreffen, Folklore-Show der Thüringer Regionen, Ausstellungen oder der abschließende Festumzug der Thüringer Regionen durch die Stadt – alle beteiligten Vereine und Verbände sorgten für ein sehr lebendiges Programm, von und mit vielen Altenburgern und Thüringern, aber nicht nur für diese.

Zu den Highlights zählten beispielsweise die Hochseil-Vorführungen der Geschwister Weisheit aus Gotha. Begeisterung gab es für das Barock-Feuerwerk im Schlosshof am Donnerstag Abend im Anschluss an den Festakt der Landesregierung zum Tag der Deutschen Einheit im Landestheater Altenburg. Beeindruckend und unüberhörbar war auch das traditionelle Turmblasen von den Türmen der Stadt am Freitag Abend und das historische Spektakel rund ums „Altenburger Bierprüfen“ am Samstag.
Sportlich ging es auf dem kleinen Festplatz zu: Am Olympia-Stammtisch trafen sich viele alte und neue Olympiasieger – Autogrammjäger kamen voll auf ihre Kosten.
Der Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel bekannte schnell, „dass die Wahl Altenburgs als erste Stadt, die einen Thüringentag ausrichtet, eine gute Wahl war“.

Altenburger Bauernreiten.

Stadt Altenburg

2. Thüringentag im Heilbad Heiligenstadt,
03. – 05. Oktober 1997

Kinderfest mit dem Ministerpräsidenten.

„Doppelt hält besser“

Zwei Dinge ließen darauf schließen, dass es ein sehr gesunder 2. Thüringentag werden würde: Heiligenstadt ist ein Heilbad und die Stadt der Möhrenkönige.
Gott sei Dank gab es zum Thüringentag in Heiligenstadt nicht nur Möhren zu essen, sondern alles, was das Eichsfeld so lecker macht: Saure Klebchen, Kälberblasen, Eichsfelder Tischel, Eichsfelder Bierpfeffer, Eichsfelder Schmorkohlpfanne, Eichsfelder Schmand- und Krustekuchen.
Darüber hinaus wurde in Heiligenstadt doppelt gefeiert: Der Thüringentag und das 1100-jährige Jubiläum des Eichsfeldes. „Ein guter Anlass, sich hier zu treffen“, fand auch Ministerpräsident Bernhard Vogel.

Heiligenstädter Musikantenstadl.

Durch seine Lage, im Schnittpunkt von Thüringen, Hessen und Niedersachsen, zog Heiligenstadt nicht nur Gäste aus dem Freistaat an, sondern auch viele Besucher aus dem benachbarten Hessen und Niedersachsen. „Dass wir diesen 2. Thüringentag in einem geeinten Deutschland begehen können, ermöglicht viele Begegnungen auch über die Landesgrenze Thüringens hinaus“, sagte Bernd Beck, Bürgermeister der Stadt Heilbad Heiligenstadt.
Auf mehr als 100 Veranstaltungen präsentierten sich Vereine und Verbände aus der Hauptstadt des Eichsfeldes und der gesamten Region. Hinzu kamen Veranstaltungen der Thüringer Medien, von Landwirtschaft und Handwerk, den Kirchen, Thüringer Künstlern, Sportlern und Politikern. Höhepunkte waren -wie schon beim 1. Thüringentag in Altenburg- das Landeserntedankfest und der Festumzug aller Thüringer Regionen am Sonntag, der Thüringens Vorzüge als „Erholungs- und Urlaubsland“ hervorhob.

Heiligenstädter Trachtenkinder im Festumzug.

Heilbad Heiligenstadt

3. Thüringentag in Ilmenau, 02. – 04. Oktober 1998

Auftakt zum Jubiläumsjahr mit Herrn Goethe persönlich.

„Regen, Riesenbratwurst und Rekorde“


„In Ilmenau ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau.“ Diese schönen Worte stehen auf dem Sockel des Ziegenbrunnens in Ilmenau. Pünktlich zum 3. Thüringentag waren sie nichts mehr wert. Es wurde zwar getanzt, aber am Freitag und Samstag war der Himmel schwarz und es regnete ohne Unterbrechung. Die größten Umsätze an diesen zwei Tagen machten die Schirmverkäufer.
Trotzdem war es ein Thüringentag der Rekorde. Der erste war schon geschafft, bevor es überhaupt richtig losging: 50 Fleischer und Brater hatten in der Nacht zum Freitag 3.710 Meter Darm mit 1,7 Tonnen Bratwurstmasse gestopft und so die längste Bratwurst der Welt hergestellt. Am Freitag wurde die Rekordwurst auf den Rost gelegt. Mit dem Verkauf hatten die Fleischer wegen der großen Konkurrenz an jeder Ecke allerdings ihre Schwierigkeiten. Samstag Nachmittag waren immer noch 1,8 Kilometer Wurst übrig. Rekordverdächtig war auch der 8,32 Meter lange Zwiebelzopf, mit dem die Stadt Heldrungen am Sonntag im Festumzug der Thüringer Regionen auftrumpfte. Vier Frauen hatten mehrere Abende lang an dem Riesenexemplar aus gelben und roten Zwiebeln geflochten.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst zum Landeserntedankfest.

Auch der Festumzug bot Superlativen: Rund 8.000 Mitwirkende, 150 Wagen mit über 300 Einzelmotiven und Bildern und über 80.000 Zuschauer standen am Straßenrand.
Während die beiden ersten Landesfeste in Altenburg und Heiligenstadt viel Volksfestcharakter besaßen, standen die Ilmenauer Tage vor allem im Zeichen der Technischen Universität. Am Samstag präsentierten sich alle Thüringer Hoch- und Fachschulen und das High-Tech-Land Thüringen. Im Internet wurden erstmals die 17 Thüringer Projekte zur Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover vorgestellt. Auch „Ötzi“ war dabei: Auf Schloss Elgersburg wurde erstmals außerhalb Südtirols eine Ausstellung über den Gletschermenschen eröffnet.
Absolute Höhepunkte daneben waren der Festakt der Landesregierung zum Tag der Deutschen Einheit in der Ilmenauer Festhalle und das Landeserntedankfest. Großen Zuspruch fanden auch die Ministerrunden am Infostand der Thüringer Landesregierung, „Bürger fragen – Minister antworten“. Die Thüringentag-Besucher konnten gewiss die Auffassung Johann Wolfgang von Goethe´s teilen, der gesagt hat: „Ich war immer gerne hier. Ich glaube, es kommt von der Harmonie, in der hier alles steht: Gegend, Menschen, Klima, Tun und Lassen.“

Ilmenau

4. Thüringentag in Saalfeld, 01. – 03. Oktober 1999

Dichtes Gedränge an den Straßen zum Festumzug.

„Das Premierenfest“

In dreierlei Hinsicht war der 4. Thüringentag in Saalfeld ein Premierenfest: Die Eröffnung des Landesfestes auf dem Saalfelder Marktplatz war eine der ersten Amtshandlungen des wiedergewählten Ministerpräsidenten Bernhard Vogel. Spontan entschloss er sich anschließend zu einem Walzer mit der Sängerin Gerda Gabriel, welche die erste offizielle Thüringentag-CD der Landesregierung mit landestypischen Liedern präsentierte.
Die dritte Premiere war die Ausstellung „Autoland Thüringen“ mit verschiedenen Produkten von 50 der 350 Automobil-Zulieferer Thüringens, „ohne die kein deutsches Auto rollen würde“, wie Bernhard Vogel stolz kommentierte. Blickfang war ein eigens zusammengebautes „Thüringen-Teile-Auto“. Viele Hände schütteln und Autogramme schreiben mussten auch die frisch ernannten Landesminister am Infostand am Rathaus.
Darüber hinaus wurde, wie schon 1997 in Heilbad Heiligenstadt, auch in Saalfeld doppelt gefeiert: Am 11. März 899 wurde Saalfeld erstmals urkundlich erwähnt und 1999 feierte die Feengrottenstadt ihr 1.100-jähriges Jubiläum. Das ganze Jahr war also ein einziges Fest. Weshalb es auch ziemlich schwer war, überhaupt noch ein Hotelzimmer in der Stadt zu bekommen: 920 Hotelbetten gab es in der Stadt und pünktlich zum Thüringentag war keines mehr frei. Stress für Thüringentag-Organisator Michael Meinung von der Staatskanzlei: „Ich brauche noch 5 Zimmer für Minister!“

Hautnah: Dr. Bernhard Vogel in der Ministersprechstunde.

Mit rund 100 Veranstaltungen und etwa 230.000 Besuchern wurde der Thüringentag zum absoluten Höhepunkt des Festjahres und zur wohl bislang größten Party in Saalfeld. Musik und Shows auf einem Dutzend Bühnen, Bauern- und Handwerkermarkt, Sportwettkämpfe und eine Vielzahl von Diskussionsforen und Ausstellungen machten das Angebot fast unüberschaubar. „Wir feiern, weil wir den Eindruck haben, Thüringen ist im Kommen“, sagte Bernhard Vogel zur Eröffnung des Thüringentages. Highlight war in diesem Jahr auch wieder der Festumzug aller Thüringer Regionen: Mit über 6.200 Teilnehmern war er 2,2 Kilometer lang und brauchte drei Stunden durch die Innenstadt vorbei an über 100.000 Schaulustigen.
Bernhard Vogel dankte den Saalfeldern im Anschluss an den Thüringentag für ihre herzliche Gastfreundschaft: „Die gute und gelöste Stimmung, die hervorragende Präsentation des 1100-jährigen Saalfeld, der ‚Steinernen Chronik Thüringens’, waren beste Voraussetzungen, dass dieser Thüringentag so großartig gelungen ist und nicht vergessen gehen wird!“

Erntekrone beim Festumzug in Saalfeld

Saalfeld

5. Thüringentag in Erfurt,
29. September – 01. Oktober 2000

Volksfest auf dem Domplatz

„Brücken bauen“


„Zehn Jahre nach der Deutschen Einheit ist das ein besonderer Thüringentag“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel zur Eröffnung des Landesfestes auf dem Erfurter Domplatz. Zum Beweis, das Thüringen mehr zu bieten hat, als nur gute Bratwürste, taufte er auf dem Domplatz den neuen Opel Corsa aus Eisenach auf den Namen „Erfurt 1“ – noch vor der Deutschlandpremiere des Autos in den darauffolgenden Wochen.
Der 5. Thüringentag stand unter dem Motto: „Brücken bauen“, wobei die Landeshauptstadt nicht nur auf 675 Jahre Krämerbrücke hinweisen wollte, sondern auch Brücken zu Nachbarn und in die Zukunft schlug. Den Anfang machte der „Brückentreff“ auf dem Wenigemarkt mit Vereinen und den Partnerstädten. Neu war auch der „Tag der offenen Tür“ im Landtag: Rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger kamen und richteten an Abgeordnete, Minister und Staatsekretäre zahlreiche Fragen.
Sehr lang wurde der Freitagabend mit der „Langen Nacht der Museen“: Elf Häuser lockten bis nach Mitternacht mit Ausstellungen zur Putzsucht, Schaufrisieren oder zur Musik. Sogar der Ministerpräsident war bis fast ein Uhr früh im Angermuseum unterwegs. Aber auch tagsüber konnten die über 400.000 Gäste zahlreiche Ausstellungen besichtigen: Besuchermagnete waren beispielsweise „Deutschlands starke Mitte – 10 Jahre Freistaat Thüringen“ und die Präsentation der Thüringer EXPO-Projekte.

Festumzug in Erfurt

Insgesamt waren die drei Tage gefüllt mit Thüringer Originalitäten: Handwerker zeigten traditionelle Fertigkeiten wie Filzerei und Töpferei, Frauen in Thüringer Trachten spannen Wolle und Steinmetze hämmerten. Die Erfurter Hochschulen warben mit einem Hoffest für das Studium in Thüringen. Es gab das Bahnhofsfest der Deutschen Bahn, einen Tag der Schützenvereine, das Treffen der Thüringer Schulchöre, den „Automobilstammtisch“ mit 250 Vertretern aus Wirtschaft und Politik und das Fußballspiel Landtagspolitiker gegen Kommunalpolitiker – der Wanderpokal ging nach einem 4:2 in den Landtag. Krönender Abschluss war der sechs Kilometer lange Festumzug durch die Innenstadt mit rund 6.500 Teilnehmern und 264 Wagen.
Kulinarisch blieb es in Erfurt traditionell: 54 Bratwurststände wurden in der Stadt gezählt, überall roch es nach Rostbrätel und Bratwürsten und der erste Federweiße wurde ausgeschenkt.

Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar beim Erntedankfest im Erfurter Augustinerkloster

Erfurt

6. Thüringentag in Gera, 28. – 30. September 2001

Turm der Nationen

„gera.de hier“


Mit mehr als 320.000 Gästen hat der Freistaat in seiner zweitgrößten Stadt den 6. Thüringentag gefeiert. Riesig war das Gedränge am Stand der Landesregierung auf dem Markt. Hoch im Kurs der Bürger standen vor allem die Broschüre „Steuertipps für Familien“, der Behördenwegweiser und eine Thüringenkarte als Poster für die Wand. Auch die Minister hatten während ihrer „Sprechstunden“ jede Menge zu tun: Autogramme schreiben, Hände schütteln, Fotos machen und natürlich Fragen beantworten.
Internationales Flair nach Gera brachten Freunde aus den Partnerstädten in Bulgarien, Finnland und Polen sowie der erstmalig durchgeführte „American Day“ mit Big Band und einem Chor der US-Streitkräfte aus Bamberg und Heidelberg. Eine „hohe“ Attraktion war die Einweihung des „Turms der Nationen“ durch Ministerpräsident Bernhard Vogel. 80 Kinder aus 80 Ländern hatten ihn aus Holzbalken errichtet. Anlässlich des Jahres der Jugend gab es in Gera auch erstmalig eine komplette Straße nur für Kids: Die JUGENDMEILE – mit Podiumsdiskussionen, Graffitiwettbewerb, Ausbildungsbörse, Kletterwand und Breakdance-Vorführungen.

Festumzug in Gera

Insgesamt bot der 6. Thüringentag rund 150 Veranstaltungen von Musik, Tanz und Ausstellungen aller Coleur. Als Anziehungspunkte erwiesen sich der große Bauernmarkt, das im Mittelalter-Stil gehaltene Höhlerfest, die Ausstellung „Thüringen innovativ“, der 3. Automobilstammtisch und die Handwerksausstellung. Ein Fest für die Sinne war die Mitternachts-Open-Air-und-Weltpremiere des in Gera entwickelten Laser-Fernsehens, die an ein Feuerwerk gekoppelt war.
Zum ersten Mal gab es bei einem Thüringentag auch eine eigene Opernpremiere –Mozarts „Don Giovanni“. Die Theatermeile war ebenfalls gut besucht: Rund 500 Künstler aus vier Ländern beeindruckten mit Inszenierungen, Tanz und Musik zwischen Klassik und Hip Hop. Es wurde aber nicht nur gefeiert, sondern auch Sport getrieben: Highlight war das Nachtskaten auf der Bundesstraße 92.
Und zum Abschluss gab es beim Festumzug durch die Innenstadt noch eine waschechte Thüringer Bauernhochzeit: Pilar und Peter Guggenberger aus Pölzig feierten in Original-Trachten auf einem Wagen zusammen mit den rund 6.300 am Umzug Beteiligten zwischen 80 Festwagen, 35 Kutschen und Zehntausenden an den Straßenrändern. Hoch sollen sie leben!

Während des Thüringentages, des Landeserntedankfestes und des Thüringer Jugendtreffens waren im gesamten Geraer Stadtgebiet Stände der Landkreise, Städte, Verbände, Vereine, Arbeitsgemeinschaften und Unternehmen zu finden.

Im Vorfeld des 6. Thüringentages erfolgte die Aufzeichnung einer MDR-Fernseh-Gala aus dem Kultur + Kongress ZENTRUM Gera. Die Sendung unter dem Motto „Original Thüringer – die Show zum Thüringentag 2001“ wurde am Eröffnungstag des Landesfestes im MDR-Fernsehen gesendet.

Im Vorfeld des 6. Thüringentages fand am 14. und 15. September zum 2. Mal ein überregionaler Thüringer Heimattag statt. Dieses Treffen wurde vom Heimatbund Thüringen und weiteren Partnern veranstaltet. Es stellt die Beschäftigung mit Heimat- und Kulturpflege in den Mittelpunkt der Veranstaltung. Zum Rahmenprogramm gehörte eine Exkursion in das ehemalige Wismut-Gebiet, das künftige BUGA-Gelände, rund um Gera.

Konzert US BigBand der 1st Infantry-Division aus Bamberg

Gera

7. Thüringentag in Sonneberg, 04. – 06. Oktober 2002

Das Sonneberger Reiterlein.

„Sonneberg spielt auf“


... und alle haben mitgespielt. Nur das Wetter nicht. Zum Thüringentag in Sonneberg schüttete es aus Kannen. Keine Sonne in Sonneberg, dafür frostige 9 Grad.
Trotzdem ließ sich Sonneberg nicht die Laune verderben und zeigte, dass Thüringen kräftig feiern kann. Höhepunkt gleich zu Beginn war das Bahnhofsfest: Hier wurde der Wieder-Anschluss von Sonneberg an das Thüringer Bahnnetz gefeiert.
Neu in Sonneberg war, dass Bayern mitfeierte. Das Nachbarland wurde mit ins Festprogramm einbezogen und die beiden Landtagspräsidenten von Thüringen und Bayern bestritten eine Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat grenzenlos“. „Denn ungebrochen ist die Freude, dass wir im geeinten Vaterland gemeinsam Feste feiern können“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel zum Auftakt des Thüringentages.
Natürlich gab es für die rund 200.000 Besucher auch jede Menge Spielzeug in Thüringens größtem Kinderzimmer und das Kindervergnügen stand an erster Stelle. Überall in Sonneberg tummelten sich Puppen, Plüschtiere, Teddys, Holzspielzeug, Modelleisenbahn-Zubehör zum Gucken und Kaufen. Ein Höhepunkt der rund 120 Veranstaltungen war auch die Jugendmeile. Bei Workshops und Diskussionsrunden präsentierten sich mehr als 50 Jugendverbände mit Graffitikursen, Kinderzirkus bis hin zu Gesprächsrunden mit dem Ministerpräsidenten.

... und so begann der Festumzug zum 7. Thüringentag in Sonneberg.

Sehr gut besucht waren die Infostände der Landesregierung, von Verbänden und die Ausstellung „Thüringen innovativ“: Paläontologen aus Weimar stellten hier eine Million Jahre alte Knochenfunde aus Meiningen vor.
Begonnen hatte das Landesfest mit einem internationalen Workshop zum Thema Gewalt in den Medien. Wissenschaftler, Journalisten und Schüler aus Deutschland, Ungarn, Tschechien, Polen und der Slowakei beteiligten sich an der Diskussion über die Auswirkungen von Gewaltdarstellungen.
Zu Ende ging der Thüringentag am Sonntag mit einem 4,5 Kilometer langen Festumzug mit rund 6.000 Teilnehmern.

Schön kuschelig: Die Sonneberger Teddys.

Sonneberg

8. Thüringentag in Mühlhausen, 03. – 05. Oktober 2003

Am Infostand der Thüringer Landesregierung: Dieter Althaus zum Anfassen.

„Miteinander mittendrin“


Wenn Thüringer etwas vom Feiern verstehen, dann sind es die Mühlhäuser. Seit 1877 feien sie jedes Jahr im August die größte Stadtkirmes in ganz Deutschland. 2003 kam dann der 8. Thüringentag dazu. Es war der erste mit dem neuen Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus. Für ihn war es auch das erste Mal, als Ministerpräsident beim Festakt beim Tag der Deutschen Einheit zu sprechen. „Und ich mache keinen Hehl draus: Es bewegt mich“, unterstrich Dieter Althaus in seiner Ansprache in der Kornmarktkirche.
Über 100 Veranstaltungen an drei Tagen boten etwas für jedermann: z.B. Konzerte, Ausstellungen und Märkte. Als besondere Besuchermagnete erwiesen sich vor allem der Bauern- und der Handwerkermarkt sowie die Bühnen der Thüringer Radiosender. Das Rathaus- und das Ritterfest wurden ebenso gerne angenommen wie die Sportmeile, die Schau der Artilleriebrigade 100 der Bundeswehr und die Infostände von Landesregierung und Landtag, wo die Besucher auch mit den Ministern ins Gespräch kamen. Premiere in Mühlhausen hatte der thüringisch-hessische Heimattag, der über Gärten und Parks im Freistaat und im Nachbarland informierte.

Er gibt das Tempo an: Der erste Wagen im Festumzug.

Höhepunkt und Finale zugleich war der traditionelle Festumzug, der sich mit 130 verschiedenen Bildern und rund 6.000 Beteiligten durch Mühlhausen schlängelte. Etwa 100.000 Zuschauer säumten dicht gedrängt in Sechserreihen den Weg des Festzugs durch die historische Altstadt. Ministerpräsident Dieter Althaus dankte Mühlhausen als „würdigen Gastgeber“.

Da stand kein Bein still: Der Spielmannszug schlängelt sich durch Mühlhausen.

Mühlhausen

Tag der Deutschen Einheit, 03. Oktober 2004 und Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit,
02. – 03. Oktober 2004 in Erfurt

Horst Köhler bei seiner Ansprache zum Tag der Deutschen Einheit in der Erfurter Messehalle.

„15 Jahre Frieden und Freiheit für Europa“

2004 gab es keinen Thüringentag, gefeiert wurde aber trotzdem: Der Tag der Deutschen Einheit und das zentrale Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Erfurt. „Dieses Jahr waren wir mit dem bundesweiten Bürgerfest an der Reihe. Es wäre nicht zu schaffen gewesen, auch noch das Landesfest zu organisieren“, sagte Ministerpräsident Dieter Althaus am Rande des Festaktes, an dem auch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Gerhard Schröder teilnahmen. So war die Thüringer Landeshauptstadt an diesen Tagen Gastgeber für ein ganzes Land und über 300.000 Gäste und Besucher aus Erfurt, Thüringen und ganz Deutschland feierten 15 Jahre Mauerfall und 14 Jahre Deutsche Einheit.

Hauptanziehungspunkt war die „Ländermeile“ auf dem Domplatz, auf der die 16 Bundesländer mit Werbematerial und viel Lokalkolorit zu einer Reise durch ganz Deutschland einluden. Die Besucher probierten verschiedene Leckereien von Bratfisch bis Butterkuchen, tranken Wein und Bier und zogen mit bunten Luftballons und Tüten voller Prospekte weiter. Vor allem die Stände von Bayern und Nordrhein-Westfalen entpuppten sich als Besuchermagnete, wo an den Abenden schnell Oktoberfeststimmung aufkam.
Musikalische Highlights waren ein Konzert der „Prinzen“ auf dem Theaterplatz, das Internationale Jazzmusikfest auf dem Fischmarkt und das Europakonzert der Militärmusikkorps aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Ministerpräsident Dieter Althaus am Stand der Republik Ungarn.

Die große Attraktion am Sonntagnachmittag war der Umzug „Blumengrüße aus Erfurt“. Zum ersten Mal seit 50 Jahren fand in Erfurt wieder ein Blumencorso statt. Etwa eine Stunde lang schlängelten sich Festwagen, Folkloregruppen und Oldtimer mit Blumen geschmückt und begleitet von zahlreichen Musikkapellen durch die Erfurter Innenstadt.
„Die Mühe hat sich vollauf gelohnt. Es war ein rundes Fest, und ich danke vor allem den Gästen aus den anderen deutschen Ländern sowie aus unserer europäischen Nachbarschaft, die zum Gelingen beigetragen haben. Es hat sich gezeigt, dass die Entscheidung, den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam mit unseren europäischen Freunden zu feiern, sehr richtig war“, würdigte Ministerpräsident Dieter Althaus anschließend das Bürgerfest.

Im bayrischen Landeszelt gab es natürlich jede Menge Bier.

9. Thüringentag in Meiningen, 01. – 03. Oktober 2005

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10. Thüringentag in Jena, 14. – 16. Juli 2006

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