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KULAP

Gewässerschutzmaßnahmen des Thüringer KULAP – erweiterte Kulissen ab 2010

Die thüringischen Landwirtschaftsbetriebe konnten 2008 erstmals Anträge für die Teilnahme an den neuen Gewässerschutzmaßnahmen des Thüringer KULAP stellen. Die Maßnahmen dienen der Verminderung der Stickstoffeinträge in die Gewässer sowie dem Erosionsschutz und damit dem Schutz der Fließgewässer vor schädlichen Sediment- und Phosphoreinträgen.

Die Maßnahmen sind ein Beitrag der thüringischen Landwirtschaft zur Erreichung der anspruchsvollen Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Danach soll bis 2015 – mit Ausnutzung aller Verlängerungsoptionen spätestens bis 2027 – ein guter Zustand aller Gewässer erreicht werden.

Im Ergebnis der Antragstellungen 2008 und 2009 liegen nunmehr Erfahrungen zur Akzeptanz der Maßnahmen, deren Wirksamkeit sowie aus der Vollzugspraxis selbst vor. Weiterhin gibt es aus dem Umsetzungsprozess der EU-Wasserrahmenrichtlinie neue Erkenntnisse, die zu dem Schluss kommen, dass es noch weitergehender Bemühungen der Oberlieger hinsichtlich der Reduzierung der Nährstoffeinträge in die Küstengewässer bedarf, um den guten ökologischen Zustand dort erreichen zu können.

Vor diesem Hintergrund wurden die Kulissen der Fördermaßnahmen ab dem Antragsverfahren 2010 durch das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz erstmals im Sinne einer Erweiterung fortgeschrieben.

So wurde das Stickstoff-Nährstoffüberschussgebiet (N-NÜG) 2 in den Flussgebieten Weser und Rhein um 4 Oberflächenwasserkörper - Obere Nesse, Obere Werra bis Schwaba, Untere Werra bis Heldrabach, Kreck-Helling und einen Grundwasserkörper - Fulda-Werra-Bergland-Felda erweitert.

Die Förderflächen des Phosphornährstoffüberschussgebietes (P-NÜG) 2 wurden durch Reduzierung des Eingangsparameters Erosionsgrundgefährdung vergrößert.

Daraus ergeben sich folgende Flächenerweiterungen der Förderkulissen:

  bisher ab 2010
  ha - Ackerland ha - Ackerland
N-NÜG  468.295 518.746
P-NÜG  130.334  180.368

 

  
 

 

Die ab 2010 geltenden Förderflächen für die Gewässerschutzmaßnahmen sind auf den beiden folgenden Karten abgebildet.

 

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Die Förderung von umweltgerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege (KULAP 2007) ist Bestandteil der FörderInitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen 2007-2013 (FILET).

Förderziele:

Gefördert wird die freiwillige Einführung und Beibehaltung von Produktionsverfahren, die dem Schutz und der Verbesserung der Umwelt, des Landschaftsbildes und des ländlichen Lebensraumes, der natürlichen Ressourcen, der Böden und des Wassers dienen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen zum freiwilligen Erhalt der Biodiversität in Kulturlandschaften sowie der Erhalt genetischer Ressourcen, sepziell vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, unterstützt werden.

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Formulare:
 

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