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Gesundheitsförderung
Konzept zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise
Der § 47, Abschnitt 3, des Thüringer Schulgesetzes sieht vor, dass das Konzept zur Gesunderhaltung und gesunden Lebensweise von den Schulen regelmäßig auf seine Wirksamkeit zu prüfen und fortzuschreiben ist.
Die vorliegende Rahmenkonzeption soll für die Schulen des Schulamtsbereiches Gera/Schmölln eine Anregung darstellen, eigene Inhalte und Projekte einzubringen. Daraus resultieren keinerlei Einschränkungen, weder für bereits bestehende Maßnahmen der Schule, noch für das Profil der Schule in Bezug auf die Entwicklung einer gesundheitsbewussten Schule in seiner Gesamtheit.
Die Gesundheitsdefinition der WHO von 1949 beschreibt Gesundheit als einen Zustand des Menschen.
„Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheiten und Gebrechen.“
In der Ottawa – Charta der WHO von 1986 wird der Prozesscharakter von Gesundheitsförderung/Gesundheit festgeschrieben.
„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Lebensumstände und ihre Umwelt zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“ A. Antonovsky wendet sich vom pathogenesischen Denkansatz (Frage nach der Entstehung von Krankheiten) ab und dem salutogenesischen (Frage nach der Entstehung von Gesundheit) zu. Er betrachtet Gesundheit als ein Balanceproblem.
„Gesundheit ist keine Ware, sondern eine Eigenleistung des Individuums.“ Dies bedeutet für die Schule, dass den Kindern Strategien vermittelt werden, die sie befähigen ein sinnvolles, gesundheitsbewusstes Leben zu führen. Dazu muss jedes Fach des Fächerkanons seinen Beitrag leisten, in welchem dem Fach Sport eine besondere Rolle zukommt.
Dabei zielt Gesundheitsförderung auf:
- Gesundheitswirkungen
- systematische Stärkung der Gesundheitsreserven
- Meidung und Minderung von Risikofaktoren
- möglichst effektive Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden - Gesundheitsverhalten- systematische Entwicklung der Fähigkeiten selbst Kontrolle über die Gesundheit auszuüben
- Gesunde Verhältnisse
- systematische Optimierung der Umweltbedingungen
Kernziele der Gesundheitsförderung
- Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen (körperliche Gesundheitswirkungen)
- Verminderung von Risikofaktoren und die Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden (geistige und körperliche Gesundheitswirkungen)
- Stärkung psychosozialer Gesundheitsressourcen (psychosoziale Gesundheitswirkungen)
- Der Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivität (Verhaltenswirkungen)
- Verbesserung der Bewegungsverhältnisse (Verhältniswirkung)