Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Polizei

Inhalt

Am 22.03.2010 eröffnete der Leiter des Bildungszentrums der Thüringer Polizei Herr KD Lang die gemeinschaftliche Ausstellung vom Arbeitskreis "Gegen häusliche Gewalt" Schmalkalden und dem Verein "Weisser Ring e.V" mit dem Titel "Sag NEIN zu Gewalt - Gewalt ist uncool, Kunst ist cooler". Die Stellwände für die Exponate wurden vom Meininger Theater zur Verfügung gestellt.

Intention der Ausstellung

Seit ca. drei Jahren besteht in Schmalkalden der Arbeitskreis „Wege aus der häuslichen Gewalt“. Mitstreiter(innen) der Stadtverwaltung, des Familienzentrums, der Polizei,  der Familienberatungsstelle,  des Vereins „Weisser Ring e. V.“, der Kirchengemeinde sowie anderer interessierter Einrichtungen gründeten ein Netzwerk, welches sich darum bemüht, auf das Thema Gewalt aufmerksam zu machen und andere Personen dafür zu sensibilisieren. Mit verschiedenen Aktionen wurde versucht, niederschwellig Hilfe anzubieten und Präventionsarbeit zu leisten. In Vorbereitung einer Benefizveranstaltung in Schmalkalden im vergangenen Jahr wurde der  Gedanke aufgegriffen, eine Ausstellung zum Thema „Sag NEIN zu Gewalt!“ durchzuführen. Bereits 2005 entstand die Grundidee hierzu. Verschiedene Personen(-gruppen) gestalteten Kunstwerke, welche unter dem Motto „Gesichter des Lebens“ in der städtischen „Galerie ada“ in Meiningen gezeigt wurden. Ziel der Ausstellung ist es, Menschen in einem kreativen Prozess zusammenzubringen, um gemeinsam Kunstwerke zu entwickeln und hierbei  ungenutzte Fähigkeiten auszubauen oder/und neu zu entdecken. Zugleich soll beim Betrachter der Ausstellungsgegenstände sowohl  eine Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt als auch der Gewinn neuer Perspektiven hierzu ausgelöst werden.

Es geht in dieser Ausstellung nicht um praktische Verwendbarkeit von Kunst, sondern um (Ver-)Wandlung. Die entstandenen Bilder sollen nicht als unmittelbar vorgegebene, sondern als kulturell konstruierte Wirklichkeit verstanden werden. Die Ausstellungsstücke sind von Personen entstanden, die entweder selbst Opfer von Gewalttaten wurden oder von Menschen, welche sich mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen und nach Alternativen suchen. Insoweit sind die Kunstwerke als kommunikative Symbolwelten zu sehen. Sie bringen die Botschaft „Gegen Gewalt!“ nicht unbedingt direkt zum Ausdruck, sondern mit Kontrasten in Form positiver Ausblicke. Sie stellen als vergegenständlichte Resultate eines friedvollen kreativen Gemeinschaftsprozesses gewaltfrei orientierte Wertbezüge dar. Kunst als Medium, um Handlungs- und Konfliktformen sowie deren Werte- und Normenhorizonte aufzuzeigen. Künstlerisches Wirken als Gegenentwurf zu Gewalt oder/und als Mittel zur Verarbeitung von Gewalterfahrungen.

Sind so kleine Hände ...

Wie kann man Gefühlen Ausdruck geben?
Wie können erwachsene Gewalttäter gestoppt werden?
Wie ist es möglich, Hänseleien und bösen Worten zu begegnen?
Unsere Hände sind ein ausdruckstarkes Mittel.
Unser Handabdruck ist unverwechselbar.
Ich bin unverwechselbar, einmalig, wunderbar und liebeswert.
Wer hat das Recht, mich mit Worten, Schlägen oder mir unangenehmen Berührungen zu verletzen?
Mit meinen Händen kann ich ein “Halt!” signalisieren.
Sieht das auch jemand???
In der Mitte die Erwachsenenhand – uns zugewandt.
Gut das es diese gibt!!!

Vorschulkinder des Kindergartens an der Heuleite in Meiningen-Dreißigacker

„Mut tut (Kindern) gut“

Wir lieben eine bunte Welt!
Tiere und Blumen sowie Sonnenschein,
oder eine Insel, auch einfach zum Alleinsein,
den Wind, der über das Gesicht streichelt,
Herzen sowie ganz viel Liebe und
selbst die Schlange macht uns nicht bange.
Doch die großen Sorgenwolken,
böse Gesichter und schreiende Münder,
Hände, welche schlagen Kinder
–  die lieben wir nicht!
Ein Schutzengel wacht über uns.
Hoffentlich.

Kinder aus dem Ermutigungstraining von „Motiviert leben“
Leitung: Marie-Luise Markgraf-Leischner

Wir können - wir entfalten

Die Welt ist groß!
Wir alle haben Platz darin!
Doch es gibt Menschen, die machen alles eng,
weil sie selbst eng sind – in ihrem Denken.
Im Taekwondo können wir wachsen.
Manchmal ist uns, als könnten wir mit
unseren gestreckten Beinen die ganze Welt umfassen.
Stark sein heißt, keine oder nur wenig Angst zu haben.
Stark sein verpflichtet auch, Verantwortung für die
Gemeinschaft zu tragen und selbst nichts Böses zu tun.
Wir sind alle irgendwie miteinander verbunden!
Verletze ich willentlich einen anderen, verletze ich mich selbst!

Kinder aus dem Kampfsportzentrum Universum Meiningen e.V.
Leitung: Heinz Leischner

Künstler(innen) und Beteiligte

Mitglieder(innen) des Arbeitskreises
Thüringer Innenministerium
Polizeidirektion Suhl
Verein „Weisser Ring e.V.“
Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“ Kampfsportzentrum „Universum“
Blindeninstitut Thüringen
Rotary-Club Schmalkalden und Meiningen

Kinder von „Mut tut gut“ und „Motiviert leben“
Kindergarten Meiningen-Dreißigacker
Kindergarten Weidebrunn
Grundschule Wernshausen
Martin-Luther-Schule Schmalkalden
Schülercafe im „Familienzentrum Schmalkalden“

Birgit Alberts
Gabriele Frey
Gabi Schien
Sebastian Schramm
Matthias Schultes
Dirk Wachsmut
Peter Wolf
Stephan Neuhoff

Emily Endter
Jana Lenk und Lilli Lenk
Jana Brill
Moritz Storandt
Kerstin Otto
Dagmar Kremmer
Frederike Hollandt
Sonja Reutermann
Elke Löffler
Marie-Luise Markgraf-Leischner
Wera Leißner-Koch
Manuela Ploch
 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 22.03.2010

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