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Inhalt

Verkehrsstatistik


Analyse des Verkehrsunfallgeschehens 2004

1. Verkehrslageeinschätzung

Die Verkehrsdichte im Schutzbereich der Polizeidirektion Saalfeld bewegte sich auch 2004 auf einem sehr hohen Niveau. Durch die Verkehrsdichte im Schutzbereich selbst, den hohen Anteil an Güterverkehr sowie Reise-, Ausflugs- und Touristenverkehr bei gleichzeitigem Rückgang der Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr sind nach wie vor große Anstrengungen notwendig, um einen sicheren und flüssigen Verkehrsablauf zu gewährleisten.

Schwerpunktbereiche mit überdurchschnittlicher Verkehrsdichte sind die

BAB 9
B 281
B 85 Saalfeld – Schwarza – Rudolstadt
B 88 Rudolstadt – Zeutsch
B 85 Saalfeld – Hockeroda
B 89 Sonneberg – Eisfeld

sowie alle größeren Städte und die Ortschaften entlang der genannten Bundesstraßen. Auch 2004 wurden eine ganze Reihe von Baumaßnahmen durchgeführt, welche erschwerte Bedingungen für den Verkehrsablauf und zusätzlichen Handlungsbedarf für die Polizei mit sich brachten. Insbesondere im Bereich der BAB 9 ist durch den weiteren 6-streifigen Ausbau mit verstärkten Bauaktivitäten zu rechnen.


2. Verkehrsunfallentwicklung

Fallzahlen der PD Saalfeld seit 1992  

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

VU gesamt

7242

8476

8126

10409

10368

10205

10331

10695

9895

10051

9257

9176

8509

Verletzte

1515

1769

1746

2093

2128

2044

2105

2221

1976

1996

1716

1784

1661

Tote

50

60

40

60

54

45

44

37

51

36

33

29

41

 

2003

2004

Tendenz

Prozent

Unfälle insgesamt

9176

8509

-667

-7,3

Unfälle mit Personenschaden

1346

1279

-67

-5,0

Unfälle mit Getöteten

25

36

+11

+44,0

Unfälle mit Verletzten

1321

1243

-78

-5,9

getötete Personen

29

41

+12

+41,4

schwerverletzte Personen

533

455

-78

-14,6

leichtverletzte Personen

1251

1206

-45

-3,6

Verletzte gesamt

1784

1661

-123

-6,9

.

3. Unfallursachen

Erfreulich ist die 2004 rückläufige Entwicklung der Hauptunfallursachen „Überholen“ sowie „Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren“. Die Hauptunfallursache „Alkohol“ dagegen stieg nach dem Rückgang bis zum Jahr 2003 trotz verstärktem Überwachungsdruck wieder leicht an. Ebenfalls ist eine steigende Tendenz bei den Hauptunfallursachen „Überholen“ und „Geschwindigkeit“ zu verzeichnen.

Da 47,7 % aller Verkehrsunfälle der Hauptunfallursachen, 66,6 % aller Toten sowie 36,0 % aller Verletzten auf unangepasste und überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, gilt die Bekämpfung dieser Hauptunfallursache in Zukunft die besondere Aufmerksamkeit.

 

2003

2004

HUU

Tendenz

Prozent

nichtangepaßte und überhöhte Geschwindigkeit

720

742

47,7 %

+22

+3,1

Vorfahrt

271

298

19,1 %

+27

+10,0

Alkohol

246

257

16,5 %

+11

+4,5

Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren,   Ein- und Anfahren

212

182

11,7 %

-30

-14,2

Abstand

174

191

12,3 %

+17

+9,8

Überholen

126

101

6,5 %

-25

-19,8

falsches Verhalten gegenüber Fußgängern

61

69

4,4 %

+8

+13,1

falsches Verhalten von Fußgängern

44

24

1,5 %

-20

-45,5

.

(Die Zahlen sind Auszüge aus der "Analyse des Straßenverkehrsunfallgeschehens 2004")