Inhalt
Prävention
Sehr geehrte Besucher,
Kriminalprävention ist eine bedeutende gesamtgesellschaftliche Aufgabe! Auch wir als Polizei sehen neben der Verfolgung von Straftaten vor allem in deren Vorbeugung unseren Auftrag.
Auf den nachfolgenden Seiten erhalten Sie Tipps und Hinweise, wie sie sich vor Straftaten und deren Folgen schützen können.
Wir sind für Sie da,
Ihre Polizei
Unsere aktuellen Themen:
Fahrradcodierung - Sicherheit rund ums Fahrrad
Wie erkenne ich Falschgeld?
Warnung vor dem Ausspähen von Daten mittels Kreditkarte ( Skimming )
Fahrradcodierung - Sicherheit rund ums Fahrrad
-
-
POM Silvio Schwarze beim Codieren eines Fahrrades
Auch im Jahr 2012 wird durch die Polizeidirektion Jena die kostenlose Codierung von Fahrrädern angeboten. Bei der Codierung wird in das Rahmenrohr unter dem Sattel ein vierzehnstelliger Code eingefräst, der aus Buchstaben und Zahlen besteht. Der eingefräste Code wird mit einem speziellen Aufkleber mit Sichtfenster abgedeckt, der bundesweit einheitlich durch die Polizei verwendet wird. Somit ist für Jedermann erkennbar, dass das Fahrrad codiert und polizeilich registriert ist und kann sofort bei Diebstahl europaweit eine polizeiliche Fahndung ausgelöst werden.
Termine zur Fahrradcodierung 2012
Mi., 11.04.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Sa., 21.04.2012 Burgaupark Jena-Burgau 10:00 Uhr – 18:00 Uhr Tag d. Fahrrades
Mi., 09.05.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Sa., 19.05.2012 Paradies, Jena 14:00 Uhr – 18:00 Uhr Tag der Familie
Mi., 13.06.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Mi., 11.07.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Mi., 08.08.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Mi., 12.09.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Mi., 12.09.2012 Sporthalle d. Polizei, Kahlaische Str. 13:00 Uhr – 17:00 Uhr Dauertermin
Hinweis:
Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit. Personen unter 18 Jahren benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern.
Wir codieren regelmäßig jeden 2. Mittwoch des Monats, Mai bis September, in der Zeit von 13:00 Uhr – 17:00 Uhr in der Sporthalle der Polizei in Jena, Kahlaische Straße Nr. 41.
Die Sporthalle befindet sich auf der linken Seite der Kahlaischen Straße stadtauswärts, 150 Meter hinter der Bahnschranke an der Einmündung der Mühlenstraße.
Weitere Termine werden über die Presse und Rundfunk bekannt gegeben!
Wir codieren auch auf Anforderung, ab 15 Fahrräder in Schulen, Betrieben usw., Anforderungen dazu bitte schriftlich über Polizeihauptkommissar Thomas Kießling, Polizeiinspektion Jena, Tel.: 03641 812106.
Ihre Jenaer Polizei
-
-
In den Rahmen wird ein Code eingestanzt.
-
-
Anschließend wird das Rad mit einem Aufkleber versehen: "Finger weg, mein Rad ist codiert!".
Prüfung von Geldscheinen auf Echtheit
Im Bereich der Polizeidirektion Jena kam es seit Jahresbeginn zu einem gehäuften Auftreten von gefälschten 5- und 10-Euro Banknoten. Die zuständige Sachbearbeiterin der Kriminalpolizeiinspektion Jena hat dieses Jahr schon sechs gefälschte Scheine auf den Tisch bekommen, die offensichtlich nur auf einem Farbkopierer vervielfältigt wurden. Umgesetzt wurden diese Scheine in der Folge in kleineren Geschäften bzw. bei Tanzveranstaltungen. Angehalten worden sind die Scheine alle erst nach den Einzahlungen der Geschäfte bei ihren Banken.
Kriminalhauptkommissar Wolfgang Rost von der Polizeilichen Beratungsstelle erklärt daher, wie man Geldscheine auf ihre Echtheit prüfen kann:
Geldscheine aus Automaten sind in der Regel durch die Kreditinstitute mehrfach geprüft und können mit 100 Prozent als echt entgegen genommen werden.
Bei Erhalt eines Geldscheines sollten nachfolgende Prüfungen durchgeführt werden:
- Fühlen der Schein sollte sich fest anfühlen, beim Knittertest ein unverwechselbares Geräusch gebenund ist im Bereich der aufgeführten Zentralbanken der Länder beim Darüberfahren mit dem Finger an den Aufdrucken stellenweise merkbar erhabener (Aufwerfungen).
- Sehen Sie sich die Banknote an. Halten Sie sie gegen das Licht, um das Wasserzeichen, den Leitfaden und das Durchsichtelement zu sehen. Diese sind bei echten Banknoten auf der Vorder- und Rückseite erkennbar.
- Kippen Sie die Banknote gegen das Licht. Hier werden bei den Folienstreifen und Folienelementen die Wertzahl und bei einem anderen Einfallswinkel das Eurozeichen erkennbar.
- Die schnellste Echtheitsüberprüfung können Sie an der Wertzahl (ab 50,- € Scheinen) mit der optisch variabler Farbe erkennen, welche sich auf der Rückseite (europäische Brücken) unten rechts befindet, die beim Kippen gegen das Licht die Farben von Purpurrot/ Braun bis zu Olivgrün wechselt.
Die wichtigsten Sicherheitsmerkmale sind:
- Erhabenes Druckbild (vorhandener Stichtiefdruck
- Wasserzeichen
- Sicherheitsfaden
- Durchsichtsfenster (auch Durchsichtsregister genannt)
- Hologramme (5-20 € als Folienstreifen und ab 50 € Folienelement)
- Glanzstreifen und Wertzahl mit optischer variabler Farbe
Verhaltenshinweise
Wenn Sie sich nicht sicher sind ob der Schein echt ist, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter eines Kreditinstitutes oder an die zuständige Polizeidienststelle. Hier erhalten Sie Rat. Weiter steht Ihnen die Polizeiliche Beratungsstelle unter der Telefonnummer 03641-81 1504 zur Verfügung.
|
|
Polizeioberkommissar Thomas Hofmann zeigt die falschen Gedscheine (Foto Beier/ TLZ Jena)
|
Die Polizei warnt vor Skimming - dem Ausspähen von Kontendaten
Eine neue Qualität krimineller Energie mit Namen „Skimming“, ist seit wenigen Monaten auch in Thüringen verstärkt zu verzeichnen. Beim „Skimming“ geht es hauptsächlich darum, die Kontodaten sowie die Geheimnummern von Bankkunden zunächst auszuspähen, um dann mit den widerrechtlich erlangten Daten die Konten der ahnungslosen Bürger zu plündern. Die Abhebungen erfolgen aus dem Ausland und werden den Geschädigten oft erst Tage oder Wochen später bekannt.
Wie bereits einige Fälle in Thüringen zeigen, benötigen die Täter zunächst die Kartendaten der Kunden, welche im Magnetstreifen der EC-Karte enthalten sind. Um an diese Daten zu gelangen, werden häufig bereits beim Betreten der Geldinstitute die Daten ausgelesen, indem die Kartenlesegeräte, z.B. am Eingang der Bank oder am Automat ausgebaut und gegen völlig identisch aussehende Geräte ausgetauscht werden. Später werden diese dann wieder zurück gebaut, so dass der Kunde von all dem nichts bemerkt. Um an die ebenso benötigte Geheimnummer der Kunden zu gelangen, wurde in einigen Fällen direkt über dem Geldautomaten an der Decke ein handelsüblicher Rauchmelder installiert. In diesem befand sich eine Kamera oder auch ein Handy, mittels dessen die Eingabe der Geheimzahl unbemerkt gefilmt werden konnte. Somit hatten die Täter alle notwendigen Daten, um Abhebungen von Konten vorzunehmen. In anderen Fällen wurden auch in Werbemittelträgern oder Wanduhren Kameras, oder selbst am Geldausgabeautomat installiert.
-
-
Manipulierter Bank-Automat mit aufgesetztem Skimming- sowie Tastatur-Vorsatz
Um auch wirklich sicher zu gehen, den richtigen Automaten zu überwachen, schreckten die Täter vor keiner Dreistigkeit zurück. Durch das Anbringen von Zetteln mit der Aufschrift „Defekt“ oder das Beschmutzen der Eingabefelder an den Automaten, wurden die ahnungslosen Kunden direkt an das manipulierte Gerät gelenkt. Auffällig ist ebenso, dass die Täter zumeist am Wochenende zuschlagen und die Geräte manipulieren. Der Grund dafür ist, dass am Samstag und Sonntag die Banken geschlossen haben, somit keine Bankangestellten da sind und die Kunden auf die Automaten in den Vorräumen angewiesen sind.
Um den Tätern erst gar nicht die Möglichkeit zu geben, an die geheimen Daten zu gelangen, rät die Polizei dazu, bei Eingabe der PIN die Tastatur entweder mit der Hand oder dem Oberkörper abzudecken. Weiterhin sollte auch nur bei dem geringsten Verdacht einer Manipulation, entweder am Geldautomaten selbst oder bereits am Kartenlesegerät am Eingang, die jeweilige Bank sowie unverzüglich die Polizei informiert werden. Insbesondere äußerliche Beschädigungen an den Automaten oder Kartelesegeräten können ein Hinweis darauf sein, dass nachträglich an den Geräten manipuliert wurde. Hilfreich ist auch, den Eingang mit einer Karte zu öffnen und den Automaten mit einer anderen Karte zu nutzen, sofern die Möglichkeit besteht.
Um Unstimmigkeiten letztlich rasch feststellen zu können, rät die Polizei, Kontoauszüge regelmäßig in kurzen Abständen einzusehen und mit den selbst getätigten Vorgängen an Automaten zu vergleichen.
Hier finden Sie weitere Bilder zum Thema Skimming.