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BOB

BOB – eine Öffentlichkeitsaktion gegen Alkohol am Steuer

Die Polizeiinspektion Eisenach hat zusammen mit der Thüringer Allgemeinen die Aktion BOB in Eisenach bekannt gemacht. Und dies mit großem Erfolg. Seit 9. Februar diesen Jahres werden Besucher von Gaststätten, Kneipen und Diskotheken dazu ermuntert, immer eine Person aus ihrer Mitte auszusuchen, die drei weitere nüchtern nach Hause fährt und auf den Konsum von alkoholischen Getränken verzichtet. Ziel der BOB-Aktion ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle weiter zu verringern, bei denen die Fahrer unter Alkoholeinfluss hinter dem Steuer saßen.
BOB ist also derjenige, der an diesem Abend keinen Alkohol trinkt und seine Freunde, Bekannte und sich selbst sicher nach Hause bringt. Damit man als BOB erkennbar ist und auch respektiert wird, bekommt man einen knallgelben BOB - Schlüsselanhänger und/oder ein blau-gelbes Schlüsselband mit der BOB-Aufschrift. Für die Wirte und das Thekenpersonal bedeutet das: Keinen Alkohol für BOB und kostengünstigere alkoholfreie Getränke. In Eisenach beteiligen sich derzeit vier Kneipen, eine Tanzbar und eine Diskothek an der Aktion. Erkennbar sind diese an einem BOB-Aufkleber, der gut sichtbar an den Eingangstüren prangt. Die Resonanz ist sehr gut. In regelmäßigen Abständen berichtet die lokale Presse. Insbesondere die Thüringer Allgemeine auf einer Sonderseite im Lokalteil mit vielen Bildern. Hier kommen Jugendliche zu Wort, die sich an der BOB-Aktion beteiligen und es gibt Sonderberichte zur Suchtproblematik und Polizeikontrollen.
Partner von Thüringer Allgemeine und Polizei sind die Eisenacher Verkehrswacht und die Suchtberatung.

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Zur Geschichte von BOB
BOB gab es in Deutschland erstmalig in Hessen, bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) und der Polizei, mit großem Erfolg. In Thüringen ist es quasi ein Pilotprojekt. PHK Dietmar Mothes las über BOB in der HNA und brachte die Aktion nach Eisenach. Ursprünglich kommt BOB aus Belgien. Dort hatte Ende 1995 das Belgische Institut für Verkehrssicherheit gemeinsam mit der Polizei und Partnern aus der Wirtschaft BOB ins Leben gerufen. Ziel war es, Alkohol am Steuer nicht nur durch Repression zu bekämpfen, sondern dem Nichttrinken auch ein positives Image zu geben. Der Fantasiename BOB entwickelte sich zu einer sympathischen Marke. Nach Belgien folgten Großbritannien, Frankreich, Polen, Luxemburg, Schweden, Griechenland und andere Staaten.
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Warum ist BOB für wichtig für Eisenach?
2006 stieg die Anzahl der Alkoholdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent. Ein Fakt, der nicht unbeachtet bleiben durfte und weitere präventive Maßnahmen erforderlich machte. Insbesondere junge Leute sollen für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden. Leider ereigneten sich 2007 insgesamt 95 Unfälle, weil der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. 33 Personen wurden bei den Unfällen verletzt und eine Person verstarb an den Unfallfolgen. 51 Verkehrsteilnehmer, die den jungen Fahrern zuzuordnen sind, wurden im vergangenen Jahr unter Alkoholeinfluss stehend festgestellt. Davon waren 48 männlich und drei weiblich.
Ob BOB letztlich hilft, Unfälle tatsächlich zu vermeiden wird sich zeigen. Um hier zu einem Ergebnis zu kommen, muss natürlich die nächste Verkehrsunfallstatistik abgewartet werden. Aber der präventive Schritt, BOB auch in Eisenach zu starten, war den Mitarbeitern der Polizei Eisenach sehr wichtig.

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Politik unterstützt BOB
Spontan sagten der Eisenacher Oberbürgermeister Matthias Doht und auch die Bürgermeisterin Ute Lieske zu, die Aktion von Thüringer Allgemeine, Polizei und Partnern zu unterstützen. Auch der Landrat Reinhard Krebs wünschte, dass die Aktion ein voller Erfolg wird.

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Auch der Sommer soll „BOBen“
Alljährlich finden in der Eisenacher Wandelhalle eine Rock’n’Roll-Night und eine Reggae-Night statt. Die dafür verantwortliche Veranstaltungsagentur hat bereits zugesagt, die BOB - Aktion zu unterstützen. Immer wieder sind die Eisenacher „BOB-Begründer“ auf der Suche nach neuen Unterstützern und Sponsoren für BOB. Die Aktion kommt ohne Fördergelder aus, ist aber auf Spendengelder angewiesen. Die Aufkleber, Schlüsselanhänger, Poster und Flyer sind recht kostspielig. Wichtige Sponsoren, wie die Kreishandwerkerschaft, die Kfz-Innung, die Wartburgsparkasse und die Barmer Ersatzkasse, hat  BOB schon mit „im Boot“.

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PHK Dietmar Mothes hat das BOB - Konzept auch schon anderen Polizeiinspektionen im Direktionsbereich vorgestellt. Die Eisenacher hoffen, dass die Aktion auch in anderen Städten und Landkreisen in Thüringen Anklang findet. Die Verantwortlichen aus dem Sachgebiet Verkehr und der Prävention der PI Eisenach sind gern bereit, das Konzept zu erläutern und die Aktion vorzustellen.
Ansprechpartner sind: PHK Dietmar Mothes (Tel. 03691-261150) und POM’in Susanne Brack (Tel. 03691-261169)

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Die "Thüringer Allgemeine" stellte uns freundlicherweise díe Fotos für unsere Seite zur Verfügung.