
Neugegründet im Mai 1992, arbeiten in der Diensthundestaffel zehn Diensthundeführer und eine Diensthundeführerin. Sie führen zur Zeit zwölf Diensthunde der Rassen Deutscher Schäferhund, Malinois, Riesenschnauzer und Labrador.
Die Diensthunde werden als Sprengstoffspürhund (SSH), Rauschgiftspürhund (RSH), Fährtenhund (FH) und Schutzhund (SH) eingesetzt.
Ausgebildet werden die Diensthunde durch die Diensthundeführer selbst. Dabei werden Lehrgänge genutzt, die in der Fachschule für Diensthundeführer des Landes Sachsen-Anhalt in Pretzsch/Elbe durchgeführt werden und je nach Ausbildungsrichtung 12 bis 14 Wochen dauern.
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Genutzt werden Eigenschaften des Hundes, in denen der Mensch benachteiligt ist. Mit dem Geruchssinn des Hundes können auch kleinste Mengen verschiedener Stoffe (Rauschgifte, Sprengstoffe, Körpergeruch eines Menschen) festgestellt werden. Selbst eingesetzte Täuschungsmittel helfen nicht.
Durch sein gutes Gehör ist der Diensthund in der Lage, leiseste Geräusch zu hören. Seine Anatomie verleiht ihm Schnelligkeit und Ausdauer, so dass es so gut wie unmöglich ist, einem nacheilenden Diensthund zu entkommen. Selbst Hindernisse kann er bis 1,80 m Höhe mühelos überwinden.
Diensthund wird nur ein kerngesunder Hund mit überragendem Spieltrieb. Er muss mindestens 15 Monate alt sein und wird in vier Wochen Probezeit überprüft.
Einmal im Jahr muss jeder Diensthundeführer mit seinem Hund eine Prüfung bestehen, um weiter seinen Dienst bei der Polizei als Diensthund oder Diensthundeführer leisten zu können.
Ausgemusterte Hunde, aus Alters- oder Gesundheitsgründen, verbleiben bei dem jeweiligen Diensthundeführer. Vom Land Thüringen erhält jeder Diensthundeführer eine Pauschale zur Pflege und Fütterung des Diensthundes.
Diensthundeführer kann nur werden, wer körperlich und geistig in der lage dazu ist und schon einige Zeit Erfahrungen bei der Polizei gesammelt hat.
Eingesetzt werden die Diensthundeführer, auch im Bereich der Polizeidirektion Gotha, auch landesweit in Thüringen und in Ausnahmefällen im Bereich der gesamten Bundesrepublik.
Der Beruf des Diensthundeführers ist abwechslungsreich und durch die Arbeit mit dem Hund ständig eine neue Herausforderung.