Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Landeszentrale für politische Bildung

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Aus unseren Veranstaltungen:

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Fachtagung "Wege aus der Kinderarmut" am 12. Mai in Erfurt

Die Zahl von Kindern in Armut stagniert auf hohem Niveau. Viel bedeutender ist jedoch, dass die Schere zwischen armen und reichen Bevölkerungsgruppen weiter auseinander geht.

Untersuchungen zeigen eine Vereisung des sozialen Klimas in unserem Land – das hat Folgen für unsere Kinder und für unsere demokratische Kultur. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2010 die Regelsätze bei Hartz IV für verfassungswidrig erklärt. Die derzeitige Debatte zu den Regelsätzen und den Konsequenzen aus dem Urteil zeigt die politische Brisanz des Themas.

Für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen ist ein Bildungs- und Teilhabepaket vereinbart worden. Mit der Fachtagung wollten wir an diese Debatte anknüpfen und die gesellschaftspolitischen Dimensionen von Armut als eine Aufgabe unterschiedlicher Politikfelder ansprechen. Andererseits wurden ganz praktische Wege aufgezeigt, die Kinder in Armut aus der Situation herausführen oder gegen die Folgen sozialer Benachteiligung schützen. Die Tagung war eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen mit der FH Erfurt und dem Landesverband Thüringen des Deutschen Kinderschutzbundes.

Die Vorträge der Tagungen dokumentieren wir hier:

Download-Icon 1 - Thomas Hippchen: Gemeinwesenarbeit als Ansatz der Armutsprävention
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Download-Icon Material zum Beitrag von Thomas Hippchen
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Download-Icon 2 - Sandra Anders: Selbstwirkamkeit erfahren - ein Kriterium zur Armutsprävention bei Kindern und Jugendlichen? Taschengeldwerkstatt im Kinder- und Jugendhaus Emmers
Größe: 1855676 Bytes

Download-Icon 3 - Annette Berg: MoKi: Bedeutung von Schule in einem Konzept der Armutsprävention
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Download-Icon 4 - Martina Böhm-Brandt: Familienpaten in Bayern: ehrenamtliche Arbeit zur Bekämpfung von Kinderarmut
Größe: 845534 Bytes

Download-Icon 5 - Heinz Hilgers: Kinderarmut - aktuelle Tendenzen aus der Sicht des DKSB
Größe: 337151 Bytes

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Rehabilitierung Bernhard Pragers durch die Fleischerinnung Apolda

Anlässlich der Eröffnung am 19. Januar 2011 der in Apolda im Landratsamt gezeigten Ausstellung "Arisierung in Thüringen“ wurde Bernhard Prager durch die Fleischerinnung Weimar-Apolda rehabilitiert und sein Ausschluss in öffentlicher Form aufgehoben.

Der Vorsitzende der Fleischerinnung, Dominik Kaése, sagte:

Icon externer Link Aussstellungseröffnung in Apolda

Fleischermeister Bernhard Prager, ein äußerst patriotisch gesinnter Erster-Weltkriegs-Veteran, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz, war im Fleischereigewerbe in Apolda zu Ansehen und Wohlstand gekommen. Aufgrund seines Fleißes und seines Engagements in diversen städtischen Vereinen, wie dem Chor der Fleischerinnung, war er ein geachtetes und bekanntes Mitglied im städtischen Leben. Prager konnte es zunächst nicht glauben, dass der Judenhass der Nationalsozialisten auch ihn persönlich treffen könnte. Doch schnell wurden Bernhard Prager und seine Familie aus der „arischen Gemeinschaft“ ausgegrenzt, seine Teilhabe am öffentlichen Leben und an Vereinen verboten. Der sozialen Ausgrenzung folgten die Verdrängung aus dem Geschäfts- und Berufsleben sowie die Plünderung des Eigentums der Pragers. Dabei griffen Stadtverwaltung, Vereinskameraden und Geschäftspartner ineinander. Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Vernichtung der Familie geschah in aller Öffentlichkeit und endete in der Deportation und Ermordung.

Erklärung der Fleischerinnung Apolda
Nachlass der Familie Prager

Icon externer Link Das Buch zum Schicksal der Familie Prager finden Sie hier: