Freistaat Thüringen Landwirtschaftsamt Zeulenroda

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Standort

 

Standortbeschreibung der Versuchsstation Burkersdorf
Kreis/Lage: Saale-Orla-Kreis/ca.12 km nördlich von Schleiz
Landwirtschaftsamt:   Zeulenroda
Agrarraum/Landschaft:     Östliches Thüringer Schiefergebirge
Repräsentativ für/
Anteil an LF Thüringens:   
Saale-Orla-Kreis, Teile des Kreises Greiz / 7 %
Klimagebiet: mäßig feuchte Übergangslage
Jahresniederschläge (langj. Mittel): 642 mm
Höhenlage: 440 m
Jahresmitteltemperatur
(langj. Mittel):
7,1 °C
 
                               
                  
 
 
                             
 
    
                  

Beschreibung des Versuchsfeldes
geologische Herkunft des Ausgangsgesteins:
Schiefer
Hydrologie:
grundwasserfern
Bodenform:
Berglehm-Braunerde und Berglehm-Staugley
Bodenart:
sandiger Lehm (sL)
Bodenschätzung:
V5a 36
Tonanteil:
12 %
CaCO3-Gehalt:
0,2 %
Humus:
2,5 %
Nt-Gehalt:
0,28 %
 
 

Agrochemische Kenndaten
(Angabe der jeweils vorwiegenden Gehaltsklasse)
pH-Wert C
P-CAL  C
K-CAL  B/C
Mg-CaCl2  E
B   E
Cu  E
Mn   E
Mo      E
Zn  E












 

 

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Erläuterungen zu den Agrochemische Kenndaten

Definition der pH-Klassen
für die Kalkversorgung des Bodens sowie des Kalkdüngungsbedarfs mit dem Ziel der Erreichung und Erhaltung der anzustrebenden, optimalen Bodenreaktion auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LN)

pH-Klasse / Kalkversorgung Beschreibung von Zustand und Maßnahme Kalkdüngungs-
bedarf
     
A / sehr niedrig Zustand:
Erhebliche Beeinträchtigung von Bodenstruktur und Nährstoff-verfügbarkeit, sehr hoher Kalkbedarf, signifikante Ertragsverluste bei fast allen Kulturen bis hin zum gänzlichen Ertragsausfall, stark erhöhte Pflanzenverfügbarkeit von Schwermetallen im Boden.
Maßnahme:
Kalkung hat weitgehend unabhängig von der anzubauenden Kultur Vorrang vor anderen Düngungsmaßnahmen.
Gesundungskalkung
B / niedrig Zustand:
Noch keine optimalen Bedingungen für Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit, hoher Kalkbedarf, meist noch signifikante Ertragsverluste bei kalkanspruchsvollen Kulturen, erhöhte Pflanzenverfügbarkeit von Schwermetallen im Boden.
Maßnahme:
Kalkung erfolgt innerhalb der Fruchtfolge bevorzugt zu kalkanspruchsvollen Kulturen.
Aufkalkung
C / anzustreben, optimal Zustand:
Optimale Bedingungen für Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit sind gegeben, geringer Kalkbedarf, kaum bzw. keine Mehrerträge durch Kalkdüngung.
Maßnahme:
Kalkung innerhalb der Fruchtfolge zu kalkanspruchsvollen Kulturen.
Erhaltungskalkung
D / hoch Zustand:
Die Bodenreaktion ist höher als anzustreben, kein Kalkbedarf.
Maßnahme:
Unterlassung einer Kalkung
keine Kalkung
E / sehr hoch Zustand:
Die Bodenreaktion ist wesentlich höher als anzustreben und kann die Nährstoffverfügbarkeit sowie den Pflanzenertrag und die Qualität negativ beeinflussen.
Maßnahme:
Unterlassung jeglicher Kalkung, Einsatz von Düngemitteln, die in Folge physiologischer bzw. chemischer Reaktion im Boden versauernd wirken.

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Definition der Gehaltsklassen für Makronährstoffe (P, K, Mg) im Boden und Düngeempfehlung *
* nach Rahmenschema des VDLUFA, das von den Fachgruppen I, II und X im März 1997 in Karlsruhe beschlossen wurde.

Gehaltsklasse (GK) Kurzdefinition
   
A Sehr niedriger Gehalt
Düngeempfehlung: stark erhöhte Düngung gegenüber der Empfehlung in GK C
 
Düngewirkung  auf Ertrag:
auf Boden:
hoher Mehrertrag
Gehalt im Boden steigt deutlich an

B Niedriger Gehalt
Düngeempfehlung: stark erhöhte Düngung gegenüber der Empfehlung in GK C
 
Düngewirkung  auf Ertrag:
auf Boden:
hoher Mehrertrag
Gehalt im Boden steigt deutlich an

C Anzustrebender Gehalt
Düngeempfehlung: Erhaltungsdüngung in der Regel nach Nährstoff-Abfuhr
 
Düngewirkung auf Ertrag:
auf Boden:
geringer Mehrertrag
Gehalt im Boden bleibt erhalten

D Hoher Gehalt
Düngeempfehlung: verminderte Düngung gegenüber der Empfehlung in GK C
 
Düngewirkung auf Ertrag:
auf Boden:
Mehrertrag meist nur bei Blattfrüchten
Gehalt im Boden nimmt langsam ab

E Sehr hoher Gehalt
Düngeempfehlung: keine Düngung
 
Düngewirkung auf Ertrag:
auf Boden:
keine
Gehalt im Boden nimmt ab

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Definition der Gehaltsklassen pflanzenverfügbarer Mikronährstoffe (B, Cu, Mn, Mo, Zn)

Gehaltsklasse (GK) Kurzdefinition
   
A Niedriger Gehalt im Boden
Beim Anbau mikronährstoffintensiver Kulturen wird durch Mikronährstoffdüngung ein deutlicher z.T. signifikanter Mehrertrag erzielt. Weniger anspruchsvolle Kulturen erfordern keine Düngung.

C Mittlerer Gehalt im Boden
Eine Mikronährstoffdüngung wird nur dann zu mikronährstoffintensiven Kulturen empfohlen,wenn nicht bereits durch andere Faktoren die Mikronährstoffversorgung gewährleistet wird (z.B. organische Düngung, Veränderung des pH-Wertes im Boden durch Anwendung physiologisch bzw. chemisch sauer wirkender Düngemittel oder Kalkung).

E Hoher Gehalt im Boden
Für alle Kulturen reichen die Mikronährstoffgehalte im Boden für hohe Erträge aus. Düngung ist nicht erforderlich.

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