
Im Jahre 1999 wurde die bundesweite Einführung von fallanalytischen Verfahren in Form der:
Die ViCLAS-Datenbank ist ein Analysesystem zum Erkennen von Tatzusammenhängen sowie Serienstraftaten insbesondere im Bereich der sexuellen Gewaltdelikte.
Die in Kanada entwickelte Datenbank findet in einem Großteil der europäischen Staaten Anwendung und die gespeicherten und voll recherchierfähigen Informationen, die wissenschaftlich auswertbar sind, können auf nationaler und internationaler Ebene ausgewertet werden.
Ein umfassender Fragenkataloges ermöglicht, alle relevanten Informationen zu Täter, Opfer und Tatumstände zu erfassen und zu analysieren.
Durch diese standardisierte Fallbeschreibung werden die festgestellten Verhaltensmuster der bekannten oder unbekannten Straftäter bei Ihrer Tatausübung im Wesentlichen abgebildet. Darauf aufbauend können geschulte Polizeiliche Fallanalytiker mit gezielten Recherchen Gemeinsamkeiten und Serienzusammenhänge verifizieren und somit zur Aufklärung noch unbekannter Delikte beitragen.
Nachfolgende Daten werden in ViCLAS erfasst:
Die Tatort-/Tathergangsanalyse beschreibt die Elemente einer Tat und das daraus abgeleitete Verhalten von Täter und Opfer vor, während und nach der Tat. Durch die systematische Auswertung und Interpretation aller objektiven und teilweise auch subjektiven Befunde, soll das spezifische Täterverhalten herausgearbeitet werden, um weitere Ermittlungsansätze zu erhalten.
Die Täterprofilerstellung ist als Resultat einer gründlichen Tatort-/Tathergangsanalyse die Beschreibung eines Täters aufgrund seines während der Tat gezeigten Verhaltens. Ziel ist es, neue Ermittlungs- und Fahndungsansätze zu gewinnen.
Bereiche, zu denen Aussagen getroffen werden können, sind unter anderem das Alter des Täters, dessen sozialer Status, Beruf, Bildungsstand und Lebensweise.