
Die neue Runde des Kreiswettbewerbs 2011 und des Landeswettbewerbs 2012 „Unser Dorf hat Zukunft“ ist eröffnet. Thüringer Gemeinden sind aufgerufen, sich bis Ende April zu bewerben. Bei erfolgreichem Abschneiden qualifizieren sie sich für die Teilnahme am Bundesausscheid. Hier finden Sie die Ausschreibungsunterlagen:
Ausschreibung
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Anmeldeformular
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Leitfragen für die Fachbewertungsbereiche
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Bauerngarten
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Die Idee
Ländliche bäuerliche Gärten stehen nicht so im Rampenlicht wie barocke Gartenanlagen großer Schlösser, sind aber in ihrer Vielfalt genauso sehenswert. Unsere Dörfer bewahren ihren Charakter nicht allein durch Bauernhäuser und Bauernhöfe. Die Bauerngärten gehören traditionell zu Bauernhöfen, prägen das Gesicht der Dörfer und machen den Reiz des Ortsbildes aus.
Im ländlichen Garten sind Geschichte, Tradition und Lebensweise gespeichert. Mit dem allmählichen Verschwinden der Bauerngärten geht auch das typische Ortsbild verloren. Deshalb entstand die Idee, die Bauerngärten der Region zur BUGA ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen.
In den Jahren 2004 bis 2006 wurde der Bauerngartenwettbewerb durchgeführt. Entlang der schönsten Gärten wurden hieraus zwei Bauerngartenrouten entwickelt.
Durch den Wettbewerb wurde der Bauerngarten wieder ins Bewusstsein gerufen. Das Projekt würdigte aber auch die in die Gärten eingebracht Arbeit und regte nicht zuletzt zum Mitmachen an. Der Wettbewerb und die Bauerngartenrouten trugen dazu bei, den Dorfcharakter zu erhalten und die regionale Verbundenheit zu stärken.
Das Projekt „Vielfalt Bauerngarten“ ist Bestandteil der „Zehn Ungleichen“ – Kulturregion Thüringen ost – dem Netzwerk der BUGA-Begleitprojekte, die auch nach der BUGA weitergeführt und ausgebaut werden.
Die zehn Begleitprojekte aus den Bereichen Landschaft/Garten, Kunst/Kultur, Architektur/Historie und Tourismus/Freizeit wollen an den Erfolg der BUGA 2007 anknüpfen und die Kulturlandschaft der Region nachhaltig erschließen und vermarkten.
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Der Bauerngarten
Das Dorf besteht nicht nur aus seinen Gebäuden, Straßen Plätzen und Freiflächen. Es lebt auch durch seine Gärten.
Der Bauerngarten – das ist Artenvielfalt und ein Stück regionale Identität.
Der ländliche Garten diente einst vor allem der Selbstversorgung und beinhaltet deshalb traditionell eine große Auswahl an Gemüse- und Obstarten, Gewürzpflanzen und Heilkräutern. Abgerundet wird das Bild durch eine Vielzahl von Blumen. Gerade diese Vielfalt an Pflanzen stellt das ökologische Potential des Bauerngartens dar.
Was macht einen Bauerngarten aus?
Der Bauerngartenwettbewerb
Das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera startete 2004 mit anderen Partnern in Thüringen und Sachsen das Projekt „Vielfalt Bauerngarten“.
Angesprochen wurden alle Gartenbesitzer in Thüringen und Sachsen zwischen der Weißen Elster und der Pleiße. Das Echo auf den Wettbewerb war groß. In den 3 Jahren des Wettbewerbes beteiligten sich mehr als 180 Gartenbesitzer.
Die Gärten wurden von einer Jury jeweils nach einheitlichen Kriterien bewertet. Über 40 Gärten wurden in den drei Wettbewerbsjahren von 2004 bis 2006 prämiert. Die Gartenbesitzer erhielten Geld- oder Sachpreise. Jeder Siegergarten wurde außerdem mit einer Schiefertafel geehrt.
Die Siegergärten der Wettbewerbsjahre 2004 bis 2006
1. Platz 2004 - Fam. Heiland in Zossen
2. Platz 2004 - Fam. Junghanns in Stolzenberg
3. Platz 2004 - Fam. Sommerweiß in Rückersdorf
1. Platz 2005 - Fam. Schumann in Korbußen
2. Platz 2005 - Fam. Lampert in Rudelswalde
3. Platz 2005 - Fam. Beer in Wernsdorf
1. Platz 2006 - Fam. Heiland in Zossen
2. Platz 2006 - Fam. Wolf in Heyersdorf
3. Platz 2006 - Fam. Hahn in Beerwalde
Aktionstag „Bauerngarten“ auf der BUGA 2007
Zum Aktionstag „Bauerngarten“ am 6. Juni 2007 wurde auf der BUGA der Gesamtsieger des Bauerngartenwettbewerbs gekürt.
Aus den neun Siegern der Vorjahre wurde durch die Besucher des Thüringen Pavillons der „Schönste Bauerngarten“ gewählt.
Die Auszeichnung erhielt der Garten der Familie Junghanns in Stolzenberg, der Zweitplazierte aus dem Jahre 2004.
Die Bauerngartenrouten
Aus den Erfahrungen und den Kontakten des Wettbewerbs wurden zwei touristische Bauerngartenrouten entwickelt. Die Bauerngartenrouten sind Bestandteil der „Wege in die Neue Landschaft“ und werden im Netzwerk der Begleitprojekte auch nach der BUGA erhalten und weiterentwickelt.
Die beiden Fahrradstrecken führen entlang 25 ausgewählter Bauerngärten und touristischer Attraktionen durch die reizvolle Umgebung von Gera und Ronneburg. Die Bauernartenrouten sind ein Angebot die blühenden Kleinode in der Nachbarschaft wiederzuentdecken.
Von den 9 Siegergärten der drei Wettbewerbsjahre konnten 5 Gärten in die Routen eingebunden werden.
An den ausgewiesenen Gärten informieren Schautafeln den interessierten Besucher zu Besonderheiten der Gärten und zu typischen Elementen der Bauerngärten.
Zahlreiche Hinweisschilder gewährleisten eine lückenlose Orientierung auf den Routen.
Die Bauerngartenrouten sind in der Broschüre „Bauerngartenroute“ dokumentiert. (Bezugquelle über ALF Gera)
Weitere Informationen unter
www.bauerngartenroute.de/
BUGA-Begleitprojekte
In Verbindung mit der BUGA 2007 Gera-Ronneburg wurde folgenden 10 Projekten in Ostthüringen das Prädikat BUGA-Begleitprojekt verliehen:
Weitere Informationen unter: