
Nach 1990 wurden die Kolonnenwegplatten in der fruchtbaren Friedaaue in der Gemarkung Großtöpfer, Landkreis Eichsfeld, entfernt und der ehemalige Grenzstreifen wieder in die landwirtschaftliche Nutzung einbezogen.
Damit war für Wanderer die Verbindung zwischen dem Hülfensberg, einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte, und der Gobert, der höchsten Erhebung im Eichsfeld, unterbrochen. Ziel war es die Durchgängigkeit des Grünen Bandes in diesem Bereich wieder herzustellen.
Im Zusammenhang mit der Planung einer Kläranlage wurden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mit der Wegeführung verknüpft.
Im Herbst 2010 wurde vom Verein der Freunde des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal und des Nationalparks Hainich ein Antrag auf Förderung beim ALF Gotha gestellt. Das Projekt konnte aus dem Fördertopf „Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR“ (PMO) in Höhe von rund 11 000 Euro unterstützt werden. Ein erheblicher Anteil an Eigenleistungen wurde durch die Mitglieder des Vereins erbracht.
Am 5. April 2012 erfolgte die offizielle Einweihung des Weges.
Zur besseren Erschließung und touristischen Inwertsetzung des Grünen Bandes ist für dieses Jahr der Bau eines kombinierten Rad- und Wirtschaftsweges in der Friedaaue geplant.
Die Regulierungs- und Vermessungsarbeiten in der Ortslage von Laucha wurden am 31.03.2012 offiziell abgeschlossen. Der Abteilungsleiter „Ländlicher Raum, Forsten“ im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Prof. Dr. Karl-Friedrich Thöne, traf aus diesem Anlass bereits am 29.03.2012 zu einem Erfahrungsaustausch mit dem beauftragten Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖbVI), dem Vorstandsvorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Laucha, Ulf Schrön und dem Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha, Mathias Geßner, vor Ort zusammen.
1997 wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesautobahn A 4 das Flurbereinigungsverfahren Laucha mit einer Größe von rund 1.250 Hektar eingeleitet. In das Verfahren eingeschlossen ist auch die rund 50 Hektar umfassende Ortslage von Laucha.
In einem Zeitraum von nur drei Jahren wurden sämtliche Grundstücke in der Ortslage von Laucha durch einen in Gotha ansässigen ÖbVI auf Grundlage der örtlichen Besitzverhältnisse neu geordnet und anschließend neu vermessen. Die Erfahrungen dieser Tätigkeit und die positiven Effekte der Zusammenarbeit wurden in dem Gespräch vorgestellt.
Die Thüringer Landentwicklungsverwaltung unterstützt mit Hilfe der Flurbereinigung und Dorferneuerung die Gemeinden und fördert das Engagement der Bürger. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Teilnehmergemeinschaft, der Kommunalverwaltung, den landwirtschaftlichen Betrieben und weiteren Beteiligten ist nach den Worten von Prof. Dr. Karl-Friedrich Thöne dabei Schlüssel zum Erfolg.
Mehr Informationen zum Verfahren:
http://www.landentwicklung-online.thueringen.de
Die Wanderausstellung der Thüringer Landentwicklungsverwaltung ist derzeit im Landratsamt des Kyffhäuserkreises in Sondershausen zu sehen. Landrat Peter Hengstermann eröffnete die Ausstellung am 02.03.2012 gemeinsam mit Mathias Geßner, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Gotha. Beide gingen in ihren Eröffnungsreden auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) im Kyffhäuserkreis ein. Beispielhaft hervorgehoben wurde der 21 Meter hohe, zum Kletterturm umgebaute ehemalige Schornstein im Ferienpark Feuerkuppe e.V. und das Projekt „Alter Wald mit Zukunft“ im Bereich der Hohen Schrecke. Die Vereinsvorsitzende Dagmar Dittmer stellte das infolge ehemaliger militärischer Nutzung noch weitgehend unbekannte touristische Potenzial ihres Projektes vor und wies auf Verhandlungen mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) zur Erschließung weiterer nutzbarer Waldflächen hin.
Für das in Hauteroda eingeleitete Flurbereinigungsverfahren übergab Mathias Geßner an den Landrat und den Bürgermeister der Gemeinde, Norbert Eichholz, Geländemodelle mit einer Simulation der geplanten Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Erosionsschäden.
Noch bis Ende März können sich Besucher ein Bild von der Arbeit der Thüringer Landentwicklungsverwaltung und der RAG im Kyffhäuserkreis machen, im Anschluss wird die Ausstellung im Landratsamt des Saale - Orla - Kreis zu sehen sein.
Weitere Informationen unter:
www.landentwicklung-online.thueringen.de/
www.kyffhaeuser-nachrichten.de
Am 23.02.2012 übergab Mathias Geßner, Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Gotha, die Unterlagen der Schlussfeststellung an den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft des Dorfflurbereinigungsverfahrens Großbrembach-Ort. Damit ist nach Schallenburg Großbrembach-Ort das zweite Verfahren, das im Landkreis Sömmerda abgeschlossen wurde.
Ziele einer Dorfflurbereinigung sind die Durchführung der Ortsregulierung, die Förderung von Maßnahmen der Dorferneuerung und - soweit erforderlich - deren bodenordnerische Unterstützung.
Ergebnis der Ortsregulierung in Großbrembach ist die Übereinstimmung von Besitz und Eigentum sowie einwandfreie Nachweise des Liegenschaftskatasters. Auch die Grundbücher befinden sich auf dem neuesten Stand. Als weitere positive Effekte sind die:
zu nennen.
Die Kosten für die Ortsregulierung betrugen insgesamt rund 650.000 Euro. Das ALF Gotha bezuschusste diese mit 510.000 Euro.
Im Rahmen der Dorferneuerungsförderung wurden 48 kommunale und 64 private Maßnahmen umgesetzt. Neben der Straßen- und Freiraumgestaltung (Buttstädter Straße, Brüggerstraße, Windische Straße, Anger, Untermarkt und Kleinbrembacher Straße) wurden Fassadengestaltungen an Friedhofshalle, Feuerwehrhaus, Ratskeller und Kindergarten durchgeführt. Hinzu kamen 40 Dach-, rund 20 Fassaden- und 10 Torsanierungen privater Haushalte.
Dabei wurden 3,1 Millionen Euro investiert, das ALF Gotha steuerte hier 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln bei.
Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und der Leiter des ALF Gotha sind sich darüber einig, dass diese Maßnahmen nicht nur zur Verschönerung des Ortsbildes sondern auch zur Verbesserung der Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsfunktion des Ortes beitragen. Dies konnte nur durch eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort und den fachlich zuständigen Behörden erreicht werden.
Weitere Informationen zum Verfahren:
www.landentwicklung-online.thueringen.de
Ministerieller Eintrag ins Gästebuch der Wanderausstellung im Hintergrund v.l. KSK-Vorstand Jörg Krieglstein, Landrat Konrad Gießmann, Matthias Kaiser, Amtsleiter Mathias Geßner Foto: ALF Gotha |
Auf Grund des regen Besucherinteresses ist die Wanderausstellung der Thüringer Landentwicklungsverwaltung noch bis zum 29.02.2012 im Foyer der Kreissparkasse (KSK) Gotha zu sehen.
Der Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz nutzte diese Gelegenheit und besuchte am 27.02.2012 die Ausstellung gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Gotha, Konrad Gießmann.
Beide würdigten die Arbeit der Landentwicklungsverwaltung und die mit der Ausstellung verbundenen Impulse im ländlichen Raum.
Ein Rückblick
Die Wanderausstellung der Thüringer Landentwicklungsverwaltung wurde am 06.02.2012 im Foyer der Kreissparkasse (KSK) Gotha eröffnet und ist damit erstmalig im Bereich des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Gotha zu sehen.
„Was wäre das barocke Universum der Residenzstadt Gotha ohne lebenswerte Dörfer, eine gut funktionierende Landwirtschaft und die dazu gehörende Infrastruktur in einem entsprechend gestalteten Umfeld!?“ stellte Amtsleiter Mathias Geßner in seiner Ansprache zur Eröffnung fest.
Unter dem Motto: „Wir entwickeln (T)Räume“ greift die Wanderausstellung in Kooperation mit der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) Gotha – Ilmkreis – Erfurt aktuelle Themen aus dem ländlichen Raum auf und stellt neben dem kreativen Landurlaub in Thüringen eine Vielzahl von regionalen Maßnahmen der Landentwicklung vor.
Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Jörg Kellner (MdL) erläuterte das Flurbereinigungsverfahren „Speicher Friemar“ und wies darauf hin, dass der Landkreis Gotha seit nunmehr 20 Jahren von den integrierten Entwicklungskonzepten und Dorferneuerungsprogrammen profitiert.
Der Abriss von Betriebsgebäuden der ehemaligen Gummiwerke und die gelungene Freiflächengestaltung in der Gemeinde Hörselgau wurden vom Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft, Werner Oppermann, vorgestellt.
Noch bis zum 24. Februar 2012 können sich Besucher der KSK ein Bild von der Arbeit der Thüringer Landentwicklungsverwaltung machen, ab dem 02.03. bis zum 30.03.2012 wird die Ausstellung im Landratsamt des Kyffhäuserkreises in Sondershausen zu sehen sein.
Ende 2011 wurde in Schallenburg, einem Ortsteil der Stadt Sömmerda, ein weiteres Flurbereinigungsverfahren in Thüringen abgeschlossen.
Die Ortslage Schallenburg wird bei Starkregen regelmäßig mit Niederschlagswasser und angeschwemmten Böden aus den südlich angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen belastet. Durch die Anlage von Entlastungsgräben entlang vorhandener Wirtschaftswege soll diesem Zustand abgeholfen werden.
Einem entsprechenden Antrag der Stadt Sömmerda folgend, hat das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) Gotha für die Landbereitstellung sowie zur Regelung der Eigentumsverhältnisse im März 2007 das Flurbereinigungsverfahren Schallenburg angeordnet.
Mit der so genannten Schlussfeststellung ist das Flurbereinigungsverfahren rechtskräftig beendet. Die Grundbücher und Nachweise des Liegenschaftskatasters befinden sich auf dem neuesten Stand, die Eigentümer können uneingeschränkt über ihre neuen Grundstücke verfügen.
Die für den Bau der Entlastungsgräben benötigten Flächen befinden sich im Eigentum der Stadt Sömmerda, die Voraussetzungen für Investitionen in den Hochwasserschutz sind nunmehr gegeben.
Der Amtsleiter des ALF Gotha, Mathias Geßner, dankte dem engagierten Vorstand der Teilnehmergemeinschaft für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Dieser Dank gilt auch allen am Verfahren beteiligten Grundstückeigentümern und der Terra e.G. als landwirtschaftlichem Betrieb.
Nähere Informationen zum Verfahren unter:
www.landentwicklung-online.thueringen.de
„Wir entwickeln (T)Räume“ Unter diesem Motto steht die Wanderausstellung der Landentwicklungsverwaltung Thüringen, die Roland Richwien, Staatssekretär im TMLFUN, am 01. Oktober 2011 in Rudolstadt anlässlich des Landeserntedankfestes eröffnete.
Thüringens Agrarminister Jürgen Reinholz würdigte am 25.08. in Grabsleben, Landkreis Gotha, die Arbeit der Thüringer Regionalen Aktionsgruppen (RAGn) zur Entwicklung des ländlichen Raums. So sind rund 700 Ehrenamtliche in den RAGn tätig, um nicht zuletzt darüber zu entscheiden, welche Infrastrukturvorhaben mit Fördermitteln unterstützt werden sollen.
Mit der Initiative LEADER unterstützt die Europäische Union seit 1991 die Entwicklung im ländlichen Raum. In Deutschland sind die Bundesländer mit der Gestaltung und Durchführung des Programms betraut.
„LEADER ist in Thüringen eine Erfolgsgeschichte, und die muss weiter gehen“, so Reinholz. Der Vorstand der RAG Gotha – Ilm-Kreis – Erfurt und stellvertretender Landrat des Landkreises Gotha, Helmut Marx, freute sich über drei Förderbescheide im Wert von insgesamt 183.400 Euro.
Marx betonte, dass alle drei Vorhaben in beispielhafter Weise zeigen, „wie ländliche Entwicklung mit der LEADER-Methode unterstützt werden kann und dabei Eigeninitiative, Kooperation und Innovation im Mittelpunkt stehen.“ Die Stärkung des Lebensraumes Dorf stehe bei allen Entscheidungen der RAG im Vordergrund.
Symbolische Förderscheckübergabe an die Vertreter vom Verein Feuerkuppe e.V. Foto: ALF Gotha |
Am 9. Juni 2011 überreichten das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha sowie Vertreter der Regionalen Aktionsgruppe Kyffhäuser e.V. einen symbolischen Scheck über 41.767,42 Euro aus dem LEADER- Förderprogramm an Anke Hochwind vom Verein Feuerkuppe e.V.
Damit soll ein 21 Meter hoher Schornstein auf dem Gelände des Ferienparks Feuerkuppe zu einem bundesweit einmaligen Kletterturm umgebaut werden. Der Hohlraum im Schornstein wird mit Beton verfüllt und außen mit einem felsartigen Profil versehen. Der Schornstein gehört zu einer Halle aus dem Jahr 1980, die bis 1994 als Heizhaus diente.
Der Kletterturm wertet den Ferienpark Feuerkuppe deutlich auf und stärkt den Erlebnis- und Aktivtourismus im Kyffhäuserkreis. Dadurch wird das sportlich geprägte Arial auch international bekannter und soll für höhere Besucherzahlen sorgen.
Zudem sichern die geplanten Vorhaben die vorhandenen Arbeitsplätze und schaffen neue (Klettertrainer). So soll die regionale Wertschöpfung und Wirtschaftskraft der Kyffhäuser Region weiter gestärkt werden. Der Umbau des Heizhauses zu einer Kletterhalle erfolgt in den folgenden Jahren. So werden die aktuellen Investitionen nachhaltig angelegt.
"Flurbereinigungsverfahren tragen wesentlich dazu bei, die Entwicklung im ländlichen Raum voran zu bringen", sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz. Er besuchte am 28.06.2011 das Flurbereinigungsgebiet Teistungen und übergab die Ausführungsanordnung dem Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Teistungen, Herrn Horst Dornieden. Damit sind mit Wirkung vom 1. Mai 2011 die neuen Grundstücke an die Stelle der bisherigen Grundstücke getreten. Nach Berichtigung des Liegenschaftskatasters und des Grundbuches kommt die Flurbereinigung noch in diesem Jahr zum Abschluss.
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Durch das Enthüllen eines Gedenksteins am Stausee "Glockengraben" wird die erfolgreiche Beendigung der Flurbereinigung Teistungen gewürdigt.
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Herr Minister Jürgen Reinholz und Herr Horst Dornieden, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Teistungen, enthüllen einen Gedenkstein im Flurbereinigungsverfahren Teistungen. Foto: ALF Gotha |