Justizminister Dr. Holger Poppenhäger und Bildungsminister Christoph Matschie haben am 29. November 2011 die Preisträger des achten Schülerwettbewerbes geehrt. Gewürdigt wurden vier Schulklassen bzw. Kurse oder Projektgruppen, die sich auf das durchaus „sperrige Thema“ mit viel Enthusiasmus und Kreativität eingelassen haben.
Folgende Schulen/Klassen wurden ausgezeichnet:
Platz 1: Evangelisches Ratsgymnasium, Erfurt, Kurs Wirtschaft und Recht, 12. Klasse (300 €)
Platz 2: Evangelisches Ratsgymnasium, Erfurt, Kurs Sozialkunde, 12. Klasse (200 €) und
Gymnasium Stadtroda, Projektgruppe/Kurs Wirtschaft und Recht, 12. Klasse (200 €)
Platz 3: Regelschule Elxleben, Klasse 9b, (200 € /Sonderpreis des Vereins Rechtspflege und Öffentlichkeit, Jena e.V)
Alle ausgezeichneten Arbeiten, die als Zeitungsseiten
– teils mit professioneller Unterstützung – entstanden sind, zeigen, wie kreativ und spannend das Thema Verfassung umgesetzt werden kann.
Im Vorfeld des Thüringer Verfassungsjubiläums im Jahr 2013 war den Schülerinnen und Schülern die Aufgabe gestellt worden, sich über das „Verfassungsland Thüringen“ historisch und aktuell und vor allem auch über seine Rolle in der Europäischen Union Gedanken zu machen. Dies sei den Teilnehmenden nach der Einschätzung des Justizministers hervorragend gelungen.
Justizminister Dr. Holger Poppenhäger: „Gerade die aktuellen Ereignisse in Thüringen und ganz Deutschland, aber auch zahlreiche Freiheitsbestrebungen in der Welt, machen deutlich: Verfassungen sind essentielle Grundlagen für eine menschenwürdige, demokratische und solidarische Gesellschaft. Verfassungen geben den rechtlichen Rahmen, sozusagen die „Hardware“ unserer Gemeinschaft. Was wir daraus machen, wie wir sie verändern, beispielsweise im Hinblick auf mehr Kinderrechte und Jugendbeteiligungsrechte und auch ein Wahlrecht für Menschen aus den anderen EU-Mitgliedstaaten bei den Landtagswahlen, das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Ich freue mich, dass Schülerinnen und Schüler sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern darüber Gedanken gemacht haben, wie unsere Verfassungswirklichkeit aussieht, und was man noch verbessern könnte. Ich werde die auf den Zeitungsseiten formulierten Vorschläge mit in die Diskussionen zur Vorbereitung des Verfassungsjubiläums nehmen.“