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Medieninformation 194/2009
Bauhausmöbel hinter Gittern? – Ministerin Walsmann: Spannendes Thema für Designer
Die Bauhaus-Universität Weimar wird das Thüringer Justizministerium mit einer Studie zum Thema „Mobiliar für eine Jugendstrafvollzugsanstalt“ unterstützen. Der Verein Bauhaus. TransferzentrumDESIGN e.V., ein insbesondere im Bereich des Produktdesigns renommierter und geschätzter Kooperationspartner der Bauhaus-Universität, wird mit der Erstellung der Studie beauftragt werden. „Es kann sehr spannend werden, mit welchen Konzepten und Ideen gerade junge Designer eine neue Jugendstrafanstalt ausstatten würden“, sagt Walsmann und weiter: „Räume hinter Gittern benötigen eine eigene Handschrift.“
Eine Absichtserklärung für ein solches Projekt haben der Kanzler der Bauhaus-Universität und das Ministerium in dieser Woche unterzeichnet.
Gerade im Rahmen des diesjährigen Bauhausjahres könne auf diesem Weg ein inspirierender Beitrag entstehen. Dabei wird die Aufgabenstellung so angelegt sein, dass die entworfenen Möbel nicht nur den besonderen Anforderungen einer Nutzung im Strafvollzug genügen, sondern auch in den eigenen Werkstätten des Thüringer Justizvollzuges hergestellt werden können.
„Unabhängig davon, ob am Ende alle Entwürfe tatsächlich umgesetzt werden können, halte ich die Auseinandersetzung von Designern mit der Lebenswelt einer Jugendstrafanstalt für äußerst spannend“, sagt Walsmann und freut sich, dass die Kooperation realisiert werden kann.
Nach den umfangreichen Planungen des Baus der Jugendstrafanstalt in Rudisleben – dessen Jury für ein europaweites Verhandlungsverfahren bereits der Rektor der Bauhaus-Universität, Prof. Dr. Zimmermann, vorsaß - und den nun beginnenden Bauarbeiten, widmen sich die Verantwortlichen inzwischen den Fragen rund um die Ausstattung der neuen Anstalt.