
„Die Wahl des richtigen Berufs ist eine der wichtigsten Entscheidungen von jungen Menschen. Dabei sollten sie sich von Rollenklischees lösen und ihre eigenen Potentiale entdecken. Die Wahl eines Berufs muss auch die Suche nach der eigenen ‚Berufung’ sein. Wer hoch motiviert ist, weil er Spaß am Job hat, wird bei der Arbeit zumeist auch erfolgreich ‚seinen Mann’ oder ‚seine Frau stehen’. Deshalb ist der Ausblick beim Girls’ Day und Boys’ Day über die traditionellen Mädchen- und Jungenberufe hinaus so wichtig“, sagte heute (Donnerstag) der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, anlässlich des 10. Girls’ Day.
In Thüringen können sich Mädchen und Jungen ab der 5. Klasse heute in rund 400 Veranstaltungen über Perspektiven bei der Berufswahl informieren. Parallel zum 10. Girls’ Day findet dabei auch zum zweiten Mal der Boys’ Day – ein Zukunftstag für Jungen – statt. Immer noch wählen junge Menschen in Thüringen ‚typisch weibliche’ und ‚typisch männliche’ Berufe. Bei den Mädchen dominieren Ausbildungen zur Bürokauffrau, Kauffrau, Verkäuferin oder Friseurin. Die Jungen dominieren dagegen in den technischen Berufen wie KFZ-Mechatroniker oder Mechaniker. Die Zukunftstage für Jungen und Mädchen wollen mit Informationen und Möglichkeiten des Ausprobierens den Jugendlichen die Chance bieten, ihren Beruf aus einem breiteren Angebot auszuwählen.
„Es gibt hervorragende Mechanikerinnen, Ingenieurinnen und Wissenschaftlerinnen. Und Männer leisten auch als Kindergärtner und Krankenpfleger gute Arbeit. In den Thüringer Kindertageseinrichtungen hat sich beispielsweise in den letzten fünf Jahren die Anzahl der Männer beim Personal von 99 auf 318 mehr als verdreifacht“, so Carius weiter. „Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels brauchen wir jeden in der Arbeit, bei der er das Beste leisten kann. Wenn wir gleichzeitig durch größere Flexibilität die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter erhöhen, werden wir auf die Herausforderungen des demografischen Wandels gut vorbereitet sein.“