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Medieninformation 22/2012

Walsmann: Wir sind der Zukunft Europas gemeinschaftlich verpflichtet

„Heute ist der Tag, an dem wir der Opfer des Nationalsozialismus gedenken, an dem wir uns vor den Toten verneigen, an dem wir uns unserer moralischen Pflicht vergewissern, das Vermächtnis des Buchenwald-Schwurs von 1945 einzulösen und ‚eine neue Welt in Frieden und Freiheit aufzubauen’. Es ist der Tag, an dem wir ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Gleichgültigkeit und Verdrängen setzen. An dem wir unser Bekenntnis zu Menschenwürde, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie erneuern.“ Das sagte die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann, heute (27. Januar 2012) anlässlich der Kranzniederlegung im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte Buchenwald.

„Das Lager von Buchenwald bildete vor einem sehr bedrückenden, ja bestürzenden Hintergrund eine internationale Gemeinschaft. Und international ist auch die Verantwortung, die wir für eine Welt in Frieden und Freiheit tragen. Und dass der Senatspräsident von Italien, Senator Renato Schifani, in Buchenwald war, zeigt auch: Der Opfer des Nazi-Regimes wird europaweit gedacht. Unsere europäische Geschichte lehrt uns, wir sind der Gegenwart und der Zukunft des Kontinents gemeinschaftlich verpflichtet.“

„Wir Deutschen haben eine besondere Verpflichtung, für Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie einzustehen – auch gegenüber unseren europäischen Nachbarn. Der Nationalsozialismus brachte Unheil über ganz Europa, und auch heute sind Ausländerinnen und Ausländer mit Intoleranz und Rassenhass konfrontiert. Die Taten der Neonazis haben deutlich gemacht, dass es im Kampf gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass keine Atempause geben darf“, betonte die Ministerin.