
Auf der letzten Kabinettssitzung wurde ein Konzept für mehr Medienkompetenz in Thüringen verabschiedet. Dies beinhaltet für die Verbesserung der Medienkompetenz aller Altergruppen eine stärkere Vernetzung der Akteure, eine engere Verzahnung der Angebote, einen deutlicheren Fokus auf die neuen Medien und eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb Mitteldeutschlands.
Konkrete Maßnahmen um dies zu erreichen sind u.a. die Schaffung einheitlicher Qualitätsstandards zur vergleichbaren Bewertung, die Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen, die Übertragung von Steuerungs- und Koordinierungsfunktionen an Verantwortliche, die stärkere gegenseitige Information der einzelnen Projektträger und die Qualifizierung des Personal.
„Thüringen ist in Sachen Medienkompetenz Vorreiter unter den deutschen Ländern. Das soll auch so bleiben. Mit dem heute beschlossenen Konzept liegt eine solide Grundlage für die Zukunft vor. Medienkompetenz ermöglicht die selbstbestimmte, kritische und reflektierende Nutzung aller Medien und wird mit dem heutigen Konzept ganzheitlich betrachtet“, so Ministerin Walsmann.
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, hebt die Bedeutung der Medienkompetenz als eine Schlüsselqualifikation, die ständig an Bedeutung gewinnt, hervor: „Der Medienbereich entwickelt sich rasant. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an junge Menschen, die vielfältigen Angebote verantwortungsvoll und richtig zu nutzen. In der Schule lernen unsere Schülerinnen und Schüler dies unter anderem im Kurs Medienkunde. Da die Vermittlung der Medienkompetenz aber nicht an den Schultoren halt macht, nehmen wir mit dem Konzept der Landesregierung alle relevanten Bereiche in den Blick. “
Unter Federführung der Thüringer Staatskanzlei und in enger Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesmedienanstalt wurde das Konzept seit Februar 2011 ressortübergreifend erstellt und wird nun dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt.