
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), fordert, dass Frauenförderung und Ausbildungsförderung als Vergabekriterien im Entwurf zum neuen Thüringer Vergabegesetz erhalten bleiben.
„Wir wollen einen Bonus für Betriebe, die ihre weibliche Belegschaft fördern und in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf weitsichtig handeln. Ein modernes Vergabegesetz muss Unternehmen unterstützen, die in weibliche Fachkräfte investieren Daraus ergeben sich Vorteile für die gesamte Wirtschaft. Der Freistaat kann so auf den sich in den kommenden Jahren verschärfenden Fachkräftemangel wirksam reagieren“, sagte Taubert.
Weiblichen Fachkräften soll in Thüringen eine Perspektive geboten werden. Leider arbeiten in Thüringen Frauen häufig in gering entlohnten Beschäftigungsverhältnissen. „Bei gleicher Arbeit werden sie oft niedriger bezahlt, als ihre männlichen Kollegen. Vielfach ist es schwer Arbeit und Kindererziehung in Einklang zu bringen. Gerade für junge Frauen sind das ausschlaggebenden Gründe, sich außerhalb von Thüringen eine Arbeit zu suchen und woanders eine Familie zu gründen. Dem wollen wir auch mit dem Mittel des Vergaberechts entgegentreten“, sagte Taubert.
CDU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, für gute Arbeit und faire Löhne einzutreten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Daher muss ein modernes Vergabegesetz wichtige Aspekte der Frauen- und Ausbildungsförderung enthalten.