
Kultur- und Städtereisen sind für Thüringen der „touristische Wachstumstreiber“ der kommenden Jahre. Das sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig bei seinem heutigen Besuch der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. „Mit der engen Verbindung von Kultur- und Aktivtourismus verfügt Thüringen über ein unschlagbares Angebot“, warb er für Reisen in die Mitte Deutschlands.
Auf der ITB präsentieren sich 25 Thüringer Städte, Regionen und Verbände auf dem rund 600 m² großen Gemeinschaftsstand der Thüringer Tourismus GmbH (TTG). Die Schwerpunkte der Präsentation sind erneut die Themen „Städte & Kultur“, „Natur & Aktiv“ sowie „Wellness & Gesundheit“. Vor allem im Kulturtourismus verfüge Thüringen mit Namen wie Bach, Liszt, Luther, Bauhaus und Weimar über große und international bekannte Marken. „Das sind touristische Pferdestärken, die wir noch besser auf die Straße bringen müssen“ so Machnig. „Beim Tourismusmarketing muss in diesem Bereich noch deutlich nachgelegt werden.“
Ein guter Anfang ist allerdings gemacht: In den kommenden Jahren wirbt Thüringen vor allem mit zwei großen Namen – Liszt und Luther – um Touristen. So bietet Thüringen im Rahmen des Themenjahres „Liszt – ein Europäer in Thüringen“ 200 Konzerte, Veranstaltungen und Ausstellungen rund um den weltbekannten Komponisten und Musiker.
Alle Informationen rund um die Themen Liszt und Luther finden sich ab sofort auf den Internetseiten
www.luther-in-thueringen.com sowie
www.liszt-2011.de, die heute offiziell freigeschaltet wurden. Darüber hinaus existiert auch die Seite
www.luther2017.de als gemeinsame Informationsplattform aller Bundesländer mit Lutherstätten. „Wir wollen die Lust auf Liszt und Luther für den Tourismus nutzen“, so der Minister.
Machnig zog eine positive Bilanz des zurückliegenden Tourismusjahres. Mit einem Plus von 2,4 % bei den Gästen und von 1,9 % bei den Übernachtungen lag die touristische Entwicklung Thüringens 2009 über dem Bundesschnitt. Dies führt der Wirtschaftsminister nicht zuletzt auf zugkräftige Themen wie das Bauhaus und das Schillerjahr zurück. Vor allem die Städte konnten einen Zuwachs von 5,8 % bei den Gästen und 4,7 % bei den Übernachtungen verbuchen. Zusätzliche Impulse erwartet der Minister in diesem Jahr auch vom Marketingthema „Fahr Rad – am besten in Thüringen“. Darüber ließen sich Kultur und Aktivtourismus zwanglos miteinander verbinden.
Stephan Krauß