
Verkehrsminister Carius stellte heute im Koalitionsarbeitskreis für Bau, Landesentwicklung und Verkehr eine erste Zwischenauswertung der Winterschadensbilanz vor.
„Aufgrund einer Wintersaison mit stark wechselnden Frost- und Tauperioden sind auch in Thüringen bereits jetzt mehr Winterschäden als im Vorjahr festzustellen. Der Freistaat Thüringen wird der Verkehrssicherungspflicht nachkommen und alle Winterschäden an den Landes- und Bundesstraßen in seiner Zuständigkeit beheben. Die finanziellen Mittel dafür werden auch bei vorläufiger Haushaltsführung von Bund und Land bereitgestellt“, so Carius.
Die bislang erfassten Winterschäden belaufen sich auf einen Flächenumfang von rund 185.000 m² auf Bundes- und Landesstraßen. Dies sind Mitte Februar 2010 bereits rund 23,5 Prozent mehr als Ende März 2009 (Flächenumfang der Winterschäden 2008/2009 rund 150.000 m²).
Für die Reparatur der Winterschäden an den Bundes- und Landesstraße sind nach derzeitigem Stand Mittel in Höhe von rund 5 Millionen Euro erforderlich (rund 1,3 Millionen Euro für Bundes- und rund 3,7 Millionen Euro für Landesstraßen)
In der Wintersaison 2008/2009 wurden für die Schadensbeseitigung rund 4,3 Millionen Euro aufgewendet, von denen rund 0,8 Millionen Euro für die Bundes- und rund 3,5 Millionen Euro für die Landesstraßen aufgewendet wurden.
Auch der Salzverbrauch auf Bundes- und Landesstraßen ist mit rund 108.000 Tonnen Mitte Februar 2010 höher als am Ende der Wintersaison 2008/2009 (rund 100.300 Tonnen).
Eine abschließende Einschätzung über die Gesamthöhe der Fahrbahnschäden kann erst nach Ende der Frostperiode erfolgen.