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Zäune gegen Schneewehen

Schneezäune in Thüringen

Schnee, der sich durch Wind ungleichmäßig an bestimmten Stellen auf dem Boden verteilt, kann sogenannte Schneeverwehungen bilden. Durch den Aufprall der Schneepartikel wird das Material einer Schneeverwehung verfestigt. Der zuerst lose Schnee nimmt dann eine starre Form und kann auf Straßen die Verkehrssicherheit gefährden. Einmal entstandene Schneewehen sind häufig nur mit der Schneefräse zu entfernen.

Um Schneeverwehungen vorzubeugen, stellt die Thüringer Straßenverwaltung nach der Erntesaison zwischen Mitte Oktober und Ende November an kritischen Stellen Schneezäune auf. Schneezäune bestehen aus einem zwischen Metallpfosten gespannten und mit stabilen Abspannungen im Boden verankerten Kunststoffgeflecht. Deren Höhe kann je nach erwartetem Schneeaufkommen zwischen 1,30 m bis 1,80 m variieren.

Im Freistaat Thüringen sind insgesamt 255 km Schneezäune aufgestellt. Deren Verteilung variiert stark je nach Topographie und Waldbestand. So sind in Südthüringen trotz höherem Schneeaufkommen mit 25,5 km die wenigsten Schneezäune aufgestellt. Schnee und Wind werden hier durch reiche Waldbestände eingefangen oder abgeschwächt. Im eher flachen Nordthüringen hingegen sind 100 km Schneezaun zu finden (Mittelthüringen 60 km und Ostthüringen 69 km).

Ausgerichtet werden die Zäune in Thüringen zumeist in Richtung Westen, da der Wind im Freistaat statistisch am häufigsten aus dieser Himmelsrichtung weht.

Hauptkriterium für die Anbringung von Schneezäunen sind die Erfahrungen der vorhergehenden Winter, in denen sich besonders anfällige Stellen herauskristallisiert haben.

Für Auf- und Abbau, Erhalt und Wartung der 255 km Schneezaun werden im Freistaat Thüringen jährlich rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt.