
Die touristischen Radwege in Thüringen sollen künftig regelmäßig auf ihre Qualität überprüft werden. Dazu hat das Thüringer Wirtschaftsministerium einen Landesradwegewart bestellt. „Wir werden das Radwegenetz in Thüringen weiter ausbauen, aber wir müssen auch die Qualität der vorhandenen Radwege sichern“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz heute in Erfurt. Aufgabe des Radwegewarts sei daher vor allem die regelmäßige Befahrung und Überprüfung des touristischen Radwegenetzes in Thüringen. „Bis Ende 2009 soll die erste Überprüfung der Radfernwege abgeschlossen sein“, kündigte Reinholz mit Blick auf das touristische Themenjahr 2010 „Fahr Rad – Am besten in Thüringen“ an.
Das Radfahren soll aber auch im Alltag immer mehr Anhänger finden. Deshalb ist es wichtig, den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an Bundes- und Landesstraßen fortzusetzen. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass ab 2010 die Mittel für den Radwegebau an Landesstraßen von derzeit 1,5 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro verdreifacht werden“, kündigte Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig an.
Erste Ergebnisse mit der Befahrung der Radfernwege wird der Landesradwegewart – ein Mitarbeiter der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG), die diese Aufgabe übernommen hat – am Donnerstag, dem 26.03.2009, anlässlich der Tagung „Radverkehr in Thüringen – Tourismus, Infrastruktur, Marketing“ vorstellen.
Die Vertreter der Presse sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Den Ablauf der Radverkehrs-Tagung, zu der auch Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig, Wirtschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Christian Juckenack und die Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), Bärbel Grönegres, referieren werden, finden Sie im Anhang.
Die Einsetzung eines Landeswegewartes ist eine zentrale Empfehlung des Radverkehrskonzepts, das die Landesregierung im Juni 2008 vorgelegt hat. Zu seinen Aufgaben zählen vor allem die Befahrung und Qualitätskontrolle des touristischen Radwegenetzes. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Landesbehörden und regionalen Akteuren aus dem Tourismusbereich soll der Radwegewart schließlich auch dafür sorgen, dass festgestellte Mängel schnell beseitigt werden. „Thüringen will seinen Gästen ein durchgängig befahrbares Radwegenetz in einen Top-Zustand anbieten“, gab der Wirtschaftsminister als Ziel vor. Dieses Netz hat einschließlich seiner 13 Radfernwege derzeit eine Länge von gut 2.000 Kilometern und wird künftig auf mehr als 3.000 Kilometer anwachsen.
Laut der aktuellen Studie „Radreisen der Deutschen 2008“ können sich 47% der deutschlandweit befragten Radtouristen vorstellen, demnächst einen Radurlaub in Thüringen zu machen.
Andreas Maruschke