Studieren kostet Geld, lohnt sich aber auch, denn Akademiker haben meist interessantere Berufe mit attraktiveren Entwicklungsmöglichkeiten und verdienen häufig auch besser. Die Kosten für ein Studium hängen von vielen Faktoren ab, beispielsweise der eigenen Wohnung oder der Größe des Studienortes.
Seit dem Sommersemester 2007 erheben einige Hochschulen in Deutschland zusätzlich Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester. Für Thüringen trifft dies NICHT zu. Hier fällt ab Sommersemester 2010 lediglich (nur noch) der Semesterbeitrag an. Die Höhe des Semesterbeitrags variiert an den verschiedenen Hochschulen und hängt beispielsweise mit der Nutzungsbreite eines Semestertickets zusammen.
Die folgende Tabelle zeigt an, welche Ausgaben Sie im Erststudium für ausgewählte Positionen im Durchschnitt pro Monat in Thüringen benötigen. Die Kosten können bei Ihnen persönlich variieren beispielsweise wenn Sie bei Ihren Eltern wohnen.
| Miete incl. Nebenkosten | 200 € |
| Ernährung | 200 € |
| Kleidung | 60 € |
| Telefon, Internet, GEZ | 50 € |
| Summe | 510 € |
"Thoska - der Film" zeigt, was man mit der Studentenkarte alles machen kann. Quelle: Johanna Groß - penguinfilm1/ youtube.com
Neben den Kosten für den Lebensunterhalt wird zu Beginn jedes Semesters der Semesterbeitrag fällig. Bei Einschreibung und Rückmeldung wird er für die Studierendenvertretung und das Studentenwerk Thüringen erhoben.
Je nach Hochschule kommen zusätzliche Kosten für das Semesterticket (Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr) hinzu. Die Höhe des Betrages hängt von der jeweiligen Hochschule ab.
In der Regel stammen die Mittel für die Finanzierung eines Studiums aus einem Mix aus Unterstützung durch die Eltern, Jobben, eventuelle Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und sonstigen Einnahmen wie Stipendien und Bildungskrediten.
Das BAfög sollten Sie so früh wie möglich beantragen, da die Bearbeitung recht lang dauert.
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Ob Sie BAföG bekommen, hängt maßgeblich von der Einkommenssituation Ihrer Eltern ab. Lassen Sie sich zunächst beraten, welche Unterlagen gebraucht werden und welche Voraussetzungen Sie für eine Förderung erfüllen müssen. Teilweise werden auch Studienaufenthalte im Ausland bis zum Studienabschluss gefördert. Auch wenn Ihre Eltern gut verdienen, können Sie einen Antrag beim Studentenwerk stellen. Die Berechnungen ergeben vielleicht trotzdem eine Förderung. Diese muss nach dem Studium grundsätzlich nur zur Hälfte zurückgezahlt werden, maximal in einer Höhe von 10.000 Euro. Wenn Sie zu den ersten 30% Ihres Abschlussjahrgangs gehören, kann die Rückzahlung sogar teilweise erlassen werden. Das trifft auch zu, wenn Sie die geforderte Summe mit einer einzigen Rate tilgen.
Zur Finanzierung des Studiums gibt es auch die Möglichkeit, Stipendien der Begabtenförderung in Anspruch zu nehmen. Eine gute Übersicht zu den Vorraussetzungen gibt es unter www.begabtenfoerderungswerke.de. Auch Stiftungen fördern begabte Studierende, wobei sich die Kriterien teilweise sehr unterscheiden. Genaueres hierzu finde ich z.B. unter www.stifterverband.de oder www.studienstiftung.de.
Auch ohne BAföG oder Stipendium müssen Sie nicht auf Ihr Studium verzichten. Die Landesbanken der einzelnen Bundesländer bieten Kredite zur Finanzierung der Studienbeiträge. Für BAföG-Empfänger ist das zurückzuzahlende Darlehen je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe begrenzt. Außerdem ist es auch möglich, einen Studienkredit der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abzurufen. Günstiger kann ein Bildungskredit nach dem Bildungsprogramm des Bundes sein, www.bva.bund.de. Das BAföG-Amt berät unabhängig und objektiv über solche Studienkredite.
Auch das Studentenwerk gibt in Härtefällen so genannte Überbrückungskredite. Die Mitarbeiter stehen gern zu Fragen über die Studienfinanzierung zur Verfügung. Hier erhalten auch Studieninteressierte mit besonderen Problemen beispielsweise Behinderungen oder chronischen Erkrankungen hilfreiche Tipps.
Die meisten Studierenden jobben neben dem Studium. Entsprechende Angebote hängen häufig in den Hochschulen aus. Auch innerhalb der Hochschule besteht die Möglichkeit, sich als wissenschaftliche Hilfskraft etwas dazu zu verdienen. Bis zu einem bestimmten Jahresbetrag, der vom Bund festgelegt ist, bleibt der Verdienst steuerfrei. Wer zu intensiv arbeitet, hat allerdings weniger Zeit zum Studieren, was zur Verlängerung des Studiums führen kann. Eventuell sind dann Langzeitstudiengebühren zu zahlen.
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| Miete, Essen, Bücher - ein Studium kostet viel Geld. Unterstützung erhalten Sie beispielsweise vom BAföG-Amt. |
BAföG
Informationen zum BAföG
Die BAföG-Seite des Bundeministeriums informiert Sie über Antragstellung, Rechenbeispiele und den Gesetzestext.
Stipendien
Begabtenförderung
Begabtenförderungswerke vergeben Stipendien an Studierende und Doktoranden. Hier erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen.
Stifterverband
Der Stifterverband bietet eine gute Übersicht über Stipendien für Studierende. Die Voraussetzungen legt die jeweilige Stiftung selbst fest.
Deutschlandstipendium
Thüringer Hochschulen, die das Deutschlandstipendium anbieten.
ZEIT Stipendienführer
Bietet eine Suchfunktion zur Stipendiensuche.
Jobs und Karriere
Karrierebereich auf studieren.de
Neue Jobs und Praktika für Studenten bei studieren.de
Infoportal japablo.de
Mit Online-Jobs Geld dazuverdienen. Japablo gibt Tipps und Ideen, wie es gehen kann.
Kredite
Bildungskredit
Bekommen Sie weder BAföG noch Stipendium, bietet ein Bildungskredit vom Bund eine Alternative.
Studienkredit
Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Studienkredite.
Vergünstigungen
Studentenrabatte
Übersichtsseite mit Rabatten und Spartipps, die das Studium angenehmer machen sollen
Studenten-Spartipps
Vergünstigungen, Ermäßigungen und Rabatte für Studierende