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Master

Master Talar

Der Master ist ein zweiter berufsbefähigender Hochschulabschluss, der in zwei bis vier Semestern absolviert wird. Er kann entweder den bereits erworbenen Bachelorabschluss fachlich vertiefen (konsekutiver Master) oder in eine andere Richtung ergänzen (nicht-konsekutiver Master). Setzt das Masterstudium eine Phase der Berufstätigkeit voraus, spricht man von einem weiterbildenden Master. Ein erfolgreich abgeschlossenes Masterstudium berechtigt grundsätzlich zu einer Promotion. Wie Bachelorstudiengänge sind auch Masterprogramme modularisiert und der Absolvent erhält zu seinem Zeugnis ein Diploma Supplement.

Zulassungsvoraussetzungen

Ganz allgemein müssen Sie als Interessent eines Masterstudiengangs mindestens einen berufsbefähigenden Hochschulabschluss in der Tasche haben. Das kann ein Bachelor, ein Diplom oder ein Magister sein.

Dabei ist es unerheblich, an welchem Hochschultyp dieser erste Abschluss erworben wurde und an welcher Hochschule der Masterstudiengang absolviert werden soll. Bachelorabsolventen der Fachhochschulen steht grundsätzlich auch ein universitäres Masterstudium offen, genauso wie Bachelorabsolventen der Universität ein Masterstudium an einer Fachhochschule aufnehmen können.

Möchten Sie einen konsekutiven Masterstudiengang absolvieren, ist ein Bachelorabschluss eines spezifischen Faches Voraussetzung. Zudem können zusätzlich noch gezielte Eignungstests abverlangt werden. Auch die Erfüllung eines bestimmten Notendurchschnitts im Bachelorstudium wird bei einigen Masterprogrammen gefordert. Wenn es zu Ihrem Bachelorstudiengang einen konsekutiven oder auch nicht-konsekutiven Master gibt, der für Sie interessant ist, sollten Sie sich bereits frühzeitig mit den entsprechenden Zulassungsvoraussetzungen vertraut machen. Dann können Sie entscheidende Kriterien bereits während Ihres Bachelorstudiums entsprechend beeinflussen.

Für weiterbildende Masterstudiengänge ist das zentrale Zulassungskriterium neben dem ersten berufsbefähigenden Hochschulabschluss, dass Sie bereits mindestens ein Jahr eine berufliche Tätigkeit ausgeübt haben, die dann entsprechend nachgewiesen werden muss.

Studienablauf

Für ein Master-Studium werden 2 bis 4 Semester Regelstudienzeit vorgesehen, vorausgesetzt es ist ein Vollzeit-Präsenz-Studium. Allerdings gibt es auch Masterstudiengänge mit Teilzeitoptionen, die die Regelstudienzeit auf einen entsprechend längeren Zeitraum verteilen.

Masterstudiengänge sind in erster Linie modularisierte  Studiengänge. Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, wie Vorlesungen, Seminare und Übungen sowie für das Absolvieren der entsprechenden Prüfungen sammeln Sie als Studierender im Masterprogramm so genannte ECTS-Leistungspunkte, die die quantitative Arbeitsleistung dokumentieren. Um ein Masterstudium abschließen zu können, sind je nach Regelstudienzeit 60 bis 120 Leistungspunkte zu erbringen.

Prüfungen werden in Masterprogrammen immer studienbegleitend, d.h. nach Beendigung eines Moduls, abgelegt. Zum erfolgreichen Abschluss des Studiums gehört schließlich neben den erbrachten Prüfungsleistungen auch eine wissenschaftliche Abschlussarbeit, die Masterarbeit.

Möglichkeiten nach dem Abschluss

Als Masterabsolvent stehen Ihnen im Wesentlichen zwei Wege offen. Sie können eine Promotion an Ihr Studium anschließen oder ins Berufsleben einsteigen oder zurückkehren. Wer ins Berufsleben einsteigt, muss die Ausbildung allerdings nicht als abgeschlossen betrachten. Durch sich ständig verändernde Prozesse und Anforderungen in der Wirtschaft wird lebenslanges Lernen heute als Zukunftsmodell betrachtet. So werden berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Prinzipiell sind die Masterabschlüsse einer Fachhochschule und einer Universität gleichzusetzen. Beide berechtigen auch zur Promotion. Im konkreten Fall sind jedoch die Bestimmungen der Promotionsordnung an der Hochschule ausschlaggebend. Häufig entscheidet die Note der Master-Prüfung über eine Zulassung. Masterabschlüsse, die an einer Fachhochschule erworben wurden, sollen auch in öffentlichen Verwaltungen den Zugang zum höheren Dienst ermöglichen.

Masterabsolventen sind mit den bisherigen Diplom- oder Magisterabsolventen vergleichbar. Laut Umfragen verschiedenster Institutionen werden sie häufig als Assistenten oder Teamleiter eingestellt, um später auf Abteilungsleiter- oder Geschäftsführerpositionen aufzurücken. Dabei sind die häufigsten Einsatzfelder momentan im kaufmännischen Bereich, wie beispielsweise in der Finanz-, Marketing- oder Personalabteilung angesiedelt. Aber auch im Bereich Unternehmensführung sowie Forschung und Entwicklung finden Masterabsolventen ihren Platz.

Kompetenzen und Qualifikationen

Im Masterstudium erwerben Sie eine ausgeprägte fachliche Spezialisierung bzw. eine interdisziplinäre Vertiefung zu Ihren im Bachelorstudium erworbenen Kenntnissen. Das Fachwissen eines Masterabsolventen zeichnet sich durch Tiefe und Komplexität aus. Sie können im Berufsleben eigenverantwortlich handeln und sind in der Lage, Ihr Wissen eigenständig zu erweitern und anzuwenden. Absolventen, die einen stärker forschungsorientierten Masterstudiengang gewählt haben, sind hervorragend für eine Laufbahn im Bereich Forschung und Entwicklung gerüstet. Für die berufliche Weiterentwicklung werden vor allem anwendungsorientierte Masterprogramme gewählt.