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Der Bachelor ist ein erster berufsbefähigender Hochschulabschluss, den Sie bereits nach sechs oder acht Semestern Regelstudienzeit erlangen. Da die Studiendauer für Bachelor und Master zusammen auf zehn Semester begrenzt ist, bleiben noch zwei bis vier Semester für den Master.
Ein dualer Bachelorstudiengang führt neben dem Bachelortitel auch zu einem Facharbeiterbrief der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Ausbildung verbindet ein Studium mit einer Berufsausbildung und dauert daher neun Semester. Die ersten fünf Semester werden parallel zur Berufsausbildung und integriert in das reguläre Studium durchgeführt. Das weitere Studium ist ein Vollzeitstudium, das mit einer Bachelorarbeit abschließt. Die berufspraktische Ausbildung findet entsprechend des Ausbildungsvertrages im Unternehmen statt.
Da Bachelorstudiengänge grundständige Studiengänge sind, können sie mit der üblichen Hochschulzugangsberechtigung aufgenommen werden. Haben Sie die Fachhochschulreife, steht Ihnen das Studium an einer Fachhochschule offen. Mit der Allgemeinen oder Fachgebundenen Hochschulreife können Sie sich wahlweise an einer Universität oder einer Fachhochschule einschreiben.
Gibt es für einen Studiengang mehr Bewerber als freie Studienplätze, belegt die Hochschule diesen Studiengang eventuell mit einem Numerus Clausus. Bei einigen Studiengängen werden auch Eignungstests oder ein Praktikum vor Antritt des Studiums verlangt. Informieren Sie sich dazu rechtzeitig bei den einzelnen Hochschulen, damit Sie sich möglichst früh darauf vorbereiten können.
Die Regelstudienzeit für ein Bachelorstudium beträgt sechs bis acht Semester. Die genaue Studiendauer erfragen Sie am besten bei den Hochschulen, die für Sie in Frage kommen.
Das Bachelorstudium ist in Form von Modulen organisiert, d.h. mehrere Lehrveranstaltungen sind zu thematischen Einheiten zusammengefasst. Es wird nach Leistung (in Form von Prüfungsnoten) und Arbeitsaufwand (durch die Vergabe von ECTS-Leistungspunkten) dokumentiert. Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab, sodass Ihre Leistungen studienbegleitend benotet werden, nicht erst zum Ende des Studiums. Das Studium schließt mit Prüfungen und der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit ab. Ergänzend zum Bachelorzeugnis erhalten Sie das Diploma Supplement, das Auskunft über Noten sowie Studieninhalte und -verlauf gibt.
Inhaltlich besteht ein Bachelorstudium aus der Vermittlung eines breiten fachlichen Basiswissens und dem Erwerb von Schlüsselqualifikationen sowie von Methoden- und Sozialkompetenzen. Ziel des Bachelorstudiums ist es, den Studierenden eine Arbeitsmarktfähigkeit für verschiedene Tätigkeits- und Berufsfelder zu vermitteln. Aus diesem Grund werden bei dem Bachelorstudium Schwerpunkte auf eine verstärkte Praxisorientierung durch Praktika oder Projektseminare, aber auch auf eine internationale Ausrichtung (Auslandssemester, -praktika, Lehrveranstaltungen in einer Fremdsprache, ausländische Gastdozenten) gelegt.
Bachelor- und Masterstudiengänge sollen international ausgerichtet werden. Als Student bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten für Auslandssemester und/oder -praktika, häufig über Kooperationsprogramme Ihrer Hochschule. Auch in der Lehre wirkt sich die Internationalisierung aus: Die Inhalte der einzelnen Module können international ausgerichtet sein, Veranstaltungen in einer Fremdsprache stattfinden und/oder von einem ausländischen Gastdozenten gehalten werden.
Durch eventuelle Auslandsaufenthalte weisen Sie hervorragende Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen auf. Hinzu kommt, dass die Abschlüsse auch im Ausland anerkannt werden, was Ihren Berufseinstieg auf dem dortigen Arbeitsmarkt deutlich erleichtert.
Obwohl sich die Abschlussbezeichnungen nicht mehr voneinander unterscheiden, bleiben die bisherigen Unterschiede zwischen einem Fachhochschul- und einem Universitätsstudium erhalten. Fachhochschulen folgen weiter einer eher praxisorientierten Ausrichtung ihrer Studiengänge, während Universitäten eher forschungsorientiert ausbilden. Daraus resultieren Unterschiede im angebotenen Fächerspektrum der Hochschultypen.
Mit Ihrem Bachelorabschluss können Sie direkt in den Beruf einsteigen. Dabei stehen Ihnen, je nach Studiengang, unterschiedliche Berufsmöglichkeiten offen:
Dies sind natürlich nur einige ausgewählte Arbeitsmarktfelder. Nähere Informationen dazu stellen Ihnen die verschiedenen Beratungseinrichtungen zur Verfügung.
Wollen Sie Ihr Studium in wissenschaftlicher und forschungsorientierter Hinsicht vertiefen, steht Ihnen die Möglichkeit eines Masterstudiums und anschließend auch einer Promotion offen. Generell befähigt nur ein Masterabschluss zu einer Promotion. Wird jedoch ein Eignungsfeststellungsverfahren absolviert, können Sie mit außergewöhnlichen Leistungen auch direkt nach dem Bachelor promovieren. Wie dieses Verfahren ausgestaltet ist und wer daran teilnehmen kann, bestimmt jede Hochschule separat.
Gemäß einer Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft sind Bachelor-Absolventen hauptsächlich in Positionen als wissenschaftlich qualifizierte Angestellte ohne Leitungsposition oder als qualifizierte Angestellte tätig. Dabei können sich beispielsweise folgende Einstiegspositionen für Bachelor-Absolventen ergeben:
| Branche des Unternehmens | Einstiegsposition für Bachelor-Absolventen |
|---|---|
| Automobilindustrie | Gruppenleiter |
| Bauindustrie | Referent, qualifizierter Sachbearbeiter im technischen Innendienst, 2. Bauleiter |
| Bergbau | Qualifizierter Sachbearbeiter |
| Elektrotechnik | Assistent der Geschäftsführung oder Referent |
| Energiewirtschaft | Referent, qualifizierter Sachbearbeiter |
| Nahrungsmittelindustrie | Anspruchsvolle Sachbearbeiterposition |
| Handel | Team- und Projektleiter, Filial- oder Abteilungsleiter, Geschäftsleiter, Zentraleinkäufer |
| Kreditwirtschaft | Stabsposition in Planung und Controlling |
| Landwirtschaft | Qualifizierter Sachbearbeiter, Gruppenleiter |
| Maschinenbau | Referent, Betriebsassistent, Projektleiter, stellvertretender Abteilungsleiter |
Quelle: Stifterverband für die Deutschen Wissenschaft, Karriere mit dem Bachelor - Berufswege und Berufschancen, April 2005, S. 28.
Als Bachelorabsolvent können Sie auch im öffentlichen Dienst arbeiten. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz im Jahr 2000 werden Bachelorabsolventen dem gehobenen Dienst zugeordnet und in das herkömmliche Laufbahn- und Tarifsystem eingeordnet. Die Umsetzung in das Laufbahnrecht der einzelnen Bundesländer ist jedoch noch nicht beendet. Eine Unterscheidung zwischen einem Studium an einer FH oder an einer Universität gibt es nicht.
Je nach Studiengang verfügt ein Bachelorabsolvent über praktische Kenntnisse im Bereich der Präsentationstechniken, Text- und Bildverarbeitung und der Moderation. Durch die angestrebte internationale Ausrichtung seines Studiums verfügt ein Bachelorabsolvent verstärkt über Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Fähigkeiten. Des Weiteren besitzt er ein breites Basiswissen und hat Qualifikationen im EDV-Bereich erworben. Darüber hinaus werden auch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, analytisches Denken und Kreativität vermittelt.
Für Arbeitgeber ergeben sich verschiedene Vorteile, wenn sie einen Bachelorabsolventen einstellen:
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