
„Chancengleichheit im wissenschaftlichen Bereich ist mir wichtig“, so Kultusminister Goebel. „Gerade die Hochschulen sind auf die wissenschaftlichen Leistungen der Frauen angewiesen, wenn sie im Wettbewerb um Ideen und Innovationen bestehen wollen. Deshalb darf der Abschluss einer Dissertation oder Habilitation und damit eine Karriere in der Wissenschaft nicht zum Beispiel an der Gründung einer Familie scheitern.“ Neben der Fortführung spezifischer Frauenfördermaßnahmen setze Thüringen deshalb auf Steuerungsinstrumente wie zum Beispiel die leistungs- und belastungsorientierte Mittelvergabe an Hochschulen (LUBOM), die das Engagement der Hochschulen im Bereich Chancengleichheit auch finanziell honoriert. Die Wissenschaftlergemeinschaft, die bisher noch in vielen Bereichen von Männern dominiert werde, habe damit die Chance, die Potentiale der Frauen für sich zu nutzen.
Bund und Länder wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Frauen gleichberechtigt an der Entwicklung und Gestaltung der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können. Mit dem
Thüringer Gleichstellungsgesetz (ThürGleichG) und den entsprechenden Regelungen des
Thüringer Hochschulgesetzes (ThürHG) hat sich der Freistaat nachdrücklich zu dieser Aufgabe bekannt.
Neben den noch immer notwendigen Frauenförderprogrammen kommt es darauf an, strukturelle Veränderungen vorzunehmen, die vorhandenen Qualifikationspotentiale von Frauen stärker als bisher zur Geltung zu bringen. Chancengleichheit ist bei allen Planungen und Maßnahmen als durchgängiges Leitprinzip anzuwenden (Gender Mainstreaming), um damit zur Qualitätssicherung, Leistungssteigerung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen beizutragen.
Gleichstellungsbeauftragte der Thüringer Hochschulen
"Thüringer Koordinierunsstelle" ist es, das Interesse junger Frauen und Mädchen für ein Studium der Natur- oder Ingenieurwissenschaften zu stärken, ihnen verschiedene Hilfestellungen auf dem Weg dorthin anzubieten und sie für den Umgang mit Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

women & science
In most European countries, the numbers of female graduates are proportionately higher than those of male graduates.