Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann am Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

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Projekt gegen Prostitution

und Menschenhandel wurde offiziell anerkannt Gleichstellungsbeauftragte Johanna Arenhövel überreichte Urkunde

Erfurt – "Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Menschenhandel sind strafbare Handlungen, die gegen die Menschenwürde von Frauen verstoßen und die mit unserem Grundgesetz nicht geduldet werden können. Damit die Frauen sich aus einer solchen Lage befreien können, wird mit Beginn des kommenden Jahres eine spezielle Fachberatungsstelle in Erfurt offiziell anerkannt", dies betonte die Beauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann beim TMSFG, Johanna Arenhövel heute in Erfurt.

Urkunde
(v.l. Staatssekretär a.D., Heinz-Günter Maaßen (Weißer Ring), Schwester Martina Ernst (Schwestern vom Guten Hirten), Johanna Arenhövel (Gleichstellungsbeauftragte)

Träger der Einrichtung sind die "Schwestern vom Guten Hirten", die auch ein Frauenhaus in Erfurt führen. Diese haben sich seit langem für das Projekt eingesetzt und wollen den betroffenen Frauen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gleichzeitig ist die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“/Landesverband Thüringen dazu bereit, dieses Projekt mit personeller und finanzieller Hilfe zu unterstützen.

Dazu betonte Johanna Arenhövel: "Zwar sind die Fälle von Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Menschenhandel in Thüringen im Vergleich zu anderen Ländern eher gering, jedoch muss bereits den Anfängen konsequent entgegen getreten werden. Beratung, Aufklärung und Prävention können dazu beitragen, dass derartige Straftaten bereits im Ansatz verhindert werden können. Darüber hinaus erhalten die Opfer eine zusätzliche Anlaufstelle, um über Hilfsangebote informiert zu werden. Vor diesem Hintergrund habe ich das geplante Projekt offiziell anerkannt."

Rückfragen/Kontakt:
Schwestern vom Guten Hirten
Fachberatungsstelle Erfurt
Tel.: 0361/5505889 (gleichzeitig Fax-Nr.:)