
Das Geraer Netzwerk gegen häusliche Gewalt machte auf dem Marktplatz mit roten Luftballons auf Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen aufmerksam. Zusätzlich wurden Taschentücher verteilt, auf denen Kontaktdaten für Notfälle zu finden waren. Dabei wurde die Aktivistinnen von Sozialministerin Heike Taubert und Bürgermeister Norbert Hein unterstützt.
"In unserem Südostthüringer Bereich hatten wir in diesem Jahr bisher 216 Fälle häuslicher Gewalt, 133 davon allein in Gera. 194 Kinder sind mit vom häuslichen Elend betroffen gewesen. 33 Frauen und 34 Kinder fanden im Frauenhaus Gera Zuflucht", sagte Kathrin Engel. Sie arbeitet für die Betroffenen in der 2009 geschaffenen Interventionsstelle für häusliche Gewalt. "Man kann viel mehr helfen und schützen, wenn unsere Angebote bekannter wären", fügte Rechtsanwältin Susanne Adam hinzu.
Geras Gleichstellungsbeauftragte Gusti Dietzsch sagte: "Gewalt ist nie privat". Bürgermeister Norbert Hein (CDU) findet es beschämend, dass es auch in Gera
noch eines solchen Aktionstages bedürfe. Die Aktion fand viel Zustimmung und Unterstützung unter den angesprochenen Passantinen und Passanten.
Am Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt gegen Frauen" wird seit 1981 immer am 25. November Frauenleid thematisiert.