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Das Thüringer Forstamt Finsterbergen
Der größte Privatforstbetrieb im Forstamtsbereich.
Kennzeichen naturnaher Waldwirtschaft im Thüringer Forstamt Finsterbergen
Das Thüringer Forstamt Finsterbergen erstreckt sich vom international bekannten Höhenwanderweg „Rennsteig“ zwischen Ruhla und Oberhof in nordöstlicher Richtung bis zur Kreisstadt Gotha (39 Kilometer). Östlich begrenzt vom bekannten Jonastal bei Arnstadt reicht das Forstamt in westlicher Richtung bis zu den Hörselbergen (33 Kilometer). Vier Talsperren, die „Gothaer Talsperre“ (älteste Talsperre Thüringens) und die „Schmalwasser-Talsperre“ bei Tambach-Dietharz, die „Ohra-Trinkwassertalsperre“ bei Luisenthal und der „Lütsche- Stausee“ bei Frankenhain bilden mit den ausgedehnten Wäldern eine reizvolle Kulisse für Naherholung und den Tourismus. Der Sitz des staatlichen Forstamtes befindet sich in Finsterbergen, wenige Kilometer östlich des bekannten Luftkurortes Friedrichroda. Das Forstamt umschließt eine Fläche von rund 30.770 Hektar Wald aller Eigentumsarten und ist damit flächengrößtes Forstamt im Freistaat.
Natürliche Lage des Forstamtes
Während der nördliche Teil des Forstamtes Finsterbergen im Thüringer Becken bzw. im Hügelland liegt, befindet sich der südliche inmitten des Thüringer Waldes.
Bedingt durch die unterschiedlichen Höhenlagen von 260 Meter bis 916 Meter über Normal Null prägen verschiedene Durchschnittstemperaturen und Niederschläge das Gebiet.
Dabei ist der südliche, im Thüringer Wald gelegene Teil des Forstamtes mit einer Durchschnittstemperatur von 4 - 7 Grad Celsius und einem Niederschlag von 800 - 1.300 Millimeter kühler und feuchter als der im Thüringer Becken gelegene Nordteil mit 7 - 8,5 Grad Celsius und 500 - 700 Millimeter Niederschlag.
Geologisch ist das Thüringer Becken von der Triasform, also von Muschelkalk, Buntsandstein und Keuper, sowie in den Übergangsbereichen zum Gebirge auch durch Zechstein geprägt. Anders stellt sich der Gebirgsteil des Forstamtes dar. Hier dominieren Quarzporphyr und Rotliegendkonglomerate, insbesondere den südöstlichen und mittleren Teil des Forstamtes. Im Nordwestteil kommen dazu noch Granite, Gneise und kristalliner Schiefer.
Mit 67,8 Prozent dominiert die Nadelbaumart Fichte (Picea abies) die Bestockung. Gleichwohl bilden zwölf Naturschutzgebiete (ca. 1.200 Hektar), 29 Flächennaturdenkmale (cirka 65 Hektar), zwei Geschützte Landschaftsbestandteile cirka 30 Hektar und 17 Flora-Fauna-Habitat (FFH) Lebensraumtypen (cirka 8.900 Hektar) den naturschutzfachlichen Raum für eine nachhaltige, ökologisch fundierte Forstwirtschaft.
Aufgaben des Forstamtes
Als eines von 28 Gemeinschaftsforstämtern in Thüringen hat das Thüringer Forstamt Finsterbergen mit seinen elf staatlichen Revieren vielfältige Aufgaben. Es schützt, mehrt und pflegt den Wald.
Die Aufgabenschwerpunkte sind:
Kennzeichen naturnaher Waldbewirtschaftung im Thüringer Forstamt Finsterbergen.
Die Waldbesitzverhältnisse im Forstamtsbereich:
Landeswald 5.390 Hektar, Körperschaftswald 4.432 Hektar, Privatwald 15.619 Hektar, BVVG 810 Hektar, WGT 680 Hektar und Bundeswald mit 3.840 Hektar.
Die Baumartenverteilung im Forstamtsbereich:
Im Forstamtsbereich sind die nachfolgenden Baumarten vertreten: Fichte 67,8 Prozent, Kiefer 8,1Prozent, Lärche 2,4 Prozent, Buche 9,5 Prozent, Eiche 4,0 Prozent, sonstiges Hartlaubholz 4,0 Prozent und sonstiges Weichlaubholz mit 4,3 Prozent.
Mit 36 Beschäftigten und einem Umsatz durch Holzverkauf von drei bis fünf Euro pro Jahr, stellt das Forstamt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor im strukturschwachen ländlichen Raum dar und trägt seinen Teil zur Rohstoffversorgung der modernen thüringischen Holzindustrie bei.
Privatforstbetriebe und Kommunalrevier im Forstamtsbereich
Als Besonderheit befindet sich im hoheitlichen Verantwortungsbereich des staatlichen Forstamtes Finsterbergen der größte Privatforstbetrieb der neuen Bundesländer, die Herzoglich Sachsen Coburg und Gotha´sche Forstverwaltung Thüringen mit Sitz in Tabarz www.Sachsen-Coburg-Gotha.de sowie weitere mittelgroße Privatforstbetriebe und das Kommunalwaldrevier der Stadt Ohrdruf.
Forstgeschichte
Die Wälder um das Forstamt Finsterbergen, seit dem elften Jahrhundert im Eigentum der Wettinischen Fürstenhäuser, unterlagen von jeher einer intensiven Holznutzung. Die immer sichtbarer werdende "Holznot" zu Beginn des 16. Jahrhunderts führte zum Entstehen erster forstlicher Bewirtschaftungsvorschriften für den Wald (Georgenthal-Reinhardsbrunner Forstordnung, 1527) und zum Aufbau handlungsfähiger Forstverwaltungen.
In den Jahren 1826 bis 1918 nahm die Forstverwaltung des Herzogtums Sachsen, Coburg und Gotha alle forstlichen Aufgaben wahr.
Mit der Bildung des Landes Thüringen im Jahr 1920 entstanden staatliche Forstämter, die den Landeswald bewirtschafteten. Daneben existierte bis ins Jahr 1946 eine herzogliche Forstverwaltung, die die im Familienbesitz verbliebenen Waldflächen betreute.
Mit der Bodenreform in den Jahren 1946 - 1949 änderten sich die forstlichen Eigentumsverhältnisse grundlegend. Der nunmehr "volkseigenen" bzw. an kleinbäuerliche Betriebe aufgeteilte Wald wurde ab 1949 durch das Kreisforstamt Gotha und nach dessen Auflösung ab 1952 durch den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Gotha bewirtschaftet und betreut. Nach der politischen Wende entstanden 1991 zunächst drei Forstämter (Forstamt Crawinkel, Forstamt Tabarz und Forstamt Tambach-Dietharz), die im Zuge der Neuorganisation der Forstverwaltung im zum 01.10.2005 entstandenen Forstamt Finsterbergen aufgingen.
Jagd
Im Forstamtsbereich können Rot-, Reh- und Schwarzwild bejagt werden. Jagdinteressierten stehen mehrere Pirschhäuser in unterschiedlicher Ausstattungsqualität für Übernachtungen im Landeswald zur Buchung frei.
Erholung
Die ausgedehnten Waldgebiete des Forstamtes, besonders mit den vier Talsperren und dem Großen Inselsberg (916 Meter über Normal Null) als eine der höchsten Erhebungen des Thüringer Waldes, sind attraktive Ausflugsziele nicht nur für die Bewohner der Städte Gotha, Arnstadt und Erfurt. So kommen Wanderfreunde im Sommer genau so auf ihre Kosten wie die Wintersportler. Auch ein Besuch im Kurort Tabarz oder der Marienglashöhle bei Friedrichroda (1784 entdeckt, heute Naturdenkmal) sind immer lohnenswert. Rund 1000 Kilometer gut beschilderte Wander- (450 Kilometer), Rad- (220 Kilometer), Reit- (220 Kilometer), Kutsch- und Skilanglaufwege (7,5 Kilometer) erstrecken sich über den gesamten Forstamtsbezirk. Der Spitterfall bei Tambach-Dietharz ist mit 19 Meter Fallhöhe der größte natürliche Wasserfall des Thüringer Waldes. Unweit liegt der Falkenstein, einer der markantesten Felsen im Thüringer Wald. Und, nicht zuletzt, gehört die Apfelstädtquelle oberhalb von Tambach-Dietharz, neben der Werra-, Schwarza- und Ilmquelle, zu den vier wichtigsten Quellen Thüringens.
Mitten durch den Forstamtsbezirk Finsterbergen führt von Ost nach West der „Ökumenische Pilgerweg Görlitz-Vacha“ entlang der mittelalterlichen Via Regia, einer historischen Handelsstraße. Der Pilgerweg führt über die mittel- und südeuropäischen Länder schließlich nach Santiago de Compostela (Jakobsweg) und wird mit einer gelben Muschel vor blauem Hintergrund markiert. Von Erfurt kommend wird über Frienstedt, Tüttleben, Gotha, dem Kriegberg, Neufrankenroda, Mechterstädt und dem Hainberg nach Eisenach gepilgert. Pilgerstempel sind, nach alter christlicher Tradition, an diversen Wegeherbergen verfügbar.
Forstamtsausschuss des Thüringer Forstamtes Finsterbergen
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Dem Forstamtsausschuss des Thüringer Forstamtes Finsterbergen obliegen gemäß Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG) verschiedene Aufgaben. Von seitens des Forstamtes erfolgt in den Beratungen eine umfassende Information der Ausschussmitglieder zu allen Forst-, Holz-, Natur- und Umweltfragen.
Wie in vielen Teilen Thüringens, so wütete das Orkantief "Kyrill" auch im Forstamt Finsterbergen. Das Orkantief "Kyrill" verursachte am 18./ 19.01.2007 im Forstamtsbereich eine Schadholzmenge von 180.000 Festmeter.
Nachfolgend können Sie sich einen Eindruck vom Schadensausmaß verschaffen.
Adressen und Ansprechpartner
Thüringer Forstamt Finsterbergen
Friedrichrodaer Weg 3
99894 Friedrichroda/ OT Finsterbergen
Telefax 03623 3625-20
E-Mail: forstamt.finsterbergen{at}forst.thueringen{punkt}de
Bitte beachten Sie: Gleitende Arbeitszeiten
Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:00 Uhr durchgehend
Freitag von 08.00 bis 15:00 Uhr durchgehend
Bitte vereinbaren Sie wenn möglich rechtzeitig einen Termin. Übrigens: Das Thüringer Forstamt Finsterbergen ist ein raucherfreies Dienstgebäude.
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| Die Beschäftigten des Thüringer Forstamtes Finsterbergen. Wenn Sie die Maus auf eine Person richten, dann werden automatisch der Name und die Funktion eingeblendet. |
Daneben gehören dem Forstamt Finsterbergen ein Forstwirtschaftsmeister (FWM Fred Triebel) und 13 Waldarbeiter (Fw. Uwe Döll, Rene Räthlein, Ingo Maternowski, Jürgen Marwede, Michael Urban, Frank Jakob, Matthias Prinz, Hartmut Adler, Jens-Uwe Trautmann, Donald Neul, Uwe Bartholome, Siegmund Piater und Michael Lemberg) an.
Steffen Herrmann
stellv. Forstamtsleiter
03623 3625-25
steffen.herrmann{at}forst.thueringen{punkt}de
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Thomas Seifert
Forstreferendar
thomas.seifert{at}forst.thueringen{punkt}de
Jochen Ichtershausen
Büroleiter
03623 3625-14
jochen.ichtershausen{at}forst.thueringen{punkt}de
Bernd Marold
F2
03623 3625-28
bernd.marold{at}forst.thueringen{punkt}de
Axel Dreißigacker
F3
03623 3625-18
axel.dreissigacker{at}forst.thueringen{punkt}de
Jennifer Kruspe
Forstoberinspektoranwärterin
Dorit Bräuning
Sachbearbeiterin EDV
03623 3625-24
dorit.braeuning{at}forst.thueringen{punkt}de
Heidemarie Fischer
Sachbearbeiterin Lohn und Förderung
03623 3625-30
heidemarie.fischer{at}forst.thueringen{punkt}de
Ursula Nicolai
Sachbearbeiterin Holz
03623 3625-29
ursula.nicolai{at}forst.thueringen{punkt}de
Monika Recknagel
Sekretärin
03623 3625-0
monika.recknagel{at}forst.thueringen{punkt}de
Ramon Enke
Revier Gräfenroda
Siedlung 12
99330 Gräfenroda
036205 71444, 0172 3480146
Jürgen Schorcht
Revier Wegscheide
Südstrasse 5
99330 Crawinkel
03624 307388, 0172 3480147
Rene Ose
Revier Crawinkel
Julius-Böttcher-Str.79
99885 Ohrdruf
03624 307543, 0172 3480148
Dirk Dubetz
Revier Neues Haus
Gallbergstr. 4/3
99897 Tambach-Dietharz
036252 46501, 0172 3480150
Jürgen Strohschein
Revier Georgenthal
Wölfiser Str. 31
99885 Luisenthal
036257 31953, 0172 3480151
Wolfgang Faust
Revier Finsterbergen
Querstr. 13
99898 Finsterbergen
03623 308734, 0172 3480152
Ira Simon
Revier Waltershausen
Friedrichrodaer Str. 35
99894 Ernstroda
03623 308294, 0172 3480153
Ulf Köbis
Revier Winterstein
Bernsbachstr. 48a
98599 Brotterode
036840 40468, 0172 3480154
Thomas Melcher
Revier Gotha
Sonneborner Str. 17
99880 Aspach
03622 200353, 0172 3480156
Vertretung durch Herrn RL Jürgen Schorcht, Revier Wegscheide
Revier Luisenthal
Jürgen Naumann
Revier Sondra
Reinhardsbrunnerstr. 5
99891 Tabarz
036259 30271, 0172 3480155
Sven Bock
Stadt Ohrdruf
Wölfiser Str. 15
99885 Luisenthal
0162 9680467, Telefax 036257 40704
forstrevier{at}ohrdruf{punkt}de
Wir arbeiten derzeit an der Erweiterung unseres Internetauftritts. Wenn Sie Fragen zu unserer Homepage haben, rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie eine E-Mail an unsere angegebene Adresse. Herzlichen Dank!
Und nicht zuletzt:
Friedrichrodaer Weg 3
99894 Friedrichroda OT Finsterbergen
Lage des Forstamtes
Karte von Thüringen

Entdecken Sie unser Waldkulturerbe.
Weiterführende Informationen auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Zur Inhaltsübersicht:
Wichtige Daten zum Forstamt.
Presseartikel des Forstamtes
Das Forstamt in den Medien, Artikel zum Nachlesen.
Neu:

Merkblatt (Vor-)Praktikum im Forstamt
Erläuterungen, Merkblatt zum Herunterladen
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| "NEU! Merkblatt zur Jagd 2009/2010" |
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Kontakt
Thüringer Forstamt
Finsterbergen
Friedrichrodaer Weg 3
99898 Friedrichroda/ OT Finsterbergen
Telefon 03623 3625-0
Telefax 03623 3625-20
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Jagdhütten im Forstamtsbereich
Ökumenischer Pilgerweg Görlitz-Vacha
Landschaftsimpressionen aus dem Forstamt
Technikeinsatz im Forstamt

Oberforstrath Salzmann
Ein Gothaer Forstmann, der die Waldwege so plante, wie es die Waldpflege erforderte.

Seniorenwanderung am Krahnberg
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