Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Landesforstverwaltung

Inhalt

Thüringer Forstamt Sondershausen

Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Sondershausen.
Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Sondershausen.

Lage
Das Thüringer Forstamt Sondershausen liegt in Nordthüringen innerhalb der Landkreise Sömmerda, Unstrut-Hainich und des Kyffhäuserkreises. Die Ausdehnung von Nord nach Süd beträgt 40 km und von Ost nach West 50 km. Die Höhenlage bewegt sich zwischen 150 m und 520 m über NN.

Natürliche Grundlagen
Als Grundgestein überwiegen die geologischen Trias-Schichtungen des Muschelkalkes, Keupers und Buntsandsteines. Die Stauwirkung der Höhenzüge des Düns und der Hainleite beeinflussen die klimatischen Verhältnisse maßgeblich. Die Niederschlagsmenge bewegt sich zwischen 850 mm im nordwestlichen und 470 mm im südöstlichen Gebiet des Forstamtes. Die mittlere Jahrestemperatur schwankt zwischen 6 und 9°C.


Baumartenverteilung

Baumartenverteilung
Baumart Anteil in %
Buche 58
Eiche 15
sonst. Laubholz 16
Fichte 7
Kiefer 2
Lärche 2

 

Eigentumsverhältnisse

Eigentumsverhältnisse
Eigentumsform Anteil in ha an der Gesamtwaldfläche
Staatswald 4.207
Körperschaftswald 1.708
Privatwald 6.280
Treuhandwald 115
Gesamtwaldfläche 12.310

 

Forstgeschichte

Die Forst- und Jagdgeschichte auf dem heutigen Gebiet des Forstamtes wurde über viele Jahrhunderte von den Fürstenhäusern Schwarzburg-Sondershausen, Schwarzburg-Rudolstadt, vom Königreich Preußen sowie dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha maßgeblich geprägt. Im Jahre 1572 erließen die Grafen von Schwarzburg für die Waldungen von Keula die so genannte „Keulaer Holzordnung“, welche schon die nachhaltige Nutzung des Waldes regelte. Im 19. Jahrhundert erstellten einige Gemeinden Forstordnungen in Form eines Ortsgesetzes. In diesem wurden das Nutzungsrecht für den Wald geregelt und gleichzeitig die Waldungen in jeweils gleiche Anteile auf die Familien mit Haus und Hof im Dorf aufgeteilt (so genannte Holzgerechtigkeiten).

Nach einer Nieder- und Mittelwaldbewirtschaftung erfolgte ab dem 17. Jh. eine Überführung in Hochwälder im Kyffhäusergebirge und ab 18. Jh. in Hain- und Windleite. Waldbrände, Kriegsreparationen und Wiederaufbauarbeiten in der Stadt Sondershausen (Eichenfachwerk) führten im 17. – 19. Jahrhundert zu starker Übernutzung des Bürgerholzes in der Windleite. Per Gesetz kamen 1840 die fürstlichen Domänen, auch alle kammerfiskalischen Forsten, in die Verwaltung des Staates. Das fürstliche Ministerium für Finanzen hatte ein forstliches Referat, welchem ein Ministerialforstbüro unterstand. Dieses Büro hatte ab 1912 seinen Sitz in Sondershausen und war die unmittelbar vorgesetzte Dienststelle für die fürstlichen Oberförstereien.

Die Waldungen auf der Hainleite (ehemaliger Fürstenbesitz Schwarzburg-Sondershausen) bewahren bis heute die höchsten Vorratszahlen des Forstamtes.


Aufgabenschwerpunkte

Das Leitbild unserer Waldbewirtschaftung ist ein naturnaher, reich strukturierter Wald. Die Umsetzung erfolgt durch:
 

  • Erhaltung und Erweiterung der Laubholzfläche
  • schrittweisen Übergang zur einzelstammweisen Nutzung und Schaffung
    strukturreicher Dauerwälder
  • Reduzierung vorhandener nichtstandortgerechter Nadelholzreinbestände durch Überführung in Mischbestände
  • Waldverjüngung fast ausschließlich auf natürlichem Wege
  • Förderung seltener Baumarten wie Speierling, Elsbeere, Eibe, Wildobst u.a.


Wald – Wild – Jagd

Im Bereich des Forstamtes kommen alle Schalenwildarten vor, die in Thüringen bewirtschaftet werden. (Rot-, Dam-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild). Das Rotwild tritt aber nur selten im Bereich des Dün als Wechselwild auf. Eine Besonderheit im Forstamt ist das Vorkommen von Wildkatze und Waschbär.

Beratung und Betreuung der Waldbesitzer

Neben den Aufgaben allgemeiner Beratung und Betreuung des Kommunal- und Privatwaldes werden die forsttechnische Leitung und der forsttechnische Betrieb im Rahmen vertraglicher Beförsterung auf 4.200 ha übernommen. Auch setzen wir uns dafür ein, dass die zur Verfügung stehenden Fördermittel sachgerecht den Waldeigentümern zugute kommen.

Hoheitsaufgaben

Das Forstamt als untere Forstbehörde sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, damit die Komplexfunktionen des Waldes, die von der Gesellschaft definiert werden, nachhaltig erhalten bleiben.

Ausbildung

Das Thüringer Forstamt Sondershausen ist Ausbildungsforstamt für den höheren und gehobenen Forstdienst.

Öffentlichkeitsarbeit

  • Waldpädagogische Exkursionen, Info-Veranstaltungen, Projekttage mit Grundschulen - Lernen in und von der Natur wird von erfahrenen Forstbeamten für Kinder und Jugendliche angeboten
  • Motorsägenlehrgänge für Waldbesitzer und Selbstwerber über Mobile Waldbesitzerschule
  • Beratung und Betreuung Privat- und Kommunalwald, Vergabe von Fördermitteln für Waldbewirtschaftung
  • Abgabe von Schmuckreisig, Schmuckbäumen und Brennholz in Selbstwerbung

Naturschutz

Im Areal des Thüringer Forstamtes Sondershausen befinden sich zwei Landschaftsschutzgebiete „Dün-Helbetal“ und „Hainleite“ sowie 14 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von ca. 1.450 ha. Ein wohl außergewöhnliches Naturdenkmal ist die „1.000-jährige Königseiche“ in Volkenroda. Die Eiche ist der älteste Baum in Thüringen.

Erholung

Der Wald im und um den Amtsbereich des Thüringer Forstamtes Sondershausen genügt sehr hohen Ansprüchen Erholungssuchender. Sanfte, bewaldete Hügelketten bilden mit grünen Auentälern und Wieseneindrücken sowie großen zusammenhängenden Waldkomplexen und einer Fülle an teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten ein abwechslungsreiches und harmonisch schönes Naturpanorama, welches keineswegs nur den Forstmann oder Wanderer in seinen Bann zu ziehen vermag.

Waldbesucher sind in unseren Wäldern gern gesehen. Durch ein bedarfsgerechtes Waldwegenetz wird den Naherholungssuchenden und den Sportbegeisterten die Möglichkeit gegeben, die reizvolle Landschaft und den Wald auf naturverträgliche Art und Weise zu genießen (Helbetal, Hainleite). Zum Verweilen und Ausspannen laden zahlreiche Rastplätze und die neu an den Wegesrändern angelegten Feuchtbiotope ein.



Adresse

Thüringer Forstamt Sondershausen
Possenallee 54
99706 Sondershausen

Telefon 03632 7139-20
Telefax 03632 7139-26
E-Mail forstamt.sondershausen{at}forst.thueringen{punkt}de

 

Die Bediensteten des Thüringer Forstamtes Sonderhausen

Lutz Eichhorn
Forstamtsleiter


Jürgen Fischer
Büroleiter


Gerhard Köhler
Funktionsbeamter z. b. V. mit Aufgabenbereich F2


Christoph Zimmer
Sachbearbeiter Holz


Renate Kranz
Sachbearbeiterin


Ilona Constabel
Mitarbeiterin PPP


Maria Eichhorn
Referentin FFH


Martin Klein
Referent FFH


Waldarbeiter
Anzahl der Waldarbeiter im Thüringer Forstamt Sondershausen einschließlich MSP:

67 (incl. 2 Meister)



Revierleiter

Helmut Wolf
Revier Schlotheim
Weinberg 10
99994 Schlotheim
036021 84056, 0172 3480377

Ingo Fricke
Revier Volkenroda
Margaretenstraße 40
99706 Sondershausen
03632 541671, 0172 3480378

Mario Busch
Revier Bebra
Gunderslebener Str. 3A
99713 Schernberg
036020 76488, 0172 3480379

Mario Busch, komm. Revierleiter
Revier Großfurra


Harald Lucke
Revier Sondershausen
H.-Cotta-Weg 1
99706 Sondershausen
03632 541939, 0172 3480381

Karsten Kliebe komm. Revierleiter
Revier Kleinberndten


Karsten Kliebe
Revier Holzthaleben
Talstraße 1
99713 Großbrüchter
036330 68804, 0172 3480383

Jürgen Michl
Revier Keula
Brauhausgasse 8a
99713 Keula
036029 74188, 0172 3480384

Eberhard Portwich
Revier Hüpstedt
Dorfstraße 14
99996 Windeberg
036029 74189, 0172 3480385

Fragen an das Forstamt:

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