Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Landesforstverwaltung

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Thüringer Forstamt Schwarza

Der Wald - unsere Aufgabe

Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Schwarza (Foto: Detlef Körber).
Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Schwarza (Foto: Detlef Körber).

Lagebeschreibung

Karte der Thüringer Forstämter, Lage des Thüringer Forstamtes Schwarza
Lage des Thüringer Forstamtes Schwarza

Flächenausdehnung des Forstamtsbezirkes:

 
  • ca. 30 km Nord-Süd-Ausdehnung (nördliche Gemarkungsgrenze Gemeinde Schwarza bis südliche Gemarkungsgrenze Gemeinde Behrungen an der Landesgrenze TH/BY)
  • ca. 30 km Ost-West-Ausdehnung (von der Gemeinde Ahlstädt bis südwestliche Gemarkungsgrenze Gemeinde Hermannsfeld an der Landesgrenze TH/BY)
Lage des Forstamtsbezirkes:
  • 85% der Waldfläche liegen im Landkreis SM und
  • 15% der Waldfläche liegen im Landkreis HBN
Der Forstamtsbereich erstreckt sich über eine der kulturreichsten Landschaften Deutschlands.
Das Landschaftsprofil ist ohne schroffe Übergänge. Meiningen mit einer Höhe von 280 m ü. Meeresspiegel hat den Dolmar mit einer Höhe von 739,5 m ü. Meeresspiegel in der kurzen Entfernung von 7 km Luftlinie in Nachbarschaft. Der Dolmar, ein Basaltberg, ist eines der Wahrzeichen der Region. Die Schultern des Dolmar sind umhüllt von Laubwald. Auf seinem Gipfel kann man die Fernsicht in alle Richtungen genießen.

 

Blick vom Dolmar; Rennsteig- Dolmar Weg (Foto: Diana Bedranowsky)
Blick vom Dolmar; Rennsteig- Dolmar Weg (Foto: Diana Bedranowsky)

Die historische Kunst- und Kulturstadt Meiningen liegt im Werratal und ist reizvoll in die Landschaft eingebunden. In Meiningen kann man ganzjährig die Goetz- Höhle besichtigen. Diese Höhle ist Deutschlands einzige und Europas größte für den Besucherverkehr zugelassene Kluft- und Spalthöhle.

Die gesamte Region ist durch ein langes Wanderwegenetz gut erschlossen. Interessante Ausflugsziele neben dem Dolmar sind beispielsweise der Könnigsbrunnen, der Buchenberg (555m), der Heidelberg (594m), der kleine Dolmar (564m) und viele mehr.

 

Blick auf die Forstamtskarte des Thüringer Forstamtes Schwarza
Das Thüringer Forstamt Schwarza auf einem Blick.

geschichtlicher Abriss des Thüringer Forstamtes Schwarza

 
Im Jahr 1815 fiel ein Großteil der sächsischen Herzogtümer an Preußen. Der Kreis Schleusingen wurde im Jahr 1816 preußisch. In Folge dessen wurden die damaligen Forstämter Dietzhausen, Erlau und Schmiedefeld preußisch. In Viernau entstand noch im selben Jahr die königlich, preußische „Oberförsterei Schwarza“. Im Jahr 1880 brannte das Forstgebäude in Viernau nieder. Daher wurde im Zeitraum von 1880 bis 1882 in Schwarza die neue „Oberförsterei Schwarza“ im preußischen Klinkerbau errichtet.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Jahr 1946 die „Oberförsterei Schwarza“ in das „Thüringer Forstamt Schwarza“ umbenannt. 1949 wurde in Zella- Mehlis ein so genanntes Kreisforstamt als überregionale Verwaltung eingerichtet.
Im Jahr 1952 wurden im Zuge der Bezirksbildung der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik alle Thüringer Forstämter aufgelöst und in Oberförstereien umgewandelt. Mit der Thüringer Bezirksbildung ging die Etablierung der staatlichen Forstwirtschaftsbetriebe einher, welche auf einem Zusammenschluss verschiedener ehemaliger Forstämter basierten. Die „Oberförsterei Schwarza“ wurde dem „staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Schmalkalden“ zugeordnet. Die Oberförstereien existierten bis zur politischen Wende im Jahr 1991.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das „Thüringer Forstamt Dietzhausen“ mit Sitz in Schwarza durch Zusammenlegung der beiden ehemaligen Oberförstereien Dietzhausen und Schwarza etabliert. Im Dezember 2002 wurde das bisher so genannte „Thüringer Forstamt Dietzhausen“ mit Sitz in Schwarza in das „Forstamt Schwarza“ umbenannt.
Im Rahmen der Strukturreform im Jahr 2005 wurde von den ursprünglichen Grenzlinien der einzelnen Forstämter Abstand genommen und die Flächen neu verteilt. Etwa 2/3 der Fläche des „Thüringer Forstamtes Schwarza“ wurden dem „Thüringer Forstamt Oberhof“ unterstellt. Im Ausgleich dazu ging die gesamte Fläche des aufgelösten „Thüringer Forstamtes Meiningen“ an das „Thüringer Forstamt Schwarza“.
 

Eigentumsverhältnisse

Standörtliche Grundlagen:

Wuchsgebiet und Wuchsbezirke

Der gesamte Forstamtsbereich liegt im Wuchsgebiet des Südthüringischen Trias Hügellandes. Der Forstbetrieb gehört zum Thüringer-Wald-Vorland.

Standortsgeographisch gliedert sich der Vorlandteil in den Buntsandsteinbereich und den Muschelkalkbereich sowie den Bereich verschiedener geologischer Störungszonen. Zeugen des jungtertiären Vulkanismus sind mächtige Basaltkuppen. Die markanteste Erhebung ist der Dolmar.
In Abhängigkeit von Geologie und Klima lassen sich zwei Wuchsbezirke und ein Teilwuchsbezirk im Bereich des Thüringer Forstamtes Schwarza unterscheiden. Den größten Flächenanteil nehmen Flächen des Wuchsbezirkes „Meininger Muschelkalk“ ein. Innerhalb des Meininger Muschelkalkes erstreckt sich im Bereich des Bibraer Sattels der Teilwuchsbezirk „Stedtlinger Gebiet“. Zu einem geringen Flächenanteil liegt der Forstamtsbereich des Weiteren im Wuchsbezirk „Südthüringischer Buntsandstein“.
Auf dem Kalkgestein entwickelten sich überwiegend flachgründige, skelettreiche Rendzinen. Übergänge zwischen den Bodentypen Rendzina, Terra fusca und Braunerde sind charakteristisch für die Böden des Wuchsbezirkes „Meininger Muschelkalk“. Auf dem Buntsandstein entwickelten sich anlehmige bis lehmige Sandböden. Der häufigste Bodentyp im Wuchsbezirk „Südthüringischer Buntsandstein“ ist die Braunerde geringer Basensättigung und mittlerer Trophie.
Natürlicher Weise wären diese Böden nahezu alle mit Buchenwaldgesellschaften bestockt. Die heutige Bestockung ist allerdings ganz einseitig von der Fichte geprägt. Derzeit ist man bestrebt den hohen Fichtenanteil zu Gunsten des Laubholzes und möglichst auch der Weiß- Tanne zu verringern.
 
Daten der Forsteinrichtung:
 
durchschnittlicher Holzvorrat
275 Vfm/ ha
durchschnittliche jährliche Holzzuwachs 8,4 Vfm/ ha
geplanter Hiebssatz 5,4 Efm/ ha/ a
 
 
 

Baumartenverteilung

Baumartenverteilung
Baumart Anteil in %
Fichte 40
Kiefer 10,4
Lärche 2,4
Buche 34,7
Eiche 3,4
Douglasie 0,4
Weißtanne 0,1

 

Wildbewirtschaftung

vorkommende Schalenwildarten: 
  • Rehwild                
  • Schwarzwild
  • Rotwild
  • Muffelwild
Die Schaffung eines angepassten Wildbestandes ist ein Schlüsselfaktor für den erfolgreichen Waldumbau. Überhöhte Wildbestände führen zu untragbaren Wildschäden und langfristig zu einer Entmischung der Waldbestände.
 
Das Thüringer Forstamt Schwarza bemüht sich um eine gute Zusammenarbeit mit
den zuständigen Hegegemeinschaften sowie der lokalen Jägerschaft.

 

Naturschutz

Natura 2000- Projekt- Gebiete
 
FFH- Gebiete im Forstamtsbereich des Thüringer Forstamtes Schwarza:
 
→ Dolmar und Christeser Grund (1065 ha)
→ Hepfer- Wald- Berkeser Wald- Stillberg und VSG 20- Herpfer Wald- Berkeser
     Wald- Stillberg (2280 ha)
→ Werra bis Treffurt mit Zuflüssen- Werraaue zwischen Leutersdorf und Vachdorf
     mit NSG Arnstein (160 ha)
→ Gehegter Berg- Eingefallener Berg (165 ha)
→ Eschberg- Dürrenberg (350 ha)
→ Zehnerberg und Bauerbachtal (125 ha)
→ Trockenhang am Halsberg (35 ha)
→ Kalkquellmoore bei Lengfeld (15 ha)
 
In den ausgewiesenen Schutzgebieten sollen sowohl bestimmte Lebensräume als auch bestimmte Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Grundsätzlich wird das Erreichen eines günstigen Erhaltungszustandes angestrebt. In jedem Fall gilt das Verschlechterungsverbot. Maßnahmen, welche die Erhaltungsziele gefährden, sind untersagt. Die FFH- Gebiete dürfen durch forstwirtschaftliche Maßnahmen und Aktivitäten im Projektgebiet nicht erheblich beeinträchtigt werden. Solange bis für alle Thüringer FFH- Gebiete Managementpläne erstellt wurden, erfolgt die Bewirtschaftung nach den so genannten „Vorläufigen Waldbehandlungskonzepten“.

 

Naturerscheinungen

 
Eine sehr eigentümliche Erscheinung im Utendorfer Grund sind die bei der Einmündung in den Dolmargraben gelegenen „Armlöcher“. Diese so genannten Hungerquellen sind eine geologische Besonderheit. Es handelt sich um zwei voneinander getrennte Quellöffnungen, welche nur voll Wasser sind, wenn es vorher lange geregnet hat. Nach längerer Regenzeit sprudelt aus ihnen ergiebig Wasser.

Eine weitere sehenswerte Naturerscheinung im Forstamtsbereich sind die Wichtelsteine bei Dillstädt. Bei den Wichtelsteinen handelt es sich um eine 300 m lange Kette stark zerklüfteter Muschelkalkfelsen.

 

Artenvielfalt

 
Landschaftlich ist der Forstamtsbereich von Kalkmagerrasen, Kalk- Halbtrockenrasen, Kalkschutthalden, Kalkbuchen- und Hangwäldern sowie Wacholdertriften geprägt.
Resultierend aus den reichen Kalkstandorten kommen im Forstamtsbereich viele kalkliebende Pflanzen vor. Eine von ihnen ist der seltene Diptam (Dictamnus albus L.), welcher unter Naturschutz steht.
Diptamvorkommen am Spitzberg (Foto: Michael Weibrecht)
Diptamvorkommen am Spitzberg (Foto: Michael Weibrecht)

Neben zahlreichen seltenen Orchideenarten, wie dem Frauenschuh (Cypripedium calceolus), kann man auf den Halbtrockenrasen der Kalkgebiete auch die Silberdistel (Carlina acaulis ssp. acaulis) vorfinden.

Vereinzelt stockt auf den frischen, nährstoffreichen, basischen Böden im Forstamt Schwarza auch die Eibe (Taxus baccata).
 
Des Weiteren sind die Wälder des Forstamtes Lebensraum für zahlreiche nach Anhang II FFH- Richtlinie geschützte Arten, wie beispielsweise den Uhu (Bubo bubo), den Schwarzstorch (Ciconia nigra), die Westgroppe (Cottus gobio), den Hirschkäfer (Lucanus cervus) und viele mehr.

 

 

Aufgaben des Forstamtes
 
Die Bediensteten des Forstamtes Schwarza arbeiten an der Erhaltung bzw. Entwicklung eines leistungsfähigen Waldes. Neben der Nutzfunktion erlangen die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes eine immer größere Bedeutung. Der Wald soll nachhaltig alle Waldfunktionen erfüllen.
Im Rahmen der Vermögensverwaltung bewirtschaftet das Forstamt Schwarza 3.780 ha Landeswald. Des Weiteren ist das Forstamt ein wichtiger Ansprechpartner der privaten Waldbesitzer und der waldbesitzenden Kommunen. Es berät und/ oder betreut die regionalen Kommunalwald- und Privatwaldbesitzer. Darüber hinaus ist das Forstamt eine klassische Hoheitsverwaltung, welche die Forstaufsicht gegenüber allen Waldbesitzern hat. Das Forstamt ist insbesondere für die Durchführung des Waldgesetzes zuständig. Grundsätzlich stehen die Bediensteten allen Interessierten als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.
 
Zum Forstamt gehört die FFH- Außenstelle in Meiningen. Des Weiteren ist das Forstamt Schwarza seit September 2009 Schwerpunktforstamt für forstliche Förderung im Raum Südthüringen.
Das Forstamt ist ein Ausbildungsforstamt. In Schwarza ist eine Berufsausbildung zum Forstwirt möglich. Zusätzlich ist Schwarza Ausbildungsforstamt für den gehobenen und den höheren Forstdienst.
Wie alle Thüringer Forstämter beteiligt sich auch das Thüringer Forstamt Schwarza alljährlich an der Ausrichtung der Waldjugendspiele.
 
gegenwärtige Arbeitsschwerpunkte:
 
  • Stabilisierung labiler Fichtenbestände
  • Waldumbau durch Überführung
  • Wiederbewaldung von Kyrill- Flächen
 
 
Betriebsziele:

 

  • Ziele der kommunalen und privaten Forstbetriebe werden mit den Eigentümern abgestimmt
  • Ziele im Staatswald:    
    • Stabilisierung der Wälder durch wiederkehrende hochdurchforstungsartige Pflegeeingriffe
    • Waldumbau (überwiegend durch Überführung) in Richtung der natürlichen Waldgesellschaft
    • Wildbestandsreduktion zur Senkung des Äserdrucks
    • Sicherung einer Finanznachhaltigkeit

 

 

Thüringer Forstamt Schwarza
Hauptstr. 50
98547 Schwarza
Telefon 036843 724-0, Telefax 036843 724-24
forstamt.schwarza{at}forst.thueringen{punkt}de

Die Bediensteten des Thüringer Forstamtes Schwarza:

Hubertus Schroeter
Forstamtsleiter


Nicole Dietz
stellvertretende Forstamtsleiterin



n.n.
Büroleiterin


Helmut Leipold
Funktionsbeamter z.b.V.


Roland Burckhardt
Funktionsbeamter z.b.V.


Nico Lohfing
Forstoberinspektoranwärter im Revier Marisfeld


Elvira Schröder
Sachbearbeiterin Holz


Alexander Müller
Sachbearbeiter


Angelika Schultze
Sekretärin






Revierleiter

Kati Schmidt
Revier Exdorf
Finsterbergstr. 11
98711 Schmiedefeld
036782 709604 (auch Fax), 0172 3480364

Jan-Philipp Ohrndorf
Revier Jüchsen
Tannenberg 14
98631 Grabfeld TO Jüchsen

Sprechzeiten sind im Forstamtsbüro zu erfragen

0172 3480364

Robert Becker
Revier Neubrunn
Meiningerstraße 20
98617 Neubrunn
036947 52436, 0172 3480366

Joachim Müller
Revier Henneberg
Zum Töpfermarkt 5
98631 Grabfeld OT Schwickershausen
036944 52300, 0172 3480367

Olaf Storandt
Revier Sülzfeld
Vor der Kohlhause 2 a
98617 Helmershausen
036943 24671, 0172 3480368

Frank Henkel
Revier Untermaßfeld
Ernst-Thälmannstraße 25 a
98617 Untermaßfeld
036949 40554, 0172 3480369

Tobias Jäger
Revier Vachdorf
Keulroder Str. 3
98553 Bischofrod

036873 68786, 0172 3480344

Hubert Fritz
Revier Feldstein
Am Feldstein 158
98660 Lengfeld
036873 68673, 0172 3480371

Bernd Ehrling
Revier Marisfeld
Themarer Weg 12
98530 Oberstadt
036846 40230, 0172 3480372

Ralf Nothnagel
Revier Meiningen
Georgstraße 35
98617 Meiningen
03693 501138, 0172 3480373

Michael Weibrecht
Revier Dreißigacker
Obere Kuhtrift 18
98617 Meiningen
03693 501397, 0172 3480374

Klaus Hergenhan
Revier Dolmar
Neue Dolmarstraße 7
98547 Kühndorf
036844 30564, 0172 3480375

 

Waldarbeiter
 
 
Forstwirtschaftsmeister:           
  • Lutz Krummholz
  • Wolfgang Franz
  • Bernd Nagel
Forstwirte:
  • Manfred Köllmer
  • Erwin Kirchner
  • Olaf Rost
  • Bernd Germann
  • Sven Weyer
  • Lutz Eberlein
  • Jürgen Möller
  • Manfred Walther
  • René Haeger               
Lehrlinge:

 

2. Lehrjahr:
  • Lucas Beck
  • Dannny Westphal
  • David Dorgarten

 

Fragen an das Forstamt:

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