Freistaat Thüringen Freistaat Thüringen - Thüringer Landesforstverwaltung

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Thüringer Forstamt Leinefelde

Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Leinefelde (Foto: Detlef Körber)
Das Dienstgebäude des Thüringer Forstamtes Leinefelde (Foto: Detlef Körber)

Thüringer Forstamt Leinefelde

Lage

Das Thüringer Forstamt Leinefelde befindet sich im nordwestlichen Teil Thüringens und grenzt in seiner westlichen Ausdehnung an das Bundesland Niedersachsen. Die Waldflächen des Forstamtes liegen vollständig im Eichsfeldkreis. Landschaftlich geprägt wird das Forstamt Leinefelde einerseits von den bewaldeten Höhenzügen des Dün, Ausläufern der Hainleite und dem Ohmgebirge sowie dem dazwischen liegenden, flachwelligen Landschaftsteil, dem sogenannten „Eichsfelder Kessel“. Durch den stetigen Wechsel von Wald-, Landwirtschafts- und Siedlungsflächen entsteht damit ein überaus reich gegliedertes Landschaftsbild, das neben einer umfangreichen Naturausstattung auch viele touristische und historische Anziehungspunkte besitzt.

Die Gesamtwaldfläche (Stichtag 1.10.2005) des Thüringer Forstamtes Leinefelde beträgt 13.960 Hektar. Die Bewirtschaftung erfolgt in neun Revieren mit 25 Waldarbeitern und einem Forstwirtschaftsmeister.

Natürliche Grundlagen

Die Waldflächen des Forstamtes Leinefelde befinden sich im Wuchsgebiet „Mitteldeutsches Trias-Berg- und Hügelland“ und sind in die Wuchsbezirke „Unteres Eichsfeld“ im zentralen Teil, „Ohmgebirge und Bleicheröder Berge“ im nördlichen Teil sowie „Hainich-Dün“ im südlichen Teil untergliedert.

Die Höhenlagen im Forstamtsbereich bewegen sich zwischen 230 und cirka 500 Meter über Normal Null, wobei den höchsten Punkt des Forstamtes der Birkenberg im Ohmgebirge mit 535 Meter darstellt.

Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 6,8 Grad Celsius und jährlichen Niederschlagsmengen zwischen 700 und 750 Millimeter kann das Forstamt klimatisch dem Übergangsbereich zwischen subatlantischem und submontanem Klima zugeordnet werden.

Morphologisch geprägt wird die Landschaft einerseits von den im „Eichsfelder Kessel“ vorherrschenden Buntsandsteinformationen, die verschiedene Braunerden und Gleye hervorbringen sowie den Muschelkalkrücken der umgebenden Höhenzüge mit ihren überwiegend skelettreichen Rendzinen, die teilweise mit Lößlehm überlagert sind und damit optimale Standortbedingungen für die Hauptbaumart Buche darstellen. 
 

Eigentumsverhältnisse im Forstamt
Eigentumsverhältnisse im Forstamt

Besitzverhältnisse

Besitzform Anteil an der Gesamtwaldfläche in Hektar Anteil in Prozent an der Gesamtwaldfläche
Staatswald 5.090 36,46
Körperschaftswald 1.534 10,98
Privatwald 7.001 50,17
Treuhandwald 335 2,39

 

Baumartenverteilung
 

Baumart Anteil in Prozent
Buche 56
Eiche 4
übriges Laubholz 8
Fichte 25
Kiefer 3
Lärche 4

Baumartenverteilung im Forstamt
Baumartenverteilung im Forstamt

Wald-Wild-Jagd

Im Forstamtsbereich kommen die Schalenwildarten Reh- und Schwarzwild, flächendeckend und lokal begrenzt auch Damwild, vor.

Obwohl die Hauptbaumart Buche sich aufgrund mehrerer, kurz aufeinander folgender Mastjahre auf natürlichem Weg gut verjüngt, müssen die Wildbestände auch weiterhin konsequent bejagt werden, mit dem Ziel einer Erhöhung der Artenvielfalt der Waldbestockung.

Dies gilt auch im Hinblick auf die Umwandlung nicht standortgerechter Nadelwaldbestockungen in Laubholz, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt ohne Gatterung noch nicht möglich ist.

Umweltvorsorge und Naturschutz

Der Stärkung von Schutzfunktionen des Waldes wird im Forstamtsbereich Leinefelde auf der Grundlage einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung mit standortgerechten, dauerhaften Bestockungen als Ziel, Rechnung getragen.

Es soll insbesondere durch die Förderung von Edellaubholz und die Einbringung selten gewordener Baumarten wie Kirsche, Ulme, Eibe und Weißtanne die Artenvielfalt der Wälder erhöht werden.

Durch geeignete Maßnahmen soll erreicht werden, dass die vertikale Gliederung von bisher einschichtigen Beständen in strukturreiche und stabile Laubholz- und Mischbestände umgewandelt wird.

Mit dem Naturschutzgebiet (NSG) „Bodenstein“, das sich mit einer Fläche von 127 Hektar (davon 14 Hektar Totalreservat) im Ohmgebirge befindet, wurde bereits 1961 ein Querschnitt selten gewordener Waldgesellschaften, wie beispielsweise dem Eiben- und Buchenwald, unter Schutz gestellt.

Erholung

Bedingt durch die landschaftliche Schönheit des Gebietes gewinnt auch die Entwicklung von Tourismus und Fremdenverkehr eine zunehmende Bedeutung, der auch das Forstamt durch vielfältige Maßnahmen zur Steigerung der Erholungsfunktion Rechnung tragen muss.

Schwerpunkt ist dabei die Entflechtung der Besucherströme mit unterschiedlichen Nutzungsinteressen, bis hin zu einer Lenkung des Besucherverkehrs, insbesondere um die Städte Leinefelde, Worbis und Dingelstädt.

Öffentlichkeitsarbeit

Durch eine Vielzahl von Repräsentationen zu öffentlichen Anlässen, durch Exkursionen mit Schulklassen, naturinteressierten Bürgern und Presseveröffentlichungen, ist das Forstamt ständig bemüht, bei allen Bürgern Interesse an Natur und Wald zu wecken, Wissen zu vertiefen und Verständnis für die Belange der Forstwirtschaft zu vermitteln.

Sonderaufgaben

Zu den Sonderaufgaben des Forstamtes Leinefelde zählt die Ausbildung von Forstwirten.
Während der dreijährigen Ausbildungszeit werden die Auszubildenden von einem Forstwirtschaftsmeister betreut, der ihnen die theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt.
 
Des Weiteren bewirtschaftet das Forstamt eine Forstbaumschule bei Breitenworbis, die dem gleichnamigen Revier angegliedert ist. Auf 20 Hektar Fläche werden die in Thüringer Wäldern benötigten Baumarten angezogen. Schwerpunkt des Anbaues bilden Laubgehölze, die im Rahmen des Waldumbauprogrammes des Freistaates Thüringen die Stabilität der Wälder erhöhen sollen.

Hoheitsaufgaben

Neben der Bewirtschaftung der landeseigenen Waldflächen gehört auch die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben zum Tätigkeitsbereich des Forstamtes Leinefelde. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung der Inhalte des Thüringer Waldgesetzes (ThürWaldG), die Teilnahme an öffentlichen Planungsverfahren, die Genehmigung von Erstaufforstungen und Rodungen, und nicht zuletzt ist das Forstamt in das Meldeverfahren bei Verstößen gegen das Naturschutz-, Umwelt- und Abfallrecht eingebunden.

Adressen

Thüringer Forstamt Leinefelde
Heiligenstädter Str. 38
37327 Leinefelde-Worbis
Telefon +49 3605 20096-0
Telefax +49 3605 20096-20

E-Mail forstamt.leinefelde{at}forst.thueringen{punkt}de

 

Die Bediensteten des Forstamtes:

Elger Kohlstedt
Forstamtsleiter


Ralf Goldmann
stellvertretender Forstamtsleiter


Thomas Watterrott
Büroleiter


Uwe Kühnold
Funktionsbeamter (F2)


Gerd Schilling
Forstoberinspektoranwärter im Revier Geney


Ursula Jenssen
Sachbearbeiterin


Ilona Hunold
Sachbearbeiterin


Angelika Gorsler
Sekretärin


Forstbaumschule

Gerald Hartmann
Forstbaumschule Breitenworbis
Im Lindey
37339 Breitenworbis
036074 94296

Ines Auer
Mitarbeiterin Forstbaumschule


Lehrausbildung

Werner Gotthard
Lehrausbildung
Forstwirtschaftsmeister


Revierleiter

Gerald Hartmann
Revier Breitenworbis
Hüttengrund 13
37355 Kleinbartloff
036076 40167, 0172 3480239

Ulrich Breitenstein
Revier Geney
Kreuzweg 9
37327 Kallmerode
03605 200723, 0172 3480240

Markus Leonhardt
Revier Zehnsberg

zu erreichen über die Forstamtsadresse:
Thüringer Forstamt Leinefelde
Heiligenstädter Straße 38
37327 Leinefelde
Telefon 03605 20096-0
0171 4765636

Gabriele Koch
Revier Worbis
Elisabethstraße 49
37339 Leinefelde-Worbis
036074 20745, 0172 3480242

Andreas Henschel
Revier Hahn
Forsthaus Hahn 1
37339 Haynrode
036077 92364, 0172 3480243

Elmar Senft
Revier Ohmgebirge
Lärchenweg 1
37339 Leinefelde-Worbis
0172 3480244

Raik Scheffler
Revier Berlingerode
Ritterbachstraße 14
37339 Leinefelde-Worbis
036074 20883, 0172 3480245

Jörg Walter
Revier Wenderhütte
Mühlhhäuser Straße 48
37339 Breitenworbis
036074 2083, 0172 3480246

Thomas Götze
Revier Silkerode
Sprechzeiten sind im Forstamtsbüro zuerfragen.
0172 3480247

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