
HABIT-CHANGE “Adaptive Management of Climate-induced Changes of Habitat Diversity in Protected Areas“
HABIT-Change wird unter dem Förderkennzeichen 2CE168P3 im Rahmen des
CENTRAL EUROPE Programms INTERREG IVB zwischen 03/2010 und 02/2013 in der Kategorie „Entwicklung einer qualitativ hochwertigen Umwelt durch Management und Schutz natürlicher Ressourcen und Lebensräume (Priority 3.1: Developing a high quality environment by managing and protecting natural resources and heritage)“ umgesetzt und durch Mittel aus dem European Regional Development Fund (EFRE) kofinanziert. Hierfür stehen insgesamt ca. 4,1 Mio.€ Projektmittel bereit.
Neben Feuchtgebieten und Flusslandschaften stehen Graslandschaften, alpine Flächen und Wälder im Fokus der Untersuchungen. Durch transnationale Kooperationen werden für die Vielfalt der ausgewählten Schutzgebiete und für unterschiedliche nationale und internationale Schutzgebietskategorien im HABIT-CHANGE-Projekt mögliche Gefahren durch den Klimawandel identifiziert, regionale Effekte und Risiken des Klimawandels modelliert, ein entsprechendes Monitoring vorbereitet, Managementstrategien evaluiert und mit Verwaltungen, Landeigentümern und -nutzern optimiert, modifiziert und diskutiert.
Das im Rahmen des UNESCO-Programms „Man and the Biosphere“ (MAB) ausgewiesene
Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald bietet dabei im Gesamtprojekt die Möglichkeit, ganz konkret auf regionaler Ebene, aber im globalen Kontext einen, zunächst modellhaften, Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Diese Entwicklung soll soziokulturell und ökologisch nachhaltig sein und der Erhaltung und dem Schutz von Landschaften, Ökosystemen, Arten und genetischer Vielfalt dienen. Den Ansatz von HABIT-CHANGE in Biosphärenreservate zu tragen, steht dabei voll und ganz im Einklang mit den Forderungen des Internationalen Koordinierungsrates (ICC) des UNESCO-MAB-Programms, der
Dresdner Erklärung zu Biosphärenreservaten und Klimawandel (PDF-Datei zum Herunterladen).
Die Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei widmet sich deshalb gemeinsam mit der Reservatsverwaltung im besonders waldreichen Biosphärenreservat der Vulnerabilität, Angepasstheit, Anpassungsfähigkeit vorkommender Waldlebensräume im Klimawandel und der nachhaltigen Entwicklung des Biosphärenreservates unter Beachtung der Möglichkeiten, die diese Schutzgebietskategorie in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen erlaubt. Erfahrungen hieraus sollen einerseits die Reservatsverwaltung bei der Wahl angepasster Entwicklungsmaßnahmen unterstützen. Darüber hinaus können die Erkenntnisse aus dem Projekt gleichzeitig wertvolle Hinweise für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Biosphärenreservates geben. Andererseits haben sie Beispielcharakter für weitere Waldgebiete in Europa und ergänzen die Vielfalt paralleler Untersuchungen aus anderen Regionen, Schutzgebieten und -kategorien.
Frischbier, N. (2010): Anpassungsmaßnahmen für den multifunktionalen Wald trotz Klimawandel. Fachveranstaltung „HABIT-CHANGE: Auswirkungen des Klimawandels auf Schutzgebiete in Mittel- und Osteuropa – Anpassung des Gebietsmanagements zum Erhalt der Habitate“ im Rahmen der euregia 2010, 27.10.2010, Leipzig, Vortrag.
Leibniz-Institutes für ökologische Raumentwicklung e.V. (IOER)
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CENTRAL EUROPE Programms INTERREG IVB
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Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald
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