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Inhalt

Landesnatur

Thüringen umfaßt den Thüringer Wald und das Thüringer Becken, reicht im Westen über die Werra und in die Rhön, im Norden bis in den Harz und im Osten über die Pleiße hinaus.
Das fruchtbare Thüringer Becken im zentralen und nordwestlichen Teil Thüringens wird von mehreren Flüssen durchflossen, davon ist die Unstrut der größte. Die Ränder werden von zertalten Muschelkalkhöhenzügen (u.a. Hainich, Dün, Hainleite, Hohe Schrecke, Finne), im Südwesten vom Thüringer Wald und im Südosten von stark zergliederten Randplatten (Ilm-Saale- und Ohrdrufer Muschelkalkplatte, Saale-Elster-Buntsandsteinplatte) gebildet.
Südlich des Thüringer Beckens liegen der Thüringer Wald (der Große Beerberg ist mit 982 m die höchste Erhebung dieses Mittelgebirges und damit auch Thüringens) und das unmittelbar angrenzende Thüringer Schiefergebirge, welches wiederum in den Frankenwald übergeht. Weitere überregional bekannte Berge sind der Schneekopf (978 m), der Inselsberg (916 m) und der Kickelhahn (860 m). Dem östlichen Thüringer Schiefergebirge ist die Orlasenke vorgelagert.
Im Südwesten erstreckt sich zwischen Thüringer Wald, der Vorderen Rhön und dem Grabfeld die hügelige Werrasenke.
Im Norden gehören Teile des südlichen Unterharzes, der Kyffhäuser sowie der westliche Teil der fruchtbaren Goldenen Aue zu Thüringen. Im äußersten Nordwesten liegt das Eichsfeld.
Der Osten wird von der Ostthüringisch-Vogtländischen Hochfläche (Oberland), welche von Saale und Weißer Elster durchflossen wird, und einem kleineren Anteil an der Leipziger Tieflandbucht eingenommen.

Die wichtigsten Flüsse nach der Länge ihres Verlaufs in Thüringen sind Saale (196,3 km) Werra (187 km, Unstrut (159 km) und Ilm (121 km).
Die bekanntesten Talsperren heißen: Bleiloch- und Hohenwartetalsperre an der Saale, die Ohratalsperre, Talsperre Zeulenroda und Talsperre Schönbrunn.

Klima:

Wärmebegünstigt sind das Thüringer Becken, die Orla- und Werrasenke sowie das Unstrut- und Saaletal. Den eher trockenwarmen Becken und Tallandschaften stehen relativ feuchtkühle Höhenzüge gegenüber. Im Winter kommt es allerdings öfter zu Inversionswetterlagen, die negative Temperaturwerte in den Beckenlandschaften und Senken und positive in den Gebirgskammlagen mit sich bringen.

Vegetation:

Thüringen gehört mit einem Waldanteil von 32 % zu den waldreichen Bundesländern. Große Waldgebiete weisen der Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge, die Ostthüringisch-Vogtländische Hochfläche (hier besonders das Holzland) und die Ränder des Thüringer Beckens (hier hervorzuheben der Nationalpark Hainich) auf. Vorherschend sind Laubwälder, in höheren Lagen der Mittelgebirge Nadelwälder.