
Die Ausländerbeauftragte steht im ständigen Informationsaustausch mit bundes- oder landesweit agierenden Gremien, die sich für die Belange von Ausländern einsetzen. Dazu gehören neben der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration der Bundesregierung die Ausländerbeauftragte der Länder und die Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Ausländerbeauftragten sowie die Vertreter aus Kirchen, Sozialverbänden und Vereinen, die sich um Ausländerangelegenheiten kümmern.
Besonderes Interesse gilt den Ausländerbeiräten. In dem Maße, wie Ausländer selbst ihre Interessen vertreten und öffentlich artikulieren, verliert die Ombudsfunktion der Ausländerbeauftragten an Bedeutung.
Thüringer Vereine, die sich der Belange der Ausländer annehmen und ihre Arbeit dem immer besseren Zusammenleben von Deutschen und Ausländern widmen, werden von der Ausländerbeauftragten auf Antrag auch finanziell gefördert. Dafür stellt das Land je nach Lage des Haushalts Fördermittel bereit (seit 1993 jährlich etwa 100.000 €).
Zu den verschiedensten ausländerpolitischen, ausländerrechtlichen oder interkulturellen Themen organisiert die Ausländerbeauftragte Bildungsveranstaltungen, zu denen vorrangig Ausländervertreter, Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialarbeiter eingeladen werden. Nicht selten werden hier die Problemlagen diskutiert, die dann Gegenstand von Veröffentlichungen oder politischen Empfehlungen werden.