
Die Ausländerbeauftragte hat eine aufklärende Funktion: Sie informiert Ausländerinnen und Ausländer über neue Entwicklungen im Ausländerrecht und macht auf politische Mitwirkungsmöglichkeiten aufmerksam. Gleichzeitig unterrichtet sie die deutsche Bevölkerung über die rechtliche und soziale Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Thüringen. Das geschieht durch Presseerklärungen, Faltblätter und Broschüren.
Veröffentlichungen, die sich an Ausländergruppen richten, die noch nicht lange in Deutschland leben - z.B. Flüchtlinge - werden auch in fremden Sprachen herausgegeben.
Die Publikationen der Ausländerbeauftragten sind im Verzeichnis der Veröffentlichungen der Landesregierung aufgeführt, das ständig aktualisiert wird.
Der Information der in Thüringen ansässigen Ausländer widmen sich auch regelmäßige Veranstaltungen mit Tagungscharakter, wo ausgewiesene Spezialisten im Bereich des Ausländer-, Asylverfahrens- oder Sozialrechts über Änderungen in das jeweilige Rechtsgebiet referieren und den Teilnehmern die Auswirkung der Neuerung auf die Lage der ausländischen Bevölkerung in der Bundesrepublik erläutern.
Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört nicht nur die nüchterne Information, sondern auch die werbende Aktion. Hierbei geht es darum, Sensibilität für interkulturelle Beziehungen und Aufgeschlossenheit für Zugewanderte zu wecken - für das weltweite Migrationsproblem ebenso wie für den fremden Nachbarn.
So wurden Comic-, Karikaturen- und Jugendtheaterwettbewerbe ausgeschrieben, die dem Ziel dienten, vor allem jungen Leuten den Blick über den Tellerrand zu weiten und Fremdenangst wie Fremdenfeindlichkeit abzubauen.
Überwiegen an das jüngere – und jung gebliebene - Publikum richtete sich auch der über 9 Jahren alljährlich veranstaltete „Tag der deutsch-ausländischen Gesellschaften in Thüringen“. Die deutsch-ausländischen Gesellschaften stehen für die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zwischen dem deutschen und den Partnervölker und die Beseitigung bestehender oder aufkommender Vorurteile. Ihr Beitrag zur internationalen Verständigung erstreckt sich mitunter in Bereichen wie Jugend- und Kulturaustausch sowie die aktive Begleitung der kommunalen Partnerschaften zwischen Deutschland und den Partnerländer.
An ein intellektuell orientiertes Publikum richtete sich die von 1993 bis 2010 alljährlich die Auftaktveranstaltung zur "Woche der ausländischen Mitbürger". Im Kern diente sie dem gleichen Anliegen: das Fremde zu verstehen und das Eigene im Spiegel des Fremden neu zu deuten.
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Arzt-Patient-Gespräch in Bildern
Zahllose Begriffe aus Praxis und Pflege zu Beschwerden, Untersuchung und Behandlung sind pragmatisch und patientengerecht in einfachen Bildern mit mehrsprachigen Untertiteln dargestellt - insgesamt 10 Sprachen. Durch Antippen der Bilder können sich Arzt, Pflegepersonal und fremdsprachige Patienten schnell verständigen.
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Der Verein für bildgestützte Sprachförderung und Kommunikation (BUS) e. V. hat weitere Materialien dazu (z.B. Anamnesebogen und Therapieplan) herausgegeben.