
Am 23. September 2012 beginnt bundesweit die Interkulturelle Woche unter dem Motto „Herzlich willkommen – wer immer Du bist.“
Die diesjährige zentrale Veranstaltung zum Auftakt der Interkulturellen Woche Thüringens findet am Samstag, 22. September 2012, um 11.00 Uhr im Augustinerkloster in Gotha statt.
Kein geringerer als Dr. Theo Zwanziger, der ehemalige DFB Präsident, wird die Festrede halten. Nicht nur die Fußballfans sondern auch all jene, denen an einer Willkommenskultur in Thüringen gelegen ist, werden auf ihre Kosten kommen.
Zudem erwartet die Gäste auch ein Erfahrungsbericht einer jungen Studentin, die im Irak geboren wurde und in Thüringen „angekommen und angenommen“ ist.
Die Veranstaltung wird durch ein Grußwort des Oberbürgermeisters Knut Kreuch eingeleitet und mit einem musikalischen Potpourri aus Volksweisen und Evergreens von Georgeta und Andrei Vesa abgerundet.
Thüringens Ausländerbeauftragte Petra Heß lädt herzlich ein, bei dieser spannenden Veranstaltung dabei zu sein.
Ein Straßenfest zum Thema Mobilität und Verkehr
Der Autofreie Tag in Erfurt fand in der europäischen Mobilitätswoche am 16. September 2012 statt und bildete zugleich den Aktionstag und Abschluss für das Stadtradeln.
Ein buntes Veranstaltungsprogramm in der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr unterstützte das Anliegen des Autofreien Tages: für nachhaltige Mobilitätsalternativen werben.
Am 1. April 2012 ist das „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikation“ – kurz „Anerkennungsgesetz“ – in Kraft getreten. Es dient dazu, im Ausland erworbene Berufsqualifikationen verbessert auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu nutzen und so qualifikationsnahe Beschäftigung zu ermöglichen.
Das neue Bundesgesetz begründet einen Anspruch auf ein Verfahren zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse für alle Zuwanderungsgruppen in Deutschland. Die Zuständigkeiten der verschiedenen Institutionen im Anerkennungsverfahren sind geklärt, die Verfahren der neuen Rechtslage weitestgehend angepasst. Neben den Verfahren muss sichergestellt werden, dass den Hilfesuchenden gegenüber eine umfassende und aussagekräftige Beratungsleistung zugänglich ist.
Am Mittwoch, den 28. März 2012, fand im Erfurter Augustinerkloster eine Fachtagung zu dem Thema statt. Die Tagung sollte Mittler und Multiplikatoren über den Stand der Anerkennungsverfahren und die Umsetzung von Anerkennungsberatung zu ausländischen Bildungsabschlüssen durch die jeweiligen Fachstellen in Thüringen zu informieren. Die Tagesordnung war dementsprechend voll gepackt mit Informationen. Unter anderem wurden die Teilnehmer unterrichtet über:
1. Das Anerkennungsgesetz – Inhalt und Neuerungen (Maria Höchstädter, Bundesministerium für Bildung und Forschung)
2. Anerkennungsberatung in Thüringen (Annett Roswora, Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement (IBS) gemeinnützige GmbH)
3. Das Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ Thüringen (Steffen Jacobi, Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e. V.)
4. Migration und Arbeitsmarkt in Thüringen (Antje Schmerbauch, Institut der Thüringer Wirtschaft (IWT) GmbH)
5. Berufspezifische Anerkennungsverfahren in Thüringen
• Anerkennung beruflicher Abschlüsse in IHK-Berufen (Mario Melle, Industrie- und Handelskammer Erfurt)
• Anerkennung beruflicher Abschlüsse in HWK-Berufen (Jana Kummer, Handwerkskammer Erfurt)
• Anerkennung akademischer Abschlüsse im Gesundheitswesen (Jürgen Arndt, Thüringer Landesverwaltungsamt)
• Anerkennung schulischer Abschlüsse und Lehramtsqualifikationen in Thüringen (Wilfried Huth, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur)
Am Samstag, den 10. März 2012 wurde im Rahmen eines Tagesseminars der Ausländerbeauftragten beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit die Studie „ MIGRATION UND INTEGRATION – Herausforderungen für Thüringen“ detailliert mit ihren Inhalten gegenüber Vertretern von Verbänden, Organisationen, Vereinen, Ausländerbeiräten, ehrenamtlich in der Flüchtlingsfürsorge und –sozialberatung tätigen Personen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.
Die Studie wurde im Jahr 2011 in Auftrag gegeben. Die Geschichte von Integration und Migration in Thüringen in den vergangenen 20 Jahren wurde untersucht und statistische Befunde zu sozialer und wirtschaftlicher Integration, Lebenslagen und Lebensperspektiven von Migranten und Migrantinnen in Thüringen dargestellt. Auf der Grundlage der Befunde wurden Perspektiven und Empfehlungen eröffnet.
Eine erste Information über die Veröffentlichung fand am 01.03.2012 im Rahmen einer Pressekonferenz im TMSFG statt.
Am Donnerstag, den 22.12.2011 besuchte die Ausländerbeauftragte des Freistaats Thüringen, Petra Heß, gemeinsam mit der Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert, die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Eisenberg.
Anlass des Besuches war der Wunsch, die besondere Stimmung der weihnachtlichen Festtage allen Menschen zu vermitteln und für das friedliche Miteinander in Thüringen zu werben. Die Ausländerbeauftragte und viele Vereine und Verbände setzten sich für die Stärkung einer Willkommenskultur in unserem Freistaat ein; eine Kultur, die Menschen anderer Herkunft beim Einleben in Thüringen hilft, das Zusammenleben als Bereicherung empfindet und die entstehende Vielfalt nutzt. Auf diesem Weg spielen interkultureller Dialog und Begegnung eine wichtige Rolle, um bestehende Berührungsängste und Barrieren zu überwinden, gegenseitige Akzeptanz und einen offenen Umgang miteinander zu ermöglichen. Begleitet wurde der Besuch von Journalisten der örtlichen Tagespresse und des MDR.
47 Flüchtlingskinder im Alter von 3 bis 13 Jahren warteten sehnsüchtig auf die Besucherinnen, die viele weihnachtliche Überraschungen im Gepäck hatten. Darunter waren Holzspielzeuge gefertigt von Jugendlichen in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen, aber auch zahlreiche Geschenke und Spenden von Unternehmen und Privatpersonen: Bücher, Sportgeräte, Spielsachen. Die vielen freudigen Kinderaugen waren das herzlichste Dankeschön für das Engagement aller Beteiligten.
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Vom 16. bis 18. November 2012 findet in Weimar das Geschichtsfest statt.
Das diesjährige Rendezvous steht unter dem Motto „Nachbarschaften“. Denn gerade in den Zeiten der Krise gilt es, Europa als einen vielstimmigen Ort des Austauschs, des gegenseitigen Halts, der ausgehaltenen Verschiedenheit lebendig zu halten. Die rund 25 Vorträge, Gespräche, Lesungen und kulturellen Abende wenden sich an ein breites Publikum, das in einen Diskurs mit Wissenschaftlern und Geschichtsinteressierten tritt.
Den Eröffnungsvortrag hält der Fernsehjournalist Dr. Dieter Kronzucker. Kaum jemand in Deutschland weiß so direkt wie er vom lokalen, globalen, digitalen Rendez-vous der Nationen, Religionsgemeinschaften und historischen Persönlichkeiten zu erzählen: von Nachbarschaften, die Geschichte schrieben. Sein Vortrag „Nachbarschaften eines Weltenbummlers“ eröffnet das diesjährige Festival am 16.11. um 18 Uhr.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Die wichtigste Veranstaltungen:
18. November, 13:00 Uhr
Musikschule "Ottmar Gerster"
Multikulti heute: Schon am Ende oder erst am Anfang?
Magdalena Modler-El Abdaoui M.A. (Frankfurt), Prof. Dr. Wolfgang Frindte (Jena), Jean-Michel Cros (Strasbourg)
Moderation: N.N.
Von Strasbourg über Frankfurt am Main hin nach Thüringen wollen wir mit Experten diskutieren, wie wir mit Nachbarn umgehen, die aus einem anderen Kulturkreis stammen oder einer anderen als der christlichen Religion angehören. Wie gestalten sich die Dialoge zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen? Welche Unterschiede gibt es zwischen Frankreich und Deutschland, welche zwischen West- und Ostdeutschland?
18. November, 11:00 Uhr
Musikschule "Ottmar Gerster"
Multikulti damals: Nachbarschaft der Religionen von der Antike bis in die Neuzeit
Prof. Dr. Veit Rosenberger (Erfurt), Dr. Katharina Mersch (Erfurt), Christiane Fiebig (Erfurt), Prof. Dr. Susanne Rau (Erfurt)
Moderation: Dr. Klaus Hillingmeier, Chefredakteur Geschichte
In allen Epochen vor der Moderne, also bis ins 16./17. Jahrhundert hinein, spielte die Religion im Leben der Menschen eine herausragende Rolle. Doch wie gestaltete sich in Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit das religiöse Leben Europas konkret? In welchen Nachbarschaftsbeziehungen standen religiöse Einrichtungen mit Stadt und Land? Wie lebten unterschiedliche Religionsgemeinschaften zusammen? Ein historischer Streifzug von Griechenland über Spanien und Frankreich nach Deutschland.
Weitere Informationen hier: