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Pressemitteilung
Vorstellung der Studie "Migration und Integration - Herausforderungen für Thüringen"
Die Ausländerbeauftragte des Landes Thüringen (beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit) legt zum Frühjahr 2012 eine Veröffentlichung zum Themenkomplex Migration und Integration in Thüringen vor.
Die Studie wurde von Professor Dr. Doron Kiesel von der Fachhochschule Erfurt und Professor Dr. Thomas Eppenstein von der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe erarbeitet und wird am 1. März 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz von Professor Doron Kiesel vorgestellt.
Die Publikation schließt eine Lücke in der bisherigen Erkenntnisarbeit. Sie vergleicht systematisch die Geschichte der Migration und Integration in Thüringen mit der Situation in ganz Deutschland. Es werden Fakten und Analysen zur sozialen und wirtschaftlichen Integration und statistische Befunde zur Bevölkerungsentwicklung, Migration und Integration dargestellt. Außerdem werden Aufgaben und Zuständigkeiten von öffentlichen Stellen, privaten Trägern und Initiativen erklärt.
Lebenslagen und Lebensperspektiven von Migrantinnen und Migranten in Thüringen werden anschaulich gemacht. Dabei kommen auch kritische Erfahrungen zur Sprache. Hiermit soll eine wahrheitsgetreue Bestandsaufnahme der realen Lebenslagen in Thüringen erreicht werden.
Die Schrift will über Stand und Perspektiven der Migration in Thüringen informieren, dabei Herausforderungen des Zusammenlebens herausarbeiten und Chancen für eine an Grundsätzen „interkultureller Öffnung“ orientierte Entwicklung ausloten.
Sie richtet sich an bereits länger ansässige und an zugewanderte Bürger und Bürgerinnen in Thüringen in ihrer derzeitigen Vielfalt wie an interessierte Neubürger und Investoren, die sich in Thüringen niederlassen wollen oder im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Grundlagen Aufnahme finden.
Noch ist Thüringen allerdings von Bevölkerungsschwund und Alterung betroffen und noch findet Migration in das Land eher unfreiwillig statt. Migration, Zuwanderung und Integration stellen für das Land Thüringen auf den ersten Blick kaum relevante Herausforderungen dar, denn die Zahlen und prozentualen Anteile liegen hier unter zwei Prozent. Dennoch besteht ein erheblicher Bedarf nach Information und Aufklärung unter den Vorzeichen einer zunehmenden Pluralisierung. Daher werden in dieser Schrift Herausforderungen durch fremdenfeindliche Ressentiments wie rechtsradikaler Umtriebe zwar nicht in den Mittelpunkt gestellt, erfahren jedoch eine kritische Erwiderung für eine weltoffene, demokratische und humane Perspektive.
Dr. Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, der an der Pressekonferenz teilnimmt, erhält das erste Exemplar der Studie vom Autor persönlich überreicht.